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Dokumentenidentifikation DE4107976A1 17.09.1992
Titel Zweireihiges Schrägkugellager
Anmelder FAG Kugelfischer Georg Schäfer KGaA, 8720 Schweinfurt, DE
Erfinder Niedermeier, Rudolf, 8723 Gerolzhofen, DE
DE-Anmeldedatum 13.03.1991
DE-Aktenzeichen 4107976
Offenlegungstag 17.09.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.09.1992
IPC-Hauptklasse F16C 33/38
IPC-Nebenklasse F16C 19/18   
Zusammenfassung Damit sich bei einem zweireihigen Schrägkugellager, das am einteiligen Laufring (1) außen keine Borde besitzt, eine einfach montierbare Baueinheit ergibt, besitzt jeder der getrennten Käfige (3, 4) schräg vom Käfig weg geneigte Ringabschnitte (6, 6'), die in eine Nut (7', 7) des jeweils anderen geteilten Laufrings (5) eingreifen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein zweireihiges Schrägkugellager gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Die beschriebene Ausführung ist in der FR 23 08 013 enthalten. Mit den hervorgehobenen Merkmalen ergibt sich hier eine Baueinheit zwischen allen Lagerteilen. Insbesondere werden die geteilten Innenringe durch an den Käfigen angeformten Vorsprüngen, die in die Nuten der Innenringe ragen, zusammengehalten. Bei dem z. B. in Fig. 13 gezeigten Lager ist es aber erforderlich, am einteiligen Außenring auch an den äußeren Stirnseiten Schultern vorzusehen, die von der möglichen Belastungsrichtung her gesehen nicht erforderlich sind. Sie sind aber hier nötig, weil sich sonst keine Baueinheit ergibt. Diese zusätzlichen Außenschultern sind aber nicht nur bei der Herstellung nachteilig, sondern erschweren auch die Montage bzw. Demontage des Lagers. Es ist nämlich kein einfaches axiales Einschieben jeder Kugelreihe mit dem geteilten Innenring mehr möglich.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung ein zweireihiges Schrägkugellager aufzuzeigen, das diese Nachteile nicht besitzt und bei dem insbesondere auf die Außenschultern des einteiligen Laufrings verzichtet werden kann, ohne daß die Baueinheit verloren geht.

Die Lösung dieser Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 dargestellt. Der Anspruch 2 enthält eine spezielle Ausführung.

Dadurch, daß die Vorsprünge aus schräg vom Käfig weg geneigten Ringabschnitten bestehen, die in die Nuten des jeweils anderen geteilten Laufrings eingreifen, ergibt sich offensichtlich auch dann eine Baueinheit, wenn die Außenschultern des einteiligen Laufrings weggelassen werden. Dieser einteilige Laufring läßt sich dann einfacher und genauer herstellen. Außerdem ist die Lagerung einfacher montier- und demontierbar, dies insbesondere dann, wenn die als Ringabschnitte ausgebildeten Vorsprünge eine gewisse Elastizität besitzen und in die Nuten der gegenüberstehenden Ringe eingeschnappt werden können. Diese Ausführung hat noch den Vorteil, daß zwei identische Käfige benutzt werden können, was die Herstellung derselben vereinfacht und verbilligt.

Damit sich auch dann eine Baueinheit ergibt, wenn die geteilten Ringe noch nicht im einteiligen Laufring eingebaut sind, sind zusätzlich zu den umgriffenen Kugeln noch weitere Vorsprünge an den jeweiligen Käfigen angebracht, die in die Nut des dazugehörigen Laufrings eingreifen.

Bei zweireihigen Lagerungen, bei denen häufig die Axialkräfteanteile wechseln, wie es beispielsweise bei Radlagern von Kraftfahrzeugen im Falle von Kurvenfahrten möglich ist, ist es für die Funktionsfähigkeit des Lagers günstig, wenn sich die beiden Kugelreihen in Umfangsrichtung gegeneinander verdrehen können. Dies wird hier dadurch erreicht, daß die sich kreuzenden Ringabschnitte jeweils in breitere Freiräume der gegenüberliegenden Ringabschnitte hineinragen. Zwischen den sich kreuzenden Abschnitten ergeben sich dadurch Spalte. Letztere lassen eine Relativbewegung der beiden Käfige und damit der beiden Kugelreihen in Umfangsrichtung gegeneinander zu, ohne daß es zu Zwangskräften bzw. zu Zerstörungen der Käfige kommt.

Die Erfindung wird anhand von zwei Figuren näher erläutert.

Fig. 1 zeigt einen Teil Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes Lager.

Fig. 2 zeigt eine radiale Draufsicht auf die beiden Kugelreihen im Ausschnitt.

Gemäß Fig. 1 besteht das zweireihige Schrägkugellager in O-Anordnung aus einem einteiligen Außenring 1, zwei Kugelreihen 2 mit den dazugehörigen Kammkäfigen 3 und 4, sowie den symmetrischen Innenringen 5. An den Kammkäfigen 3 und 4 sind erst Vorsprünge 6, 6&min; angeformt, die in die Nuten 7&min;, 7 des jeweils anderen Laufrings hineinragen. Im zusammengebauten Zustand ergibt sich mit diesen einfachen Mitteln auch dann eine Baueinheit, wenn die äußeren Borde am einteiligen Außenring 1 (s. Bereich 8) weggelassen sind.

Da es oft auch erwünscht ist, daß das Lager im halbmontierten Zustand eine Baueinheit bildet, werden die Kugeln, wie Fig. 2 zeigt, von Stegabschnitten 9 der Kammkäfige umgriffen und besitzen außerdem noch mehrere am Umfang verteilte weitere Vorsprünge 10, die in die Nuten 7, 7&min; des dazugehörigen Innenrings 5 eingreifen. Beide Maßnahmen bewirken eine Baueinheit des jeweiligen Innenrings 5 mit den dazugehörigen Kugelreihen 2 samt Käfig 3 bzw. 4, wenn diese Teile noch nicht im einteiligen Außenring 1 eingebaut sind.

Da es oft erwünscht ist, daß sich die beiden Kugelreihen 2 gegeneinander verdrehen können, sind, wie Fig. 2 zeigt, die Ringabschnitte 6, 6&min; schmäler als die Freiräume 11, die zwischen dem gegenüberliegenden Ringabschnitten 6&min;, 6 bzw. weiteren Vorsprüngen 10 vorhanden sind. Diese Freiräume 11 ermöglichen dann eine Verdrehung der Kugelreihen 2 in Umfangsrichtung um einen gewissen Winkel und verhindern so eine höhere Reibung zwischen den Kugeln und den Käfigen bzw. eine Beschädigung der Käfige.


Anspruch[de]
  1. 1. Zweireihiges Schrägkugellager bestehend aus einem einteiligen und einem zweiteiligen Laufring und zwei Kugelreihen mit je einem getrennten Käfig, wobei die Käfige Vorsprünge besitzen, die in Nuten der geteilten Laufringe eingreifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (6, 6&min;) aus schräg vom Käfig (3, 4) weg geneigten Ringabschnitten bestehen, die in die Nut (7&min;, 7) des jeweils anderen geteilten Laufrings (5) eingreifen.
  2. 2. Lager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens an einem Käfig (3; 4) weitere Vorsprünge (10) angebracht sind, die in die Nut (7, 7&min;) des dazugehörigen Laufrings (5) eingreifen.
  3. 3. Lager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringabschnitte (6, 6&min;) der beiden Käfige (3, 4) sich kreuzen, wobei die Ringabschnitte (6, 6&min;) eine geringere Breite besitzen als die Freiräume (11), die zwischen den gegenüberliegenden Ringabschnitten (6&min;, 6) vorhanden sind.






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