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Neue Difluormethyl-thiadiazolyl-oxyessigsäureamiden. - Dokument EP0348734
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation EP0348734 26.11.1992
EP-Veröffentlichungsnummer 0348734
Titel Neue Difluormethyl-thiadiazolyl-oxyessigsäureamiden.
Anmelder Bayer AG, 5090 Leverkusen, DE
Erfinder Förster, Dr., Heinz, W-5600 Wuppertal 1, DE;
Santel, Dr., Hans-Joachim, W-5090 Leverkusen 1, DE;
Schmidt, Dr., Robert R., W-5060 Bergisch Gladbach 2, DE;
Strang, Dr., Harry, W-4000 Düsseldorf 31, DE
DE-Aktenzeichen 58902491
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument De
EP-Anmeldetag 14.06.1989
EP-Aktenzeichen 891107963
EP-Offenlegungsdatum 03.01.1990
EP date of grant 21.10.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.11.1992
IPC-Hauptklasse A01N 43/82
IPC-Nebenklasse

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft die Verwendung von teilweise bekannten Difluormethyl-thiadiazolyl-oxyessigsäureamiden als selektive Herbizide für verschiedene Nutzpflanzenkulturen, ferner eine Gruppe von neuen Difluormethylthiadiazolyl-oxyessigsäureamiden und ein Verfahren sowie neue Zwischenprodukte zu deren Herstellung.

Es ist bereits bekannt, daß bestimmte Heteroaryloxyessigsäureamide, wie z. B. 2-(Benzthiazol-2-yl-oxy)-essigsäure-N-methylanilid, herbizide Eigenschaften aufweisen (vgl. EP-A 5501 und US-P 4 509 971). Die herbizide Wirksamkeit der vorbekannten Verbindungen ist jedoch nicht immer ganz zufriedenstellend.

Weiter sind bestimmte Difluormethyl-thiadiazolyl-oxyessigsäureamide beschrieben worden (vgl, EP-A-148 501 und US-P 4 708 731). Über die konkreten herbiziden Eigenschaften dieser Verbindungen, insbesondere über eventuell vorhandene selektiv-herbizide Eigenschaften ist bisher jedoch nichts bekanntgeworden.

Es wurde nun gefunden, daß die teilweise bekannten Difluormethyl-thiadiazolyl-oxyessigsäureamide der allgemeinen Formel (I)

in welcher

R¹ für Wasserstoff oder für einen gegebenenfalls substituierten Rest aus der Reihe Alkyl, Alkenyl, Alkinyl oder Aralkyl steht,

R² für einen gegebenenfalls substituierten Rest aus der Reihe Alkyl, Alkenyl, Alkinyl, Cycloalkyl, Cycloalkenyl, Aralkyl, Aryl, Alkoxy, Alkenyloxy oder Alkinyloxy steht, oder

R¹ und R² zusammen mit dem Stickstoffatom, an welches sie gebunden sind, einen gegebenenfalls substituierten, gesättigten oder ungesättigten Heterocyclus bilden, der weitere Heteroatome enthalten kann und an den eine Benzo-Gruppierung anelliert sein kann,

starke herbizide Wirkung bei guter Nutzpflanzenselektivität aufweisen.

Überraschenderweise zeigen die Difluormethyl-thiadiazolyl-oxyessigsäureamide der allgemeinen Formel (I) erheblich stärkere herbizide Wirkung gegen verbreitete, schwer bekämpfbare Unkräuter als die oben genannten Verbindungen bei guter Verträglichkeit gegenüber wichtigen Kulturpflanzen.

Die Erfindung betrifft vorzugsweise die Verwendung von Herbiziden und Herbizide auf Basis von Verbindungen der allgemeinen Formel (I), in welcher

R¹ für Wasserstoff, C&sub1;-C&sub8;-Alkyl, welches gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Cyano oder C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy substituiert ist, für C&sub2;-C&sub8;-Alkenyl, welches gegebenenfalls durch Fluor und/oder Chlor substituiert ist, für C&sub2;-C&sub8;-Alkinyl oder für Benzyl steht,

R² für C&sub1;-C&sub8;-Alkyl, welches gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Cyano oder C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy substituiert ist, für C&sub2;-C&sub8;-Alkenyl, welches gegebenenfalls durch Fluor und/oder Chlor substituiert ist, für C&sub2;-C&sub8;-Alkinyl, für C&sub3;-C&sub6;-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls durch Chlor und/oder C&sub1;-C&sub3;-Alkyl substituiert ist, für C&sub5;- oder C&sub6;-Cycloalkenyl, für Benzyl, welches gegebenenfalls durch Fluor, Chlor und/oder C&sub1;-C&sub4;-Alkyl substituiert ist, für Phenyl, welches gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Brom, Iod, Cyano, Nitro, C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, Trifluormethyl, C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy und/oder C&sub1;-C&sub4;-Alkylthio substituiert ist, für C&sub1;-C&sub8;-Alkoxy, welches gegebenenfalls durch C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy substituiert ist, oder für C&sub3;-C&sub4;-Alkenyloxy steht, oder

R¹ und R² zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen gegebenenfalls ein- bis dreifach durch C&sub1;-C&sub3;-Alkyl substituierten, gesättigten oder ungesättigten fünf- bis siebengliedrigen Stickstoffheterocyclus bilden, welcher gegebenenfalls benzanelliert ist und welcher gegebenenfalls ein Sauerstoffatom als weiteres Heteroatom enthält.

Besonders bevorzugt werden erfindungsgemäß die Verbindungen der Formel (I) verwendet, in welcher

R¹ für C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, Allyl oder Propargyl steht,

R² für C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, C&sub1;-C&sub2;-Alkoxy-C&sub1;-C&sub2;-alkyl, Allyl, Propargyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cyclohexenyl, Benzyl, Phenyl (welches gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Brom, Cyano, Nitro, Methyl, Ethyl, Trifluormethyl, Methoxy, Ethoxy substituiert ist), C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy oder C&sub1;-C&sub2;-Alkoxy-C&sub1;-C&sub2;-alkoxy steht, oder

R¹ und R² zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, für gegebenenfalls ein- bis dreifach durch Methyl und/oder Ethyl substituiertes Piperidinyl, für gegebenenfalls ein- oder zweifach durch Methyl und/oder Ethyl substituiertes Pyrrolidinyl, für Perhydroazepinyl oder für 1,2,3,4-Tetrahydro-chinolinyl stehen.

Beispiele für die erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen der Formel (I) sind in der nachstehenden Tabelle 1 aufgeführt.

Die Verbindungen der Formel (I) sind bekannt und/oder können nach an sich bekannten Verfahren hergestellt werden (vgl. US-P 4 708 731).

Ein Teil der Verbindungen der Formel (I) ist noch nicht bekannt. Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind also auch neue Difluormethyl-thiadiazolyl-oxyessigsäureamide der allgemeinen Formel (Ia)

in welcher

A¹ für C&sub2;-C&sub4;-Alkyl steht und

A² für gegebenenfalls substituiertes Aryl steht.

Man erhält die neuen Difluormethyl-thiadiazolyl-oxyessigsäureamide der allgemeinen Formel (Ia), wenn man 5-Difluormethyl-2-methylsulfonyl-1,3,4-thiadiazol der Formel (II)

mit Hydroxyessigsäureamiden der allgemeinen Formel (III)
in welcher

A¹ und A² die oben angegebenen Bedeutungen haben,

gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittel und gegebenenfalls in Gegenwart eines Säureakzeptors umsetzt.

Bevorzugt werden die neuen Difluormethyl-thiadiazolyloxyessigsäureamide der Formel (Ia), in welcher

A¹ für Isopropyl steht und

A² für gegebenenfals durch Fluor, Chlor, Brom, Cyano, Nitro, Methyl, Ethyl, Trifluormethyl, Methoxy und/oder Ethoxy substituiertes Phenyl steht.

Verwendet man 5-Difluormethyl-2-methylsulfonyl-1,3,4-thiadiazol und Hydroxyessigsäure-N-isopropylanilid als Ausgangsstoffe, so kann das Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen der Formel (Ia) durch folgendes Formelschema skizziert werden:

Das als Ausgangsstoff zu verwendende 5-Difluormethyl-2-methylsulfonyl-1,3,4-thiadiazol der Formel (II) ist noch nicht aus der Literatur bekannt und ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung.

Man erhält die neue Verbindung der Formel (II), wenn man 5-Difluormethyl-2-methylthio-1,3,4-thiadiazol der Formel (IV)

mit einem Oxidationsmittel, wie z. B. Hydrogenperoxid, gegebenenfalls in Gegenwart eines Katalysators, wie z. B. Natriumwolframat, und gegebenenfalls in Gegenwart von Verdünnungsmitteln, wei z. B. Wasser, Ameisensäure und/oder Essigsäure, bei Temperaturen zwischen 0 °C und 110 °C umsetzt.

Das als Zwischenprodukt benötigte 5-Difluormethyl-2-methylthio-1,3,4-thiadiazol der Formel (IV) ist ebenfalls noch nicht aus der Literatur bekannt und Gegenstand der vorliegenden Erfindung.

Man erhält die neue Verbindung der Formel (IV), wenn man Difluoressigsäure mit Dithiocarbazinsäuremethylester in Gegenwart eines Säureakzeptors, wie z. B. Kaliumcarbonat, sowie gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels, wie z. B. Toluol, bei Temperaturen zwischen 0 °C und 100 °C umsetzt.

Die weiter als Ausgangsstoffe zu verwendenden Hydroxyessigsäureamide sind durch die Formel (III) allgemein definiert. Vorzugsweise stehen in Formel (III)

A¹ für Isopropyl und

A² für gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Brom, Cyano, Nitro, Methyl, Ethyl, Trifluormethyl, Methoxy und/oder Ethoxy substituiertes Phenyl.

Als Beispiele für die Ausgangsstoffe der Formel (III) seien genannt:

N-Isopropyl-hydroxyessigsäure-anilid, -2-fluor-anilid, -3-fluor-anilid, -4-fluor-anilid, -3,4-difluor-anilid, -2,4-difluor-anilid, -2,6-difluor-anilid, -2-chlor-anilid, -3-chlor-anilid, -4-chlor-anilid, -2,4-dichlor-anilid, -3,4-dichlor-anilid, -2,6-dichlor-anilid, -2,5-dichlor-anilid, -3,5-dichlor-anilid, -2-chlor-6-fluor-anilid, -3-brom-anilid, -4-brom-anilid, -3-cyano-anilid, -4-cyano-anilid, -3-nitro-anilid, -4-nitro-anilid, -2-methyl-anilid, -3-methyl-anilid, -4-methyl-anilid, -2,3-dimethyl-anilid, -2,4-dimethyl-anilid, -2,5-dimethyl-anilid, -3,4-dimethyl-anilid, -2-methyl-5-nitro-anilid, -2-chlor-5-methyl-anilid, -5-chlor-2-methyl-anilid, -2-chlor-6-methyl-anilid, -3-ethyl-anilid, -4-ethyl-anilid, -3-trifluormethyl-anilid, -4-trifluormethyl-anilid, -2-trifluormethyl-anilid, -2-methoxy-anilid, -3-methoxy-anilid, -3-ethoxy-anilid und -4-ethoxy-anilid.

Die Hydroxyessigsäureamide der Formel (III) sind bekannt und/oder können nach an sich bekannten Verfahren hergestellt werden (vgl. EP-A 37 526, US-P 4 509 971, US-P 4 645 525, US 4 334 073).

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen der Formel (Ia) wird vorzugsweise unter Verwendung von Verdünnungsmitteln durchgeführt. Als Verdünnungsmittel kommen dabei praktisch alle inerten organischen Lösungsmittel in Frage. Hierzu gehören vorzugsweise aliphatische und aromatische, gegebenenfalls halogenierte Kohlenwasserstoffe wie Pentan, Hexan, Heptan, Cyclohexan, Petrolether, Benzin, Ligroin, Benzol, Toluol, Xylol, Methylenchlorid, Ethylenchlorid, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Chlorbenzol und o-Dichlorbenzol, Ether wie Diethyl- und Dibutylether, Glykoldimethylether und Diglykoldimethylether, Tetrahydrofuran und Dioxan, Ketone wie Aceton, Methyl-ethyl-, Methyl-isopropyl- und Methyl-isobutyl-keton, Ester wie Essigsäuremethylester und -ethylester, Nitrile wie z. B. Acetonitril und Propionitril, Amide wie z. B. Dimethylformamid, Dimethylacetamid und N-Methyl-pyrrolidon sowie Dimethylsulfoxid, Tetramethylensulfon, Hexamethylphosphorsäuretriamid und Wasser.

Als Säureakzeptoren können bei dem erfindungsgemäßen Verfahren alle üblicherweise für derartige Umsetzungen verwendbaren Säurebindemittel eingesetzt werden. Vorzugsweise in Frage kommen Alkalimetallhydroxide wie z. B. Natrium- und Kaliumhydroxid, Erdalkalihydroxide wie z. B. Calciumhydroxid, Alkalicarbonate und -alkoho late wie Natrium- und Kaliumcarbonat, Natrium- und Kalium-tert-butylat, ferner aliphatische, aromatische oder heterocyclische Amine, beispielsweise Triethylamin, Trimethylamin, Dimethylanilin, Dimethylbenzylamin, Pyridin, 1,5-Diazabicyclo-[4,3,0]-non-5-en (DBN), 1,8-Diazabicyclo-[5,4,0]-undec-7-en (DBU) und 1,4-Diazabicyclo-[2,2,2]-octan (DABCO).

Die Reaktionstemperaturen können bei dem erfindungsgemäßen Verfahren in einem größeren Bereich variiert werden. Im allgemeinen arbeitet man bei Temperaturen zwischen -50 °C und +110 °C, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen -20 °C und +100 °C.

Das erfindungsgemäße Verfahren wird im allgemeinen unter Normaldruck durchgeführt. Es ist jedoch auch möglich, unter erhöhtem oder vermindertem Druck zu arbeiten.

Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens werdendie jeweils benötigten Ausgangsstoffe im allgemeinen in angenähert äquimolaren Mengen eingesetzt. Es ist jedoch auch möglich, eine der beiden jeweils eingesetzten Komponenten in einem größeren Überschuß zu verwenden. Die Reaktionen werden im allgemeinen in einem geeigneten Verdünnungsmittel in Gegenwart eines Säureakzeptors durchgeführt, und das Reaktionsgemisch wird mehrere Stunden bei der jeweils erforderlichen Temperatur gerührt. Die Aufarbeitung erfolgt bei dem erfindungsgemäßen Verfahren jeweils nach üblichen Methoden.

Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe können als Defoliants, Desiccants, Krautabtötungsmittel und insbesondere als Unkrautvernichtungsmittel verwendet werden. Unter Unkraut im weitesten Sinne sind alle Pflanzen zu verstehen, die an Orten aufwachsen, wo sie unerwünscht sind. Ob die erfindungsgemäßen Stoffe als totale oder selektive Herbizide wirken, hängt im wesentlichen von der angewendeten Menge ab.

Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe können z.B. bei den folgenden Pflanzen verwendet werden:

Dikotyle Unkräuter der Gattungen:

Sinapis, Lepidium, Galium, Stellaria, Matricaria, Anthemis, Galinsoga, Chenopodium, Urtica, Senecio, Amaranthus, Portulaca, Xanthium, Convolvulus, Ipomoea, Polygonum, Sesbania, Ambrosia, Cirsium, Carduus, Sonchus, Solanum, Rorippa, Rotala, Lindernia, Lamium, Veronica, Abutilon, Emex, Datura, Viola, Galeopsis, Papaver, Centaurea.

Dikotyle Kulturen der Gattungen:

Gossypium, Glycine, Beta, Daucus, Phaseolus, Pisum, Solanum, Linum, Ipomoea, Vicia, Nicotiana, Lycopersicon, Arachis, Brassica, Lactuca, Cucumis, Cucurbita.

Monokotyle Unkräuter der Gattungen:

Echinochloa, Setaria, Panicum, Digitaria, Phleum, Poa, Festuca, Eleusine, Brachiaria, Lolium, Bromus, Avena, Cyperus, Sorghum, Agropyron, Cynodon, Monochoria, Fimbristylis, Sagittaria, Eleocharis, Scirpus, Paspalum, Ischaemum, Sphenoclea, Dactyloctenium, Agrostis, Alopecurus, Apera.

Monokotyle Kulturen der Gattungen:

Oryza, Zea, Triticum, Hordeum, Avena, Secale, Sorghum, Panicum, Saccharum, Ananas, Asparagus, Allium.

Die Verwendung der erfindungsgemäßen Wirkstoffe ist jedoch keineswegs auf diese Gattungen beschränkt, sondern erstreckt sich in gleicher Weise auch auf andere Pflanzen.

Die Verbindungen eignen sich in Abhängigkeit von der Konzentration zur Totalunkrautbekämpfung z.B. auf Industrie- und Gleisanlagen und auf Wegen und Plätzen mit und ohne Baumbewuchs. Ebenso können die Verbindungen zur Unkrautbekämpfung in Dauerkulturen, z.B. Forst, Ziergehölz-, Obst-, Wein-, Citrus-, Nuß-, Bananen-, Kaffee-, Tee-, Gummi-, Ölpalm-, Kakao-, Beerenfrucht- und Hopfenanlagen und zur selektiven Unkrautbekämpfung in einjährigen Kulturen eingesetzt werden.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel (I) eignen sich insbesondere zur selektiven Bekämpfung von monokotylen Unkräutern in monokotylen und dikotylen Kulturen, wie z. B. in Gerste, Weizen, Mais, Reis, Soja, Baumwolle, Rüben, Kartoffeln und Raps, insbesondere in Soja und Baumwolle, vor allem im Vorauflauf-Verfahren.

Die Wirkstoffe können in die üblichen Formulierungen überführt werden, wie Lösungen, Emulsionen, Spritzpulver, Suspensionen, Pulver, Stäubemittel, Pasten, lösliche Pulver, Granulate, Suspensions-Emulsions-Konzentrate, Wirkstoff-imprägnierte Natur- und synthetische Stoffe sowie Feinstverkapselungen in polymeren Stoffen.

Diese Formulierungen werden in bekannter Weise hergestellt, z. B. durch Vermischen der Wirkstoffe mit Streckmitteln, also flüssigen Lösungsmitteln und/oder festen Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Verwendung von oberflächenaktiven Mitteln, also Emulgiermitteln und/oder Dispergiermitteln und/oder schaumerzeugenden Mitteln.

Im Falle der Benutzung von Wasser als Streckmittel können z.B. auch organische Lösungsmittel als Hilfslösungsmittel verwendet werden. Als flüssige Lösungsmittel kommen im wesentlichen in Frage: Aromaten, wie Xylol, Toluol, oder Alkylnaphthaline, chlorierte Aromaten und chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Chlorbenzole, Chlorethylene oder Methylenchlorid, aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Cyclohexan oder Paraffine, z.B. Erdölfraktionen, mineralische und pflanzliche Öle, Alkohole, wie Butanol oder Glykol sowie deren Ether und Ester, Ketone wie Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon oder Cyclohexanon, stark polare Lösungsmittel, wie Dimethylformamid und Dimethylsulfoxid, sowie Wasser.

Als feste Trägerstoffe kommen in Frage:

z.B. Ammoniumsalze und natürliche Gesteinsmehle, wie Kaoline, Tonerden, Talkum, Kreide, Quarz, Attapulgit, Montmorillonit oder Diatomeenerde und synthetische Gesteinsmehle, wie hochdisperse Kieselsäure, Aluminiumoxid und Silikate, als feste Trägerstoffe für Granulate kommen in Frage: z.B. gebrochene und fraktionierte natürliche Gesteine wie Calcit, Marmor, Bims, Sepiolith, Dolomit sowie synthetische Granulate aus anorganischen und organischen Mehlen sowie Granulate aus organischem Material wie Säge mehl, Kokosnußschalen, Maiskolben und Tabakstengeln; als Emulgier- und/oder schaumerzeugende Mittel kommen in Frage: z.B. nichtionogene und anionische Emulgatoren, wie Polyoxyethylen-Fettsäure-Ester, Polyoxyethylen-Fettalkohol-Ether, z.B. Alkylaryl-polyglykolether, Alkylsulfonate, Alkylsulfate, Arylsulfonate sowie Eiweißhydrolysate; als Dispergiermittel kommen in Frage: z.B. Lignin-Sulfitablaugen und Methylcellulose.

Es können in den Formulierungen Haftmittel wie Carboxymethylcellulose, natürliche und synthetische pulvrige, körnige oder latexförmige Polymere verwendet werden, wie Gummiarabicum, Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat, sowie natürliche Phospholipide, wie Kephaline und Lecithine und synthetische Phospholipide. Weitere Additive können mineralische und vegetabile Öle sein.

Es können Farbstoffe wie anorganische Pigmente, z.B. Eisenoxid, Titanoxid, Ferrocyanblau und organische Farbstoffe, wie Alizarin-, Azo- und Metallphthalocyaninfarbstoffe und Spurennährstoffe wie Salze von Eisen, Mangan, Bor, Kupfer, Kobalt, Molybdän und Zink verwendet werden.

Die Formulierungen enthalten im allgemeinen zwischen 0,1 und 95 Gewichtsprozent Wirkstoff, vorzugsweise zwischen 0,5 und 90 %.

Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe können als solche oder in ihren Formulierungen auch in Mischung mit bekannten Herbiziden zur Unkrautbekämpfung Verwendung finden, wobei Fertigformulierungen oder Tankmischungen möglich sind.

Für die Mischungen kommen bekannte Herbizide wie z.B. 1-Amino-6-ethylthio-3-(2,2-dimethylpropyl)-1,3,5-triazin-2,4(1H,3H)-dion (AMETHYDIONE) oder N-(2-Benzthiazolyl)-N,N&min;-dimethyl-harnstoff (METABENZTHIAZURON) zur Unkrautbekämpfung in Getreide; 4-Amino-3-methyl-6-phenyl-1,2,4-triazin-5(4H)-on (METAMITRON) zur Unkrautbekämpfung in Zuckerrüben und 4-Amino-6-(1,1-dimethylethyl)-3-methylthio-1,2,4-triazin-5(4H)-on (METRIBUZIN) zur Unkrautbekämpfung in Sojabohnen, in Frage; ferner auch 5-Amino-4-chlor-2-phenyl-2,3-dihydro-3-oxy-pyridazin (CHLORIDAZON); Ethyl-2-{[(4-chlor-6-methoxy-2-pyrimidinyl)-aminocarbonyl]-aminosulfonyl}-benzoat (CHLORIMURON); 2-[(2-Chlorphenyl)-methyl]-4,4-dimethylisoxazolidin-3-on (DIMETHAZONE); N,N-Dimethyl-N&min;-(3-trifluormethylphenyl)harnstoff (FLUOMETURON); 1-Methyl-3-phenyl-5-(3-trifluormethylphenyl)-4-pyridon (FLURIDONE); 2-[5-Methyl-5-(1-methylethyl)-4-oxo-2-imidazolin-2-yl]-3-chinolincarbonsäure (IMAZAQUIN); 2-[4,5-Dihydro-4-methyl-4-isopropyl-5-oxo-(1H)-imidazol-2-yl]-5-ethyl-pyridin-3-carbonsäure (IMAZETHAPYR); N-Methyl-2-(1,3-benzthiazol-2-yl-oxy)-acetanilid (MEFENACET); 1-(3-Trifluormethyl-phenyl)-4-methylamino-5-chlor-6-pyridazon (NORFLURAZON); N-(1-Ethylpropyl)-3,4-dimethyl-2,6-dinitroanilin (PENDIMETHALIN); 3-[[[[(4-Methoxy-6-methyl-1,3,5-triazin-2-yl)-amino]-carbonyl]-amino]-sulfonyl]-thiophen-2-carbonsäure-methylester (THIAMETURON) und 2,6-Dinitro-4-trifluormethyl-N,N-dipropylanilin (TRIFLURALIN). Einige Mischungen zeigen überraschenderweise auch synergistische Wirkung.

Auch eine Mischung mit anderen bekannten Wirkstoffen, wie Fungiziden, Insektiziden, Akariziden, Nematiziden, Schutzstoffen gegen Vogelfraß, Pflanzennährstoffen und Bodenstrukturverbesserungsmitteln ist möglich.

Die Wirkstoffe können als solche, in Form ihrer Formulierungen oder den daraus durch weiteres Verdünnen bereiteten Anwendungsformen, wie gebrauchsfertige Lösungen, Suspensionen, Emulsionen, Pulver, Pasten und Granulate angewandt werden. Die Anwendung geschieht in üblicher Weise, z.B. durch Gießen, Spritzen, Sprühen, Streuen.

Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe können sowohl vor als auch nach dem Auflaufen der Pflanzen appliziert werden.

Sie können auch vor der Saat in den Boden eingearbeitet werden.

Die angewandte Wirkstoffmenge kann in einem größeren Bereich schwanken. Sie hängt im wesentlichen von der Art des gewünschten Effektes ab. Im allgemeinen liegen die Aufwandmengen zwischen 0,01 und 10 kg Wirkstoff pro Hektar Bodenfläche, vorzugsweise zwischen 0.05 und 5 kg pro ha.

Die Herstellung und die Verwendung der erfindungsgemäßen Wirkstoffe geht aus den nachfolgenden Beispielen hervor.

Verwendungsbeispiele

In den folgenden Verwendungsbeispielen wird die Verbindung der nachstehenden Formel als Vergleichssubstanz eingesetzt:

2-(Benzthiazol-2-yl-oxy)-essigsäure-N-methyl-anilid

(bekannt aus EP-A 5501 und US-P 4 509 971).

Beispiel A Pre-emergence-Test

Lösungsmittel: 5 Gewichtsteile Aceton Emulgator: 1 Gewichtsteil Alkylarylpolyglykolether

Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der angegebenen Menge Lösungsmittel, gibt die angegebene Menge Emulgator zu und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.

Samen der Testpflanzen werden in normalen Boden ausgesät und nach 24 Stunden mit der Wirkstoffzubereitung begossen. Dabei hält man die Wassermenge pro Flächeneinheit zweckmäßigerweise konstant. Die Wirkstoffkonzentration in der Zubereitung spielt keine Rolle, entscheidend ist nur die Aufwandmenge des Wirkstoffs pro Flächeneinheit. Nach drei Wochen wird der Schädigungsgrad der Pflanzen bonitiert in % Schädigung im Vergleich zur Entwicklung der unbehandelten Kontrolle. Es bedeuten: 0 % = keine Wirkung (wie unbehandelte Kontrolle) 100 % = totale Vernichtung

Eine deutliche Überlegenheit gegenüber dem Stand der Technik zeigen in diesem Test z. B. die Verbindungen gemäß den Beispielen (2), (3), (4), (5), (6), (8), (10), (12), (13), (14), (15), (16), (17), (18), (19), (20), (21) und (22) aus Tabelle 1.

Herstellungsbeispiele Beispiel 1

Eine Lösung von 1,44 g (0,036 Mol) Natriumhydroxid in 6 ml Wasser wird unter Rühren zu einer aus -20 °C gekühlten Mischung aus 6,4 g (0,03 Mol) 5-Difluormethyl2-methylsulfonyl-1,3,4-thiadiazol, 4,9 g (0,03 Mol) Hydroxyessigsäure-N-methyl-anilid und 50 ml Aceton tropfenweise gegeben und die Reaktionsmischung wird 12 Stunden unter Kühlen mit einer Eis-Kochsalz-Mischung gerührt. Dann wird mit Essigsäure angesäuert und im Wasserstrahlvakuum eingeengt. Der Rückstand wird mit Toluol/Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und filtriert. Vom Filtrat wird das Lösungsmittel im Wasserstrahlvakuum sorgfältig abdestilliert.

Man erhält 8,8 g (98 % der Theorie) 2-(5-Difluormethyl-1,3,4-thiadiazol-2-yl-oxy)-essigsäure-N-methyl-anilid als kristallinen Rückstand vom Schmelzpunkt 67 °C.

Beispeil 2

Eine Lösung von 1,44 g (0,036 Mol) Natriumhydroxid in 6 ml Wasser wird unter Rühren zu einer auf -20 °C abgekühlten Mischung aus 6,4 g (0,03 Mol) 5-Difluormethyl-2-methylsulfonyl-1,3,4-thiadiazol, 7,2 g (0,03 Mol) Hydroxyessigsäure-N-isopropyl-(3-chlor-phenyl-amid) und 50 ml Aceton tropfenweise gegeben und die Reaktionsmischung wird 15 Stunden unter Kühlen mit einer Eis-Kochsalz-Mischung gerüht. Dann wird mit Essigsäure angesäuert und im Wasserstrahlvakuum eingeengt. Das beim anschließenden Verdünnen mit Wasser kristallin anfallende Produkt wird durch Absaugen isoliert.

Man erhält 11 g (- 100 % der Theorie) 2-(5-Difluormethyl-1,3,4-thiadiazol-2-yl-oxy)-essigsäure-N-isopropyl-(3-chlor-phenyl-amid) von Schmelzpunkt 98 °C.

Analog Beispiel 1 und 2 sowie entsprechend der allgemeinen Beschreibung des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens können z. B. auch die weiteren in Tabelle 1 (oben) aufgeführten Verbindungen der Formel (I) bzw. (Ia) hergestellt werden.

Ausgangsverbindung der Formel (II)

420 ml einer 35 %igen wäßrigen Hydrogenperoxidlösung werden unter Rühren zu einer auf 50 °C erwärmten Mischung aus 198 g (1,28 Mol) 5-Difluormethyl-2-methylthio-1,3,4-thiadiazol, 390 ml Ameisensäure und 0,8 g Natriumwolframat tropfenweise gegeben, wobei die Temperatur kurzzeitig auf 95 °C steigt. Dann wird das dabei kristallin angefallene Produkt durch Absaugen isoliert.

Man erhält 250 g (91 % der Theorie) 5-Difluormethyl-2- methylsulfonyl-1,3,4-thiadiazol vom Schemlzpunkt 59 °C.

Ausgangsverbindung der Formel (IV)

131 g (1,29 Mol) Difluoressigsäure werden bei 20 °C unter Rühren zu einer Mischung aus 89 g (0,65 Mol) Kaliumcarbonat und 130 ml Wasser tropfenweise gegeben. Nach Zugabe von 300 ml Toluol wird das Wasser durch azeotrope Destillation am Wasserabscheider entfernt. Zur verbleibenden organischen Phase werden weitere 700 ml Toluol und 156 g (1,29 Mol) Dithiocarbazinsäure-methylester gegeben. Dann werden bei 50 °C bis 60 °C 404 g (1,61 Mol) Phosphoroxychlorid zugetropft, die Mischung wird 2 Stunden gerührt und anschließend auf Eiswasser gegossen. Die organische Phase wird abgetrennt, mit Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und filtriert, Vom Filtrat wird das Lösungsmittel im Wasserstrahlvakuum abdestilliert.

Man erhält 190 g (96 % der Theorie) 5-Difluormethyl-2-methylthio-1,3,4-thiadiazol als amorphen Rückstand, welcher allmählich kristallisiert. Schmelzpunkt: 23 °C.


Anspruch[de]
  • 1. Verfahren zur selektiven Bekämpfung von Unkraut in Nutzpflanzenkulturen, dadurch gekennzeichnet, daß man Difluormethyl-thiadiazolyl-oxyessigsäureamide der allgemeinen Formel (I)
    in welcher

    R¹ für Wasserstoff oder für einen gegebenenfalls substituierten Rest aus der Reihe Alkyl, Alkenyl, Alkinyl oder Aralkyl steht,

    R² für einen gegebenenfalls substituierten Rest aus der Reihe Alkyl, Alkenyl, Alkinyl, Cycloalkyl, Cycloalkenyl, Aralkyl, Aryl, Alkoxy, Alkenyloxy oder Alkinyloxy steht, oder

    R¹ und R² zusammen mit dem Stickstoffatom, an welches sie gebunden sind, einen gegebenenfalls substituierten, gesättigten oder ungesättigten Heterocyclus bilden, der weitere Heteroatome enthalten kann und an den eine Benzo-Gruppierung anelliert sein kann, auf Unkraut und/oder seinen Lebensraum einwirken läßt.
  • 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der Formel (I) einsetzt, in welcher

    R¹ für Wasserstoff, C&sub1;-C&sub8;-Alkyl, welches gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Cyano oder C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy substituiert ist, für C&sub2;-C&sub8;-Alkenyl, welches gegebenenfalls durch Fluor und/oder Chlor substituiert ist, für C&sub2;-C&sub8;-Alkinyl oder für Benzyl steht,

    R² für C&sub1;-C&sub8;-Alkyl, welches gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Cyano oder C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy substituiert ist, für C&sub2;-C&sub8;-Alkenyl, welches gegebenenfalls durch Fluor und/oder Chlor substituiert ist, für C&sub2;-C&sub8;-Alkinyl, für C&sub3;-C&sub6;-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls durch Chlor und/oder C&sub1;-C&sub3;-Alkyl substituiert ist, für C&sub5;- oder C&sub6;-Cycloalkenyl, für Benzyl, welches gegebenenfalls durch Fluor, Chlor und/oder C&sub1;-c&sub4;-Alkyl substituiert ist, für Phenyl, welches gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Brom, Iod, Cyano, Nitro, C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, Trifluormethyl, C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy und/oder C&sub1;-C&sub4;-Alkylthio substituiert ist, für C&sub1;-C&sub8;-Alkoxy, welches gegebenenfalls durch C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy substituiert ist, oder für C&sub3;-C&sub4;-Alkenyloxy steht, oder

    R¹ und R² zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen gegebenenfalls ein- bis dreifach durch C&sub1;-C&sub3;-Alkyl substituierten, gesättigten oder ungesättigten fünf- bis siebengliedrigen Stickstoffheterocyclus bilden, welcher gegebenenfalls benzanelliert ist und welcher gegebenenfalls ein Sauerstoffatom als weiteres Heteroatom enthält.
  • 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der Formel (I) einsetzt, in welcher

    R¹ für C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, Allyl oder Propargyl steht,

    R² für C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, C&sub1;-C&sub2;-Alkoxy-C&sub1;-C&sub2;-alkyl, Allyl, Propargyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cyclohexenyl, Benzyl, Phenyl (welches gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Brom, Cyano, Nitro, Methyl, Ethyl, Trifluormethyl, Methoxy, Ethoxy substituiert ist), C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy oder C&sub1;-C&sub2;-Alkoxy-C&sub1;-C&sub2;-alkoxy steht, oder

    R¹ und R² zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, für gegebenenfalls ein- bis dreifach durch Methyl und/oder Ethyl substituiertes Piperidinyl, für gegebenenfalls ein-oder zweifach durch Methyl und/oder Ethyl substituiertes Pyrrolidinyl, für Perhydroazepinyl oder für 1,2,3,4-Tetrahydro-chinolinyl stehen.
  • 4. Verwendung von Difluormethyl-thiadiazolyl-oxyessigsäureamiden der allgemeinen Formel (I) gemäß Anspruch 1 zur selektiven Bekämpfung von Unkraut in Nutspflanzenkulturen.
  • 5. Verfahren zur Herstellung von selektiv-herbiziden Mitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man Difluormethyl-thiadiazolyl-oxyessigsäureamide der Formel (I) gemäß Anspruch 1 mit Streckmitteln und/oder oberflächenaktiven Mitteln vermischt.
  • 6. Difluormethyl-thiadiazolyl-oxyessigsäureamide der allgemeinen Formel (Ia)
    in welcher

    A¹ für C&sub2;-C&sub4;-Alkyl steht und

    A² für gegebenenfalls substituiertes Aryl steht.
  • 7. Difluormethyl-thiadiazolyl-oxyessigsäureamide der Forml (Ia) gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß darin

    A¹ für Isopropyl steht und

    A² für gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Brom, Cyano, Nitro, Methyl, Ethyl, Trifluormethyl, Methoxy und/oder Ethoxy substituierts Phenyl steht.
  • 8. Verfahren zur Herstellung von Difluormethyl-thiadiazolyl-oxyessigsäureamiden der Formel (Ia) gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man 5-Difluormethyl-2-methylsulfonyl-1,3,4,-thiadiazol der Formel (II)
    mit Hydroxyessigsäureamiden der allgemeinen Formel (III)
    in welcher

    A¹ und A² die in Anspruch 6 angegebenen Bedeutungen haben,

    gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungsmittels und gegebenenfalls in Gegenwart eines Säureakzeptors umsetzt.
  • 9. 5-Difluormethyl-2-methylsulfonyl-1,3,4-thiadiazol der Formel (II)
  • 10. 5-Difluormethyl-2-methylthio-1,3,4-thiadiazol der Formel (IV)






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