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Dokumentenidentifikation DE4128477C1 04.03.1993
Titel Zeichenlineal mit Feststelleinrichtung
Anmelder A. W. Faber-Castell GmbH & Co, 8504 Stein, DE
Erfinder Schmeißer, Helmut;
Zahn, Werner, 8682 Geroldsgrün, DE
DE-Anmeldedatum 28.08.1991
DE-Aktenzeichen 4128477
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 04.03.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.03.1993
IPC-Hauptklasse B43L 13/04
Zusammenfassung Zeichenlineal mit Feststellvorrichtung zum Verschieben und Klemmen auf Führungselementen einer Zeichenplatte, bei dem auf der Unterseite Führungs- und Klemmelemente vorgesehen sind, die in eine Nut des Plattenkörpers eingreifen und dort verschiebbar und mittels einer Handhabe arretierbar sind. Als Klemmelement (13) ist ein elastischer Steg (14) vorgesehen, der bogenförmig vorgeformt ist und dessen Radius mittels einer Handhabe verkleinert werden kann, so daß der Steg (14) an beiden Seiten in der Führungsnut (2) anliegt und das Zeichenlineal (6) arretiert. Die Klemmvorrichtung ist unterhalb einer Griffleiste (23) angebracht, die längsverschiebbar ist und auf die Klemmelemente (13) einwirkt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Zeichenlineal nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Auf Zeichenplatten geführte Zeichenlineale und ähnliche Zeichengeräte sind in Führungselementen in Form einer Nut leichtgängig parallel zu den Seitenkanten verschiebbar und lassen sich auch zuverlässig arretieren. Beim Zeichnen und beim Anlegen weiterer Zeichenhilfsmittel ist dies erforderlich, und zwar in einer hohen Genauigkeit, die sich auch bei längerem Gebrauch nicht sichtbar verändern darf.

Aus der DE-OS 31 11 250 ist ein Zeichenlineal mit einer Klemmeinrichtung bekannt, bei dem an den beiden Schmalseiten des Zeichenlineales Klemmvorrichtungen vorgesehen sind, die durch eine auf der Oberseite des Zeichenlineals angeordnete, bewegliche Handhabe nacheinander feststellbar sind. Dazu ist an der Handhabe eine Schrägfläche vorgesehen, deren Abstand zu einer Schräge an der ersten Klemmvorrichtung in der Ruhelage kleiner ist als der Abstand einer Abbiegung an der Handhabe zu einer Schrägfläche an der zweiten Klemmvorrichtung.

Nachteilig an dieser Klemmeinrichtung ist, daß die Bedienung nur gezielt an einem Ende des Zeichenlineals, nämlich an der linken Seite, möglich ist. Der Benutzer wird deshalb zu bestimmten Handhaltungen gezwungen, die sich auch auf die gesamte Sitzposition beim Zeichnen auswirken. Außerdem besteht die Klemmeinrichtung nach dem Stand der Technik aus mehreren Einzelteilen, die bei der Montage in einer vorgebenen Reihenfolge miteinander verbunden werden müssen. Dadurch entstehen gegenüber dem Anmeldungsgegenstand höhere Herstellkosten.

Ein Klemmelement in Form eines elastisch verformbaren Steges, der an einer exzentrischen Umfangshälfte einer drehbaren Scheibe anliegt, ist aus der DE-OS 21 52 144 bekannt. Der Steg wird durch zwei Schlitze im Körper des Lineals gebildet. Dies hat zur Folge, daß das Klemmelement aus dem gleichen Material wie das Lineal besteht, das in erster Linie die Eigenschaft haben muß, eine hohe Formstabilität aufzuweisen. Diese Eigenschaft läßt sich nicht derjenigen eines Klemmelementes vereinbaren, das eine lange Zeit gleichbleibende Elastizität aufweisen muß und das außerdem eine hohe Haftreibung aufweisen soll, um die Klemmfunktion zuverlässig zu erfüllen.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Feststellvorrichtung zu schaffen, die besonders leichtgängig zu betätigen ist und bei der sich die Klemmflächen sanft an die gegenüberliegenden Klemmflächen anschmiegen, ohne bleibende Verformungen an der Oberfläche von Führungsflächen zu verursachen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß vorteilhaft durch die Merkmale des Hauptanspruchs gelöst. Der gebogene, elastische Steg liegt in der Ruhelage nicht an den Seitenflächen der Nut an und wird beim Betätigen der Handhabe um einen relativ großen Radius verformt, wodurch ein sanftes Anschmiegen an die Gegenflächen bewerkstelligt wird, das dort zu keinen Verformungen bzw. Beschädigungen führen kann. Eine konsequente, verbesserte Weiterbildung des Prinzips der gebogenen Anlageflächen an der Feststellvorrichtung stellt die Anordnung nach den Merkmalen des Anspruchs 2 dar. Durch die konvex gewölbten Anlageflächen und den rechteckigen Querschnitt des Steges wird an allen Funktionsflächen eine klar definierte und schonende Anlage mit relativ großen Auflageflächen erreicht.

Durch Zapfen am Klemmelement, die in Taschen des Zeichenlineals gelagert sind, läßt sich eine spielfreie Verbindung des Klemmelementes mit dem Lineal erreichen, die weiterhin dazu beiträgt, daß durch die Feststellvorrichtung eine ortsfeste, lagegenaue Fixierung des Lineals auf der Zeichenplatte möglich ist. Anstatt der Zapfen können auch andere beliebig gestaltete Vorsprünge zur Verbindung des Klemmelementes mit dem Lineal gewählt werden. Hierbei ist sowohl wegen der geforderten Genauigkeit als auch aus wirtschaftlichen Gründen von Vorteil, das Klemmelement mit dem gebogenen Steg, den Tragarmen und den Schwenkarmen aus einem Stück zu formen.

Zur Erleichterung der Bedienbarkeit der Feststellvorrichtung trägt eine Ausbildung der Handhabe bei, die als ein längsverschiebbares Griffteil ausgebildet ist. Auf diese Weise läßt sich ein Hebelarm mit Steuerflächen schaffen, der eine Abdeckung des Klemmelementes darstellt, das somit vor äußeren Kräfteeinwirkungen geschützt wird. Die Handhabe in Form eines längsverschiebbaren Griffteiles bietet außerdem noch die Möglichkeit, an den gegenüberliegenden Schmalseiten des Zeichenlineals gleiche Feststellvorrichtungen anzuordnen. Insbesondere bei längeren Zeichenlinealen wird damit im festgestellten Zustand einer Durchbiegung entgegengewirkt, die bei einseitiger Klemmung des Klemmelementes wegen der leichten Bauweise des Lineals nicht zu vermeiden wäre.

Weitere Vorteile gehen aus der folgenden Beschreibung der Zeichnung hervor, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist. Es zeigt:

Fig. 1 einen Teilschnitt eines auf die Zeichenplatte aufgesetzten Lineals mit Feststellvorrichtung,

Fig. 1a eine im Schnitt dargestellte Einzelheit der Lagestelle der Griffleiste auf dem Zeichenlineal,

Fig. 2 eine Ansicht auf das Zeichenlineal und die Zeichenplatte mit aufgebrochenen Teilbereichen, in denen das Klemmelement sichtbar ist, und

Fig. 3 eine perspektivische Darstellung eines einzelnen Klemmelementes.

Aus der Teilschnittdarstellung der Fig. 1 ist eine Zeichenplatte 1 zu ersehen, die parallel zu ihren Seitenrändern jeweils eine Führungsnut 2 aufweist, mit Seitenflächen 3, die senkrecht- zur Oberfläche der Zeichenplatte 1 liegen und in einem Winkel von etwa 45° ausgebildeten Gleitflächen 4. An der Unterseite ist ein Auflagerand 5 angeformt. Auf den Gleitflächen 4 ist ein Zeichenlineal 6 mit Maßskalen 7 geführt, das im Bereich seiner Schmalseite 31 einen Durchbruch 8 mit gegenüberliegenden Taschen 9 aufweist. Auflagenoppen 10 auf der Unterseite des Zeichenlineals 6 verringern die Auflagefläche und vermeiden ein Verwischen von gezeichneten Linien. Zum Feststellen des Zeichenlineals 6 auf der Zeichenplatte 1 dient ein Klemmelement 13, das aus der perspektivischen Darstellung der Fig. 3 im einzelnen ersichtlich ist. Ein gebogener elastischer Steg 14 weist eine konvex gewölbte Anlagefläche 16 auf, die sich in der Längsmitte befindet und direkt an seinen Endbereichen, der Anlagefläche 16 gegenüberliegend, Stützflächen 17, die ebenfalls konvex gewölbt sind. An den Schwenkarmen 15 sind vorzugsweise Rastfinger 18 ausgebildet, die mit einer Steuerleiste 27 zusammenwirken und dort in jeweils eine Rastmulde 28 für die Ruhelage und eine Rastmulde 29 für die Klemmlage einrückbar sind. Die Schwenkarme 15 sind mit dem Steg 14 durch Tragarme 20 verbunden, an welchem Zapfen 19 ausgebildet sind, die in den Taschen 9 im Bereich des Durchbruchs 8 zu liegen kommen. Die Gleitführung des Zeichenlineals 6 auf der Zeichenplatte 1 wird durch Führungsleisten 21 übernommen, die sich mit dem an der Schmalseite 31 verbleibenden Bereich von dem Durchbruch 8 bis zu den Längsseiten 32 erstrecken und deren Anlageflächen 22 im Winkel den Gleitflächen 4 angepaßt sind.

Eine Griffleiste 23 ist längsverschiebbar auf dem Zeichenlineal 6 gelagert, wozu mehrere Ausnehmungen 11 mit Randstegen 12 vorgesehen sind. In diese Ausnehmungen 11 sind Führungsstege 25 mit Rastnasen 26 eingesetzt. Vorzugsweise sind an der Oberseite der Griffleiste 23 mehrere Vorsprünge 24 angeformt, die ein besseres Greifen beim Verschieben der Griffleiste 23 ermöglichen.

In der Ruhelage ist der Klemmsteg 14 entspannt und berührt keine der Seitenflächen 3 in der Führungsnut 2. Beim Verschieben der Griffleiste 23 - in der Zeichnung nach links - werden die Schwenkarme 15 im Bereich der Rastfinger 18 verschwenkt und bewirken eine Verformung des gebogenen Steges 14, so daß zunächst die Anlagefläche 16 und danach die gegenüberliegenden Stützflächen 17 zur Anlage gebracht werden können. Auf diese Weise wird eine sanfte Arretierung bewirkt, wobei die notwendigen Kräfte durch die Lage der Rastmulde 29 für die Klemmlage bestimmbar ist. Durch die relative Zuordnung der Steuerleisten 27 auf der linken und der rechten Schmalseite 31 kann erreicht werden, daß zunächst beispielsweise die linke Klemmvorrichtung und danach die gegenüberliegende betätigt wird. Auf diese Weise läßt sich vermeiden, daß das Zeichenlineal 6 in einer Lage arretiert wird, bei der es mit den Anlageflächen 22 aus den Gleitflächen 4 herausgehoben ist und somit nicht mehr parallel zu einem der Seitenränder der Zeichenplatte 1 ist. Durch die Rastmulde 28 für die Ruhelage ist gewährleistet, daß keine Kräfte auf die Seitenflächen 3 der Führungsnut 2 einwirken und diese somit keinerlei Beanspruchung erfahren. Bei aufgesetzter Griffleiste 23 wird zwischen dieser und dem Zeichenlineal 6 ein Hohlraum 30 gebildet, in welchem die Funktionsteile Steuerleiste 27 und Klemmelement 13 liegen.


Anspruch[de]
  1. 1. Zeichenlineal (6) mit einer Feststelleinrichtung zum Verschieben und Klemmen auf Führungselementen (2) einer Zeichenplatte (1), mit auf seiner Unterseite angeordneten Führungsleisten (21), die bei Verschiebung des Zeichenlineales (6) zusammen mit einem Klemmelement (13) in einer Nut (2) der Zeichenplatte (1) verschiebbar sind, wobei das Klemmelement (13) mittels einer in Längsrichtung des Zeichenlineales (6) verschiebbaren Griffleiste (23) betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmelement (13)
    1. - einen entlang seiner Längsmittelachse gekrümmten und elastisch verformbaren Steg (14) aufweist, der in der Einbaulage des Klemmelementes (13) von der Nut (2) aufgenommen ist, wobei seine Krümmung zu den Seitenflächen (3) der Nut (2) hinweist,
    2. - der Steg (14) an seinen beiden Enden jeweils einen Schwenkarm (15) trägt, deren jeder in einer Ebene oberhalb der Oberseite des Zeichenlineales (6) drehbar ist und an jeweils einer an der Griffleiste (23) ausgebildeten Steuerleiste (27) derart anliegt, daß bei Betätigen der Griffleiste (23) eine Veränderung der Krümmung des Steges (14) bewirkt wird.
  2. 2. Zeichenlineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, der der Steg (14) einen annähernd rechteckigen Querschnitt aufweist mit seiner konvexen Außenseite der Krümmung als Anlagefläche (16) und Stützflächen (17), die an gegenüberliegenden Seitenflächen (3) der Führungsnut (2) anlegbar sind.
  3. 3. Zeichenlineal nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (14) einen Durchbruch (8) des Zeichenlineals (6) durchdringt und in der Verlängerung seiner Längsmittelachse Zapfen (19) trägt, welche in Taschen (9) des Zeichenlineals (6) eingesetzt sind.
  4. 4. Zeichenlineal nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmelement (13) einstückig aus dem Steg (14), Tragarmen (20) und Schwenkarmen (15) geformt ist.
  5. 5. Zeichenlineal nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Griffleiste (23) und Zeichenlineal (6) ein Hohlraum (30) gebildet ist, in welchem schräg zur Bewegungsrichtung der Griffleiste (23) verlaufende Steuerleisten (27) liegen, an welchen Rastfinger (18) der Schwenkarme (15) des Klemmelementes (13) anliegen.
  6. 6. Zeichenlineal nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerleisten (27) auf der Unterseite der Griffleiste (23) ausgebildet sind und jeweils wenigstens eine Rastmulde (28) aufweisen.
  7. 7. Zeichenlineal nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an den gegenüberliegenden Schmalseiten (31) des Zeichenlineals (6) gleiche Feststelleinrichtungen angeordnet sind, die aus einem elastischen Steg (14) mit Schwenkarmen (15) bestehen, die an Steuerleisten (27) an der Unterseite einer sich über die ganze Länge des Zeichenlineals (6) erstreckenden Griffleiste (23) anliegen.
  8. 8. Zeichenlineal nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Griffleiste (23) mit Vorsprüngen (24) als Grifffläche für die Fingerspitzen ausgebildet ist.
  9. 9. Zeichenlineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Steuerleisten (27) zueinander so gewählt ist, daß die Feststelleinrichtungen an den gegenüberliegenden Schmalseiten (31) des Zeichenlineals (6) nacheinander beim Verschieben der Griffleiste (23) betätigbar sind.






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