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Dokumentenidentifikation DE4102246A1 30.07.1992
Titel Mobile auswechselbare topographische Karte sowie Teilkarte
Anmelder Dörfler, Peter, O-6901 Golmsdorf, DE
Erfinder Dörfler, Peter, O-6901 Golmsdorf, DE
Vertreter Weidelt, M., Pat.-Anw., O-6500 Gera
DE-Anmeldedatum 24.01.1991
DE-Aktenzeichen 4102246
Offenlegungstag 30.07.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.07.1992
IPC-Hauptklasse G09B 29/02
IPC additional class // B60R 16/02  
Zusammenfassung Die Erfindung beinhaltet eine mobile auswechselbare topographische Karte sowie Teilkarte, die insbesondere zeitweise bei Bedarf in Gefährten sichtbar ist und die bei Nichtgebrauch wieder entfernt werden kann. Erfindungsgemäß wird die Lösung dadurch erreicht, daß ein im Gefährt anbringbares und abnehmbares Gehäuse (1) mit bekannten Halteelementen (2), auf dessen Oberseite sich ein Beleuchtungskörper (3) mit nach vorn weisendem Sichtfenster (4) befindet, der mit einem unten am Gehäuse (1) befindlichen Stromaggregat (5) oder Stromführung (6) verbunden ist, eine Rolle (7) aufweist. Diese Rolle (7) ist mit einem Fensterrolloprinzip versehen. Längs über der Rolle (7) ist eine bekannte Klemmleiste (13) zur Aufnahme einer zeitweiligen aufrollbaren topographischen Karte (11) angeordnet. Die topographische Karte (11) ist in Form eines Teils einer Loseblattsammlung ausgebildet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine mobile auswechselbare topographische Karte sowie Teilkarte, die insbesondere zeitweise bei Bedarf in Gefährten sichtbar, wie im Auto als Autoatlas, Verwendung findet und bei Nichtgebrauch wieder entfernt werden kann.

Es sind Atlanten bekannt, die in Buchform seitenförmig angeordnet sind. Auch sind verschiedenartige Falttechniken zum Aufblättern der einzelnen topographischen Punkte, Routen, Stadtpläne u. dgl. entwickelt worden. Diese haben den Nachteil eines umständlichen Suchvorganges sowie eine Einschränkung des freien Platzbedarfs im Fahrzeug durch Auseinanderfalten der Karte sowie ein umständliches Zusammenlegen derselben in der richtigen Reihenfolge. Dabei besteht bei öfterem Gebrauch die Gefahr von Bruchstellen und Einreißen des Kartenmaterials verbunden mit der Unkenntlichkeit dieser Stellen.

Bekannt sind weiter Anordnungen für optische Beobachtungsvorrichtungen in Kraftfahrzeugen, z. B. Befestigungen und Halterungen von Rückspiegeln, Blendenschutzvorrichtungen, Flaschen und Behältnissen u. a. sowie die verschiedensten Halterungen für Radio oder Fernsehgeräte oder Telefone. Diese Halterungen und Anordnungen sind jedoch fast ausschließlich nachteiligerweise fest oder starr angeordnet bzw. werden elastische Saugfüße verwendet.

Es ist Zweck der Erfindung, eine mobile auswechselbare topographische Karte sowie Teilkarte zu entwickeln, die leicht handhabbar und vor allem platzsparend im Gefährt, wie im Auto, an beliebiger Stelle nach Bedarf angeordnet werden kann und die die erwähnten Nachteile vermeidet.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, diese jeweilige topographische Karte sowie deren Halterung unter Berücksichtigung einer guten Sichtbarkeit so auszubilden, daß sie ausreichend sicher fixiert ist und die Möglichkeit besteht, einen entsprechenden zur gegebenen Zeit befahrenen Streckenabschnitt, Stadtteil oder Route, auf der Karte zu betrachten.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein im Gefährt anbringbares und abnehmbare Gehäuse mit bekannten Halteelementen auf der Oberseite ein Beleuchtungskörper mit schräg nach vorn weisendem Sichtfenster aufweist. Der Beleuchtungskörper ist mit einem auf der unteren Seite des Gehäuses befindlichem Stromaggregat oder Stromführung verbunden. In dem Gehäuse befindet sich eine Rolle, die auf der einen Seite eine Zugfeder aufweist, die mit einer bekannten Arretiervorrichtung mit Flachbolzen verbunden ist und der Flachbolzen in einem Schlitz in der Gehäuseseitenwand gelagert ist. Die andere Seite der Rolle ist mittels eines Rundbolzens auf der anderen Gehäuseseitenwand drehbar gelagert und mit einem Handrad verbunden. Längs über die Rolle ist eine bekannte Klemmleiste angeordnet, die zeitweilig aufrollbar eine topographische Karte, ausgebildet als Teil einer Loseblattsammlung, aufnimmt.

Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.

Die Fig. 1 stellt einen Schnitt einer Prinzipskizze in Vorderansicht und

Fig. 2 einen Querschnitt mit Arretierung dar.

Ein Gehäuse 1 weist an seiner Rückseite der Anbringwand des Fahrzeuges zugekehrt, bekannte Halteelemente 2, z. B. in Form von elastischen Saugnäpfen auf. Auf der Oberseite des Gehäuses befindet sich ein Beleuchtungskörper 3 mit schräg nach vorn weisendem Sichtfenster 4. Der Beleuchtungskörper 3 ist mit einem unten am Gehäuse 1 befindlichen Stromaggregat 5 in Form von Batterien in einem Behältnis oder über einen Schalter 6a mit einer Stromführung 6 zur Stromquelle des Autos, wie Steckdose, verbunden. Innerhalb des Gehäuses 1 ist eine drehbar gelagerte Rolle 7 angeordnet, die an der Seite der Arretiervorrichtung einen Flachbolzen aufweist, der in einen Schlitz 10 der Seitenwand des Gehäuses 1 eingreift und mit der Spannung der Zugfeder 8 korrespondiert. Am anderen Ende der Rolle 7 ist am Lagerzapfen ein Handrad 12 befestigt. Auf der Rolle 7 befindet sich eine mit einer nicht dargestellten Feder versehene Klemmleiste 13.

Die benötigte und austauschbare topographische Karte 11 besteht aus abwaschbarem, gummiartigem, nicht brüchigem Material und ist durch die Klemmleiste 13 auf der Rolle 7 festhaltbar.

Mit den abnehmbaren Halteelementen 2 in Form von drei Saugfüßen wird das Gehäuse 1 als Kartenbehälter an der gewünschten Stelle im Auto, z. B. auf dem Armaturenbrett, befestigt. Durch Drehen des Handrades 12 wird die Zugfeder 8 gespannt und in diesem Zustand die topographische Karte 11 auf die Rolle 7 aufgelegt und in die Klemmleiste 13 eingeschoben. Nach Loslassen des Handrades 12 wird die Karte 11 auf die Rolle 7 durch den Aufrollmechanismus, ähnlich eines Fensterrollos, aufgewickelt. Der Halt der Karte 11 wird durch die Arretiervorrichtung 9 durch Anhalten der Karte 11 gewährleistet. Die aufgerollte Karte 11 wird nach Bedarf aus dem Gehäuse 1 herausgezogen und an der gewünschten Stelle durch Einrasten der Arretiervorrichtung 9 festgehalten. Das Zurückführen der Karte 11 erfolgt dadurch, indem die Karte weiter kurz aus dem Gehäuse 1 gezogen wird und langsam zurück in die Ausgangsposition durch Loslassen der Karte 11 gebracht wird.

Mittels der gespannten Zugfeder 8 und das Fehlen der Arretierung in der Rückwärtsrichtung rollt sich die Karte 11 wieder auf. Dieses Prinzip entspricht dem Fensterrolloprinzip. Bei Bedarf können mittels der Beleuchtungskörper 3 die Sichtverhältnisse verbessert werden.

Durch das verwendete Material der Karte 11 ist eine optimale Benutzung und ein längerer Gebrauchswert gegeben.

Weiterhin ist es vorteilhaft, daß die Karte 11 nur für das gewünschte Fahrziel eingelegt werden kann und weitere Karten 11, wie Stadtpläne u. a., in einem Vorratsfach oder Handschuhfach zum schnellen Austausch bereitgelegt werden können.

Der Umrüstvorgang von einer Karte 11 zur anderen Karte 11 erfolgt in sehr kurzer Zeit. Langes Suchen und umständliches Auseinanderfalten von Karten ist nicht mehr erforderlich, da die gewünschte Karte 11 vorher eingelegt wurde und Teilkarten parat liegen können. Sollte das Kartenmaterial nicht benötigt werden, kann man mittels der abnehmbaren Halteelemente 2 das Gehäuse 1 entsprechend im Auto verstauen, z. B. im Handschuhfach oder auf der Gepäckablage.

Weiterhin wird dadurch die Möglichkeit gegeben, das gesamte Kartenmaterial in Form einer Loseblattsammlung in einem gesonderten Behältnis, wie Klemmappe, Karteikasten, sortiert aufzubewahren, zu ergänzen und laufend zu aktualisieren. Bei Antritt oder Vorbereitung einer Fahrt werden dann gezielt die benötigten Kartenblätter entnommen.

Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen

1 Gehäuse

2 Halteelemente

3 Beleuchtungskörper

4 Sichtfenster

5 Stromaggregat

6 Stromführung

6a Schalter

7 Rolle

8 Zugfeder

9 Arretiervorrichtung

10 Schlitz

11 topographische Karte

12 Handrad

13 Klemmleiste


Anspruch[de]
  1. Mobile auswechselbare topographische Karte sowie Teilkarte, die insbesondere zeitweise bei Bedarf in Gefährten sichtbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein im Gefährt anbringbares und abnehmbares Gehäuse (1) mit bekannten Halteelementen (2), auf dessen Oberseite sich ein Beleuchtungskörper (3) mit schräg nach vorn weisendem Sichtfenster (4) befindet, der mit einem unten am Gehäuse (1) befindlichen Stromaggregat (5) oder Stromführung (6) verbunden ist, eine Rolle (7) aufweist, die auf einer Seite eine Zugfeder (8) mit bekannter Arretiervorrichtung (9) mit Flachbolzen, der in einen Schlitz (10) an der Gehäuseseitenwand mündet, aufweist, auf der anderen Seite mittels eines Rundbolzens an der anderen Gehäuseseitenwand drehbar gelagert ist und ein Handrad (12) besitzt, längs über die Rolle (7) eine bekannte Klemmleiste (13) angeordnet ist, die zur zeitweiligen aufrollbaren Aufnahme einer topographischen Karte (11), ausgestaltet als Teil einer Loseblattsammlung aufrollbar ausgebildet ist.






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