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Dokumentenidentifikation DE4037377A1 27.05.1992
Titel Vorrichtung zum Erkennen von Doppel-Blattfilmen
Anmelder Kodak AG, 7000 Stuttgart, DE
Erfinder Blank, Kurt, 7000 Stuttgart, DE;
Üffinger, Friedrich, 7060 Schorndorf, DE
DE-Anmeldedatum 23.11.1990
DE-Aktenzeichen 4037377
Offenlegungstag 27.05.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.05.1992
IPC-Hauptklasse B65H 7/12
IPC-Nebenklasse B65H 3/08   G03B 17/26   G03B 42/04   G03D 13/00   
Zusammenfassung An einer Saugvorrichtung (4, 5, 6, 21) zum Vereinzeln von Blattfilmen (3a) von einem Blattfilmstapel (3) ist ein zusammen mit diesem schwenkbarer Dickenfühler (10, 11, 15, 17, 19) gelagert. Die Saugvorrichtung (6, 21) löst den zu entnehmenden Blattfilm (3a) durch Abwinkeln seines vorderen Bereichs von einem Blattfilmstapel (3) ab. Der gabelförmig ausgebildete Dickenfühler (10, 11, 15, 17) wird federbeaufschlagt auf den abgewinkelten Bereich des noch auf dem Blattfilmstapel (3) befindlichen Blattfilmes (3a) aufgeschoben. Der Dickenfühler weist zwei Hebel (10, 11) mit Rollen (15, 17) auf, von denen ein Hebel (11) relativ zum anderen Hebel (10) schwenkbar ist. Der schwenkbar gelagerte Hebel (11) betätigt in Abhängigkeit von seinem Schwenkweg einen Schalter (19). Wenn sich zwischen den Rollen (15, 17) der Hebel (10, 11) mehr als ein Blattfilm (3a) befinden, dann wird der Schalter (19) betätigt, wodurch eine Fortsetzung des weiteren Blattfilm-Entnahmevorganges unterbrochen und eine Wiederholung des Blattfilm-Entnahmevorganges ausgelöst wird. Auch während des im Bedarfsfalle mehrmaligen Wiederholens des Entnahmevorganges bleibt der zu entnehmende Blattfilm (3a) auf dem Blattfilmstapel (3) liegen und wird dadurch keiner unnützen Beanspruchung ausgesetzt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Erkennen von Doppelblättern bei einer Vorrichtung zum Vereinzeln eines Blattfilmes von einem Blattfilmstapel vorzugsweise aus einem Vorratsmagazin mit einer Saugvorrichtung die zum Ablösen des zu entnehmenden Filmes den von der Saugvorrichtung erfaßten vorderen Bereich des Blattfilmes zur Blattfilmebene abwinkelt.

Bei einer durch die DE-OS 37 05 851 bekanntgewordenen Vorrichtung dieser Art wird ein in einem Vorratsmagazin befindlicher Blattfilm in seinem vorderen Bereich von Saugern erfaßt und durch Kippen der Sauger vom darunterliegenden Blattfilmstapel getrennt. Danach wird der Blattfilm von den schwenkbar geführten Saugern aus dem Vorratsmagazin entnommen und durch eine im Bewegungsweg angeordnete Lichtschranke bewegt, welche feststellt, ob mehr als ein Blattfilm erfaßt wurde. Wenn die Lichtschranke mehr als einen Blattfilm feststellt, wird durch eine Steuervorrichtung der Entnahmevorgang abgebrochen, die Schwenkrichtung der Sauger umgekehrt und die Blattfilme wieder in das Vorratsmagazin zurückgebracht und dort abgelegt. Durch komplettes Wiederholen des Entnahmevorganges werden mehrere Entnahmeversuche vorgenommen, um durch die wiederholte Kippbewegung der Sauger den zweiten anhaftenden Blattfilm zu lösen. Bei den wiederholten Entnahmeversuchen zum Zwecke der Blattfilm-Ablösung wird der Blattfilm bei dieser bekannten Vorrichtung durch die relative Bewegung zwischen dem zu entnehmenden Blattfilm und dem Blattfilm-Vorratsstapel sowie durch die Reibung an Führungsmitteln in unerwünschter Weise zusätzlich beansprucht.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der gattungsgemäßen Art derart auszugestalten, daß das Erkennen von Doppel-Blattfilmen filmschonend erfolgen kann.

Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß ein Dickenfühler in den abgewinkelten Bereich des noch auf dem Blattfilmstapel befindlichen Blattfilms gelangt.

In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung besteht der Dickenfühler aus einem ersten, gemeinsam mit der Saugvorrichtung schwenkbaren Hebel, an dem ein zweiter Hebel schwenkbar gelagert ist, der einen Schalter betätigt, wobei an den Hebeln jeweils die Ober- bzw. die Unterseite des Blattfilmes abtastende Rollen drehbar gelagert sind.

Vorteilhafterweise werden die Hebel des Dickenfühlers in ihrer Schwenkbewegung zwischen einer Abtaststellung und einer Ausgangsstellung begrenzt, wobei die Ausgangsstellung durch einen elektromagnetisch betätigbaren Anschlag bestimmt wird, der den Dickenfühler zur Abtaststellung hin freigibt.

Zweckmäßigerweise wird der Dickenfühler von der Saugvorrichtung durch formschlüssige Mitnahme in die Ausgangsstellung zurückgeführt.

Durch die erfindungsgemäße Ausbildung und Anordnung des Dickenfühlers wird bereits vor einer Entnahme eines Blattfilmes vom Blattfilmstapel erkannt, ob ein zweiter Blattfilm anhaftet, so daß in einem solchen Fall der Blattfilm zunächst nicht vom Blattfilmstapel abgezogen wird. Nur wenn der Dickenfühler das funktionsgerechte Erfassen eines einzigen Blattfilmes feststellt, wird der eigentliche Filmentnahmevorgang eingeleitet, so daß der Blattfilm nur bei einer funktionsgerechten Vereinzelung transportiert und dadurch schonend behandelt wird.

Weitere Merkmale und Vorteile sind der Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels der Erfindung und den Unteransprüchen zu entnehmen. Die Zeichnung zeigt jeweils in schematischer Darstellung in der

Fig. 1 die Vorrichtung in der Ausgangsstellung in einer Seitenansicht;

Fig. 2 die Vorrichtung gemäß Fig. 1 in der Abtaststellung und

Fig. 3 Einzelheiten der Vorrichtung gemäß Fig. 1 in einer Schrägansicht.

Die Erfindung wird in Verbindung mit einer Vorrichtung zum Entnehmen von Blattfilmen 3a aus einem Blattfilm-Vorratsmagazin 1 beschrieben, die eine Saugleiste 21 mit mehreren Saugern 6 aufweist.

Eine derartige Vorrichtung findet beispielsweise bei einer Vorrichtung zum Einlegen von Blattfilm in Blattfilm-Kassetten Verwendung, wie sie durch die DE 37 05 851-A1 bekannt ist.

Die Beschreibung der Erfindung ist jedoch auf die zur Darstellung der Erfindung wesentlichen Merkmale beschränkt.

In dem Vorratsmagazin 1, das von einem in Pfeilrichtung "A" schwenkbar angelenkten Deckel 2 lichtdicht verschließbar ist, befindet sich ein Blattfilmstapel 3.

Die Vorrichtung zur Vereinzelung und Entnahme der Blattfilme besteht im wesentlichen aus einem Tragarm 4, an dem Ausleger 5 befestigt sind, an deren Ende eine Saugleiste 21 mit mehreren Saugern 6 schwenkbar gelagert ist.

Der Dickenfühler zum Erkennen von Doppel-Blattfilmen weist im wesentlichen zwei relativ zueinander schwenkbare Tasthebel 10 und 11 mit Rollen 15 und 17 auf, von denen der Tasthebel 11, 11a einen Schalter 19 betätigt.

Der Tragarm 4 und der Tasthebel 10, im folgenden vorderer Tasthebel 10 genannt, sind relativ zueinander bewegbar und um eine gemeinsame Motorwelle 9 eines nicht dargestellten Elektromotors in Pfeilrichtungen "C" schwenkbar gelagert. Die Motorwelle 9 ist an einem in den Fig. 1 und 2 schematisch dargestellten, vertikal bewegbaren Führungsteil 22 gelagert, welches motorisch angetrieben entlang einer Führungssäule 23 in Pfeilrichtungen "D" bewegbar ist.

An dem Tragarm 4 sind zwei in einem Abstand parallel zueinander angeordnete Ausleger 5 befestigt (nur der vordere Ausleger 5 ist sichtbar), zwischen deren in das geöffnete Vorratsmagazin 1 hineinragenden Enden die Saugleiste 21 mit den Saugern 6 und nicht dargestellten Blasdüsen um ein Lager 7 schwenkbar angeordnet ist. An der Saugleiste 21 greift ein elektromagnetisch betätigbarer Seilzug 8 an, der die unter Federkraft in die dargestellte Schräglage beaufschlagte Saugleiste 21 in eine parallel zur Blattfilmebene ausgerichtete Lage (in Fig. 1 strichpunktiert dargestellt) schwenken kann.

Der vordere Ausleger 5 weist einen Arm 5a mit einem abgewinkelten Vorsprung 5b auf, der gemäß Fig. 2 als Anschlag für den vorderen Tasthebel 10 in dessen Taststellung dient. Der vordere Tasthebel 10 ist mittels einer Lagerbuchse 14 an der Motorwelle 9 frei drehbar gelagert und wird von einer nicht dargestellten Drehfeder im Gegenuhrzeigersinn beaufschlagt. Am freien Ende des vorderen Tasthebels 10 ist eine Rolle 15 um ein Lager 16 drehbar gelagert und benachbart hierzu ist um ein Lager 12 der zweiarmig ausgebildete, hintere Tasthebel 11, siehe auch Fig. 3, schwenkbar gelagert. Die beiden Tasthebel 10 und 11 sind in einem neben der Saugvorrichtung 4, 5, 6, 21 angeordneten Bereich der Motorwelle 9 derart gelagert, daß sie das kleinstmögliche Filmformat abtasten können.

An einem ersten Arm 11a des hinteren Tasthebels 11 ist um ein Lager 18 eine Rolle 17 drehbar gelagert, die der Rolle 15 des vorderen Tasthebels 10 gegenüberliegt. Der hintere Tasthebel 11 wird von einer Zugfeder 13 beaufschlagt, welche an einer Abwinkelung 10a des vorderen Tasthebels 10 eingehängt ist und an einem zweiten Arm 11b des hinteren Tasthebels 11 derart angreift, daß die Rolle 17 unter leichtem Druck gegen die Rolle 15 gedrückt wird.

Der zweite Arm 11b des hinteren Tasthebels 11 betätigt einen am vorderen Tasthebel 10 befestigten Schalter 19, sobald der Abstand der beiden Rollen 15, 17 einen festgelegten Wert - Dicke eines einzelnen Blattfilms - überschreitet. In dem Bereich zwischen der Zugfeder 13 und dem Schalter 19 ist der zweite Arm 11b des hinteren Tasthebels 11 mittels eines Bolzens 12 und einer hintergreifenden Sicherungsscheibe 24 an einer Ausnehmung 10c des vorderen Tasthebels 10 formschlüssig geführt.

Die Ausgangslage des Dickenfühlers - Tasthebel 10, 11 - wird durch einen Anschlag 20 bestimmt, der in den Bewegungsweg des vorderen Abtasthebels 10 ragt. Der elektromagnetisch betätigbare Anschlag 20 befindet sich in einer in den Fig. 1 und 2 nicht sichtbaren Ebene vor den Abtasthebeln 10 und 11. Seine Lage ist in den Fig. 1 und 2 strichpunktiert angedeutet. Der Anschlag 20 ragt ständig in den Bewegungsweg des vorderen Abtasthebels 10 und wird nur zu dessen Freigabe kurzzeitig entgegen einer Federkraft elektromagnetisch bewegt. Damit der freigegebene Abtasthebel 10 von seiner Abtaststellung gemäß Fig. 2 wieder in seine Ausgangsstellung gemäß Fig. 1 zurückkehren kann, ist an dem Abtasthebel 10 ein insbesondere aus der Fig. 3 ersichtlicher als Schrägfläche ausgebildeter Abweiser 10b angeformt. Beim Zurückschwenken des Abtasthebels 10 drückt dessen Abweiser 10b den Anschlag 20 entgegen Federkraft zur Seite, so daß der Abtasthebel 10 passieren kann. In seiner Ausgangsstellung gemäß Fig. 1 angekommen, rastet der Anschlag 20 wieder federbeaufschlagt vor dem Tasthebel 10 ein (siehe Fig. 1).

Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Der Tragarm 4 befindet sich in einer nicht dargestellten Ausgangsstellung, in der die Saugleiste 21 außerhalb des Vorratsmagazins 1 steht. Durch vertikales Verschieben des Führungsteils 22 entlang der Führungssäule 23 wird die Vorrichtung so weit in Pfeilrichtung "D" verschoben, bis die Saugleiste 21 einem angewählten, geöffneten Vorratsmagazin 1 gegenübersteht. Durch Schwenken des Tragarms 4 im Gegenuhrzeigersinn wird die Saugleiste 21 bis in die in der Fig. 1 dargestellte Lage in das Vorratsmagazin 1 hineingeschwenkt. Die Tasthebel 10 und 11 befinden sich dabei in der in Fig. 1 dargestellten zurückgezogenen Ausgangsstellung.

Nachdem sich die Saugleiste 21 in dem Vorratsmagazin 1 befindet, erfolgt über den Seilzug 8 eine Geradestellung der Saugleiste 21 in die in Fig. 1 strichpunktiert angedeutete Lage. Danach erfolgt ein Heranführen der Saugleiste 21 auf den obersten Blattfilm des Blattfilmstapels 3 durch Absenken der gesamten Vorrichtung entlang der Führungssäule 23.

In der abgesenkten Stellung werden die Sauger 6 mit Unterdruck beaufschlagt, so daß sie einen Blattfilm 3a erfassen. Danach wird der Seilzug 8 entlastet, so daß die Saugleiste 21 durch die auf sie einwirkende Federkraft in die in Fig. 1 dargestellte gekippte Lage geschwenkt wird. Durch diese Schwenkbewegung der Saugleiste 21 wird der vordere Bereich des erfaßten Blattfilms 3a in der aus der Fig. 1 ersichtlichen Weise abgewinkelt und dabei vom darunterliegenden Blattfilmstapel 3 abgelöst. Dieser Ablösevorgang wird durch die Einwirkung von Blasluft auf die Vorderkante des Blattfilmes 3a unterstützt. Die Saugleiste 21 verbleibt dann zunächst in dieser nun eingenommenen Warteposition.

Bevor der so abgelöste Blattfilm 3a aus dem Vorratsmagazin 1 entnommen wird, erfolgt in dieser Warteposition eine Prüfung der funktionsgerechten Ablösung eines einzelnen Blattfilms. Hierzu werden die Tasthebel 10 und 11 freigegeben, indem der Anschlag 20 elektromagnetisch zurückgezogen wird. Dadurch gelangt der vordere Tasthebel 10 unter Wirkung seiner Drehfeder zusammen mit dem daran angelenkten hinteren Tasthebel 11 im Gegenuhrzeigersinn schwenkend in die in Fig. 2 dargestellte Abtaststellung.

Bei dieser Schwenkbewegung der Tasthebel 10 und 11 gerät der von der Saugleiste 21 abgewinkelte Bereich des Blattfilms 3a zwischen die Rollen 15 und 17 der Tasthebel 10 und 11. Dabei werden die Rollen 15, 17 auseinandergedrückt, wodurch der hintere Tasthebel 11 entgegen der Wirkung der Zugfeder 13 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt und die relative Lage seines Schaltarmes 11b zum vorderen Tasthebel 10 verändert wird.

Wenn sich zwischen den Rollen 15, 17 funktionsgerecht nur ein Blattfilm 3a befindet, dann reicht diese Schwenkbewegung nicht aus, um mit dem Schaltarm 11b des hinteren Tasthebels 11 den Schalter 19 zu betätigen. In diesem Falle erfolgt vielmehr sofort die Entnahme des Blattfilmes 3a aus dem Vorratsmagazin 1, indem der Tragarm 4 die Warteposition verlassend im Uhrzeigersinn geschwenkt wird. Dabei werden über den Vorsprung 5b des Auslegers 5 auch der vordere Tasthebel 10 und über diesen der daran angelenkte hintere Tasthebel 11 mitgenommen. Die Saugleiste 21 zieht bei dieser Schwenkbewegung den angesaugten Blattfilm 3a aus dem Vorratsmagazin 1 heraus und leitet ihn weiteren, mit dem Tragarm 4 verbundenen, nicht dargestellten Führungsmitteln zu. Nachdem der vereinzelte Blattfilm 3a vollständig aus der Vorratskassette 1 entnommen ist und an den nicht dargestellten Führungsmitteln gehalten wird, wird die komplette Blattfilm-Entnahmevorrichtung zusammen mit dem Dickenfühler 4, 5, 21, 10, 11 sowie den den Blattfilm 3a haltenden, nicht dargestellten Führungsmitteln durch vertikales Verschieben des Führungsteils 22 entlang der Führungssäule 23 in eine nicht dargestellte Ladeposition bewegt. In der Ladeposition wird die Schwenkrichtung des Tragarmes 4 umgekehrt und der vereinzelte Blattfilm 3a durch die im Gegenuhrzeigersinn schwenkende Saugleiste 21 entlang der nicht dargestellten Führungsmittel geführt in eine nicht dargestellte, geöffnete Einzelfilmkassette hineingeschoben. Durch Lüften der Saugleiste 21 fällt dann der Blattfilm 3a in die Einzelfilmkassette hinein und die komplette Blattfilm-Entnahmevorrichtung mit der Dicken-Fühlvorrichtung sowie den Führungsmitteln kehrt in eine Ausgangsposition gegenüber einem Vorratsmagazin 1 zurück.

Wenn beim Abwinkeln des Blattfilms 3a gemäß Fig. 2 ein zweiter, anhaftender Blattfilm mit abgewinkelt wird, dann stellt dies der Dickenfühler 10, 11, 15, 17, 19 noch innerhalb des Vorratsmagazins 1 fest. In diesem Falle werden die Rollen 15, 17 durch die größere Dicke des abgewinkelten Blattfilmbereichs weiter auseinandergedrückt, so daß der Schaltarm 11b des hinteren Tasthebels 11 einen größeren Schwenkweg ausführt und dabei den Schalter 19 betätigt. Dies löst einen Abbruch des Entnahmevorganges aus, derart, daß die Sauger 6 belüftet werden und die komplette Blattfilm-Entnahmevorrichtung 4, 5, 21 zunächst in die Warteposition angehoben und dann durch Drehen des Tragarmes 4 im Uhrzeigersinn drehend aus dem Vorratsmagazin 1 herausgeschwenkt wird. Beim Belüften geben die Sauger 6 den Blattfilm 3a mit dem daran anhaftenden zweiten Blattfilm frei, so daß diese wieder auf den Blattfilmstapel 3 zurückfallen können. Der Tragarm 4 schwenkt die gesamte Blattfilm-Entnahmevorrichtung 4, 5, 21 im Uhrzeigersinn schwenkend bis in eine vorgegebene Ausgangsstellung heraus und dann im Gegenuhrzeigersinn drehend wieder in die in der Fig. 1 dargestellte Stellung in die Vorratskassette 1 hinein, in der die Saugleiste 21 geradegestellt (strichpunktiert dargestellt), auf den Blattfilmstapel 3 abgesenkt und wieder mit Unterdruck beaufschlagt wird. Dann erfolgt durch Abwinkeln und Anblasen des Filmanfangs ein neuer Ablösevorgang wie beschrieben, und es wird in der Warteposition durch Freigeben der Tasthebel 10 und 11 eine erneute Dickenmessung vorgenommen.

Es wird davon ausgegangen, daß sich ein anhaftender Blattfilm - es können eventuell auch zwei weitere Blattfilme anhaften - beim Zurücklegen auf den Blattfilmstapel 3, dem erneuten Abwinkeln und durch die Einwirkung der Blasluft ablöst, so daß dann funktionsgerecht nur noch ein einziger Blattfilm 3a von der Saugleiste 21 erfaßt wird.

Sollte bei der zweiten Dickenmessung ebenfalls eine Doppel- oder Mehrfachblatt-Situation festgestellt werden, so wird der Ablösevorgang insgesamt bis zu dreimal wiederholt. Wenn danach immer noch keine Einzelblatt-Situation eintreten sollte, dann erfolgt eine entsprechende Störanzeige am Gerät.

Abweichend von dem beschriebenen Ausführungsbeispiel kann der Dickenfühler auch parallel zum abgewinkelten Bereich des Blattfilmes 3a an der Saugvorrichtung 4 und 5 verschiebbar geführt sein (nicht dargestellt) und im übrigen sinngemäß, wie beim Ausführungsbeispiel beschrieben, ausgebildet sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Erkennen von Doppelblättern bei einer Vorrichtung zum Vereinzeln eines Blattfilmes von einem Blattfilmstapel, vorzugsweise aus einem Vorratsmagazin mit einer Saugvorrichtung, die zum Ablösen des zu entnehmenden Blattfilmes den von der Saugvorrichtung erfaßten vorderen Bereich des Blattfilmes zur Blattfilmebene abwinkelt, dadurch gekennzeichnet, daß ein Dickenfühler (10, 11, 15, 17, 19) in den abgewinkelten Bereich des noch auf dem Blattfilmstapel (3) befindlichen Blattfilmes (3a) gelangt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dickenfühler gabelartig das abgewinkelte Ende des Blattfilmes (3a) umgreifende Hebel (10, 11) aufweist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dickenfühler einen ersten und einen zweiten Hebel (10 bzw. 11) aufweist, daß der erste Hebel (10) an seinem einen Ende um ein Lager (9) schwenkbar ist und mit seinem anderen Ende die obere Seite des abgewinkelten Bereichs des Blattfilms (3a) abtastet, daß der zweite Hebel (11) zweiarmig ausgebildet ist und um ein Lager (12) am ersten Hebel (10) schwenkbar angelenkt ist und daß der zweite Hebel (11) mit seinem ersten Hebelarm (11a) die Unterseite des abgewinkelten Bereichs des Blattfilms (3a) abtastet.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Hebel (11) mit seinem zweiten Hebelarm (11b) einem Schalter (19) zugeordnet ist und daß der zweite Hebel (11) in dem dem abgewinkelten Bereich des Blattfilms (3a) zugeordneten Abtastbereich gegen den ersten Hebel (10) federbeaufschlagt ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den dem Abtastbereich zugeordneten Enden der Hebel (10, 11) der Oberseite bzw. der Unterseite des abgewinkelten Bereichs des Blattfilmes (3a) zugeordnete Rollen (15 bzw. 17) gelagert sind.
  6. 6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Hebel (10) des Dickenfühlers (10, 11) und die Saugvorrichtung (4, 5, 6, 21) um ein Lager (9) schwenkbar angeordnet sind.
  7. 7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der Saugvorrichtung (4, 5, 6, 21) ein erster und ein zweiter Anschlag (5b bzw. 20) angeordnet sind, die in den Bewegungsweg des Dickenfühlers (10, 11) ragen, daß der erste Anschlag (5b) einer Abtaststellung des Dickenfühlers (10, 11) zugeordnet ist, daß der zweite Anschlag (20) einer Ausgangsstellung des Dickenfühlers (10, 11) zugeordnet ist und daß der zweite Anschlag (20) aus dem Bewegungsweg des Dickenfühlers (10, 11) herausbewegbar ausgebildet ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß an dem ersten Hebel (10) eine schräg zu dessen Bewegungsebene angeordnete, dem bewegbaren Anschlag (20) zugeordnete Schrägfläche (10b) angeformt ist.
  9. 9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Hebel (11) in dem dem Schalter (19) zugeordneten Bereich des zweiten Hebelarmes (11b) formschlüssig am ersten Hebel (10) geführt ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Dickenfühler an einem parallel zum abgewinkelten vorderen Bereich des Blattfilmes (3a) geführten, verschiebbaren Träger angeordnet ist.






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