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Dokumentenidentifikation DE4127434A1 12.03.1992
Titel Werkzeughalterung
Anmelder Joy Technologies Inc., Pittsburgh, Pa., US
Erfinder O'Neill, Michael L., Lucinda, Pa., US
Vertreter Kern, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 19.08.1991
DE-Aktenzeichen 4127434
Offenlegungstag 12.03.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.03.1992
IPC-Hauptklasse E21C 3/34
Zusammenfassung Im Rahmen der Erfindung ist eine Werkzeughalterung vorgesehen, welche an der Schneidtrommel eines Bergabbaugerätes befestigt werden kann. Der Werkzeughalter selbst besitzt einen Fußansatz sowie einen Hauptkörper. Letzterer ist mit einer Längsbohrung versehen, innerhalb welcher eine Hülse einsetzbar ist. Diese Hülse besitzt ebenfalls eine Längsbohrung, innerhalb welcher ein Schneidwerkzeug drehbar gelagert ist. Die Hülse und der Werkzeughalter sind derart konstruiert, daß die winkelmäßige Position der Hülse in bezug auf die gemeinsame Längsachse der Längsbohrung innerhalb der Hülse in einer von mehreren diskreten Positionen fixierbar ist. Zusätzlich sind die Hülse und der Werkzeughalter so aufgebaut, daß die Hülse in bezug auf die Längsachse der Längsbohrung in eine andere Position verschwenkt werden kann, worauf eine erneute Positionsarretierung vorgenommen wird.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Werkzeughalterung, insbesondere für Bergabbaugeräte gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

In der Bergbauindustrie und anderen Anwendungen, bei welchen harte Materialien geschnitten werden müssen, gelangen Gerätschaften zum Einsatz, welche eine in vertikaler Richtung bewegbare rotierende Schneidtrommel aufweisen, an deren Außenfläche Schneidwerkzeuge befestigt sind. Bei der Rotation der Schneidtrommel und der Bewegung der Gerätschaft in Bezug auf das zu schneidende Material wird dasselbe entfernt, so daß es weiterverarbeitet werden kann.

Während des Abbauvorgangs werden die Schneidwerkzeuge und ihre Werkzeughalter bekanntlich sehr hohen Belastungen ausgesetzt. Diese Belastungen erfolgen dabei sowohl in axialer, vertikaler wie auch Querrichtung in Bezug auf das Schneidwerkzeug. Bei normalen Abbauvorgängen müssen die Schneidwerkzeuge auf Grund Abnutzung oder Bruch sehr häufig ausgetauscht werden, wobei es sich zeigt, daß ein derartiger Austausch praktisch täglich durchzuführen ist. Auf Grund dieses Umstandes besteht vielfach der Wunsch nach sehr leicht austauschbaren Schneidwerkzeugen, welche aus ihren Werkzeughaltern mit einem minimalen Arbeitsaufwand entfernt werden können.

Da die Werkzeughalter nicht die primären Träger der Materialentfernung von der Abbaufläche darstellen, weisen dieselben in der Regel eine längere Lebensdauer auf. Es sind demzufolge bereits der Aufnahme von Schneidwerkzeugen dienende Werkzeughalter bekannt, welche von außen her an einer Schneidtrommel befestigt werden können. Die dabei zum Einsatz gelangenden Werkzeughalter sind jedoch ebenfalls gewissen Abnutzungs- und Brucherscheinungen ausgesetzt, so daß dieselben in Zeitintervallen von etwa 2 bis 6 Monaten ausgetauscht werden müssen.

Der Austausch der Werkzeughalter führt jedoch zu erheblichen Kosten und entsprechenden Stillstandszeiten des betreffenden Abbaugerätes. Es sind demzufolge bereits Werkzeughalterungen bekannt, welche zwischen dem eigentlichen Werkzeughalter und dem Schneidwerkzeug eine austauschbare Hülse aufweisen. Der Einsatz derartiger Hülsen vergrößert die Lebensdauer der Werkzeughalter, indem die an denselben auftretenden Abnutzungserscheinungen reduziert werden. Innerhalb der Werkzeughalter sind diese Hülsen entweder frei drehbar oder in Bezug auf den Werkzeughalter positionsmäßig fixiert. Frei drehbare Hülsen besitzen dabei eine längere Lebensdauer, weil eine gleichmäßige Abnutzung jener Oberflächen auftreten, die mit der Abbaufläche in Berührung gelangen. Derartige drehbare Hülsen führen jedoch zu Abnutzungserscheinungen der Werkzeughalter, innerhalb welcher sie rotieren. Man stand somit bisher vor der Wahl, entweder rotierende Hülsen zu verwenden, welche selber eine längere Lebensdauer aufweisen, jedoch bei dem Werkzeughalter selbst größere Abnutzungen hervorrufen, oder nicht drehbare Hülsen einzusetzen, bei welchen die Abnutzungen an dem Werkzeughalter geringer sind, jedoch einen häufigeren Austausch der Hülsen erforderlich machen.

In diesem Zusammenhang sei auf eine mit dem gleichen Datum eingereichte entsprechende Patentanmeldung verwiesen, welche ebenfalls eine derartige Werkzeughalterung zum Gegenstand hat.

Unter Berücksichtigung dieses Standes der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Werkzeughalterung, insbesondere für Bergabbaugeräte zu schaffen, bei welcher die Lebensdauer sowohl des Werkzeughalters selbst als auch der darin eingesetzten Hülsen verbessert wird.

Erfindungsgemäß wird dies durch Vorsehen der im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 aufgeführten Merkmale erreicht.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich anhand der Unteransprüche.

Im Rahmen der Erfindung gelangt eine Werkzeughalterung zum Einsatz, welche an einer drehbaren Trommel oder einem Schneidelement eines Bergabbaugeräts befestigt ist. Diese Werkzeughalterung besteht dabei aus einem Werkzeughalter, der aus einem Hauptkörper und einem Fußansatz besteht. Der Hauptkörper besitzt eine Längsbohrung, innerhalb welcher eine Hülse eingesetzt ist. Diese einstückig ausgebildete Hülse besitzt einen Hauptteil sowie einen am einen Ende vorgesehenen Ringansatz. Diese Hülse weist eine Längsbohrung auf, innerhalb welcher der Schaft eines Schneidwerkzeugs drehbar gelagert ist. Gemäß der Erfindung sind die Hülse und der Werkzeughalter derart konstruiert, daß die winkelmäßige Position der Hülse in Bezug auf den Hauptkörper in einer von mehreren diskreten Positionen entlang einer gemeinsamen Achse der Längsbohrung fixiert werden kann. Die Anordnung ist dabei derart getroffen, daß die Hülse in Bezug auf den Hauptkörper des Werkzeughalters in eine andere Winkelposition gebracht werden kann, worauf eine Fixierung in derselben stattfindet.

Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung weist der an der Hülse vorgesehene Kragen eine Mehrzahl von Rastbohrungen auf, während die Anlagefläche des Werkzeughalters mit einem entsprechenden Arretierzapfen versehen ist. Solange dieser Arretierzapfen in einem der Rastbohrungen eingesetzt ist, kann der Kragen nicht rotieren. Um die Hülse zu verdrehen, muß dieselbe aus dem Hauptteil des Werkzeughalters abgezogen werden, so daß der Arretierzapfen gegenüber den Rastbohrungen frei ist. Die Hülse kann dann derart verschwenkt werden, daß der Arretierzapfen in einer anderen Rastbohrung zum Einrasten gelangt, wodurch die Hülse in Bezug auf die Achse der Bohrung innerhalb des Werkzeughalters fixiert ist.

Bei einer zweiten Ausführungsform der Erfindung weist der Kragen eine Mehrzahl von Rastflächen auf, während der Hauptkörper des Werkzeughalters eine Arretierfläche aufweist, die mit einer der Rastflächen in Eingriff gelangt, so daß eine Rotation der Hülse verhindert ist. Die Hülse kann jedoch rotiert werden, indem dieselbe aus dem Hauptkörper des Werkzeughalters gezogen wird, so daß die Arretierfläche gegenüber den Rastflächen frei ist. Die Hülse kann dann verschwenkt werden, so daß eine andere Rastfläche in den Eingriff mit der Arretierfläche gelangt und eine Fixierung erfolgt.

Bei einer dritten Ausführungsform der Erfindung ist der Hauptkörper der Hülse mit einer Mehrzahl von Rastnuten versehen, welche im Bereich des Endes der Hülse auf der gegenüberliegenden Seite des Kragens angeordnet sind. Der Hauptkörper des Werkzeughalters besitzt hingegen eine der Aufnahme eines Klemmstiftes dienende Bohrung. Wenn diese Bohrung gegenüber einer der Rastnuten ausgerichtet ist, kann der Klemmstift in die Bohrung und die betreffende Rastnut eingesetzt werden, wodurch die Position der Hülse fixiert wird. Um die Hülse zu verdrehen, muß der betreffende Klemmstift entfernt und die Hülse so weit verschwenkt werden, bis eine andere Rastnut gegenüber der Bohrung ausgerichtet ist. Der Klemmstift wird dann erneut eingesetzt, wodurch die Hülse positionsmäßig fixiert wird.

Bei einer vierten Ausführungsform der Erfindung weist der Hauptkörper der Hülse einen polygonalen Querschnitt auf. Die innerhalb des Hauptkörpers des Werkzeughalters angeordnete Längsbohrung besitzt einen entsprechenden Querschnitt, so daß in diese Längsbohrung der Hauptkörper der Hülse eingesetzt werden kann. Je nach der gewählten Querschnittskonfiguration kann demzufolge die Hülse in einer bestimmten Anzahl von diskreten Winkelpositionen in die entsprechende Längsbohrung eingesetzt werden.

Im Rahmen der Erfindung ergibt sich eine Lösung des vorhandenen Problems bei Werkzeughalterungen für Bergabbaugeräte. Im Rahmen der Erfindung ist ein Werkzeughalter in Verbindung mit einer Hülse vorgesehen, wobei die Hülse in Bezug auf den Werkzeughalter fixiert werden kann. Diese Hülse kann jedoch verdreht und in einer anderen Winkelposition in Bezug auf die gemeinsame Längsachse des Werkzeughalters arretiert werden.

Weitere Einzelheiten der Erfindung sollen in dem Folgenden näher erläutert und beschrieben werden, wobei auf die beigefügte Zeichnung Bezug genommen ist. Es zeigen;

Fig. 1 eine seitliche Ansicht einer Werkzeughalterung gemäß der Erfindung;

Fig. 2 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform der Werkzeughalterung gemäß der Erfindung;

Fig. 3 eine Schnittansicht der Werkzeughalterung gemäß Fig. 2; Fig. 4 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform einer Werkzeughalterung gemäß der Erfindung;

Fig. 5 eine Schnittansicht der Werkzeughalterung von Fig. 4; Fig. 6 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht einer dritten Ausführungsform der Werkzeughalterung gemäß der Erfindung;

Fig. 7 eine Schnittansicht der Werkzeughalterung von Fig. 6;

Fig. 8 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht einer vierten Ausführungsform der Werkzeughalterung gemäß der Erfindung; und

Fig. 9 eine Schnittansicht der Werkzeughalterung von Fig. 8.

Fig. 1 zeigt schematisch eine Schneidtrommel 10 eines Bergbaugerätes, an welcher mittels eines Werkzeughalters 18 ein Schneidwerkzeug 12 befestigt ist.

Die Schneidtrommel 10 wird dabei in Richtung des Pfeiles 16 rotiert. Diese Schneidtrommel 10 ist dabei innerhalb des Bergabbaugerätes drehbar gelagert und gleichzeitig vertikal verschiebbar, während das Bergabbaugerät selbst entsprechend Fig. 1 von links nach rechts bewegbar ist. Die Schneidtrommel 10 trägt eine Mehrzahl von Schneidwerkzeugen 12. In der folgenden Beschreibung soll jedoch nur ein einziges Schneidwerkzeug 12 in Verbindung mit dem entsprechenden Werkzeughalter 18 beschrieben werden.

Der Werkzeughalter 18 kann direkt oder indirekt an der Schneidtrommel 10 befestigt sein. Innerhalb des Werkzeughalters 18 ist eine Hülse 50 eingesetzt.

Entsprechend Fig. 2 besitzt das Schneidwerkzeug 12 bekannter Bauweise einen mittleren zylindrischen Schaft 24, welcher an dem einen Ende einen verdickten konischen Kopf 26 aufweist, so daß im Übergangsbereich eine Ringschulter 28 zustandekommt. Entlang der mittleren Achse 29 ist am einen Ende des Schneidwerkzeugs 12 eine harte Schneidspitze 30 vorgesehen, welche aus einem harten und an sich bekannten Material besteht. Am anderen Ende des Schneidwerkzeugs 12 ist eine Ringnut 32 vorgesehen, was zur Ausbildung einer Ringschulter 34 führt. In diese Ringnut 32 kann ein nicht dargestellter Rückhaltering eingesetzt werden, um ein herausfallendes Schneidwerkzeug 12 in axialer Richtung zu verhindern.

Bei der in den Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsform weist der Werkzeughalter 18 einen Hauptkörper 38 auf, an welchem ein Fußansatz 40 angesetzt ist. Dieser Fußansatz 40 wird entweder durch Schweißen oder Festklemmen oder indirekt mit Hilfe eines nicht dargestellten Befestigungsblockes an der Schneidtrommel 10 befestigt. Der einstückig an dem Fußansatz 40 angeformte Hauptkörper 38 ist mit einer Längsbohrung 32 versehen, in welche die Hülse 50 einsetzbar ist. Der Hauptkörper 38 besitzt zwei Enden, nämlich ein der Drehrichtung abgewandtes rückwärtiges Ende 39 und ein der Drehrichtung zugekehrtes vorderes Ende 41. Der Hauptkörper 38 besitzt eine ringförmige Auflagefläche 44, welche vorzugsweise senkrecht zu der Längsachse 46 der Längsbohrung 42 verläuft. Die betreffende ringförmige Auflagefläche 44 kann jedoch ebenfalls konisch ausgelegt sein, in welchem Fall ein gewisser Winkel gegenüber der Längsachse 46 auftritt. Die Achse 46 verläuft dabei koaxial zu der mittleren Achse 29 des Schneidwerkzeugs 12.

Die Hülse 50 besteht aus einem ringförmigen Hauptteil 52, welches koaxial zu der Längsachse 46 ausgelegt ist. Die Hülse 50 weist fernerhin einen Ringansatz 54 auf, durch welchen eine innenliegende Ringfläche 56 und eine außenliegende Ringfläche 58 gebildet werden. Die innenliegende Ringfläche 56 des Kragens 54 bildet dabei eine Schulterfläche, auf welcher die ringförmige Auflagefläche 44 des Schneidwerkzeugs 12 zum Aufliegen gelangt. Am gegenüberliegenden Ende des Kragens 54 weist die Hülse 50 eine Ringnut 74 auf. Wenn die Hülse 50 in die Längsbohrung 42 des Werkzeughalters 18 eingeschoben ist, wird mit Hilfe eines in die Ringnut 74 eingesetzten Klemmringes 36 die Hülse positionsmäßig fixiert, so daß dieselbe in axialer Richtung nicht herausfallen kann. Die außenliegende Ringfläche 58 des Ringansatzes 54 besitzt dabei einen konischen Flächenbereich 60 und einen flachen Flächenbereich 62.

Der Hauptteil 52 des Werkzeughalters 18 besitzt eine Längsbohrung 64, welche koaxial zu der Längsachse 46 verläuft. Innerhalb dieser Längsbohrung 64 kann das Schneidwerkzeug 12 drehbar eingesetzt werden, weil der Außendurchmesser des Schaftes 24 des Schneidwerkzeugs 12 geringfügig kleiner als der Außendurchmesser der Längsbohrung 64 ist. Die Bohrung 64 hält demzufolge den Schaft 24, während gleichzeitig eine Rotation entlang der mittleren Achse 29 möglich ist, um auf diese Weise einen ungleichmäßigen Verschleiß der Schneidspitze 30 sowie des konischen Kopfes 26 des Schneidwerkzeugs 12 zu verhindern. Die Ringschulter 28 des Schneidwerkzeugs 12 liegt dabei auf dem flachen Flächenbereich 62 auf, wodurch das Schneidwerkzeug 12 in axialer Richtung innerhalb der Längsbohrung 64 positioniert wird, während gleichzeitig die Schneidkräfte auf die Hülse 50 übertragen werden.

Gemäß Fig. 2 weist der Ringansatz 54 der Hülse 50 eine Mehrzahl von Rastbohrungen 70 auf, welche im wesentlichen parallel zu der Mittelachse 29 des Schneidwerkzeugs 12 verlaufen. Die ringförmige Auflagefläche 44 des Werkzeughalters 18 ist fernerhin mit einem Arretierzapfen 72 versehen, dessen Durchmesser geringfügig kleiner als der Durchmesser der Rastbohrungen 70 ist. Die Hülse 50 wird dabei derart in die Längsbohrung 42 des Werkzeughalters 18 eingesetzt, daß der Arretierzapfen 72 innerhalb einer der Rastbohrungen 70 zu liegen gelangt. Auf diese Weise wird verhindert, daß die Hülse 50 innerhalb des Hauptkörpers 38 des Werkzeughalters 18 rotieren kann. Um jedoch eine derartige Rotation der Hülse 50 zu erreichen, muß der Klemmring 36 entfernt werden, worauf die Hülse 50 derart aus dem Hauptkörper 38 des Werkzeughalters 18 herausgezogen wird, daß der vorgesehene Arretierzapfen 72 gegenüber der Rastbohrung 70 freikommt. Die Hülse 50 kann dann um ihre Achse 46 verschwenkt werden, worauf erneut ein Einschieben in die Längsbohrung 42 vorgenommen wird, wobei der Arretierzapfen 72 innerhalb einer anderen Rastbohrung 70 zu liegen gelangt. Die Hülse 50 kann auf diese Weise an einer Rotation gehindert werden.

Bei der in den Fig. 4 und 5 dargestellten zweiten Ausführungsform der Erfindung sind die entsprechenden Elemente im Vergleich zu der Ausführungsform der Fig. 2 und 3 mit entsprechenden Bezugszeichen versehen, deren Wert jedoch um "100" erhöht worden ist. Der Werkzeughalter 118 besitzt demzufolge einen Hauptkörper 138 und einen Fußansatz 140. Der Fußansatz 140 ist entweder direkt oder indirekt mit Hilfe eines nicht dargestellten Befestigungsblockes an der Schneidtrommel 10 befestigt. Der einstückig an dem Fußansatz 140 angesetzte Hauptkörper 138 weist eine Längsbohrung 142 für die Aufnahme der Hülse 150 auf. Der Hauptkörper 138 besitzt zwei Enden mit einem der Drehrichtung der Schneidtrommel 10 abgewandten hinteren Ende 138 und einem der Drehrichtung zugewandten vorderen Ende 141. Der Hauptkörper 138 besitzt eine ringförmige Auflagefläche 144, welche vorzugsweise senkrecht zur Längsachse 146der Längsbohrung 142 verläuft. Diese Auflagefläche 144 kann jedoch ebenfalls als konische Fläche ausgebildet sein, welche einen spitzen Winkel gegenüber der Längsachse 146 bildet, die wiederum koaxial zu der mittleren Achse 29 des Schneidwerkzeugs 12 verläuft.

Die Hülse 150 besitzt einen axial zu der Längsachse 146 verlaufenden Hauptteil 152 sowie einen Ringansatz 154, der eine innenliegende Ringfläche 156 und eine außenliegende Ringfläche 158 bildet. Die innenliegende Ringfläche 156 des Ringansatzes 154 bildet eine Schulter, auf welcher die ringförmige Auflagefläche 144 des Werkzeughalters 118 zum Aufliegen gelangt. Auf der gegenüberliegenden Seite des Ringansatzes 154 weist die Hülse 150 eine Ringnut 174 auf. Wenn die Hülse 150 in die Längsbohrung 142 eingesetzt ist, wird die Hülse 150 mit Hilfe eines Klemmringes 136 positionsmäßig fixiert, so daß sie in axialer Richtung nicht herausfallen kann. Die außenliegende Ringfläche 158 des Ringansatzes 154 besteht aus einem konischen Flächenbereich 160 und einem flachen Flächenbereich 162.

Der Hauptkörper 152 weist eine Längsbohrung 164 auf, welche koaxial zu der Längsachse 146 verläuft. Innerhalb dieser Längsbohrung 164 ist das Schneidwerkzeug 12 drehbar gelagert. Der Durchmesser des Schaftes 24 des Schneidwerkzeugs 12 ist dabei geringfügig kleiner als der der Längsbohrung 164. Die Längsbohrung 164 hält demzufolge den Schaft 24, während gleichzeitig eine Drehung um die Längsachse 29 möglich ist, um auf diese Weise eine ungleichmäßige Abnutzung der Schneidspitze 30 des Schneidwerkzeugs 12 zu verhindern. Die Ringschulter 28 des Schneidwerkzeugs 12 liegt auf dem flachen Flächenbereich 162 auf, so daß auf diese Weise das Schneidwerkzeug 12 in axialer Richtung innerhalb der Längsbohrung 164 gehalten ist und auf diese Weise Schneidkräfte übertragen werden können.

Gemäß der Erfindung weist der Ringansatz 154 eine Mehrzahl von Rastflächen 178 auf, während der Fußansatz 140 des Werkzeughalters 118 im Bereich der ringförmigen Auflagefläche 144 mit einer Arretierfläche 180 versehen ist. Die Hülse 150 wird derart in die Längsbohrung 142 eingesetzt, daß eine der Rastflächen 178 der Hülse 150 gegenüber der Arretierfläche 180 ausgerichtet ist. Die Hülse 150 kann jedoch um ihre Längsachse 146 rotiert werden, indem der Klemmring 136 entfernt wird und die Hülse 150 aus dem Hauptkörper 138 so weit herausgezogen wird, daß die Arretierfläche 180 eine Rotation der Hülse 150 nicht verhindert. Eine zweite Rastfläche 178 wird dann gegenüber der Arretierfläche 180 ausgerichtet und die Hülse 150 erneut in die Längsbohrung 142 eingeschoben, um eine Rotation der Hülse 150 zu verhindern.

Eine dritte Ausführungsform der Erfindung ist in den Fig. 6 und 7 gezeigt, in welcher gleiche und ähnliche Elemente wie bei der Ausführungsform der Fig. 2 und 3 mit entsprechenden Bezugszeichen versehen sind, die allerdings um den Zahlenwert "200" erhöht sind. Der Werkzeughalter 218 besitzt demzufolge einen Hauptkörper 238 und einen Fußansatz 240. Der Fußansatz 240 ist dabei entweder direkt oder indirekt mit Hilfe eines nicht gezeigten Befestigungsblockes an der Schneidtrommel 10 befestigt. Der einstückig mit dem Fußansatz 240 ausgebildete Hauptkörper 238 besitzt eine Längsbohrung 242 für die Aufnahme einer Hülse 250. Der Hauptkörper 238 besitzt zwei Enden in Form eines der Drehrichtung der Schneidtrommel 10 abgewandten rückwärtigen Ende 239 und einem der Drehrichtung zugewandten vorderen Ende 241. Der Hauptkörper 238 besitzt eine ringförmige Auflagefläche 241, welche vorzugsweise senkrecht zu der Längsachse 246 der Längsbohrung 242 verläuft. Diese ringförmige Auflagefläche 244 kann jedoch ebenfalls konisch ausgebildet sein, in welchem Fall ein spitzer Winkel in Bezug auf die Längsachse 246 auftritt, die selbst wiederum koaxial zu der mittleren Achse 29 des Schneidwerkzeugs 12 verläuft.

Die Hülse 250 besitzt einen koaxial zu der Längsachse 246 verlaufenden Hauptteil 252 sowie einen Ringansatz 254, welcher eine innenliegende Ringfläche 256 und eine außenliegende Ringfläche 258 bildet. Die innenliegende Ringfläche 256 des Ringansatzes 254 bildet eine Schulter, welche auf der ringförmigen Auflagefläche des Werkzeughalters 218 zum Aufliegen gelangt. Die außenliegende Ringfläche 258 des Ringansatzes 254 besteht fernerhin aus einem konischen Flächenbereich 260 und einem flachen Flächenbereich 262.

Der Hauptteil 252 der Hülse 250 weist eine Längsbohrung 264 auf, welche koaxial zu der Längsachse 246 verläuft. Innerhalb der Längsbohrung 264 ist ein Schneidwerkzeug 12 drehbar gelagert. Der Durchmesser des Schaftes 24 des Schneidwerkzeugs 12 ist dabei geringfügig kleiner als der der Längsbohrung 264. Diese Längsbohrung 264 hält dabei den Schaft 64 in axialer Richtung, während gleichzeitig eine Drehung entlang der Längsachse 29 möglich ist, so daß auf diese Weise ein ungleichmässiger Verschleiß der Schneidspitze 30 des Schneidwerkzeugs 12 vermieden ist. Die Ringschulter 28 des Schneidwerkzeugs 12 gelangt auf dem flachen Flächenbereich 262 zu liegen, so daß auf diese Weise das Schneidwerkzeug 12 in axialer Richtung innerhalb der Längsbohrung 264 positioniert ist und Schneidkräfte übertragen werden können.

Gemäß der Erfindung ist der Hauptteil 252 der Hülse 250 am gegenüberliegenden Ende des Ringansatzes 254 mit einer Mehrzahl von querverlaufenden Rastnuten 282 versehen. Die Achsen dieser Rastnuten 282 stehen dabei senkrecht zu der Längsachse 246 und bilden eine Tangente in Bezug auf den Hauptteil 252. Darüber hinaus weist der Hauptkörper 238 des Werkzeughalters 18 im Bereich des gegenüberliegenden Endes in Bezug auf die Auflagefläche 244 eine Bohrung 284 auf, welche quer zur Längsachse 246 verläuft. Wenn die Hülse 250 in die Längsbohrung 242 eingesetzt ist, wird diese Bohrung 284 koaxial in Bezug auf eine der Rastnuten 282 ausgerichtet. In der Folge wird dann in diese Bohrung 284 ein Klemmstift 286 eingesetzt, wodurch eine Drehung der Hülse 250 verhindert wird. In diesem Fall ist kein Klemmring notwendig, weil eine axiale Bewegung der Hülse 250 durch den Klemmstift 286 verhindert wird. Wenn in der Folge eine Verdrehung der Hülse 250 gewünscht ist, muß nur der Klemmstift 286 herausgezogen werden, worauf die Hülse 250 um ihre Längsachse 246 so weit verschwenkt wird, bis eine weitere Rastnut 282 gegenüber der Bohrung 284 ausgerichtet ist. Der Klemmstift 256 kann daraufhin erneut in die Bohrung 284 eingedrückt werden, um eine Rotation der Hülse 250 zu verhindern.

Fig. 8 und 9 zeigen eine vierte Ausführungsform der Erfindung, bei welcher entsprechende Elemente wie bei der Ausführungsform der Fig. 2 und 3 mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, welche jedoch um einen Zahlenwert von "300" erhöht sind. In diesem Sinn weist der Werkzeughalter 318 einen Hauptkörper 338 und einen Fußansatz 340 auf. Dieser Fußansatz 340 ist entweder direkt oder indirekt mit Hilfe eines nicht dargestellten Befestigungsblockes an der Schneidtrommel 10 befestigt. Der einstückig an dem Fußansatz 340 angesetzte Hauptkörper 338 besitzt eine Längsbohrung 342 für die Aufnahme einer Hülse 350. Der Hauptkörper 338 besitzt zwei Enden in Form eines der Drehrichtung der Schneidtrommel 10 abgewandten rückwärtigen Ende 339 und einem der Drehrichtung zugewandten vorderen Ende 341. Der Hauptkörper 338 bildet eine ringförmige Auflagefläche 344, welche vorzugsweise senkrecht zur Längsachse 346 der Längsbohrung 342 verläuft. Diese Auflagefläche 344 kann jedoch ebenfalls konisch ausgebildet sein, in welchem Fall sich ein stumpfer Winkel gegenüber der Längsachse 346 ergibt, die wiederum koaxial zu der mittleren Achse 29 des Schneidwerkzeugs 12 verläuft.

Die Hülse 350 besitzt ein Hauptteil 352, dessen Längsachse koaxial zur Längsachse 346 verläuft. Weiterhin besitzt diese Hülse 350 einen Ringansatz 354, welcher eine innenliegende Ringfläche 356 und eine außenliegende Ringfläche 358 ergibt. Die innenliegende Ringfläche 356 des Ringansatzes 354 bildet eine Schulter, welche auf der ringförmigen Auflagefläche 344 des Werkzeugshalters 318 zum Aufliegen gelangt. Am gegenüberliegenden Ende des Ringansatzes 354 ist innerhalb der Hülse 350 eine Ringnut 374 vorgesehen. Wenn diese Hülse 350 in die Längsbohrung 342 eingesetzt ist, kann mit Hilfe eines Klemmringes 336 die Hülse 350 in Längsrichtung fixiert werden, so daß sie nicht herausfällt. Die außenliegende Ringfläche 358 des Ringansatzes 354 besitzt einen konischen Flächenbereich 360 und einen flachen Flächenbereich 362.

Der Hauptteil 352 der Hülse 350 besitzt eine Längsbohrung 364, welche koaxial zur Längsachse 346 verläuft. Innerhalb dieser Längsachse 364 ist ein Schneidwerkzeug 12 eingesetzt. Der Durchmesser des Schaftes 24 des Schneidwerkzeugs 12 ist dabei geringfügig kleiner als der der Längsbohrung 364. Während der Schaft 24 innerhalb der Längsbohrung 364 in axialer Richtung gehalten ist, kann demzufolge eine Rotation um seine mittlere Achse erfolgen, so daß ein ungleichmäßiger Verschleiß der Schneidspitze 30 des Schneidwerkzeugs 12 verhindert ist. Die Ringschulter 28 des Schneidwerkzeugs 12 liegt dabei auf dem flachen Flächenbereich 362 auf, so daß das Schneidwerkzeug 12 in axialer Richtung innerhalb der Längsbohrung 364 positioniert ist und gleichzeitig Schneidkräfte übertragen werden können.

Gemäß der Erfindung weist der Hauptkörper 352 der Hülse 350 einen nicht kreisförmigen Querschnitt mit einer Mehrzahl von flachen Außenflächen 390 auf. Wie dargestellt, ist der Querschnitt hexagonal ausgebildet. Er kann jedoch die Form eines beliebigen Polygons, beispielsweise quadratisch oder oktagonal, aufweisen. Die Längsbohrung 342 besitzt einen entsprechenden Querschnitt mit geringfügig größerem Durchmesser. Die Hülse 350 kann demzufolge in die Längsbohrung 342 eingesetzt werden, wobei sie an einer Rotation innerhalb der Längsbohrung 342 verhindert ist. Um die Hülse 350 in eine winkelmäßige andere Position in Bezug auf die Längsachse 346 zu bringen, muß dieselbe aus der Längsbohrung 342 herausgezogen und in einer unterschiedlichen Position erneut eingesetzt werden. Am Schluß wird die Hülse 350 gegenüber einer axialen Entfernung mit Hilfe eines Klemmringes 336 fixiert.


Anspruch[de]
  1. 1. Werkzeughalterung zur Aufnahme eines Schneidwerkzeugs mit einem länglichen Schaft und einer im Bereich einer Schneidspitze vorgesehenen Schulter zur Befestigung an einem Schneidelement, welches in einer Schneidrichtung bewegbar ist, bestehend aus:
    1. - einem Werkzeughalter mit einem an dem Schneidelement zu befestigten Fußansatz sowie einem Hauptkörper, welcher eine der Schneidrichtung abgewandte rückwärtiges Ende und ein in Schneidrichtung zugewandtes vordere Ende aufweist, wobei der Hauptkörper eine koaxial in Bezug auf das Schneidwerkzeug verlaufende Längsbohrung aufweist, welche von dem rückwärtigen Ende bis zum vorderen Ende reicht und im Bereich des vorderen Endes eine Auflagefläche bildet, sowie
    2. - eine koaxial zu der mittleren Achse des Schneidwerkzeugs ausgebildete Hülse mit einem in die Längsbohrung am vorderen Ende des Hauptkörpers einschiebbaren Hauptteil sowie einem am Ende der Hülse vorgesehenen Ringansatz, welcher eine innenliegende Ringfläche und eine außenliegende Ringfläche bildet, wobei die innenliegende Ringfläche auf der ringförmigen Auflagefläche zum Aufliegen gelangt und wobei die Hülse eine Längsbohrung besitzt, innerhalb welcher der Schaft des Schneidwerkzeugs derart drehbar gelagert ist, daß der Ringansatz auf der außenliegenden Ringfläche des Ringansatzes zum Aufliegen gelangt,
  2. dadurch gekennzeichnet, daß Elemente (70, 72; 178, 180; 282, 284, 286; 390) vorgesehen sind, mit welchen eine winkelmäßige Positionierung der Hülse (50, 150, 250, 350) in Bezug auf die Längsbohrung (42, 142, 242, 342) des Hauptkörpers (38, 138, 238, 338) um deren gemeinsame Längsachse (46, 146, 246, 346) in einer von mehreren diskreten axialen Winkelpositionen durchführbar ist, wobei die Hülse (50, 150, 250, 350) von dem Hauptkörper (38, 138, 238, 338) entfernbar und in einer anderen der mehreren diskreten Positionen erneut fixierbar ist.
  3. 2. Werkzeughalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente zur lösbaren Fixierung der Winkelposition der Hülse (50) aus einer Mehrzahl von innerhalb des Ringansatzes (54) der Hülse (50) vorgesehenen Rastbohrungen (70) sowie eines innerhalb der Auflagefläche (44) des Hauptkörpers (38) angeordneten Arretierzapfens (72) bestehen, wobei letzterer innerhalb einer der Rastbohrungen (70) zu liegen gelangt (Fig. 2 und 3).
  4. 3. Werkzeughalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente zur lösbaren Fixierung der Winkelposition der Hülse (150) aus einer in der Nähe der Längsbohrung (142) des Hauptkörpers (138) vorgesehenen Arretierfläche (180) sowie einer Mehrzahl von entsprechenden Rastflächen (178) im Bereich des Außenumfanges des Ringansatzes (154) bestehen, von welchen jeweils eine mit der Arretierfläche (180) in Eingriff gelangt (Fig. 4 und 5).
  5. 4. Werkzeughalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur lösbaren Fixierung der Winkelposition der Hülse (250) dienenden Elemente aus einem Klemmstift (286), einer Mehrzahl von innerhalb des Hauptteils (252) der Hülse (250) querverlaufender Rastnuten (282) sowie einer innerhalb des Hauptkörpers (238) des Werkzeughalters (218) vorgesehenen Querbohrung (284) bestehen, wobei der Klemmstift (286) innerhalb der Querbohrung (284) sowie einer der Rastnuten (282) der Hülse (250) zu liegen gelangt (Fig. 6 und 7).
  6. 5. Werkzeughalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptteil (352) der Hülse (350) einen polygonalen Querschnitt mit einer Mehrzahl von flachen Außenflächen (390) aufweist, während die innerhalb des Hauptkörpers (338) des Werkzeughalters (318) vorhandene Längsbohrung (342) einen entsprechenden Querschnitt besitzt, so daß der Hauptteil (352) der Hülse (350) entsprechend der Anzahl von flachen Außenflächen (390) in einer von mehreren unterschiedlichen Winkelpositionen in die Längsbohrung (342) des Hauptkörpers (338) einschiebbar ist (Fig. 8 und 9) .






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