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Dokumentenidentifikation DE3509223C2 07.05.1992
Titel Verfahren zur Modernisierung einer Aufzuggruppensteuerung
Anmelder Elevator GmbH, Baar, CH
Erfinder Ovaska, Seppo, Hyvinkää, FI;
Ekholm, Ralf, Helsinki, FI
Vertreter Zipse, E., Dipl.-Phys., 7570 Baden-Baden; Habersack, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 14.03.1985
DE-Aktenzeichen 3509223
Offenlegungstag 19.09.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.05.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.05.1992
IPC-Hauptklasse B66B 1/18

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Modernisieren der Steueranlage einer Aufzuggruppe, wobei das Gruppensteuersystem die Funktionen der zu renovierenden und mit einem bereits bestehenden, aufzugeigenen Steuersystem verbundenen Aufzüge koordiniert.

Wenn alte Aufzuggruppen modernisiert werden, ist es wünschenswert, Änderungen am Steuersystem eines Aufzugs oder, im Fall großer Gruppen, bei mehreren Aufzügen gleichzeitig durchzuführen, damit der Aufzugbetrieb so wenig wie möglich gestört wird. Auf diese Weise lassen sich lange Wartezeiten vermeiden, die auftreten, wenn aufgrund der außer Betrieb gesetzten Aufzüge die Kapazität der Aufzuggruppe verringert wird.

Da sich ein Abschalten nicht vollkommen vermeiden läßt, besteht die beste Lösung darin, bei der Modernisierung schrittweise so vorzugehen, daß beim ersten Schritt die Leistungsfähigkeit der Gruppensteuerung unter Nutzung der durch neue Techniken gebotenen Möglichkeiten verbessert wird, die so angewandt werden, daß im Gebäude während des Überganges keine Störungen verursacht werden. Gleichzeitig wird der Vorteil der durch die Änderung erreichten Kapazitätserweiterung bestmöglich ausgenutzt.

Es sind Verfahren bekannt, bei denen normale, für neue Häuser bestimmte Steuersysteme benutzt und das Steuersystem der Aufzuggruppe stufenweise so modernisiert wird, daß ein Aufzug oder einige Aufzüge zur gleichen Zeit außer Dienst gestellt werden. Bei solchen Lösungen werden alle Änderungen der Steuerung eines Aufzugs zur gleichen Zeit und im Fall von mehreren Aufzügen ganz oder teilweise parallel durchgeführt. Dabei wird also die neue Gruppensteuerung zur alten Steuerung eingebaut und mit dieser parallel geschaltet, um die bereits modernisierten Aufzüge zu steuern.

Das hat verschiedene Nachteile: die im Gebäude zur Verfügung stehende Förderkapazität ist während der Dauer der Änderungen deutlich herabgesetzt. Bei einer Gruppe von vier Aufzügen, sinkt z. B. die Förderkapazität auf die Hälfte, da meistens zwei Aufzüge gleichzeitig abgeschaltet sind. Dabei ist zu bedenken, daß diese Phase, während der die Förderkapazität wesentlich verringert ist, normalerweise einige Monate dauert.

Ferner hat dies Verfahren noch den nennenswerten Nachteil, daß bei großen Aufzuggruppen, bei denen die Arbeit in mehr als zwei Phasen erfolgt, während der Änderungen eine lange Übergangsperiode entsteht, während der die ganze Aufzuggruppe zwei verschiedenen Gruppensteuerungen unterliegt. Das hat verschiedene Nachteile, nämlich erstens daß die Koordinierung nicht vollständig ist, was zu verringerter Kapazität und längeren Wartezeiten im Vergleich zu der Situation führt, bei der die gleiche Anzahl von Aufzügen zur Verfügung steht, die aber von einer Gruppensteuerung kontrolliert werden. Zweitens stehen unter diesen Umständen auf den Plattformen oder Stockwerken bzw. den Absätzen meistens zwei Sätze von Rufknöpfen zur Verfügung, weil es sich wegen der unterschiedlichen Technik nicht lohnt, die zwei Generationen angehörenden Gruppensteuerungen zeitweilig zusammenzuschließen. Das hat zur Folge, daß Personen, die dann einen Aufzug benutzen möchten, sicherheitshalber ersteinmal den Knopf beider Systeme drücken, so daß beide Gruppensteuerungen einen Aufzug zur betreffenden Rufstelle schicken. Damit wird die Kapazität noch stärker verringert und die Wartezeiten verlängert.

Es sind auch Steuersysteme bekannt, die speziell für Modernisierungsaufgaben und die zugehörigen Modernisierungsverfahren bestimmt sind. Die beruhen auf einem Ersatz der alten Gruppensteuerung durch ein neues System auf Mikrorechnerbasis mit einem leistungsfähigen Mikrorechner, mit dem die zur Steuerung aller alten Aufzüge benötigten Eingangs- und Ausgangsdaten unmittelbar verbunden sind.

Hierzu enthält das Steuersystem eine große Anzahl von Spannungsadaptern, beispielsweise bis zu eintausend Einheiten bei einer Aufzuggruppe mittlerer Größe. Um die für die Änderung nötige Arbeit auf ein Minimum einzuschränken, werden die alten aufzugeigenen Steuer- und Einstelleinrichtungen nur so weit abgeändert, daß die benötigten Signale zwischen dem alten und dem neuen System ausgetauscht werden können. Dies Verfahren hat den Nachteil, daß eine weitere Modernisierung sich als schwierig erweist. Wenn nämlich in der Zukunft die aufzugeigenen Steuerungen durch neue Technik ersetzt werden, müssen die Verbindungen mit der Gruppensteuerung, die bereits geändert wurde, noch einmal geändert werden, weil die Adapterschaltungen für deren Signale zu ihrer Zeit an die Konstruktions- und Betriebsbedingungen angepaßt wurden, die in Steuersystemen mit Relais, Transistoren oder Einzelverknüpfungen üblich waren.

Abgesehen davon, daß die Spannungen in alten Systemen höher sind und daß es sich häufig um Wechselspannungen handelt, sind die Betriebsmethoden wegen der Verwendung elektromechanischen Zubehörs, beispielsweise der Stockwerkswähler stark unterschiedlich. Wenn die Spannung und die Datendefinitionen der Signale alter Konstruktionen in neuen Produkten erhalten bleiben sollen, führt das nicht nur zu technischen Schwierigkeiten und zusätzlichen Kosten, sondern auf lange Sicht auch zu Problemen in der Ersatzteilhaltung und Fachausbildung von Wartungspersonal. Bei der Lösung dieser Schwierigkeiten muß der Konstrukteur ferner Kompromisse eingehen mit der Folge, daß nicht alle Vorteile der modernen Technik genutzt werden können.

Ein weiterer bemerkenswerter Nachteil von ausschließlich zur Modernisierung bestimmten Systemen besteht in ihrer beschränkten verkehrstechnischen Leistung und ihrer mangelnden Flexibilität gegenüber Einzeländerungserfordernissen, die sich z. B. aufgrund geänderter Vorschriften ergeben. Es liegt auf der Hand, daß die Mängel des Grundsystems die gleichen bleiben, da mit den verbesserten Systemen dieser Art noch keine Optimierung der Rufverteilung erzielbar ist. Die Rufverteilungsmethoden sind kompliziert und erfordern zur Entwicklung lange Zeit, so daß es meistens bisher nur üblich war, die Betriebsmethoden der Systeme an denjenigen Stellen zu verbessern, an denen ein Rechner auf einfache Weise eingesetzt werden konnte, um die Prinzipien des bereits benutzten, altmodischen Systems zu verbessern, beispielsweise bestimmte Verkehrsbedingungen und übermäßig lange Wartezeiten zu erkennen und dementsprechend zusätzliche Tätigkeiten durchzuführen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Modernisieren einer Aufzuggruppensteuerung zu schaffen, mit dem die Modernisierung schnell und ohne bzw. mit nur geringer Beeinträchtigung des Betriebs der Aufzuggruppe während der Modernisierung erfolgen kann und durch das individuell variierende Altanlagen an eine moderne Aufzuggruppensteuerung angeschlossen werden können, ohne daß an der Steuerung selbst Änderungen vorgenommen werden müßten.

Erfindungsgemäß wird die gestellte Aufgabe mit einem Verfahren nach Anspruch 1 gelöst.

Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, daß die Änderung der gesamten Aufzuggruppe so in Phasen eingeteilt werden kann, daß die erste Phase im wesentlichen die Gruppensteuerung betrifft, wodurch der größere Teil der Arbeit als Vorbereitungsarbeit schon im voraus durchgeführt werden kann. Der Übergang zur neuen Steuerung läßt sich dann unverzüglich erreichen; und da nur eine Gruppensteuerung verwendet wird, gibt es auch keine Verringerung der Kapazität aufgrund paralleler Systeme.

In der Praxis stellt sich unweigerlich nach einigen Jahren die Notwendigkeit zur weiteren Modernisierung ein. Bei einer mit der intelligenten und abänderbaren Gruppensteuerung gemäß der Erfindung versehenen Aufzuggruppe bezieht sich dies im wesentlichen auf die Steuervorrichtung des Aufzugs selbst, z. B. auf eine Verbesserung der Steuerung des alten Antriebs und eine Verbesserung der Ausrüstung im Schacht. Solche Maßnahmen sind normalerweise sehr zeitraubend; aber gemäß der Lehre der Erfindung kann selbst eine solche weitere Modernisierung während der Dauer der Arbeit unter der Kontrolle einer einzigen Steuergruppe erfolgen.

Ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, daß der Anpassungsrechner mindestens teilweise die von der Gruppensteuerung benötigten Signale formt, indem er entweder die bestehenden Signale des Aufzugs ergänzt oder sie selbst auf der Basis anderer Signale durch logische Schlußfolgerung erzeugt.

Solche Schaffung zusätzlicher Signale ist häufig nötig, um die neue Gruppensteuerung wirksam einsetzen zu können. Die zusätzlichen Signale lassen sich leicht erfindungsgemäß durch Anpassungsrechner bilden.

Ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, daß der Anpassungsrechner mindestens teilweise die ursprüngliche Vorrichtung ersetzt, die die Funktionen des Aufzugs steuert, indem er gleichfalls Funktionen der Aufzugssteuerung erfüllt.

Ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß die Anpassungsrechner der Aufzuggruppe so angeordnet sind, daß sie mit der Gruppensteuerung über zwei getrennte Datenübertragungsleitungen in Verbindung stehen.

Im folgenden ist die Erfindung mit weiteren vorteilhaften Einzelheiten anhand schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt

Fig. 1 ein Blockschaltbild einer Aufzuggruppenvorrichtung gemäß dem Stand der Technik;

Fig. 2 ein Blockschaltbild der Modernisierung der in Fig. 1 gezeigten Aufzuggruppe gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, nachdem die Modernisierung diejenige Phase erreicht hat, bei der die neue Steuerung dem Betrieb der alten Aufzugsteuerung folgen kann;

Fig. 3 ein Blockschaltbild der Endstufe der in Fig. 2 gezeigten Modernisierung;

Fig. 4 ein Blockschaltbild der Modernisierung der in Fig. 1 gezeigten Aufzuggruppe gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel in einer der Fig. 3 entsprechenden Situation;

Fig. 5 ein Diagramm der Änderung der Förderkapazität von Aufzügen bei einer Modernisierung gemäß dem Stand der Technik;

Fig. 6 ein Diagramm der Änderung der Förderkapazität von Aufzügen bei einer erfindungsgemäßen Modernisierung;

Fig. 7 ein Blockschaltbild eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Gruppensteuersystems;

Fig. 8 ein Blockschaltbild des Grundaufbaus der Anpassungseinheit.

Das in Fig. 1 gezeigte Blockschaltbild zeigt eine typische Vorrichtung einer Aufzuggruppe, bei der alte Technik angewandt wird, die aus einer Anpassungseinheit 1 für die von den einzelnen Absätzen, Stockwerken oder Plattformen ankommenden Rufe, einer Verteilereinheit 2 für die von den Plattformen ankommenden Rufe, auf den Plattformen angeordneten Rufknopfsätzen 3 und 4 und fünf identischen Aufzügen 5 besteht. Dabei sind außerdem folgende Aufzugteile vorgesehen: eine eigene Aufzugsteuereinheit 6, und diesen zugeordnete Steuergeräte, wie ein Generator 8 und ein Stockwerkswähler 9. Die Hauptbauelemente des Aufzugs selbst bestehen aus einem Gegengewicht 10, einem Motor 11 und einem Fahrkorb 12.

Wenn das Modernisierungsverfahren gemäß der Erfindung angewandt wird, beginnt die Arbeit im Maschinenraum mit dem Einbau sowohl der neuen Gruppensteuerung als auch der Anpassungsrechner. Die Unterbringung im Maschinenraum ist einfach, da die Einheiten klein sind; und die Verbindung zwischen den Anpassungsrechnern und den Gruppensteuerrechnern wird im sog. Serienmodus vorgenommen, bei dem es wenige Verbindungen gibt und selbst verhältnismäßig lange Entfernungen keine Gefahr von Störungen mit sich bringen.

In der nächsten Phase werden Prüfläufe der Gruppensteuerungen durchgeführt, wozu Prüfprogramme und eine Datenstation benutzt werden. Anschließlich wird ein Aufzug stillgesetzt und der Anpassungsrechner mit dem alten Steuersystem verbunden. Dies erfolgt einfach dadurch, daß die meisten Signale mit den Klemmenleisten der alten Steuerung verbunden werden. Einige Signale müssen unmittelbar mit Relaisschaltungen parallel zum alten Relais verbunden werden, wozu der Weg des alten Signals unterbrochen und ein Kontakt eingesetzt wird. Nach Beendigung dieser Arbeit wird der Aufzug unter der neuen Gruppensteuerung wieder in Gang gesetzt und dann der nächste Aufzug zur Herstellung der genannten Verbindungen stillgesetzt. Das geht so lange weiter, bis alle Aufzüge an die neue Aufzugsteuerung angeschlossen sind.

Fig. 2 ist ein Blockschaltbild der Modernisierungsphase, bei der eine neue Gruppensteuerung 13 und Anpassungsrechner 14 bereits eingebaut sind und die Verbindungen teilweise fertiggestellt sind, so daß die Anpassungsrechner dem Betrieb der alten Aufzugsteuerungen zwar folgen, diese aber nicht steuern können, was durch die Signalrichtungspfeile 15 angedeutet ist. Wie Fig. 2 zeigt, ist auch einer von jeweils zwei Sätzen von Rufknöpfen mit der neuen Gruppensteuerung 13 verbunden worden.

In Fig. 3 ist das Modernisierungsverfahren gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung bis zur Endstufe fortgeschritten, bei der die Aufzüge 5 der neuen Gruppensteuerung unterstellt wurden, was durch die in zwei Richtungen weisenden Signalrichtungspfeile 16 angedeutet ist, die den Verlauf der Signale angeben. Außerdem ist der andere Rufknopfsatz 3 der Plattform mit der neuen Gruppensteuerung 13 verbunden. Der Übergang der Aufzüge unter die neue Steuerung in dieser Phase ist ganz einfach eine Frage der Verdrahtung, die bei minimaler Verzögerung jeweils für einen Aufzug durchgeführt wird.

Fig. 4 zeigt als Blockschaltbild die Endphase der Modernisierung gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, bei dem die Aufzüge 5 mit neuen, zweigeteilten, aufzugeigenen Steuerungen 17 versehen wurden, die einen Energiesteuerteil 18 und einen Aufzugsteuerteil 19 aufweisen. Zum Aufzugsteuerteil 19 gehört ein Rechner 20 und der Anpassungsrechner 14, der den Aufzug in der früheren Phase des Modernisierungsverfahrens steuerte, ist ersetzt.

Das Diagramm gemäß Fig. 5 zeigt die Änderungen der Förderkapazität der Aufzüge, wenn ein herkömmliches Modernisierungsverfahren angewandt wird. Nimmt man z. B. eine Gruppe von sechs Aufzügen, die in drei Teile unterteilt ist, so entspricht in Fig. 5 die Stufe 21 der Kapazität der alten Aufzuggruppe, die Stufe 22 gibt den Zustand wieder, bei dem zwei Aufzüge zur Reparatur stillgesetzt sind, während die Stufe 23 für den Zustand gilt, nachdem der erste renovierte Aufzug wieder in Benutzung genommen wurde und die Stufe 24 für den Zustand, nachdem der zweite renovierte Aufzug wieder funktioniert. Die Modernisierung geht dann in ähnlicher Weise mit dem nächsten Aufzugpaar weiter, bis das Endergebnis des gesamten Verfahrens auf der Stufe 25 erreicht ist.

Fig. 6 ist ein Diagramm der Änderungen der Förderkapazität von Aufzügen für den Fall, daß die Modernisierung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erfolgt. Aus der Gruppe von sechs Aufzügen wird zunächst nur die Gruppensteuerung modernisiert. Die Stufe 26 gibt die Kapazität der alten Aufzuggruppe wieder, das Intervall 27 zeigt den Zustand, bei dem die Aufzüge einzeln nacheinander vom alten System abgekoppelt und mit dem neuen verbunden werden. Die Stufe 28 entspricht dem Zustand zwischen zwei verschiedenen Ausführungsbeispielen. Wenn nötig, kann die Modernisierung nach einer willkürlichen Zeitspanne fortgesetzt werden, um ein Steuersystem gemäß Fig. 4 zu erzielen, bei dem die Stufe 29 den Zustand wiedergibt, bei dem der erste Aufzug zur weiteren Modernisierung abgeschaltet ist, während die Stufe 30 die Fertigstellung des ersten Aufzugs und die Stufe 31 die Modernisierung des nächsten Aufzugs wiedergibt, usw.

Für die Bewertung des durch die Modernisierung eines Aufzugsteuersystems erzielten Aufwertungseffektes des Aufzugbetriebs ist natürlich die Qualität des alten, benutzten Systems der Schlüsselfaktor. Für den Fachmann liegt auf der Hand, daß die Stufen im Diagramm im Prinzip den Fortschritt der Arbeit wiedergeben, daß aber in der Praxis sogar große Unterschiede auftreten. Aber die in Fig. 5 und 6 gezeigten Proportionen geben typische Bedingungen sowohl hinsichtlich der Aufwertung als auch der Zeit wieder.

Fig. 7 zeigt anhand eines Blockschaltbildes den Aufbau des Gruppensteuersystems gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Es weist einen in Betrieb befindlichen Gruppensteuerrechner 32 und einen identischen Gruppensteuerrechner 33 als Ersatz auf, sowie alte Aufzugsteuerungen 34, die so mit Anpassungseinheiten (siehe Fig. 3) ausgerüstet sind, daß die Verbindung vom Gruppensteuerrechner zu den Anpassungseinheiten unter Verwendung von zwei getrennten Datenverbindungsgliedern 35 und 36 verdoppelt wurde. Die Gruppensteuerrechner 32 und 33 sind über Außenrufanpassungseinheiten 37 mit Außenrufverbindungen 38&min; verbunden.

In den in Fig. 7 gezeigten Gruppensteuerrechner gehen die von den Plattformen kommenden Signale über die Außenrufanpassungseinheit 37 ein. Aufgrund dieser Signale und der den Ort betreffenden Daten, der Fahrkorbrufsdaten und anderer Zustandsdaten des Aufzugs, die über das andere Datenverbindungsglied 36 ankommen, führt dieser Rechner eine Optimationsrechnung zur Rufverteilung durch, und daraufhin übermittelt die Gruppensteuerung die gebuchten Rufe über das gleiche Datenverbindungsglied 36 an jeden Anpassungsrechner einzeln.

Fig. 8 zeigt den Grundaufbau des Anpassungsrechners 14. Der Anpassungsrechner weist die Zentraleinheit CPU 38 auf, sowie eine Fahrkorbrufanpassungseinheit 39, Spannungsanpasser 40, mit denen die Signale des Antriebsmoduls des Aufzugs angepaßt werden, eine Relaisanpassungseinheit 41, Fahrkorbrufleitungen 42, ankommende Antriebssteuersignale 43 sowie abgehende Antriebssteuersignale 44.

Über die Fahrkorbrufanpassungseinheit 39 und die Spannungsanpassungseinheit 40 für die Signale vom Aufzugantriebsmodul liest der Anpassungsrechner 14 die nötigen Signale, kompiliert sie in einer Tabelle und übermittelt diese an den Gruppensteuerrechner 32, wenn dieser Rechner die Anpassungsrechner der Reihe nach nach Daten abruft.

Wenn nach der Optimationsrechnung die Gruppensteuerung die Anpassungsrechner informiert, welcher der Rufe der Plattform bedient werden soll, liefert sie der Antriebssteuerung einen Befehl unter Verwendung des entsprechenden Relais in der Relaisanpassungseinheit 41.

Während der Bewegung gehen in den Anpassungsrechner 14 unter anderem auch die ankommenden Antriebssteuersignale 43 ein, über die der Rechner Daten vom Stockwerkswähler erfährt, der im Zusammenhang mit dem alten Antriebsmodul arbeitet und die Aufzugspositionsinformation beibehält. Durch Kombinieren dieses Positionsdatums mit den von den Rufknöpfen im Fahrkorb und von der Gruppensteuerung empfangenen Informationen kann der Anpassungsrechner z. B. entscheiden, wann mit der Verlangsamung begonnen werden soll. Wenn dies gerade der Fall ist, gibt er an die Antriebseinrichtung des Aufzugs über die Relaisanpassungseinheit 41 einen Verlangsamungsbefehl. Sobald der Aufzug hält, gibt der Anpassungsrechner ferner über die gleiche Relaisanpassungseinheit 41 einen Befehl an die Türsteuerung, wodurch sich durch die Tätigkeit der ursprünglichen Türsteuerung die Aufzugtür öffnet. Die Tatsache, daß dies erfolgt ist, wird durch Abrufen des "Tür offen"-Kontaktes der Türsteuerung im Wege der ankommenden Antriebssteuersignale 43 sichergestellt.

Aufgrund weiterer, von der Gruppensteuerung empfangener Daten, beispielsweise über die Verkehrssituation kann der Anpassungsrechner 14 im Rahmen seiner Möglichkeiten auch Vorgänge bewirken, die die Betriebsqualität im Fall individueller Aufzugsteuerung verbessern. So kann er z. B. die Türsteuerung dadurch verbessern, daß die Offenzeiten der Tür in Übereinstimmung mit vom Gruppensteuerrechner empfangenen Botschaften über die tatsächliche Verkehrssituation gestaltet werden. So wird z. B. bei starken Aufwärtsverkehr die Tür im Erdgeschoß lange offen gehalten unter der Annahme, daß eine Anzahl von Personen auf dieser Plattform den Fahrkorb betreten möchte. Dagegen bleibt die Tür auf anderen Stockwerken nur einen kurzen Moment offen unter der Annahme, daß hier nur Personen den Fahrkorb verlassen und keine neuen Personen in den Fahrkorb eintreten. Für einen Fachmann in der Aufzugstechnik liegt es auf der Hand, daß der Anpassungsrechner noch verschiedene weitere Zusatzaufgaben erfüllen kann, durch die die Leistungskapazität der Aufzuggruppe verbessert wird, die jedoch für das Verständnis der Erfindung nicht wesentlich sind.

Wenn er in der beschriebenen Weise eingesetzt wird, führt der Anpassungsrechner seine eigentliche Hauptaufgabe aus, die darin besteht, die neue und alte Aufzugsteuertechnik kompatibel zu machen. Bei der Durchführung dieser Aufgabe sammelt er in der beschriebenen Weise die nötigen Informationen von der ursprünglichen Aufzugsteuervorrichtung und wandelt diese in binär codierte Daten um, die für diesen Rechner verständlich sind. Die Informationen werden in Form von Zeilen in vereinbarter Reihenfolge je nach Anforderung durch die Gruppensteuerung an diese übertragen. Auf diese Weise erledigt der Gruppensteuerrechner die Abgabe und den Empfang der Datenübertragung als ob sie mit einer zu dem System gehörenden, aufzugeigenen, renovierten Aufzugsteuerung erfolgten, was folglich der wesentliche Inhalt der vorliegenden Erfindung ist.

Weitere zusätzliche Aufgaben für den Anpassungsrechner bestehen z. B. in der Erzeugung von Daten, die unter Umständen im Gruppensteuerungsprotokoll fehlen, indem er beispielsweise über die Spannungsanpassungseinheit 40 die internen Signale des alten Steuersystems liest und diese mit den gespeicherten Grundsignalen kombiniert, um die fehlenden Daten zu ergänzen.

Die Zentraleinheit CPU 38 des Anpassungsrechners kann z. B. eine CPU-Leiterplatte, eine Ergänzungsdienstprogrammplatte, einen Speicher, zwei Datenübertragungskanalplatten und ein Netzteil aufweisen. Die CPU-Leiterplatte des Anpassungsrechners führt die tatsächlichen Steuervorgänge durch und entscheidet unter Verwendung eines im Speicher gespeicherten Programms sowie der Informationen, die von der Gruppensteuerung über die Datenübertragungskanalplatte empfangen werden. Bei gewissen Funktionen nutzt die CPU-Leiterplatte die Ergänzungsdienstprogrammplatte, die eine Reihe Hilfsschaltungen enthält, z. B. eine Schaltung, die gewünschte zeitliche Verzögerungen für die Türsteuerung bildet. Aufbau und Betrieb dieser Art von Rechner stimmen überein mit der allgemeinen Computertechnologie und sind dem Fachmann vertraut und folglich außerhalb des Rahmens der Erfindung.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Modernisierung einer Aufzugssgruppensteuerung, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
    1. a) Konfigurierung von Anpassungsrechnern (14) , welche die bestehende alte Aufzugssteuerungstechnik mit der neu zu installierenden Aufzugsgruppensteuerung (13) kompatibel machen, wobei für jeden Aufzug der zu modernisierenden Aufzugsgruppe jeweils ein Anpassungsrechner (14) erforderlich ist;
    2. b) Installation der Anpassungsrechner (14) zusammen mit einer neuen Gruppensteuerung (13) in die zu modernisierende Aufzugsgruppe, wobei die Anpassungsrechner (14) und die neue Gruppensteuerung (13) über Datenübertragungsleitungen miteinander verbunden werden;
    3. c) Parallelschalten der Eingabeleitungen (42, 43) der Anpassungsrechner (14) mit den bestehenden Steuer- und Kontrolleitungen des alten Systems, so daß die Anpassungsrechner (14) dem Betrieb der alten Aufzugssteuerungen zwar folgen, diese aber nicht steuern können;
    4. d) Stillegung eines Aufzugs der Aufzugsgruppe;
    5. e) Unterstellung des Aufzugs unter die neue Aufzugsgruppensteuerung (13), indem die Ausgabeleitungen (44) der Anpassungsrechner (14) mit den Steuerleitungen der Aufzugssteuereinheit (6) verbunden werden;
    6. f) Wiederinbetriebnahme des Aufzugs unter Kontrolle der neuen Aufzugsgruppensteuerung (13);
    7. g) Wiederholen der Schritte d) bis f), bis alle Aufzüge der Aufzugsanlage an die neue Aufzugsgruppensteuerung (13) angeschlossen sind.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein Anpassungsrechner (14) die ursprüngliche Vorrichtung, die die Funktion des zugehörigen Aufzugs steuert, mindestens teilweise ersetzt, indem der auch Aufzugssteuerfunktionen erfüllt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Anpassungsrechner (14) mindestens teilweise die von der Gruppensteuerung (13) benötigten Signale erzeugt, indem er entweder die bereits bestehenden Aufzugssignale ergänzt oder diese durch logische Schlußfolgerung aus anderen Signalen selbst bildet.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpassungsrechner (14) der Aufzugsgruppe mit der Gruppensteuerung (13) über zwei getrennte Datenübertragungsleitungen in Verbindung stehen.






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