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Dokumentenidentifikation DE68902607T2 11.03.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0349876
Titel Herbizide Zusammensetzung.
Anmelder Sumitomo Chemical Co., Ltd., Osaka, JP
Erfinder Yoshida, Ryo, Misawa-shi Aomori-ken, JP;
Mano, Yoshihiro, Toyonaka-shi Osaka-fu, JP;
Shibata, Hideyuki, Takarazuka-shi Hyogo-ken, JP
Vertreter Vossius, V., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Tauchner, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Heunemann, D., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Rauh, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Hermann, G., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Schmidt, J., Dipl.-Ing.; Jaenichen, H., Dipl.-Biol. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte; Tremmel, H., Rechtsanw., 8000 München
DE-Aktenzeichen 68902607
Vertragsstaaten BE, DE, ES, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 26.06.1989
EP-Aktenzeichen 891115974
EP-Offenlegungsdatum 10.01.1990
EP date of grant 26.08.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.03.1993
IPC-Hauptklasse A01N 43/84

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein herbizides Mittel. Es betrifft besonders ein herbizides Mittel, das als Wirkstoffe (a) 2-[7-Fluor-3.4-dihydro-3-oxo-4-(2-propinyl)- 2H-1.4-benzoxazin-6-yl]-4.5.6.7-tetrahydro-1H-isoindol-1.3- (2H)-dion (nachstehend als "Verbindung (1)" bezeichnet), der Formel

und (b) 2-[[(E)-3-Chlorallyloxyimino]propyl]-5-(2- ethyl-thiopropyl)-3-hydroxycyclohex-2-enon (nachstehend als "Clethodim" bezeichnet), der Formel

umfaßt.

Eine große Anzahl von Chemikalien, die eine herbizide Wirksamkeit besitzen, werden zum Ausrotten oder Bekämpfen des unerwünschten Pflanzenwuchses von Unkräutern auflandwirtschaftlichen oder nichtlandwirtschaftlichen Flächen verwendet. Da jedoch die Unkräuter in mannigfaltigen Arten vorkommen und ihr Wachstum sich über einen langen Zeitraum ausdehnt, sind die herbiziden Wirkungen der üblichen herbiziden Mittel im allgemeinen ziemlich eingeschränkt. Deshalb ist das Erscheinen eines jeden Stoffes sehr gefragt, der eine starke herbizide Wirkung gegen eine breite Vielfalt von Unkräutern, ohne jede wesentliche Phytotoxizität gegenüber Kulturpflanzen, ausübt.

Außerdem wurde vor kurzem der Anbau ohne zu pflügen entwickelt, um Arbeitskraft zu sparen, einen Bebauungszeitraum auszudehnen, die Abnahme der Ackerkrume zu verhüten usw. Aus diesem Grund besteht ein Bedarf an Herbiziden, die eine ausgeprägte herbizide Wirksamkeit bei der Blattbehandlung ausüben, eine verlängerte herbizide Wirkung bei der Bodenbehandlung behalten und eine hervorragende Selektivität gegenüber Kulturpflanzen zeigen.

Als Ergebnis einer umfassenden Studie wurde nun gefunden, daß die gemeinsame Verwendung der Verbindung (1) und Clethodim als Wirkstoffe eine stark erhöhte herbizide Wirksamkeit gegen eine breite Vielfalt von Unkräutern in landwirtschaftlichen und nichtlandwirtschaftlichen Flächen herstellt. Im Vergleich mit der alleinigen Verwendung von jedem der Wirkstoffe ist die Steigerung der herbiziden Wirksamkeit bei der gemeinsamen Verwendung beachtlich, so daß die Wirkstoffe in kleineren Mengen angewendet werden können. Weiterhin ist das Unkrautbekämpfungsspektrum stark erhöht. Demgemäß wurde eine deutliche und eindeutige synergistische Wirkung bei der gemeinsamen Verwendung festgestellt. Die Verbindungen können mit großer Sicherheit für den Anbau ohne Pflügen von Kulturpflanzen wie Sojabohne und Erdnuß verwendet werden.

Das herbizide Mittel der vorliegenden Erfindung kann eine Vielfalt von Unkräutern ausrotten oder bekämpfen, von denen als Beispiele gegeben werden: die breitblättrigen Unkräuter wie Winden-Knöterich (Polygonum convolvulus), Ampfer-Knöterich (Polygonum lapathifolium), Krauser Ampfer (Rumex crispus), Portulak (Portulaca oleracea), Vogelmiere (Stellaria media), Weißer Gänsefuß (Chenopodium albuin), Schmalblättriger Fuchsschwanz (Amaranthus gracilis), Zurückgekrümmter Fuchsschwanz (Amaranthus retroflexus), Rettich (Raphanus sativus), Ackersenf (Sinapis arvensis), Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris), Hanf (Sesbania exaltata), Cassia obtusifolia, Chinesische Jute (Abutilon theophrasti), Sida spinosa, Ackerstiefmütterchen (Viola arvensis), Klettenlabkraut (Galium aparine), Nilwinde (Ipomoea hederacea), Ipomoea purpurea, Ackerwinde (Convolvulus arvensis), Rote Taubnessel (Lamium purpureum), stengelumfassende Taubnessel (Lamium amplexicaure), Stechapfel (Datura stramonium), Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum), Persischer Ehrenpreis (Veronica persica), Gemeine Spitzklette (Xanthium strumarium), Gemeine Sonnenblume (Helianthus annuus), Duftlose Kamille (Matricaria perforata), Saat-Wucherblume (Chrysanthemum segetum) und der japanische Gemeine Beifuß (Artemisia princeps); gräserartige Unkräuter wie Echinocloa frumentacea, Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli), Grüne Borstenhirse (Setaria viridis), Blut-Fingerhirse (Digitaria sanguinalis), Einjähriges Rispengras (Poa annua), Wiesenfuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis), Ackerfuchsschwanzgras (Alopecurus myosuroides), Knick Fuchsschwanzgras (Alopecurus geniculatus), Saathafer (Avena sativa), Flughafer (Avena fatua), Wilde Mohrenhirse (Sorghum halepense), Gemeine Quecke (Agropyron repens), Dach-Trespe (Bromus tectorum) und Hundszahngras (Cynodon dactylon); Commelinaceen- Unkräuter wie Commelina communis, Cyperaceen-Unkräuter wie Cyperus iria und Nußgras (Cyperus rotundus) usw.

Von der Verbindung (I) ist bekannt, daß sie eine herbizide Wirkung ausübt (US-A-4640707). Clethodim ist auch als Herbizid bekannt (British Crop Protection Conference-Weeds, Abstract S. 49-54). Jedoch wurde die gemeinsame Verwendung von Verbindung (I) und Clethodim niemals versucht und die Herstellung einer synergistischen Wirkung bei einer solchen gemeinsamen Verwendung wurde niemals erwartet.

Das Verhältnis von Verbindung (I) zu Clethodim, als Wirkstoffe in dem Mittel der Erfindung, kann innerhalb eines beträchtlich breiten Bereichs variieren. Im allgemeinen jedoch kann Clethodim in einer Menge von etwa 0,1 bis 20 Gewichtsteilen, vorzugsweise von etwa 0,2 bis 10 Gewichtsteilen, stärker bevorzugt von etwa 0,5 bis 10 Gewichtsteilen, insbesondere von etwa 1,5 bis 10 Gewichtsteilen, zu einem Gewichtsteil der Verbindung (I), verwendet werden.

Außer den vorstehend erwähnten Wirkstoffen kann das Mittel einen festen oder flüssigen Träger oder ein Verdünnungsmittel enthalten. Auch jedes Tensid oder jeder Hilfsstoff kann darin eingemischt werden. Demgemäß kann das Mittel in jeder herkömmlichen Zubereitung formuliert werden, wie z. B. als Emulsionskonzentrat, Spritzpulver oder Suspension. Der gesamte Gehalt der Wirkstoffe in dem Mittel kann von etwa 1 bis 90 Gewichtsprozent, vorzugsweise von etwa 2 bis 80 Gewichtsprozent, betragen.

Als fester Träger oder als Verdünnungsmittel können z. B. Kaolin, Attapulgit, Bentonit, Pyrophyllit, Taik, Kieselgur, Calcit, Walnußschalenpulver, Harnstoff Ammoniumsulfat und synthetische hydrierte Kieselerde verwendet werden.

Beispiele für flüssige Träger oder Verdünnungsmittel sind aromatische Kohlenwasserstoffe (z. B. Xylol, Methylnaphthalin), Alkohole (z. B. Isopropanol, Ethylenglykol, Cellosolve), Ketone (z. B. Aceton, Cyclohexanon, Isophoron), pflanzliche Öle (z. B. Sojabohnenöl, Baumwollsamenöl), Dimethylsulfoxid, Acetonitril und Wasser.

Das Tensid, das zum Emulgieren, Dispergieren oder Spreiten verwendet wird, kann jede anionische oder nichtionische Art dieser Stoffe sein. Beispiele für das Tensid schließen Alkylsulfonate, Alkylarylsulfonate, Dialkylsulfosuccinate, Phosphate von Polyoxyethylenalkylaryläthern, Polyoxyethylenalkyläther, Polyoxyethylenalkylaryläther, Polyoxyethylen-polyoxypropylenblockcopolymerisate, Sorbitanfettsäureester und Polyoxyethylensorbitanfettsäureester ein. Beispiele für Hilfsstoffe schließen Ligninsulfonate, Natriumalginate, Polyvinylalkohol, Gummiarabicum, CMC (Carboxymethylcellulose) und PAP (Isopropylsäurephos-phat) ein.

Praktische Ausführungsformen zur Herstellung des Mittels sind erläuternd in den folgenden Formulierungsbeispielen gezeigt, in denen das/die Teil/e Gewichtsteil/e sind.

Formulierungsbeispiel 1

15 Teile der Verbindung (I), 30 Teile Clethodim, 3 Teile Calciumligninsulfonat, 2 Teile Natriumlaurylsulfat und 50 Teile synthetische hydrierte Kieselerde werden gut gemischt, während sie pulverisiert werden, um ein Spritzpulver zu erhalten.

Formulierungsbeispiel 2

1 Teil der Verbindung (I), 1 Teil Clethodim, 0,5 Teile Polyoxyethylensorbitanmonooleat, 0,5 Teile CMC und 97 Teile Wasser werden gemischt und pulverisiert, bis die Teilchengröße kleiner als 5 Mikron wird, um eine Suspension zu erhalten.

Formulierungsbeispiel 3

7,27 Teile der Verbindung (I), 72,73 Teile Clethodim, 3 Teile Calciumligninsulfonat, 2 Teile Natriumlaurylsulfat und 15 Teile synthetische hydrierte Kieselerde werden gut gemischt, während sie pulverisiert werden, um ein Spritzpulver zu erhalten.

Ein so formuliertes Mittel, das die Verbindung (I) und Clethodim umfaßt, ist, zum Beispiel, für die Nachauflaufbekämpfung von unerwünschten Unkräutern durch Blattbehandlung nützlich. Außerdem kann das Mittel, um die herbizide Wirkung zu verbessern, zusammen mit anderen Herbiziden verwendet werden. Ferner kann die Kombination mit Insektiziden, Akariziden, Nematiziden, Fungiziden und Pflanzenwachstumsregulatoren verwendet werden. Wegen des breiten herbiziden Spektrums kann sie auch als Herbizid wirksam sein, das in gepflügten Feldern, nicht gepflügten Feldern, Einfassungen für Reisfelder, Obstgärten, Weiden, Rasenflächen, Wäldern und nichtlandwirtschaftlichen Flächen angewendet werden kann.

Die Menge der Wirkstoffe kann verschieden sein und hängt von dem Mischungsverhältnis, der verwendeten Formulierung, der Kulturpflanze und den Unkrautarten, den vorherrschenden Wetterbedingungen und dem betreffenden Boden ab. Im allgemeinen ist jedoch die Gesamtmenge der Verbindung (I) und Clethodim bevorzugt, die im Bereich von etwa 50 bis 2000 Gramm pro Hektar liegt. Mehr spezifisch kann die Gesamtmenge der Wirkstoffe darin im Bereich von etwa 50 bis 1000 Gramm, vorzugsweise im Bereich von etwa 100 bis 500 Gramm, pro Hektar liegen.

Falls das Mittel als ein Spritzpulver oder eine Suspension formuliert wird, wird es gewöhnlich mit Wasser verdünnt und mit einem Volumen von etwa 100 bis 1000 Litern pro Hektar auf die Fläche, in der das Ausrotten von Unkräutern gewünscht wird, angewendet. Die Verdünnung kann weiterhin, als Zusatz zu dem vorstehend erwähnten Tensid, jedes Spreitmittel oder jeden Hilfsstoff, wie Polyoxyethylenharzsäureester, Ligninsulfonate, Abietinsäure, Dinaphthylmethandisulfonate, Paraffin und Mineralöl enthalten.

Die praktische herbizide Wirkung des Mittels der Erfindung wird in weiteren Einzelheiten mit Bezugnahme auf die folgenden Versuchsbeispiele erläutert, in denen die Wachstumsbekämpfung in Prozent (%) durch Wiegen der oberirdischen Teile der Versuchspflanzen (Frischgewicht) und Durchführen der Berechnung nach der folgenden Gleichung bestimmt wurde:

Wachstumsbekämpfung in Prozent (%) ={1- Frischgewicht der Versuchspflanze in der Parzelle/Frischgewicht der Versuchspflanze in der unbehandelten Parzelle} · 100

Versuchsbeispiel 1

Samen von Wiesen-Fuchsschwanzgras und Einjährigem Rispengras wurden in einen Wagner-Topf (innerer Durchmesser 16 cm; Höhe 19 cm) gesät, mit Ackerboden gefüllt und 40 Tage im Freien gezüchtet. Eine bestimmte Menge des Mittels, die als Spritzpulver, gemäß dem Formulierungsbeispiel 1, formuliert wurde, wurde mit Wasser, das ein Spreitmittel enthielt, verdünnt und über die Blattmasse der Versuchspflanzen mit einem Spritzvolumen von 500 Liter pro Hektar mit Hilfe eines kleinen Handspritzgerätes gespritzt. Das verwendete Spreitmittel war ein Tensid, das Dialkylsulfosuccinat enthielt und wurde in einer Menge von 0,5 % (V/V), bezüglich der gesamten Verdünnung, zu Wasser zugegeben. Zur Zeit der Behandlung war das Wiesen-Fuchsschwanzgras und das Einjährige Rispengras etwa 25 cm beziehungsweise 10 cm hoch. Die Pflanzen wurden 21 Tage im Freien nach der Behandlung gezüchtet und die Wachstumsbekämpfung in Prozent beobachtet. Die Ergebnisse sind in den Tabellen 1 und 2 gezeigt.

Tabelle 1
Wachstumsbekämpfung in Prozent von Wiesen-Fuchsschwanzgras Verbindung Clethodim
Tabelle 2
Wachstumsbekämpfung in Prozent von Einjährigem Rispengras Verbindung Clethodim

Versuchsbeispiel 2

Sandige, gepflügte Felder wurden nach oben gewendet und nach dem Errichten einer Grenze, in Blöcke von je 3 m² parzelliert. Samen von Einjährigem Rispengras, Wiesen-Fuchsschwanzgras, Dach-Trespe, Klettenlabkraut, Persischem Ehrenpreis und Vogelmiere wurden darin gesät und danach 140 Tage gezüchtet. Die Pflanzen, die etwa auf 5 bis 30 cm Höhe gewachsen waren, wurden mit dem Versuchsmittel behandelt, das in der gleichen Weise, wie in Versuchsbeispiel 1, hergestellt wurde. Die Pflanzen wurden 21 Tage lang nach der Behandlung gezüchtet und die Wachstumsbekämpfungswirkung beobachtet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt.

Tabelle 3
Wirkstoff Menge Wachstumsbekämpfung in Prozent Einjähriges Rispengras Wiesen-Fuchsschwanzgras Dach-Trespe Klettenlabkraut Persischer Ehrenpreis Vogelmiere Verbindung Clethodim

Versuchsbeispiel 3

Winterweizen, der überlicherweise im Streifensaat-Anbau in gleich hohen Reihen wächst, wurde geerntet und Sojabohnensamen wurden zwischen den Weizenstoppeln durch Drillsäen gesät. Drei Tage danach und vor dem Keimen der Sojabohnen wurde eine bestimmte Menge des Mittels, das in Form eines Spritzpulvers, gemäß dem Formulierungsbeispiel 1, formuliert war, mit Wasser, das ein Netzmittel (80 % Mineralöl mit Paraffin als Grundlage und 20 % Polyoxyethylensorbitanfettsäureester und Sorbitanfettsäureester) enthielt, in einer Menge von 1 % (V/V) verdünnt und gleichmäßig über den oberen Teil der in dem Weizenfeld zurückgebliebenen Unkräuter, die eine Höhe von etwa 20 bis 50 cm hatten, mit Hilfe eines kleinen Handspritzgeräts gespritzt. 40 Tage nach der Behandlung wurde die Wachstumsbekämpfung in Prozent bei den Unkräutern und die Phytotoxizität für Sojabohnen beobachtet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 gezeigt, in der auch die Ergebnisse mit einem Gemisch von Glyphosate und Metribuzin zur Kontrolle gegeben sind.

Tabelle 4

Die Ergebnisse im Versuchsbeispiel 1 wurden nach der Isobolen-Methode (d. h. Äquivalenz-Wirksamkeitslinie) analysiert [Band 3, Herbizide, Seiten 109-111 (1981) in "Noyaku Jikkenho" (Methods in Pesticide Science), herausgegeben durch Junichi Fukami et al., Soft Science Inc., Tokyo], die auf der Tammes-Methode [Tammes, P.M.L.: Neth. J. Plant Path., 70, 73-80 (1964)] beruht. Verschiedene Kombinationen von Mitteln nämlich, die verschiedene Mischungsverhältnisse der Verbindung I und Clethodim haben, aber die gleiche Höhe der Wachstumsbekämpfungswirkung zeigen, zum Beispiel 90 % Wachstumsbekämpfung, wurden in einer graphischen Darstellung ausgewertet, um leicht eine synergistische Wirkung, eine arithmetische Wirkung oder eine konkurrierende Wirkung zu bestimmen. Wenn sich eine synergistische Wirkung zeigt, ist die Äguivalenz-Wirkungslinie, wie dargestellt, unter der arithmetischen Wirkungslinie gezeigt.

Die weitere Erläuterung im einzelnen unter Bezugnahme auf die dazugehörigen Zeichnungen, die Fig. 1 und 2, in denen die Ordinate die Menge von Clethodim und die Abszisse die Menge der Verbindung (I) anzeigt, zeigt, daß die Äquivalenz-Wirkungslinie (d. h. die durchgehende Linie) von 90 % Wachstumsbekämpfung von Wiesen-Fuchsschwanzgras oder Einjährigem Rispengras unter der arithmetischen Wirkungslinie (d. h. der punktierten Linie) liegt, aus dem verständlich ist, daß die gemeinsame Verwendung der Verbindung (I) und Clethodim in einem bestimmten Mischungsverhältnis eine synergistische Wirkung herstellt.


Anspruch[de]

1. Herbizides Mittel, das eine synergetische Herbizidaktivität zeigt und als Wirkstoffe (a) 2-[7-Fluor-3,4- dihydro-3-oxo-4-(2-propynyl)-2H-1,4-benzoxazin-6-yl]- 4,5,6,7-tetrahydro-1H-isoindol-1,3(2H)-dion und (b) 2-[[(E)-3-Chlorallyloxyimino]-propyl]-5-(2-ethylthiopropyl)-3-hydroxycyclohex-2-enon (Clethodim) sowie einen inerten Träger oder ein Verdünnungsmittel umfaßt.

2. Mittel gemäß Anspruch 1, wobei das Gewichtsverhältnis der Komponenten (a) und (b) von 1: 0,1 bis 1 : 20 reicht.

3. Verfahren zur Unkrautbekämpfung, das die Anwendung einer herbizid wirksamen Menge des Mittels gemäß Anspruch 1 gegen die Unkräuter umfaßt.

4. Verfahren gemäß Anspruch 3, wobei die gesamte Menge der Komponenten (a) und (b) von 50 bis 2000 g/ha reicht.

5. Verfahren zur Herstellung eines herbiziden Mittels, das eine synergistische Herbizidaktivität zeigt und das das Mischen von (a) 2-[7-Fluor-3,4-dihydro-3-oxo-4-(2-propynyl)-2H-1,4-benzoxazin-6-yl]-4,5,6,7-tetrahydro-1H- isoindol-1,3(2H)-dion und (b) 2-[[(E)-3-Chlorallyloxyimi-no]-propyl)-5-(2-ethylthiopropyl)-3-hydroxycyclohex- 2-enon (Clethodim) mit einem inerten Träger oder Verdünnungsmittel umfaßt.







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