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Dokumentenidentifikation DE4014927C2 30.07.1992
Titel Getriebe für einen Zirkelkopf
Anmelder Intertech Zeichengeräte Günther Partes KG, 8535 Emskirchen, DE
Erfinder Partes, Stefan, 8535 Emskirchen, DE
Vertreter Kessel, E., Dipl.-Ing.; Böhme, V., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 10.05.1990
DE-Aktenzeichen 4014927
Offenlegungstag 28.11.1991
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.07.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.07.1992
IPC-Hauptklasse B43L 9/16

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Getriebe für einen Zirkelkopf, bei dem jeder der beiden Zirkelschenkel an seinem oberen Ende mit einem Zahnsegment versehen ist, das in einer in Richtung der Schenkellängsachse verlaufenden, die - in Schwenkrichtung gesehen - gesamte Schenkelbreite erfassenden, nach oben offenen Schlitznut gehalten ist und mit seinem gezahnten Umlaufbereich daraus nach innen vorsteht.

Es ist bekannt, das Zahnsegment am Zirkelschenkel anzufräsen, was jedoch sehr zeitaufwendig und kostenintensiv ist. Weiter ist es bekannt, das Zahnsegment als selbständiges Bauteil auszubilden und auf das obere Schenkelende aufzustecken, wobei jedoch gegen die Innenflächen des Zirkelkopfs nicht Flächen des in sich stabilen Zirkelschenkels, sondern die Wangen des Zahnsegments zur Anlage kommen bzw. als Gleitflächen dienen, was vor allem dann, wenn das Zahnsegment aus Kunststoff besteht, zu einem Nachfedern bzw. instabilen Verhalten der Zirkelschenkel führt.

Aus der DE-GMS 19 30 543 ist ein Getriebe bekannt, bei dem im oberen Ende jedes Zirkelschenkels eine in Richtung der Schenkellängsachse verlaufende, zur Schenkelinnenseite hin offene Nut bzw. Ausfräsung vorgesehen ist, in der das Zahnsegment mittels einer horizontalen Achse in den seitlichen Wandbereichen gehalten ist; mit seinem ungezahnten Umfangsbereich, der eine geradlinig verlaufende ebene Fläche bildet, liegt das Zahnsegment gegen den nach außen gerichteten Boden der Nut bzw. Ausfräsung an. Bei geringsten Toleranzen des Durchmessers der Bohrungen zur Aufnahme der horizontalen Achse des Zahnsegments und/oder des Abstands zwischen dieser Achse und dem Boden der Nut bzw. Ausfräsung kommt es zu einem unerwünschten Spiel des Zahnsegments, was beim Verstellen der Zirkelschenkel einen ruckweisen Bewegungsablauf zur Folge hat.

Das gilt im wesentlichen auch für das eingangs beschriebene, aus der DE-GMS 18 90 792 bekannte Getriebe, bei dem anstelle der Nut bzw. Ausfräsung eine durchgehende Schlitzung und anstelle des Zahnsegments eine über den gesamten Umfang gezahnte Scheibe vorgesehen sind, wobei die gezahnte Scheibe in seitlicher Richtung spielfrei in die Schlitzung eingepaßt sein kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf kostengünstige Weise eine spielfreie Fixierung des Zahnsegments am Zirkelschenkel zu schaffen, bei der einKontakt zwischen den Zahnsegment-Seitenflächen und den inneren Seitenflächen des Zirkelkopfs vermieden wird.

Ausgehend von dem eingangs beschriebenen bekannten Getriebe wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß

  • - jedes Zahnsegment an jeder seiner beiden Seitenflächen zur Aufnahme der die Schlitznut einfassenden Wangen des Zirkelschenkels eine Ausnehmung aufweist, die mit zwei sie begrenzenden, senkrecht zur Schwenkebene und parallel zur Schenkellängsachse sich gegenüberliegenden Vertikalflächen gegen die - in Schwenkrichtung gesehen - innere und äußere Stirnfläche der Wangen anliegt, wobei die beiden Ausnehmungen einander gegenüberliegen und der zwischen ihnen befindliche stegartige Teil des Zahnsegments einen in die Schlitznut mit Preßsitz einpaßbaren Bereich bildet,
  • - jede der Seitenflächen des Zahnsegments gegenüber der entsprechenden Seitenfläche des Zirkelschenkels um weniger als die Dicke der Wange geringfügig zurückspringt.


Durch die Kombination Schlitznut und darin mit Preßsitz einpaßbaren Bereich des Zahnsegments wird dieses gegen jegliche Verstellung in der zur Schlitznutebene senkrechten Richtung gesichtert. Durch die Kombination Vertikalflächen am Zahnsegment und entsprechende Anlageflächen am Zirkelschenkel wird das Zahnsegment gegen jegliche Verstellung in Richtung der Schlitznutebene gesichert. Die zurückspringende Anordnung des Zahnsegments gegenüber dem Zirkelschenkel vermeidet den Kontakt zwischen den Seitenflächen des Zahnsegments und den inneren Seitenflächen des Zirkelkopfs. Schließlich ist die Schlitznut einfacher als eine dreiseitig umschlossenen Ausfräsung herzustellen, wobei die Kontaktflächen zwischen Zahnsegment und Zirkelschenkel nicht besonders hergestellt zu werden brauchen, sondern am Spritzgußteil Zahnsegment ausgebildet bzw. am Profilmaterial Zirkelschenkel vorhanden sind.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weisen die die Schlitznut einfassenden Wangen des Zirkelschenkels und der in die Schlitznut einpaßbare Bereich des Zahnsegments eine in der montierten Stellung miteinander fluchtende, quer zur Schlitznutebene verlaufende Bohrung auf. Diese Bohrung ist zur Aufnahme einer Schraube bestimmt, die von der einen Wange des Zirkelkopfs ausgehend diese Bohrung durchdringt und in die gegenüberliegende Wange des Zirkelkopfs eingreift, so daß die Wangen des Zirkelkopfs auf die die Schlitznut einfassenden Wangen des Zirkelschenkels drücken und damit den Preßsitz des Zahnsegments verstärken.

Gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung beträgt die Breite des Rücksprungs des Zahnsegments gegenüber dem Zirkelschenkel auf jeder Seite etwa 0,1-0,2 mm. Dieser verhältnismäßig geringe Rücksprung reicht normalerweise aus, um einen Kontakt zwischen den inneren Seitenflächen des Zirkelkopfs und den Seitenflächen des Zahnsegments zu verhindern.

Zweckmäßigerweise bildet jede der beiden oberen Verbindungen jeweils zweier sich gegenüberliegenden Vertikalflächen eine als Anschlag dienende Horizontalfläche, die gegen die nach oben gerichtete Stirnfläche der die Schlitznut einfassenden Wangen anliegt. Diese Ausgestaltung erweist sich vor allem als Montagehilfe.

Es hat sich als günstig erwiesen, wenn die Zahnung des Zahnsegments entlang einer Mittelebene geteilt ist und die beiden Zahnungsteile um eine halbe Zahnteilung versetzt zueinander angeordnet sind. Diese Ausführung des Zahnsegments ist für beide Zirkelschenkel verwendbar, so daß nur ein Zirkelschenkeltyp hergestellt zu werden braucht.

In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.

Es zeigt

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des Zahnsegments und

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des oberen Endes des Zirkelschenkels.

Das in Fig. 1 gezeigte Zahnsegment 1 weist einen gezahnten Umfangsbereich 2 sowie Seitenflächen 3a und 3b auf, die im unteren Bereich je eine rechteckige Ausnehmung 4 erkennen lassen. Diese einander genau gegenüberliegende Ausnehmung 4 werden seitlich von je zwei Vertikalflächen 5a&min;, 5a&min;&min; bzw. 5b&min;, 5b&min;&min; sowie oben von einer Horizontalfläche 5c umgrenzt; zwischen ihnen ist ein stegartiger Bereich 6 belassen, der von einer Bohrung 7 durchdrungen ist. Das Zahnsegment 1 ist ein Kunststoff-Spritzgußteil.

In dem in Fig. 2 dargestellten oberen Ende eines Zirkelschenkels 8 ist eine in Richtung der Schenkellängsachse verlaufende, in der Schwenkebene der Zirkelschenkel 8 liegende Schlitznut 9 vorgesehen, die zur oberen Stirnseite sowie zur Innen- und Außenseite des Schenkels 8 hin offen und von zwei Wangen 11a und 10b begrenzt bzw. eingefaßt ist. Die rechteckigen Wangen 10a und 100b weisen - in Schwenkrichtung gesehen - innere 11a&min;, 11b&min; und äußere 11a&min;&min;, 11b&min;&min; Stirnflächen sowie je eine nach oben gerichtete Stirnfläche 11c auf.

Die rechteckigen Ausnehmungen 4, der stegartige Bereich 6, die Schlitznut 9 sowie die Wangen 10a und 10b sind so aufeinander abgestimmt, daß das Zahnsegment 1 mit Preßsitz in der Schlitznut 9 gehalten ist, wobei die Vertikalflächen 5a&min;, 5a&min;&min; und 5b&min;, 5b&min;&min; gegen die inneren 11a&min;, 11b&min; und äußeren 11a&min;&min;, 11b&min;&min; Stirnflächen sowie die Horizontalfläche 5c gegen die nach oben gerichtete Stirnfläche 11c zur Anlage kommen. In der dann erreichten montierten Stellung fluchtet die Bohrung 7 des stegartigen Bereichs 6 mit Bohrungen 7a und 7b in den Wangen 10a und 10b; durch die Gesamt-Bohrung 7a, 7, 7b kann eine die Wangen des - nicht dargestellten - Zirkelkopfs erfassende Schraube 12 hindurchgeführt werden.

Bezugszeichenliste

1 Zahnsegment

2 gezahnter Umfangsbereich

3a, 3b Seitenflächen

4 Ausnehmung

5a&min;, 5a&min;&min;, 5b&min;, 5b&min;&min; Vertikalflächen

5c Horizontalflächen

6 stegartiger Bereich

7 Bohrung

7a, 7b Bohrungen

8 Zirkelschenkel

9 Schlitznut

10a&min;, 10b&min; Wangen

11a&min;, 11b&min; innere Stirnflächen

11a&min;&min;, 11b&min;&min; äußere Stirnflächen

11c nach oben gerichtete Stirnflächen

12 Schraube


Anspruch[de]
  1. 1. Getriebe für einen Zirkelkopf, bei dem jeder der beiden Zirkelschenkel an seinem oberen Ende mit einem Zahnsegment versehen ist, das in einer in Richtung der Schenkellängsachse verlaufenden, die - in Schwenkrichtung gesehen - gesamte Schenkelbreite erfassenden, nach oben offenen Schlitznut gehalten ist und mit seinem gezahnten Umfangsbereich daraus nach innen vorsteht, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Zahnsegment (1) an jeder seiner beiden Seitenflächen (3a, 3b) zur Aufnahme der die Schlitznut (9) einfassenden Wangen (10a, 10b) des Zirkelschenkels (8) eine Ausnehmung (4) aufweist, die mit zwei sie begrenzenden, senkrecht zur Schwenkebene und parallel zur Schenkellängsachse sich gegenüberliegenden Vertikalflächen (5a&min;, 5a&min;&min; bzw. 5b&min;, 5b&min;&min;) gegen die - in Schwenkrichtung gesehen - innere (11a&min;, 11b&min;) und äußere (11a&min;&min;, 11b&min;&min;) Stirnfläche der Wangen (10a, 10b) anliegt, wobei die beiden Ausnehmungen (4) einander gegenüberliegen und der zwischen ihnen befindliche stegartige Teil des Zahnsegments (1) einen in die Schlitznut (9) mit Preßsitz einpaßbaren Bereich (6) bildet, jede der Seitenflächen (3a, 3b) des Zahnsegments (1) gegenüber der entsprechenden Seitenflächen des Zirkelschenkels (8) um weniger als die Dicke der Wange (10a, 10b) geringfügig zurückspringt.
  2. 2. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schlitznut (9) einfassenden Wangen (10a, 10b) des Zirkelschenkels (8) und der in die Schlitznut (9) einpaßbare Bereich (6) des Zahnsegments (1) eine in der montierten Stellung miteinander fluchtende, quer zur Schlitznutebene verlaufende Bohrung (7a, 7, 7b) aufweisen.
  3. 3. Getriebe nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des Rücksprungs des Zahnsegments (1) gegenüber dem Zirkelschenkel (8) auf jeder Seite etwa 0,1-0,2 mm beträgt.
  4. 4. Getriebe nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß jede der beiden oberen Verbindungen jeweils zweier sich gegenüberliegender Vertikalflächen (5a&min;, 5a&min;&min; bzw. 5b&min;, 5b&min;&min;) als Anschlag dienende Horizontalfläche (5c) bildet, die gegen die nach oben gerichtete Stirnfläche (11c) der die Schlitznut (9) einfassenden Wangen (10a, 10b) anliegt.
  5. 5. Getriebe nach den Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der gezahnte Umfangsbereich (2) des Zahnsegments (1) entlang einer Mittelebene geteilt ist und die beiden Teilbereiche um eine halbe Zahnteilung versetzt zueinander angeordnet sind.






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