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Dokumentenidentifikation DE4113520A1 29.10.1992
Titel Lernvorrichtung zur Selbst- und Sofortkontrolle von Antworten auf Aufgabenstellungen
Anmelder Kuhn, Franz-Josef, 4300 Essen, DE
Erfinder Kuhn, Franz-Josef, 4300 Essen, DE
Vertreter Oidtmann, P., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Bockermann, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 4630 Bochum
DE-Anmeldedatum 25.04.1991
DE-Aktenzeichen 4113520
Offenlegungstag 29.10.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.10.1992
IPC-Hauptklasse G09B 3/00
Zusammenfassung Die Lernvorrichtung umfaßt eine rechteckige Grundplatte (1) mit seitlichen Randstreifen (3) zur Ablage von in der Farbgebung unterschiedlichen Griffsteinen (4). Zwischen den Randstreifen (3) kann eine Lernkarte (5) mit einer Aufgabenseite (AS) nach oben abgelegt werden. Die Aufgabenseite (AS) umfaßt ein Zentrumsfeld (6) mit Aufgaben (A) und seitliche Spalten mit in Einzelfeldern (8) angegebenen Lösungen (L). Die Aufgaben (A) sind farblich markiert. Auf der rückwärtigen Kontrollseite der Lernkarte (5) sind zwei vertikale Spalten mit übereinander liegenden randseitig farblich gestalteten Kontrollfeldern nebeneinander angeordnet. In den Kontrollfeldern sind die Aufgaben (A) und die Lösungen (L) vorgesehen. Wenn die Lernkarte (5) mit der Aufgabenseite (AS) nach oben abgelegt wird, kann ein Lernender Griffsteine (4) neben den Einzelfeldern (8) anordnen. Durch Wenden der Lernkarte (5) kann er anschließend bei Übereinstimmung von farblichen Randbereichen der Kontrollfelder mit den daneben liegenden Griffsteinen (4) feststellen, ob die Aufgabe (A) korrekt gelöst ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Selbst- und Sofortkontrolle von Antworten auf Aufgabenstellungen gemäß den Merkmalen im Oberbegriff des Anspruchs 1.

Der Stand der Technik kennt eine Reihe von Vorschlägen, welche sich zum Ziel gesetzt haben, in den verschiedensten Lernbereichen, wie z. B. Mathematik, Sprache oder Sachunterricht, einem Lernenden eine Vorlage mit Aufgaben zur Verfügung zu stellen, die der Lernende dann durch Zuordnung der richtigen Antworten zu den Aufgaben bearbeiten soll.

Eine bekannte Vorrichtung dieser Gattung (LOK Arbeitsgerät, Heinz Vogel Verlag Braunschweig, Best.-Nr. 500) umfaßt ein mehrblättriges Aufgabenheft als Aufgabenvorlage, einen Kasten mit um eine Längskante schwenkbaren Deckeln sowie eine Anzahl quadratischer Griffsteine. Auf den einzelnen Seiten des Aufgabenhefts sind Aufgaben aus den unterschiedlichsten Lernbereichen untereinander aufgeführt. Jede Aufgabengruppe umfaßt 24 verschiedene Aufgaben. Die Aufgaben sind von 1 bis 24 durchnumeriert. Neben den Aufgaben stehen die Antworten zu den Aufgaben, wobei aber die Antworten in einer von der Reihenfolge der Aufgaben abweichenden Reihenfolge angeordnet sind. D.h. Aufgabe und Antwort in einer horizontalen Reihe gehören nicht zueinander. Des weiteren sind die Antworten mit Codezahlen von 1 bis 24 versehen. Jede Antwort entspricht mithin einer bestimmten Codezahl bzw. mit anderen Worten ausgedruckt, jede Codezahl ist einer bestimmten Antwort zugeordnet.

Die beiden Deckel des Kastens sind schalenförmig ausgebildet und begrenzen im zusammengeklappten Zustand des Kastens einen inneren Hohlraum mit einer Dicke, der etwa der Dicke der Griffsteine entspricht. Ist der Kasten aufgeklappt, so findet der Lernende auf der Innenseite eines Deckels eine geometrische Anordnung von 24 quadratischen Feldern, die in vier Reihen übereinander angeordnet sind. Die Felder tragen die Nummern 1 bis 24 in durchgehender Reihenfolge, wobei die Zahl 1 links oben und die Zahl 24 rechts unten steht.

Die Griffsteine sind entsprechend der Kontur der Felder in dem Kastendeckel ebenfalls quadratisch ausgebildet. Auf einer Seite tragen die Griffsteine Zahlen, die der Anzahl der gestellten Aufgaben entsprechen. D.h. der Griffstein mit der Zahl 7 gehört zur Aufgabe mit der Nummer 7. Auf den Rückseiten sind die Griffsteine mit geometrischen Farbmustern versehen.

Bei einem Lernprozeß schlägt der Lernende zunächst die Seite mit der von einem Dritten oder durch sich selbst gestellten Aufgabengruppe auf. Anschließend kann er die Aufgaben in der Reihenfolge von 1 bis 24 nacheinander oder durcheinander beantworten. Zu diesem Zweck nimmt der Lernende beispielsweise den Griffstein 1, welcher der Aufgabe Nr. 1 zugeordnet ist. Im Anschluß daran löst er diese Aufgabe, sucht die entsprechende Antwort in der der vertikalen Aufgabenreihe benachbarten Losungsreihe und stellt fest, daß zu der Antwort beispielsweise die Codezahl 5 gehört. Daraufhin nimmt er den Griffstein Nr. 1 und legt ihn mit der Zahl 1 nach oben auf das Feld Nr. 5 im Kastendeckel.

Hat der Lernende sämtliche Aufgaben der zum momentanen Lernprozeß gehörenden Aufgabengruppe gelöst, so befinden sich alle Griffsteine auf den Feldern im Kastendeckel. Nunmehr wird der Kasten geschlossen, in dem der andere Deckel auf den mit den Griffsteinen besetzten Kastendeckel geklappt wird. In dieser Position sind die Deckel miteinander verhakt. Der Lernende dreht dann den Kasten so um 180°, daß jetzt die Griffsteine in dem nicht mit Zahlenfeldern versehenen Kastendeckel liegen. Er öffnet nun den Kasten wieder und erkennt auf den Rückseiten der Griffsteine ein vergleichsweise einfaches übersichtliches geometrisches Muster, z. B. in Form einer Raute oder mehrerer Rauten. Weist dieses geometrische Muster eine gleichmäßige Linienführung auf, so hat der Lernende sämtliche Aufgaben korrekt gelöst. Ist das Muster jedoch gestört, so erkennt der Lernende, daß er eine Aufgabe oder mehrere Aufgaben nicht richtig beantwortet hat.

Ein wesentlicher Nachteil der bekannten Vorrichtung besteht in der Verschlüsselung bzw. Codierung der Antworten. Lautet die Lösung zu einer mathematischen Aufgabe angenommen 136, so ist beispielsweise der Griffstein mit der Nummer 9 auf das Zahlenfeld mit der Ziffer 17 zu legen. Hierbei handelt es sich folglich erkennbar um einen unnatürlichen denkgesetzlichen Vorgang bei der Lösung der gestellten Aufgabe mit dem Ergebnis 136, weil die Ziffern 9 und 17 in keiner Beziehung zu der gestellten Aufgabe sowie der zugehörigen Antwort stehen.

Noch unbefriedigender im lerntheoretischen Prozeß ist der Stand der Technik, wenn die deutsche Grammatik geübt werden soll. Wird dem Lernenden z. B. die Aufgabe gestellt, den richtigen Artikel für den Begriff "Eule" zu suchen, dann wird dem Lernenden als Antwort nicht gezielt das Wort "die" vermittelt, sondern eine Codezahl, beispielsweise 14.

Der Lernende hat also bei Benutzung der zum Stand der Technik zählenden Vorrichtung stets eine gedankliche Assoziation zwischen Aufgaben und Antworten sowie zu diesen in keiner Beziehung stehenden Codezahlen.

Im bekannten Fall ist es darüber hinaus lerntheoretisch abträglich, daß nach Beantwortung sämtlicher Aufgaben der Lernende keinen unmittelbaren Bezug mehr hat zwischen Aufgabe und Antwort. Ihm liegt lediglich das rückseitig der Griffsteine abgebildete geometrische Muster als Lernkontrolle vor.

Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung besteht darin, daß es dem Lernenden verwehrt ist, eine Selbstkontrolle der von ihm für bestimmte Aufgaben gewählten Antworten durchzuführen, wenn er noch nicht alle Aufgaben gelöst hat und mithin noch nicht sämtliche Griffsteine auf die Zahlenfelder im Kastendeckel plaziert worden sind. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn eine vorgegebene Unterrichtsstunde endet. Da nicht alle Griffsteine auf den Zahlenfeldern im Kastendeckel liegen, existiert verständlicherweise nach dem Schließen des Kastens und Wenden mit anschließendem Wiederöffnen kein nachprüfbares geometrisches Muster. Außerdem können die Griffsteine beim Wenden verrutschen, weil benachbarte Griffsteine als Abstützung fehlen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lernvorrichtung gemäß den Merkmalen im Oberbegriff des Anspruchs 1 zu schaffen, welche es speziell Kindern weiterführender Schulen erlaubt, z. B. Rechtschreibung, Rechnen, Fremdsprachen oder Probleme des Sachunterrichts zu vertiefen bzw. zu festigen.

Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 aufgeführten Merkmalen.

Grundplatte, Griffsteine und Lernkarte bilden eine funktionelle Einheit. Dem Lernenden wird damit ein System zur Verfügung gestellt, das er bezüglich der einzelnen Teile in der Relativzuordnung zu den anderen Teilen gezielt einsetzen muß, um gestellte Aufgaben lösen und dann nach dem Lösungsprozeß selbständig objektiv kontrollieren zu können, ob seine Antworten auch richtig sind.

Zu diesem Zweck wird zunächst eine Lernkarte mit der Aufgabenseite nach oben in einer vorbestimmten Position auf der Grundplatte orientiert. Anschließend wählt der Lernende eine der Aufgaben auf dem Zentrumsfeld aus und bemüht sich, diese gedanklich zu lösen. Er sucht dann die Antwort zu dieser Lösung in den Einzelfeldern der randseitigen Spalten. Nun entnimmt er der Menge der ihm zur Verfügung stehenden Griffsteine denjenigen Griffstein, der bezüglich seiner Farbgebung der Aufgabenmarkierung entspricht und ordnet diesen Griffstein in den seitlichen Randstreifen der Grundplatte dem Einzelfeld zu, das nach seiner Meinung die richtige Antwort enthält.

Eine andere Möglichkeit bei der Bewältigung einer gestellten Aufgabe wird darin gesehen, daß der Lernende zunächst einen Griffstein aus der ihm zur Verfügung stehenden Menge nimmt und die entsprechend markierte Aufgabe im Zentrumsfeld sucht. Anschließend löst er diese Aufgabe, ermittelt ihre Antwort in den Einzelfeldern der randseitigen Spalten und ordnet dann wie vorstehend beschrieben, auch diesen Griffstein dem Einzelfeld mit der nach seiner Meinung richtigen Antwort zu.

Die beiden vorstehend erläuterten Lösungswege unterscheiden sich dadurch, daß bei der ersten Methode der Lernende sich zunächst von einer nach seiner Auffassung leichten Aufgabe an eine schwerere Aufgabe herantasten kann, während er bei der zweiten Methode an die durch den einmal gewählten Griffsteine vorbestimmte Aufgabe unabhängig von der Schwere dieser Aufgabe gebunden ist.

Hat der Lernende eine Aufgabe gelöst und den entsprechenden Griffstein neben der Lernkarte in einem der Randstreifen der Grundplatte abgelegt, kann er sich der nächsten Aufgabe zuwenden und diese lösen.

Sind sämtliche Aufgaben gelöst worden, kann der Lernende jetzt durch Wenden der Lernkarte in dem Sinne, daß sie nunmehr mit der Kontrollseite nach oben auf der Grundplatte zu liegen kommt, feststellen, ob seine Antworten auch richtig sind. Dies ist dann der Fall, wenn die Farbgebung der Griffsteine mit der Farbgebung der diesen jeweils benachbarten Randbereiche der Kontrollfelder übereinstimmt. Da auf der Kontrollseite der Lernkarte die Antworten und die Aufgaben jeweils in einem Kontrollfeld liegen, kann der Lernende außerdem sofort den unmittelbaren Zusammenhang von Aufgabe und Lösung herstellen. Der Lernprozeß wird hierdurch intensiviert.

Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht in diesem Zusammenhang noch darin, daß der Lernende zur Kontrolle, ob er die Aufgaben auch richtig gelöst hat, im Gegensatz zu der zum Stand der Technik zählenden Vorrichtung nicht gezwungen ist, sämtliche Aufgaben zu lösen. Er kann durchaus nach Belieben aufhören und das Ergebnis der bis dahin gelösten Aufgaben selbständig kontrollieren. Auf diese Weise wird das Erfolgserlebnis auch lerntheoretisch Schwächerer merklich gesteigert.

Ferner wird dem Lernenden durch diese Möglichkeit der Vorteil eröffnet, daß er auch falsch gelöste Aufgaben stets sofort erkennen kann, wenn er die Lernkontrolle vornimmt. Es besteht eine unmittelbare Beziehung zwischen einer Aufgabe und der zugehörigen Lösung.

Die Erfindung ermöglicht es, vorgedruckte Lernkarten zu verwenden, die in Abhängigkeit von dem jeweiligen Lernziel mit den zugehörigen Symbolen, Bildern oder Ziffern sowohl bezüglich der Aufgabe als auch bezüglich der Antwort versehen sind. Hierbei kann es in der Praxis zweckmäßig sein, mehrere Lernkarten übereinander auf der Grundplatte zu stapeln, die nacheinander von dem Lernenden bearbeitet werden.

Denkbar ist aber auch, daß die Lernkarten neutral gehalten werden und erst in Abhängigkeit von der Momentansituation und dem Kenntnisstand des Lernenden mit Aufgaben und Antworten versehen werden. Hierbei kann das Material der Lernkarten so beschaffen sein, daß nach Bearbeitung eines Aufgabenpakets und Überprüfung, ob die Aufgaben korrekt gelöst worden sind, die Aufgaben und Antworten wieder von der Lernkarte entfernt werden können, so daß die Lernkarte anschließend mit anderen Aufgaben und entsprechenden Antworten versehen werden kann.

Die spaltenweise Anordnung der Einzelfelder sowie der Kontrollfelder erlaubt es im Hinblick auf den bevorzugten Einsatz an weiterführenden Schulen, sowohl die Quantität der gestellten Aufgaben als auch ihre Qualität bei Bedarf auf das jeweilig geforderte Niveau zu stellen.

Da in der Regel mehrere Lernkarten einem Lernbereich zugeordnet sind, ist es sinnvoll, die Markierungen in den verschiedenen Feldern bezüglich der Aufgaben einerseits und bezüglich der Randbereiche andererseits in ihren Relativlagen von Lernkarte zu Lernkarte zu ändern. Hiermit soll verhindert werden, daß sich ein Lernender die Positionen der Markierungen bei einer Lernkarte merkt und auf diese Weise eine rein mechanische Zuordnung der entsprechenden Griffsteine zu den Einzelfeldern durchführt, ohne die gestellten Aufgaben zu durchdenken und dann erst zu den richtigen Antworten zu gelangen, indem er die Griffsteine ordnungsgemäß positioniert.

Die Grundplatte kann aus Holz oder einem geeigneten Kunststoff bestehen. Ihre Fertigung ist einfach, da nur gerade Kanten gefordert werden. Es werden somit keine besonderen Anforderungen gestellt.

Was die Farbgebung der Griffsteine anlangt, so ist es zweckmäßig, in der Praxis acht Farben zu verwenden, die deutlich voneinander zu unterscheiden sind. Selbstverständlich können auch weniger oder mehr als acht Farben eingesetzt werden. Bei einer für die Praxis geeigneten Ausführungsform sind dann beispielsweise sechzehn Griffsteine in acht verschiedenen Farben vorhanden. Acht Griffsteine können in dem links und weitere acht Griffsteine in dem rechts neben der Lernkarte vorgesehenen Randstreifen n der Grundplatte plaziert werden.

Es steht dem Erfindungsgedanken selbstverständlich nicht im Wege auch zweifarbig angelegte Griffsteine neben einfarbigen einzusetzen. Denkbar sind darüber hinaus andere farbliche Kennzeichnungen.

Ferner können bestimmte Oberflächengestaltungen in Kombination mit Farben vorgenommen werden. So sind beispielsweise glatte Oberflächen und demgegenüber gerauhte Oberflächen denkbar. Des weiteren können Erhebungen oder Vertiefungen an den Griffsteinen vorgesehen werden. Diese sollten es neben einer farblichen Unterscheidung dem Lernenden ermöglichen, eine eindeutige Differenzierung der Griffsteine zwecks gezielter Zuordnung zu den Antworten vornehmen zu können.

Die zur Anwendung kommenden Lernkarten können im einfachsten Fall ohne jede Fixierung auf der Grundplatte plaziert werden. Denkbar sind aber auch Orientierungshilfen in Form von von der Grundplatte abstehenden Zapfen oder Leisten.

Wichtig ist, daß sämtliche Griffsteine ein und dieselbe Umfangskontur haben, damit nicht von daher dem Lernenden Anregungen für die richtige Antwort vorgegeben werden. Vorteilhaft sind indessen quadratische oder rechteckige Griffsteine. Diese können nicht nur auf einfachstem Wege hergestellt werden, sondern passen sich in ihrer Kontur auch der Kontur der Grundplatte sowie der Lernkarte optisch ansprechend an.

Eine Möglichkeit zur Fixierung der Griffsteine ist im Anspruch 2 gekennzeichnet. Die Griffsteine haben dadurch eine sichere Lage und können sich während des Lern- bzw. Übungsprozesses nicht verschieben.

Damit ein in einer Einsenkung liegender Griffstein einwandfrei ergriffen bzw. ordnungsgemäß in einer Einsenkung abgelegt werden kann, sind die Merkmale des Anspruchs 3 vorgesehen.

Eine weitere Ausführungsform für die Fixierung der Griffsteine besteht in den Merkmalen des Anspruchs 4. Die Zapfen können einstückige Bestandteile der Grundplatte bilden oder gesondert hergestellt und in der Grundplatte befestigt sein. Die Ausnehmungen in den Griffsteinen können Durchgangsbohrungen sein. Denkbar sind aber auch lediglich Einsenkungen, so daß die Zapfen nach dem Aufsetzen der Griffsteine nicht zu sehen sind. Vorzugsweise handelt es sich um zylindrische Zapfen, die an ihren freien Enden gerundet sind.

Haben die Griffsteine Durchgangsbohrungen, so sind die Merkmale des Anspruchs 5 von Vorteil.

Eine dritte Ausführungsform sehen die Merkmale des Anspruchs 6 vor. Werden z. B. runde Griffsteine verwendet, so sind die Erhebungen kreisringförmig. Sie können in sich geschlossen oder unterbrochen sein.

Damit die Griffsteine der dritten Ausführungsform einwandfrei von der Grundplatte abgehoben oder plaziert werden können, sind die Merkmale des Anspruchs 7 vorgesehen.

Die Fixierung der Griffsteine während des Lernprozesses kann schließlich unter Verwendung der Merkmale des Anspruchs 8 vorgenommen werden. Die magnetische Fixierung hat auch den Vorteil, daß beim Nichtgebrauch der Lernvorrichtung die Griffsteine unverlierbar der Grundplatte zugeordnet bleiben.

Als für den bestimmungsgemäßen Gebrauch besonders geeignetes Material für Grundplatte und Griffsteine wird Holz und/oder Kunststoff vorgeschlagen.

Das Material der Lernkarte sollte so beschaffen sein, daß auch eine häufige Benutzung ihre Gebrauchsfähigkeit nicht beeinträchtigt. Versteiftes Papier oder Kunststoff dürfte besonders zweckmäßig sein.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Grundplatte in der Draufsicht;

Fig. 2 eine Draufsicht auf die Aufgabenseite einer Lernkarte;

Fig. 3 eine Draufsicht auf die Kontrollseite dieser Lernkarte;

Fig. 4 in der Draufsicht eine auf der Grundplatte gemäß Fig. 1 lageorientierte Lernkarte in der Aufgabenposition und

Fig. 5 in der Draufsicht eine auf der Grundplatte gemäß Fig. 1 lageorientierte Lernkarte in der Kontrollposition.

Mit 1 ist in den Fig. 1, 4 und 5 eine rechteckige hölzerne Grundplatte bezeichnet. Die Kanten der Grundplatte 1 sind gerundet.

Benachbart zu den Schmalseiten 2 der Grundplatte 1 sind zwei schmale Randstreifen 3 zur Lageorientierung von jeweils acht quadratischen hölzernen Griffsteinen 4 vorgesehen.

Die acht verschiedenen Farben der Griffsteine 4 in den beiden Randstreifen 3 sind in den Fig. 1 bis 5 durch unterschiedliche Linienverläufe gekennzeichnet.

Die Griffsteine 4 können in den Randstreifen 3 einfach mit Abstand übereinander abgelegt werden. Denkbar sind aber auch Lagefixierungen in Form von nicht näher veranschaulichten Einsenkungen, Zapfen oder dergleichen. Auch eine magnetische Fixierung ist denkbar.

Speziell aus den Fig. 2 und 3 geht eine Lernkarte 5 aus versteiftem Papier hervor. In der Fig. 2 ist die Aufgabenseite AS und in der Fig. 3 die Kontrollseite KS der Lernkarte 5 veranschaulicht.

Die Aufgabenseite AS ist in ein großes rechteckiges Zentrumsfeld 6 sowie zwei sich beidseitig an das Zentrumsfeld 6 anschließenden Spalten 7 mit acht Einzelfeldern 8 untergliedert. Die Untergliederung erfolgt mit Hilfe von Linien.

Im Zentrumsfeld 6 sind insgesamt sechzehn mathematische Aufgaben A, A1 usw. ohne Lösungen gestellt. Die Aufgaben A, A1 usw. können farblich unterlegt sein oder es ist wie in der Fig. 2 erkennbar jeder Aufgabe A, A1 usw. ein kleines Farbenfeld 9 zugeordnet. Dessen Farben entsprechen dann denjenigen der Griffsteine 4.

In den Einzelfeldern 8 der seitlichen Spalten 7 sind unregelmäßig verteilt die Lösungen L, L1 usw. der im Zentrumsfeld 6 gestellten Aufgaben A, A1 usw. vorgesehen. Die in dem Zentrumsfeld 6 befindlichen Aufgaben A, A1 usw. sollten so angeordnet sein, daß sie mit den jeweiligen Lösungen L, L1 usw. in den Einzelfeldern 8 nicht unmittelbar optisch in Beziehung stehen.

Auf der Kontrollseite KS der Lernkarte 5 gemäß Fig. 3 sind zwei nebeneinander liegende Spalten 10 mit übereinander liegenden Kontrollfeldern 11 vorgesehen. In jedem Kontrollfeld 11 ist eine auf der Aufgabenseite AS gestellte Aufgabe A, A1 usw. zuzüglich der richtigen, in einem der Einzelfelder 8 der Aufgabenseite AS angegebenen Lösung L, L1 usw. vorgesehen.

Außerdem läßt die Fig. 3 erkennen, daß die Randbereiche 12 der Kontrollfelder 11 entsprechend der Farbgebung der Griffsteine 4 gestaltet sind.

In den Fig. 2 und 3 sind lediglich sechs von maximal sechzehn Aufgaben A, A1 usw. beispielsweise angegeben.

Ein Lern- oder Übungsprozeß mit Selbst- und Sofortkontrolle wird wie folgt durchgeführt:

Zunächst wird die Lernkarte 5 mit der Aufgabenseite AS nach oben gemäß Fig. 4 auf der Grundplatte 1 lageorientiert. Hierzu können an der Grundplatte 1 Fixierungen in Form von beispielsweise Zapfen oder Randstreifen vorgesehen sein.

Die ggf. vorher in den Randstreifen 3 befindlichen Griffsteine 4 werden entfernt und neben die Grundplatte 1 gelegt.

Nun sucht sich der Lernende die Aufgabe A auf dem Zentrumsfeld 6 aus und löst gedanklich diese Aufgabe. Anschließend ordnet der Lernende denjenigen Griffstein 4 dem Einzelfeld 8 der Aufgabenseite AS zu, von dem er der Meinung ist, daß in diesem Einzelfeld 8 die Lösung L der gestellten Aufgabe A liegt.

Hat der Lernende sämtliche oder nur einige der auf dem Zentrumsfeld 6 befindlichen Aufgaben A, A1 usw. gelöst und die entsprechenden Griffsteine 4 in den Randstreifen 3 der Grundplatte 1 neben den entsprechenden Einzelfeldern 8 abgelegt, kann er nun die Lernkarte 5 um 180° drehen und entsprechend Fig. 5 mit der Kontrollseite KS nach oben wiederum auf der Grundplatte 1 lageorientieren.

Stellt der Lernende fest, daß die Farbgebungen der Griffsteine 4 in den Randstreifen 3 mit den Farben der Randbereiche 12 der benachbarten Kontrollfelder 11 der Kontrollseite KS übereinstimmen, so hat der Lernende sofort eine eigenständige direkte Kontrollmöglichkeit über den Erfolg seiner Bemühungen.

Außerdem sieht er den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Aufgabe A, A1 usw. und Lösung L, L1 usw., weil auf der Kontrollseite KS in jedem Kontrollfeld 11 die passenden Aufgaben A, A1 usw. und Lösungen L, L1 usw. einander gezielt zugeordnet sind.

Bezugszeichenaufstellung

1 Grundplatte

2 Schmalseiten v. 1

3 Randstreifen

4 Griffsteine

5 Lernkarte

6 Zentrumsfeld auf AS

7 Spalten neben 6

8 Einzelfelder auf AS

9 Farbenfeld

10 Spalten auf KS

11 Kontrollfelder

12 Randbereiche v. 11

AS Aufgabenseite v. 5

KS Kontrollseite v. 5

A Aufgabe

A1 Aufgabe

L Lösung

L1 Lösung


Anspruch[de]
  1. 1. Lernvorrichtung zur Selbst- und Sofortkontrolle von Antworten auf Aufgabenstellungen,

    welche eine Aufgabenvorlage (5) mit Antworten (L, L1 usw.)

    den Aufgaben (A, A1 usw.) zuzuordnende Griffsteine (4) gleicher Form sowie

    eine Grundplatte (1) mit Flächenbereichen (3) zur Plazierung der Griffsteine (4) aufweist,

    gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
    1. a) Die Flächenbereiche sind seitlich der rechteckigen oder quadratischen Grundplatte (1) als zueinander parallele Randstreifen (3) ausgebildet,
    2. b) die Griffsteine (4) sind in der Farbgebung unterscheidbar ausgestaltet,
    3. c) auf der Grundplatte (1) ist zwischen den Randstreifen (3) mindestens eine viereckige Lernkarte (5) lageorientierbar,
    4. d) die Lernkarte (5) weist eine Aufgabenseite (AS) und eine Kontrollseite (KS) auf,
    5. e) auf der Aufgabenseite (AS) sind innerhalb eines viereckigen Zentrumsfelds (6) entsprechend der Farbgebung der Griffsteine (4) farblich markierte Aufgaben (A, A1 usw.) in verteilter Anordnung vorgesehen,
    6. f) neben dem Zentrumsfeld (6) sind auf der Aufgabenseite (AS) parallel zu den Randstreifen (3) entsprechend der Anzahl der Aufgaben (A, A1 usw.) in Einzelfelder (8) unterteilte Spalten (7) mit den Lösungen (L, L1 usw.) der Aufgaben (A, A1 usw.) vorgesehen,
    7. g) auf der Kontrollseite (KS) der Lernkarte (5) liegen die Aufgaben (A, A1 usw.) und die Lösungen (L, L1 usw.) spaltenweise in Kontrollfeldern (11) übereinander,
    8. h) die seitlichen Randbereiche (12) der Kontrollfelder (11) sind entsprechend der Farbgebung der Griffsteine (4) gestaltet.
  2. 2. Lernvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Randstreifen (3) der Grundplatte (1) an die Kontur der Griffsteine (4) angepaßte Einsenkungen vorgesehen sind.
  3. 3. Lernvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Griffsteine (4) größer als die Tiefe der Einsenkungen bemessen ist.
  4. 4. Lernvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Randstreifen (3) der Grundplatte (1) an Bohrungen in den Griffsteinen (4) angepaßte Zapfen nach oben abstehen.
  5. 5. Lernvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Zapfen etwa der Dicke der Griffsteine (4) entspricht.
  6. 6. Lernvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Randstreifen (3) der Grundplatte (1) an die Kontur der Griffsteine (4) angepaßte, insbesondere ringförmige, Erhebungen gebildet sind.
  7. 7. Lernvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Erhebungen geringer als die Dicke der Griffsteine (4) bemessen ist.
  8. 8. Lernvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Griffsteine (4) durch magnetische Kräfte in den Randstreifen (3) lageorientierbar sind.






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