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Dokumentenidentifikation DE4124861A1 28.01.1993
Titel Zirkel
Anmelder J. S. Staedtler GmbH & Co, 8500 Nürnberg, DE
Erfinder Brunner, Engelbert, 8502 Zirndorf, DE;
Glombitza, Klaus, 8500 Nürnberg, DE
DE-Anmeldedatum 26.07.1991
DE-Aktenzeichen 4124861
Offenlegungstag 28.01.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.01.1993
IPC-Hauptklasse B43L 9/16
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Zirkel, der im wesentlichen aus einem mit einem Griff versehenen Zirkelkopf besteht, in dem zwei Zirkelschenkel verstellbar gelagert sind, wobei an den Zirkelschenkeln zusammenwirkende Anschläge angeordnet sind, zur Begrenzung bzw. zur definierten Einstellung eines maximalen Öffnungswinkels der beiden Zirkelschenkel.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zirkel mit einem Zirkelkopf und mit zwei in diesem drehbar gelagerten und divergierend einstellbaren Zirkelschenkeln nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.

Derartige Zirkel sind bekannt. So zeigt DE-PS 25 23 046 zum Beispiel einen Zirkel mit Zahnkranzgetriebe, bei dem im Zirkelkopf zwei Lagerachsen angeordnet sind, um die die Zirkelschenkel drehbar verstellt werden können.

Nachteilig ist hierbei, daß die Zirkelschenkel bis zu einem nicht eindeutig definierten Ende der beiden Zahnkränze - üblicherweise bis zu einer gestreckten Position von 180 Grad oder mehr - geöffnet werden können, und daß somit keine exakte Begrenzung des Öffnungswinkels gegeben ist. Dadurch kann der Zirkel unter Umständen auch in einem Arbeitsbereich benutzt werden, der keinen ausreichenden Zeichendruck und damit auch keine sichere Kraftübertragung mehr gewährleistet und in dem deshalb unbefriedigende Arbeitergebnisse erzielt werden.

Außerdem besteht bei herkömmlichen Zirkeln die Gefahr, daß, wenn der Benutzer bei sehr weit geöffneten Zirkelschenkeln auch nur etwas zu viel Zeichendruck ausübt, die Schenkel auf der Unterlage abrutschen oder sich noch weiter auseinanderspreizen, was ein exaktes Zeichnen unmöglich macht. Bei Zirkeln, deren Schenkel aus Kunststoff bestehen, ist es überdies denkbar, daß sich in zu weit geöffneter Position die Schenkel federnd verbiegen, was zu ungleichmäßigen Kreisen und somit ebenfalls zu unbefriedigenden Arbeitsergebnissen führen kann.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Zirkel zu schaffen, der die genannten Nachteile nicht aufweist, und bei dem sichergestellt ist, daß der Zirkel nur in physikalisch ausreichend sicheren Arbeitsbereichen benützbar ist.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Hauptanspruches gelöst.

Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen erfaßt.

Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Zeichnungen näher beschrieben. Hierbei zeigen

Fig. 1 die teilweise geschnittene Vorderansicht des Kopfbereiches erfindungsgemäßer Zirkelschenkel, in geöffneter Endposition,

Fig. 2 eine Schnittdarstellung durch den Kopfbereich gem. Fig. 1, bei geschlossenen Zirkelschenkeln,

Fig. 3 die teilweise geschnittene Vorderansicht einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, ebenfalls in ganz geöffneter Position der Zirkelschenkel, und

Fig. 4 eine Schnittdarstellung durch den Kopfbereich gem. Fig. 3, bei geschlossenen Zirkelschenkeln.

Der aus den Fig. 1 und 2 ersichtliche Kopfbereich 17 der Zirkelschenkel 1 und 1&min; zeigt in beiden Positionen - a) maximal geöffnet und b) geschlossen - deutlich die beiden Kopfanschläge 14 und 14&min;. Diese sind einstückig an die Lagerteile 11 der Zirkelschenkel 1 und 1&min; angeformt und begrenzen die auf den Lagerteilen 11 der Schenkel 1 und 1&min; sitzenden Zahnsegmente 13 nach oben hin. Durch ihr Zusammenstoßen bei einem vorher definierten maximalen Öffnungswinkel verhindern die aneinander anliegenden Kopfanschläge 14 und 14&min; wirksam ein übermäßiges Aufspreizen der Zirkelschenkel 1 und 1&min;. Die Zahnsegmente 13 der Zirkelschenkel 1 und 1&min; stehen in permanenter Wirkverbindung zueinander kämmend im Eingriff und greifen beim Drehen der Schenkel um die Lagerbolzen ständig ineinander, bis ein Weiterdrehen durch die Kopfanschläge 14, 14&min; verhindert wird.

Die Fig. 3 und 4 zeigen eine andere Zirkelausführung mit in geöffneter bzw. geschlossener Position befindlichen Zirkelschenkeln 1&min;&min; und 1&min;&min;&min;. Hierbei sind deutlich die beiden einstückig an die Zirkelschenkel 1&min;&min; und 1&min;&min;&min; angeformten Stege 15 und 15&min; sowie die an deren Enden ebenfalls einstückig angeformten Steganschläge 16 und 16&min; zu erkennen. Die Anschläge 16 und 16&min; sind hier als ineinandergreifende Zapfen ausgebildet, die sich bei einem vorher definierten Öffnungswinkel der beiden Zirkelschenkel 1&min;&min; und 1&min;&min;&min; gegeneinander verkrallen und so ebenfalls wirksam ein zu weites Aufspreizen der Schenkel verhindern. Zudem werden durch die Verschränkung der beiden Steganschläge 16 und 16&min; die Schenkel in jeder Position noch zusätzlich gegenseitig gegen Querbelastungen fixiert. Die Zahnsegmente 13 der Zirkelschenkel 1&min;&min; und 1&min;&min;&min; greifen auch hier beim Einstellen der Zirkelschenkel um die Lagerbolzen ständig kämmend ineinander.

Die erfindungsgemäße Anordnung und Gestaltung der Anschläge 14 und 14&min; bzw. 16 und 16&min; bewirkt eine besonders vorteilhafte und exakte Begrenzung des maximalen Öffnungswinkels der beiden Zirkelschenkel, die zudem durch Stege 15 und 15&min; noch zusätzlich gegenseitig gegen Verwinden fixiert werden können. Mit derartigen Zirkeln ist in jedem Falle ein exaktes und genaues Arbeiten möglich.

Die erfindungsgemäße Lösung eignet sich insbesondere für Zirkel gut, die vollständig oder überwiegend aus Kunststoff gefertigt werden, da aufgrund der Öffnungsbegrenzung auch ein Durchfedern der u. U. etwas elastischen Kunststoff- Schenkel verhindert werden kann, und da die Anbringung und Herstellung der erfindungsgemäßen Anschläge besonders preisgünstig, z. B. im Spritzgießverfahren, möglich ist.

Positionen:

Gegenstand: Zirkel

1, 1&min;, 1&min;&min;, 1&min;&min;&min; Zirkelschenkel

11 Lagerteil

12 Lagerbohrung

13 Zahnsegment

14, 14&min; Kopfanschlag

15, 15&min; Stege

16, 16&min; Steganschläge

17 Kopfbereich


Anspruch[de]
  1. 1. Zirkel, im wesentlichen bestehend aus einem mit einem Griff versehenen Zirkelkopf, in dem zwei Zirkelschenkel verstellbar gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß an den Zirkelschenkeln (1, 1&min;; 1&min;&min;, 1&min;&min;&min;) zusammenwirkende Anschläge (14, 14&min;; 16, 16&min;) angeordnet sind, zur Begrenzung bzw. zur definierten Einstellung eines maximalen Öffnungswinkels der beiden Zirkelschenkel.
  2. 2. Zirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfanschläge (14, 14&min;) an den Zirkelschenkeln (1, 1&min;) derart angeordnet sind, daß sie die auf den Lagerteilen (11) der Zirkelschenkel (1, 1&min;) angebrachten Zahnsegmente (13) begrenzen.
  3. 3. Zirkel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfanschläge (14, 14&min;) einstückig an den Lagerteilen (11) der Zirkelschenkel (1, 1&min;) angeformt sind.
  4. 4. Zirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steganschläge (16, 16&min;) an den Enden zweier an den Zirkelschenkeln (1&min;&min;, 1&min;&min;&min;) angebrachter, komplementärer Stege (15, 15&min;) angeordnet sind.
  5. 5. Zirkel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steganschläge (16, 16&min;) einstückig mit den Stegen (15, 15&min;) ausgebildet und an deren Enden angeformt sind.
  6. 6. Zirkel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Stege (15, 15&min;) einstückig mit den Zirkelschenkeln (1&min;&min;, 1&min;&min;&min;) ausgebildet und in deren Kopfbereich angeformt sind.






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