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Dokumentenidentifikation EP0331101 27.02.1992
EP-Veröffentlichungsnummer 0331101
Titel Federbein für Kranfahrzeuge.
Anmelder Fried. Krupp GmbH, 4300 Essen, DE
Erfinder Batek, Dipl.-Ing., Peter, W-4006 Erkrath 2, DE;
Weiskopf, Dipl.-Ing., Hans, W-4010 Hilden, DE
DE-Aktenzeichen 58900712
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument De
EP-Anmeldetag 28.02.1989
EP-Aktenzeichen 891034761
EP-Offenlegungsdatum 06.09.1989
EP date of grant 15.01.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.02.1992
IPC-Hauptklasse B60G 11/26
IPC-Nebenklasse B60G 17/04   B66C 9/10   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Federbein mit einem an dem Rahmen eines Kranfahrzeugs angeordneten äußeren Führungsgehäuse und einem axial und rotatorisch relativ zu diesem bewegbaren Stützelement, wobei zwischen dem Führungsgehäuse und dem Stützelement ein hydraulischer Druckraum vorhanden ist.

An Muldenkippern sind Federbeine bekannt, bei denen ein äußeres Führungsgehäuse als oben geschlossener Hydraulikzylinder ausgebildet ist. In diesem Hydraulikzylinder ist ein Kolben gleitend geführt, dessen relativ starke Kolbenstange im unteren, hydraulisch "offenen", d.h. hydraulisch nicht beanspruchten Teil mechanisch geführt ist. An dem freien Ende der als axial verschiebbares Stützelement dienenden Kolbenstange ist ein Flansch angeordnet, an dem die Radaufhängung befestigt ist.

Bei großen Querkräften, wie sie z.B. beim Bremsen oder beim Fahren über ein Hindernis auftreten, erfährt die Kolbenstange ein Biegemoment, das den Kolben aus seiner axialen Ausrichtung zu bringen versucht. Dabei kann es zu Verkantungen des Kolbens, die sein Gleiten innerhalb des Zylinders erschweren, und zu erhöhten Leckverlusten kommen.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Federbein zu schaffen, bei dem die erwähnten Nachteile mit einfachen Mitteln vermieden werden. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Druckraum durch einen innerhalb des Stützelements angeordneten Hydraulikzylinder gebildet und durch einen axial und rotatorisch fest mit dem Führungsgehäuse verbundenen Kolben verschlossen ist.

Da der hydraulische Druck nunmehr ausschließlich im Innern des Stützelements aufgebracht wird, ergeben sich beim Führungsgehäuse keine Probleme mit Leckverlusten.

Da der Kolben kleiner sein muß als der Außendurchmesser des Führungselements ergibt sich gegenüber dem Stand der Technik eine verhältnismäßig kleine Kolbenfläche, so daß - wenn auch unter Inkaufnahme von einem höheren Druck - bei gleicher Relativbewegung zwischen dem Stützelement und dem Führungsgehäuse eine geringere Menge an Hydraulikmedium verdrängt werden muß.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben. So gibt der Anspruch 2 eine besonders einfache und damit robuste Ausführungsform eines Federbeins an. Beim Anspruch 3 ergibt sich der besondere Vorteil, daß der Hydraulikzylinder im Fall eines Defekts einfach ausgewechselt und durch einen neuen ersetzt werden kann.

Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung sind in der Zeichnung teilweise schematisch dargestellt und werden im folgenden näher erläutert.

Es zeigen:

  • Fig. 1 ein an einem Kranfahrgestell befestigtes Federbein im Längsschnitt und
  • Fig. 2 ein anderes Ausführungsbeispiel eines Federbeins im Längsschnitt.

Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist an dem Fahrzeugrahmen 1 eines Straßenkrans ein Federbein 2 angeordnet. Dieses besteht aus einem an dem Fahrzeugrahmen 1 befestigten hohlzylindrischen Führungsgehäuse 3, in dem ein zylindrisches Stützelement 4 gleit- und drehbar geführt ist. Zum Übertragen von z.B. durch Bremsen hervorgerufene Querkräfte sind ringförmige Führungselemente 5 in dem Führungsgehäuse 3 aus z.B. Bronze oder Kunststoff vorgesehen.

Das Stützelement 4 ist an seinem äußeren Ende mit einem Flansch 6 versehen, an dem eine sog. Achsschenkelglocke oder ein Radträger 7 zur Aufnahme eines der Räder 8 des Krans befestigt ist. Außerdem ist an dem Flansch 6 ein Lenkhebel 9 befestigt, der mit einem nicht näher dargestellten Lenkgestänge verbunden ist. Das Stützelement 4 ist innen als Hohlzylinder 10 ausgebildet, in dem sich ein Kolben 11 befindet. Die Kolbenstange 12 des Kolbens 11 weist von dem Flansch 6 weg und ist mit dem an dem geschlossenen Ende des Führungsgehäuses 3 befestigten Deckel bzw. Boden 13 fest verbunden, d.h. axial und rotatorisch gegen das Führungsgehäuse 3 unbeweglich angeordnet.

Die zwischen dem Flansch 6 und dem Kolben 11 befindliche Zylinderkammer 14 stellt einen in sich geschlossenen Druckraum des Hydraulikzylinders 10 bzw. des Federbeins 2 dar und ist über eine durch den Kolben 11 und die Kolbenstange 12 gehende Bohrung 15 und eine Leitung 16 mit einem Hydro- oder Druckspeicher 17 verbunden. Die Kolbenstange 12 ist von einer weiteren Bohrung 18 durchsetzt, die einerseits mit der Zylinderkammer 24 über dem Kolben 11 verbunden ist und andererseits mit einer anderen Versorgungsleitung oder alternativ mit dem Druckspeicher 17 in Verbindung stehen oder - zum Blockieren der Relativbewegung des Stützelements 4 gegenüber dem Führungsgehäuse 3 bzw. dem Kolben 11 - unter Abschaltung des Druckspeichers 17 unmittelbar mit der unteren Zylinderkammer 14 verbunden sein kann.

Der hydraulische Druck im Druckraum 14 ist im wesentlichen gleich dem im Druckspeicher 17 eingestellten Druck. Bei einer Vergrößerung der Last bzw. bei einem von unten während der Fahrt auf das Rad 2 ausgeübten Stoß schiebt sich das Führungsgehäuse 3 weiter auf das Stützelement 4 auf bzw. taucht das Stützelement 4 tiefer in das Gehäuse 3 ein, wodurch der Druckraum 14 verkleinert wird. Dadurch wird Hydraulikmedium aus dem Druckraum 14 durch die Bohrung 15 teilweise in Richtung auf den Druckspeicher 17 verdrängt, in dem der hydraulische Druck gegenüber dem eingestellten Druck entsprechend ansteigt, so daß die Relativbewegung zwischen dem Stützelement 4 und dem Führungsgehäuse 3 im Rahmen des hydraulischen Gleichgewichts begrenzt wird.

Um eine stoßartige Relativbewegung zu vermeiden, ist in der zum Druckspeicher 17 führenden Leitung 16 eine einstellbare Drossel 19 eingebaut.

Zum Anheben des Rades 8 bei abgestütztem Fahrgestell wird die über dem Kolben 11 befindliche Zylinderkammer 24 druckbeaufschlagt und die Zylinderkammer 14 druckentlastet.

Bei dem Federbein 102 gemäß Fig. 2 ist das Führungsgehäuse 103 im wesentlichen unverändert ausgeführt. Das Stützelement 104 ist jedoch zweiteilig ausgebildet und weist ein äußeres Führungsrohr 120 und einen darin befindlichen Hydraulikzylinder 121 auf, wobei das Führungsrohr 120 und der Hydraulikzylinder 121 lösbar miteinander verbunden sind. Der Kolben 111 befindet sich wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 innerhalb des Hydraulikzylinders 121. Die nicht weiter beschriebenen Einzelteile des Federbeins 102 weisen in der Zeichnung ein gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ein um 100 höheres Bezugszeichen auf (z.B. Führungselement 105 statt 5).

Für das Verständnis der Erfindung nicht notwendige Teile wie z.B. eine Druckmittelquelle zum Ergänzen von hydraulischen Leckverlusten sind in der Zeichnung nicht dargestellt.


Anspruch[de]
  • 1. Federbein mit einem an dem Rahmen eines Kranfahrzeugs angeordneten äußeren Führungsgehäuse und einem axial und rotatorisch relativ zu diesem bewegbaren Stützelement, wobei zwischen dem Führungsgehäuse und dem Stützelement ein hydraulischer Druckraum vorhanden ist,

    dadurch gekennzeichnet, daß der Druckraum (14; 114) durch einen innerhalb des Stützelements (4; 104) angeordneten Hydraulikzylinder (10; 110) gebildet und durch einen axial und rotatorisch fest mit dem Führungsgehäuse (3; 103) verbundenen Kolben (11; 111) verschlossen ist.
  • 2. Federbein nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hydraulikzylinder (10) durch das Stützelement (4) selbst gebildet ist.
  • 3. Federbein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hydraulikzylinder (110) als separate Einheit (121) in das Stützelement (104, 120) einsetzbar ist.
  • 4. Federbein nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hydraulikzylinder (10; 110) als doppeltwirkender Zylinder ausgebildet ist.






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