PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4026794A1 27.02.1992
Titel Vorrichtung zum automatischen Wechseln von Tasterstiften
Anmelder FAG Kugelfischer Georg Schäfer KGaA, 8720 Schweinfurt, DE
Erfinder Dietrich, Michael, 8722 Bergrheinfeld, DE
DE-Anmeldedatum 24.08.1990
DE-Aktenzeichen 4026794
Offenlegungstag 27.02.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.02.1992
IPC-Hauptklasse G12B 9/08
IPC-Nebenklasse G01D 11/30   
IPC additional class // G01B 21/00  
Zusammenfassung Eine Vorrichtung zum automatischen Wechseln von Tasterstiften soll auch bei kleinen Maschinen bei einfachem Aufbau problemlos funktionieren. Dies wird dadurch erreicht, daß an den Tasterstiften (3) je ein zweiter Haltestift (10) vorgesehen ist, der in einer nach oben offenen Doppelnut (11) des Abstreifers (5) angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Von einer Tasterhaltung abnehmbare Tasterstifte sind schon lange bekannt. Eine solche Ausführung wird z. B. in der DE-OS 28 41 548 gezeigt. Hierbei erfolgt die Fixierung über Querstifte und Haltefedern. Die gezeigte Ausführung ist aber so kompliziert, daß nur ein Auswechseln von Hand möglich ist. Eine solche Ausführung ist daher nicht mehr brauchbar, wenn, wie in jüngerer Zeit häufig gefordert ist, Meßeinrichtungen direkt in der laufenden Fertigung eines Gegenstands benutzt werden sollen und wenn Meßtaster verschiedener Art oder Größe im Laufe dieser Messungen benötigt werden. Dieser Wunsch hat in der Praxis bereits dadurch seinen Niederschlag gefunden, daß in Meßautomaten automatische Tasterwechseleinrichtungen vorgesehen wurden. Diese sind aber an großen Meßeinrichtungen vorgesehen und bestehen aus komplizierten Doppelarmgreifern bzw. pneumatisch betätigten Klemmvorrichtungen. Falls die Taster senkrecht angeordnet sind, sind in beiden Fällen komplizierte Bewegungsabläufe beim Tasterwechsel nötig.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum automatischen Wechseln von Tasterstiften aufzuzeigen, die auch bei kleinen Maschinen mit einfachsten Mitteln einen problemlosen Tasterwechsel ermöglicht.

Die Lösung dieser Aufgabe ist im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegeben. Die Ansprüche 2 bis 6 enthalten spezielle Ausgestaltungen.

Tasterstifte besitzen normalerweise zur Aufnahme in eine Nut des Tasterhalters einen ersten Querstift. Weiterhin ist noch eine Klemmfeder erforderlich, die den Tasterstift am Herausfallen hindert. Erfindungsgemäß besitzen nun die nebeneinander in einer Vorrichtung waagerecht angeordneten Tasterstifte z. B. von verschiedener Größe einen zweiten Querstift. Dieser ist erforderlich, da eine axiale Fixierung in einen Abstreifer nötig ist. Dieser Querstift ist deshalb vor und nach der Aufnahme in einer quer zur Längsnut angeordneten Doppelnut des Abstreifers einer Tasterwechselvorrichtung angeordnet. Sowohl beim Aufnehmen als auch beim Ablegen des Tasters durch die Tasteraufnahme des Meßsystems wird eine genügend genaue axiale Fixierung erreicht und das Aufschieben gegen die Klemmfeder möglich gemacht.

Zur Aufnahme eines neuen Tasterstiftes wird dabei der Tasterhalter axial an die Wechselvorrichtung herangefahren. Der Kopf des ersten Querstiftes gelangt dabei in eine Quernut des Halters und wird von einer Feder radial an den Halter angedrückt. Die genaue Fixierung des Tasters ist dann erreicht, wenn der erste Querstift im Nutgrund des Tasterhalters zur Anlage kommt. Dies wird dadurch erreicht, daß der zweite Querstift in der nach oben offenen Quernut des Abstreifers axial fixiert ist. Durch eine Bewegung des Tasterhalters nach oben wird dann der Tasterstift aus der Doppelnut des Abstreifers der Wechselvorrichtung herausgeführt. Anschließend ist eine beliebige Bewegung hin zum zu vermessenden Werkstück möglich. Die Ablage eines Tasters erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, wobei ebenfalls ein einfacher Bewegungsablauf und die beschriebene einfache Vorrichtung ausreichen.

Damit sich im abgelegten Zustand der Tasterstifte eine bessere Halterung ergibt, ist in der Nut des Armes der Wechselvorrichtung eine Nase vorgesehen.

Aus Sicherheitsgründen ist im Bereich der Doppelnut auch ein Endschalter vorgesehen. Dieser bewirkt, daß beim Heranfahren des Tasterhalters in jedem Fall ein Stillsetzen der Maschine erreicht wird, bevor der zweite Querstift beschädigt bzw. abgeschert wird oder eine zu große Kraft auf die Lagerung des Meßsystems wirkt.

Da die Tasterstifte eine gewisse Länge besitzen, ist es zweckmäßig, die Wechselvorrichtung so auszubilden, daß sie in der seitlichen Draufsicht ein U-förmiges Profil ergibt. Damit wird eine zweite Auflage, deren Stützabschnitt für den Taster V-förmig gestaltet sein kann, in einen bestimmten Abstand erreicht und die Fixierung des Tasterstiftes optimal.

Da es gelegentlich erforderlich ist, die Wechselvorrichtung auszutauschen, wird nach einer weiteren bevorzugten Ausführung im Fußbereich ein Absatz vorgesehen, der einer reziprok dazu gestalteten Fußplatte, die am Drehtisch befestigt sein kann, gegenübersteht. Die Befestigung dieser beiden Teile erfolgt dabei über eine Schraube. Damit wird eine genaue Positionierung und Verbindung erreicht, die eine leichte Montage und Demontage ermöglicht.

Die Erfindung wird anhand von drei Figuren näher erläutert.

Fig. 1 zeigt einen Teilquerschnitt durch eine Wechselvorrichtung mit Tasteraufnahme;

Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf die Wechselvorrichtung aus der Richtung der Tasteraufnahme;

Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf die Wechselvorrichtung von oben.

Die in Fig. 1 dargestellte Tasteraufnahme 1 eines Meßsystems besitzt eine bekannte Form. Radial einseitig ist ein Tasterhalter 1&min; vorgesehen, dem eine Haltefeder 2 gegenübersteht. Mit Hilfe dieser Teile 1&min; und 2 wird dann der hier nur angedeutete Tasterstift 3 gehalten und über die ersten Querstifte 4 in einer Quernut 1&min;&min; des Halters 1&min; fixiert.

Die Wechselvorrichtung besteht aus einem Abstreifer 5, einem Einschieber 6, einer Fußplatte 7, einer Grundplatte 8 und einem Stützschenkel 9, der zusammen mit der Fußplatte 7 eine etwa U-förmige Gestalt ergibt.

Wenn nun beispielsweise der Tasterstift 3 aus der Tasteraufnahme 1 abgelegt werden soll, dann wird durch eine einsprechende Bewegung des Meßsystems in X- und/oder Z-Richtung der Tasterstift 3 in der in Fig. 1 gezeigten waagerechten Lage in der Wechselvorrichtung angeordnet. Dabei ist ein um 90° zum ersten Querstift 4 angeordneter zweiter Querstift 10 von großer Bedeutung. Die Bewegung des Meßsystems muß nämlich so erfolgen, daß dieser Stift 10 in einer am Abstreifer 5 angebrachten, oben offenen Doppelnut 11, die in Fig. 3 besser erkennbar ist, eingeführt wird. Diese Doppelnut (11) ergibt sich dadurch, daß, wie Fig. 2 zeigt, der Taster 3 in einer rechteckigen Längsnut 5&min; fixiert wird. Beim Wegziehen der Aufnahme 1 bleibt dann der Tasterstift 3 in der Doppelnut 11 hängen. Es wird damit abgelegt, wobei er auf seiner anderen Seite in einer Aussparung des Stützschenkels 9 aufliegt.

Damit nun beim Erfassen des Tasterstiftes 3 durch die Aufnahme 1 ein Herausdrücken des Stiftes 10 aus der Doppelnut 11 mit Sicherheit vermieden wird, ist eine Nase 12 vorgesehen, die hier an einem die Doppelnut 11 abschließenden Einschieber 6 angeformt ist, der wiederum am Abstreifer 5 befestigt ist. Der Einschieber 6 ist dabei elastisch ausgebildet, damit die Gefahr von Beschädigungen der Teile vermieden wird. Die Entnahme des Tasterstiftes 3 erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.

Damit keine Beschädigung der Teile 1, 5 und 6 erfolgt, ist weiterhin am Abstreifer 5 ein Endschalter 13 angebracht, der erforderlichenfalls die Bewegung des Meßsystems abschaltet.

Im unteren Bereich der Wechselvorrichtung ist an der Fußplatte 7 ein Absatz 7&min; vorgesehen, der einer reziprok dazu gestalteten Grundplatte 8 gegenübersteht. Dadurch wird der manchmal gewünschte Austausch der Wechselvorrichtung erleichtert, denn durch den Absatz 7&min; erfolgt eine schnelle und genaue Fixierung der Teile 7 und 8 aneinander. Beide werden dann über eine unter einen Winkel von 45° geneigten Schraube 14 miteinander verbunden.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum automatischen Wechseln von Tasterstiften, insbesondere bei Formmeßmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Abstreifer (5) mit einer quer zur Längsnut (5&min;) angeordneten und nach oben offenen Doppelnut (11) vorgesehen ist, in die ein Querstift (10) des waagerecht angeordneten Tasterstifts (3) eingreift.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Öffnung der Doppelnut (11) teilweise eine Nase (12) hineinragt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Abstreifer (5) ein Endschalter (13) vorgesehen ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Abstreifer (5) ein Einschieber (6) befestigt ist, der elastisch ausgebildet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselvorrichtung in der seitlichen Draufsicht ein U-förmiges Profil besitzt, wobei ein Schenkel vom Abstreifer (5) und der andere von einem Stützschenkel (9) gebildet wird.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, 3, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der Fußplatte (7) der Wechelvorrichtung ein Absatz (7&min;) vorgesehen ist, der einer reziprok dazu gestalteten Grundplatte (8) gegenübersteht, wobei beide Teile (7 und 8) über eine Schraube (14) unter ca. 45° miteinander verbunden sind.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com