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Dokumentenidentifikation DE4120498A1 24.12.1992
Titel Einfädelvorrichtung für ein Fixzenterfriktionsaggregat
Anmelder FAG Kugelfischer Georg Schäfer KGaA, 8720 Schweinfurt, DE
Erfinder Hinn, Walter;
Paul, Günter;
Schuster, Friedrich, 8783 Hammelburg, DE
DE-Anmeldedatum 21.06.1991
DE-Aktenzeichen 4120498
Offenlegungstag 24.12.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.12.1992
IPC-Hauptklasse D02G 1/08
Zusammenfassung Bei einem Fixzenterfriktionsaggregat, bei dem die Friktionsscheibenwellen (14) zueinander fest angeordnet sind, ist der Einfädelprozeß bekanntlich komplizierter als bei einem zu öffnenden Aggregat. Der Faden (9) wird, bevor er in das Texturierzentrum (15) befördert wird, nur angelegt, d. h. er läuft in einer bestimmten Schräge am Aggregat vorbei ohne die Friktionsscheiben (Arbeitsscheiben) (11, 12) zu kontaktieren. Mit herkömmlichen Einfädellaschen springt der Faden (9), bedingt durch die aus dem Texturierzentrum (15) drehende Arbeitsscheibe (11) immer wieder ab, reißt und bildet um eine der Fiktionsscheibenwellen (14) einen Wickel. Zur Abhilfe wird eine Fadenzuführung (2), die an der Halterung (1) des Einfädlers befestigt ist, vorgestellt, die ein sicheres Einfädeln des Fadens (9) in das Texturierzentrum (15) gewährleistet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einfädelvorrichtung für ein Fixzenterfriktionsaggregat nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Das Einbringen des Fadens in das Texturierzentrum bei Friktionsaggregaten erfolgt mittels sogenannter Einfädler, die stationär oder mobil ausgelegt sein können. Darüberhinaus wird unterschieden nach Fixzenteraggregaten, d. h. die Achsabstände der Friktionsscheibenwellen sind fest eingestellt, und nach zu öffnenden Aggregaten, wobei mindestens eine der Friktionsscheibenwellen ausschwenkbar ist.

Bei Fixzenteraggregaten ist das Einbringen des Fadens naturgemäß schwieriger als bei zu öffnenden Aggregaten. Hier muß der Faden in das Texturierzentrum eingedrückt werden. In der DE 29 35 380 C2 wird z. B. ein mobiler Einfädler beschrieben. Von Fadenführerlaschen unterschiedlicher Länge wird der Faden erfaßt und von Hand gegen Federdruck in das Texturierzentrum geführt. In der Regel wird der bereits laufende Faden zuvor über einen Fadenführer, der oberhalb des Aggregates installiert ist, nur angelegt. Hierbei hat der Faden noch keine Berührung mit den Friktionsscheiben, d. h. der Faden läuft schräg am Aggregat vorbei. Die untere Fadenführerlasche ist am längsten ausgebildet und erfaßt den Faden als erste. Sie hat die Aufgabe, den Faden an die unteren Scheiben zu bringen, um hierdurch eine gewisse Vordrehung auf den Faden zu erreichen, bis die zweite Fadenführerlasche zum Einsatz kommt. An diesem Punkt beginnt nun die Schwierigkeit des Einfädelprozesses. Es ist gleichgültig, wie die Form der Fadenführerlasche zur Aufnahme des Fadens ausgebildet ist, ob V-förmig, rund oder U-förmig, bei der ersten Berührung des Fadens mit der Arbeitsscheibe, die aus dem Texturierzentrum nach außen dreht, wird der Faden aus der Lasche geschleudert. Hierbei reißt der Faden und bildet um eine der Friktionsscheibenwellen einen Wickel. Dies gilt sowohl für die Erstellung von S-Drall als auch für Z-Drall. Die Wickel zu entfernen und den Einfädelprozeß neu zu beginnen ist sehr zeitraubend und damit unwirtschaftlich.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, die sowohl für S-Garne als auch für Z-Garne ein gesichertes Einfädeln des Fadens in das Texturierzentrum gewährleistet.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt nach dem Kennzeichen des Anspruchs 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Ansprüchen 2 bis 9 zu entnehmen.

Die erfindungsgemäße Einfädelvorrichtung kann sowohl bei einem stationären wie auch mobilen Einfädler verwirklicht werden. Hierzu wird die bisherige zweite Fadenführerlasche (zweite von unten) entfernt. Statt dieser Lasche wird an der Halterung des Einfädlers eine schwenkbare Fadenzuführung installiert. Die Halterung hat an dieser Stelle eine langlochähnliche Aussparung, aus der das Griffteil der Fadenzuführung bedienungsseitig herausragt. Die Fadenzuführung ist fadenseitig als Dreieck ausgebildet, wobei die rechte Dreieckseite zur Anlage an den Faden bei S-Drall und linke Dreieckseite bei Z-Drall kommt. Hierzu wird die Fadenzuführung einmal nach rechts bewegt und gehalten (S-Drall) und zum anderen nach links bewegt und hier gehalten (Z-Drall). Die Fixierung der Fadenzuführung erfolgt vorzugsweise über kleine, in der Einfädelhalterung eingebrachte Permanentmagnete, kann aber auch über eine Knickfeder, über eine Schnappvorrichtung oder dergleichen erfolgen. Die Position der Fadenzuführung ist so gewählt, daß ihre Oberseite nur einen schmalen Spalt zur Unterseite der ersten vorderen linken Arbeitsscheibe zuläßt (S-Drall). Bei Z-Drall geschieht dies bei der vorderen ersten rechten Arbeitsscheibe. Die Dicke der Fadenzuführung füllt den freien Raum der beiden vorderen Arbeitsscheiben mit minimalem Spiel aus. Die Fadenzuführung erfaßt so mit ihrer Dreieckseite den bereits laufenden Faden und führt diesen. Der Faden wird so zwangsläufig durch die einwärts drehende Arbeitsscheibe in das Texturierzentrum geführt und kann nicht mehr ausweichen. Es ist natürlich auch möglich, diese Fadenführung, je nach Drehrichtung des Fadens, fest am Einfädler anzuordnen, wobei dann ein Einfädler für S-Drehung und ein Einfädler für Z-Drehung erforderlich wird. Ein weiterer Vorteil bei dieser Fadenzuführung liegt darin, daß der Faden eine echte Vordrehung durch die erste Arbeitsscheibe erhält und hierdurch leichter ins Texturierzentrum transportiert wird.

Die Erfindung soll anhand von Beispielen noch näher erläutert werden.

Es zeigen:

Fig. 1 einen Schnitt durch die Halterung des Einfädlers mit der Fadenzuführung in der Draufsicht bei S-Drall,

Fig. 2 eine Seitenansicht des Einfädlers,

Fig. 3 die Position der Fadenzuführung zur Arbeitsscheibe bei S-Drall,

Fig. 4 die Position der Fadenzuführung zur Arbeitsscheibe bei Z-Drall,

Fig. 5 das Erfassen des Fadens durch die Fadenzuführung in der Draufsicht,

Fig. 6 die Halterung der Fadenzuführung durch Permanentmagnete,

Fig. 6a die Halterung der Fadenzuführung durch eine Knickfeder,

Fig. 6b die Halterung der Fadenzuführung durch einen Schnappverschluß.

In der Fig. 1 wird die Einfädelhalterung 1 in einem Teilschnitt dargestellt. Diese weist eine Aussparung 19 auf, in die auf der linken und rechten Seite Permanentmagnete 6 eingebracht sind. Die Fadenzuführung 2 ist für S-Drehung des Fadens 9 nach rechts geklappt und wird vom rechten Permanentmagnet 6 gehalten. Um den Drehpunkt 4 wird die Fadenzuführung 2, die an der Fadenseite ein Dreieck mit den Seiten 2.1 und 2.2 bildet, geschwenkt. Unterhalb dieser Fadenzuführung 2 ist an der Halterung 1, welche um den Drehpunkt 17 bewegt wird, die Fadenführerlasche 16 befestigt.

Die Fig. 2 zeigt den Einfädler ausschnittweise in der Seitenansicht. Die Halterung 1 weist in der Aussparung 19 den Permanentmagnet 6 auf. Die Fadenzuführung 2 hat auf dem Winkel 5 ihren Drehpunkt 4. Die Oberfläche der Fadenzuführung 2 ist mit 3 bezeichnet. Unterhalb der Fadenzuführung 2 ist die Fadenführerlasche 16 an der Halterung 1 installiert.

Die Fig. 3 zeigt die Position der Fadenzuführung 2 bei S-Drehung des Fadens. Unterhalb der ersten linken Arbeitsscheibe 11 ist die Fadenzuführung 2, die um den Drehpunkt 4 geschwenkt wird, positioniert. Der Abstand der Oberseite 3 der Fadenzuführung 2 zur Unterseite der Arbeitsscheibe 11 ist minimal bemessen. Die Fadenzuführung 2, die auf dem Winkel 5 installiert ist, füllt den freien Raum zwischen den Arbeitsscheiben 11 und 12 innerhalb vorgegebener Toleranzen vollständig aus. Unterhalb der Arbeitsscheibe 11 befindet sich die Fadenführerscheibe 18.

Die Fig. 4 zeigt die unter Fig. 3 beschriebene Position der Fadenzuführung 2 bei Z-Drehung des Fadens. Unterhalb der Arbeitsscheibe 12 ist mit minimalem Abstand die Oberseite 3 der Fadenzuführung 2 positioniert. Auch hier füllt die Fadenzuführung 2 den freien Raum zwischen den Arbeitsscheiben 12 und 11 nahezu aus. Hier ist unterhalb der Arbeitsscheibe 12 die Fadenführerscheibe 18 auf der rechten vorderen Friktionsscheibenwelle 14 installiert.

In der Fig. 5 ist in der Draufsicht das Erfassen des Fadens 9 durch die Fadenzuführung 2 mit der Dreieckseite 2.1 dargestellt. Von der aus dem Texturierzentrum 15 herausdrehenden Arbeitsscheibe 11 wird der Faden 9 zur einwärts drehenden Arbeitsscheibe 12 geführt. Die Fadenzuführung 2 ist für S-Drehung eingestellt und wird mit ihrem Griffteil 10 von dem Permanentmagnet 6, welcher in der Halterung 1 des Einfädlers befestigt ist, gehalten. Der Einfädler wird über den Drehpunkt 17 in Richtung Aggregat bewegt.

In den Fig. 6, 6a und 6b werden einige Möglichkeiten zur Halterung der Fadenzuführung 2 in der Halterung 1 des Einfädlers gezeigt. Die Fig. 6 zeigt hierbei die bereits beschriebene Halterung über Permanentmagnete 6. In der Fig. 6a wird diese über eine Knickfeder 7 und in der Fig. 6b über einen Schnappverschluß 8 erreicht.

Bezugszeichenliste

1 Halterung

2 Fadenzuführung

2.1 rechte Dreieckseite

2.2 linke Dreieckseite

3 Oberseite der Fadenzuführung

4 Drehpunkt der Fadenzuführung

5 Winkel

6 Permanentmagnet

7 Knickfeder

8 Schnappverschluß

9 Faden

10 Griffteil

11 linke vordere Arbeitsscheibe

12 rechte vordere Arbeitsscheibe

13 Unterseite der Arbeitsscheibe 11

14 Friktionsscheibenwelle

15 Texturierzentrum

16 Fadenführerlasche

17 Drehpunkt des Einfädlers

18 Fadenführerscheibe

19 Aussparung

20 Unterseite der Arbeitsscheibe 12


Anspruch[de]
  1. 1. Einfädelvorrichtung für ein Fixzenterfriktionsaggregat, wobei die Friktionsscheibenwellen in einem Dreieck fest zueinander angeordnet sind und mindestens je eine Friktionsscheibe tragen, die sich innerhalb des Dreiecks überlappen, dadurch gekennzeichnet, daß am Einfädler eine für S-Drehung bzw. Z-Drehung schwenkbare und für die jeweilige Drehung feststellbare Fadenzuführung (2) angebracht ist, wobei die Dicke der Fadenzuführung (2) den Freiraum zwischen den beiden vorderen ersten Arbeitsscheiben (11, 12) mit minimalem Spiel ausfüllt.
  2. 2. Einfädelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei S-Drehung der freie Raum von der Unterseite (13) der ersten vorderen linken Arbeitsscheibe (11) und der Oberseite der vorderen rechten Arbeitsscheibe (12) von der Dicke der Fadenzuführung (2) mit minimalem Spiel für die erforderliche Beweglichkeit der Fadenzuführung (2) ausgefüllt ist und bei Z-Drehung der freie Raum von der Oberseite der linken vorderen Arbeitsscheibe (11) und der Unterseite (20) der vorderen rechten Arbeitsscheibe (12) von der Dicke der Fadenzuführung (2) mit minimalem Spiel für die erforderliche Beweglichkeit der Fadenzuführung (2) ausgefüllt ist.
  3. 3. Einfädelvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenzuführung (2) am Fadenführungsende dreieckförmig ausgebildet ist, wobei die Dreieckseite (2.1) bei S-Drehung und die Dreieckseite (2.2) bei Z-Drehung jeweils zu der aus dem Texturierzentrum (15) herausdrehenden Arbeitsscheibe (11 bzw. 12) am Faden (9) zur Anlage kommt.
  4. 4. Einfädelvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenzuführung (2) über ein Griffteil (10) von Permanentmagneten (6) einmal rechts für S-Drehung und einmal links für Z-Drehung gehalten wird, und daß die Permanentmagnete (6) in der Halterung (1) des Einfädlers eingebracht sind, und daß die Fadenzuführung (2) mit ihrem Griffteil (10) durch die Aussparung (19) in der Halterung (1) bedienungsseitig herausragt.
  5. 5. Einfädelvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Fixierung der Fadenzuführung (2) eine Knickfeder (7) dient.
  6. 6. Einfädelvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Fixierung der Fadenzuführung (2) ein Schnappverschluß (8) dient.
  7. 7. Einfädelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenführung (2) verchromt ist.
  8. 8. Einfädelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenzuführung (2) aus einem keramischen Werkstoff besteht.






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