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Dokumentenidentifikation DE4103248A1 06.08.1992
Titel Lagerung der Arbeitswalze eines Dressiergerüstes
Anmelder FAG Kugelfischer Georg Schäfer KGaA, 8720 Schweinfurt, DE
Erfinder Supik, Gerhard, 8720 Schweinfurt, DE
DE-Anmeldedatum 04.02.1991
DE-Aktenzeichen 4103248
Offenlegungstag 06.08.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.08.1992
IPC-Hauptklasse B21B 31/07
IPC-Nebenklasse B41F 13/20   B29C 43/24   
Zusammenfassung Um die Entstehung von Querstreifen beim Walzen dünner Bleche oder Folien in Dressiergerüsten zu vermeiden, ist zwischen dem Außenring (7) der Wälzlager (4) und dem Gehäuse (8) ein elastischer Kunststoffring (9) eingesetzt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Lagerung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Lagerung für den angegebenen Zweck und mit dem genannten Aufbau sind schon seit vielen Jahren in Benutzung. Insbesondere beim Kaltwalzen von dünnen Blechen treten aber, wie auch in der Zeitschrift Stahl und Eisen 1990 Nr. 4, Seite 117 vom 17.04.90 angeführt ist, Schwierigkeiten auf. Es bilden sich nämlich an den Arbeitswalzen gleichmäßig verteilte Querstreifen, die die Qualität des Walzgutes mindern und die Standzeit der Walzen erheblich verkürzen. Da sie auch auf den Endprodukten z. B. bei Automobilblechen nach dem Lackieren noch zu sehen sind, sind sie nicht akzeptabel. Die Abhilfemaßnahmen sind, wie an der gleichen Literaturstelle angegeben wird, sehr aufwendig bzw. kritische Betriebsphasen müssen durch gezielte Beobachtung und entsprechende Gegenmaßnahmen vermieden werden.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung eine Lagerung aufzuzeigen, mit der die oben genannten Nachteile vermieden und das Entstehen von Querstreifen vermieden wird.

Die Lösung ist im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegeben. Der Anspruch 2 enthält eine bevorzugte Ausführung.

Die Querstreifen im Endprodukt und in den Walzen werden dadurch vermieden, daß zwischen den Laufringen der Wälzlager und den Umgebungsteilen elastische Kunststoffringe eingelegt werden. Die aus verschiedenen Gründen, z. B. durch den Abstand zwischen den einzelnen Wälzkörpern hervorgerufenen, bei hohen Radialkräften auftretenden ungleichmäßigen Bewegungen der Walze werden dadurch in der elastischen Schicht so gedämpft, daß ein gleichmäßiger und störungsfreier Lauf der Walze gewährleistet und damit die Entstehung von Querstreifen verhindert wird. Irgendwelche Schwingungen im Lagerungssystem bzw. in der Walze werden dadurch nicht bis in die Lauffläche der Arbeitswalze übertragen. Wenn dies doch noch geschehen sollte, ist ihre Größe so gering, daß keine negativen Auswirkungen erwartet werden müssen.

Um eine dauerhafte Wirkung der Kunststoffringe zu gewährleisten, ist es zweckmäßig, diese allseitig in geschlossenen Ringräumen anzuordnen. Dies wird dadurch erreicht, daß die Stirnflächen durch Abdeckringe verschlossen werden. Ein Wegfließen des Kunststoffs unter den hohen Drücken bei gleichzeitig vorhandenen hohen Temperaturen wird dadurch vermieden. Die Lagerung bleibt dadurch relativ starr ist aber doch elastisch, denn in Umfangsrichtung kann die erforderliche Volumenverschiebung, die die Elastizität ermöglicht, stattfinden. Dabei ist aber eine ausreichende Dämpfwirkung, die hier erwünscht ist, vorhanden.

Fertigungstechnisch am einfachsten ist es, wenn die Kunststoffringe eingegossen sind. Es ergibt sich dann ein einziges Kunststoffteil, das sich den Umgebungsteilen optimal anpaßt.

Die Erfindung wird anhand einer Figur näher erläutert. Diese zeigt einen Teillängsschnitt durch die Lagerung einer Arbeitswalze eines Dressiergerüstes.

Gemäß der Figur erfolgt die Abstützung der Walze 1 über die hier nicht wesentliche Axiallagerung 2 und die Radiallagerung 3. Letztere besteht aus einem mehrreihigen Nadellager 4 mit einem einteiligen Innenring 5, drei Nadelreihen 6 und den drei dazugehörigen Außenringen 7. Letztere sind im Gehäuse 8 angeordnet, und zwar nicht direkt sondern unter Zwischenschaltung eines eingegossenen elastischen Kunststoffrings 9. Durch das Eingießen sind alle Freiräume gefüllt und ein unzulässiges Wegfließen des Kunststoffs nicht möglich. Bei Verwendung bestimmter Kunststoffe, bei denen das Schrumpfmaß gering ist, ergibt sich dann der erforderliche elastische Zwischenring.

Wenn nun in einem solchen Fall die Nadeln 6 durch die Ebene rollen, in der die Hauptlastrichtung liegt, wird es wegen der durch die Freiräume zwischen den Nadeln möglichen geringfügigen Verlagerung der Walze 1 zwar auch noch zu schwingungsähnlichen Bewegungen der Walze 1 kommen, diese werden aber nicht bis zur Walzenfläche 1&min; im vollen Umfang weitergeleitet, sondern durch den elastischen Kunststoffring 9 gedämpft. Diese Dämpfung ist so groß, daß es nicht mehr zu Querstreifen im gewalzten Endprodukt oder an der Walzenoberfläche 1&min; kommt.

Um das Wegfließen des Kunststoffs in axialer Richtung zu verhindern, sind an den Stirnflächen Abdeckringe 10 angebracht.


Anspruch[de]
  1. 1. Lagerung der Arbeitswalze eines Dressiergerüstes, mit dem dünne Bleche oder Folien kaltgewalzt werden, bestehend aus mehrreihigen Rollen- oder Nadellagern, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Außenringen (7) der Wälzlager (4) und dem Gehäuse (8) bzw. den Innenringen der Wälzlager und der Walze ein oder mehrere nebeneinander angeordnete, elastische Kunststoffringe (9) eingesetzt sind.
  2. 2. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der (die) Kunststoffring(e) (9) spielfrei in allseitig geschlossenen Ringräumen angeordnet sind, wobei die Stirnflächen des (der) Kunststoffrings(e) (9) mit Abdeckringen (10) versehen sind.
  3. 3. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoffring (9) eingegossen ist.






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