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Dokumentenidentifikation DE4036313A1 14.05.1992
Titel Nadelantrieb für die vertikale Bewegung der Zungennadeln einer Kleinrundkettenwirkmaschine
Anmelder Institut für Technische Textilien GmbH, O-8012 Dresden, DE
Erfinder Arnold, Rolf, O-8017 Dresden, DE;
Bartl, Anna-Maria, O-8021 Dresden, DE;
Hufnagl, Evelin, Dipl.-Ing., O-8300 Pirna, DE;
Eberhardt, Helmut, O-8301 Maxen, DE;
Eckelt, Vinzenz, O-8019 Dresden, DE;
Baumann, Roland;
Fischer, Siegfried, O-9102 Limbach-Oberfrohna, DE
DE-Anmeldedatum 12.11.1990
DE-Aktenzeichen 4036313
Offenlegungstag 14.05.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.05.1992
IPC-Hauptklasse D04B 25/02
IPC-Nebenklasse D04B 15/14   
Zusammenfassung Bisher bekannte Nadelantriebe weisen einen komplizierten Aufbau bzw. relativ hohe Wartungs- und Stillstandszeiten auf. Der neue Nadelantrieb soll bei einfachem Aufbau eine spielfreie Bewegungsübertragung gewährleisten. Erfindungsgemäß sind die der Bewegungsübertragung dienenden Schubstangen als Stehbolzen (1) ausgebildet, auf einer ringförmigen Kopfplatte (2) eines Zylinderringes (3) starr angeordnet und mit ihren gegenüberliegenden Enden fest mit dem Nadelhubring (4) verbunden. Dabei gleitet der Zylinderring (3) spielfrei auf der Mantelfläche eines Führungsrohres (5), welches sich an den Nadelzylinder (6) anschließt.
Der erfindungsgemäße Nadelantrieb ermöglicht gegenüber herkömmlichen Lösungen die Übertragung der Hubbewegung auf den Nadelzylinder ohne separate Führungen, wie Gleit- oder Kugellagerung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Nadelantrieb für die vertikale Bewegung der Zungennadeln einer Kleinrundkettenwirkmaschine, die z. B. für die Herstellung von Verpackungsnetzschlauch verwendet wird.

Für den vertikalen Nadelantrieb an runden Strick- und Kettenwirkmaschinen haben sich in der Praxis verschiedene Antriebsmechanismen durchgesetzt.

Häufig kommen Nadelantriebe zum Einsatz, bei denen die Nadelhubringbewegung von mehreren synchron arbeitenden Exzentern über Schubstangen realisiert wird. Diese Antriebsvorrichtungen sind kompliziert aufgebaut, besitzen eine Mehrstellenlagerung, meist Gleit- und Kugellager, und erfordern bei der Montage eine exakte Ausrichtung, da es sonst zu technischen Ausfällen kommt.

Eine vorteilhaftere Lösung ist in der DE-OS 38 13 511 beschrieben, wonach die Hubringbewegung von einem Einzelexzenterantrieb über Pleuelstangen realisiert werden kann. Als nachteilig erweist es sich, daß räumlich voneinander entfernte Lagerstellen existieren und keine Zentralschmierung vorhanden ist. Die existierende Kugelführung weist die Gefahr auf, daß sich Staub oder andere Partikel anlagern und somit erhöhte Wartungs- und Stillstandszeiten anfallen.

Die technische Aufgabe, die durch die Erfindung gelöst werden soll, besteht in der Schaffung eines Nadelantriebes für die vertikale Nadelbewegung einer Kleinrundkettenwirkmaschine, welche eine spielfreie Übertragung der durch ein Antriebsmittel erzeugten Hubbewegung auf einen Nadelhubring gewährleistet, die einen einfachen Aufbau besitzt, relativ wartungsfrei arbeitet und somit hochproduktiv den vertikalen Nadelantrieb einer Kleinrundkettenwirkmaschine realisiert.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die der Bewegungsübertragung dienenden Schubstangen als Stehbolzen ausgebildet, auf einer ringförmigen Kopfplatte eines Zylinderringes starr angeordnet und mit ihren gegenüberliegenden Enden fest mit dem Nadelhubring verbunden sind. Dabei gleitet der Zylinderring spielfrei auf der Mantelfläche eines Führungsrohres, welches sich an den Nadelzylinder anschließt. Überraschend wurde gefunden, daß im Gegensatz zu bisher bekannten Kleinrundkettenwirkmaschinen die Übertragung der Hubbewegung auf den Nadelzylinder ohne separate Führungen, Gleit- oder Kugellagerungen, möglich ist. Bei der erfindungsgemäßen Lösung erfolgt die Bewegungsübertragung des oszillierenden Hubes sehr vorteilhaft vom Zylinderring über die Stehbolzen auf den Nadelhubring. Dabei erfüllt das Führungsrohr eine Schutzfunktion gegenüber der abzuziehenden Ware und dient gleichzeitig der spielfreien Führung des auf- und abbewegten Zylinderringes. Der erfindungsgemäße Nadelantrieb stellt damit ein kompaktes Antriebssystem mit Zentralschmierung dar und arbeitet nahezu wartungsfrei.

Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden.

In den dazugehörigen Zeichnungen zeigen

Fig. 1 eine Seitenansicht einer Kleinrundkettenwirkmaschine mit dem erfindungsgemäßen Nadelantrieb im geschnittenen Gehäuse,

Fig. 2 einen Querschnitt A-A innerhalb der Hubzone des erfindungsgemäßen Nadelantriebes.

Das Aggregat zur Bewegungserzeugung des Nadelantriebes besteht aus einem Exzenter 7&min; welcher über eine Pleuelstange 8 mit einer Schwinge 9 verbunden ist und diese um einen Drehpunkt 10, welcher am Führungsrohr 5 festgelagert ist, in eine schwingende Bewegung versetzt. Die Schwinge 9 bringt eine mit ihr im Drehpunkt 10 verbundene Hubgabel 11 in eine auf- und abschwenkende Bewegung, die über eine beidseitig am Zylinderring 3 befindliche Gleitsteinlagerung 12 in vertikal oszillierende Hübe umgewandelt wird. Die Hubbewegung wird vom Zylinderring 3 über drei auf seiner ringförmigen Kopfplatte 2 befindliche, als Stehbolzen 1 ausgebildete Schubstangen auf den Nadelhubring 4 übertragen, welcher die Nadelfüße der im Nadelzylinder 6 geführten Zungennadeln ergreift und diese entsprechend dem erforderlichen Arbeitsrhythmus zur Fadenlegung austreibt.


Anspruch[de]
  1. Nadelantrieb für die vertikale Bewegung der Zungennadeln einer Kleinrundkettenwirkmaschine, bestehend aus einem gemeinsamen Nadelhubring, Schubstangen und einem Aggregat zur Bewegungserzeugung, dadurch gekennzeichnet, daß die Schubstangen als Stehbolzen (1) ausgebildet sind, welche auf einer ringförmigen Kopfplatte (2) eines Zylinderringes (3) starr angeordnet und mit ihren gegenüberliegenden Enden fest mit dem Nadelhubring (4) verbunden sind, wobei der Zylinderring (3) auf der Mantelfläche eines Führungsrohres (5), welches sich an den Nadelzylinder (6) anschließt, spielfrei gleitet.






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