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Dokumentenidentifikation DE4124839C1 09.07.1992
Titel Flexible Sichtscheibe aus Kunststoff und Verfahren zu ihrer Herstellung
Anmelder Vegla Vereinigte Glaswerke GmbH, 5100 Aachen, DE
Erfinder Musil, Ingrid, 5100 Aachen, DE;
Bröring, Karin, Dr., 4050 Mönchengladbach, DE;
Gelderie, Udo;
Holzer, Gerhard, Dr., 5100 Aachen, DE
DE-Anmeldedatum 26.07.1991
DE-Aktenzeichen 4124839
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.07.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.07.1992
IPC-Hauptklasse C08L 75/06
IPC-Nebenklasse C08J 5/18   C08G 18/66   C08G 18/42   C08K 5/17   B60J 1/18   B60J 7/12   
IPC additional class // C08G 18/75,18/78,18/61  
Zusammenfassung Eine faltbare Heckscheibe aus Kunststoff für ein Verdeck eines Personenwagens besteht aus einer Monoschicht aus Polyurethan. Sie wird hergestellt durch Gießen der Reaktionsmischung auf eine ebene Gießunterlage. Die Reaktionsmischung enthält einen bifunktionellen hydroxylgruppenhaltigen Polyester, ein trifunktionelles Polyol, ein Polyisocyanat aus einem in Isophorondiisocyanat gelösten cycloaliphatischen Isocyanatharnstoffaddukt und gegebenenfalls ein bifunktionelles Isophorondiisocyanat.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine flexible Sichtscheibe aus Kunststoff, insbesondere eine faltbare Heckscheibe für ein Verdeck eines Personenwagens. Sie betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung einer solchen flexiblen Sichtscheibe.

An flexiblen Sichtscheiben aus Kunststoff werden verschiedenartige Anforderungen gestellt. Einerseits müssen sie gute optische Eigenschaften aufweisen, um eine verzerrungsfreie Durchsicht zu gewährleisten, und hinreichend steif sein, damit sie sich im gespannten Zustand, das heißt bei verschlossenem Verdeck, in eine möglichst wellenfreie Form legen. Andererseits müssen sie hinreichend flexibel sein, damit sie den Faltvorgang mitmachen können, ohne jedoch dabei zu knicken. Ferner müssen sie eine hohe mechanische Festigkeit, eine gute Kratzfestigkeit und eine hohe UV-Stabilität aufweisen. Die geforderten Eigenschaften sollen schließlich über einen längeren Zeitraum sowie bei hohen und bei tiefen Temperaturen erhalten bleiben.

Die bekannten flexiblen Sichtscheiben bestehen aus mehrschichtigen Folien. So ist zum Beispiel aus der EP 00 85 006 B1 eine flexible Sichtscheibe bekannt, die aus einer schlag- und reißfesten Kernschicht aus Polycarbonat oder aus Polyurethan-Polyharnstoff besteht, auf der Deckschichten aus hochelastischem Polyurethan mit Selbstheileigenschaften angeordnet sind. Der die Kernschicht bildende Polyurethan- Polyharnstoff weist bei dieser bekannten flexiblen Sichtscheibe im wesentlichen eine lineare Molekülstruktur und aliphatisch oder cycloaliphatisch gebundene Urethan- und Harnstoffsegmente auf und wird durch Reaktion eines freie Isocyanatgruppen enthaltenden Präpolymers mit primären aliphatischen oder cycloaliphatischen Diaminen mit einem mittleren Molekulargewicht von 60 bis 340 erhalten, wobei das Präpolymer aus einem Polyesterdiol oder einem Polyetherdiol mit jeweils einem mittleren Molekulargewicht von 500 bis 4000, oder aus einer Mischung solcher Polyesterdiole und Polyetherdiole und kurzkettiger aliphatischer Diole mit einem mittleren Molekulargewicht von 62 bis 250 und einem aliphatischen oder cycloaliphatischen Diisocyanat hergestellt wurde, das in bezug auf die freien Hydroxylgruppen im Überschuß vorhanden ist. Da ein solches Polyurethan zwar die erforderliche Steifigkeit und Reißfestigkeit, dagegen nicht die gewünschte Kratzfestigkeit aufweist, werden auf diese Kernschicht kratzfeste Deckschichten aus einem verhältnismäßig weichen hochelastischen Polyurethan aufgebracht. Wegen ihres mehrschichtigen Aufbaus ist das Herstellverfahren dieser bekannten flexiblen Sichtscheiben verhältnismäßig aufwendig.

Auch die in der DE 36 36 264 bekannte flexible Sichtscheibe weist einen mehrschichtigen Aufbau auf. In diesem Fall ist eine Folie aus transparentem Weich-PVC zumindest auf einer Seite mit einer Deckschicht aus einem elastisch eingestellten, transparenten Zwei- Komponenten-Polyurethanlack auf Basis hydroxylgruppenhaltiger Polyester bzw. hydroxylgruppenhaltiger Polyacrylate oder auch Mischungen daraus, die mit Polyisocyanaten vernetzt werden, versehen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine flexible Sichtscheibe mit einfachem Aufbau zu schaffen, die sowohl die Forderungen bezüglich ihrer mechanischen Festigkeitseigenschaften erfüllt als auch gleichzeitig die notwendigen Eigenschaften bezüglich der Kratzfestigkeit aufweist.

Erfindungsgemäß besteht die flexible Sichtscheibe aus einer Monoschicht aus einem Polyurethan und ist aus einer Reaktionsmischung folgender Zusammensetzung hergestellt:

  • - 100 Gewichtsteile einer Polyolkomponente aus 30 bis 70 Gew.% eines bifunktionellen hydroxylgruppenhaltigen Polyesters mit einer mittleren Molmasse von 800 bis 1200 g/mol und einem OH-Gehalt von 4,25 bis 2,83% und 70 bis 30 Gew.% eines trifunktionellen Polyols auf Basis von Caprolacton mit einer mittleren Molmasse von 400 bis 650 g/mol und einem OH-Gehalt von 12,7 bis 7,9%;
  • - 40 bis 65 Gewichtsteile einer Isocyanatkomponente aus 70 bis 100 Gew.% eines Polyisocyanats aus einem in Isophorondiisocyanat gelösten cycloaliphatischen Isocyanatharnstoffaddukt mit einem NCO- Gehalt von 25 bis 31% und 30 bis 0 Gew.% eines bifunktionellen Isophorondiisocyanats mit einer Molmasse von 223 g/mol und einem NCO-Gehalt von 37,6%.


Zur Verbesserung des Fließverhaltens beim Gießen der Reaktionsmischung empfiehlt es sich, der Reaktionsmischung ein Verlaufsmittel beizumischen. Gute Ergebnisse werden erzielt, wenn als Verlaufsmittel der Reaktionsmischung 0,05 bis 1,0 Gew.%, bezogen auf die Reaktionsmischung, eines polyethermodifizierten Dimethylpolysiloxan-Copolymers zugegeben werden.

Ebenfalls ist es zweckmäßig, der Reaktionsmischung in an sich bekannter Weise ein Lichtschutzmittel beizumischen. Hierfür haben sich insbesondere Produkte der sterisch gehinderten Amine bewährt, die beispielsweise in einer Menge von 0,5 bis 2 Gew.%, bezogen auf die Reaktionsmischung, dieser zugegeben werden. Zur Einleitung und Beschleunigung der Reaktion wird der Reaktionsmischung in bekannter Weise ein Reaktionskatalysator zugegeben, beispielsweise Dibutylzinndilaurat in einer Menge von 0,01 bis 0,1 Gew.%, bezogen auf die Reaktionsmischung.

Die erfindungsgemäß hergestellten faltbaren Heckscheiben haben den besonderen Vorteil, daß sie in einem einzigen Arbeitsgang, beispielsweise durch Gießen auf eine geeignete Gießunterlage, hergestellt werden können; nach der Härtungsreaktion werden die Folien von der Gießunterlage abgezogen und sind unmittelbar gebrauchsfertig. Die hergestellten Folien haben eine hohe Reißfestigkeit, eine hohe Reißdehnung und eine geringe plastische Verformbarkeit und sind erheblich flexibler als die bekannten mehrschichtigen Folien, so daß sie sich sehr gut falten lassen. Insbesondere aber haben sie hervorragende hochelastische Eigenschaften und weisen infolgedessen eine gute Kratzfestigkeit auf. Damit weisen die erfindungsgemäß hergestellten Folien alle Eigenschaften auf, die von faltbaren Heckscheiben gefordert werden und sind bezüglich ihrer Herstellung wesentlich weniger aufwendig als die bekannten flexiblen Sichtscheiben.

Während, wie weiter oben erwähnt, die beispielsweise nach dem Gießverfahren hergestellte Folie nach dem Abziehen von der Gießunterlage grundsätzlich bereits gebrauchsfertig ist, kann es sich je nach der verwendeten Reaktionsmischung empfehlen, ihre Oberflächeneigenschaften durch einen chemischen Nachhärtungsprozeß weiter zu verbessern. Durch eine solche chemische Nachbehandlung soll an der Oberfläche noch vorhandenes Rest-Isocyanat vollständig abgebunden werden, so daß nach dieser Behandlung kein Isocyanat an den Folienoberflächen mehr vorhanden ist. Eine solche chemische Nachbehandlung kann darin bestehen, daß die Folie bei etwa 90 bis 100 Grad Celsius einer wasserdampfgesättigten Atmosphäre für einen Zeitraum von einigen Minuten ausgesetzt wird. Ebenso ist es für denselben Zweck möglich, die Folie einer aminhaltigen Atmosphäre bei höheren Temperaturen auszusetzen oder in einem Tauchbad aus einer aminhaltigen wäßrigen Lösung zu behandeln.

Als wesentliche repräsentative Eigenschaften können bezüglich der mechanischen Festigkeit insbesondere die Reißfestigkeit und die Reißdehnung, und bezüglich der Kratzfestigkeit die Abriebfestigkeit und die Ritzhärte angesehen werden. Wenn Kunststoffolien als faltbare Heckscheiben eingesetzt werden sollen, sollen diese Eigenschaften möglichst folgende Werte aufweisen:

Reißfestigkeit ≙ 19 N/mm² Reißdehnung ≙ 200% Abriebfestigkeit ≙ 5% Ritzhärte ≙ 0,2 N


Die Reißfestigkeit und die Reißdehnung werden nach der in der DIN 53455 beschriebenen Methode bestimmt.

Zur Bestimmung der Abriebfestigkeit wird das in der ECE-Norm R-43 beschriebene Verfahren angewendet, indem auf die rotierende Probe während 100 Umdrehungen zwei abrasiv wirkende Reibrollen von 500 g zur Einwirkung kommen. Zur Beurteilung des durch diese Beanspruchung erfolgten Abriebs wird sodann mit Hilfe des in der ECE-Norm R-3 ebenfalls beschriebenen Verfahrens die Trübungszunahme im Vergleich zu der ursprünglichen Trübung vor der Behandlung gemessen, die in % angegeben wird.

Die Mikroritzhärte wird nach dem Verfahren von Erichsen bestimmt, bei dem eine Versuchseinrichtung verwendet wird, wie sie in der DIN 53 799 beschrieben ist mit der Ausnahme, daß der verwendete Ritzdiamant einen Kegelwinkel von 50 Grad und einen Verrundungsradius von 15 Mikrometern an der Kegelspitze aufweist. Zur Beurteilung der Ritzhärte wird dasjenige höchste Belastungsgewicht des Ritzdiamanten angegeben, bei dem noch keine bleibende sichtbare Verletzung der Oberfläche erkennbar ist.

Nachfolgend werden verschiedene Ausführungsbeispiele für die Herstellung von Polyurethanfolien beschrieben, die für den Einsatz als faltbare Heckscheiben geeignet sind.

Beispiel 1

Es wird eine Reaktionsmischung (NCO/OH=1,0) wie folgt hergestellt:

50 g bifunktioneller hydroxylgruppenhaltiger Polyester mit einer mittleren Molmasse von 1063 g/mol und einem OH-Gehalt von 3,2% (OXYSTER T 1136 der Firma HÜLS AG),

50 g trifunktionelles Polyol auf der Basis von Caprolacton mit einer mittleren Molmasse von 540 g/mol und einem OH-Gehalt von 9,5% (TONE 0305 der Firma UNION CARBIDE CORPORATION),

15 g bifunktionelles Isophorondiisocyanat mit einer Molmasse von 223 g/mol und einem NCO-Gehalt von 37,6% (IPDI der Firma HÜLS/AG),

35 g Polyisocyanat aus einem in Isophorondiisocyanat gelösten cycloaliphatischen Isocyanatharnstoffaddukt mit einem NCO-Gehalt von 28% (IPDI - H 2921 der Firma HÜLS AG),

0,2 g polyethermodifiziertes Dimethylpolysiloxan-Copolymer,

1,5 g sterisch gehindertes Amin, und

0,04 g Dibutylzinndilaurat

werden bei Raumtemperatur während 10 Minuten intensiv vermischt. Die so homogenisierte Reaktionsmischung wird in einer Schichtdicke von 1,3 mm auf eine ca. 60 Grad Celsius warme Glasplatte aufgegossen und in einem Ofen bei 90 Grad Celsius während 60 Minuten ausgehärtet. Anschließend wird die Folie von der Glasplatte abgezogen und in einem Ofen mit einer Temperatur von 100 Grad Celsius und wasserdampfgesättigter Atmosphäre während 5 Minuten behandelt.

Der Messungen an der entsprechend diesem Beispiel hergestellten Folie ergaben folgende Werte:

Reißfestigkeit: 34,1+6,0 N/mm²

Reißdehnung: 373+22%

Abriebfestigkeit: 1,93+0,3%

Ritzhärte: 0,27 N.

Beispiel 2

Es wird eine Reaktionsmischung mit einem NCO/OH-Verhältnis von 1,1 aus folgenden Komponenten hergestellt:

50 g bifunktioneller hydroxylgruppenhaltiger Polyester mit einer mittleren Molmasse von 1063 g/mol und einem OH-Gehalt von 3,2%,

50 g trifunktionelles Polyol auf der Basis von Caprolacton mit einer mittleren Molmasse von 540 g/mol und einem OH-Gehalt von 9,5%,

17,1 g bifunktionelles Isophorondiisocyanat mit einer Molmasse von 223 g/mol und einem NCO-Gehalt von 37,6%,

39,8 g Polyisocyanat aus einem in Issophorondiisocyanat gelösten cycloaliphatischen Isocyanatharnstoff mit einem NCO-Gehalt von 28%,

0,2 g polyethermodifiziertes Dimethylpolysiloxan-Copolymer,

1,5 g sterisch gehindertes Amin, und

0,04 g Dibutylzinndilaurat.

Die aus dieser Reaktionsmischung wie im Beispiel 1 beschrieben hergestellte Folie weist folgende Eigenschaften auf:

Reißfestigkeit: 37,7+4,3 N/mm²

Reißdehnung: 275+13,5%

Abriebfestigkeit: 2,95+0,41%

Ritzhärte: 0,11 N.

Beispiel 3

Es wird eine 1,3 mm dicke Folie aus folgender Reaktionsmischung (NCO/OH=1,2) hergestellt:

50 g bifunktioneller hydroxylgruppenhaltiger Polyester mit einer mittleren Molmasse von 1063 g/mol und einem OH-Gehalt von 3,2%,

50 g trifunktionelles Polyol auf der Basis von Caprolacton mit einer mittleren Molmasse von 540 g/mol und einem OH-Gehalt von 9,5%,

18,6 g bifunktionelles Isophorondiisocyanat mit einer Molmasse von 223 g/mol und einem NCO-Gehalt von 37,6%,

43,5 g Polyisocyanat aus einem in Isophorondiisocyanat gelösten cycloaliphatischen Isocyanatharnstoffaddukt mit einem NCO-Gehalt von 28%,

0,2 g polyethermodifiziertes Dimethylpolysiloxan-Copolymer,

1,5 g sterisch gehindertes Amin, und

0,04 g Dibutylzinndilaurat.

Eine Folie aus dieser Reaktionsmischung weist folgende Eigenschaften auf:

Reißfestigkeit: 31,7+7,1 N/mm²

Reißdehnung: 219+29%

Abriebfestigkeit: 3,43+0,91%

Ritzhärte: 0,14 N.

Beispiel 4

Es wird eine 1,3 mm dicke Folie aus folgender Reaktionsmischung (NCO/OH=1,0) hergestellt:

70 g bifunktioneller hydroxylgruppenhaltiger Polyester mit einer mittleren Molmasse von 1063 g/mol und einem OH-Gehalt von 3,2%,

30 g trifunktionelles Polyol auf der Basis von Caprolacton mit einer mittleren Molmasse von 540 g/mol und einem OH-Gehalt von 9,5%,

12 g bifunktionelles Isophorondiisocyanat mit einer Molmasse von 223 g/mol und einem NCO-Gehalt von 37,6%,

28 g Polyisocyanat aus einem in Isophorondiisocyanat gelösten cycloaliphatischen Isocyanatharnstoffaddukt mit einem NCO-Gehalt von 28%,

0,2 g polyethermodifiziertes Dimethylpolysiloxan-Copolymer,

1,5 g sterisch gehindertes Amin, und

0,04 g Dibutylzinndilaurat.

Die Messung der mechanischen Eigenschaften ergab folgende Werte:

Reißfestigkeit: 10,8+3,1 N/mm²

Reißdehnung: 481+54%

Abriebfestigkeit: 1,6+0,26%

Ritzhärte: 0,17 N.

Beispiel 5

Es wird eine 1,3 mm dicke Folie aus folgender Reaktionsmischung (NCO/OH=1,0) hergestellt:

30 g bifunktioneller hydroxylgruppenhaltiger Polyester mit einer mittleren Molmasse von 1063 g/mol und einem OH-Gehalt von 3,2%,

70 g trifunktionelles Polyol auf der Basis von Caprolacton mit einer mittleren Molmasse von 540 g/mol und einem OH-Gehalt von 9,5%,

18,6 g bifunktionelles Isophorondiisocyanat mit einer Molmasse von 223 g/mol und einem NCO-Gehalt von 37,6%,

43,3 g Polyisocyanat aus einem in Isophorondiisocyanat gelösten cycloaliphatischen Isocyanatharnstoffaddukt mit einem NCO-Gehalt von 28%,

0,2 g polyethermodifiziertes Dimethylpolysiloxan-Copolymer,

1,5 g sterisch gehindertes Amin, und

0,04 g Dibutylzinndilaurat.

Die Messungen der mechanischen Eigenschaften ergaben folgende Werte:

Reißfestigkeit: 29,3+14,7 N/mm²

Reißdehnung: 258+30%

Abriebfestigkeit: 5,23+0,41%

Ritzhärte: 0,23 N.

Beispiel 6

Es wird eine 1,3 mm dicke Folie aus folgender Reaktionsmischung (NCO/OH=0,8) hergestellt:

50 g bifunktioneller hydroxylgruppenhaltiger Polyester mit einer mittleren Molmasse von 1063 g/mol und einem OH-Gehalt von 3,2%,

50 g trifunktionelles Polyol auf der Basis von Caprolacton mit einer mittleren Molmasse von 540 g/mol und einem OH-Gehalt von 9,5%,

45,1 g Polyisocyanat aus einem in Isophorondiisocyanat gelösten cycloaliphatischen Isocyanatharnstoffaddukt mit einem NCO-Gehalt von 28%,

0,1 g polyethermodifiziertes Dimethylpolysiloxan-Copolymer,

1,0 g sterisch gehindertes Amin, und

0,02 g Dibutylzinndilaurat.

Die Messungen der mechanischen Eigenschaften ergaben folgende Werte:

Reißfestigkeit: 18,7 N/mm²

Reißdehnung: 586%

Abriebfestigkeit: 2,15%

Ritzhärte: 0,09 N.

Beispiel 7

Es wird eine 1,3 mm dicke Folie aus folgender Reaktionsmischung (NCO/OH=0,9) hergestellt:

50 g bifunktioneller hydroxylgruppenhaltiger Polyester mit einer mittleren Molmasse von 1063 g/mol und einem OH-Gehalt von 3,2%,

50 g trifunktionelles Polyol auf der Basis von Caprolacton mit einer mittleren Molmasse von 540 g/mol und einem OH-Gehalt von 9,5%,

50,4 g Polyisocyanat aus einem in Isophorondiisocyanat gelösten cycloaliphatischen Isocyanatharnstoffaddukt mit einem NCO-Gehalt von 28%,

0,1 g polyethermodifiziertes Dimethylpolysiloxan-Copolymer,

1,0 g sterisch gehindertes Amin, und

0,02 g Dibutylzinndilaurat.

Die Messungen der mechanischen Eigenschaften ergaben folgende Werte:

Reißfestigkeit: 25,4 N/mm²

Reißdehnung: 370%

Abriebfestigkeit: 2,99%

Ritzhärte: 0,25 N.

Beispiel 8

Es wird eine 1,3 mm dicke Folie aus folgender Reaktionsmischung (NCO/OH=1,0) hergestellt:

50 g bifunktioneller hydroxylgruppenhaltiger Polyester mit einer mittleren Molmasse von 1063 g/mol und einem OH-Gehalt von 3,2%,

50 g trifunktionelles Polyol auf der Basis von Caprolacton mit einer mittleren Molmasse von 540 g/mol und einem OH-Gehalt von 9,5%,

56,4 g Polyisocyanat aus einem in Isophorondiisocyanat gelösten cycloaliphatischen Isocyanatharnstoffaddukt mit einem NCO-Gehalt von 28%,

0,1 g polyethermodifiziertes Dimethylpolysiloxan-Copolymer,

1,0 g sterisch gehindertes Amin, und

0,02 g Dibutylzinndilaurat.

Die Messungen der mechanischen Eigenschaften ergaben folgende Werte:

Reißfestigkeit: 40,5 N/mm²

Reißdehnung: 288%

Abriebfestigkeit: 4,27%

Ritzhärte: 0,30 N.


Anspruch[de]
  1. 1. Flexible Sichtscheibe aus Kunststoff, insbesondere faltbare Heckscheibe für ein Verdeck eines Personenwagens, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer Monoschicht aus einem Polyurethan besteht und aus einer Reaktionsmischung folgender Zusammensetzung hergestellt ist:
    1. - 100 Gewichtsteile einer Polyolkomponente aus 30 bis 70 Gew.% eines bifunktionellen hydroxylgruppenhaltigen Polyesters mit einer mittleren Molmasse von 800 bis 1200 g/mol und einem OH- Gehalt von 4,25 bis 2,83%, und 70 bis 30 Gew.% eines trifunktionellen Polyols auf Basis von Caprolacton mit einer mittleren Molmasse von 400 bis 650 g/mol und einem OH-Gehalt von 12,7 bis 7,9%;
    2. - 40 bis 65 Gewichtsanteile einer Isocyanatkomponente aus 70 bis 100 Gew.% eines Polyisocyanats aus einem in Isophorondiisocyanat gelösten cycloaliphatischen Isocyanatharnstoffaddukt mit einem NCO-Gehalt von 25 bis 31%, und 30 bis 0 Gew.% eines bifunktionellen Isophorondiisocyanats mit einer Molmasse von 223 g/mol und einem NCO-Gehalt von 37,6%.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung einer flexiblen Sichtscheibe aus einer Reaktionsmischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionsmischung unter Zusatz eines Verlaufsmittels in einer etwa 0,5 bis 2 mm dicken Schicht auf eine Gießunterlage aufgegossen und nach dem Aushärten von der Gießunterlage abgezogen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Verlaufsmittel 0,05 bis 1,0 Gew.%, bezogen auf die Reaktionsmischung, eines polyethermodifizierten Dimethylpolysiloxan-Copolymers der Reaktionsmischung zugegeben werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, gekennzeichnet durch den Zusatz von 0,5 bis 2 Gew.%, bezogen auf die Reaktionsmischung, eines Lichtschutzmittels aus der Gruppe der sterisch gehinderten Amine.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 2, 3 oder 4, gekennzeichnet durch den Zusatz eines Reaktionskatalysators wie Dibutylzinndilaurat.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die gegossene Folie mit beiden Folienoberflächen bei erhöhter Temperatur einer Atmosphäre ausgesetzt wird, die Bestandteile enthält, die mit an den Oberflächen noch vorhandenen Isocyanaten reagieren.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die ausgehärteten Folien in einer wasserdampfgesättigten Atmosphäre bei etwa 90 bis 100 Grad C nachbehandelt werden.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die ausgehärteten Folien in einer aminhaltigen Atmosphäre bei etwa 20 bis 70 Grad C nachbehandelt werden.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie in einem Tauchbad aus einer aminhaltigen wäßrigen Lösung behandelt wird.






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