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Dokumentenidentifikation DE4120293A1 06.02.1992
Titel Zeichengerät mit einem Mosaiktintendruckkopf
Anmelder Mannesmann AG, 4000 Düsseldorf, DE
Erfinder Böhmer, Georg, 8000 München, DE;
Hagemeyer, Friedrich, Dr., 1000 Berlin, DE;
Lehmann, Manfred, Dr., 8039 Puchheim, DE
Vertreter Meissner, P., Dipl.-Ing.; Presting, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 1000 Berlin
DE-Anmeldedatum 17.06.1991
DE-Aktenzeichen 4120293
Offenlegungstag 06.02.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.02.1992
IPC-Hauptklasse B43L 13/00
IPC-Nebenklasse B41J 2/07   B41J 2/21   B41J 2/525   B41J 3/54   
IPC additional class // G06K 15/22  
Zusammenfassung Um bei Plottern, wie z. B. flacharbeitenden Zeichengeräten (Tischplottern) oder Mikrogrip-Plottern (Trommelzeichnern) auf einfache Weise eine Variation der Strichbreiten der zu zeichnenden Kurven und Linien zu erreichen, wird vorgeschlagen, als Schreibvorrichtung (4) Tintenmosaikdruckköpfe (15, 151, 152, 153) einzusetzen, die mittels Antriebselementen (21, 22, 23; 31, 32, 33) drehbar auf einem in X- und Y-Richtung bewegbaren Schreibwagen (3) angeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Zeichengerät zum Ausgeben von Ergebnissen der grafischen Datenverarbeitung gemäß dem Oberbegriff der Patentansprüche 1 und 10.

Bei solchen mechanischen Zeichengeräten wird eine Schreibvorrichtung, in der Regel ein Schreibstift, z. B. ein Tuschestift oder eine Kugelschreibermine über das zu bezeichnende Papier geführt. Dabei wird zwischen Geräten, die mit flachliegendem Papier arbeiten und solchen, bei denen das Papier über eine Trommel geführt wird, unterschieden.

Beim flachliegenden Zeichengerät, z. B. einem Tischplotter mit einem Zeichentisch, erfolgt der Antrieb der auf einem Druckerwagen angeordneten Schreibvorrichtung durch je einen in der X- und Y-Richtung arbeitenden Motor. Die Schreibvorrichtung befindet sich dabei auf einer Traverse, die als Ganzes vom X-Motor bewegt wird, während der Y-Motor die Schreibvorrichtung auf der Traverse bewegt. Diese Motoren werden von der Datenverarbeitungsanlage entsprechend der auszuführenden Bewegungen in definierten Schritten vorwärts oder rückwärts gesteuert. Der gewünschte Kurvenverlauf ergibt sich durch geeignete Kombinationen der beiden Bewegungen, so daß sich neben senkrechten oder waagerechten Linien auch schräge Linien und Kurven beliebigen Verlaufs darstellen lassen. Ein weiterer Mechanismus sorgt für das Heben und Senken der Schreibvorrichtung auf der Traverse, so daß die Fahrt zu einem neuen Aufsetzpunkt auf dem Papier möglich ist, ohne daß auf dem Papier eine Linie sichtbar wird. Das Heben und Senken der Schreibvorrichtung ist auch dann erforderlich, wenn beispielsweise zur Farbdarstellung oder für Linien unterschiedlicher Strichstärke ein Wechsel des Aufzeichnungsstiftes nötig ist. Dieser Schreibstiftwechsel kann automatisch erfolgen, indem die Schreibvorrichtung zu einem außerhalb des Aufzeichnungsbereiches angeordneten und mehrere Schreibstifte enthaltenden Magazin gefahren wird.

Als Antrieb der Traversen und der Schreibvorrichtung sind Zahnstangen und Kugelrollspindeln üblich; bei einfacheren Ausführungen findet man aber auch zum Antrieb in der Y-Richtung Stahlseile. Während diese flach arbeitenden Zeichengeräte in der Lage sind, auch auf steifen Aufzeichnungsträgern, z. B. Kartone zu zeichnen, ist bei sog. Trommelgeräten, z. B. Mikrogrip-Plottern, bei denen das zu bezeichnende Papier über eine Trommel geführt wird, nur das Bedrucken von flexiblen Aufzeichnungsträgern möglich; die Länge der Aufzeichnungsträger ist dabei aber nicht beschränkt. Dadurch ist es möglich, eine größere Anzahl von Zeichnungen hintereinander ohne Wechsel des Zeichenbogens, d. h. ohne manuellen Eingriff der Bedienperson auszuführen. Bei Trommelschreibern wird die Schreibvorrichtung nur in einer Richtung, und zwar parallel zur Trommelachse bewegt (Y-Richtung). In der X-Richtung wird beim Mikrogrip-Antrieb nur das Papier durch eine Mechanik bewegt. Dieser direkte Antrieb des Zeichenmediums, also einer relativ geringen Masse, erlaubt kleine Motoren mit hoher Geschwindigkeit und Beschleunigung. Der Papiertransport wird durch eine angetriebene, mit Quarzsand beschichtete Walze realisiert. Das Papier wird an den Längskanten durch Gummirollen auf die Walze gedrückt. Bei der ersten Bewegung der Walze hinterlassen die Partikel kleine Abdrücke im Papier, und beim Hinund Herbewegen findet jedes Partikel "seinen" Eindruck wieder. Dabei wird ein praktisch schlupffreier Antrieb erreicht.

Beiden Zeichengeräten ist gemeinsam, daß Farbwiedergaben oder Linien unterschiedlicher Strichstärken, z. B. für Körperkanten und Maßhilfslinien, nur durch Schreibstiftwechsel erzeugt werden können, was unter Umständen einen erheblichen Zeitaufwand bedeutet.

Aus der DE-A1 30 04 530 ist ein Koordinatenschreiber (Plotter) mit einer Schreibvorrichtung zur mehrfarbigen automatischen Aufzeichnung von Kurven, Diagrammen oder Bildern in einem raumfest angeordneten X-Y-Koordinatensystem bekannt. Er besteht aus einem über der Schreibebene angeordneten, transportierbaren Schreibkopf mit mehreren, dem Schreibkopf zugeordneten verschiedenfarbigen Schreibstiften. Um den Farbwechselvorgang zu beschleunigen und den hiermit verbundenen konstruktiven Aufwand zu verringern, sind als Schreibstifte an sich bekannte piezoelektrisch anregbare und mit je einer Spritzdüse versehene Tintenkanonen im Schreibkopf ortsfest angeordnet. Die Achsen der mit Abstand zur Schreibebene angeordneten Spritzdüsen verlaufen entweder parallel zueinander oder schneiden sich in einem Punkt in der Schreibebene.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Zeichengerät der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß auf einfache Weise sowohl Farbwiedergabe als auch Aufzeichnungen mit unterschiedlichen Strichbreiten ermöglicht werden.

Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen der Patentansprüche 1 und 10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Durch die Verwendung mindestens eines, drehbar auf dem Schreibwagen angeordneten Tintenmosaikdruckkopfes als Schreibvorrichtung für das Zeichengerät können auf einfache Weise Linien, Kurven und Diagramme mit unterschiedlicher Strichstärke erzeugt werden. Die Strichbreiten lassen sich durch die Anzahl der anzusteuernden Austrittsdüsen leicht variieren. Damit ist ein wesentlicher Zeitvorteil verbunden, da für die Strichbreitenwahl jeglicher, bei herkömmlichen Geräten notwendiger Schreibstiftwechsel entfällt.

Bei Zeichengeräten, die Farbwiedergabe erlauben, sind entsprechend der Anzahl der zu verarbeitenden Druckfarben eine Mehrzahl solcher drehbar angeordneten Druckköpfe vorgesehen. Wird jedem einzelnen Druckkopf ein eigener Antriebsmotor zugeordnet, so lassen sich damit nicht nur auf einfache Weise Linien unterschiedlicher Breite, sondern auch mehrere Linien gleichzeitig in verschiedenen Farben zeichnen. Durch Zuordnung eines einzigen zentralen Antriebsmotors für alle vorhandenen Druckköpfe, die untereinander mittels Zahnriemen oder Zahnräder gekoppelt sind, lassen sich die Kosten für die Antriebseinheit senken.

Werden dagegen die Austrittsdüsen des Mosaikdruckkopfes auf einem Düsenfeld angeordnet, das kreisförmige Gestalt aufweist, so kann gänzlich auf den Antriebsmotor verzichtet werden, ohne dabei Einschränkungen hinsichtlich der Strichbreitenwahl durch gezielte Ansteuerung einer, mehrerer oder aller Austrittsdüsen in Kauf nehmen zu müssen.

Der Einsatz von Tintenmosaikdruckköpfen als Schreibvorrichtung für solche Zeichengeräte hat außerdem den Vorteil, daß aufgrund des geräuschlosen Druckprinzips (keine bewegten Teile) sehr leise arbeitende Zeichengeräte zur Verfügung stehen, die unmittelbar am Arbeitsplatz eingesetzt werden können.

Die Erfindung wird im folgenden anhand mehrerer Ausführungsbeispiele erläutert, wozu auf die Darstellungen verwiesen wird.

Dort zeigen

Fig. 1 in Prinzipdarstellung ein flach arbeitendes Zeichengerät mit der Schreibvorrichtung gemäß der Erfindung,

Fig. 2 ein Zeichengerät mit einer Trommel (Mikrogrip-Plotter),

Fig. 3 in schematischer Weise eine Teil-Seitenansicht der Schreibvorrichtung,

Fig. 4 eine Teil-Draufsicht auf eine Schreibvorrichtung, die für Farbwiedergabe geeignet ist,

Fig. 5 ein Düsenfeld zur Darstellung von Linien unterschiedlicher Strichstärken,

Fig. 6 bis Fig. 8 Teilansichten einer Schreibvorrichtung für Farbwiedergabe mit einem einzigen Antriebsmotor für alle Farb-Druckköpfe,

Fig. 9 eine kreisförmige Anordnung des Düsenfeldes.

Das in Fig. 1 in schematischer Weise dargestellte, flach arbeitende Zeichengerät beinhaltet einen Zeichentisch 1, auf dem ein Aufzeichnungsträger 2, beispielsweise Papier oder Karton fest eingespannt ist. Entsprechend den beiden eingezeichneten Koordinatenachsen X, Y läßt sich ein Schreibwagen 3 mittels hier nicht dargestellten Antriebseinrichtungen in X- und Y-Richtung bewegen. Hierzu ist der eine noch näher zu beschreibende Vorrichtung 4 tragende Schreibwagen 3 auf einer in Y-Richtung verlaufenden Traverse 5 angeordnet, die als Ganzes von einem X-Motor bewegt wird. Die Bewegung in Y-Richtung erfolgt mit Hilfe eines sogenannten Y-Motors, der die Schreibvorrichtung 4 auf der Traverse 5 hin- und herbewegt. Durch Überlagerung der beiden Bewegungen lassen sich neben geraden Linien auch beliebige Kurven auf dem Aufzeichnungsträger 2 darstellen.

Beim Zeichengerät nach Fig. 2, das auch als Mikrogrip-Plotter bezeichnet wird, erfolgt die Bewegung des Schreibwagens 3 nur in einer Richtung entlang der Traverse 5 (Y-Richtung). Der flexible Aufzeichnungsträger 2 wird über eine Trommel oder eine Walze 6 geführt und durch Drehen der Walze 6 im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn unter der Schreibvorrichtung 4 bewegt (X-Richtung).

Als Schreibvorrichtung 4 ist bei beiden Zeichengeräten ein Tintenmosaikdruckkopf vorgesehen, der vorzugsweise drehbar auf dem Schreibwagen 3 angeordnet ist.

Die Fig. 3 zeigt in stark vereinfachter Darstellung einen solchen Schreibwagen 3 mit darauf angeordnetem Tintenmosaikdruckkopf 15, der längs der Traverse 5 (Fig. 1 und 2) mittels einer Antriebseinrichtung entlang zueinander paralleler Führungsstangen 7, 8 bewegbar ist. Hierzu weist der Schreibwagen 3 zwei Lagerungen 9, 10 auf, in denen die Führungsstangen 7, 8 gleiten. An dem die Lagerungen 9, 10 aufweisenden Teil des Schreibwagens 3 ist ein im wesentlichen rechtwinklig davon abragender und damit parallel zur Plottfläche liegender Tragarm 11 ausgeformt, der als Auflage und Montagefläche für einen Antriebsmotor 12 dient. Der Antriebsmotor 12, vorzugsweise ein Schrittmotor, ist mittels lösbarer Befestigungselemente, z. B. Schraubverbindungen 13, auf der dem Aufzeichnungsträger 2 abgewandten Oberseite des Tragarmes 11 befestigt. Mit der Motorwelle 14 ist der Tintendruckkopf 15 lösbar, z. B. über eine Steckaufnahme gekoppelt, so daß durch entsprechende Ansteuerung des Motors der Tintendruckkopf eine Drehbewegung ausführen kann, deren Drehachse senkrecht zur Plottfläche liegt. Eine solche lösbare Verbindung zwischen Antriebsmotor 12 und Tintendruckkopf 15 erlaubt der Bedienperson des Zeichengerätes bei Bedarf ein leichtes Auswechseln des Druckkopfes. Der Tintendruckkopf 15 weist ein zum Aufzeichnungsträger 2 hin gerichtetes Düsenfeld 17 auf, das eine Mehrzahl von Tintenkanäle abschließende Austrittsdüsen umfaßt. Das Düsenfeld 17 beinhaltet beispielsweise 50 Austrittsdüsen, die in einer einzigen Reihe angeordnet sind. Es können aber auch mehrere parallele oder schräge Reihen von Austrittsdüsen vorgesehen sein. Die Welle 14 des Motors 12 liegt, bezogen auf die Längserstreckung des Düsenfeldes 17, mittig zu dem Düsenfeld, so daß beidseitig der mit strichlierter Linie eingezeichneten Mittellinie 16 die Anzahl der Austrittsdüsen identisch ist.

Als Tintenmosaikdruckkopf 12 kann sowohl ein nach dem Thermalwandlerprinzip (Bubble-Jet-Prinzip) als auch ein nach dem piezoelektrischen Prinzip arbeitender Druckkopf eingesetzt werden. Die Tintenversorgung des Druckkopfes geschieht entweder über eine auf dem Schreibwagen 3 angeordnete mitfahrende Tintenflasche oder wenn der Druckkopf als sog. Wegwerfkopf (disposable head) konzipiert ist, über einen im Tintendruckkopf integrierten Vorratsbehälter. Bei verbrauchtem Tintenvorrat wird der gesamte Druckkopf 15 von der Motorwelle 14 abgezogen und durch einen neuen Druckkopf ersetzt.

Als Ansteuerung der den einzelnen Austrittsdüsen zugeordneten Antriebselementen (elektrothermische Wandlerelemente bzw. piezoelektrische Elemente) dient eine um den Druckkopf spiralförmig geführte Flachbandleitung 18, die einerseits mit einer Steuerungseinrichtung des Zeichengerätes und andererseits lösbar über eine Steckverbindung mit dem Druckkopf 15 verbunden ist. Durch einen solchen spiralförmigen Verlauf der elektrischen Zuleitung ist es möglich, mit Hilfe des Antriebsmotors 12 Drehbwegungen des Druckkopfes von 360° und mehr auszuführen, wodurch auf einfache Weise Vollkreise auf das Papier 2 gezeichnet werden können. Es ist aber auch möglich, zur Darstellung von Vollkreisen den Druckkopf erst um 180° in die eine Richtung zu drehen, ihn anschließend bis zum Ausgangspunkt zurückzudrehen und dann eine Drehbewegung um 180° in die andere Richtung auszuführen. Dadurch können Kreise aus zwei zusammengesetzten Bewegungen dargestellt werden, wobei aber die Flachbandleitung 18 nur um 180° um den Druckkopf herumgeführt werden muß. Der Vorteil gegenüber einem zulässigen Drehwinkel von z. B. 360° ist der geringere Platzbedarf der spiralförmig um den Tintendruckkopf angeordneten Flachbandleitung.

In Fig. 4 ist in Draufsicht eine Schreibvorrichtung gezeigt, die entsprechend den vier üblichen Druckfarben gelb, cyan, magenta und schwarz vier Tintenmosaikdruckköpfe aufweist. Jedem der einzelnen Druckköpfe 15, 151, 152 und 153 ist zur Ausführung einer Drehbewegung ein eigener Antriebsmotor zugeordnet, so daß die vier Druckköpfe unabhängig voneinander angesteuert und gedreht werden können. Die elektrische Kontaktierung der einzelnen Druckköpfe 15, 151- 153 erfolgt ebenfalls über vier Flachbandleitungen 18, 181- 183, die gemeinsam von der elektronischen Steuerungseinrichtung des Zeichengerätes ausgehend zunächst unterhalb des Tragarms 11 zueinander parallel verlaufen und dann spiralförmig um die jeweiligen Tintendruckköpfe geführt sind. Diese Leitungen müssen mindestens einen Drehwinkel der Köpfe von 180° erlauben, um rechtwinklige, schräge und bogenförmige Linien unterschiedlicher Strichstärke erzeugen zu können. Bei Vollkreislinien muß dann jedoch nach 180° die Linie unterbrochen und der Mosaikdruckkopf in die Ausgangslage zurückgedreht werden. Im Anschluß daran kann die Kreislinie vervollständigt werden.

In Fig. 5 ist in Draufsicht das Düsenfeld 17 des Mosaikdruckkopfes und beispielhaft zwei mögliche, mit einem solchen Düsenfeld zu zeichnende Linien unterschiedlicher Strichstärken S1, S2 dargestellt. Das Düsenfeld 17 beinhaltet fünfzig in einer einzigen Reihe angeordnete, nicht näher bezeichnete Austrittsdüsen. Durch gleichzeitiges Ansteuern aller vorhandenen, den einzelnen Austrittsdüsen zugeordneten Antriebselementen und durch Bewegung des Mosaikdruckkopfes in der mit dem Pfeilsymbol 19 gekennzeichneten Schreibrichtung können Linien und Kurven beliebigen Verlaufs mit einer maximalen Strichstärke S1 gezeichnet werden. Diese maximale Strichstärke S1 entspricht dabei dem Abstand zwischen der obersten und der untersten Austrittsdüse des Düsenfeldes 17. Bei einem Wegwerf-Mosaikdruckkopf der vorher genannten Art mit 50 Austrittsdüsen beträgt die Längenausdehnung des Düsenfeldes 17 typisch ca. 4 mm, die damit gleichzeitig die maximale Strichbreite S1 darstellt. Die minimale Strichbreite ergibt sich, wenn Tintenflüssigkeit nur aus einer einzigen Austrittsdüse ausgestoßen wird.

Der Tintenmosaikdruckkopf 15 wird mit Hilfe des Antriebsmotors 12 während des Drucks immer so gedreht, daß das Düsenfeld 17 des Druckkopfes 12 annähernd rechtwinklig zur Schreibrichtung 19 steht. Damit ist gewährleistet, daß auch Kurven beliebigen Verlaufs mit gleichbleibender Strichstärke gezeichnet werden können. Bei Verwendung eines Schrittmotors als Antriebsmotor für die Druckköpfe wirken sich eventuell auftretende, vom Schrittwinkel abhängige kleine Winkelabweichungen nur geringfügig aus und sind deshalb tolerierbar. Bei einem farbfähigen Zeichengerät kann die Drehbwegung der den einzelnen Farben zugeordneten Tintendruckköpfe auch über einen zentralen Antrieb erfolgen.

Die Fig. 6 bis 8 zeigen einen Schreibwagen, der zur Aufnahme von mehreren Druckköpfen geeignet ist, die gemeinsam durch einen zentralen Antriebsmotor gedreht werden können. Dabei sind die anhand der vorhergehenden Figuren bereits beschriebenen Teile des Zeichengerätes mit gleichen Bezugszeichen versehen. An dem Schreibwagen 3 ist parallel zu dem den zentralen Antriebsmotor 120 aufnehmenden Tragarm 11 ein weiterer, kürzerer Tragarm 111 vorgesehen, der zur Lagerung von rechtwinklig zur Plottfläche verlaufenden Achsen 20 dient. Für ein Zeichengerät mit vier Tintendruckköpfen 15, 151-153 sind drei solche Achsen vorgesehen, die jeweils Zahnräder 21, 22 und 23 tragen. Diese werden im nachfolgenden als Zwischenräder bezeichnet. Die Welle des zentralen Antriebsmotors 120 weist ein Ritzel 24 auf, das mit dem Zwischenrad 21 in Eingriff steht. Mit den einzelnen Tintendruckköpfen 15, 151-153 sind Zahnräder 31 bis 34 fest verbunden, die ihrerseits mit den Zwischenrädern 21, 22 und 23 in Eingriff stehen. Durch eine solche Zuordnung ist es möglich, alle vier vorhandenen Tintendruckköpfe mit einem einzigen Antriebsmotor zu drehen. Beim Zeichnen von Linien und beliebig verlaufenden Kurven werden durch die feste Getriebekopplung alle Druckköpfe synchron angetrieben, aber nur der für den Druck benötigte Kopf angesteuert. Das Nachführen des entsprechenden Kopfes, d. h. das Ausrichten des Düsenfeldes senkrecht zur Schreibrichtung und die Wahl der Linienbreite geschieht analog zu dem Zeichengerät mit vier separaten Köpfen durch Drehung des entsprechenden Schreibkopfes. Der Drehpunkt liegt ebenfalls mittig zum Düsenfeld des Tintendruckkopfes.

Auf die Verwendung der Zwischenräder 21 bis 23 kann prinzipiell euch verzichtet werden. Der Antrieb erfolgt dann über die Zahnräder 31 oder 33. Vorteilhaft ist es, von der Mitte her anzutreiben, um den Einfluß der Verzahnungsfehler und der Getriebeluft auf die Winkelstellung des jeweiligen Tintendruckkopfes gering zu halten. Als Antriebselemente können anstelle von Zahnrädern auch Zahnriemen verwendet werden.

Die Fig. 9 zeigt eine weitere Möglichkeit, bei einem Zeichengerät der eingangs genannten Art, Linien unterschiedlicher Strichstärke zu erzeugen. Der Mosaikschreibkopf bzw. die Mosaikschreibköpfe bei einem Farbplotter weisen ein Düsenfeld 170 auf, bei dem die einzelnen Austrittsdüsen kreisförmig angeordnet sind. Durch eine solche Aufteilung der Austrittsdüsen kann auf die Drehung des oder der Tintendruckköpfe verzichtet werden. Damit sind rechtwinklige, schräge und bogenförmige Linien in verschiedenen Strichbreiten realisierbar. Die maximal erreichbare Strichbreite S1 entspricht hierbei dem Durchmesser des Kreises, auf dem die einzelnen Austrittsdüsen angeordnet sind. Die minimale Strichbreite erhält man, wenn nur eine Düse angesteuert wird. Für die mit dem Pfeilsymbol 19 gekennzeichnete Schreibrichtung ist beispielsweise eine ausgewählte Strichbreite S2 eingezeichnet.


Anspruch[de]
  1. 1. Zeichengerät zum Ausgeben von Ergebnissen der grafischen Datenverarbeitung mit einer Schreibvorrichtung (4) zur automatischen Aufzeichnung von Kurven, Diagrammen oder Bildern mit einem über einer Schreibebene angeordneten und innerhalb eines Koordinatensystems (X, Y) transportierbaren Schreibwagen (3), dadurch gekennzeichnet, daß die Schreibvorrichtung (4) mindestens einen, innerhalb eines Düsenfeldes (17) eine Vielzahl von individuell ansteuerbaren Austrittsdüsen aufweisenden Tintenmosaikschreibkopf (15, 151, 152, 153) aufweist, der auf dem Schreibwagen (3) drehbeweglich angeordnet ist.
  2. 2. Zeichengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für Farbwiedergabe entsprechend der Anzahl der Druckfarben mehrere Tintenmosaikdruckköpfe (15, 151, 152, 153) vorgesehen sind, denen zur Ausführung von Drehbewegungen separate Antriebsmotoren (12) zugeordnet sind.
  3. 3. Zeichengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für Farbwiedergabe entsprechend der Anzahl der Druckfarben mehrere Tintenmosaikdruckköpfe (15, 151, 152, 153) vorgesehen sind, denen ein gemeinsamer zentraler Antriebsmotor (120) zugeordnet ist, der über Antriebselemente (21, 22, 23; 31, 32, 33) mit allen Druckköpfen (15, 151, 152, 153) gekoppelt ist.
  4. 4. Zeichengerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebselemente Zahnräder (21, 22, 23; 31, 32, 33) umfassen.
  5. 5. Zeichengerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebselemente Zahnriemen umfassen.
  6. 6. Zeichengerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Antriebsmotor (12, 120) ein Schrittmotor dient.
  7. 7. Zeichengerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Antriebsmotor (12, 120) ein Gleichstromservomotor dient.
  8. 8. Zeichengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tintenmosaikschreibköpfe (15, 151, 152, 153) auf dem Schreibwagen (3) mit einem Tintenvorratsbehälter eine leicht auswechselbare steckbare Einheit bilden.
  9. 9. Zeichengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Düsenfeld (17) rechteckförmige Gestalt aufweist, in dem mindestens eine Reihe von Austrittsdüsen angeordnet sind.
  10. 10. Zeichengerät zum Ausgeben von Ergebnissen der grafischen Datenverarbeitung mit einer Schreibvorrichtung (4) zur automatischen Aufzeichnung von Kurven, Diagrammen oder Bildern mit einem über einer Schreibebene angeordneten und innerhalb eines Koordinatensystems (X, Y) transportierbaren Schreibwagen (3), dadurch gekennzeichnet, daß die Schreibvorrichtung (4) mindestens einen innerhalb eines Düsenfeldes (170) eine Vielzahl von individuell ansteuerbaren Austrittsdüsen aufweisenden Tintenmosaikschreibkopf (15, 151, 152, 153) umfaßt, wobei das Düsenfeld (170) kreisförmige Gestalt aufweist.






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