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Dokumentenidentifikation DE4126073A1 11.02.1993
Titel Einrichtung zum Betrieb und zur Zeitschaltung von Rolladen u. dgl.
Anmelder Somfy Feinmechanik und Elektrotechnik GmbH, 7400 Tübingen, DE
Erfinder Pfeffer, Paul, 7415 Wannweil, DE;
Häring, Rolf, 7406 Mössingen, DE;
Grieninger, Andreas, 7402 Kirchentellinsfurt, DE
Vertreter Otte, P., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 7250 Leonberg
DE-Anmeldedatum 07.08.1991
DE-Aktenzeichen 4126073
Offenlegungstag 11.02.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.02.1993
IPC-Hauptklasse G04C 23/00
IPC-Nebenklasse G04G 15/00   G04C 11/02   G09F 9/35   E06B 9/68   E05F 15/20   
Zusammenfassung Bei einer Einrichtung zum Betrieb und zur Zeitschaltung von Rolladen, Jalousien, Markisen u. dgl. mit Uhrdarstellung sowie Mitteln zur manuellen Auf/Absteuerung von Bewegungen wird vorgeschlagen, die Uhrdarstellung in Form eines digitalen Analogdisplays auszubilden und zum Betrieb der Uhr sowie der jeweiligen Steuerungsvorgänge einen Einzweckrechner oder Mikroprozessor mit Speicher vorzusehen, wobei eine Synchronisierung der Uhrzeit durch einen Funkempfänger auf aktuelle Zeit, Tag, Monat und Jahr erfolgt. Hierdurch ist es gleichzeitig möglich, ein speicherresistentes Basisprogramm vorzusehen, welches die Schließ- und Öffnungszeiten nach dem tatsächlichen Sonnenstand bestimmt, der sich durch Synchronisation über das Datum mit dem Funkempfänger ergibt.

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die Erfindung geht aus von einer Einrichtung zum Betrieb und zur Zeitschaltung (Zeitschaltuhr) von Rolladen, Jalousien, Markisen u. dgl. nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bekannte Zeitschaltuhren dieser Art sind üblicherweise mit Steuermitteln ausgestattet, die es erlauben, bestimmte Bewegungen, beispielsweise bei Jalousien, Markisen, Rolladen u. dgl., zu bestimmten Zeiten zu veranlassen.

Zu diesem Zweck können Zeitschaltuhren sehr einfach mechanisch ausgestattet sein und zu gegebenen Zeiten über vorbeilaufende Nocken Schalter betätigen; es ist aber auch möglich, solche Zeitschaltuhren elektronisch auszubilden und beispielsweise mit einem batteriegetriebenen Quarzuhrwerk zu versehen, wobei die Zeit in Form von Ziffern nach außen angezeigt wird und bestimmte Zeitkonstellationen zum Umschalten von hierdurch entsprechend angesteuerten Ausgangsrelais benutzt werden.

Setzt man solche elektronischen Zeitschaltuhren für den Betrieb bei Rolladen und Markisen ein, dann können zusätzlich noch manuell zu betätigende äußere Einstellmittel vorgesehen sein, die unabhängig von gespeicherten Umschaltbewegungen durch manuelle Betätigung eine sofortige Bewegung des jeweils angesteuerten Elements veranlassen.

Gerade bei den meisten solcher Zeitschaltuhren kann problematisch sein, daß die Anzeige digital in Form von Ziffern erfolgt, und allein schon die Bedienung einer solchen Zeitschaltuhr, auch deren Voreinstellung, damit zu bestimmten Zeiten bestimmte Bewegungsabläufe veranlaßt werden, doch soviel Aufmerksamkeit und Geschicklichkeit erfordert, daß nicht selten hiervon abgesehen wird und bei solchen elektronischen Systemen die Steuerung der jeweils angeschlossenen Markise oder Jalousie einfach nur manuell von Hand zu gegebenen Zeitpunkten vorgenommen wird, so daß die Leistungsfähigkeit einer solchen Steuerschaltung gar nicht ausgenutzt wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Betrieb und zur Zeitschaltung von Rolladen, Jalousien u. dgl. so zu verbessern, daß sowohl Anzeige als auch Einstellung drastisch vereinfacht wird, so daß auch weniger geübte Personen mit einer solchen Zeitschaltuhr problemlos zurechtkommen, wobei sowohl Anzeige als auch Betätigung nicht schwieriger ist als bei vielen üblichen Manipulationen, die sich im täglichen Leben ergeben, beispielsweise die Einstellung eines mechanischen oder elektrischen Weckers.

Vorteile der Erfindung

Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und hat den Vorteil, daß die Zeitdarstellung in Form eines digitalen Analogdisplays erfolgt, so daß die Zeit ohne längeres Hinsehen und Verarbeiten von angezeigten Ziffern sozusagen mit einem einzigen Blick von einer Bedienungsperson wahrgenommen werden kann, obwohl die Erfindung vollständig auf mechanische Elemente verzichtet und die tatsächliche Anzeige des Displays in umgesetzter Analogform, beispielsweise und vorzugsweise in Form eines sogenannten LCD-Displays mit entsprechend abgesetzten, digital weitergeschalteten Zeigern erfolgt.

Dabei ergibt sich als weiterer Vorteil, daß Zeiteinstellungen an einer solchen elektronischen Uhr mit LCD-Display mit Hilfe einer äußeren Einstellkrone oder Einstellwalze oder eines ähnlichen mechanisch betätigbaren Elements vorgenommen werden können, so daß die sonst umständliche Drucktasteneinstellung vollständig entfällt, die nicht selten erhebliche Geschicklichkeit erfordert, um durch mehrfaches Drücken in abgestimmter Reihenfolge gewünschte Verstellungen der Anzeige oder zu speichernder Daten vornehmen zu können. Durch eine mechanische Einstellkrone ist es auch möglich, die gewünschten Werte in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit einzustellen, so daß die Bedienungsperson in der Lage ist, durch anfängliches schnelles Drehen der Einstellkrone und späterer Reduzierung der Geschwindigkeit den gewünschten Wert langsam anfahren zu können, so daß dieser nicht, wie sonst so häufig der Fall, einfach überlaufen wird und dann umständlich wieder Rückstellungen notwendig werden.

Anstelle einer solchen Drehbewegung kann auch ein drucksensitiver Einstellknopf verwendet werden, auf den dann zur Einstellung dann lediglich mehr oder weniger stark gedrückt wird, wodurch sich ebenfalls die Geschwindigkeit der Werteverstellung verändern lassen kann.

Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der Erfindung möglich.

Besonders vorteilhaft ist hier noch die Synchronisierung der aktuellen Uhrzeit durch einen Funkempfänger, also die Ausbildung im Uhrenbereich als Funkuhr mit entsprechenden speziellen Angleichroutinen der Zeit für Stunden, Minuten, Tag, Monat und Jahr. Die erfindungsgemäße Einrichtung ist daher zu jeden Zeitpunkt über das aktuelle Datum informiert, so daß es auch möglich ist, mit Hilfe eines sogenannten speicherresistenten Basisprogramms vorgegebene Schließ- und Öffnungszeiten von Rolladen, Markisen, Türen u. dgl. nach der tatsächlichen Zeit, angepaßt an den Sonnenstand sowie an Sommer/Winterzeit vorzunehmen. Ferner entfällt ein Nachstellen der Uhr vollkommen, die nach Montage im übrigen sofort betriebsbereit ist.

Ist es daher erwünscht, eine Jalousienöffnung jeweils in Abhängigkeit zum Sonnenaufgang vorzunehmen, dann folgt das speicherresistente Basisprogramm einem Kurvenverlauf mit jeweils neuer Adaption, beispielsweise von Tag zu Tag oder von Woche zu Woche, so daß unter Verzicht auf bisherige statische Einstelldaten aktiv nach dem tatsächlichen Sonnenstand reagiert werden kann. Eine ergänzende Kontrolle kann hier noch zusätzlich vorgesehen sein mit Hilfe eines Lichtfühleranschlusses, der beispielsweise über einen Lichtwellenleiter die äußere Umgebungshelligkeit abfragt und dessen Signal ebenfalls in der elektronischen Steuerzentrale der erfindungsgemäßen Einrichtung verarbeitet wird, die mit Vorzug einen Rechner, Mikroprozessor mit Speicher oder ein sonstiges elektronisches System enthält.

Eine weitere Ausgestaltung vorliegender Erfindung besteht ferner noch darin, daß die gesamte oder nur ein Teil der Frontfläche der Schaltuhr als berührungssensitives Display ausgebildet ist, so daß eine menügesteuerte Benutzerführung, hierbei einem geeigneten Programm folgend, mit Hilfe des berührungssensitiven LCD-Displays (ausgebildet als Punktmatrix oder über Symbole) möglich ist. In diesem Zusammenhang kann die menügesteuerte Bedienung auch über berührbare Pictogramme realisiert werden, die sowohl Statusanzeige als auch Bedienungselemente sein können.

Zeichnung

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer elektronischen Zeitschaltuhr für Rolladen, Jalousien u. dgl. mit digitalem Großanalogdisplay und mechanischem Einstelldrehknopf für die Werteeinstellung in Draufsicht und in

Fig. 2 in einer Seitenansicht, wobei die Abmesungen so gehalten sind, daß das Gerät beispielsweise in üblichen Unterputz- Aufnahmedosen Platz findet, während die

Fig. 3 und 4 eine elektronische Zeitschaltuhr für den Rolladen-, Markisen- oder Jalousienbetrieb ebenfalls in Draufsicht und Seitenansicht zeigen, bei der die gesamte Frontfläche als berührungssensitives Display ausgebildet ist und Einstellungen ausschließlich noch durch einfaches Berühren von Flächen oder Punkten realisiert werden, vorzugsweise unter Einbeziehung einer problemlos einfachen menügesteuerten Benutzerführung.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Der Grundgedanke vorliegender Erfindung besteht darin, eine vollelektronische Zeitschaltuhr mit Speicher zur Bewegungssteuerung von Markisen, Rolladen, Jalousien, auch Türen und sonstigen, eine Bewegung durchführenden Komponenten so auszubilden, daß zur besonders benutzerfreundlichen und vereinfachten Bedienung die Zeitdarstellung in Form eines digitalen Analogdisplays erfolgt, wobei die Synchronisierung der Uhrzeit mit Hilfe eines Funkempfängers durchgeführt wird, unter Einbeziehung einer speziellen Angleichroutine für Zeit, Tag, Monat und Jahr. Dies bedeutet, daß sich der Benutzer um das Einstellen der Uhrzeit nicht mehr zu kümmern braucht, die aufgrund des Funkbetriebs komplett, einschließlich Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit übernommen wird, wobei die Uhr sofort nach Installation betriebsbereit ist.

In Fig. 1 ist die Frontansicht einer ersten Ausführungsform einer Zeitschaltuhr 10 dargestellt, die über eine digitale Analogdarstellung 11 der Uhrzeit verfügt, so daß ein Benutzer jederzeit durch einfaches Hinschauen die jeweils aktuelle Zeit erkennen kann. Mit der Darstellung der Uhrzeit in Form eines digitalen Analogdisplays ist gemeint, daß auf der Frontfläche der Zeitschaltuhr 10 nicht reell mechanische Zeiger eine Bewegung durchführen, sondern die gesamte Darstellung kann beispielsweise in Form eines LCD-Displays aufgebaut sein, bei welchem der große und der kleine Zeiger in Form von speziell beleuchteten oder gegenüber dem Hintergrund dunklen Formen so, wie beispielsweise eine Uhr auf einem Fernsehschirm erkennbar ist, in ihren jeweils sich ändernden Positionen dargestellt sind.

In dem digitalen Analogdisplay der Uhr können noch weitere Anzeigefelder eingeblendet sein, nämlich ein Anzeigefeld 11a zur Angabe Vormittag/Nachmittag (entsprechend der angelsächsischen Ausdrucksweise, also a.m. bzw. p.m. oder, falls gewünscht, Nacht- oder Tagangabe); ein Anzeigefeld 11b, dem entnommen werden kann, wann der nächste Automatikbefehl durchgeführt wird, wenn vom Benutzer keine Eingriffe vorgenommen werden und was durch diesen Automatikbefehl bezweckt wird - entsprechend der Darstellung in der Fig. 1 erfolgt also um 18.20 Uhr eine Abwärtsbewegung des Rolladens oder der Jalousie; sowie schließlich ein weiteres Anzeigefeld 11c, durch welches, wenn die Zeitschaltuhr ergänzend auch für unterschiedliche Einstellungen über den Verlauf einer Woche ausgebildet ist, noch der Wochentag, ggf. in Verbindung mit der Datumsanzeige angegeben wird. Es versteht sich, daß solche zusätzlichen Anzeigen fakultativ sein können. Ergänzend verfügt die Zeitschaltuhr der Fig. 1 noch über eine Einstellkrone oder Einstellwalze 12, die bei dieser Ausführungsform manuell vom Benutzer zur Eingabe von Zeitdaten oder sonstigen Werten betätigt wird und die es beispielsweise ermöglicht, bei Ausbildung als Drehknopf durch eine entsprechende Drehbewegung die Zeit zu verstellen, etwa wenn man für den nächsten Tag eine andere Öffnungs- oder Schließzeit für den Rolladen vorgeben möchte. Mit Hilfe eines solchen manuell zu betätigenden Einstell-Drehknopfes oder einer entsprechenden Einstelldrehwalze ist es möglich, einen gewünschten Einstellwert langsam anzufahren und dann exakt einzustellen, so, wie man beispielsweise auch manuell/mechanisch einen Wecker in seiner Zeigerposition, auch für den Weckvorgang, verstellt.

Da andererseits das gesamte Innenleben der erfindungsgemäßen Zeitschaltuhr vollelektronisch/digital ausgebildet ist und auch sämtliche Steuervorgänge einschließlich der Uhrendarstellung, bevorzugt unter Zugrundelegung eines Einzweckrechners oder Mikroprozessors mit Speicher, erfolgt, arbeitet der vorgesehene Einstelldrehknopf mit Inkrementalscheibe oder Codierscheibe, Lichtschranke oder auch in sonstiger geeigneter Form zur Impulserfassung, wie dies bei üblichen Drehwinkel-Erfassungssystemen der Fall ist, beispielsweise also auch durch kapazitive oder induktive Annäherung, unter Zugrundelegung sogenannter Hall-Sensoren od. dergl.

Eine alternative Ausgestaltung im Bereich der geschwindigkeitsabhängigen Einstellung von Zeit- und Schaltwerten, auf die an dieser Stelle gleich eingegangen werden wird, besteht noch darin, daß man anstelle eines mechanischen Drehknopfes auch einen drucksensitiven Einstellknopf vorsehen kann, beispielsweise unter Einschluß eines Piezokristalls, wobei die Zeiteinstellung dann so abläuft, daß je nach vom Benutzer ausgeübter Druckstärke die Einstelldaten schneller oder langsamer ablaufen, so daß auch hier der gewünschte Endwert langsam angefahren und exakt eingestellt werden kann.

Die in Fig. 1 gezeigte Zeitschaltuhr vervollständigt noch durch zwei separate Tasten 13a, 13b zur (manuellen) Betätigung durch den Benutzer, wobei hierdurch entweder ein Rolladen auf- oder zugesteuert wird, je nachdem, ob die Pfeilspitze des Tasters nach oben oder unten zeigt. Es versteht sich, daß diese Drucktasten 13a, 13b auch in Form berührungssensitiver Druckflächen ausgestattet sein können, entweder allein oder insgesamt in Verbindung mit einem berührungssensitiven LCD-Display, auf welches weiter unten noch in Verbindung mit der Darstellung der Fig. 3 und 4 eingegangen wird.

Im Gehäuse 10a der Zeitschaltuhr 10 ist ferner bei beiden Ausführungsformen (Fig. 1 bzw. Fig. 3) ein Funkempfänger integriert, der in an sich bekannter Weise so ausgebildet und geschaltet ist, daß er auf einer bestimmten Langwellenfrequenz europaweit ein Langwellen-Zeitsignal (DC F 77) empfängt und hierdurch die Uhrzeit einschließlich Tag, Monat und Jahr der Zeitschaltuhr entsprechend synchronisiert einschließlich Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit.

Schließlich kann noch, entweder von vorn oder auch von hinten, durch die Aufnahme-Unterputzdose zugänglich, ein Lichtfühleranschluß 14 vorgesehen sein, der bevorzugt durch unmittelbare Verbindung mit einem Lichtwellenleiter und späterer Umwandlung mit Hilfe photosensitiver Elemente die tatsächlich zu jedem Augenblick beispielsweise vor dem Fenster herrschende Lichtmenge erfaßt und in den Steuerungsablauf der Zeitschaltuhr einbezieht.

Eine weitere Ausgestaltung vorliegender Erfindung besteht darin, daß es durch die Funkempfang-Synchronisierung der Uhrzeit möglich ist, im Bereich der Rechnersteuerung ein speicherresistentes Basisprogramm zu etablieren, welches dann, wenn keine anderen Vorschriften vom Benutzer vorliegen, die Schließ- und Öffnungszeiten beispielsweise einer Jalousie oder eines Rolladens nach dem Sonnenstand bestimmt, d. h. aktiv von der Jahreszeit abhängig, wobei die entsprechende Synchronisation über das Datum mit dem Funkempfänger automatisch bei der Inbetriebnahme einsetzt.

Ein solches speicherresistentes Basisprogramm kann natürlich jederzeit durch die Wünsche des Benutzers überschrieben werden; es ergibt sich aber stets bei einer Reset-Einstellung der Zeitschaltuhr als Grundprogramm.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, daß entsprechend der Darstellung der Fig. 3 und 4 die gesamte oder nur ein Teil der Frontfläche der dort gezeigten Zeitschaltuhr 10&min; in Form eines berührungssensitiven Display ausgebildet ist, mit einer anfänglichen Symboldarstellung, die so ausgebildet sein kann, wie in Fig. 3 gezeigt, also mit zwei großen Tastensymbolen 13a&min; und 13b&min; für die Aufwärts- und Abwärtssteuerung des Rolladens, mit einer kleineren LCD-Darstellung 11&min; der Uhr und einem kleineren Pictogramm 14 mit der zusammengefaßten Darstellung eines Aufwärts- und Abwärtspfeils, beispielsweise zur Ermöglichung einer Umschaltung, wenn man über die großen Berührungstasten 13a&min;, 13b&min; voreingestellte Daten für Bewegungsabläufe eingeben möchte. Es versteht sich natürlich, daß diese Darstellungen lediglich als beispielhaft zu verstehen sind und ein solches, vorzugsweise insgesamt über die Frontfläche berührungssensitiv ausgebildetes Display eine Vielzahl von unterschiedlichen Darstellungen aufweisen und einnehmen kann, je nach den gewünschten Grundfunktionen und den für den jeweiligen Benutzer vorgesehenen Eingriffsmöglichkeiten.

Insgesamt läßt sich durch ein solches berührungssensitives Display in besonders bevorzugter Weise ein menügesteuertes Programm realisieren, welches eine entsprechend menügesteuerte Benutzerführung umfaßt, wodurch es dann für den Benutzer möglich ist, durch Berühren bestimmter Bereiche im Display gewünschte Werteeinstellungen vorzunehmen.

Das berührungssensitive Display der Zeitschaltuhr der Fig. 3 kann als LCD-Display ausgebildet sein in Form einer Punktmatrix oder kann Symbole und Pictogramme enthalten, die von dem Benutzer jeweils zu berühren sind, bevor entsprechende Zeitangaben eingegeben werden. Zu diesem Zweck kann es dann noch möglich sein, daß die Uhrdarstellung die gesamte Frontfläche umfassend eingeführt wird mit zusätzlich eingespiegelten oder zugeschalteten, beispielsweise auch drucksensitiv ausgebildeten Plus- und Minusflächen, so daß man durch abwechselndes Berühren dieser Flächen die Zeitdaten problemlos einstellen kann.

Eine solche Zeitschaltuhr mit berührungssensitivem Display benötigt überhaupt keine mechanischen Verstellelemente mehr und arbeitet vollständig über eine entsprechende Programmsteuerung eines Einzweckrechners, wobei aufgrund der Miniterisierung heute verfügbarer Komponenten die gesamten Schaltungen einschließlich entsprechender Steller-Ausgänge in dem verfügbaren Gehäuse so, wie es sich in der Seitendarstellung der Fig. 4 zeigt, untergebracht werden können.

Es versteht sich, daß das Gehäuse 10a&min;, genauso wie das Gehäuse 10a der Fig. 2 rückseitig eine entsprechende Steckleiste oder Kontaktleiste 15 aufweisen kann, die der Verbindung mit äußeren Anschlüssen dient, beispielsweise Stromversorgung bzw. Verbindung der Ausgangsanschlüsse mit den jeweils anzusteuernden Motoren.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung vorliegender Erfindung kann darin bestehen, daß ein von außen abnehmbares Bedienteil vom eigentlichen Leistungsteil des Geräts getrennt wird; dies könnte bedeuten, daß die Frontplatte, wenn hier auf die Darstellung der Fig. 4 Bezug genommen wird, in Form des rechteckförmigen Deckteils 16 abgenommen werden kann, so daß eine Programmierung oder Einstellung unabhängig vom Installationsort nur an dem Bedienteil durchgeführt wird, welches mit dem verbleibenden Leistungsteil durch entsprechende Steckkontakte verbunden wird. In diesem Fall befindet sich im Bedienteil zur Stromversorgung unabhängig eine Batterie.

In beiden Ausführungsformen können in dem Moment, in welchem entsprechende Einstellungen vorgenommen werden, Beleuchtungselemente automatisch geschaltet werden, insbesondere im Bereich des Displays, so daß bei Ausführen einer Funktion das gesamte Display oder lediglich im Bereich der Funktion beleuchtet wird.

Es können alle in der Beschreibung, den Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten Merkmale sowohl einzeln für sich als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein. Insbesondere ist der Hauptanspruch ein provisorischer Formulierungsversuch ohne Kenntnis des Stands der Technik, der erst durch eine Amtsrecherche ermittelt werden soll. Der Anmelder behält sich auch Merkmalsreduzierungen im Hauptanspruch vor.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zum Betrieb und zur Zeitschaltung (Zeitschaltuhr) von Rolladen, Jalousien, Markisen, Türen, Luken u. dgl. mit Uhrdarstellung und Mitteln zur (manuellen) Auf/Absteuerung von Bewegungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Uhrdarstellung (11) als digitales Analogdisplay ausgebildet ist und mindestens zum Betrieb der Uhr und der jeweiligen Steuerungsvorgänge eine einen Mikroprozessor umfassende elektronische Steuerschaltung mit Speichermitteln vorgesehen ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Betrieb der Uhrdarstellung durch einen Funkempfänger auf die tatsächliche Echtzeit einschließlich Tag, Monat und Jahr synchronisiert ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Betrieb der Uhrdarstellung eine quarzunterstützte elektronische Uhrvorrichtung vorgesehen ist, die die Zeiger des digitalen LCD-Analogdisplays der Uhrdarstellung durch entsprechend elektrische Ansteuerung von Feldern im LCD-Display weiterschaltet.
  4. 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für die Durchführung der Bewegungssteuerungen ein speicherresistentes Basisprogramm in den Speichermitteln der elektronischen Steuerschaltung niedergelegt ist, welches Schließ- und Öffnungszeiten aktiv nach dem von der Jahreszeit jeweils abhängigen Sonnenstand durch Synchronisation über das von dem Funkempfänger gelieferte Datum steuert.
  5. 5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur geschwindigkeitsabhängigen manuellen Einstellung von Zeitwerten ein Drehknopf (12) oder -walze vorgesehen ist, durch deren Verdrehung Impulse erzeugt und der elektronischen Steuerschaltung zugeführt werden.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Impulserfassung berührungslos arbeitende Drehwinkel-Codiermittel (Inkrementalscheibe; Lichtschrankenanordnung; Hall-Sensoren) vorgesehen sind.
  7. 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur betätigungsabhängigen Werteeinstellung ein drucksensitiver Einstellknopf vorgesehen ist.
  8. 8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der drucksensitive Einstellknopf auf piezoelektrischer Basis arbeitet.
  9. 9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Frontdarstellung der Zeitschaltuhr weitere Anzeigefelder (11a, 11b, 11c) vorgesehen sind zur Anzeige des nächsten Automatikbefehls einschließlich dessen Richtungssteuerung zur Vormittags/Nachmittags-Anzeige, zur Anzeige des Wochentags.
  10. 10. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß unter Verzicht auf jegliche mechanische Stellmittel die Frontfläche der Zeitschaltuhr ganz oder teilweise in Form eines berührungssensitiven Displays ausgebildet ist, mit Mitteln zur menügesteuerten Benutzerführung über das berührungssensitive Display.
  11. 11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das berührungssensitive Display ein LCD-Display in Form einer Punktmatrix oder in Segmenten (Pictogramme) ist.
  12. 12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine steckbare Teilung der Zeitschaltuhr in einen abnehmbaren Eingabeteil und in einen in der Einbauöffnung verbleibenden Leistungsteil vorgesehen ist.
  13. 13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß beim Ausführen einer Funktion eine automatische Beleuchtung des Displays erfolgt.






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