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Dokumentenidentifikation DE3430396C3 11.02.1993
Titel Bürstenloser Einphasenmotor
Anmelder Pioneer Electronic Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Toshimitsu, Manabu, Saitama, JP
Vertreter Grünecker, A., Dipl.-Ing.; Kinkeldey, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Stockmair, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Ae.E. Cal Tech; Schumann, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Jakob, P., Dipl.-Ing.; Bezold, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Meister, W., Dipl.-Ing.; Hilgers, H., Dipl.-Ing.; Meyer-Plath, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 17.08.1984
DE-Aktenzeichen 3430396
Offenlegungstag 07.03.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.01.1987
Date of publication of amended patent 11.02.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.02.1993
IPC-Hauptklasse H02K 29/06
IPC-Nebenklasse H02K 29/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen bürstenlosen Einphasenmotor nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein solcher Motor ist aus der US-PS 34 93 831 bekannt.

Bei dem bekannten bürstenlosen Einphasenmotor haben die unterteilten Pole gleichen Querschnitt, so daß eine erregte Statorhauptwicklung, die die beiden Sektoren eines unterteilten Pols jeweils umgibt, keine unterschiedlichen Magnetflüsse in den beiden Sektoren hervorrufen kann. Um die Wahl der Drehrichtung beim Anlaufen zu ermöglichen, befinden sich auf den Sektoren des unterteilten Pols daher Hilfswicklungen, die einzeln selektiv erregbar sind, um eine Ungleichheit der Magnetflüsse in den beiden Sektoren hervorzurufen und damit die Drehrichtung beim Anlaufen des Motors zu bestimmen.

Aus der nämlichen Druckschrift ist ein bürstenloser Einphasenmotor bekannt, dessen Statorpole ungeteilt und jeweils in einem Randbereich mit einer Bohrung versehen sind, durch die der magnetische Widerstand im Bereich der Bohrung vergrößert wird, so daß sich eine Verbiegung der magnetischen Kraftlinien ergibt, die zu einer Dezentrierung des magnetischen Feldes führt. Damit wird die gleiche Wirkung hervorgebracht wie bei der erstgenannten Ausführungsform mit geteiltem Pol und Hilfswicklungen auf den Polsektoren.

Aus der US-PS 21 85 990 ist ein selbstanlaufender Einphasenasynchronmotor bekannt, dessen Luftspalt zumindest in der Anlaufphase in Drehrichtung gesehen kleiner wird. Dies wird durch eine Unterteilung der Statorpole in einen festen und einen beweglichen Teil erzielt, wobei die beweglichen Teile im Normalbetrieb des Motors nach dem Anlauf eine Stellung einnehmen, in der ein annähernd symmetrischer Luftspalt vorhanden ist.

Die DE-OS 30 26 797 beschreibt einen kollektorlosen Gleichstrommotor mit einem zylindrischen Luftspalt und einem permanentmagnetischen Innen- und Außenrotor mit einer von einem Drehstellungsdetektor gesteuerten, im Betrieb ein Wechselfeld und damit ein Lücken aufweisendes elektromagnetisches Antriebsmoment erzeugenden Wicklung, bei dem die Rotormagnetpole jeweils eine etwa trapezförmige oder sinusförmige oder rechteckförmige Magnetisierung mit schmalen Pollücken zwischen den Polen aufweisen und im unmittelbaren Bereich der Öffnung der Nut auf jeder Seite der Pole Bohrungen in den Polspitzen angeordnet sind, um dort die magnetische Flußdichte zu beeinflussen. Die Drehrichtung des Motors hängt davon ab, zu welcher Seite der Nutöffnung die mit den Bohrungen versehene Polspitze liegt.

Bei einem bekannten bürstenlosen Motor, der von einem einphasigen, in Halbwellen gleichgerichteten Strom angetrieben wird, der in Abhängigkeit vom Ausgangssignal des einzelnen Positionsfühlers erzeugt wird, ergeben sich sogenannte tote Punkte, an denen das elektromagnetische Antriebsmoment auf Null abnimmt. Diese toten Punkte liegen bei Drehwinkeln (elektrischen Winkeln) von 0° und 180°, wie die Fig. 1A zeigt, bei denen der Motor nicht in der Lage ist, von selbst anzulaufen.

Um diese Schwierigkeit zu vermeiden, ist eine Motorkonstruktion nach Fig. 2 entwickelt worden, bei der der Außenumfang eines Kernes 3, der mit einer Spule 2 des Stators 1 umwickelt ist, so ausgebildet ist, daß sich zwischen dem Umfang des Kernes und einem Drehmagneten 4 ein Spalt 5 ergibt, dessen Breite sich ändert, wodurch die Verteilung der magnetischen Energie zwischen den Zentren der Magnetpole des Magneten 4 und dem Kern verändert wird, wodurch die Spitze der Kurve des magnetischen Momentes (b) um 90° gegenüber der Kurve (a) gemäß Fig. 1a verschoben wird. Wie aus Fig. 1b zu entnehmen ist, wird das Antriebsmoment, das aus dem elektromagnetischen Antriebsmoment (a) und dem magnetischen Moment (b) zusammengesetzt ist, niemals zu Null. Ein Motor, der nach diesem Prinzip arbeitet, ist in der DE-OS 30 26 797 beschrieben.

Bei diesem Motor ist jedoch, wie oben gezeigt, der Außenumfang des Kernes 4 nicht vollkommen kreisförmig, so daß die Montagelehren für den Zusammenbau des Kerns, für die Beschichtung des Kerns mit einem isolierenden Material und zum Wickeln der Spule auf dem Kern und auch die Gießform zum Pressen des Kernes kompliziert aufgebaut sind, so daß die Herstellungskosten relativ hoch sind. Da außerdem die Größe der erzeugten magnetischen Energie von der Form des Außenumfangs des Kerns bestimmt wird, ist es notwendig, die Gestalt des Kernes zu verändern, um die Größe der magnetischen Energie einzustellen. Daher ist es unmöglich, einen einzelnen Kern für eine große Bandbreite möglicher Anwendungsfälle zu verwenden.

Wenn man weiterhin in die Betrachtungen einbezieht, daß nur der positive Teil des magnetischen Momentes aktiv zum Antrieb des Rotors verwendet wird, da der negative Teil der Rotorbewegung entgegengewirkt und weil die Größe des negativen Teils des magnetischen Momentes im wesentlichen gleich der des positiven Teiles ist, wie aus Fig. 1A hervorgeht, geben sich starke Schwankungen im Ausgangsmoment des konventionellen Motors, wie Fig. 1B zeigt.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die oben beschriebenen Nachteile, die dem bekannten bürstenlosen Einphasenmotor der eingangs genannten Art anhaften, zu beseitigen, und einen solchen Motor anzugeben, der für eine große Zahl von Einsatzfällen geeignet ist, einfacher und weniger aufwendig als der konventionelle Motor im wesentlichen gleichen Typus aufgebaut werden kann und nur geringe Drehmomentschwankungen aufweist.

Die obengenannte Aufgabe wird durch die Merkmale im Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand weiterer Ansprüche.

Die Erfindung soll nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Es zeigt

Fig. 1A und 1B Diagramme des Drehmomentvorlaufes eines konventionellen bürstenlosen Einphasenmotors,

Fig. 2 einen Schnitt durch einen konventionellen bürstenlosen Einphasenmotor,

Fig. 3 einen Schnitt durch einen bürstenlosen Einphasenmotor gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 4 eine vergrößerte Teildarstellung eines Poles 13A aus Fig. 3,

Fig. 5 und 6 vergrößerte Teildarstellungen entsprechend Fig. 4, in denen zwei unterschiedliche Gestaltungen der Statorpole gezeigt sind,

Fig. 7A und 7B graphische Darstellungen des Verlaufs der Drehmomente Ta und Tb und ein zusammengesetztes Drehmoment Ta+Tb bei den Polen nach Fig. 5,

Fig. 8A und 8B graphische Darstellungen des Verlaufs der Drehmomente Ta und Tb und eines zusammengesetzten Drehmomentes Ta+Tb bei einem Pol nach Fig. 6,

Fig. 9 und 10 vergrößerte Teildarstellungen entsprechend Fig. 4 für zwei weitere unterschiedliche Gestaltungen von Statorpolen,

Fig. 11 und 12 graphische Darstellungen der Drehmomentverläufe Ta und Tb und Ta+Tb bei den Statorpolen nach Fig. 9 und 10,

Fig. 13 eine Querschnittsansicht eines bürstenlosen Einphasenmotors gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,

Fig. 14 eine vergrößerte Teildarstellung eines Statorpoles 23A von Fig. 13, und

Fig. 15 eine graphische Darstellung einer ungleichförmigen Verteilung eines magnetischen Flusses durch den Statorpol 23A von Fig. 14.

Fig. 3 zeigt einen bürstenlosen Einphasenmotor gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Ein Rotor in Form eines Drehmagneten 10 ist beispielsweise mit vier Magnetpolen ausgestattet. Ein Stator 11 weist unterschiedliche Pole auf, die sich radial von einem Blechpaket 12 erstrecken, der mit ihnen als integrale Einheit ausgebildet ist. Der Stator ist mit beispielsweise vier Polen 13A bis 13D ausgerüstet, von denen jeder den gleichen vorbestimmten Luftspalt mit den Polflächen des Magneten 10 ausbildet. Da die vier Pole 13A bis 13D den gleichen Aufbau haben, braucht die nachfolgende Beschreibung nur am Beispiel eines einzelnen Poles 13A gegeben zu werden.

Wie man speziell aus Fig. 4 entnehmen kann, ist der Pol 13A in Umfangsrichtung in zwei Sektoren 13A&sub1; und 13A&sub2; geteilt. Der Sektor 13A&sub2; nimmt einen größeren Winkelbereich ein als der Sektor 13A&sub1;. Die benachbarten Enden der Sektoren 13A&sub1; und 13A&sub2; sind mit dem Blechpaket 12 über Stege 14A&sub1; und 14A&sub2; verbunden. Die Stege 14A&sub1; und 14A&sub2; bilden magnetische Wege, durch die fast der gesamte magnetische Fluß von den magnetischen Polen des Magneten 10 über den Luftspalt und die Statorpole zum Blechpaket 12 gelangt. Die Dichte des magnetischen Flusses ist an jedem dieser Verbindungsstege am größten. Eine Bohrung 15A ist an einer Stelle in den Verbindungssteg 14A&sub2; gebohrt, die im wesentlichen in dessen Mitte liegt. Diese Maßnahme dient der Beeinflussung der magnetischen Flußdichte. Der magnetische Weg hat dementsprechend beim Sektor 13A&sub2; einen geringeren Querschnitt als bei Sektor 13A&sub1; für den magnetischen Fluß. Die magnetische Flußdichte ist daher an dem Steg mit der Bohrung größer als an dem Steg ohne Bohrung. Dieses Verhältnis läßt sich wie folgt ausdrücken:

A&sub1; · t > (A&sub2; - a)t ,

worin t die Blechpaketdicke an den Verbindungsstegen 14A&sub1; und 14A&sub2; ist, A&sub1; die Breite des Steges 14A&sub1; und A&sub2; die Breite des Verbindungssteges 14A&sub2; und a der Durchmesser der Bohrung 15A ist.

Eine Spule 16A ist um die Verbindungsstege 14A&sub1; und 14A&sub2; gewickelt. Ein einzelner Positionsfühler, beispielsweise ein Hall-Fühler 17 zur Bestimmung der Winkelposition des Drehmagneten 10 gegenüber dem Stator 11 kann irgendwo zwischen zwei Polen 13A bis 13D angebracht sein.

Die Betriebsweise des Motors nach der ersten Ausführungsform der Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf den Pol 13A beschrieben. Wenn ein Antriebsstrom durch die gemeinsame Spule 16A fließt, die um die Verbindungsstege 14A&sub1; und 14A&sub2; gewickelt ist, dann entwickeln sich entweder anziehende oder abstoßende Kräfte zwischen dem Pol 13A und dem gegenüberstehenden Magnetpol des Drehmagneten 10, je nach der Richtung, in welcher der Strom fließt. Diese Kraft bewirkt, daß der Rotor einschließlich des Drehmagneten 10 rotiert. Da der Verbindungssteg 14A&sub2; eine im wesentlichen mittig angeordnete Bohrung 15A aufweist, ist sein Querschnitt kleiner, er bietet dem magnetischen Fluß daher einen geringen Querschnitt an als der Verbindungssteg 14A&sub1;, der daher weniger gesättigt ist als der erstgenannte. Mit anderen Worten, der magnetische Fluß verläuft lieber durch den Sektor 13A&sub1; als durch den Sektor 13A&sub2;. Es ergibt sich daher eine ungleichmäßige Verteilung des magnetischen Flusses, d. h. ein magnetisches Ungleichgewicht im Pol 13A in dessen Umfangsrichtung.

Wie sich daraus für den Fachmann ergibt, resultiert hieraus der gleiche Effekt, wie bei dem Motor nach der DE-OS 30 26 797. Jedoch wohnt der Erfindung der Vorteil inne, daß verschiedene Motormomente erzielt werden können, indem man nur den Durchmesser der Bohrungen 15A bis 15D ändert. Weil das Motormoment proportional der Querschnittsfläche der vorhandenen magnetischen Wege ist, ist es zur Veränderung des Motormomentes bei dem bekannten Motor notwendig, beispielsweise die Anzahl der Kernbleche zu verändern oder den Luftspalt zu ändern, so daß zur Herstellung unterschiedlicher Motoren entsprechend unterschiedliche Gießformen und Montagelehren notwendig werden. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Motors liegt in der vereinfachten Herstellung wegen der vollständigen Kreisförmigkeit des Statorkerns mit den Polen 13A bis 13D.

In den Fig. 5 und 6 sind zwei verschiedene Gestaltungen für Statorpole 13A dargestellt, bei denen die Winkellagen Rc des Verbindungssteges 14A&sub2; im Winkelbereich Rb des Sektors 13A&sub2; unterschiedlich sind. Im Falle von Fig. 5 ist der Verbindungssteg 14A&sub2; nahe dem Sektor 13A&sub1; angeordnet. In diesem Falle sind die Momente Ta, Tb an den Sektoren 13A&sub1; und 13A&sub2; und das zusammengesetzte Moment (Ta+Tb) in den Kurven nach den Fig. 7A und 7B dargestellt. Im Falle von Fig. 6 ist der Verbindungssteg 14A&sub2; im wesentlichen in der Mitte des Sektors 13A&sub2; angeordnet. Für diesen Fall zeigen die Fig. 8A und 8B die entsprechenden Momente Ta und Tb an den Sektoren 13A&sub1; und 13A&sub2; und das zusammengesetzte Moment (Ta+Tb). Man erkennt aus den Fig. 7A bis 8B, daß das zusammengesetzte Moment und ihre Spitzen in dem Falle gesteigert sind, bei welchem der Verbindungssteg 14A&sub2; nahe dem Sektor 13A&sub1; angeordnet ist.

In den Fig. 9 und 10 sind unterschiedliche Gestaltungen der Statorpole 13A dargestellt, bei denen die Winkelbereiche Ra und Rb (oder die Umfangslängen der Sektoren 13A&sub1; und 13A&sub2; variiert sind. Im Falle Rb>Ra, wie in Fig. 9 gezeigt, beträgt die Phasendifferenz zwischen dem elektromagnetischen Antriebsmoment (a) und dem magnetischen Moment (b) im wesentlichen π/2 el. als elektrischer Winkel, wie Fig. 11 zeigt. Andererseits ist die Phasendifferenz im Falle Ra=Rb, wie in Fig. 10 gezeigt, zwischen dem elektromagnetischen Antriebsmoment (a) und dem magnetischen Moment (b) nicht π/2 el., wie Fig. 12 zeigt. Als Folge ergeben sich Schwankungen im zusammengesetzten Moment (c), wie in der Figur gezeigt. Versuche haben ergeben, daß für Ra∼29° el. und Rb∼61° el. sich ein Optimum ergibt, weil in diesem Falle die Phasendifferenz zwischen dem elektromagnetischen Antriebsmoment und dem magnetischen Moment π/2 beträgt.

Bei den oben beschriebenen Ausführungsformen ist die Bohrung 15A im Verbindungssteg 14A&sub2; ausgebildet, um den Querschnitt für den magnetischen Weg beim Sektor 13A&sub2; kleiner zu machen als den beim Sektor 13A&sub1;. Das gleiche Ergebnis kann man erzielen, indem man einen Verbindungssteg schmaler macht als den anderen. Aus Festigkeitsgründen ist jedoch die Lösung mit der Bohrung 15A vorzuziehen.

Ein bürstenloser Einphasenmotor nach einer zweiten Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 13 dargestellt.

Gemäß Fig. 13 ist ein Rotor 20 mit vier Magnetpolen ausgerüstet. Ein Stator 21 weist eine Vielzahl von Polen auf, die sich radial von einem Blechpaket 22 erstrecken, mit dem sie eine integrale Einheit bilden. Der Stator ist beispielsweise mit vier Polen 23A bis 23D ausgebildet, die mit den entsprechenden Polflächen des Magneten 20 einen vorbestimmten Luftspalt gleichmäßiger Breite ausbilden. Da die vier Pole 23A bis 23D untereinander gleichen Aufbau aufweisen, braucht die nachfolgende Beschreibung nur anhand des Pols 23A gegeben zu werden.

Wie speziell aus Fig. 14 hervorgeht, ist der Pol 23A in Umfangsrichtung in vier Sektoren 23A&sub1;, 23A&sub2;, 23A&sub3; und 23A&sub4; unterteilt. Die Sektoren 23A&sub1; bis 23A&sub4; weisen in bezug auf die Mittenachse O des Pols 23A symmetrische Lagen auf. Die äußeren Sektoren 23A&sub1; und 23A&sub4; nehmen dabei größere Winkelbereiche ein als die inneren Sektoren 23A&sub2; und 23A&sub3;. Die entsprechenden Enden der Sektoren 23A&sub1; bis 23A&sub4; sind mit dem Blechpaket 22 durch Stege 24A&sub1; bis 24A&sub4; verbunden. Die Verbindungsstege 24A&sub1; bis 24A&sub4; bilden magnetische Wege, durch die fast der gesamte magnetische Fluß von den Magnetpolen des Magneten 20 über den Luftspalt in die Sektoren 23A&sub1; bis 23A&sub4; verläuft. Die magnetische Flußdichte ist dabei in diesen Verbindungsstegen jeweils am größten. Bohrungen 25A&sub1;, 25A&sub2; und 25A&sub3; unterschiedlicher Durchmesser sind in den Mitten der Verbindungsstege 24A&sub1;, 24A&sub2; und 24A&sub3; vorgesehen, so daß die entsprechenden Querschnitte der Verbindungsstege zu unerschiedlichen Maximaldichten des magnetischen Flusses führen.

Die Querschnitte der Verbindungsstege 24A&sub1; bis 24A&sub4; gehorchen beispielsweise folgendem Verhältnis:

W&sub4; · t > (W&sub1; - a&sub1;)t > (W&sub2; - a&sub2;)t > (W&sub3; - a&sub3;)t ,

wobei t die Blechpaketdicke an den Verbindungsstegen 24A&sub1; bis 24A&sub4;, W&sub1; bis W&sub4; die Breiten der Verbindungsstege 24A&sub1; bis 24A&sub4; und a&sub1; bis a&sub3; die Durchmesser der Bohrungen 25A&sub1; bis 25A&sub3; sind. Eine Spule 26A ist um die Verbindungsstege 24A&sub1; bis 24A&sub4; gewickelt. Ein einzelner Positionsfühler, beispielsweise ein Hall-Generator 27 zur Ermittlung der Winkellage des drehenden Magneten 20 gegenüber dem Stator 21 ist zwischen zwei der Pole 23A bis 23D angeordnet.

Die Betriebsweise des bürstenlosen Einphasenmotors nach der zweiten Ausführungsform der Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf den Pol 23A erläutert. Wenn ein Antriebsstrom durch die gemeinsame Spule 26A, die durch die Verbindungsstege 24A&sub1; bis 24A&sub4; gewickelt ist, fließt, dann entwickelt sich zwischen dem Pol 23A und dem gegenüberliegenden Magnetpol des Magneten 20eine Zug- oder Abstoßkraft, je nach Stromflußrichtung. Diese Kraft bringt den Rotor mit dem Magneten 20 in Bewegung. Da die Querschnitte an den Verbindungsstegen 24A&sub1; bis 24A&sub4; wegen der Bohrungen 25A&sub1; bis 25A&sub3; unterschiedlicher Durchmesser a&sub1; bis a&sub3; (a&sub3;>a&sub2;>a&sub1;) unterschiedliche magnetische maximale Flußdichten aufweisen, nimmt die Neigung zur magnetischen Sättigung unter den Verbindungsstegen 24A&sub3;, 24A&sub2;, 24A&sub1; und 24A&sub4; in der vorbezeichneten Reihenfolge ab. Es ergibt sich daher im Pol 23A in dessen Umfangsrichtung eine ungleichförmige Verteilung des magnetischen Flusses, die unter den Sektoren 23A&sub1; bis 23A&sub4; sich abrupt ändert, wie der obere Abschnitt von Fig. 15 zeigt.

Dementsprechend ergibt sich ein magnetisches Moment, das positive Spitzen an den Totpunkten (0° und 180° des elektrischen Winkels) aufweist, wo das elektromagnetische Antriebsmoment auf Null geht. Es resultiert hieraus ein Antriebsmoment, das aus dem elektromagnetischen Antriebsmoment und dem magnetischen Moment zusammengesetzt ist und nirgends Null wird. Dementsprechend ist der Motor in der Lage, aus jeder Winkelstellung seines Rotors selbsttätig anzulaufen. Da außerdem der negative Teil des magnetischen Momentes klein ist, weist der Motor nur geringe Schwankungen seines Ausgangsmoments auf.

Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß unterschiedliche Motormomente durch einfaches Ändern der Durchmesser der Bohrungen 25A bis 25D erzielbar sind. Außerdem ist von Vorteil, daß dieser Motor einfach hergestellt werden kann, da der Kern mit den Polen 23A bis 23D vollkommen kreisförmige Gestalt aufweist.

Es sind zuvor Motorkonstruktionen beschrieben worden, bei denen jeder Statorpol in vier Sektoren unterteilt ist. Es kann jedoch jeder Statorpol auch in drei, fünf oder jede andere praktische Zahl von Sektoren unterteilt sein. Die Verteilung des magnetischen Flusses, wie in Fig. 15 dargestellt, wird mit größer werdender Zahl der Sektoren pro Pol gleichmäßiger, wodurch die Schwankungen im Ausgangsmoment des Motors ebenfalls geringer werden.

Von der vorliegenden Erfindung ist ein bürstenloser Einphasenmotor angegeben worden, bei welchem der Statorkern eine vollkommen kreisförmige Gestalt aufweist, die es einfach macht, die Größe der magnetischen Energie einzustellen. Der Motor kann daher den verschiedensten Anwendungsfällen leicht angepaßt werden und ermöglicht auch eine einfachere Herstellung, was wiederum die Herstellungskosten senkt.

Da es außerdem nicht notwendig ist, enge Fertigungstoleranzen in bezug auf den Luftspalt zwischen dem Statorkern und dem Drehmagneten einzuhalten, werden die Herstellung zusätzlich vereinfacht und deren Kosten weiter gesenkt.

Da der negative Teil der magnetischen Drehmomentkurve verringert ist, zeigt das Ausgangsmoment des Motors nach der Erfindung eine vergleichsweise geringe Welligkeit.


Anspruch[de]
  1. 1. Bürstenloser Einphasenmotor mit einem Rotor mit einer Mehrzahl magnetischer Pole und einem in Umfangsrichtung konstanten Luftspalt, einem Stator mit einer Mehrzahl von ausgeprägten Polen, auf die jeweils eine Spule gewickelt ist, wobei jeder ausgeprägte Pol in Umfangsrichtung in wenigstens zwei Sektoren geteilt ist, einem Positionsfühler, der die Winkelstellung des Rotors gegenüber dem Stator ermittelt, und Einrichtungen zum Steuern der Antriebsströme in jeder der Spulen in Abhängigkeit des von dem Positionsfühler gelieferten Signals, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnitte der Sektoren (13A&sub1;, 13A&sub2;, 13B&sub1;, 13B&sub2;, . . .; 23A&sub1;, 23A&sub2;, 23A&sub3; . . ., 23B&sub1;, 23B&sub2;, 23B&sub3;, . . .) der ausgeprägten Pole (13A, 13B, . . .; 23A, 23B, . . .) an den Stellen (14A&sub1;, 14A&sub2;, . . .; 24A&sub1;, 24A&sub2;, . . .), an denen die magnetischen Flußdichten maximal sind, voneinander verschieden sind.
  2. 2. Motor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sektoren (13A&sub1;, 13A&sub2;; 13B&sub1;, 13B&sub2; . . .) eines jeden Poles (13A, 13B . . .) sich über unterschiedliche Winkelbereiche (Ra, Rb) erstrecken.
  3. 3. Motor nach Anspruch 2 mit zwei Sektoren pro Pol, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkelbereiche der zwei Sektoren (13A&sub1;, 13A&sub2;) ungefähr 29° el. und 61° el. betragen.
  4. 4. Motor nach Anspruch 2 mit wenigstens drei Sektoren pro Pol, dadurch gekennzeichnet, daß die von den äußeren Sektoren (23A&sub1;, 23A&sub2;, 23A&sub3; . . .) überstrichenen Winkelbereiche größer sind als die Winkelbereiche der inneren Sektoren.
  5. 5. Motor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkelbereiche (Ra, Rb) der Sektoren (13A&sub1;, 13A&sub2;) derart gewählt sind, daß sich eine Phasendifferenz zwischen einem elektromagnetischen Antriebsmoment und einem Antriebsmoment des Motors ergibt, die etwa π/2 el. beträgt.
  6. 6. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterschied in den Querschnittsgrößen an den Stellen maximaler Flußdichten (14A&sub2;, 14B&sub2;, . . .; 24A&sub1;, 24A&sub2;, . . .) mittels Bohrungen (15A, 15B, 15C, . . .; 25A&sub1;, 25A&sub2;, 25A&sub3;, . . .) ggf. unterschiedlicher Durchmesser in den Sektoren (13A&sub2;, 13B&sub2;, . . .; 23A&sub1;, 23A&sub2;, . . .) erzeugt ist.






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