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Dokumentenidentifikation DE4030889C2 24.12.1992
Titel Verbindung aus Kunststoff für Zirkel und daran lösbar gehaltene Zusatzteile
Anmelder Intertech Zeichengeräte Günther Partes KG, 8535 Emskirchen, DE
Erfinder Partes, Stefan, 8535 Emskirchen, DE
Vertreter Kessel, E., Dipl.-Ing.; Böhme, V., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 29.09.1990
DE-Aktenzeichen 4030889
Offenlegungstag 09.04.1992
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.12.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.12.1992
IPC-Hauptklasse B43L 9/24

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Verbindung aus Kunststoff für Zirkel und daran lösbar gehaltene Zusatzteile, bestehend aus einem am Zusatzteil befindlichen Einsteckzapfen und einer im unteren Bereich des Zirkelschenkels vorgesehenen, zu dessen unterer Stirnseite hin offenen und ansonsten allseitig geschlossenen Aufnahme, wobei der Einsteckzapfen und die Aufnahme zusammenwirkende Mittel zum funktionsgerechten Positionieren des Zusatzteils aufweisen und der Einsteckzapfen in der Aufnahme von einem Klemmelement beaufschlagt ist.

Eine solche Verbindung ist aus der DE-OS 20 54 006 bekannt. Bei dieser bekannten Verbindung weist der Einsteckzapfen jedoch entweder einen in seiner Mittellängsachse verlaufenden Schlitz auf oder ist mit einer durch Reduzierung seines Querschnitts hergestellten, sich parallel zu seiner Mittellängsachse erstreckenden Absatzfläche mit einer winklig dazu angeordneten Nut versehen, in die eine in der Aufnahme vorgesehene Rippe einrastbar ist. Die Wandung der Aufnahme weist einen Längsschlitz auf.

Diese bekannte Verbindung erweist sich vor allem dann als unzulänglich, wenn die Zusatzteile aus Kunststoff gefertigt sind. So entsteht aufgrund des Schlitzens bzw. der Querschnittsreduzierung des Einsteckzapfens eine beträchtliche Bruchgefahr, da die den Schlitz begrenzenden Lappen bzw. das querschnittsreduzierte Ende des Einsteckzapfens sehr geringe Dickenabmessungen besitzen. Weiter führen diese schwach dimensionierten Bereiche des Einsteckzapfens in Verbindung mit den Kunststoffeigenschaften zu starken Federwirkungen, was Zeichenungenauigkeiten zur Folge hat.

Gleiches gilt für eine aus dem DE-GM 19 32 028 bekannte Verbindung, bei welcher Zirkelschenkel und Zusatzteil im Verbindungsbereich eine erhebliche Querschnittsreduzierung und demzufolge eine unerwünschte Schwächung aufweisen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Zirkel, dessen Schenkel - zumindest im unteren Bereich - und dessen Zusatzteile aus Kunststoff bestehen, eine bruchsichere, nicht federnde Verbindung zwischen Schenkel und Zusatzteil zu schaffen.

Ausgehend von der eingangs beschriebenen bekannten Verbindung wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Einsteckzapfen mindestens zwei radial nach außen vorstehende, in Umfangsrichtung zueinander versetzte Längsrippen aufweist und daß die Aufnahme mit je eine der Längsrippen aufnehmenden Längsnuten versehen ist, die über den Umfang der Aufnahme radial in die sie umgebende Wandung zurückspringen, wobei der Einsteckzapfen von der Aufnahme und die Längsrippen von den Längsnuten festgehalten sind.

Aufgrund dieser Ausgestaltung entstehen am Zusatzteil, insbesondere an dessen Einsteckzapfen, keine schwach dimensionierten Teile, die eine Bruchgefahr beinhalten; die radial vorstehenden Teile sind allseitig fest umschlossen und nicht lose in einer nach außen offenen, sich unter Spreizwirkung öffnenden Schlitzung angeordnet. Weiter können dem Werkstoff etwa innewohnende Federeigenschaften keine Wirkung entfalten, weil der Einsteckzapfen von der Aufnahme und die Längsrippen von den Längsnuten aufgrund maßlicher Abstimmung festgehalten sind; da die Aufnahme in Ermangelung einer Schlitzung ihrer Wandung weder beim Einführen des Einsteckzapfens noch beim Anziehen der Klemmutter eine Querschnittsveränderung erfährt, ist diese Abstimmung problemlos. Auch sind dadurch Verstellungen des Zusatzteils um seine Längsachse ausgeschlossen; in der Einbaustellung ist es stets absolut funktionsgerecht positioniert. Eine Herstellung der Verbindung und damit des Zirkelschenkels und des Zusatzteils aus Kunststoff ist somit ohne Inkaufnahme irgendwelcher Nachteile möglich.

Selbstverständlich ist auch eine Umkehrung der erfindungsgemäßen Ausgestaltung denkbar derart, daß der Einsteckzapfen mit den Längsrippen am unteren Ende des Zirkelschenkels und die Aufnahme mit den Längsnuten im oberen Ende des Zusatzteils vorgesehen ist.

Weiter hat es sich als recht günstig erwiesen, wenn erfindungsgemäß die Längsrippen an ihrer Basis mit der den Einsteckzapfen umgebenden Stirnfläche des Zusatzteils verbunden sind und dort die größte radiale Abmessung aufweisen, wobei sie sich zweckmäßigerweise fast über die gesamte Länge des Einsteckzapfens erstrecken. Dadurch wird eine hohe Stabilität der Längsrippen erzielt, wobei deren Verbindung mit der Stirnfläche des Zusatzteils bei einem einstückigen Kunststoffspritzteil problemlos ist.

Bei Ausbildung von zwei Längsrippen empfiehlt es sich, diese diagonal gegenüberliegend anzuordnen; zwischen mehreren Längsrippen sind erfindungsgemäß gleiche Umfangswinkel vorgesehen. Als besonders günstig hat sich die Maßnahme herausgestellt, die Aufnahme einen kreisrunden Querschnitt mit Normdurchmesser besitzen zu lassen, da das auch die Verwendung von Zusatzteilen mit herkömmlichen, d. h. keine Längsrippen aufweisenden Einsteckzapfen ermöglicht.

Gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung weisen die Längsnuten eine Außenkontur auf, die - in axialer Richtung gesehen - der Außenkontur der Längsrippen entspricht. Auf diese Weise wird ein guter Sitz des Einsteckzapfens in der Aufnahme erreicht.

Bei rechteckigem Querschnitt des Zirkelschenkels hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, vier Längsrippen bzw. vier Längsnuten vorzusehen, die sich entlang der Diagonalen des Rechtecks erstrecken. Das ermöglicht eine große Tiefe der Längsnuten bzw. eine große radiale Breite der Längsrippen, was ebenfalls die Qualität des Sitzes des Einsteckzapfens in der Aufnahme verbessert.

Zweckmäßigerweise besitzen der Einsteckzapfen und die Aufnahme einen kreuzförmigen Querschnitt, wobei der im Kreuzzentrum darstellbare Kreis Normdurchmesser aufweist. Dabei muß also der Abstand der beiden jeweils gegenüberliegenden Kreuzeckpunkte gleich dem Normdurchmesser sein; der keine Längsrippen aufweisende Einsteckzapfen herkömmlicher Zusatzteile ist dann von den vier Kanten fixiert, die von den Kreuzeckpunkten gebildet werden und sich parallel zur Zapfenlängsachse erstrecken.

In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.

Es zeigen

Fig. 1 einen Zirkelschenkel und ein Zusatzteil rechteckigen Querschnitts in der Ansicht von unten bzw. von oben,

Fig. 2 einen Zirkelschenkel und ein Zusatzteil kreisrunden Querschnitts in der Ansicht von unten bzw. von oben,

Fig. 3 einen Zirkelschenkel und ein Zusatzteil quadratischen Querschnitts in der Ansicht von unten bzw. von oben und

Fig. 4 eine Verbindung zwischen Zirkelschenkel und Zusatzteil in Seitenansicht in auseinandergezogener Stellung.

In Fig. 1 ist die untere Stirnfläche 1 eines im Querschnitt rechteckigen Zirkelschenkels 2 aus Kunststoff dargestellt. Im unteren Bereich des Zirkelschenkels 2 ist eine koaxiale kreisrunde Aufnahme 3 vorgesehen, von der vier Längsnuten 4 ausgehen, die auf den Diagonalen des Rechteckquerschnitts liegen. In die Aufnahme 3 greift eine Klemmschraube 5 ein; die diese Klemmschraube 5 aufnehmende Gewindebohrung 6 mündet zwischen zwei Längsnuten 4 in der Aufnahme 3. Mit 7 ist die obere Stirnseite eines im Querschnitt rechteckigen Zusatzteils 8 aus Kunststoff bezeichnet, von deren Zentrum ein koaxialer kreisrunder Einsteckzapfen 9 aufragt, der mit vier radial nach außen vorstehenden Längsrippen 10 versehen ist, die auf den Diagonalen des Rechteckquerschnitts liegen.

Das in Fig. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von demjenigen der Fig. 1 nur durch den kreisrunden Querschnitt des Zirkelschenkels 2a und des Zusatzteils 8a sowie durch die Ausbildung von jeweils nur drei Längsnuten 4a und Längsrippen 10a, die einen Umfangswinkel von 120° zwischen sich einschließen. Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 3, bei dem der Zirkelschenkel 2b und das Zusatzteil 8b einen quadratischen Querschnitt aufweisen, sind wieder wie im Fall des in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiels jeweils vier auf den Diagonalen des Quadratquerschnitts angeordnete Längsnuten 4b und Längsrippen 10b vorgesehen. Der obere und der untere bzw. der linke und der rechte Kreuzeckpunkt besitzen einen Durchmesser, der dem Normdurchmesser herkömmlicher Einsteckzapfen entspricht.

Das in Fig. 4 dargestellte Zusatzteil 8 hält mittels einer Klemmschraube 11 eine Mine oder Nadel 12. Sein Einsteckzapfen 9 mit den Längsrippen 10 ist in die Aufnahme 3 mit den entsprechend angeordneten Längsnuten 4 einführbar und darin mittels der Klemmschraube 5 arretierbar. Aus Vereinfachungsgründen ist vom Zirkelschenkel 2 nur der untere Bereich dargestellt.

Bezugszeichenliste

1 untere Stirnseite

2 Zirkelschenkel

2a Zirkelschenkel

2b Zirkelschenkel

3 Aufnahme

4 Längsnuten

4a Längsnuten

4b Längsnuten

5 Klemmschraube

6 Gewindebohrung

7 obere Stirnseite

8 Zusatzteil

8a Zusatzteil

8b Zusatzteil

9 Einsteckzapfen

10 Längsrippen

10a Längsrippen

10b Längsrippen

11 Klemmschraube

12 Mine oder Nadel


Anspruch[de]
  1. 1. Verbindung aus Kunststoff für Zirkel und daran lösbar gehaltene Zusatzteile, bestehend aus einem am Zusatzteil befindlichen Einsteckzapfen und einer im unteren Bereich des Zirkelschenkels vorgesehenen, zu dessen unterer Stirnfläche hin offenen und ansonsten allseitig geschlossenen Aufnahme, wobei der Einsteckzapfen und die Aufnahme zusammenwirkende Mittel zum funktionsgerechten Positionieren des Zusatzteils aufweisen und der Einsteckzapfen in der Aufnahme von einem Klemmelement beaufschlagt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsteckzapfen (9) mindestens zwei radial nach außen vorstehende, in Umfangsrichtung zueinander versetzte Längsrippen (10) aufweist, und daß die Aufnahme (3) mit je eine der Längsrippen (10) aufnehmenden Längsnuten (4) versehen ist, die über den Umfang der Aufnahme (3) radial in die sie umgebende Wandung zurückspringen, wobei der Einsteckzapfen (9) von der Aufnahme (3) und die Längsrippen (10) von den Längsnuten (4) festgehalten sind.
  2. 2. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsrippen (10) an ihrer Basis mit der den Einsteckzapfen (9) umgebenden Stirnfläche (7) des Zusatzteils (8) verbunden sind.
  3. 3. Verbindung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsrippen (10) an ihrer Basis die größte radiale Abmessung aufweisen.
  4. 4. Verbindung nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsrippen (10) sich fast über die gesamte Länge des Einsteckzapfens (9) erstrecken.
  5. 5. Verbindung nach den Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbildung von zwei Längsrippen (10) diese diagonal gegenüberliegend angeordnet sind.
  6. 6. Verbindung nach den Ansprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen mehreren Längsrippen (10) gleiche Umfangswinkel vorgesehen sind.
  7. 7. Verbindung nach Anspruch 1 und mindestens einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme (3) einen kreisrunden Querschnitt mit Normdurchmesser besitzt.
  8. 8. Verbindung nach Anspruch 1 und mindestens einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsnuten (4) eine Außenkontur aufweisen, die - in axialer Richtung gesehen - der Außenkontur der Längsrippen (10) entspricht.
  9. 9. Verbindung nach Anspruch 1 und mindestens einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß bei rechteckigem Querschnitt des Zirkelschenkels (2) vier Längsrippen (10) bzw. vier Längsnuten (4) vorgesehen sind, die sich entlang der Diagonalen des Rechtecks erstrecken.
  10. 10. Verbindung nach Anspruch 1 und mindestens einem der Ansprüche 2 bis 6 und 8, 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsteckzapfen (9) und die Aufnahme (3) einen kreuzförmigen Querschnitt besitzen, wobei der im Kreuzzentrum darstellbare Kreis Normdurchmesser aufweist.






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