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Dokumentenidentifikation DE4034945A1 07.05.1992
Titel Verfahren zur Bekämpfung von Milben an Vögeln in Käfigen und im Stall
Anmelder Wolf, Joachim, Dipl.-Ing., 7950 Biberach, DE
Erfinder Forster, Hermann, Dipl.-Ing., 7918 Illertissen, DE;
Schmitt, Bettina;
Wolf, Joachim, 7950 Biberach, DE
DE-Anmeldedatum 02.11.1990
DE-Aktenzeichen 4034945
Offenlegungstag 07.05.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.05.1992
IPC-Hauptklasse A01N 31/06
IPC-Nebenklasse A01N 25/18   
IPC additional class // A01N 25/24  
Zusammenfassung Verfahren zur Bekämpfung von Milben an Vögeln in Käfigen und im Stall.
Bei der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren vorgestellt, mit dem es möglich ist, Milben bei Vögeln mittels einer in Menthol getränkten Platte zu bekämpfen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bekämpfung von Milben an Vögeln, welche dort parasitär leben können.

Es ist allgemein bekannt, daß im Gefieder, an den Füßen, am Schnabel bei nahezu allen Vögeln, die zum einem in Käfigen leben, bzw. die in der Landwirtschaft als Nutztiere gehalten werden, Milben als Parasiten leben.

Die augenblickliche Bekämpfung dieser Milben gestaltet sich sehr schwierig, zum einen, daß man ein spezielles Insektizid oder Acarizid verwendet, welches an die Tiere mehr oder weniger mühevoll manuell oder mit entsprechenden Geräten an die Tiere gebracht werden muß. Besonders bei Milbenbefall am Schnabel oder auch im Hühnerstall gestaltet sich eine solche Behandlung als sehr schwierig, da die Tiere einzeln gefangen und behandelt werden müssen. Bei Hühnern kann es aufgrund von Parasitenbefall zu Kanibalismus kommen, die in privaten Haushalten gehaltenen Vögel leiden sichtlich unter dem Milbenbefall, können im Einzelfall zu Allergien bei den Bewohnern führen und trüben die Freude an den gefiederten Freunden.

Bei der vorliegenden Erfindung lag das Problem zugrunde, ein einfaches und wirkungsvolles Verfahren zu entwicklen, um die an und in den Vögel lebende Milben so zu bekämpfen, daß der befallene Vogel nicht gestört wird, eine manuelle Behandlung nicht notwendig ist, auf den Einsatz eines Insektizides verzichtet werden kann.

Die Lösung dieses Problemes geschieht dadurch, daß man Menthol in geeigneter Konzentration auf einen Träger aufbringt, wobei der Träger so gestaltet ist, daß der Vogel und der Anwender nicht mit diesem Wirkstoff Menthol in Berührung kommt.

Dieser Mentholträger (Platte) wird praktischerweise auf den Vogelkäfig gelegt bzw. in den Stall aufgehängt und zwar so, daß die ausströmende Mentholkonzentration die Milben abtötet.

Folgende Beispiele sollen die Anwendung der Mentholplatte darlegen.

Beispiel 1

Auf eine Papp-Platte wird durch Eintauchen in verflüssigtes Menthol ca 6 gr. Menthol aufgebracht. Diese Platte wird dann nach Erkalten des Menthols in eine luftdurchlässige Papiertüte gesteckt. Diese Platte wird dann von dem Anwender auf den Vogelkäfig gelegt. Auf dem Käfig wird dann alsbald sich das Menthol verflüchtigen, das ausströmende Menthol tötet die Milben ab.

Da nicht alles Menthol gleichzeitig aus der Platte ausströmt, bleibt die Dosis des Menthols unter der LD50 Rate für Vögel. Die Platte kann über Nacht, wenn der Vogelkäfig abgedeckt wird in einem Beutel zwischengelagert sein.

Beispiel 2

Die Platten werden gleichmäßig im Hühnerstall aufgehängt, bzw. verteilt. Auch hier wird das Menthol von der Platte ausströmen und die Milben alsbald töten.

Die nachfolgenden Zeichnungen sollen dies nochmals veranschaulichen. Fig. 1 (Platte) wird in Fig. 2 gelegt (lüftdurchlässige Papiertüte). Diese nun entstandene Fig. 3 wird entweder auf oder an Fig. 4 (Vogelkäfig) gelegt.

Die Fig. 3 kann auch durch z. B. Hängevorrichtung in Fig. 5 (Stall) aufgehängt sein.

Fig. 1 (Platte)

Fig. 2 (Papiertüte)

Fig. 3 (fertige Platte)

Fig. 4 (Vogelkäfig)

Fig. 5 (Stall).


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Bekämpfung von Milben die bei Vögeln vorkommen ist dadurch gekennzeichnet, daß man Menthol benutzt, in einer solchen Konzentration welches für die Milben letal wirkt, den Vogel jedoch nicht stört.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, ist dadurch gekennzeichnet, daß Menthol auf einen Träger aufgebracht wird und somit leichter am Einsatzort auszubringen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2 ist dadurch gekennzeichnet, daß man als Träger einen Papp-Karton, Papier, Folie, Kunststoff, Stoff benutzt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2 ist dadurch gekennzeichnet, daß man die Mentholplatte auf oder an den Vogelkäfig legt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 2 ist dadurch gekennzeichnet, daß man die Platten in einem Stall auslegt oder aushängt.






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