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Dokumentenidentifikation DE4127334A1 25.02.1993
Titel Schreib- und Zeichenplatte mit Führungselementen
Anmelder A. W. Faber-Castell GmbH & Co, 8504 Stein, DE
Erfinder Schmeißer, Helmut;
Zahn, Werner, 8682 Geroldsgrün, DE
DE-Anmeldedatum 19.08.1991
DE-Aktenzeichen 4127334
Offenlegungstag 25.02.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.02.1993
IPC-Hauptklasse B43L 13/04
Zusammenfassung Schreib- und Zeichenplatte mit Führungselementen für Zeichengeräte, die parallel zu den Seitenkanten des Plattenkörpers verlaufen. Die Führungselemente sollen gleichzeitig dazu geeignet sein, beispielsweise ein Lineal zu führen und ortsfest zu fixieren. Als Führungselemente sind eine Führungs- und eine Klemmnut getrennt vorgesehen, die parallel zueinander verlaufen und welchen entsprechende Führungs- und Klemmelemente am Zeichenlineal angepaßt sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schreib- und Zeichenplatte nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Bei Zeichenplatten dieser Art haben sich Führungselemente in Form von Stegen oder Nuten auf dem Plattenkörper bewährt, weil damit ein besonders leichtes Verschieben eines darauf geführten Zeichengerätes möglich ist, ohne daß - wie dies bei einfachen Reißschienen der Fall ist - ein Ausrichten zum Andrücken an eine Seitenkante notwendig ist.

Eine Zeichenplatte dieser Art ist aus der DE-PS 33 14 344 bekannt. Die Zeichenschiene weist an ihrer Unterseite einen Steg auf, der in einem Teilbereich federnd gestaltet ist. Zwei Schlitze begrenzen zu diesem Zweck eine Zunge, die den eigentlichen Klemmsteg trägt. Beim Verschieben des Lineals liegt der Klemmsteg frei, während er zum Klemmen in die Nut gedrückt wird und dort infolge einer Keilwirkung klemmt. Nachteilig ist bei diesen Anordnungen, daß durch die Klemmung eine Verformung oder Beschädigung in der Führungsnut auftreten kann, die zu Ungenauigkeiten der Lage des Lineals führt. Dieser Effekt tritt sowohl in der Klemm- als auch in der Führungslage des Lineals auf, wird infolge der Länge des Zeichenlineals vergrößert und ist somit deutlich sichtbar.

Teilweise ist es bei arretiertem Lineal nicht möglich, dieses im Hinblick auf eine bereits gezeichnete Linie auszurichten.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, Führungs- und Klemmelemente für Zeichenplatten zu schaffen, die auch bei häufigerem Gebrauch nur einer minimalen Abnutzung unterliegen, die keinen Einfluß auf die Lagegenauigkeit des benutzten Zeichenlineals hat.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die gekennzeichneten Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Durch die Ausgestaltung der Zeichenplatte mit parallelen, getrennten Führungs- und Klemmnuten und daran angepaßten Linealen und ähnlichen Zeichengeräten, wie z. B. Schablonen, können die jeweiligen Führungs- und Klemmelemente zweckgerecht optimal gestaltet werden. Die Ausbildung der Führungsnut mit schräg geneigten Seitenwänden, an welchen Gleitbolzen geführt sind, bieten die Voraussetzung einer spielfreien Lagerung. Ein halbkugelförmiger Führungskopf am Gleitbozen bietet eine annähernd punktförmige exakt bestimmte Auflagefläche mit guten Gleiteigenschaften.

Eine weitere Verbesserung der Gleiteigenschaften läßt sich durch eine Ausgestaltung nach den Merkmalen des Anspruches erreichen. In einem senkrecht zur Zeichenebene verlaufenden Flächenabschnitt ist der Führungskopf mit geringem Spiel geführt, wodurch am Lineal beim Verschieben und leichtem Verkanten eine Auflage an zwei Punkten erreicht wird. Die Haftreibung wird somit wesentlich reduziert und beim Verschieben sind konstante Reibungsverhältnisse gewährleistet. Im Stillstand wird ein exaktes Ausrichten des Lineals durch leichtes Aufdrücken oder Betätigung der Klemmvorrichtung automatisch schon allein durch die Bedienungskräfte erreicht.

Vorteilhaft ist eine weitere Ausbildung der Klemmnut mit parallelen Seitenwänden, die den Klemmelementen große Auflageflächen bieten und somit eine sichere Klemmung gewährleisten, ohne daß bleibende Deformationen entstehen können. Die erfindungsgemäße Ausbilung der Zeichenplatte und des Lineals bieten auch die Möglichkeit, eine optimale Materialpaarung zu wählen, da die Führungselemente nur funktionsgerecht eingesetzt werden und nicht zusätzlich die damit nicht zu vereinbarende Klemmung bewirken müssen.

Weitere Vorteile gehen aus der folgenden Beschreibung der Zeichnungen hervor, in denen Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind.

Es zeigen:

Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Plattenkörper mit aufliegendem Zeichenlineal,

Fig. 2 eine Teilansicht auf den Plattenkörper mit den Führungselementen und dem aufgesetzten Zeichenlineal und

Fig. 3 einen Teilschnitt eines weiteren Ausführungsbeispieles der Führungsnut mit eingesetztem Gleitbolzen.

Alle funktionswesentlichen Teile sind aus dem Längsschnitt nach der Fig. 1 zu ersehen. Der Plattenkörper 1 weist parallel zu im rechten Winkel angeordneten Seitenkanten 2 in der Zeichenebene 3 vertieft eine Klemmnut 4 mit senkrechten Seitenwänden 5 auf und parallel dazu eine weitere Führungsnut 6, deren Seitenwände 7 schräg geneigt sind und die im wesentlichen einen v-förmigen Querschnitt aufweist. In die Führungsnut 6 sind Gleitbolzen 8 eingesetzt, die vorzugsweise mit je einem Führungskopf 9 ausgestattet sind, der an den schrägen Seitenwänden 7 anlegbar ist. Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung gemäß Fig. 3 ist die Führungsnut 6 mit senkrechten Flächenabschnitten 10 versehen, die sich an die schrägen Seitenwände 7 anschließen. In der Gleitführungslage liegt der Führungskopf 9 an diesen senkrechten Flächenabschnitten 10 an, wobei eine Zweipunktauflage an gegenüberliegenden Anlagestellen erreicht wird, da der Benutzer beim Verschieben des Zeichenlineals 11 eine leichte Verkantung bewirkt. Der Führungskopf 9 ist im Falle des Ausführungsbeispieles nach der Fig. 3 über die Form einer Halbkugel hinaus gerundet.

Dies gestaltet auch eine Führung des Lineals bei extremer Schräglage, wenn beispielsweise auf dem Plattenkörper 1 eine Vielzahl von Aufzeichnungsträgern liegt. Es wird somit vermieden, daß die Begrenzungskante der Halbkugel an dem senkrechten Flächenabschnitt 10 ungewollt starke Abnützungen bewirkt. Außerdem ist bei einer Verschiebung des Führungskopfes 9 zwischen den senkrechten Flächenabschnitten 10 der Führungsnut 6 eine sichere Führung gewährleistet, ohne daß das Zeichenlineal 11 aus der Führungsnut 6 gleiten kann. Die Gleitbolzen 8 sind gemäß der Figuren 1 und 2 in einem Zeichenlineal 11 befestigt; diese Art der Führung läßt sich auch auf Schablonen oder ähnliche Zeichengeräte übertragen. In bekannter Weise hat das in der Fig. 2 dargestellte Zeichenlineal Maßskalen 12 und weist an einem schmalen stirnseitigen Ende eine federnde Zunge 13 auf, die einen Klemmsteg 14 trägt. Ein Federn der Zunge 13 wird durch die Schlitze 15 ermöglicht.

Zum Feststellen des Lineals wird ein Druck auf die federnde Zunge 13 ausgeübt, die sich mit ihrem Klemmsteg 14 in der Klemmnut 4 verkeilt. Zum Lösen der Klemmung ist lediglich die federnde Zunge an ihrem freien Ende nach oben zu bewegen.


Anspruch[de]
  1. 1. Schreib- und Zeichenplatte mit einem parallel zu einer Seitenkante (2) des Plattenkörpers (1) verlaufenden Führungselement in Form eines Steges oder einer Nut (6) zur Aufnahme eines darauf verschiebbaren Zeichengerätes (11), das eine Handhabe aufweist, die mit einer Klemmvorrichtung in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Plattenkörper (1) parallel zueinander verlaufend eine Führungsnut (6) und eine Klemmnut (4) vorgesehen sind, daß in die Führungsnut (6) ein Gleitbolzen (8) eingreift und daß in die Klemmnut (4) eine Spannvorrichtung an gegenüberliegenden Seitenwänden (5) anlegbar ist, die durch einen Klemmsteg (14) gebildet wird.
  2. 2. Schreib- und Zeichenplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsnut (6) durch schräg geneigte Seitenwände (7) gebildet wird, an welchen im Abstand voneinander an gegenüberliegenden Längsseiten des Zeichenlineals (11) angeordnete Gleitbolzen (8) geführt sind.
  3. 3. Schreib- und Zeichenplatte nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitbolzen (8) einen im wesentlichen halbkugelförmigen Führungskopf (9) tragen.
  4. 4. Schreib- und Zeichenplatte nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (7) der Führungsnut (6) einen senkrecht zur Zeichenebene (3) verlaufenden Flächenabschnitt (10) aufweisen mit einem Abstand zueinander, der dem Führungskopf (9) entspricht, der sich kugelförmig an den Hals des Gleitbolzens (8) anschließt.
  5. 5. Schreib- und Zeichenplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmnut (4) im wesentlichen u-förmig ausgebildet ist, mit vom Nutgrund zur Zeichenebene (3) parallel verlaufenden Seitenwänden (5).
  6. 6. Schreib- und Zeichenplatte nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Material des Gleitbolzens (8) eine höhere Festigkeit als das des Plattenkörpers (1) aufweist.






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