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Dokumentenidentifikation DE3342485C2 21.01.1993
Titel Mehrteilige Kunststoffbienenwabe
Anmelder Bagh, Alice von, 7109 Widdern, DE
Erfinder Schmidt, Matthias, 6950 Mosbach, DE
Vertreter Wasmeier, A., Dipl.-Ing.; Graf, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8400 Regensburg
DE-Anmeldedatum 24.11.1983
DE-Aktenzeichen 3342485
Offenlegungstag 05.06.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.01.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.01.1993
IPC-Hauptklasse A01K 47/04
IPC-Nebenklasse A01K 49/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf Kunststoffbienenwaben nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Derartige Kunststoffbienenwaben sind als in einem Stück gegossene Waben mit Zellen, deren Seitenwände sich aus Herstellgründen notwendigerweise vom Boden aus nach oben verjüngen, bekannt. Derartige gegossene Kunststoffwaben haben u. a. die Nachteile, daß sie nicht die erforderliche bzw. gewünschte Stabilität besitzen, und daß eine wirtschaftliche Herstellung von Kunststoffwaben durch Gießen nicht möglich ist, weil der Gießvorgang selbst und das Aushärten des Kunststoffes nach dem Gießen einen viel zu hohen Kosten- und Zeitaufwand erfordern würde.

Für eine wirtschaftliche Fertigung von Kunststoffwaben ist es deshalb erforderlich, die Technik des Spritzgießens anzuwenden. Bei einer Höhe der Zellenwände von ca. 12,5 mm und einem mittleren Zellendurchmesser von ca. 5,3 mm ist es dabei aber nicht möglich, mit einem vertretbaren Aufwand ein Werkzeug herzustellen, mit dem eine Kunststoffwabe mit Abmessungen von ca. 240×360 mm oder einem Vielfachen hiervon in einem Stück bei voller Zellenwandhöhe gespritzt werden kann.

Es sind ferner gespritzte Kunststoffbienenwaben bekannt, z. B. aus DE-PS 21 18 676, die eine verringerte Zellenwandhöhe (ca. ein Drittel der Normalhöhe) haben und die mit normalen Zellen von ca. 5,4 mm Durchmesser hergestellt sind.

Des weiteren sind gespritzte Kunststoffbienenwaben aus der DE-OS 25 39 494 bekannt, die ebenfalls eine verringerte Zellenwandhöhe haben, die aber einen vergrößerten Zellendurchmesser von ca. 6,5-6,8 mm aufweisen. Derartige Waben sind in beachtlichem Umfange hergestellt und in der Praxis verwendet worden. Die Herstellung entsprechender Werkzeuge für die Durchführung des Spritzvorganges war trotz verringerter Zellenwandhöhe bereits mit erheblichen Schwierigkeiten und großem Aufwand verbunden. Aber auch bei diesen Waben ist es aus spritztechnischen Gründen absolut notwendig, die Zellenwände vom Boden nach oben sich verjüngend auszubilden, da andernfalls ein Entfernen der gespritzten Wabe aus der Form nicht möglich ist. Kunststoffwaben mit vergrößertem Zellendurchmesser haben den weiteren Nachteil, daß die Bienenkönigin Drohneneier, die etwa 30% größer sind, in die vergrößert ausgebildeten Arbeiterinnenzellen legt, also Arbeiterinnenzellen von den Drohnen besetzt werden, weil die Bienenkönigin die Zellen mit vergrößertem Durchmesser als Drohnenzellen betrachtet.

Es sind auch mehrteilige, zusammensteckbare Kunststoffbienenwaben bekannt, bei denen die Probleme des Entfernens der gespritzten Wabe aus der Form nicht mehr auftreten. So ist beispielsweise aus der CH-PS 5 24 308 eine Kunststoffbienenwabe bekannt, die aus einer Mittelwand und zu beiden Seiten der Mittelwand angeordneten Zellenwänden bzw. Zellenkörpern besteht. Die Mittelwand und die Zellenkörper sind zu einer Wabe zusammensteckbar ausgebildet. Dabei weist die Mittelwand auf beiden Seiten Vertiefungen auf, in die die unteren Begrenzungen der Zellenkörper eingesteckt und aufgenommen sind. Die Zellenkörper haben volle Zellenwandhöhe oder sind als rippenartige Zellenansätze ausgebildet, die von den Bienen bis zur vollen Zellenwandhöhe mit körpereigenem Wachs aufgebaut werden. Die Zellenkörper weisen über die gesamte Zellenhöhe einen durchgehend gleichen Durchmesser auf, so daß der Zelleninnenraum zylindrische Gestalt mit symmetrischem Sechseck-Querschnitt hat.

Unabhängig von den Schwierigkeiten bei der Herstellung von Kunststoffbienenwaben nach dem Spritzgießverfahren besteht das Problem, die Varroa-Milbe zu bekämpfen. Dies geschieht bisher vorwiegend mit chemischen Mitteln, die vor allen Dingen den Nachteil haben, daß einerseits die Milben gegen diese Mittel im Laufe der Zeit resistent werden, und daß andererseits durch diese chemischen Mittel der von den Bienen produzierte Honig vergiftet wird oder zumindest Schaden nimmt. Die in den Zellen der Kunststoffwaben von der Varroa- Milbe befallenen Bienen sind stark geschwächt und anfällig gegen Bienenkrankheiten.

Eine wirksame und dauerhafte Bekämpfung und Ausschaltung der Varroa-Milbe ist nur dadurch möglich, daß die Widerstandsfähigkeit der heranwachsenden Bienen entscheidend verbessert wird, so daß im Laufe der Zeit ein Selbstheilungseffekt eintritt und die Bienen selbst die Bekämpfung der Varroa- Milbe übernehmen können. Um widerstandsfähigere Bienen zu erhalten, ist es von ausschlaggebender Bedeutung, sowohl die Maden als auch die heranwachsenden Bienen optimal zu ernähren, damit sie größer, widerstandsfähiger, langlebiger und leistungsfähiger werden. Versuche haben gezeigt, daß der Befall von Bienen dort gering ist, wo widerstandsfähige Bienen vorhanden sind. Da die Ernährung der Maden und der Jungbienen innerhalb der Wabe ausschließlich durch den in die Wabenzellen eingebrachten Futtersaft bestimmt ist, ist es erforderlich, neben der Bereitstellung einer ausreichenden Menge Futtersaftes auch dafür zu sorgen, daß der Futtersaft in den Zellen haltbarer wird, z. B. in heißen Sommern nicht so schnell austrocknen kann. Versuche haben hierzu ergeben, daß die Haltbarkeit des Futtersaftes in Kunststoffwaben wesentlich besser ist als in natürlichen Wachswaben, daß der Futtersaft in Kunststoffzellen länger frisch bleibt und daß die Jungmaden in diesen Zellen reichlicher im Futtersaft schwimmen und besser ernährt werden. Damit zeigt sich, daß die Kunststoffwabe nicht ein Ersatz für eine natürliche Wachswespe ist, sondern ihr in den maßgeblichen Punkten weit überlegen ist. Versuche haben auch gezeigt, daß ein direkter Zusammenhang zwischen der Lebensdauer der Bienen und der Menge an für die Wabe verwendetem Kunststoffmaterial bzw. der Menge an Kunststoffmaterial in den Zellenwänden besteht, derart, daß die Bienen bei größerer Kunststoffmasse länger leben.

Aufgabe der Erfindung ist es, Kunststoffbienenwaben der gattungsgemäßen Art (mit voller Höhe der Zellenwände) zu schaffen, die im Bodenbereich der Zelle ein möglichst großes Volumen für die Aufnahme des Futtersaftes besitzen, die wirtschaftlich und einfach gefertigt und zusammengebaut werden können, die ein möglichst geringes Gewicht haben und kostengünstig sind. Ferner soll die Form der Zellen so beschaffen sein, daß die Maden sich optimal entwickeln.

Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des Kennzeichens des Anspruches 1 gelöst.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Mit der erfindungsgemäßen Kunststoffwabe wird erreicht, daß der Zellenraum durchgehend mit gleichem Durchmesser, ebenso wie mit von der Mittelwand nach oben abnehmendem Durchmesser hergestellt werden kann, ohne daß die dafür notwendigen Werkzeuge untragbar hohe Kosten verursachen oder besonders schwierig herzustellen sind. Im Falle der Herstellung einer Kunststoffbienenwabe als Mittelwandwabe sind sowohl die Mittelwand auf beiden Seiten als auch die Gesamtheit der Zellenwände zu beiden Seiten der Mittelwände symmetrisch ausgebildet. Die Gesamtheit der Zellenwände kann auf einfache Weise mit beliebiger Verjüngung hergestellt werden, ohne daß irgendwelche Probleme in Hinblick auf das Entformen auftreten können, da das Entfernen der Formstempel bei oben und unten offenen Zellen in der Verjüngungsrichtung erfolgen kann. Grundsätzlich ist es auch möglich, die Zellenwände in der Höhe zu unterteilen, um dadurch die Herstellung weiter zu vereinfachen, wobei die dann in der Höhe unterteilten Wände miteinander zu verbinden sind bzw. durch eine die gesamte Wabe umschließende Spannvorrichtung zusammengehalten werden können. Derartige Teilwände können natürlich auch durch Klebe- oder entsprechende Verbindungen miteinander befestigt werden.

Die Verbreiterung der Zellenwände vom in der Mittelwand ausgebildeten Zellenboden aus nach außen ist zweckmäßigerweise so ausgelegt, daß der Durchmesser der Zelle am Boden etwa 7 mm beträgt, während der Durchmesser der Zelle am offenen, äußeren Ende etwa 5,4 mm beträgt und damit dem Durchmesser einer normalen Bienenzelle entspricht. Der größere Durchmesser der Zelle am Zellenboden dient dem Zweck, eine möglichst große Fläche des Zellenbodens und des darüberliegenden Zellenraumes zu schaffen, um die Menge des am Zellenboden bevorrateten Futtersaftes möglichst groß zu halten und damit die Ernährung der Maden und der Jungbienen mit diesem Futtersaft optimal zu gestalten. Bei Zellen mit vergrößertem Zellendurchmesser bringen die Futterbienen mehr Futtersaft in diese Zellen ein als bei Zellen mit normalem Zellendurchmesser, weil der Futtersaft bis zu einer bestimmten Höhe in den Zellenboden von den Bienen eingefüllt wird. Mehr Futtersaft bedeutet für die Made eine bessere Ernährung, eine bessere Ernährung bedeutet größere und widerstandsfähigere Maden, die wiederum zu größeren und widerstandsfähigeren Jungbienen führen. Größere Maden und Jungbienen benötigen einen größeren Raum als kleinere und schwächere Tiere, so daß der größere Zellendurchmesser am Zellenboden in der Lage ist, die Maden bzw. Jungbienen mit größeren Körperdimensionen einwandfrei aufzunehmen. Da die Öffnungsweite derartiger Zellen am freien Eintrittsende dem normalen Zellendurchmesser entspricht, nehmen sowohl die Futterbienen als die Königin derartige Zellen als den natürlichen Zellen entsprechend ohne weiteres an.

Die getrennt und unabhängig von der Mittelwand hergestellten Zellenwandabschnitte der Wabe zu beiden Seiten der Mittelwand werden miteinander zu der Kunststoffwabe verbunden und vorzugsweise lösbar miteinander befestigt, damit die zu beiden Seiten der Mittelwand befindlichen Zellenwandabschnitte von der Mittelwand wieder gelöst, damit die Zellenwände von den Häutchen, die beim Schlüpfen der Maden gebildet werden, entfernt werden können und damit die Kunststoffwabe gereinigt werden kann. Die Verbindung zwischen den beiderseitigen Zellenwandabschnitten und der Mittelwand erfolgt z. B. in der Weise, daß an den Zellenwänden oder an bestimmten der Zellenwände Zapfen vorgesehen sind, die in Vertiefungen der Mittelwand eingesetzt werden, es ist jedoch auch möglich, die Zellenwandabschnitte mit der Mittelwand an bestimmten Stellen zu verschrauben, einige der Wände an dem der Mittelwand zugeordneten Ende mit Rastelementen zu versehen, z. B. kleinen Köpfen, die in Aussparungen der Mittelwand eingedrückt werden, so daß eine ausreichende Halterung erzielt wird, oder dergl. Die Art der Befestigung bzw. Verbindung der Zellenwände mit der Mittelwand ist für die Erfindung nicht ausschlaggebend. Es hat sich jedoch als zweckmäßig herausgestellt, eine rahmenförmige Verspannungsvorrichtung mit einem I-förmigen Querschnitt zu verwenden, den Steg als Mittelland auszubilden und die Zellenwandabschnitte zu beiden Seiten mit dieser Mittelwand zu verbinden, derart, daß die querbalkenförmigen Teile des im Querschnitt I-förmigen Spannrahmens die äußeren Teile der Zellenwandabschnitte aufnehmen und halten. Grundsätzlich können die Zellenwände (bzw. einige von ihnen) mit der Mittelwand auch verklebt werden; dies hat jedoch den Nachteil, daß zum Reinigen der Zellen von den Häutchen die Verklebung wieder gelöst werden muß, was in vielen Fällen zu Schwierigkeiten führt, so daß einer lösbaren Befestigung bzw. Verbindung der Zellenwände mit der Mittelwand in der Regel der Vorzug gegeben wird.

Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 eine Teilschnittansicht einer erfindungsgemäßen Kunststoffbienenwabe,

Fig. 2 eine Aufsicht auf die Wabe nach Fig. 1,

Fig. 3 in vergrößertem Maßstab einen Ausschnitt aus der Darstellung nach Fig. 1, und

Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Spannrahmens für eine Wabe nach Fig. 1.

Die Kunststoffbienenwabe 1 nach der Erfindung besteht aus einer Mittelwand 2 sowie den zu beiden Seiten der Mittelwand anschließenden Zellenwandabschnitten mit Zellenwänden 3 und 4. Die einzelnen Zellenwände 3 und 4 haben eine von der Mittelwand 2 nach oben sich verbreiternde Form, so daß die einzelnen Zellen am Boden einen größeren Durchmesser als am offenen Ende aufweisen. Die Zunahme der Wanddicke der Wände 3 und 4 von innen nach außen läuft dabei vorzugsweise kontinuierlich und linear zunehmend, kann jedoch auch hiervon abweichend ausgebildet sein, z. B. kann das Zelleninnere im äußeren Bereich und/oder im inneren Bereich über einen Teil der gesamten Höhe gleichbleibend und in der Mitte von dem einen Durchmesser in den anderen übergehend ausgebildet sein. Die bevorzugte Ausführungsform wird jedoch die in der Zeichnung dargestellte Form sein, in der der Durchmesser einer jeden Zelle von innen nach außen gleichmäßig und stetig abnimmt.

Die Zellenwände 5, 6, 7 und 8 an der Außenbegrenzung der Kunststoffwabe 1 sind auf ihrer Außenseite nicht geneigt, sondern haben einen vertikalen Verlauf. Die Mittelwand 2 ist beidseitig der Zellenwände 3 und 4 symmetrisch ausgebildet, so daß die Zellenböden 9, 10, die sich symmetrisch zur Mitte zu vertiefen, einander gegenüberliegend angeordnet sind. Die Zellenwände 3, 4 sind mit Zapfen 11, 12 in Vertiefungen 13, 14 der Mittelwand eingesetzt. Diese Zapfen 11, 12 können in den Vertiefungen 13, 14 kraftschlüssig festgelegt sein, es können jedoch an einigen der Zellenwände 3, 4 die Zapfen 11, 12 so ausgebildet sein, daß sie mit den Aussparungen 12, 13 verriegeln. Des weiteren kann zwischen den Zapfen 11, 12 und den Aussparungen 13, 14 eine Klebeverbindung hergestellt sein, die allerdings zum Zusammenbauen und Auseinandernehmen der Kunststoffwaben wieder gelöst werden muß. Die Art der Verbindung der Zellenwände 3, 4 mit der Mittelwand 2 ist jedoch für die vorliegende Erfindung nicht ausschlaggebend, es ist lediglich notwendig bzw. zweckmäßig, daß diese Verbindung lösbar ist, damit die Kunststoffwabe 1 aus den Einzelteilen 2, 3, 4 zusammengebaut und wieder zerlegt werden kann, letzteres für den Fall, daß die Kunststoffwaben von den Häutchen gereinigt werden müssen. Der Zellenwandabschnitt 3 ist mit dem Zellenwandabschnitt 4 identisch ausgebildet.

In Fig. 4 ist dargestellt, wie die Zellenwandabschnitte 3 und 4 in Verbindung mit der Mittelwand 2 verspannt werden. Hierzu ist die Mittelwand 2 mit Endhalterungen 15, 16 versehen, die mit den Außenflächen der Wände 5, 6, 7, 8 in Eingriff kommen. Die Verbindung der Spannteile 15, 16 mit der Mittelwand 2 erfolgt entweder einstückig oder, indem die Teile 15 und 16 mit der Mittelwand 2 verschraubt, verklebt oder in sonstiger Weise befestigt sind. Beispielsweise ist die Verbindung der Halterungen 15, 16 mit der Wabe 1 so vorgenommen, daß die Halterungen einfache plattenförmige Elemente 15, 16 sind, die Bohrungen aufweisen, durch die hindurch eine Verschraubung mit der Mittelwand 2 erfolgt.

Vorzugsweise beträgt der Durchmesser der einzelnen Zellen 17 im Bodenbereich der Zelle ca. 7 mm und am entgegengesetzten, offenen Ende etwa 5,4 mm. Letzterer Wert entspricht dem Innendurchmesser einer Zelle von Normalgröße einer Wachsbienenwabe. Die Zellenwände 3-8 sind massiv ausgebildet, um für die Kunststoffwabe eine möglichst große Kunststoffmasse zu erzielen.

Eine spezielle Ausführungsform der Verbindung der Zellenwandabschnitte 3 und 4 miteinander bzw. mit der Mittelwand 2 ist in Fig. 1 schraffiert dargestellt. Hiernach sind eine obere und eine untere Zelle der Abschnitte 3 und 4 (an mehreren gleichmäßig über die gesamte Wabe verteilten Stellen) massiv gespritzt und Bohrungen 18, 19 durch diese massiven Zellen gebohrt. Diese Bohrungen können sich durch die Mittelwand 2 hindurch fortsetzen, so daß eine durchgehende Bohrung entsteht. In dieser Bohrung wird eine Schraube 20 aufgenommen, die am einen Ende einen versenkten Schraubenkopf 21 und am entgegengesetzten Ende eine versenkte Schraubenmutter 22 aufweist. Auf diese Weise wird eine einwandfreie Verbindung der einzelnen Wabenteile miteinander hergestellt, die jederzeit wieder gelöst werden kann, z. B. wenn die Zellen von den Häutchen gereinigt werden müssen. Bei einer derartigen sicheren Verbindung können die Zellenwände der einzelnen Zellenwandabschnitte 3 und 4 stumpf auf der Mittelwand aufsitzen, ja eine zusätzliche Arretierung mit Zapfen oder dergl. aus Stabilitätsgründen nicht erforderlich ist.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, die vorbeschriebene Kunststoffbienenwabe auch als Drohnenwabe auszugestalten, wobei bei den Dimensionen der einzelnen Zellen lediglich zu berücksichtigen ist, daß die Abmessungen den Gegebenheiten der Drohnen angepaßt sind. Es hat sich als sinnvoll herausgestellt, die bisher geübte Praxis, Teile normaler Bienenwaben mit Drohnenzellen zu versehen, zu verlassen und separate Drohnenwaben zu verwenden, so daß sich die Erfindung auch auf derartige, in vorstehender Weise ausgebildete Kunststoffdrohnenwaben bezieht.

Die getrennten Drohnenwaben haben ferner den Vorteil, daß die Bienenkönigin ihre Drohneneier nicht mehr in die für die Arbeiterinnen bestimmten Zellen legt, sondern ausschließlich in die Zellen der Drohnenwaben, die als ganze Einheit in gute und starke Bienenvölker eingesetzt werden können. Dies ist maßgeblich darauf zurückzuführen, daß die Zellen der Kunststoffwabe nach der Erfindung, die Arbeiterinnenzellen sind, einen Durchmesser der freien Öffnung von der Größe einer normalen Zelle (etwa 5,4 mm) haben, wodurch die Königin davon abgehalten wird, Drohneneier in diese scheinbar für Drohnen zu engen Zellen zu legen.


Anspruch[de]
  1. 1. Kunststoffbienenwabe mit Zellen mit voller Zellenwandhöhe, mit einer Mittelwand und beidseitigen Zellenwänden, wobei die Wabe mehrteilig ausgebildet ist und aus einer Mittelwand sowie hiervon getrennten, mit der Mittelwand verbundenen Zellenwänden besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Zellen am Zellenboden (9, 10) größer ist als an der Zellenöffnung.
  2. 2. Kunststoffbienenwabe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zellenwände (3, 4) vom Zellenboden (9, 10) nach außen verlaufend zunehmende Dicke aufweisen.
  3. 3. Kunststoffbienenwabe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zellenböden (9, 10) von den Zellenwänden (3, 4) zur Mitte hin kontinuierlich vertieft sind, derart, daß der Querschnitt teilkreisförmig, stumpfkegelig oder dergl. ist.
  4. 4. Kunststoffbienenwabe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bestimmte Zellen eines jeden Zellenwandabschnittes (3, 4) zumindest teilweise als massive Teile gespritzt sind, daß in diesen massiven Teilen Bohrungen (18, 21) angebracht sind- und daß durch diese Bohrungen und durch mit diesen fluchtende Bohrungen in der Mittelwand (2) hindurch die entgegengesetzten Zellenwandabschnitte (3, 4) miteinander durch Verschraubungen (20, 21, 22) verbunden und festgelegt sind.
  5. 5. Kunststoffbienenwabe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wabe als Drohnenwabe ausgebildet ist, und daß die gesamten Zellen der Wabe einen den größeren Dimensionen der Drohnen angepaßten Zellendurchmesser haben.






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