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Dokumentenidentifikation DE3935043C2 27.05.1992
Titel Plotter mit einer Reibungsbremse für eine Einrichtung zum Spannen und Vorziehen eines von einer Zuführwalze abzuwickelnden und auf eine Aufnahmewalze aufzuwickelnden Aufzeichnungsmaterials
Anmelder Gerber Garment Technology, Inc., Tolland, Conn., US
Erfinder Gerber, Heinz Joseph, West Hartford, Conn., US
Vertreter Schaumburg, K., Dipl.-Ing.; Thoenes, D., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Englaender, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 20.10.1989
DE-Aktenzeichen 3935043
Offenlegungstag 26.04.1990
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.05.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.05.1992
IPC-Hauptklasse B43L 13/00
IPC-Nebenklasse B65H 23/08   

Beschreibung[de]

Einrichtung zum Spannen und Vorziehen eines von einer Zuführwalze abzuwickelnden und auf eine Aufnahmewalze aufzuwickelnden Aufzeichnungsmateriales.

Die Erfindung bezieht sich auf einen Plotter mit einer Reibungsbremse und nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Bei einem Plotter der DE-OS 39 15 480 ist eine ein Ende der Zuführwalze beaufschlagende Reibungsscheibe zum Aufbringen einer Kraft auf den dem nicht aufgewickelten Teil des Papiers von der Zuführwalze gegenüberliegenden Teil offenbart, so daß das Papier in Spannung gehalten ist, wenn es von der Zuführwalze abgezogen wird und die Zuführwalze sofort ohne einen Nachlauf anhält, wenn der Aufnahmemotor stoppt. Wenn der Aufnahmemotor anhält, ist ein bestimmter Energiebetrag in einem federförmigen Element zwischen dem Rotor des Aufnahmemotors und dem Papiersegment auf der Auflagefläche gespeichert. Unter günstigen Bedingungen wird diese gespeicherte Energie von der auf die Zuführwalze aufgebrachten Reibungskraft so aufgenommen, daß die Papierstrecke zwischen den Walzen stationär und gespannt bleibt. Wenn jedoch die auf die Zuführwalze aufgebrachte Reibungskraft anfangs zu gering ist oder wenn eine solche anfangs ausreichend große Reibungskraft verloren geht, wie z.B. infolge einer Vibration des Plotters, besteht die Möglichkeit, daß infolge der gespeicherten Energie ein geringer Betrag an zusätzlichem Papier von der Zuführrolle abgezogen wird, wodurch das Papier um einen geringen Betrag relativ zur Auflagefläche verschoben wird, so daß die zuvor genau bestimmte Position nicht eingehalten wird.

Es ist insbesondere ermittelt worden, daß die Wirksamkeit der in der oben genannten Anmeldung beschriebenen Reibungsplatte stark davon abhängt, daß die Seitenkanten des aufgewickelten Papiers auf der Zuführwalze zueinander ausgerichtet sind, um eine gleichmäßig ebene Endfläche für die Walze zu bilden. Herkömmliche aufgewickelte Papierwalzen haben jedoch häufig keine perfekt eben ausgebildeten Endflächen. Deshalb kann die gewünschte Reibungskraft nicht immer erzeugt werden. Wenn sich die Endfläche der Walze vorzeitig auf der Reibungsplatte verschiebt, z.B. infolge einer Vibration des Plotters, geht die Reibungskraft teilweise oder ganz gegen Null.

Ein Plotter eingangs genannter Art ist aus der DE-OS 34 27 306 bekannt. Bei diesem Plotter wird dem Auflagetisch Aufzeichnungsmaterial über eine Zuführwalze zugeführt, deren Drehbewegung von einer Scheibe abgebremst wird. Diese Scheibe bewirkt, daß die Zuführwalze unter Zugspannung gehalten wird.

Aus der GB-PS 12 80 015 ist eine Einrichtung bekannt, bei der ein Vorspannglied ein Bahnmaterial unter Spannung hält. Dieses Vorspannglied enthält Reibflächen, die gegeneinander federnd vorgespannt sind. Bei dieser Einrichtung ist die Zuführrolle, die das Bahnmaterial aufnimmt, auch auswechselbar.

Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Plotter der eingangs angegebenen Art zu schaffen, dessen Reibungsbremse unter allen Betriebsbedinungen zuverlässig arbeitet.

Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht, teilweise im Schnitt, eines Plotters mit der erfindungsgemäßen Reibungsbremse;

Fig. 2 eine Draufsicht auf den Plotter gemäß Fig. 1, jedoch mit abmontierten Endverkleidungen;

Fig. 3 einen Vertikalschnitt entlang der Linie 4-4 in Fig. 2;

Fig. 4 einen Vertikalschnitt entlang der Linie 5-5 in Fig. 3, wobei die betätigte erfindungsgemäße Reibungsbremse strichpunktiert dargestellt ist.

Gemäß den Fig. 1 und 2 besteht ein erfindungsgemäßer fortlaufender Plotter 16 zunächst aus einem Tisch 18 mit einer geeigneten Grundkonstruktion 20 und einer nach oben weisenden Auflagefläche 22 sowie zwei zueinander parallelen Führungsschienen 24, einem länglichen entlang den Führungschienen 24, in der dargestellten Y-Koordinatenrichtung bewegbaren Y-Schlitten 26 und einem entlang dem Y-Schlitten 26 in der dargestellten X-Koordinatenrichtung bewegbaren Stift oder X-Schlitten 28. In Fig. 1 ist der Plotter 16 mit Abschnitten einer der beiden Endverkleidungen 27, 27 und Führungsschienen 24 gezeigt, welche teilweise abmontiert dargestellt sind, um die Lage einer Zuführwalze 30 relativ zur Auflagefläche 22 klar darzustellen.

Gemäß Fig. 2 umfaßt der Tisch 18 an seiner rechten Seite eine Einrichtung zum auswechselbaren Lagern der Papier-Zuführwalze 30 zum Drehen um deren zentrale Achse 31 und ferner eine seiner linken Seite benachbarte Einrichtung zum auswechselbaren Lagern einer Papier-Aufnahmewalze 32 zum Drehen um deren zentrale Achse 33. Das Papier 34 wird von der Zuführwalze 30 über die Auflagefläche 22 geführt und auf die Aufnahmewalze 32 aufgewickelt, wie nachfolgend genauer erläutert wird. Ein Papier-Antriebsmotor 74 dreht die Aufnahmewalze 32, um das Papier darauf aufzuwickeln, von der Zuführwalze 30 abzuziehen und in der sich parallel zur Längsachse des Papiers 34 erstreckenden Richtung 35 zu bewegen. Ein länglicher Papierabschnitt wird von der Auflagefläche 22 aufgenommen und mit Hilfe eines von dem Schlitten 28 getragenen Stiftes 36 beschriftet.

Wie zuvor angegeben, wird die Aufnahmewalze 32 gedreht, um das Papier 34 darauf aufzuwickeln und von der Zuführwalze 30 abzuziehen, wodurch das Papier 34 in der Richtung 35 in Fig. 2 bewegt wird. Das Papier 34 wird außerdem abschnittsweise intermittierend über die Auflagefläche 22 bewegt. Nachdem ein Segment einer Zeichnung auf den durch die Auflagefläche 22 abgestützten Papierabschnitt aufgezeichnet ist, wird die Aufnahmerolle 32 durch den Antriebsmotor 74 gedreht, um ein neues Papiersegment auf die Auflagefläche 22 aufzubringen. Anschließend wird ein neues Segment der Zeichnung auf dieses Papiersegment gezeichnet. Die während jeder Vorwärtsbewegung vorgeschobene Papierlänge wird gemessen und durch einen Papierverschiebemeßfühler 75 gesteuert. Zu Beginn jeder Vorschubbewegung wird der Papier- Antriebsmotor 74 eingeschaltet und dreht sich mit einer im wesentlichen konstanten Drehzahl über nahezu die gesamte Vorschublänge. Wenn der Meßfühler 75 das nahe Ende der Vorschubstrecke erfaßt, wird die Drehzahl des Motors 74 verlangsamt. Sobald der Meßfühler 75 das Ende der Vorschublänge erfaßt, wird der Papier-Antriebsmotor 74 gestoppt. Da der Antriebsmotor 74 in dem Moment gestoppt wird, in dem der Meßfühler 75 das Ende der Vorschubsstrecke erfaßt, ist es für ein genaues Zusammenpassen der jeweiligen Zeichensegmente wichtig, daß die Bewegung des Papiers 34 über die Auflagefläche 22 gleichzeitig mit dem Anhalten des Antriebsmotors 74 gestoppt wird und daß diese Stellung relativ zur Auflagefläche 22 bis zum Beginn der nächsten Vorschubbewegung beibehalten wird. Dazu ist erfindungsgemäß, wie nachfolgend genauer beschrieben, mit der Zuführwalze 30 eine Bremse 200 verbunden, die eine Verzögerungskraft auf die Zuführwalze 30 während einer Vorschubbewegung aufbringt, um das zwischen der Aufnahmewalze 32 und der Zuführwalze 30 befindliche Papier 34 gespannt zu halten, und die am Ende der Vorschubbewegung eine Sperrvorspannkraft auf die Zuführwalze 30 bis zur nächsten Vorschubbewegung ausübt, um das Papier 34 auf der Auflagefläche 22 stationär und gegen die durch die in dem federartigen Element zwischen dem Papier 34 auf der Auflagefläche 22 und dem Rotor des Antriebsmotors 74 gespeicherte Energie ausgeübten Kräfte gespannt zu halten.

Erfindungsgemäß ist eine Reibungsbremse an der Lagerung der Zuführwalze 30 so vorgesehen, daß während des Abrollens von Papier 34 von der Zuführwalze 30 mittels des Motors 74 eine Kraft auf die Walze 30 ausgeübt wird, die der Abrollbewegung entgegengerichtet ist, so daß der zwischen den Walzen 30 und 32 angeordnete Papierabschnitt gespannt gehalten wird. Wenn die Drehung der Aufnahmewalze 32 durch ein Stoppen des Antriebsmotors 74 angehalten wird, wird eine Sperrvorspannungkraft oder ein Drehmoment kontinuierlich auf die Zuführwalze 30 so aufgebracht, daß die Walze 30 ohne ein Weiterdrehen sofort stoppt, wobei der rückwärtsgerichtete Vorspanneffekt bis zum Beginn der nächsten Vorschubbewegung aufrechterhalten bleibt.

Gemäß Fig. 3 ist die dargestellte Reibungsbremse 200 in die Zuführwalze 30 eingebaut, welche eine rohrförmige Zentralhülse 104 aus Karton oder dergleichen hat, auf die das Papier 34 aufgewickelt ist. Gemäß Fig. 3 ist die Walze 30 an ihrem rechten Ende gleitend drehbar durch Mittel abgestützt, die denjenigen des rechten Endes der Aufnahmewalze 32 entsprechen. Insbesondere wenn ein Stopfen 118 in die rohrförmige Hülse 104 der Zuführwalze 30 eingesetzt ist, ist die Zuführwalze 30 an ihrem rechten Ende drehbar um die Achse 31 der Walze 30 auf der Welle 124 gelagert, die durch eine Endplatte 62 in den Lagern 126 fest abgestützt ist.

Das gegenüberliegende linke Ende der Zuführwalze 30 ist gemäß Fig. 3 auswechselbar und drehbar mit der Reibungsbremse 200 durch eine zweiteilige Kupplung gekuppelt, welche aus einem zapfengeführten Tragteil 234 und einem dehnbaren Stopfen 138 besteht. Der dehnbare Stopfen 138 besteht aus einem inneren Teil 142, einem äußeren Teil 140, einem zusammendrückbaren ringförmigen Körper 144 aus Neopren oder dergleichen und einer den Körper 144 zwischen die Teile 140 und 142 spannenden Zentralschraube 148, um den Stopfen 138 an der Hülse 104 zu sichern. Der innere Teil 142 ist für eine axiale Bewegung relativ zum äußeren Teil 140 durch zwei Schrauben 146 abgestützt, die in den äußeren Teil eingeschraubt sind und sich bewegbar durch den inneren Teil 140 erstrecken. Der zapfengeführte Tragteil 234 und der Stopfen 138 sind drehfest aneinander durch zwei an dem Stopfen 138befestigte Stifte 150 gekoppelt, welche gleitend in entsprechende Bohrungen des Tragteils 234 eingreifen, wenn das linke Ende der Zuführwalze 30 in eine mit dem zapfengeführten Tragteil 234 während des Beschickens gekoppelte Stellung bewegt wird.

Das zapfengeführte Tragteil 234 hat eine kreisförmige, einen Bolzen 208 aufnehmende Durchgangsöffnung 207, zur Abstützung der äußeren glatten Fläche des Bolzens 208. Der Bolzen 208 ist in einer Aufnahmeöffnung 210 in einem aufgebauten Teil der Endplatte 64 so gelagert, daß die zentrale Längsachse des Bolzens 208 mit der Achse 31 der Walze 30 fluchtet. Der Bolzen 208 ist drehfest in der Endplatte 64 durch eine Paßfeder 212 gehalten, die zwischen zwei Nuten eingesetzt ist, welche sich parallel zueinander und zur Achse 31 erstrecken, wobei jede Nut entlang einander entsprechenden Flächenabschnitten des Bolzens 208 und der Öffnung 210 ausgebildet ist. Die Stirnfläche des dem Stopfen 138 gegenüberliegenden zapfengeführten Tragteils 234 hat einen kreisförmigen Rücksprung 216, der konzentrisch zur Durchgangsöffnung 207 ausgebildet ist und sich mit einer bestimmten Tiefe in dem Tragteil 234 erstreckt. An einem Ende des Bolzens 208 ist ein Kopf 214 ausgebildet, der einen geringfügig kleineren Durchmesser als der Rücksprung 216 hat, so daß ein Teil oder der gesamte Kopf 214 in die vorgegebene Tiefe des Rücksprungs 216 eingesetzt werden kann. Der Kopf 214 ist jedoch vom Boden des Rücksprungs 216 durch ein Lager 218 beabstandet, das auch als eine aus Teflon oder dergleichen bestehende Dichtungsscheibe mit geringem Reibungswert ausgebildet sein kann. Somit ist augenscheinlich, daß das zapfengeführte Tragteil 234, obgleich es axial auf dem Bolzen 208 gehalten ist, sich frei in bezug auf den Bolzen 208 drehen kann.

Am anderen Ende des Bolzens 208 ist ein eine Aufnahmemutter 220 tragendes Gewinde vorgesehen. Wenn die Mutter 220 genügend angezogen ist, wirkt sie zusammen mit einer Unterlegscheibe 224 gegen die Druckkraft einer konzentrisch zum Bolzen 208 angeordneten Schraubenfeder 222. Das gegenüberliegende, nicht mit der Unterlegscheibe 224 in Kontakt stehende Ende der Feder 222 grenzt an den Aufbauabschnitt der Endplatte 64 an, so daß die Mutter 222 den Bolzen 208 nach links gegen die Vorspannung der Feder 222 zieht. Es ist klar, daß die in der Öffnung 210 ausgebildete, die Paßfeder 212 aufnehmende Nut an gegenüberliegenden Enden offen ist, so daß die Paßfeder 212 in dieser Nut axial frei bewegt werden kann, wenn die Aufnahmemutter 220 gedreht wird.

Zwischen dem zapfengeführten Tragteil 234 und einer Stirnfläche 264 der Endplatte 64 ist ein Drucklager 26 in Form einer Dichtungsscheibe mit geringer Reibung, ein kreisförmiger Kopfabschnitt 229 eines Sperrvorspannungsgliedes 231 und eine Dichtungsscheibe 230 mit hohem Reibungswert angeordnet. Das Sperrvorspannungsglied 231 hat einen sich radial erstreckenden Arm 228 und besteht vorzugsweise aus Metall. Jedes dieser dazwischen befindlichen Elemente hat eine Durchgangsöffnung, in der der Bolzen 208 in Lagern drehbar aufgenommen ist. Wenn die Aufnahmemutter 220 genügend angezogen ist, wird die rechte Seite der Dichtungsscheibe 230 mit hohem Reibungsbeiwert in Oberflächenkontakt mit der gegenüberliegenden äußeren Fläche des zapfengeführten Tragteils 234 und die gegenüberliegende linke Seite der Dichtungsscheibe 230 in Oberflächenkontakt mit der gegenüberliegenden rechten Seite des kreisförmigen Kopfabschnitts 229 des Vorspanngliedes 231 gebracht. Zusätzlich wird die linke Seite des Kopfabschnitts 229 in Oberflächenkontakt mit der gegenüberliegenden rechten Seite des Drucklagers 226 und die gegenüberliegende linke Seite des Drucklagers 226 in Oberflächenkontakt mit der gegenüberliegenden Seite 264 der Endplatte 64 gebracht. Die diese Elemente zusammendrückende Kraft wird von der Feder 222 so aufgebracht, daß die Kraft, welche gegenüberliegende Flächen gegeneinanderdrückt und die Leistung der Reibungskupplung zwischen der linken Seite des Tragteils 234 und der rechten Seite des Kopfabschnitts 229 bestimmt, gezielt durch ein Verdrehen der Mutter 220 auf dem Bolzen 208 vergrößert oder verringert werden kann. Der kreisförmige Kopfabschnitt 229 des Vorspanngliedes 231 ist relativ stark an das zapfengeführte Tragteil 234 durch die Dichtungsscheibe 230 gekuppelt, da die Dichtungsscheibe 230 aus einem Material mit einem hohen Reibungsbeiwert besteht. Es ist jedoch klar, daß nur ein sehr geringes Reibungskuppeln, wenn überhaupt, zwischen der befestigten Seite 264 und der linken Seite des kreisförmigen Abschnitts 229 möglich ist, da das Drucklager 226, das aus einer Dichtungsscheibe aus Teflon oder dergleichen mit einem geringen Reibungswert besteht, den in Kontakt stehenden Flächen gestattet, sich relativ zueinander zu verschieben, wenn nur ein geringes Drehmoment übertragen wird. Es ist aber auch möglich, das Drucklager 226 mit Walzen oder Kugeln zu versehen, um einen geringen Reibungsgleitwert zu erzielen.

Am Ende des Arms 228 des Sperrvorspanngliedes 231 ist eine Öffnung 240 oder eine andere geeignete Befestigungseinrichtung vorgesehen, welche das freie Ende einer Feder 242 mit dem Arm 228 verbindet. An ihrem gegenüberliegenden Ende ist die Feder 242 an einer Hilfskonstruktion 364 der Endplatte 64 nach vorne von dem Arm 228 zur Aufnahmewalze 32 beabstandet befestigt. Eine Öffnung oder eine andere Verbindungseinrichtung fixiert das gegenüberliegende Ende der Feder 242 an der Hilfskonstruktion 364. Der Abstand zwischen der in Fig. 5 gezeigten Stellung des Arms 228 und der Konstruktion 364 entspricht in etwa der Länge der Feder 242 in ihrem normalen, nicht gestreckten Zustand. Die Feder 242 ist eine herkömmliche Stahl-Schraubenfeder, welche axial gedehnt werden kann, um ein Drehmoment auf das Sperrvorspannglied 231 zu übertragen.

Während des Betriebes bewegt sich der Vorspannarm 228 gemäß Fig. 4 zwischen einer in einer durchgezogenen Linie gezeigten vertikalen Stellung und einer begrenzten, strichpunktiert gezeichneten Stellung, welche nach vorne auf die zentrale Stellung in Richtung der Abrollbewegung der Zuführwalze 30 beabstandet ist. Während einer Vorschubbewegung wird das Papier 34 auf die Aufnahmewalze 32 von der Zuführwalze 30 in der Richtung 35 abgezogen. Das Abziehen des Papiers 34 bewirkt eine Drehung der Zuführwalze in der mit A gekennzeichneten Richtung. Da das zapfengeführte Tragteil 234 und der Stopfen 138 drehbar aneinander durch die Stifte 150 gekuppelt sind, dreht sich das Tragteil 234 deshalb in Übereinstimmung mit der Walze 30 in der Richtung A. Der Kopfabschnitt 229 des Vorspanngliedes 231 ist reibschlüssig an dem zapfengeführten Tragteil 234 während der Anfangsbewegung des Arms 228 aus dessen neutraler Stellung befestigt. Deshalb dreht sich das Vorspannglied 231 mit dem Tragteil 234, bis dessen Arm 228 mit einem Anschlag 464 zusammentrifft, welcher an der Platte 64 gehalten ist. Der Anschlag 464 ist derart zum Arm 228 angeordnet, daß dieser eine bogenförmige Schwenkbewegung von etwa 15 bis 20° ausführen kann, bevor er von dem Anschlag 464 gestoppt wird. Die Anfangsbewegung des armförmigen Vorspanngliedes 231 wird unter Überwindung des auf das Vorspannglied 321 durch dessen Feder 242 ausgeübten Drehmoments ausgeführt, das geringer ist als das durch die Dichtungsscheibe 230 übertragene Reibungsdrehmoment. Sobald jedoch der Arm 228 an dem Anschlag 464 anliegt, dreht sich der zapfengeführte Tragteil 234 relativ zum Spannglied 231, wobei diese Relativdrehung von einer Gleitbewegung zwischen entweder den zusammenwirkenden Flächen der Dichtungsscheibe 230 und des Vorspanngliedes 231 oder den zusammenwirkenden Flächen der Dichtungsscheibe 230 und des zapfengeführten Tragteil 234 begleitet ist, um ein der Drehung der Zuführwalze 30 entgegenwirkendes Reibmoment in der Abrollrichtung zu erzeugen. Es wird also ein Reibungswiderstand auf die Zuführwalze 30 aufgebracht, welcher eine Spannkraft auf das zwischen der Zuführwalze 30 und der Aufnahmewalze 32 befindliche Papier 34 ausübt. Die Größe des durch die Bremse 200 erzeugten Reibungswiderstandes kann durch ein gezieltes Verdrehen der Aufnahmemutter 220 erhöht oder verringert werden, um die Größe der auf die zusammenwirkenden Flächen wirkende Normalkraft, welche die Flächen gegeneinander drückt, einzustellen.

Wenn die Vorwärtsbewegung des Papiers 34 aufgrund des Anhaltens des Motors 74 stoppt, ist der Arm 228 in seiner ausgeschwenkten, an dem Anschlag 464 anliegenden Stellung angeordnet. Die Feder 242 ist über ihre normale Länge gedehnt. Wenn die Drehung des Motors 74 nun gestoppt wird, gelangt der Kopfabschnitt 229 des Vorspanngliedes 231 wieder in Reibungseingriff mit dem zapfengeführten Tragteil 234 und der von dem Kopfabschnitt 229 beaufschlagte Arm 228 bringt ein Sperrvorspanndrehmoment auf die Walze 30 in der Richtung B gemäß Fig. 4 auf. Dadurch wird das Papier 34 gespannt und stationär relativ zur Auflagefläche 22 gegen die zwischen dem Papier 34 auf der Fläche 22 und dem Rotor des Motors 74 gespeicherten Kräfte, welche das Papier 34 vorwärts von der Zuführwalze 30 abziehen wollen, gehalten.

Es ist klar, daß unterschiedliche Änderungen an der auf die Zuführwalze 30 wirkenden Bremse 200 vorgenommen werden können, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen. Es können z.B. verschiedene unterschiedliche Einrichtungen verwendet werden, um eine einstellbare Kraft vorzusehen, die zwei Reibungsflächen gegeneinander drückt, welche relativ zueinander gleiten, um eine Spannung in dem Papier 34 während der maßgeblichen Vorschubbewegung zu erzeugen; außerdem können unterschiedliche Einrichtungen zum Vorspannen des Vorspanngliedes 231 verwendet werden, um dessen Rotationsbewegung weg von seiner neutralen Stellung in seine begrenzte Stellung nachgiebig aufzunehmen. Es ist z.B. möglich, eine einzige kombinierte Druck- und Drehfeder zu verwenden, um sowohl die Reibungsflächen aneinander zu drücken, als auch die Drehbewegung des Sperrvorspanngliedes 231 aus einer neutralen Position nachgiebig aufzunehmen.


Anspruch[de]
  1. 1. Plotter mit einer Reibungsbremse für eine Einrichtung zum Spannen und Vorziehen eines von einer Zuführwalze abzuwickelnden und auf eine Aufnahmewalze aufzuwickelnden Aufzeichnungsmaterials, wobei die Reibungsbremse auf die Zuführwalze wirkt, die an ihrer einen Stirnseite zentrisch ein drehfest mit ihr verbundenes Tragteil aufnimmt, und mit mindestens einem seitlichen Rahmenteil zur Lagerung der Zuführwalze und der Aufnahmewalze, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragteil (234) in axialer Richtung der Zuführwalze (30) relativ zu dieser verschieblich und die Zuführwalze (30) von dem Tragteil (234) lösbar ist, daß das Tragteil (234) zur Lagerung der Zuführwalze (30) drehbar auf einem in dem seitlichen Rahmenteil (64) drehfest und axial verschieblich gelagerten Bolzen (208) angeordnet ist, daß auf dem Bolzen (208) ein Vorspannglied (231) sowie zwischen diesem und dem Tragteil (234) ein Reibungsglied (230) drehbar angeordnet sind, die mit dem Tragteil (234) eine reibschlüssige Verbindung bilden, die mindestens zwei senkrecht zum Bolzen (208) angeordnete reibschlüssig zusammenwirkende Flächen umfaßt, wobei am Vorspannglied (231) eine Einrichtung (242) für dessen federnd nachgiebige Drehung angreift, daß der Bolzen (208) auf der der Zuführwalze (30) abgewandten Seite des seitlichen Rahmenteils (64) eine Einrichtung (220, 224) zum Spannen der reibschlüssig zusammenwirkenden Flächen gegen das seitliche Rahmenteil (64) und damit gegeneinander aufweist, und daß das Vorspannglied (231) bei Drehung der Zuführwalze (30) im Sinne eines Aufzeichnungsmaterialvorschubes durch Reibschluß mit dem Reigungsglied (230) aus einer neutralen Stellung unter Überwindung einer von der Einrichtung (242) aufgebrachten Kraft in eine begrenzte Stellung drehbar ist.
  2. 2. Plotter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Rahmenteil (64) und dem Vorspannglied (231) ein Lagerglied (226) angeordnet ist, das mit einer Fläche am Vorspannglied (231) anliegt.
  3. 3. Plotter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lagerglied (226) drehbar auf dem Bolzen (208) gehalten ist und mit der anderen Fläche am Rahmenteil (64) anliegt.
  4. 4. Plotter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorspannglied (231) einen Kopfabschnitt (229) mit einer Durchgangsöffnung zum Aufnehmen des Bolzens (208) hat.
  5. 5. Plotter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorspannglied (231) einen sich radial nach außen von dem Kopfabschnitt (229) erstreckenden Arm (228) und eine mit dem Arm (228) und einer Stütze (364) des Rahmenteils (64) verbundene Feder (242) hat.
  6. 6. Plotter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen (208) an seinem einen Ende mit einem Gewinde versehen ist und die Einrichtung (220, 224) zum Spannen der reibschlüssig zusammenwirkenden Flächen (208) eine auf das Gewinde aufgeschraubte Einstellmutter (220) und eine konzentrisch um den Bolzen (208) angeordnete Druckfeder (222) hat, die zwischen der Einstellmutter (220) und dem Rahmenteil (64) sitzt.
  7. 7. Plotter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragteil (234) eine von dem seitlichen Rahmenteil (64) abgewandte Innenfläche mit einem Rücksprung (216) zur Aufnahme einer Bolzen-Rückhalteeinrichtung (214) des Bolzens (208) hat, der (216) eine vorgegebene Tiefe aufweist und konzentrisch zur Bolzenachse (31) verläuft, und daß der Tragteil (234) eine seine dem seitlichen Rahmenteil (64) zugewandte Außenfläche mit dem Rücksprung (216) verbindende Durchgangsöffnung (207) hat.
  8. 8. Plotter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Rückhalteeinrichtung durch einen Kopf (214) des Bolzens (208) mit einem ausreichend großen Durchmesser zur Aufnahme in dem Rücksprung (16) gebildet ist, und daß der Kopf (214) wenigstens teilweise von dem Rücksprung (216) aufgenommen ist.
  9. 9. Plotter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß Drucklager (218) zwischen der Bodenwand des Rücksprungs (216) und dem Kopf (214) angeordnet sind.
  10. 10. Plotter nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen (208) drehfest in einer Stützöffnung (210) des seitlichen Rahmenteils (64) durch eine Paßfeder (212) gelagert ist, welche in entsprechenden, sowohl in der Stützöffnung (210) als auch im Bolzen (208) vorgesehenen Nuten aufgenommen ist.
  11. 11. Plotter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lagerglied (226) eine Scheibe aus einem Material mit geringem Reibungswert und das Reibungsglied (230) eine Scheibe aus einem Material mit einem hohen Reibungsbeiwert ist.
  12. 12. Plotter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorspannglied (231) aus Metall besteht.






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