PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4024101A1 06.02.1992
Titel Träger in Zylinder-, Ring-, Platten- oder Scheibenform o. dgl. an einer Rundstrickmaschine
Anmelder Sipra Patententwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, 7470 Albstadt, DE
Erfinder Schick, Wilfried, 7474 Bitz, DE
Vertreter Frhr. von Schorlemer, R., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 3500 Kassel
DE-Anmeldedatum 30.07.1990
DE-Aktenzeichen 4024101
Offenlegungstag 06.02.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.02.1992
IPC-Hauptklasse D04B 35/30
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Träger (1) in Ring-, Zylinder-, Platten- oder Scheibenform o. dgl. an einer Rundstrickmaschine zur Lagerung von Nadeln, Platinen, Schloßteilen o. dgl. Der Träger (1) weist wenigstens eine Strömungsleitung auf, die zum Transport eines gasförmigen oder flüssigen, zum Wärmeaustausch und/oder zur Schmierung bestimmten Mediums dient. Diese Strömungsleitung besteht aus einer im Träger ausgebildeten, an eine Oberfläche desselben grenzenden Ausnehmung (9) und einem diese abdeckenden, abgedichtet am Träger (1) angebrachten Deckel (10) und weist wenigstens einen Anschluß (11, 12) zur Zu- und/oder Abfuhr des Mediums auf (Fig. 1).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Träger der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.

Beim Betrieb von Hochleistungs-Strickmaschinen mit großen System- und Drehzahlen, insbesondere Großrundstrickmaschinen mit großen Durchmessern von z. B. 30&sec;, treten hohe Reibungskräfte auf, die ihre Ursache in den Bewegungen der Strickwerkzeuge (Nadeln, Stößer, Platinen od. dgl.) relativ zu den sie aufnehmenden Trägern (Nadelzylinder, Rippscheibe, Platinenring od. dgl.) oder den sie steuernden, an weiteren Trägern befestigten Schloßteilen haben. Diese Reibungskräfte haben nicht nur eine schnelle Abnutzung der Reibungspartner und einen hohen Energiebedarf der Rundstrickmaschine zur Folge, sondern führen auch zu so starken Erwärmungen bis z. B. ca. 150°C, daß die genannten Teile nicht mehr angefaßt werden können und notwendige Reparaturen, z. B. das Auswechseln einer gebrochenen Nadel, nur unter Beachtung besonderer Sicherheitsmaßnahmen oder nach ausreichender Abkühlung der Rundstrickmaschine möglich sind.

Abgesehen davon werden bei warmgelaufenen Rundstrickmaschinen häufig Funktionsstörungen, z. B. Musterfehler oder Änderungen der Maschenlänge oder der Fadenspannung beobachtet, die bei kalten oder nur langsam laufenden Maschinen nicht auftreten, selbst wenn die Rundstrickmaschine bei Raumtemperatur optimal eingestellt wurde. Diese Funktionsstörungen müssen daher auf Temperatureinflüsse und darauf zurückgeführt werden, daß wechselnde Betriebstemperaturen einen ungünstigen Einfluß auf die Funktionssicherheit einer Rundstrickmaschine haben. Schließlich ist bekannt, daß Ruckstrickmaschinen auch bei einem Kaltstart zu Fehlfunktionen neigen können und daß es daher zweckmäßig sein kann, sie zunächst bei geringer Drehzahl warmlaufen zu lassen, bevor auf die Nenndrehzahl umgeschaltet wird.

Die einzige Möglichkeit, hier wirksam Abhilfe zu schaffen, ist bisher die Anwendung von Schmier- und/oder Wärmeaustausch-Vorrichtungen. Diese können beispielsweise Blas- oder Sprühdüsen, mittels derer gasförmigen Wärmeaustauschmittel, insbesondere Luft, oder flüssige Schmiermittel, insbesondere Öl, von außen oder innen her auf die Strickwerkzeuge, deren Träger und/oder die Schloßanordnungen geblasen oder gesprüht werden, oder in den Trägern ausgebildete Wärmeaustausch- bzw. Schmierkreisläufe enthalten, durch die ein flüssiges Wärmeaustausch- oder Schmiermittel, insbesondere Wasser oder Öl, geleitet wird. In einem älteren Vorschlag derselben Anmelderin wurde auch bereits angeregt, eine Wärmeaustausch-Vorrichtung mit wenigstens zwei Kreisläufen für ein flüssiges Wärmeaustauschmittel vorzusehen, wobei der eine Kreislauf dem Träger und der andere Kreislauf der Schloßanordnung zugeordnet ist, um dadurch den Träger und die Schloßanordnung mit ihnen einzeln zugeordneten Kreisläufen und mit diese durchströmenden flüssigen Wärmeaustauschmitteln kontrolliert zu temperieren und die Wärmeaustauschleistung wenigstens eines Kreislaufs so zu steuern, daß sich bei allen Betriebsbedingungen der Rundstrickmaschine im wesentlichen dieselbe Temperaturdifferenz zwischen dem Träger und der Schloßanordnung einstellt.

Die technische Realisierung derartiger Schmier- und/oder Wärmeaustausch-Vorrichtungen ist bisher noch mit Mängeln behaftet. Ein wesentlicher Grund hierfür besteht vor allem darin, daß die Ausbildung der Wärmeaustausch- oder Schmiermittelleitungen in den Trägern noch nicht ausreichend effektiv gestaltet werden kann. Denn diese Leitungen bestehen entweder aus in rinnenförmige Vertiefungen der Träger eingelegten Schlauchleitungen (DE-OS 22 00 154), die keinen voll befriedigenden Wärmeaustausch ermöglichen, oder aus mehrseitig offenen, nur für die Anwendung von Luft als Wärmeaustauschmittel geeigneten Rinnen und Bohrungen (DE-OS 16 35 836). Alternativ sind zwar auch offene Sammelrinnen bekannt, die das Wärmeaustausch- oder Schmiermittel ausgewählten Bohrungen zuführen, von denen aus es an einen zum Wärmeaustausch oder zur Schmierung vorgesehenen Ort transportiert wird (DE-PS 16 35 931), doch sind derartige Sammelrinnen wegen der Dichtungsprobleme und wegen der hohen Energieverluste bei einer notwendigen Erwärmung der Träger nicht immer erwünscht.

Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Träger der eingangs bezeichneten Gattung so auszubilden, daß er einfach herstellbar ist, die Abdichtung der Strömungsleitungen vereinfacht wird, bei Bedarf ein guter Wärmeaustausch zwischen dem durchströmenden Medium und dem Träger gewährleistet ist und die Anwendung zusätzlicher Schlauchleitungen od. dgl. weitgehend überflüssig wird.

Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.

Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, daß die Wärmeaustausch- und/oder Schmiermittelleitungen im Träger selbst als geschlossene Hohlräume ausgebildet werden, dadurch bei Bedarf einen direkt wirksamen und somit optimalen Wärmeaustausch ermöglichen und dennoch mit vergleichsweise einfachen Mitteln hergestellt werden können.

Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit der beiliegenden Zeichnung an Ausführungseispielen näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 in einer schematischen, perspektivischen Teilansicht einen erfindungsgemäßen Träger in Form eines Nadelzylinders einer Rundstrickmaschine;

Fig. 2 in einer schematischen, perspektivischen Teilansicht einen erfindungsgemäßen Träger in Form einer ringförmigen Schloßplatte einer Rundstrickmaschine;

Fig. 3 einen gegenüber Fig. 1 vergrößerten Vertikalschnitt durch eine Hälfte des Nadelzylinders längs einer Linie III-III der Fig. 4;

Fig. 4 eine Ansicht auf einen Teil einer inneren Mantelfläche des Nadelzylinders nach Fig. 3;

Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V der Fig. 4; und

Fig. 6 bis 13 den Fig. 3 und 4 entsprechende Darstellungen weiterer Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Trägers.

Fig. 1 zeigt einen hohlzylindrischen Träger 1 einer Rundstrickmaschine in Form eines Nadelzylinders mit einer inneren Mantelfläche 2 und einer äußeren Mantelfläche 3, von der Stege 4 wegragen, zwischen denen Strickwerkzeuge 5, hier übliche Zungennadeln mit Füßen 6, verschiebbar gelagert sind. Die innere Mantelfläche 2 des Trägers 1 ist an seiner Oberseite in üblicher Weise als eine von unten nach oben und von innen nach außen konisch abgeschrägte Führungsfläche 7 für die auf der Rundstrickmaschine hergestellte Schlauchware ausgebildet. Die Mittelachse des Nadelzylinders ist mit dem Bezugszeichen 8 gekennzeichnet.

Erfindungsgemäß ist in die innere Mantelfläche 2 des Nadelzylinders eine Ausnehmung 9 in Form einer Nut oder Rinne z. B. durch Drehen oder Fräsen eingearbeitet. Die Ausnehmung 9 ist vorzugsweise über den ganzen Umfang der inneren Mantelfläche 2 erstreckt und im wesentlichen parallel zu einer senkrecht zu einer Achse 8 verlaufenden Ebene angeordnet. Alternativ könnte vorgesehen sein, die Ausnehmung 9 in mehreren Windungen spiralförmig anzuordnen.

Der an die innere Mantelfläche 2 grenzende, offene Abschnitt der Ausnehmung 9 ist durch einen zylinder- bzw. ringförmigen Deckel 10 abgedeckt, der abgedichtet am Träger 1 befestigt ist und an der inneren Mantelfläche 2 anliegt. Die Ausnehmung 9 und der sie außen abdeckende Deckel 10 bilden somit einen ringförmigen, allseitig geschlossenen Hohlraum bzw. eine Strömungsleitung, durch die ein gasförmiges oder flüssiges Medium, z. B. Wasser oder Öl, transportiert werden kann.

Zum Zuführen bzw. Ableiten des Mediums ist der Deckel 10 mit wenigstens je einem Anschluß 11 bzw. 12 für je eine Einlaß- und Auslaßleitung 13 bzw. 14 versehen. Für den Fall, daß der Träger 1 ortsfest angeordnet ist, sind die Leitungen 13, 14 ebenfalls ortsfest angeordnet und unmittelbar an eine nicht dargestellte Pumpe, einen Abfluß od. dgl. anschießbar, wobei die Strömungsrichtung durch Pfeile angedeutet ist. Handelt es sich dagegen um eine Rundstrickmaschine mit drehbarem Nadelzylinder bzw. Träger 1, dann sind die freien Enden der Leitungen 13 und 14, da letztere zusanmmen mit dem Träger 1 umlaufen, mit den drehbaren Anschlüssen einer Drehdurchführung 15 verbunden, deren stationäre Zulauf- bzw. Ablaufleitungen 16, 17 beispielsweise mit nicht dargestellten Zulauf- und Ablaufleitungen für das Medium verbunden werden. Drehdurchführungen 15 dieser Art sind dem Fachmann allgemein bekannt, da sie beispielsweise bereits für mit Luft arbeitende Flaum-Abblas- oder Kühlvorrichtungen angewendet werden (DE-AS 11 13 786, DE-PS 31 01 154). Am besten geeignet erscheinen derzeit allerdings Drehdurchführungen, wie sie beispielsweise bei Drehmaschinen, Druckmaschinen, in der Papierindustrie od. dgl. verwendet und beispielsweise von der Fa. Deublin-Vertriebs-GmbH in D-6238 Hofheim-Wallau (BRD) vertrieben werden. Die Drehdurchführung ist beispielsweise am Boden unterhalb der Aufwickelvorrichtung angeordnet, wobei die Leitungen 13, 14 zunächst radial nach außen und dann auf der Außenseite des Strickschlauchs nach oben bis zu den Anschlüssen 11, 12 geführt sind, so daß der Abzug und das Aufwickeln des Strickschlauchs nicht behindert werden.

Damit das Medium beim Betrieb der Rundstrickmaschine nicht auf dem kürzesten Weg vom Anschluß 11 zum Anschluß 12 strömt, ist in der Ausnehmung 9 zwischen den beiden Anschlüssen 11, 12 zweckmäßig eine Trennwand 18 vorgesehen, die an den Deckel 10 grenzt und allenfalls einen geringfügigen Leckstrom zuläßt.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist ein Träger 21 in Form einer ringförmigen Schloßplatte vorgesehen, die beispielsweise ortsfest an einem Maschinengestell gelagert ist und eine Öffnung 22 zur Aufnahme eines drehbar gelagerten Nadelzylinders aufweist, der beispielsweise der Träger 1 nach Fig. 1 sein kann. Alternativ wäre es aber auch möglich, den Träger 21 drehbar und den Träger 1 ortsfest zu lagern. Die Drehachse ist wie in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 8 bezeichnet. Auf dem Träger 21 ist eine Anzahl von Segmenten 23 befestigt, die an ihren Innenseiten mit Schloßteilen 24 versehen sind,die in üblicher Weise zur Steuerung der Füße 6 der Strickwerkzeuge (Fig. 1) dienen und mit dem Träger 21 und den Segmenten 23 eine übliche Schloßanordnung 25 bilden.

In einer inneren Mantelfläche 26 des Trägers 21 ist eine Ausnehmung 27 in Form einer Nut oder einer Rinne z. B. durch Drehen oder Fräsen eingearbeitet. Die Ausnehmung 27 ist vorzugsweise über den ganzen Umfang der inneren Mantelfläche 26 erstreckt und im wesentlichen parallel zu einer senkrecht zur Achse 8 verlaufenden Ebene angeordnet. Alternativ könnte z. B. vorgesehen sein, die Ausnehmung 27 in einer Bodenfläche 28, einer äußeren Umfangsfläche oder einer oberen Mantelfläche des Trägers 21 auszubilden.

Der an die innere Mantelfläche 26 grenzende, offene Abschnitt der Ausnehmung 27 ist durch einen zylinder- bzw. ringförmigen Deckel 29 abgedeckt, der abgedichtet am Träger 21 befestigt ist und an der inneren Mantelfläche 26 anliegt. Die Ausnehmung 27 und der sie außen abdeckende Deckel 29 bilden somit einen ringförmigen, allseitig geschlossenen Hohlraum bzw. eine Strömungsleitung, durch die ein gasförmiges oder flüssiges Medium als Schmier- und/oder Wärmeaustauschmittel strömen kann.

Zum Zuführen bzw. Ableiten des Mediums ist der Deckel 29 mit wenigstens je einem Anschluß 30 bzw. 31 für eine Zulauf- bzw. Ablaufleitung 32 bzw. 33 versehen, wobei die Strömungsrichtung durch Pfeile angedeutet ist. Wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1 kann dabei für den Fall, daß der Träger 21 und mit ihm die Leitungen 32, 33 um die Achse 8 drehbar gelagert sind, zusätzlich eine mit den Leitungen 32, 33 verbundene Drehdurchführung vorgesehen sein. Zwischen den beiden Leitungen 32, 33 ist wiederum zweckmäßig eine vom Boden der Ausnehmung 27 bis zum Deckel 29 ragende Trennwand 34 vorgesehen.

Die durch die Ausnehmungen 9, 27 und Deckel 10, 29 gebildeten, allseits geschlossenen Kanäle sind vorzugsweise Bestandteile je eines zum Wärmeaustausch mit dem Träger 1, 21 bestimmten Kreislaufs einer Wärmeaustausch-Vorrichtung der Rundstrickmaschine, wobei als Wärmeaustauschmittel z. B. Wasser vorgesehen ist.

Zur Steuerung der beiden geschlossenen Kreisläufe nach Fig. 1 und 2 kann beispielsweise die in Fig. 2 dargestellte Anordnung dienen. Das Wärmeaustauschmittel wird mittels einer Pumpe 41 aus einem Vorratsbehälter 42 in eine Zulaufleitung 43 gepumpt, die über eine Verzweigung 44 an je eine Einrichtung 45, 46 zur Einstellung der Durchflußmenge verbunden ist. Dabei ist die Einrichtung 45 z. B. mit der Zulaufleitung 16 der Drehdurchführung 15 (Fig. 1) und die Einrichtung 46 mit einer Zulaufleitung 47 für die Rohrleitung 33 verbunden. Der Rückfluß erfolgt über eine Rücklaufleitung 48, die über eine Verzweigung 49 sowohl mit der Ablaufleitung 32 (Fig. 2) als auch mit der Ablaufleitung 17 der Drehdurchführung 15 (Fig. 1) verbunden ist und zum Vorratsbehälter 42 zurückführt. Durch Einstellung der Durchflußmengen mittels der Einrichtungen 45, 46 kann der Gesamtstrom des Wärmeaustauschmittels prozentual so auf die Träger 1, 21 verteilt werden, daß sich die gewünschten Temperaturverhältnisse ergeben. Entsprechend könnte die beschriebene Anordnung aber auch dazu dienen, den als Ringleitungen wirksamen Ausnehmungen 9 bzw. 27 ein Schmiermittel, z. B. Öl, zuzuführen, das dann von der Ringleitung aus an die zu schmierenden Bauteile, Strickwerkzeuge od. dgl. weitergeleitet werden könnte, wie an sich bekannt ist. In einem solchen Fall könnten die Ablaufleitungen jeweils fehlen. Auch kombinierte Kühlungs-(Erwärmungs-) und Schmiervorrichtungen der genannten Art sind möglich. Schließlich können den beschriebenen Anordnungen nicht dargestellte Kühl- oder Heizvorrichtungen zugeordnet sein, um das jeweilige Wärmeaustausch- oder Schmiermittel auf gewünschte Temperaturen abzukühlen oder aufzuheizen.

Einzelheiten der die verschiedenen Medien führenden Hohlräume bzw. Leitungen ergeben sich aus Fig. 3 bis 13.

Nach Fig. 3 bis 5 ist in einem hohlzylindrischen Träger 51 eine Ausnehmung 52 ausgebildet, die an eine innere Mantelfläche 53 grenzt und ringförmig umläuft. An ihren Längsseiten ist die Ausnehmung 52 durch je einen dünnwandigen, an der inneren Mantelfläche 53 angebrachten Ansatz 54 begrenzt, der eine als Auflagefläche 55 für einen Deckel 56 wirkende Schulter aufweist. Der Deckel 56 besteht beispielsweise aus einem biegbaren oder in anderer Weise flexiblen Blechring, der unter geringfügiger Verformung vom Inneren des Trägers 51 her auf die zwischen den Ansätzen 54 befindlichen Auflageflächen 55 aufgelegt werden kann. Die Befestigung erfolgt beispielsweise durch Löten oder Schweißen, wie durch Schweißpunkte 57 angedeutet ist. Alternativ könnte auch z. B. eine Verschraubung vorgesehen sein. Dabei sind die Ansätze 54 vorzugsweise so ausgebildet, daß sie beim Schweiß- oder Lötvorgang eine schnelle Wärmeableitung ermöglichen und damit Verformungen od. dgl. verhindern, die zum Bruch der Schweiß- oder Lötverbindungen führen könnten.

Der Deckel 56 ist mit Anschlüssen 58 versehen, die beispielsweise ebenfalls durch Schweißen oder Löten an ihm befestigt sind. Eine in der Ausnehmung 52 ausgebildete, bis zum Deckel 56 reichende Zwischenwand 59 trennt diese Anschlüsse 58 voneinander. Die Trennwand 59 kann auch eine im Deckel 56 vorgesehene Schlitzöffnung durchragen und mittels einer besonderen Dichtung 59a abgedichtet sein (Fig. 5). Die Ausnehmung 52 kann auch beispielsweise zusätzliche Stege 60 aufweisen, die im Träger 51 bzw. in der Ausnehmung 52 Rippen und Rillen bilden und somit die wirksame Fläche für das Wärmeaustauschmittel in der Ausnehmung 52 wesentlich vergrößern.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 und 7 ist ein hohlzylindrischer Träger 61 mit einer Ausnehmung 62 versehen, die in eine innere Mantelfläche 63 eingearbeitet ist. Ein Deckel 64 für diese Ausnehmung 62 besteht aus einer starren hohlzylindrischen Hülse bzw. einem starren Zylinderring, der an seinem oberen Ende mit einem Außengewindeabschnitt 65 versehen ist, der mit einem entsprechenden Innengewindeabschnitt 66 der inneren Mantelfläche 63 zusammenwirkt und zur Befestigung des Deckels 64 am Träger 61 dient. Zur Vermeidung von zu kleinen Toleranzen sind beidseitig der Ausnehmung 62 angeordnete, vorzugsweise in Nuten des Deckels 64 und/oder der inneren Mantelfläche 63 eingesetzte, elastische Dichtungskörper 67, z. B. umlaufende O-Ringe, vorgesehen, die beim Einschrauben des Deckels 64 elastisch verformt werden und die Ausnehmung 62 hermetisch abdichten.

Entsprechend Fig. 3 und 4 sind in den Deckel 64 eingesetzte Anschlüsse 68 und eine in die Ausnehmung 62 ragende Trennwand 69 vorgesehen.

Die Ausführungsform nach Fig. 8 und 9 entspricht im wesentlichen der nach Fig. 6 und 7, so daß gleiche Teile mit denselben Bezugszeichen versehen sind. Unterschiedlich sind lediglich ein starrer Deckel 71, der im Gegensatz zu Fig. 6 und 7 keinen Außengewindeabschnitt aufweist, und ein Träger 72, der keinen Innengewindeabschnitt, statt dessen aber einen von einer inneren Mantelfläche 73 abstehenden, ringförmigen Ansatz 74 aufweist, der auch aus einer Mehrzahl von kurzen, nur über einen kleinen Teil der Umfangsfläche erstreckten Ansätzen bestehen könnte. Da der Träger 72 innerhalb der Rundstrickmaschine in der Regel mit vertikaler Achse angeordnet ist, kann hier die Befestigung des Deckels 71 einfach dadurch erfolgen, daß dieser in den Träger 72 eingeführt und auf dem Ansatz 74 abgesetzt wird. Die Abdichtung besorgen dabei wiederum die Dichtungskörper 67, die den Deckel 71 außerdem mit Preßsitz in seiner Lage fixieren.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 10 und 11 ist ein hohlzylindrischer Träger 76 mit einer Ausnehmung 77 versehen, die an eine innere Mantelfläche 78 grenzt. Im Gegensatz zu den Ausführungsbeispielen nach Fig. 1 bis 9 ist diese Mantelfläche 78 im Bereich der Ausnehmung 77 nicht zylindrisch, sondern mit einer Konusfläche 79 versehen, deren Innendurchmesser in Fig. 10 von oben nach unten geringfügig abnimmt. Entsprechend ist eine äußere Mantelfläche eines als Zylinderring bzw. Hülse ausgebildeten Deckels 81 ebenfalls als Konusfläche 80 ausgebildet, so daß der Deckel 81 von oben her in den Träger 76 eingesetzt und in diesem entsprechend Fig. 10 durch Klemmsitz befestigt werden kann. Die beiden Konusflächen 79 und 80 erstrecken sich beispielsweise über eine Länge von ca. 40 mm bei einem Konuswinkel von z. B. 5°. Bei hoher Güte der beteiligten Konusflächen 79, 80 ist keine zusätzliche Abdichtung erforderlich, obwohl bei der derzeit für am besten gehaltenen Ausführungsform nach Fig. 12 und 13, in der gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, auch zusätzliche Dichtungskörper 82 in Form von O-Ringen od. dgl. entsprechend Fig. 6 bis 9 vorgesehen werden können. Dadurch lassen sich die erforderlichen Oberflächengüten reduzieren bzw. die einzuhaltenden Toleranzen entsprechend vergrößern.

Zusätzlich kann wie bei den anderen Ausführungsformen zwischen Anschlüssen 83 eine Trennwand 84 vorgesehen sein.

Die dargestellten Deckel 56, 64, 71 und 81 können alternativ oder zusätzlich mit den zugehörigen inneren Mantelflächen 53, 63, 73 bzw. 79 verklebt sein. Als Klebemittel eignen sich für diesen Zweck z. B. verschiedene Kleber, die unter der Bezeichnung Loctite im Handel erhältlich sind. Hierdurch wird zugleich eine dauerhafte Befestigung und hermetische Abdichtung sichergestellt.

Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, die sich in vielfacher Weise abwandeln lassen. Dies gilt sowohl für die Geometrie der beschriebenen Deckel und der zugehörigen Aufnahmeflächen als auch für die im Einzelfall verwendeten Dichtmittel. Außerdem ist in Abweichung von den dargestellten Ausführungsbeispielen nicht erforderlich, die das Wärmeaustausch- bzw. Schmiermittel führenden, in den Trägern ausgebildeten Leitungen umlaufend auszubilden. Je nach Anwendungszweck kann vielmehr auch vorgesehen sein, diese Leitungen nur über einen Teil des Umfangs des jeweiligen Trägers zu erstrecken. In diesem Fall werden die Dichtungskörper, sofern welche benötigt werden, zweckmäßig nicht als O-Ringe, sondern als die äußere Kontur der Ausnehmungen umgebende, endlose Dichtungskörper ausgebildet, die vorzugsweise ebenfalls aus Rundschnurmaterial bestehen. Abgesehen davon brauchen die Deckel nicht, wie beschrieben, aus Blech bestehen. Geeignet sind vielmehr auch andere Materialien wie Stahl, Kunststoff od. dgl., wobei die Deckel je nach Ausführungsform als starre bzw. möglichst biegesteife Körper oder als flexible, biegbare Bänder ausgebildet sein können. Dabei ist es ferner möglich, die Anschlüsse nicht an den Deckeln, sondern an den Trägern zu befestigen, indem diese beispielsweise mit Bohrungen versehen werden, die von ihrer äußeren Mantelfläche bis zu den Ausnehmungen erstreckt sind, was insbesondere bei Rundstrickmaschinen mit stationären Trägern den Zugang zu den Anschlüssen erleichtern kann. In diesem Fall könnte es auch zweckmäßig sein, die Ausnehmungen z. B. von der äußeren Mantelfläche her anzubringen und die Deckel entsprechend von der Außenseite her zu montieren, sofern dadurch der Zugang zur Rundstrickmaschine bzw. deren Teilen nicht unzulässig behindert wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Träger in Ring-, Zylinder-, Platten- oder Scheibenform od. dgl. an einer Rundstrickmaschine zur Lagerung von Nadeln, Platinen, Schloßteilen od. dgl. mit wenigstens einer zum Transport eines gasförmigen oder flüssigen Mediums bestimmten Strömungsleitung, die eine im Träger ausgebildete, an eine Oberfläche desselben grenzende Ausnehmung enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungsleitung aus einem geschlossenen Hohlraum besteht, der aus der Ausnehmung (9, 27, 52, 62, 77) und einem diese abdeckenden, abgedichtet am Träger (1, 21, 51, 61, 72, 76) angebrachten Deckel (10, 29, 56, 64, 71, 81) gebildet ist, und daß der Hohlraum mit wenigstens einem Anschluß (11, 12, 30, 31, 58, 68, 83) zur Zu- und/oder Abfuhr des Mediums in Verbindung steht.
  2. 2. Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschluß (11, 12, 30, 31, 58, 68, 83) am Deckel (10, 29, 56, 64, 71, 81) ausgebildet ist.
  3. 3. Träger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungsleitung umlaufend ausgebildet und mit einer Trennwand (18, 34, 59, 69, 84) versehen ist und daß auf beiden Seiten der Trennwand (18, 34, 59, 69, 84) wenigstens je ein Anschluß (11, 12, 30, 31, 58, 68, 83) vorgesehen ist.
  4. 4. Träger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß er hohlzylindrisch ausgebildet ist, die Ausnehmung (9, 27, 52, 62, 77) an eine innere Mantelfläche (2, 26, 53, 63, 73, 78) des Trägers (1, 21, 51, 61, 72, 76) grenzt und der Deckel (10, 29, 56, 64, 71, 81) aus einer in die innere Mantelfläche (2, 26, 53, 63, 73, 78) eingesetzten hohlzylindrischen Hülse oder einem Ring besteht.
  5. 5. Träger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Mantelfläche (53) des Trägers (51) auf beiden Seiten der Ausnehmung (52) je einen dünnwandigen Ansatz (54) aufweist, an dem der Deckel (56) befestigt ist.
  6. 6. Träger nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (56) aus einem flexiblen Band besteht.
  7. 7. Träger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Mantelfläche des Trägers (61) mit einem Innengewindeabschnitt (65) und eine äußere Mantelfläche des Deckels (64) mit ienem entsprechenden, in den Innengewindeabschnitt (65) einschraubbaren Außengewindeabschnitt (66) versehen ist.
  8. 8. Träger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Mantelfläche (78) beidseitig der Ausnehmung (77) als Konusfläche (79) ausgebildet ist und der Deckel (81) an seiner Außenfläche mit einer mit dieser zusammenwirkenden, entsprechend ausgebildeten Konusfläche (80) versehen ist.
  9. 9. Träger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (71) aus einer starren hohlzylindrischen Hülse besteht und an dieser und/oder der inneren Mantelfläche (73) ein zum Aufsetzen der Hülse bestimmter Ansatz (74) vorgesehen ist.
  10. 10. Träger nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (10, 29, 56, 64, 71, 81) mit dem Träger (1, 21, 51, 61, 72, 76) verklebt ist.
  11. 11. Träger nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (64, 71, 81) und oder der Träger (61, 72, 76) auf beiden Seiten der Ausnehmung (62, 77) mit je einem zur Abdichtung der Strömungsleitung bestimmten Dichtungskörper (67, 82) versehen ist.
  12. 12. Träger nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungskörper (67, 82) aus einem O-Ring besteht.
  13. 13. Träger nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Steg (60) in die Ausnehmung (52) ragt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com