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Dokumentenidentifikation DE4120668A1 24.12.1992
Titel Tandem-Hauptzylinder
Anmelder FAG Kugelfischer Georg Schäfer KGaA, 8720 Schweinfurt, DE
Erfinder Vogler, Gerhard, 8601 Kirchlauter, DE
DE-Anmeldedatum 22.06.1991
DE-Aktenzeichen 4120668
Offenlegungstag 24.12.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.12.1992
IPC-Hauptklasse B60T 11/20
IPC-Nebenklasse B60T 11/236   
Zusammenfassung Um bei einem Tandem-Hauptzylinder für hydraulische Bremsanlagen in Kraftfahrzeugen mit einfachen Mitteln und unter Einsparung an Gewicht und Länge eine aufwendige Herstellung zu vermeiden und eine Einstellung des Sekundärkolbens auch nachträglich zu ermöglichen, ist am kolbenstangenseitigen Ende des Zylindergehäuses eine Führungsbüchse (6) angeordnet und die Lage des Federtellers (12) von einem im Primärkolben (8) eingeschraubten Haltestift (13) axial von außen einstellbar.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Tandem-Hauptzylinder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der EP-PS 0 45 232 ist ein derartiger Tandem-Hauptzylinder bekannt. Nachteilig ist dabei, daß die Nuten zur Aufnahme der Dichtungen im Zylindergehäuse angeordnet sind und dort nur aufwendig herzustellen sind. Außerdem ist zur sicheren Kolbenführung ein längerer Bereich erforderlich, der die Baulänge des Kolbens und das Gewicht erhöht. Schließlich ist die Lage des Sekundärkolbens bezüglich der Längsnuten und der Nachlaufbohrung nur umständlich einzustellen. Eine nachträgliche Änderung erfordert die Demontage des gesamten Tandem-Hauptzylinders.

Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, einen Tandem- Hauptzylinder der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß mit einfachen Mitteln und unter Einsparung an Gewicht und Länge eine aufwendige Herstellung vermieden wird und eine Einstellung des Sekundärkolbens auch nachträglich ermöglicht wird.

Die Lösung der Aufgabe gelingt mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen. Eine vorteilhafte Weiterbildung enthält Anspruch 2.

Durch die separate Führungsbüchse und den im Primärkolben eingeschraubten Haltestift entfällt nicht nur die aufwendige Herstellung der Nuten im Gehäuse sondern es wird auch eine Verkürzung der Baulänge erreicht und eine nachträgliche Einstellung bzw. Änderung der Lage des Sekundärkolbens von außen ermöglicht.

Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden.

Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Tandem-Hauptzylinder im Schnitt,

Fig. 2 zeigt vergrößert den Primärkolben im Bereich des Ausgleichskanals.

In Fig. 1 ist das Tandem-Hauptzylindergehäuse mit 1 bezeichnet. Es weist zwei Anschlüsse für den Vorratsbehälter (nicht gezeigt) auf, von denen der eine mit einer Schnüffelbohrung 2 für den Sekundärdruckraum 3 und der andere mit einem Ausgleichskanal 4 für den Primärdruckraum 5 versehen ist. Am kolbenstangenseitigen Ende des Tandem-Hauptzylindergehäuses 1 ist eine Führungsbüchse 6 angeordnet, die durch einen Sicherungsring 7 in der Gehäusebohrung befestigt ist und den Primärkolben 8 führt und die Sitze für die Dichtungen 9 und 10 aufweist, welche den Primärkolben 8 abdichten. Der Primärkolben 8 ist in seiner Bohrung mit einer Feder 11 versehen, welche über einen Federteller 12, der vom Haltestift 13 am Primärkolben 8 gehalten ist, auf den Sekundärkolben 14 einwirkt. Der Sekundärkolben 14 trägt die Dichtungen 15 und 16 und nimmt in seiner Sackbohrung die Feder 17 auf. Der Primärkolben 8 weist kolbenstangenseitig ein Einlegestück 18 auf, welches den Haltestift 13 abdeckt und die Kolbenstange (nicht gezeigt) aufnimmt.

Nach Entfernen dieses Einlegestückes 18 kann der im Primärkolben eingeschraubte Haltestift 13 von außen z. B. mittels eines Schraubendrehers in seiner Lage axial verschoben werden, so daß sich über den auf den Sekundärkolben 14 einwirkenden Federteller 12 die Lage der Sekundärdichtung 16 bezüglich der Schnüffelbohrung 2 exakt einstellen bzw. auch nachträglich verändern läßt.

Wie Fig. 2 zeigt ist der Primärkolben 8 im Bereich der Dichtung 10 mit Längsnuten 19 versehen, welche in Grundstellung den Primärdruckraum 5 mit dem Ausgleichskanal 4 verbinden, so daß Bremsflüssigkeit vom Vorratsbehälter über den Ausgleichskanal 4 und die Ausgleichskanäle 20 und 21 die in der Führungsbüchse 6 angeordnet sind zur Füllscheibe 22 und über die Nuten 26 in der Führungsbüchse 6 zum Primärdruckraum 5 gelangen kann.

Die separate Anordnung der Führungsbüchse 6 im Zylindergehäuse 1 ermöglicht so auch eine einfache Herstellung der Ausgleichskanäle 20 und 21. Ein O-Ring 23 dichtet die Führungsbüchse 6 gegen das Zylindergehäuse 1 ab.

Sobald der Primärkolben 8 nach links verschoben wird und die Nutenden 24 die Dichtlippe 25 überfahren haben, baut sich im Primärdruckraum 5 Druck auf.


Anspruch[de]
  1. 1. Tandem-Hauptzylinder für hydraulische Bremsanlagen in Kraftfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß am kolbenstangenseitigen Ende des Zylindergehäuses (1) eine Führungsbüchse (6) für den Primärkolben (8) angeordnet ist, die auch die Ausgleichskanäle (20, 21) sowie Nuten (26) vor der Dichtlippe (25) als Verbindungskanäle enthält und die Dichtung (9, 10) für den Primärkolben (8) aufweist,
    2. - daß der Primärkolben (8) an seiner Mantelfläche im Dichtungsbereich mit Längsnuten (19) versehen ist, welche in Grundstellung den Druckraum (5) mit den Ausgleichskanälen (4, 20, 21, 26) verbinden,
    3. - daß der Primärkolben (8) mit einer Feder (11) versehen ist, welche über einen Federteller (12) auf den Sekundärkolben (14) einwirkt
    4. - und daß die Lage des Federtellers (12) von einem im Primärkolben (8) eingeschraubten Haltestift (13) axial von außen einstellbar ist.
  2. 2. Tandem-Hauptzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Primärkolben (8) kolbenstangenseitig ein Einlegestück (18) aufweist, welches den Haltestift (13) abdeckt und die Kolbenstange aufnimmt.






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