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Vorrichtung zum Inertisieren von Abgießgefäßen für den Transport von schmelzflüssigen Metallen - Dokument DE4033482C1
 
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Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Inertisieren von Abgießgefäßen für den Transport von schmelzflüssigen Metallen gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.

Eine gattungsgemäße Vorrichtung dieser Art ist aus der Patentschrift DE-PS 39 03 444 bekannt, in der eine Vorrichtung offenbart ist, die Inertgas über eine flexible Zuleitung in der Nachbarschaft eines unter einer Auslauföffnung einer Übergabestation positionierten Abgießgefäßes, eine daran anschließende auftrennbare Kupplung, ein an diese anschließendes ortsfestes Leitungssystem auf der Außenfläche des Abgießgefäßes und eine oder mehrere Eintrittsöffnung(en) in der Wand des Abgießgefäßes in den Innenraum dieses Abgießgefäßes drückt, wobei die Eintrittsöffnung(en) so in der Wand des Abgießgefäßes angeordnet ist/sind, daß sie stets oberhalb des maximalen Flüssigkeitspegels im Abgießgefäß und unterhalb des oberen Randes der Öffnung des Abgießgefäßes liegt/liegen.

Bei dieser vorgenannten Vorrichtung erweist es sich jedoch als nachteilig, daß zunächst einmal alle Abgießgefäße, die in einem Hüttenbetrieb für Transporte der beschriebenen Art benutzt werden sollen, mit den vorbeschriebenen Eintrittsöffnungen versehen werden müssen, wobei insbesondere zu berücksichtigen ist, daß diese Eintrittsöffnungen sowohl den äußeren Eisenmantel als auch die üblicherweise vorhandene feuerfeste Auskleidung jedes Abgießgefäßes durchsetzen müssen, was von vornherein impliziert, daß die Eintrittsöffnungen in jedem Fall nur mittels aufwendiger Nacharbeit nach der üblichen Fertigstellung eines Abgießgefäßes in dieses eingebracht werden können. Auch bei einer verschleißbedingten Neuauskleidung eines Abgießgefäßes kann die endgültige Wiedereinbringung der Eintrittsöffnungen erst nach allen übrigen Reparaturmaßnahmen mittels einer aufwendigen Nacharbeit erfolgen. Darüber hinaus kann bei der vorgeschlagenen Anbringung der Eintrittsöffnungen niemals mit Sicherheit ausgeschlossen werden, daß nicht doch - trotz des vorgegebenen Abstands zwischen dem maximalen Flüssigkeitspegel und der Position der Eintrittsöffnungen - beim Einfüllen des schmelzflüssigen Metalls in ein Abgießgefäß oder bei seinem Transport in einem solchen Abgießgefäß schmelzflüssiges Metall oder Schlacke in die Eintrittsöffnungen gelangt und diese zusetzt, was dann ebenfalls zu aufwendigen Wartungsarbeiten führt.

Als nachteilig erweist sich bei der offenbarten Vorrichtung außerdem, daß das An- und Abkuppeln der flexiblen Inertgas-Zuleitung an das ortsfeste Leitungssystem auf dem Abgießgefäß zusätzliche - normalerweise von Hand durchzuführende - Manipulationen verlangt, deren tatsächliche Durchführung beispielsweise dann, wenn die Abgießgefäße unterhalb einer Gießbühne positioniert werden, die Steuerung der Beaufschlagung der Zuleitung mit Inertgas aber überlicherweise auf oder oberhalb der Gießbühne erfolgt, nur mit zusätzlichem technischen Aufwand kontrolliert werden kann, deren Unterlassung aber zu ernsthaften Beschädigungen der gesamten Vorrichtung und zum unerwünschten Ausströmen von Inertgas führen kann.

Die vorgenannten Nachteile resultieren demzufolge einerseits in wirtschaftlich unerwünschten erhöhten Investitions- und/oder Wartungskosten und andererseits in zusätzlichen Sicherheitsrisiken.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die vorbekannte gattungsgemäße Vorrichtung zur Inertisierung von Abgießgefäßen für den Transport von schmelzflüssigen Metallen dahingehend weiterzuentwickeln, daß auf die Einbeziehung der Abgießgefäße in die eigentliche Vorrichtung zu ihrer Inertisierung verzichtet werden kann und die Inertgas-Austrittsöffnung(en) jeder Vorrichtung über eine bzw. mehrere permanent angeschlossene Zuleitungen mit Inertgas beaufschlagt werden, wobei diese Beaufschlagung von einem einzigen vorgegebenen Ort aus veranlaßt und überwacht werden kann und die Investitionsund Wartungskosten auf einem möglichst niedrigen Niveau gehalten werden können.

Diese Aufgabe löst die Erfindung mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1.

Dabei erweist es sich als besonders vorteilhaft, daß in der Umgebung jeder Auslauföffnung einer Übergabestation mindestens ein Inertgas-Blasrohr derart angeordnet ist, daß es in keinem Fall den Strahl des einlaufenden schmelzflüssigen Metalls schneidet, zumindest während der An- und Abfahrt des Abgießgefäßes sich außerhalb von dessen Freiraumprofil befindet und vor dessen Öffnung endet und an seinem dem Abgießgefäß zugewandten Ende einen Inertgasstrahl erzeugt, der unter einem Winkel α gegen die Vertikale, der größer als 0° und kleiner als ein rechter Winkel ist, neben dem Strahl des schmelzflüssigen Metalls in den Hohlraum des Abgießgefäßes eintritt, weil auf diese Art und Weise anstelle einer umfangreichen, ggf. auch wiederholten, Nacharbeit an einer Vielzahl von Abgießgefäßen nur eine einmalige Installation einer geeigneten Inertgas-Blasrohranordnung in der Umgebung jeder Auslauföffnung erforderlich ist, wobei wegen der Anordnung jedes Inertgas-Blasrohrs außerhalb des Strahls des schmelzflüssigen Metalls für die Inertgas-Blasrohre vorteilhafterweise keine teuren hochschmelzenden Werkstoffe, sondern nur preiswerte handelsübliche Stahlrohre verwendet und auch keine Vorsichtsmaßnahmen gegen ein eventuelles Aufspreizen des Strahls des schmelzflüssigen Metalls an Teilstücken von Inertgas-Blasrohren mit der Folge einer im Hinblick auf mögliche chemische Reaktionen unerwünschten Vergrößerung der Strahloberfläche getroffen werden müssen, wobei weiterhin wegen der Anordnung jedes Inertgas-Blasrohrs außerhalb des Freiraumprofils der Abgießgefäße - zumindest während deren Anund Abfahrt zu bzw. von einer Auslauföffnung - vorteilhafterweise keine zusätzlichen Manipulationen mit weiteren Sicherheitsrisiken an den Abgießgefäßen selbst anfallen, so daß es beim Vorhandensein einer Gießbühne oder einer entsprechenden Abschirmung zwischen dem Raum der Zuführungen des schmelzflüssigen Metalls zur Übergabestation und dem Raum der Abgießgefäße möglich wird, die Beaufschlagung der Inertgas-Blasrohre mit Inertgas nur von einem dieser Räume - vorzugsweise von demjenigen der Zuführungen des schmelzflüssigen Metalls zur Übergabestation - aus zu steuern und zu überwachen, und wobei außerdem die Anordnung jedes Inertgas-Blasrohrs zur Erzeugung eines Inertgasstrahls, der mit einem Winkel α gegen die Vertikale neben dem Strahl des schmelzflüssigen Metalls in den Hohlraum des Abgießgefäßes eintritt, vorteilhafterweise den überraschenden Effekt hervorruft, daß zumindest für einen geeigneten Bereich des Winkels α zwischen 0° und einem rechten Winkel und für einen entsprechend geeigneten Bereich des Inertgas-Eintritts zwischen dem Strahl des schmelzflüssigen Metalls und der Wand des Abgießgefäßes trotz des räumlichen Abstandes zwischen der Inertgas-Austrittsöffnung am Blasrohr und dem zu inertisierenden Hohlraum des Abgießgefäßes ein sicheres Inertisieren gelingt. Hierbei kann sogar ein einziges Inertgas-Blasrohr ausreichend sein, um die ständige Füllung des jeweils vorhandenen Hohlraums des Abgießgefäßes mit Inertgas sowohl vor dem Einlaß als auch während des Einlaufens des schmelzflüssigen Metalls in das Abgießgefäß aufgrund der entstehenden Gasströmung sicherzustellen. Als vorteilhaft ist bei der vorstehend beschriebenen Gesamtanordnung außerdem anzusehen, daß jedes Inertgas-Blasrohr auch mit einer permanent angeschlossenen, ortsfest verlegten und mittels bekannter Steuerungsorgane wie Ventilanordnungen bekannter Art zu regelnden Zuleitungsanordnung versehen werden kann, weil solche Zuleitungsanordnungen einfach zu überwachen und zu warten sind.

Bei einer speziellen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es sehr vorteilhaft, Inertgas-Blasrohre unveränderlicher Länge zu installieren, weil diese besonders niedrige Investitions- und Wartungskosten verursachen, sofern auch mit der Erzeugung des gewünschten Inertgasstrahls oberhalb der Öffnung des Abgießgefäßes eine ausreichende Füllung des Hohlraums des Abgießgefäßes sichergestellt werden kann.

Bei einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung erweist es sich dagegen als vorteilhaft, jedes Inertgas-Blasrohr zumindest an seinem dem Abgießgefäß zugewandten Ende als ein- und ausfahrbares Teleskoprohr auszubilden, weil dies zwar die Investitions- und Wartungskosten erhöht, in bestimmten Fällen jedoch eine nützliche Beeinflussung der Gasströmung im Abgießgefäß durch teilweises Einfahren des Inertgas-Blasrohrs in die Öffnung des Abgießgefäßes erlaubt, wobei die Steuerung und Überwachung einer solchen teleskopartigen Bewegung des Inertgas-Blasrohres ohne Schwierigkeiten auch von einem Steuerstand aus erfolgen kann, von dem aus das dem Abgießgefäß zugewandte Ende des Inertgas-Blasrohrs nicht einsehbar ist.

Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß auf den dem jeweiligen Abgießgefäß zugewandten Enden der Inertgas-Blasrohre Schalldämpfer bekannter Art angebracht sind, weil derartige Schalldämpfer in einfacher Art und Weise auf Rohrenden montierbar sind und dann den Geräuschpegel in der Umgebung einer Übergabestation für die dort Beschäftigten erheblich reduzieren.

Sofern es sich bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung um eine solche an einer Übergabestation auf der Gießbühne eines Hochofens handelt, können die Inertgas-Blasrohre in ganz besonders vorteilhafter Weise in den normalerweise in der Gießbühne vorhandenen Schaurohren zur Beobachtung des Flüssigkeitspegels im jeweiligen Abgießgefäß - zumindest mit einem wesentlichen Teil ihrer Länge - installiert werden, weil dies von vornherein das Anbringen zusätzlicher Durchführungen in die Gießbühne vermeidet, was die Investitionskosten weiter senkt, und außerdem einerseits eine ständige optische Kontrolle der Inertgas-Blasrohre und andererseits eine kostengünstige Durchführung von gegebenenfalls erforderlichen Wartungsarbeiten an diesen Inertgas-Blasrohren gestattet.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorgenannten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ragt in den gießbühnenseitigen Eingangsbereich jedes Schaurohres mindestens ein weiteres Inertgas-Blasrohr, das zur Erzeugung eines der Kaminwirkung jedes Schaurohres bezüglich der heißen Gase aus dem jeweiligen Abgießgefäß entgegengerichteten Staudruckes im jeweiligen Schaurohr dient, womit erreicht wird, daß einerseits der notwendige Schutz der auf der Gießbühne Beschäftigten vor den genannten heißen Gasen - der bisher normalerweise mittels eines mit Druckluft aufgebauten Staudrucks im Schaurohr bewirkt wurde - weiterhin gegeben ist und andererseits durch die Schaurohre in keinem Fall zusätzliches sauerstoffhaltiges Gasgemisch - wie beispielsweise Druckluft - in den Öffnungsbereich des jeweiligen Abgießgefäßes gelangen und dort durch Verursachung von Verwirbelungen mit dem den Strahl des schmelzflüssigen Metalls umgebenden Inertgasschleier oder mit dem vorstehend beschriebenen, in das Abgießgefäß gerichteten Inertgasstrahl Sauerstoff an das schmelzflüssige Metall im Abgießgefäß transportieren kann. Dabei erweist es sich als besonders vorteilhaft, wenn nicht nur die Inertgas-Blasrohre zur Begasung der Abgießgefäße, sondern auch die zusätzlichen Inertgas-Blasrohre zum Aufbau eines Staudruckes in den Schaurohren mit je einem separat betätigbaren Steuerorgan versehen werden, weil auf diese Art und Weise der Inertgasverbrauch in dem in Rede stehenden Bereich der Gesamtvorrichtung den Betriebsanforderungen optimal - d. h. ein Minimum an Inertgasverbrauch bei maximaler Betriebssicherheit - angepaßt werden kann.

Als Inertgase für den Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung eignen sich vorteilhafterweise insbesondere Stickstoff oder die Abgase der vollständigen Verbrennung eines geeigneten Brennstoffs, beispielsweise Erdgas oder Erdöl.

Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt:

Die einzige Figur der Zeichnung zeigt zunächst einen Schnitt durch die Gießbühne 1 eines Hochofens mit einer Übergabestation 2, die in einer Vertiefung der Gießbühne 1 angeordnet ist und im wesentlichen aus einem auf der Gießbühne 1 aufsitzenden zweiteiligen, weitgehend gasdichten Gehäuse 3, dessen oberer Teil im dargestellten Fall als verfahrbarer Deckel ausgebildet ist, einer mit in der vorliegenden Darstellung nicht erkennbaren Transportrinnen auf der Gießbühne 1 verbundenen Schwenkrinne 4, Verteilerrinnen 5, 6 sowie Auslauföffnungen 7, 8 besteht. Die Übergabestation 2 leitet einen Strahl 9 schmelzflüssigen Metalls mittels der Schwenkrinne 4 abwechselnd in Abgießgefäße 10 und 11, beispielsweise verfahrbare Pfannen oder Torpedogefäße, die mit ihren Öffnungen 12 unter den Auslauföffnungen 7, 8 deponiert sind. Das Innere der Übergabestation 2 wird zur Vermeidung der Entstehung von Metall- und sonstigen Oxiden an der Oberfläche des schmelzflüssigen Metalls mittels einer Hauptzuführungsleitung 13, einer Verteilerstation 14, einer Zuleitung 15 und Auslaßdüsen 16 mit einem Inertgas, beispielsweise Stickstoff oder Abgas von der vollständigen Verbrennung von Erdgas oder Erdöl, beaufschlagt, wobei gleichzeitig eine Kühlung der Schwenkrinne 4 erfolgen kann. Mit der gleichen Zielrichtung sind die Auslauföffnungen 7, 8 mit ringförmigen Düsen 17, 18 versehen, die während der Übergabe von schmelzflüssigem Metall an ein Abgießgefäß 10, 11 über Zuleitungen 19, 19&min; mit Inertgas beaufschlagt werden und damit einen rohrförmigen Inertgasschleier 20 um den Strahl 9 ausbilden, der sich vom Ausgang der jeweiligen Auslauföffnung 7, 8 mindestens bis zur Öffnung 12 des jeweiligen Abgießgefäßes 10, 11 erstreckt.

Um auch im Inneren der Abgießgefäße 10, 11 die Entstehung von Metall- und sonstigen Oxiden an der Oberfläche des schmelzflüssigen Metalls einschließlich des unteren Endes des Strahls 9 zu verhindern, ist in jedem in der Gießbühne 1 eingelassenen Schaurohr 21, 22 der wesentliche Längenabschnitt je eines Inertgas-Blasrohrs 23, 24 angeordnet, wobei jedes Inertgas-Blasrohr 23, 24 über Zuleitungen 25, 26 von der Verteilerstation 14in Verbindung mit steuer- und regelbaren Ventilanordnungen 27, 28 bekannter Art, die im dargestellten Fall außerhalb des jeweiligen Schaurohrs 21, 22 installiert sind, mit Inertgas beaufschlagt wird. An dem dem Abgießgefäß 10, 11 zugewandten Ende jedes Inertgas-Blasrohrs 23, 24 tritt das Inertgas durch einen Schalldämpfer 29, 30 bekannter Art als gerichteter Strahl aus, der unter einem endlichen Winkel α gegen die Vertikale, der größer als 0° und kleiner als ein rechter Winkel ist, neben dem Strahl 9 des schmelzflüssigen Metalls in den Hohlraum 31 des Abgießgefäßes 10, 11 eintritt und dort aufgrund der entstehenden Gasströmung den Luftsauerstoff aus dem Hohlraum 31 verdrängt bzw. fernhält, wobei die Verdrängung des Luftsauerstoffs bereits vor dem Start des Einlasses von flüssigem Metall in das Abgießgefäß 10, 11 eingeleitet wird.

Die Verwendung von Schalldämpfern 29, 30 ist ebenso eine - in Verbindung mit der Verwendung von Inertgas-Blasrohren 23, 24 auf einfache Weise durchführbare - Schutzmaßnahme zugunsten der in der Umgebung einer Übergabestation 2 Beschäftigten wie die Installation je eines zweiten - kurzen - Inertgas-Blasrohres 32, 33 in den gießbühnenseitigen Eingangsbereichen der Schaurohre 21, 22, deren Beaufschlagung mit Inertgas ebenfalls von der Verteilerstation 14 über die Zuleitungen 25, 26 erfolgt, die allerdings mittels separater Ventilanordnungen 34, 35 unabhängig von den Inertgas-Blasrohren 23, 24 gesteuert und geregelt werden können. Sie blasen normalerweise während der gesamten Betriebszeit einer Übergabestation 2 Inertgas in die den Abgießgefäßen 10, 11 abgewandten Enden der Schaurohre 21, 22, um in diesen einen ausreichenden Staudruck zur Verhinderung der Kaminwirkung der Schaurohre 21, 22 bezüglich der heißen Gase aus den Abgießgefäßen 10, 11 bzw. aus deren Umgebung zu erzeugen, die sonst zum Sicherheitsrisiko für auf der Gießbühne 1 Beschäftigte werden können, ohne daß dieser Aufbau eines Staudruckes die Gefahr heraufbeschwören kann, daß in irgendeiner Weise zusätzliches sauerstoffhaltiges Gasgemisch - beispielsweise Druckluft - in den Öffnungsbereich jedes Abgießgefäßes 10, 11 gelangt und dort durch Verwirbelungen mit dem den Strahl 9 schmelzflüssigen Metalls umgebenden Inertgasschleier 20 oder mit dem von den Inertgas-Blasrohren 23, 24 erzeugten Inertgasstrahl Sauerstoff an das schmelzflüssige Metall im Abgießgefäß 10, 11 transportiert.

Als Inertgas zur Verwendung in der erfindungsgemäßen Vorrichtung, die bezüglich ihrer konkreten Ausbildung selbstverständlich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt ist, können insbesondere Stickstoff oder die Abgase der vollständigen Verbrennung von Erdgas oder Erdöl herangezogen werden.

Bezugszeichenliste

1 Gießbühne

2 Übergabestation

3 Gehäuse

4 Schwenkrinne

5, 6 Verteilerrinnen

7, 8 Auslauföffnungen

9 Strahl schmelzflüssigen Metalls

10, 11 Abgießgefäße

12 Öffnungen der Abgießgefäße

13 Hauptzuführungsleitung für Inertgas

14 Verteilerstation

15, 19, 19&min;, 25, 26 Zuleitungen

16 Auslaßdüsen

17, 18 ringförmige Düsen

20 rohrförmiger Inertgasschleier

21, 22 Schaurohre

23, 24, 32, 33 Inertgas-Blasrohre

27, 28, 34, 35 Ventilanordnungen

29, 30 Schalldämpfer

31 Hohlraum des Abgießgefäßes


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Inertisieren von Abgießgefäßen für den Transport von schmelzflüssigen Metallen, beispielsweise von beim Abstich eines Hochofens verwendeten verfahrbaren Pfannen oder Torpedogefäßen, die den jeweiligen Hohlraum des Abgießgefäßes während seiner Positionierung unter einer Auslauföffnung einer Übergabestation sowohl vor dem Einlaß als auch während des Einlaufens des schmelzflüssigen Metalls in das Abgießgefäß mit einem Inertgas derart spült, daß ein Kontakt zwischen der entstehenden schmelzflüssigen Metalloberfläche im Abgießgefäß und dem Luftsauerstoff wirksam verhindert wird, dadurch gekennzeichnet, daß in der Umgebung jeder Auslauföffnung (7, 8) einer Übergabestation (2) mindestens ein Inertgas-Blasrohr (23, 24) derart angeordnet ist, daß es in keinem Fall den Strahl (9) des einlaufenden schmelzflüssigen Metalls schneidet, zumindest während der An- und Abfahrt des Abgießgefäßes (10, 11) sich außerhalb von dessen Freiraumprofil befindet und vor dessen Öffnung (12) endet und an seinem dem Abgießgefäß (10, 11) zugewandten Ende einen Inertgasstrahl erzeugt, der unter einem Winkel α gegen die Vertikale, der größer als 0° und kleiner als ein rechter Winkel ist, neben dem Strahl (9) des schmelzflüssigen Metalls in den Hohlraum (31) des Abgießgefäßes (10, 11) eintritt.
  2. 2. Vorrichtung zum Inertisieren von Abgießgefäßen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Inertgas-Blasrohr (23, 24) eine unveränderliche Länge aufweist.
  3. 3. Vorrichtung zum Inertisieren von Abgießgefäßen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Inertgas-Blasrohr (23, 24) zumindest an seinem dem Abgießgefäß (10, 11) zugewandten Ende als ein- und ausfahrbares Teleskoprohr ausgebildet ist.
  4. 4. Vorrichtung zum Inertisieren von Abgießgefäßen nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf das dem Abgießgefäß (10, 11) zugewandten Ende des Inertgas-Blasrohrs (23, 24) ein Schalldämpfer (29, 30) bekannter Art aufgesetzt ist.
  5. 5. Vorrichtung zum Inertisieren von Abgießgefäßen nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Inertgas-Blasrohr (23, 24) mit einem wesentlichen Teil seiner Länge in einem eine Gießbühne (1) durchdringenden Schaurohr (21, 22) zur Beobachtung des Flüssigkeitspegels im Abgießgefäß (10, 11) angeordnet ist.
  6. 6. Vorrichtung zum Inertisieren von Abgießgefäßen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in den gießbühnenseitigen Eingangsbereich jedes Schaurohres (21, 22) mindestens je ein weiteres Inertgas- Blasrohr (32, 33) ragt, das zur Erzeugung eines der Kaminwirkung jedes Schaurohres (21, 22) bezüglich der heißen Gase aus dem jeweiligen Abgießgefäß (10, 11) entgegengerichteten Staudruckes im jeweiligen Schaurohr (21, 22) dient.
  7. 7. Vorrichtung zum Inertisieren von Abgießgefäßen nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Versorgung jedes Inertgas-Blasrohrs (23, 24; 32, 33) mit Inertgas über einen Inertgas-Verteiler (14) und eine Zuleitung (25, 26) einschließlich eines jeweils separat betätigbaren Steuerungsorgans (27, 28; 34, 35) für jedes Inertgas-Blasrohr (23, 24; 32, 33) in Form einer Ventilanordnung bekannter Art erfolgt.
  8. 8. Vorrichtung zum Inertisieren von Abgießgefäßen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Inertgas-Verteiler (14), die Zuleitungen (25, 26) und die jeweils separat betätigbaren Steuerungsorgane (27, 28; 34, 35) für jedes Inertgas-Blasrohr (23, 24; 32, 33) auf oder oberhalb der Gießbühne installiert sind.
  9. 9. Vorrichtung zum Inertisieren von Abgießgefäßen nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Inertgas Stickstoff verwendet wird.
  10. 10. Vorrichtung zum Inertisieren von Abgießgefäßen nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Inertgas das Abgas der vollständigen Verbrennung eines geeigneten Brennstoffs, beispielsweise Erdgas oder Erdöl, verwendet wird.






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