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Dokumentenidentifikation EP0310697 30.01.1992
EP-Veröffentlichungsnummer 0310697
Titel Schlauchkops-Auswechselvorrichtung für eine Webmaschine.
Anmelder Jürgens Maschinenbau GmbH & Co KG, 4407 Emsdetten, DE
Erfinder Bassing, Friedrich Wilhelm, W-4407 Emsdetten, DE
DE-Aktenzeichen 3775400
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument De
EP-Anmeldetag 08.10.1987
EP-Aktenzeichen 871147195
EP-Offenlegungsdatum 12.04.1989
EP date of grant 18.12.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.01.1992
IPC-Hauptklasse D03D 45/20

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schlauchkops-Auswechselvorrichtung für eine Webmaschine, mit einem oberhalb der Weblade angeordneten Kopsmagazin mit in einer Kopsauswechselstellung dicht über dem nach oben offenen Trograum des Webschützen liegender Kopsaustrittsöffnung, einer Kopsauswerfvorrichtung zum Entfernen des Kopsrestes aus dem Webschützen, einer Kopseinpreßvorrichtung zum Einpressen eines neuen Schlauchkopses aus dem Kopsmagazin in den Trograum des Webschützen, einer Schneidvorrichtung zum Abtrennen des Schußfadens vom auszuwerfenden Kopsrest sowie Steuervorrichtungen zur zeitlich aufeinander abgestimmten Betätigung der vorgenannten Vorrichtungen.

Bei einer aus der DE-B-15 35 676 bekannten Schlauchkops-Auswechselvorrichtung der vorstehend genannten Art werden zum Innenabzug ausgelegte, vollständig aus Kopsgarn bestehende Schlauchkopse durch die Kopseinpreßvorrichtung in den Trograum eines Webschützen eingepreßt, der mit Borstenleisten oder ähnlichen mit der Außenfläche des Schlauchkopses zusammenwirkenden Halterungsvorrichtungen ausgestattet ist. Das Auswerfen des Kopsrestes aus dem Webschützen erfolgt durch einen über dem Schützenkasten verschwenkbar gelagerten Auswerferarm, der mit seinem hakenförmigen Ende den im kettfernen Schützenende gehalterten Kopsrest aus dem Trograum herausreißt und diesen in einen neben dem Webstuhl aufgestellten Fangkorb schleudert. Bei dieser vorbekannten Konstruktion kann aber wegen unvermeidlicher Toleranzen im Außendurchmesser sowie der Zusammendrückbarkeit und der Oberflächenrauhigkeit der verwendeten Schlauchkopse weder bei deren Einpressen in den Trograum des Webschützen ein genau reproduzierbarer Sitz erreicht, noch eine hinreichend sichere Festlegung gegen axiale und transversale Verlagerungen des Schlauchkopses im hin- und hergeschlagenen Webschützen erzielt werden. Wegen dieser Schwierigkeiten wurden Schlauchkopse bisher im wesentlichen nur zur Herstellung von weniger anspruchsvoller Textilerzeugnissen, wie Scheuertüchern, Matten oder groben Wolldecken verwendet. Zum Verarbeiten synthetischer Garne sind Schlauchkopse praktisch kaum verwendet worden.

Aus der DE-B-15 35 424 ist ferner eine Schußspulen-Auswechselvorrichtung für Wechselwebstühle bekannt, bei welcher jeweils eine Schußspule aus einem Spulenmagazin mittels eines Einschlaghammers mit einem Halterungszapfen in eine im Webschützen vorgesehene Automatenklammer eingeschlagen wird. Derartige Schußspulen sind aber aus webtechnischen Gründen nur in begrenzter Länge verwendbar und können infolge ihres Spulenkerns nur eine im Vergleich zu Schlauchkopsen wesentlich geringere Schußfadenmenge aufnehmen. Da die in einem Webschützen jeweils mitführbare Schußfadenlänge insbesondere bei Breitwebmaschinen mit Arbeitsbreiten bis zu 30 m in sehr kurzer Zeit aufgebraucht ist, liegen die Wechselstellen im Gewebe vielfach so dicht beieinander, daß es erforderlich ist, die Punkte des Überlappens des Schußfadenendes der alten Schußspule und des Schußfadenanfangs der neuen Schußspule über die Gewebebreite zu verteilen. Zu diesem als Schußanlegen bezeichneten Vorgang muß die Webmaschine abgestellt und ein Teil des zuletzt eingetragenen Schußfadens durch das Oberfach herausgezogen und abgeschnitten wer den, worauf der gefüllte Webschützen um etwa 1 bis 2 cm versetzt durch das Oberfach eingeschoben und von Hand in den Schützenkasten befördert wird, so daß die Schußfadenenden geringfügig überlappend zusammenliegen. Da sich dieser Vorgang alle 1 bis 2 Minuten wiederholt, ergibt sich außer der körperlichen Anstrengung für den Weber auch eine erhebliche Stillstandszeit der Webmaschine, so daß diese nur mit einem Wirkungsgrad von 50 bis 60% betrieben werden kann.

Wegen der größeren Schußfadenlänge von Schlauchkopsen wurde zwar versucht, zur Herstellung endlos gewebter Papiermaschinenbespannungen zur Verlängerung der Laufzeit des Webschützen Schlauchkopse einzusetzen. Dies hat jedoch nicht zum Erfolg geführt, da sich unerwünschte Verlagerungen und ein vorzeitiges Auseinanderfallen des Schlauchkopses in dem mit hoher Geschwindigkeit hin- und hergeschlagenen Webschützen nicht zuverlässig verhindern ließen und die beim Abzug des Schußfadens vom Innenkegel des Schlauchkopses eintretende unkontrollierte Ballonbildung im Webschützen zusätzliche Störungen verursacht. Es gelang auch nicht, ein hinreichend zuverlässiges automatisches Auswechseln der Schlauchkopse im Webschützen zu erreichen.

Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Schlauchkops-Auswechselvorrichtung für Webmaschinen der eingangs genannten Art zu schaffen, welche die bisherigen Nachteile vermeidet und auf einfache Weise einen zuverlässigeren automatischen Kopswechsel und ein weitgehend störungsfreies Schlauchkopsweben mit höherem Wirkungsgrad der Webmaschine ermöglicht.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Schlauchkops-Auswechselvorrichtung der eingangs genannten Art mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 ausgestattet.

Durch die Verwendung eines Kopsmagazins für in der parallelen europäischen Patentanmeldung der Anmelderin vom gleichen Anmeldetag beschriebene Schlauchkopse mit einem zum Außenabzug ausgelegten Kopsende und einem im anderen Kopsende vom Kopsgarn fest eingebundenen Ansatzteil mit einem koaxial herausragenden Halterungszapfen sowie einer im Webschützen angeordneten Klemmvorrichtung zur ausgerichteten Festlegung des Halterungszapfens des Schlauchkopses und einer gleichzeitig mit dem Kopseinpreßstempel absenkbare Faden-Einführvorrichtung wird eine sehr zuverlässige Einbringung und Halterung des neuen Schlauchkopses und des zugehörigen Schußfadens in den zuvor durch den Kopsauswerfstempel ebenso zuverlässig vom Kopsrest befreiten Webschützen erzielt. Da alle mit der Kopsauswechslung verbundenen Arbeitsschritte durch eine elektronische Ablaufsteuerung selbsttätig vorgenommen werden, wird auch bei mehrschützigen Breitwebmaschinen mit beidseitigem Steigkastenwechsel und einem Vierfarben-Schlauchkopsmagazin ein wesentlich verbesserter Wirkungsgrad der Webmaschine erreicht.

Vorteilhafte weitere Ausgestaltungen der Schlauchkops-Auswechselvorrichtung sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Im folgenden wird eine bevorzugte Ausführungsform der Schlauchkops-Auswechselvorrichtung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen weiter erläutert. Es zeigen:

  • Fig. 1 einen schematischen Teilquerschnitt durch die Weblade, das Kopsmagazin und zugehörige Vorrichtungen einer Webmaschine,
  • Fig. 2 eine teilweise weggebrochene Seitenansicht der Weblade, des Kopsmagazins und des in der Kopsauswechselstellung gehaltenen Webschützen der Webmaschine gemäß Fig. 1,
  • Fig. 3 eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Kopsauswerfvorrichtung,
  • Fig. 4 eine teilweise geschnittene Ansicht einer in den Webschützen eingesenkten Schneidvorrichtung,
  • Fig. 5 eine schematische Ansicht eines Schußfadengreifers mit Fadensaugrohr,
  • Fig. 6 eine schematische Aufsicht auf einen zugehörigen Webschützen mit eingesetztem Schlauchkops und
  • Fig. 7 eine schematische perspektivische Ansicht eines Schlauchkopses.

Die in den Figuren 1 bis 5 dargestellte Schlauchkops-Auswechselvorrichtung für eine mit mehreren Schützen arbeitende Breitwebmaschine mit Steigkastenwechsel weist ein oberhalb der Weblade 1 angeordnetes Kopsmagazin 3 auf, das durch einen Druckmittelzylinder 11 und einen mit diesem schwenkbar verbundenen Winkelhebel um eine an der Obertraverse 5 der Webmaschine angeordnete, horizontale Schwenkachse 4 zwischen einer in Fig. 1 in ausgezogenen Linien dargestellten Kopseinpreßstellung und einer gestrichelt dargestellten Ruhestellung verschwenkbar ist. Das Kopsmagazin weist vier in ihrem oberen Teil parallel verlaufende Speicherschächte 6 zur gleichgerichteten Aufnahme einer Vielzahl von Schlauchkopsen 7 der in Fig. 7 dargestellten Art auf. Die Speicherschächte 6 besitzen jeweils einen in der von der Gewebekante 62 abgewandten Endwand angeordneten Fadenschlitz 10. Die Fadenenden 52 der Schlauchkopse 7 sind jeweils durch den Fadenschlitz 10 ihres Speicherschachts 6 zu einem nicht dargestellten Saugrohr geführt. Die Speicherschächte 6 sind in ihrem unteren Abschnitt schräg einwärts abgewinkelt und dort jeweils mit einer zwischen einer Sperrstellung und einer den Durchtritt eines Schlauchkopses 7 zulassenden Öffnungsstellung beweglichen Sperrklappe 8 versehen. Zwischen den Austrittsenden der Speicherschächte 6 und deren Sperrklappen 8 liegt eine zentrale Einpreßkammer 14 mit einer an der Unterseite des Kopsmagazins angeordneten Kopsaustrittsöffnung 9. Im Kopsmagazin 3 ist ferner zwischen den beiden inneren Speicherschächten 6 eine Kopseinpreßvorrichtung mit einem druckmittelbetätigten Einpreßzylinder 13 und einem Kopseinpreßstempel 12 vorgesehen, der zwischen einer in Fig. 1 dargestellten Ruhestellung und einer abwärts ausgefahrenen Einpreßstellung verschiebbar ist und dabei einen zuvor über eine geöffnete Sperrklappe 8 in die Einpreßkammer 14 eingebrachten, in der Kopsaustrittsöffnung 9 liegenden Schlauchkops 7 in den Trograum 37 des in der Kopsauswechselstellung dicht darunterliegenden Webschützen 2 einpreßt.

Da der Kopswechsel bei der dargestellten Webmaschine mit Steigkastenwechsel nicht im Schützenkasten selbst vorgenommen werden kann, wird der Webschützen 2 aus dem nicht dargestellten Schützenkasten mittels des entsprechend steuerbaren Schlagzylinders mit geringer Ausstoßgeschwindigkeit in die in Fig. 2 dargestellte Kopsauswechselstelllung bewegt, in welcher er durch ein in der Weblade 1 hochschwenkbar angeordnetes Positionierelement 15 (das in Fig. 2 heruntergeschwenkten Ruhestellung dargestellt ist) angehalten und durch ein am anderen Schützenende in der Weblade 1 um eine Schwenkachse 17 hochschwenkbares Positionierelement festgelegt wird. An der Weblade 1 ist ferner ein in Fig. 3 dargestellter, um eine horizontale Schwenkachse 19 verschwenkbarer Niederhalter 18 vorgesehen, der durch einen Druckmittelzylinder 20 in die in Fig. 3 dargestellte, seitlich gegen den Webschützen andrückende Stellung beweglich ist.

Der in Fig. 6 dargestellte Webschützen 2 weist eine nahe einem Ende des oberseitig eingetieften Trograumes 37 angebrachte Klemmvorrichtung 38 mit zwei jeweils einer zugeordneten Seitenwand des Webschützen 2 gegenüberliegenden, federnden Klemmbakken 39 zum auswechselbaren Eindrücken des Halterungszapfens 45 eines in Fig. 7 dargestellten Schlauchkopses 7 auf. Am anderen Ende des Webschützens 2 ist ein vom Trograum 37 in dessen Längsrichtung geradlinig bis zum Schützenende durchgehender Fadeneinführschlitz 40 bis über die Mittelachse des Webschützen 2 eingetieft. Mit diesem Fadeneinführschlitz 40 ist ferner eine seitlich abzweigende, herkömmliche Einfädelvorrichtung 42 verbunden. An dem von der Klemmvorrichtung 38 entfernten Ende des Trograumes 37 ist ferner eine auf den Fadeneinführschlitz 40 fluchtend ausgerichtete Fadenbremse 41 der in der einen Webschützen betreffenden parallelen europäischen Patentanmeldung der Anmelderin vom gleichen Anmeldetag näher beschriebenen Art angeordnet.

Der in Figuren 6 und 7 dargestellte Schlauchkops 7 weist ein zum Außenabzug ausgelegtes konisches Kopsende 47 und ein in das andere Kopsende 48 durch das Kopsgarn fest eingebundenes Ansatzteil 43 mit einem garnumwickelten Ansatzkonus 44 mit entgegengesetzt konisch geneigten Ringstufen und einem koaxial auswärts vorstehenden Halterungszapfen 45 auf, der bei der dargestellten Ausführungsform mit vier jeweils in Ringnuten des Halterungszapfens 45 eingespannten, geschlitzten Rastringen 46 versehen ist. Der Schlauchkops 7 ist ferner mindestens bis zum Ende seiner das Ansatzteil 43 umschließenden Garnbewicklung mit einer aufgeschrumpften Mantelhülle 49 aus Kunststoff-Schrumpffolie eng anliegend umschlossen. Auf die Mantelhülle 49 kann ferner zur Erhöhung der Eigensteifigkeit ein eingebettete Verstärkungsfäden 51 enthaltender Verstärkungsstreifen 50 in axialer Richtung aufgeklebt sein. Der von der konischen Außenfläche des Kopsendes 47 durch eine zentrische Öffnung der Mantelhülle 49 abzuziehende Faden 52 wird beim Kopswechsel in den Fadeneinführschlitz 40 und die Fadenbremse 41 eingelegt.

An der von der Gewebekante 62 abgewandten Seite des Kopsmagazins 3 ist ferner eine mit dem Kopseinpreßstempel 12 zu gemeinsamer Absenkbewegung verbundene Fadeneinführvorrichtung 21 angeordnet, die einen dicht an der den Fadenschlitz 10 enthaltenden Endwand des Kopsmagazins 3 angeordneten Fadengreifer 22 und einen relativ zu diesem begrenzt horizontal verschiebbaren zweiten Fadengreifer 23 aufweist, der durch einen druckmittelbetätigten Fadenspannzylinder 24 in Richtung vom anderen Fadengreifer 22 fort verschiebbar ist, um dadurch den von beiden Fadengreifern 22 und 23 erfaßten Faden 52 des in den Webschützen 2 einzupressenden Schlauchkopses geradlinig auszuspannen.

Wie Fig. 1 erkennen läßt, ist an einem mit dem Brustbaum 61 verbundenen Profilrohr ferner zwischen der Gewebekante 62 und dem Kopsmagazin 3 ein erster Schußfadengreifer 27 sowie ein in Fig. 5 dargestellter zweiter Schußfadengreifer 28 angebracht, der in Fig. 1 weggelassen ist und von der Gewebekante 62 her gesehen hinter dem Kopsmagazin 3 befestigt ist. An der Weblade 1 ist ferner in deren zwischen den Schußfadengreifern 27 und 28 liegendem Bereich eine Schußfadenschere 29 vorgesehen, die durch einen mit dieser verbundenen Scherenstößel 31 bei der Anschlagbewegung der Weblade 1 jeweils nur dann zum Abtrennen des zuletzt in das Webfach eingetragenen Schußfadens betätigt wird, wenn der normalerweise durch eine Öffnung eines Profilrohres am Brustbaum 61 einschiebbare Scherenstößel 31 auf eine am Profilrohr zwischen einer zurückgezogenen Ruhestellung und einer die Durchtrittsöffnung für den Scherenstößel 31 verschließenden Anschlagstellung verschiebbare Anschlagplatte 30 auftrifft. Der abgeschnittene Schußfadenrest wird nach der Freigabe durch den Fadengreifer 28 über ein neben diesem mündendes Fadensaugrohr abgesaugt.

Zum Entfernen des weitgehend abgelaufenen Kopsrestes aus dem Webschützen 2 ist eine Kopsauswerfvorrichtung vorgesehen, die einen in einer Auswerferbohrung 33 der Weblade 1 verschiebbar geführten Kopsauswerferstempel 34 und einen druckmittelbetätigten Auswerferzylinder 35 aufweist, der den Kopsauswerferstempel 34 bei in der Kopsauswechselstellung festgelegtem Webschützen 2 durch eine in diesem unterseitig angeordnete Durchgangsöffnung 36 gegen den in den federnden Klemmbacken 39 der Klemmvorrichtung 38 eingespannten Halterungszapfen 45 des Kopsrestes ausfährt, so daß der Halterungszapfen 45 aus den Klemmbacken 39 aufwärts ausgestoßen wird. Zum Abführen des Kopsrestes dient eine Kopsrest-Abführvorrichtung 56, die mittels eines druckmittelbetätigten Stellzylinders 58 zwischen der in Fig. 3 dargestellten Aufnahmestellung und einer Freigabestellung beweglich ist. Der Halterungszapfen 45, des durch den Kopsauswerfstempel 34 aus den Klemmbacken 39 des Webschützens 2 ausgestoßenen Kopsrestes gelangt in den in der Aufnahmestellung direkt darüberliegend angeordneten Kopsrestgreifer 57 und wird dann mit diesem durch Betätigung des Stellzylinders 58 in die Freigabestellung bewegt und dort in einen Auffangbehälter fallengelassen. Zur genauen Ausrichtung des Kopsrestgreifers 57 relativ zum Webschützen 2 dient ein sich in der Aufnahmestellung gegen einen aufwärts vorstehenden Führungssteg der Weblade 1 anlegen der Positionieranschlag 59.

An der Kopsrestabführvorrichtung 56 ist ferner die in Fig. 4 dargestellte, durch einen Druckmittelzylinder 54 betätigbare Fadenschere 53 um eine horizontale Schwenkachse 55 verschwenkbar angelenkt. Die Fadenschere 53 wird in den Abschnitt des Trograumes 37 zwischen der Fadenbremse 41 und dem Ende der weitgehend leeren Mantelhülle 49 eingeschwenkt, um dort den vom Kopsrest durch die Fadenbremse 41 verlaufenden Restfaden abzuschneiden.

Wenn nun der neue Schlauchkops 7 durch den abwärtsbewegten Kopseinpreßstempel 12 in den leeren Trograum 37 des Webschützen 2 so eingedrückt wird, daß die Rastringe 46 seines Halterungszapfens 45 in die federnden Klemmbacken 39 der Klemmvorrichtung 38 einschnappen, wird gleichzeitig mit dem Kopseinpreßstempel 12 auch die Fadeneinführvorrichtung 21 mit dem in den Fadengreifern 22 und 23 nach Betätigung des Fadenspannzylinders 24 straff ausgespannten Faden 52 so abgesenkt, daß der Fadengreifer 22 zwischen der Fadenbremse 41 und dem Kopsende 47 in den Trograum 37 eintaucht und der Fadengreifer 23 an der Außenseite des Schützenendes soweit abwärts bewegt wird, daß der zwischen den Fadengreifern 22 und 23 geradlinig ausgespannte Faden dabei in den Fadeneinführschlitz 40 und den mit dieser geradlinig fluchtenden Schlitz der Fadenbremse 41 eingeführt wird. Die in der einen Webschützen betreffenden parallelen europäischen Patentanmeldung der Anmelderin vom gleichen Anmeldetag beschriebene Fadenbremse ist so ausgelegt, daß der eingelegte Faden aus dieser nicht mehr nach oben herausgezogen werden kann. Auf diese Weise wird gleichzeitig mit dem Einpressen des neuen Schlauchkopses 7 ein zuverlässiges Einführen des Fadens in die Fadenbremse 41 und den Fadeneinführschlitz 40 erreicht. Der im Fadeneinführschlitz 40 geführte Faden legt sich beim nachfolgenden Schützenschlagbetrieb bei der Umkehr der Schützen-Bewegungsrichtung selbsttätig in die Einfädelvorrichtung 42 ein.

Nach Beendigung der Kopsauswechslung wird der Webschützen 2 mittels eines an der Unterseite des Kopsmmagazins 3 horizontal angeordneten, druckmittelbetätigten Rückführzylinders 25 und eines durch diesen verschiebbaren, mit dem Webschützen 2 zusammenwirkenden Rückführelements 26 in den Schützenkasten zurückgestoßen.

Zum Betrieb der vorstehend beschriebenen Schlauchkops-Auswechselvorrichtung für eine Mehrschützen-Breitwebmaschine mit Steigfachwechsel und Vierfarben-Schlauchkopsverarbeitung werden zunächst die einzelnen Speicherschächte 6 des Kopsmagazins 3 jeweils mit Schlauchkopsen 7 zugeordneter verschiedener Art beschickt, die zur Erzielung einer optimalen Schußfadenkapazität in engen Toleranzen für den Kopsdurchmesser, die Kopslänge und die genau bemessene, aufgewickelte Schußfadenlänge hergestellt wurden. Jedem Speicherschacht 6 ist dabei ein elektronisches Zählwerk zugeordnet, das mit einer bestimmten Kastenzelle des Steigkastenwechsels über die Webmaschinensteuerung zusammenarbeitet. Danach wird die sich aus der Kenntnis der auf dem Schlauchkops 7 aufgewickelten Schußfadenlänge und der Gewebebreite rechnerisch ergebende mögliche Anzahl der Schußeinträge am elektronischen Zählwerk eingestellt, so daß dieses nach Ausführung der am Zählwerk eingestellten Anzahl von Schußeinträgen selbsttätig einen Schlauchkopswechsel auslöst, wenn der Webschützen bei der dargestellten Ausführungsform von rechts nach links in seine Kastenzelle fliegt. Beim folgenden Ladenvorlauf wird dann der von diesem Webschützen 2 in das Webfach eingetragene Schußfaden von den Schußfadengreifern 27 und 28 am Brustbaum 61 erfaßt und beim Ladenanschlag mittels der Schußfadenschere 29 abgeschnitten. Die Einleitung des eigentlichen Kopswechsels wird nun solange in Bereitschaft gehalten, bis der Webschützen 2 mit dem weitgehend leeren Kopsrest wieder zur Ladenbahn heruntgergewechselt wird und zum Schützenabschlag von links nach rechts bereitsteht. In dieser Stellung wird durch die Steuervorrichtungen der Schützenabschlag ausgesetzt und die Weblade 1 in ihrer hinteren Ladenstellung bei voll geöffnetem Webfach abgestellt. Nach Hochschwenken des Positionierelements 15 wird dann der Webschützen 2 mittels des nicht dargestellten Schlagzylinders mit gesteuerter, langsamer Geschwindigkeit in die in Fig. 2 dargestellte Kopsauswechselstellung bewegt und in dieser durch Hochschwenken des anderen Positionierelements 16 axial festgelegt. Gleichzeitig wird der Niederhalter 18 durch Betätigung des Schwenkzylinders 20 um die Schwenkachse 19 in die in Fig. 3 dargestellte Stellung verschwenkt, so daß der Webschützen 2 zuverlässig in einer für den Kopswechsel optimalen Stellung festgelegt ist.

In dieser Stellung wird die Kopsrestabführvorrichtung 56 mittels des Stellzylinders 58 gegen einen Anschlag 59 in die in Fig. 3 dargestellte Aufnahmestellung bewegt und die Fadenschere 53 in die in Fig. 4 dargestellte, in den Trograum 37 des Webschützen 2 eintauchende Stellung verschwenkt. Durch Betätigung des Auswerfzylinders 35 wird dann der Kopsauswerfstempel 34 durch die Durchgangsöffnung 36 gegen den in den federnden Klemmbacken 39 der Klemmvorrichtung 38 eingespannten Halterungszapfen 45 des Kopsrestes ausgefahren und überführt diesen in den unmittelbar darüberliegenden Kopsrestgreifer 57. In der oberen Endlage des Kopsauswerfstempels 34 schneidet die Fadenschere 53 den Restfaden vom Kopsrest ab. Die Fadenschere 53 und die Kopsrestabführvorrichtung 56 werden dann in ihre Ausgangsstellung zurückbewegt, wobei der aufgenommene Kopsrest aus dem Kopsrestgreifer 57 fallengelassen wird.

Zum Einpressen eines neuen Schlauchkopses 7 wird nun das Kopsmagazin 3 um die Schwenkachse 4 gegen einen Anschlag 60 in die in Fig. 1 ausgezogen dargestellte Stellung verschwenkt, in welcher seine Kopsaustrittsöffnung 9 genau ausgerichtet über dem nach oben offenen Trograum 37 des Webschützen 2 liegt. Nun wird aus dem die Schlauchkopse 7 zur Beschickung dieses Webschützen 2 enthaltenden Speicherschacht 6 durch Betätigung seiner Sperrklappe 8 ein Schlauchkops in die Einpreßkammer 14 bewegt und dieser dann durch Betätigung des Einpreßzylinders 13 mittels des Kopseinpreßstempels 12 durch die Kopsaustrittsöffnung 9 so in den Trograum 37 des Webschützens 2 eingepreßt, daß die Rastringe 46 seines Halterungszapfens 45 zwischen die beiden federnden Klemmbacken 39 der Klemmvorrichtung 38 einschnappen und die den eigentlichen Kopsgarnwickel eng umschließende Mantelhülle 49 ohne Berührung mit sonstigen Halterungsvorrichtungen genau ausgerichtet frei im Trograum 37 gehaltert ist. Der durch den Fadenschlitz 10 des jeweiligen Speicherschachts 6 zu einem nicht dargestellten Saugrohr geführte Faden 52 wird gleichzeitig von den Fadengreifern 22 und 23 der Fadeneinführvorrichtung 21 erfaßt und durch Betätigung des Fadenspannzylinders 24 unter Verschiebung des Fadengreifers 23 geradlinig ausgespannt und dabei durch den in den Trograum 37 zwischen der Fadenbremse 41 und dem Ende der Mantelhülle 49 eintauchenden Fadengreifer 23 und den außerhalb des Schützenendes abgesenkten Fadengreifer 23 selbsttätig in den Fadeneinführschlitz 40 und die Fadenbremse 41 eingelegt. Wenn der Kopseinpreßstempel 12 und die Fadeneinführvorrichtung 21 aufwärts in ihre Ruhelage zurückkehren, gibt der Fadengreifer 16 den Kopsfaden frei.

Entweder in dieser Stellung oder schon vor dem Einpressen des Schlauchkopses werden die Positionierelemente 15 und 16 und der Niederhalter 18 in ihre den Webschützen 2 freigebende Stellung zurückgeführt.

Nachdem somit der Kopswechsel beendet ist, wird der Webschützen 2 durch den am Kopsmagazin 3 befestigten Rückführzylinder 25 und das Rückführelement 26 in seine Kastenzelle zurückgestoßen und dort mittels einer Zusatzbremse positioniert. Das Kopsmagazin 3 und der Rückführzylinder 25 schwenken nun in ihre gestrichelt dargestellte Ruhestellung zurück.

Nunmehr erfolgt zunächst ein Einzelschlag des Webschützen 2 von links nach rechts und das elektronische Zählwerk wird automatisch auf Null zurückgestellt. Nach Ablauf der Schützenflugzeit schaltet sich die Webmaschine automatisch zum Weiterbe trieb ein. Beim nächsten Vorlauf der Weblade 1 erfolgt nun das Abschneiden des neuen Schußfadens durch die Schußfadenschere 29. Die Schußfadengreifer 27 und 28 und der Fadengreifer 23 geben nun die Fäden frei, die dann mittels des Fadenabsaugrohres 32 abgesaugt werden.

Die vorstehend beschriebenen Arbeitsgänge werden durch elektronische Steuervorrichtungen (SPS) mit frei programmierbarer Steuerung für die Schaftmaschine, den Steigkastenwechsel, die hydraulischen Schlageinrichtungen, den Warenabzug, den Kettnachlaß und die verschiedenen in ihrem zeitlichen Ablauf geregelten Betätigungen der Einzelteile der Schlauchkops-Auswechselvorrichtung gesteuert. Die Steuervorrichtungen sind dabei vorteilhaft so ausgelegt, daß die einzelnen Arbeitsschritte bei Bedarf auch manuell und taktweise betätigt werden können.

Die vorstehend an Hand einer bevorzugten Ausführungsform beschriebene Schlauchkops-Auswechselvorrichtung kann vom Fachmann je nach den Anforderungen des Einzelfalles in verschiedener Weise zweckentsprechend abgewandelt werden, sofern dabei Schlauchkopse mit einem zum Außenabzug ausgelegten Kopsende und einem im anderen Kopsende eingebundenen Halterungszapfen durch einen Einpreßstempel so in den Webschützen eingepreßt werden, daß gleichzeitig ein zusammen mit dem Kopseinpreßstempel in den Trograum des Webschützens eingesenkter Fadengreifer den Kopsfaden in einen geradlinigen Fadeneinführschlitz des anderen Schützenendes einlegt.


Anspruch[de]
  • 1. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung für eine Webmaschine, mit einem oberhalb der Weblade angeordneten Kopsmagazin mit in einer Kopsauswechselstellung dicht über dem nach oben offe nen Trograum des Webschützen liegender Kopsaustrittsöffnung, einer Kopsauswerfvorrichtung zum Entfernen des Kopsrestes aus dem Webschützen, einer Kopseinpreßvorrichtung zum Einpressen eines neuen Schlauchkopses aus dem Kopsmagazin in den Trograum des Webschützen, einer Schneidvorrichtung zum Abtrennen des Schußfadens vom auszuwerfenden Kopsrest sowie Steuervorrichtungen zur zeitlich aufeinander abgestimmten Betätigung der vorgenannten Vorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß
    • a) das Kopsmagazin (3) zur gleichgerichteten Aufnahme von Schlauchkopsen (7) mit jeweils einem zum Außenabzug ausgelegten Kopsende (47) und einem im anderen Kopsende (48) vom Kopsgarn fest eingebundenem Ansatzteil (43) mit einem aus dem Schlauchkops (7) koaxial herausragenden Halterungszapfen (45) ausgelegt ist,
    • b) der Webschützen (2) eine nahe einem Ende des Trograumes (37) angebrachte Klemmvorrichtung (38) zur ausgerichteten Festlegung des Halterungszapfens (45) eines Schlauchkopses (7) sowie eine vom anderen Ende des Trograumes (37) im wesentlichen geradlinig zum Schützenende verlaufenden Fadeneinführschlitz (40) und vorzugsweise eine auf diesen ausgerichteten Fadenbremse (41) aufweist,
    • c) in der Weblade (1) ein in der Kopsauswechselstellung des Webschützen (2) durch eine unterseitige Durchgangsöffnung (36) desselben gegen einen in der Klemmvorrichtung (38) eingespannten Halterungszapfen (45) aufwärts ausfahrbarer Kopsauswerfstempel (34) geführt ist,
    • d) die Kopseinpreßvorrichtung einen in der Kopsauswechselstellung des Webschützen (2) abwärts gegen einen an der Kopsaustrittsöffnung (9) des Kopsmagazins (3) einpreßbereit ausgerichteten Schlauchkops (7) ausfahrbaren Kopseinpreßstempel (12) zum Einpressen des Halterungszapfens (45) dieses Schlauchkopses (7) in die Klemmvorrichtung (38) des Webschützen (2) aufweist und
    • e) eine in der Kopsauswechselstellung des Webschützen (2) über dessen Fadeneinführschlitz (40) angeordnete, gleichzeitig mit dem Kopseinpreßstempel (12) absenkbare Faden-Einführvorrichtung (21) mit mindestens einem den durch einen Fadenschlitz (10) des Kopsmagazins (3) herausgeführten Faden (52) des einzupressenden Schlauchkopses (7) beim Absenken in den Fadeneinführschlitz (40) und gegebenenfalls die Fadenbremse (41) des Webschützen (2) einführenden Fadengreifer (22,23) vorgesehen ist.
  • 2. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadeneinführvorrichtung (21) einen beim Absenken in den nach oben offenen Trograum (37) des Webschützen (2) absenkbaren ersten Fadengreifer (10), einen relativ zu diesem im wesentlichen in Längsrichtung des Webschützen (2) verschiebbaren, außerhalb dessen Schützenende absenkbaren zweiten Fadengreifer (17) sowie einen Fadenspannzylinder (18) zum auf den Fadeneinführschlitz (40) des Webschützen (2) ausgerichteten Spannen des einzuführenden Fadens (52) aufweist.
  • 3. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadeneinführvorrichtung (21) mit dem Kopseinpreßstempel (12) zu gemeinsamer Absenkbewegung verbunden ist.
  • 4. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopsmagazin (3) zwischen einer Kopseinpreßstellung und einer den Raum dicht über dem Webschützen (2) freigebenden Ruhestellung beweglich ist.
  • 5. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich eine Kopsrest-Abführvorrichtung (56) mit zwischen einer Aufnahmestellung dicht über der Klemmvorrichtung (38) des in der Kopsauswechselstellung befindlichen Webschützen (2) und einer Freigabestellung beweglichen Kopsrestgreifer (57) vorgesehen ist.
  • 6. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich eine in der Kopsauswechselstellung des Webschützen (2) in dessen Trograum (37) zwischen dem Kopsrest und dem Fadeneinführschlitz (40) einführbare Schneidvorrichtung (53) zum Abtrennen des vom Kopsrest zur Gewebekante (62) verlaufenden Schußfadens vorgesehen ist.
  • 7. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidvorrichtung mit der Kopsrest-Abführvorrichtung (56) zu gemeinsamer Bewegung verbunden und vorzugsweise als durch einen Druckmittelzylinder betätigbare Schere (53) ausgebildet ist.
  • 8. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch zwei nahe dem Brustbaum (61) stationär angeordnete Schußfadengreifer (27,28) zum Erfassen des vom Webschützen (2) in das Webfach eingetragenen Schußfadens sowie eine an der Weblade (1) angebrachte Schußfaden-Schneidvorrichtung (29) zum Abtrennen des in den Schußfadengreifern (27,28) gehaltenen Schußfadens beim Ladenanschlag.
  • 9. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schußfaden-Schneidvorrichtung als durch ein Stoßelement (31) betätigte Fadenschere (29) ausgebildet ist und am Brustbaum (61) ein zwischen einer Anschlagstellung und einer Ruhestellung beweglich geführtes Anschlagteil (30) angeordnet ist, das jeweils bei der Anschlagbewegung der Weblade (11) nur in seiner Anschlagstellung eine Betätigung der Fadenschere (29) bewirkt.
  • 10. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopsmagazin (3) mehrere jeweils zur Aufnahme von Schlauchkopsen (7) einer bestimmten zugeordneten Art und/oder Farbe dienende Speicherschächte (6) mit an deren Austrittsenden angeordneten, getrennt betätigbaren Sperrklappen (8) aufweist.
  • 11. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopseinpreßvorrichtung (12,13) im Kopsmagazin (3) zwischen angrenzenden Speicherschächten (6) angeordnet ist, die in eine gemeinsame, durch die Sperrklappen (8) abgeteilte Einpreßkammer (14) unter dem Einpreßstempel (42) münden.
  • 12. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung nach Anspruch 10 oder 11 für eine Breitwebmaschine, insbesondere zur Herstellung endloser Papiermaschinenbespannungen, mit an jedem Ende der Weblade (1) als Steigkästen übereinander angeordneten Schützenkästen, diesen zugeordneten Webschützen (2) zur Aufnahme von Schlauchkopsen (7) einer vorbestimmten Art oder Farbe sowie herkömmlichen Steuervorrichtungen zur Erzeugung eines vorbestimmten bindungsgemäßen Steigkastenwechsels, dadurch gekennzeichnet, daß die Weblade (1) in einem zwischen den Schützenkästen und der Gewebekante (62) liegenden Bereich in der Länge des Webschützen (2) angepaßtem Abstand angeordnete, zwischen einer Sperrstellung und einer zurückgezogenen Freigabestellung bewegliche Positionierelemente (15,16) zur Festlegung des Webschützen (2) in seiner Kopsauswechselstellung aufweist, das Kopsmagazin (3), die Kopseinpreßvorrichtung (12,13), die Kopsauswerfvorrichtung (33-35) und die Faden-Einführvorrichtung (21) jeweils über der so bestimmten Kopsauswechselstellung angebracht sind, die Steuervorrichtungen Stellorgane zum unabhängigen Verstellen der Positionierelemente (15,16) zwischen der Sperrstellung und der Freigabestellung umfassen und eine Rückführvorrichtung (25,26) zur Rückführung des mit einem neuen Schlauchkops (7) beschickten Webschützen (2) in den zugeordneten Schützenkasten vorgesehen ist.
  • 13. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Schützenschlagvorrichtung zum kraftarmen Verschieben des Webschützens (2) in die Kopsauswechselstellung umsteuerbar ist.
  • 14. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Positionierelemente als in der Weblade (1) gelagerte, in ihre Sperrstellung hochschwenkbare Positionierhebel (15,16) ausgebildet sind.
  • 15. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückführvorrichtung einen vorzugsweise mit dem Kopsmagazin (3) zu gemeinsamer Bewegung verbundenen Druckmittelzylinder (25) und einen durch diesen betätigten, den Webschützen (2) beschleunigenden Rückführblock (26) aufweist.
  • 16. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß vorzugsweise elektronisch arbeitende Meßvorrichtungen für die durch Schußeintrag abnehmende Schußgarn-Restmenge des im Webschützen (2) befindlichen Schlauchkopses (7) sowie jeweils bei Erreichen einer vorbestimmten Schußgarn-Restmenge automatisch betätigte Stellvorrichtungen zur Einleitung des Kopswechsel-Ablaufs vorgesehen sind.
  • 17. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, gekennzeichnet durch frei programmierbare elektronische Steuervorrichtungen für den Warenabzug, den Kettnachlaß, die Schaftmaschine, die hydraulische Schützenschlageinrichtung, den etwaigen Steigkastenwechsel, sowie den zeitlichen Ablauf der automatischen Kopsauswechslung.
  • 18. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronischen Steuervorrichtungen zusätzlich manuell taktweise betätigbar sind.
  • 19. Schlauchkops-Auswechselvorrichtung nach Anspruch 17 oder 18 für Webmaschinen mit Steigkastenwechsel, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtungen bei einem Webschützen (2) mit auswechslungsbedürftigem Kopsrest die Kopsauswechslung solange aufschieben, bis dieser Webschützen (2) wieder zum Abschlag auf die Ladenbahn gelangt.






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