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Dokumentenidentifikation DE4018537C2 30.07.1992
Titel Zeichengerät für Evolventenzahnradprofile
Anmelder Efune, Michail, 1000 Berlin, DE
Erfinder Efune, Michail, 1000 Berlin, DE
Vertreter Vonnemann, G., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Meyer, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 2000 Hamburg
DE-Anmeldedatum 09.06.1990
DE-Aktenzeichen 4018537
Offenlegungstag 12.12.1991
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.07.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.07.1992
IPC-Hauptklasse B43L 11/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Zeichengerät für Evolventenzahnradprofile, die auf einem Schirm zur Kontrolle von Zahnradprofilen auf einem Meßprojektor aufgezeichnet werden, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der DE-PS 8 47 202 ist ein Zeichengerät für Evolventenzahnradprofile bekannt, bei dem am Berührungskreis zweier mit zueinander gekehrten Kegelflächen versehenen Tellerscheiben ein mit einem Schreibstift versehenes Tangentenlineal angepreßt wird. Durch Abstandveränderung der Tellerscheiben ist ein beliebiger Grundkreisdurchmesser zwischen einem Minimalradius und einem Maximalradius einstellbar. Nachteilig an diesem Zeichengerät ist, daß der Anschlag des Tangentenlineals an beiden Berührungskreisen auf den Kegelflächen der Tellerscheiben nur punktförmig ist und somit nicht genügend Reibung zur sicheren, gleitfreien Abwälzung vorhanden ist. Folglich beinhaltet die gezeichnete Evolvente leicht durch Schlupf verursachte Fehler. Ferner ist nachteilig, daß zum Zeichnen von Grundkreis, Kopfkreis, Fußkreis oder Teilkreis gesonderte Zeichengeräte verwendet werden müssen, wobei sich beim Umsetzen der Zeichengeräte Fehler ergeben können.

Daher ist es Aufgabe der Erfindung, ausgehend von der DE-PS 8 47 202, ein Zeichengerät für Evolventenzahnradprofile anzugeben, bei dem eine Erhöhung der Zeichengenauigkeit erreicht wird.

Diese Aufgabe wird mit einem Zeichengerät mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 erfüllt. Vorteilhaft wird dabei das Lineal an der Umfangsfläche einer Stufenscheibe anliegend abgewälzt, wobei die Reibung zwischen Lineal und Stufenscheibe durch zusätzlich elektromagnetische Anziehungskraft erhöht wird. Damit wird die Zeichengenauigkeit verbessert.

In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen beschrieben. Durch axiales Verstellen der Stufenscheibe und Justieren mit einer Schraube läßt sich eine sichere Auswahl des zu zeichnenden Zahnradprofils erreichen. Mit einem weiteren Nadelhalterarm, der auf der Achse der Stufenscheibe angeordnet ist, können Grundkreis, Kopfkreis, Fußkreis und/oder Teilkreis auf dem Schirm gezeichnet werden. Vorteilhaft ist dabei, daß eine Umrüstung des Zeichengerätes nicht erforderlich ist und somit die Maßhaltigkeit gewährleistet ist.

Das Zeichengerät ist mit Bezugnahme auf die Zeichnung eines Ausführungsbeispiels im folgenden näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen Vertikalschnitt entlang der in Fig. 2 definierten Linie A-A,

Fig. 2 eine teilweise geschnittene Aufsicht entlang der in Fig. 1 definierten Linie B-B und

Fig. 3 eine mit dem Zeichengerät erstellte Zeichnung.

In einem Tisch 4 ist eine Stufenscheibe 1 mit ihrer Achse 2 in einer Achshülse 8 gelagert. Ein Lineal 3, das auf dem Tisch 4 durch auf Achsen 16 gelagerten Rollen 15 verschiebbar angeordnet ist, berührt eine Umfangsfläche der Stufenscheibe 1. Eine innerhalb der Stufenscheibe 1 angeordnete Spulenwicklung 6 erzeugt eine elektromagnetische Anziehung des Lineals 3 zur Stufenscheibe 1 und erreicht damit eine Abwälzung ohne Gleitung des Lineals 3 an der Stufenscheibe 1. Das in T-Form ausgebildete Lineal 3 besitzt eine Säule 10, auf der ein Nadelhalterarm 9 aufgepreßt ist. Am Ende dieses Nadelhalterarms 9 ist eine Zeichennadel 5 in der Höhe einstellbar befestigt. Die Spitze der Zeichennadel 5 soll den Schirm 11 berühren. Erfindungsgemäß sind zwei Lineale 3 auf dem Tisch 4 aufgestellt, so daß die linke und die rechte Evolvente gezeichnet werden können.

Um den Kopfkreis, Fußkreis und/oder den Teilkreis des Zahnradprofils auf dem Schirm 11 aufzuzeichnen, ist auf der Achse 2 ein Träger 12 mit einer horizontalen Bohrung angeordnet, der einen Nadelhalterarm 13 einstellbar aufnimmt. Am Nadelhalterarm 13 ist eine Zeichennadel 14 höheneinstellbar angeordnet. Auf dem Nadelhalterarm 13 ist eine Teilung zur Radiuseinstellung aufgebracht. Eine Grenzscheibe 17 begrenzt die Axialverschieblichkeit des Trägers 12.

Der Schirm 11 wird auf einer Verstärkungsscheibe 18 aufgelegt und mit einer Mutter auf der Achse 2 befestigt.

Mit dem erfindungsgemäßen Zeichengerät wird folgendermaßen ein Evolventenzahnradprofil gezeichnet:

  • - Die Stufenscheibe 1 wird durch axiale Verschiebung auf den zu zeichnenden Grundkreis eingestellt und mit einer Schraube 7 befestigt;
  • - Der Schirm 11 wird auf der Verstärkungsscheibe 18 aufgelegt und auf der Achse 2 befestigt;
  • - Der Träger 12 mit Nadelhalterarm 13 und Zeichennadel 14 wird auf die Achse 2 gesteckt und mit der Grenzscheibe 17 gesichert;
  • - Die Zeichennadel 14 wird den Schirm 11 berührend befestigt;
  • - Die Stufenscheibe 1 mit Schirm 11 gedreht und zeichnet dabei die gewünschten Kreise;
  • - Anschließend wird das Lineal 3 auf den Tisch 4 gestellt und die Spitze der Zeichennadel 5 auf einen Punkt C (siehe Fig. 3) auf dem Teilkreis eingestellt, und mit dem Lineal 3 an der Stufenscheibe 1 anliegend wird die linke Evolvente auf den Schirm 11 gezeichnet;
  • - Ein zweiter Punkt C&sub1; liegt auf dem Bogen des Teilkreises mit einem Abstand von e=0,5 * π * m von C entfernt, von dem aus die rechte Evolvente gezeichnet wird, mit m = Modul

    z = Zähnezahl

    d = Teilkreisdurchmesser

    db = m · z · cos 20°, Stufendurchmesser (Grundkreis)

    da = Kopfkreisdurchmesser

    df = Fußkreisdurchmesser

    P = Teilung.


Bezugszeichenliste

1 Stufenscheibe

2 Achse

3 Lineal

4 Tisch

5 Nadel

6 Spulenwicklung

7 Schraube

8 Achshülse

9 Nadelhalterarm

10 Säule

11 Schirm

12 Träger

13 Nadelhalterarm

14 Zeichennadel

15 Rolle

16 Achse

17 Grenzscheibe

18 Scheibe


Anspruch[de]
  1. 1. Zeichengerät für Evolventenzahnradprofile mit
    1. - einer auf einer senkrecht zu einer Zeichenunterlage stehenden Achse (2) zentrisch gehaltenen, in einem Maßstab Bereiche verschiedenen Durchmessers des Grundkreises aufweisenden, in Richtung der Achse (2) verstellbaren Scheibe,
    2. - einem Lineal (3), das mittels Magnetkraft an den jeweils eingestellten Bereich der Scheibe mit einem bestimmten Durchmesser anpreßbar und an diesem schlupffrei abwälzbar ist,
    3. - einer am Lineal (3) befestigten Nadel (5) zum Zeichnen des Evolventenzahnradprofils auf die Zeichenunterlage,
  2. dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - die Scheibe eine in Richtung der Achse (2) Stufen unterschiedlicher Durchmesser aufweisende Stufenscheibe (1) ist,
    2. - das Lineal (3) auf einem Tisch (4) abgestützt an die jeweils eingestellte Stufe anlegbar und daran abwälzend auf dem Tisch (4) verschiebbar ist, wobei die Magnetkraft elektromagnetisch durch eine im Inneren der Stufenscheibe (1) befindliche Spule (6) erzeugbar ist,
    3. - die Zeichenunterlage durch einen auf der Achse (2) gehaltenen Schirm (11) gebildet ist,
    4. - auf der Achse (2) eine Einrichtung (12, 13, 14) zum Zeichnen von Kreisen um die Achse (2) auf den Schirm (11) befestigt ist, wobei die Einrichtung (12, 13, 14) auf unterschiedliche Kreisdurchmesser einstellbar ist.
  3. 2. Zeichengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stufenscheibe (1) durch auf der Achse (2) ausgebildete Kegelnuten von einer in einer Achshülse (8) eingeschraubten Schraube (7) mit Kegelende justierbar ist.
  4. 3. Zeichengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zeichnen des Grundkreises, Kopfkreises, Fußkreises oder Teilkreises des Zahnradprofils die Einrichtung (12, 13, 14) zum Zeichnen von Kreisen aus einem auf der Achse (2) angeordneten Träger (12) besteht, der in einer Horizontalbohrung einen einstellbaren Nadelhalterarm (13) mit einer daran befestigten Zeichennadel (14) aufweist.






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