PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4112780A1 07.05.1992
Titel Markiersystem
Anmelder Ransburg Corp., Indianapolis, Ind., US
Erfinder Gross, Peter L., Indianapolis, Ind., US
Vertreter Allgeier, K., 7888 Rheinfelden; Vetter, E., Dipl.-Ing. (FH), Pat.-Anwälte, 8900 Augsburg
DE-Anmeldedatum 19.04.1991
DE-Aktenzeichen 4112780
Offenlegungstag 07.05.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.05.1992
IPC-Hauptklasse B43L 13/00
IPC-Nebenklasse B05C 3/20   
IPC additional class // G01M 1/30  
Zusammenfassung Ein Markierkopf zum Markieren von Stellen auf Elementen, an denen eine Korrektur ausgeführt werden soll, enthält einen Markierer (60, 61) zur Abgabe einer Markierungszusammensetzung auf die Stelle, einen Motor (24) zum Ausfahren des Markierers (60, 61) in und zum Zurückziehen von der Markierungsausrichtung, einen Körper (22), aus welchem der Markierer (60, 61) ausgefahren und in welchen der Markierer (60, 61) durch den Motor (24) zurückgezogen wird. Der Körper (22) enthält eine Dosierkammer (40), durch welche sich ein Abschnitt des Markierers (60, 61) hindurchbewegt, wenn der Markierer aus dem Körper (22) ausgefahren wird. Die Dosierkammer (40) enthält die Markierungszusammensetzung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Markiersystem mit einem Markierkopf gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1, insbesondere ein Kontaktmarkiersystem.

Die Erfindung ist im Zusammenhang mit einem Gewichtskorrekturmarkierer zum Anbringen an einem Gerät zur Bestimmung des Ungleichgewichts eines Rotationselementes offenbart. Es wird jedoch davon ausgegangen, daß sie auch in anderen Bereichen verwendbar ist.

Während des Ungleichgewicht-Korrekturverfahrens bei Reifen-Radmontagen, bei welchen großvolumige Produktionseinrichtungen verwendet werden, ist es erforderlich, vorübergehende Markierungen auf Anordnungen anzubringen, welche zeigen, wo eine Gewichtskorrektur durchgeführt werden muß. Dies wird gegenwärtig unter Verwendung einer Vielzahl von Systemen ausgeführt, welche im allgemeinen unzuverlässig, ungenau, unsauber und auf andere Weise unbefriedigend sind.

Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, eine verbesserte Vorrichtung zur Anbringung einer vorübergehenden Markierung zu schaffen.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 gelöst.

Gemäß der Erfindung enthält ein Markierkopf zum Markieren von Stellen auf Elementen, an denen eine Korrektur ausgeführt werden soll, einen Markierer zur Abgabe einer Markierungszusammensetzung auf die Stelle, einen Motor zum Ausfahren des Markierers in und zum Zurückziehen von der Markierungsausrichtung, einen Körper, aus welchem der Markierer ausgefahren und in welchen der Markierer durch den Motor zurückgezogen wird. Der Körper enthält eine Dosierkammer, durch welche sich ein Abschnitt des Markierers hindurchbewegt, wenn der Markierer aus dem Körper ausgefahren wird. Die Dosierkammer enthält die Markierungszusammensetzung.

Der Markierkopf enthält ferner veranschaulichend Mittel zur Entfernung überschüssiger Markierungszusammensetzung vom Markierer, wenn der Markierer aus dem Körper ausgefahren wird.

Außerdem enthält der Markierer veranschaulichend ein Ende, welches von dem Motor in Markierungsausrichtung mit dem zu markierenden Element ausgefahren wird. Das Ende des Markierers enthält einen Abschnitt, welcher so ausgebildet ist, daß er eine Menge der Markierungszusammensetzung enthält und daß er eine große Vielzahl von verschiedenen Elementarten markiert.

Ferner enthält der Motor veranschaulichend einen Kolben- und Zylinder-Fluidmotor. Der Markierer enthält eine Stange, welche mit dem Kolben verbunden ist.

Die Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben, in welchen eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung als Beispiel dargestellt ist. Im einzelnen zeigen

Fig. 1 eine sehr schematische Seitenansicht eines Markiersystems gemäß der Erfindung,

Fig. 2 eine Ansicht eines Markierkopfes gemäß der Erfindung von unten, und

Fig. 3 eine Schnittansicht des Markierkopfes von Fig. 2 entlang der Linien 3-3 in Fig. 2.

Das Kontaktmarkiersystem 10 gemäß der Erfindung enthält eine Verteilerpumpe 12, Dosiereinheiten 14 zum Dosieren der Markierungszusammensetzung an obere und untere Markierköpfe 16 bzw. 18, ein pneumatisches Antriebssystem und einen von Hand bedienbaren Nachfüllbehälter 20.

Die Verteilerpumpe 12 ist veranschaulichend eine luftbetriebene Einzelhub-Schmierpumpe (Teile-Nr. 83 668 von Lincoln, One Lincoln Way, St. Louis, MO 63 120-1578). Die Pumpe 12 ist eine Kolbenpumpe, welche so ausgelegt ist, daß sie einen Vorrat an Markierungszusammensetzung hält und sie unter Hochdruck (ungefähr 2400 p.s.i.g) an die Dosiereinheiten 14 abgibt. Die Verteilerpumpe 12 ist mit einem Niedrigpegel-Fühlermechanismus ausgestattet und speichert zum Beispiel ungefähr 2 kg (4 pounds) Markierungszusammensetzung, was für bis zu 500 000 Markierungen ausreicht. Eine Verteilerpumpe 12 kann mehrere Dosiereinheiten 14 versorgen. Die Dosiereinheiten 14 sind veranschaulichend Injektoren (Modell SL-32, Teile-Nr. 83 338 von Lincoln), welche bei jedem Arbeitszyklus der Verteilerpumpe 12 sehr kleine Mengen des Markierungsmittels abgeben.

Die Markierköpfe 16, 18 sind identisch, weshalb nur der Markierkopf 16 im Detail beschrieben wird. Die Grundkomponenten des Markierkopfes 16 sind ein Markierkörper 22, ein Markierzylinder 24, ein Diffusor 28, ein Stangenabstreifer 30 und ein Näherungsschalter 62.

Der Markierkörper 22 enthält eine Kammer 40, in welche das Markierungsmittel durch ein mit einer Öffnung 42 verbundenes Anschlußstück injiziert wird. Eine Stahlzylinder-Befestigungsplatte 43, welche durch Kopfschrauben 45, welche sich von der der Zylinder- Befestigungsplatte 43 gegenüberliegenden Seite durch den Markierkörper erstrecken, am Markierkörper 22 befestigt ist, ist bei 44 mit einem Gewinde versehen, um das mit einem Gewinde versehene Ende 46 des Markierzylinders 24 aufzunehmen. Das mit einem Gewinde versehene Ende 46 ist mit einer Gegenmutter 48 versehen. Der Markierkörper 22 ist auch mit einem Paar Klammern 50 versehen, zwischen welchen ein Schlitz 52 gebildet ist. Der Schlitz 52 öffnet sich ungefähr in der Mitte seiner Länge in zwei halbkreisförmige zylindrische Ausschnitte 56, welche sich zueinander hin öffnen. Diese Ausschnitte 56 nehmen einstellbar 58 eine Tragstange (nicht dargestellt) auf, welche sich vom Gestell eines Gerätes zur Bestimmung des Ungleichgewichts bei der Reifen-/Radmontage, wie es beispielsweise in US-PS 42 62 536 beschrieben ist, erstreckt.

An jedem Markierkopf 16, 18 ist eine Dosiereinheit 14 angebracht und der Ausstoß der betreffenden Dosiereinheit 14 wird in die Kammer 40 geleitet, durch welche das Ende 61 der Kolbenstange 60 des Markierzylinders 24 sich bewegt, wenn der Markierzylinder 24 betätigt wird. Der Ausstoß der Dosiereinheit 14 ist einstellbar. Die Spitze 61 der Stange 60 ist so geformt, daß sie in der Lage ist, eine sichtbare Markierung an einer ausgewählten Stelle auf der Seitenfläche einer großen Vielzahl von Reifengrößen und -typen anzubringen.

Der Markierzylinder 24 ist veranschaulichend ein pneumatischer Zylinder (Clippard Minimatic Modell 18SD-18), dessen Ende der Stange 60 abgewandelt ist, um eine deutliche Markierung auf einer Vielzahl von Reifenoberflächen zu erzeugen und leicht in den Stangenabstreifer 30 einzutreten und durch ihn hindurchzutreten.

Veranschaulichend hat die Spitze 61 eine konische Form und sie fällt von der Seitenwand der Stange 60 schräg ab mit einem Öffnungswinkel von ungefähr 110° zur Seitenwand der Stange 60. Eine leichte Verjüngung von zum Beispiel 3° kann an der Verbindung vom kegelförmigen Abschnitt und der Seitenwand vorgesehen sein. Veranschaulichend erstreckt sich diese Verjüngung um ungefähr 0,32 cm (1/9 inch) von der Verbindung zurück. Diese Form hilft der Stangenspitze 61 bei ihrem Durchgang durch den Stangenabstreifer 30 und verringert den Verschleiß am Stangenabstreifer.

Der Diffusor 28 verteilt das Markierungsmittel über die Spitze 61 der Stange 60, wenn die Stange 60 sich durch ihn hindurchbewegt. Dies verhindert, daß das Markierungsmittel in einem Gebiet der Spitze 61 der Stange 60 konzentriert wird. Der Diffusor 28 ist veranschaulichend aus Polyurethan hergestellt und hat vier sich kreuzende Schlitze 63 (Fig. 2), um es der Stange 60 zu ermöglichen, sich leicht durch den Diffusor 28 hindurchzubewegen und um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten.

Der Stangenabstreifer 30 (Parker Modell D-375) entfernt überschüssiges Markierungsmittel von der Stange 60 und verhindert, daß sich eine unannehmbare Menge des Markierungsmittels am Markierkopf 16 ansammelt, wenn die Stange 60 zurückgezogen wird.

Ein induktiver Näherungssensor 62 (wie Omron Modell E2E- X2MY1) wird verwendet, um wahrzunehmen, daß die Stange 60 ausgefahren ist. Das Signal des Näherungsschalters 62 wird als Steuersignal zwischen dem Markierkopf 16 und anderen Komponenten der Maschine zur Bestimmung des Ungleichgewichts verwendet.

Der Markierkörper 22 und das Gehäuse 66 für den Diffusor 28 und den Stangenabstreifer 30 werden aus Lagermaterialien hergestellt, um zusätzlichen Halt für die Stange 60 zu bieten, wenn sie ausgefahren ist. Veranschaulichend ist das Material, aus dem der Markierkörper 22 und das Gehäuse 66 hergestellt sind, Nylonmaterial (Nylatron GS von Auburn Plastics, 4425 East 21st Street, Indianapolis, Indiana 46 218).

Das pneumatische Betriebssystem enthält pneumatische Standardkomponenten, welche benutzt werden, um die Verteilerpumpe zu betreiben und die Markierzylinder auszufahren und zurückzuziehen. Die Markierzylinder werden bei niederem Druck betrieben, zum Beispiel bei 20 p.s.i.g., um Verletzungen zu vermeiden.

Die Auffüllausrüstung ist eine im Handel erhältliche Standardausrüstung. Sie enthält eine Pumpe, welche auf 17,5 kg-Standard-Metall-Schmierstoffbehältern sitzt, und einen Hochdruckschlauch mit einer Schnellverbindungskupplung, welche an der Verteilerpumpe befestigt wird.

Eine Vielzahl von Markierungsmitteln können bei diesem System verwendet werden, je nach den gewünschten Eigenschaften. Ein speziell für die Verwendung in dem beschriebenen System entwickeltes Mittel (Verbindung 294-B, -R, -W oder -Y von Lrescent Oil Company, Inc., 514 West Wyoming Street, P.O. Box 1266, Indianapolis, Indiana 46 206) enthält Petrolatum und ein Pigment, um das Mittel relativ undurchsichtig bzw. gut deckend zu machen. Das Petrolatum hilft, das Pigment in Suspension zu halten und verhindert, daß die Markierung beispielsweise während Luftverlust- Testverfahren bei der Fahrzeugrad- und -reifenmontage abgewaschen wird. Das Petrolatum ist auch genügend klebrig, um haften zu bleiben, wenn es auf Reifen aufgetragen wird, welche mit allgemein bekannten Schmiermitteln, welche beim Befestigungsverfahren verwendet werden, überzogen sind, und um der Zentrifugalkraft zu widerstehen, welche während dynamischer Ungleichgewichtsmessungen erzeugt wird. Das Markierungsmittel kann anfänglich leicht abgewischt werden, wenn es gewünscht wird. Wenn es länge Zeit auf dem Reifen bleibt, kann ein Lösungsmittel auf Petroleum-Basis erforderlich sein, um es zu entfernen.

Der Arbeitsablauf des Kontaktmarkiersystems 10 beginnt, wenn der Verteilerpumpe 12 Luft zugeführt wird, welche die Pumpe 12 veranlaßt, unter Hochdruck Markierungsmittel an die Dosiereinheit(en) 14 abzugeben, welche an dem (den) Markierkopf/-köpfen 16, 18 angebracht sind. Der Luftdruck wird dann von der Verteilerpumpe 12 entfernt, und erlaubt es der (den) Dosiereinheit(en) 14 ihre Arbeitszyklen zu vollenden. Die Dosierheit(en) 14 gibt (geben) (eine) kleine Menge(n) Markierungsmittel in die Kammer(n) 40 in dem (den) Markierkörper(n) 22. Wenn eine Markierung gewünscht wird, wird dem Markierzylinder 24 Luft zugeführt, welche verursacht, daß seine Stange 60 aus dem Markierzylinder 24 ausfährt. Wenn die Stange 60 durch die Kammer 40 in den Markierkörper 22 ausgefahren wird, nimmt ihre Spitze das Markierungsmittel auf. Die Stange 60 bewegt sich durch den Diffusor 28 hindurch, welcher das Markierungsmittel über die Spitze 61 der Stange 60 verteilt. Die Stange 60 bewegt sich als nächstes durch den Abstreifer 30, welcher überschüssiges Markierungsmittel von der Stange 60 entfernt und es innerhalb des Markierkopfes 16, 18 zurückhält. Die Stange 60 fährt fort, sich weiter aus dem Markierzylinder 24 herauszuerstrecken ,bis sie mit dem Reifen in Kontakt kommt, anhält und mit dem Markierungsmittel auf dem Reifen eine Markierung anbringt. Die Stange 60 wird dann zurückgezogen, und bereitet das Kontaktmarkiersystem 10 auf seinen nächsten Arbeitszyklus vor.


Anspruch[de]
  1. 1. Markiersystem mit einem Markierkopf zum Markieren von Stellen auf Elementen, an denen eine Korrektur ausgeführt werden soll, dadurchgekennzeichnet, daß der Markierkopf (16, 18) einen Markierer (60, 61) zur Abgabe einer Markierungszusammensetzung auf die betreffende Stelle, einen Motor (24) zum Ausfahren des Markierers (60, 61) in und zum Zurückziehen von der Markierungsausrichtung, und einen Körper (22) enthält, aus welchem der Markierer (60, 61) ausgefahren und in welchen der Markierer (60, 61) durch den Motor (24) zurückgezogen wird, und daß der Körper (22) eine Dosierkammer (40) enthält, durch welche sich ein Abschnitt des Markierers (60, 61) hindurchbewegt, wenn der Markierer aus dem Körper (22) ausgefahren wird, und welche die Markierungszusammensetzung enthält.
  2. 2. Markiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Markierkopf (16, 18) ferner Mittel (30) enthält zur Entfernung überschüssiger Markierungszusammensetzung vom Markierer (60, 61), wenn der Markierer aus dem Körper (22) ausgefahren wird.
  3. 3. Markiersystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Markierer (60, 61) ein Ende (61) enthält, welches von dem Motor (24) in Markierungsausrichtung mit dem zu markierenden Element ausgefahren wird, wobei das Ende (61) einen Abschnitt enthält, welcher so ausgebildet ist, daß er eine Menge der Markierungszusammensetzung enthält und daß er eine große Vielzahl von verschiedenen Elementarten markiert.
  4. 4. Markiersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (24) einen Kolben- und Zylinder- Fluidmotor enthält, wobei der Markierer (60, 61) eine Stange (60) enthält, welche mit dem Kolben (24) verbunden ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com