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Dokumentenidentifikation DE4129524A1 18.03.1993
Titel Gummielastische Dichtungsleiste
Anmelder Bayerische Motoren Werke AG, 8000 München, DE
Erfinder Sauer, Ingo, 8000 München, DE;
Sievers, Werner, 3014 Laatzen, DE
DE-Anmeldedatum 05.09.1991
DE-Aktenzeichen 4129524
Offenlegungstag 18.03.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.03.1993
IPC-Hauptklasse B60R 13/06
IPC-Nebenklasse B60J 10/00   
Zusammenfassung Der Motorraum (a) eines Personenkraftwagens wird von einer Frontklappe (1) überdeckt. Ferner ist an einem fahrzeugaufbaufesten Tragflansch (3) eine gummielastische Dichtungsleiste (4) befestigt, die zum Abdichten einer Fuge (b) in Schließlage der Frontklappe (1) dient. Vom freien Randbereich des Halteteils (5) der Dichtungsleiste (4) steht ein etwa parallel zur Schwenkebene der Frontklappe (1) verlaufender Verbindungssteg (6) ab, der an seinem Endbereich einen mit einer Hohlkammer (7') versehenen Dichtungsabschnitt (7) trägt. In Schließlage der Frontklappe (1) liegt der Dichtungsabschnitt (7) am innenliegenden Wandungsteil (10) der Frontklappe (1) abdichtend an.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine gummielastische Dichtungsleiste der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten und aus der DE-PS 32 27 885 hervorgehenden Art.

Bei der aus dieser Druckschrift bekannten gummielastischen Dichtungsleiste wird der wie üblich eine Hohlkammer aufweisende Dichtungsabschnitt zur Erzielung der Dichtungswirkung von der Frontklappe in deren Schließstellung höhenmäßig etwas zusammengedrückt, wie es in der DE- OS 20 22 682 (Fig. 3) deutlich dargestellt ist. Falls jedoch aufgrund vorhandener Fertigungstoleranzen der höhenmäßige Abstand zwischen der karosserieseitigen Befestigungsstelle der Dichtungsleiste und dem zugewandten Randbereich der Front- oder Heckklappe in deren Schließstellung kleiner als vorgesehen ist, so wird der Dichtungsabschnitt in Schließstellung der Frontklappe erheblich zusammengepreßt, wodurch eine erhöhte Schließkraft aufzubringen ist. Durch diese kann sich auch die Frontklappe etwas auswölben.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, bei einer gummielastischen Dichtungsleiste der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art den Verbindungssteg derart anzuordnen, daß unter Beibehaltung einer optimalen Dichtwirkung des Dichtungsabschnitts das schwenkbare Karosserieteil mit vergleichsweise geringer Schließkraft in Schließstellung gebracht werden kann.

Zur Lösung der Aufgabe sind die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruch dargelegten Merkmale vorgesehen.

Durch den erfindungsgemäß etwa parallel zur Schwenkebene der Front- oder Heckklappe verlaufenden Verbindungssteg liegt der an dessen Endbereich ausgebildete Dichtungsabschnitt mit Vorspannung an einem etwa lotrecht verlaufenden, innenliegenden Wandungsteil der Front- oder Heckklappe in deren Schließstellung an und wird hierbei um den Verbindungssteg abwärts verschwenkt. Hierdurch kann die Front- oder Heckklappe vorteilhafterweise mit vergleichsweise geringer Schließkraft in ihre Schließstellung verlagert werden. Dabei kann der Verbindungssteg in einfacher Weise und ohne erhöhte Kosten vorgesehen werden. Schließlich ist auch der Platzbedarf der Dichtungsleiste sehr gering.

Zweckmäßigerweise steht der erfindungsgemäße Verbindungssteg vom unteren, freien Randbereich des Halteteils seitlich zur Frontklappe oder dergleichen hin ab, so daß der Dichtungsabschnitt an seinem freien Endbereich etwa tangential mit dem innenliegenden Wandungsteil der Frontklappe zusammenwirkt (Merkmale des Patentanspruchs 2).

Zweckmäßigerweise ist im Bereich der Oberseite des Halteteile der Dichtungsleiste ein weiterer Dichtungsabschnitt mit einer Hohlkammer ausgebildet, der mit der Frontklappe unter Bildung einer sehr geringen Vorspannung zusammenwirkt. Der weitere Dichtungsabschnitt dient für eine bessere Schallabsorption und zur Verhinderung einer Verschmutzung des Motor- oder Gepäckraums (Merkmal des Patentanspruchs 3).

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden erläutert. Diese zeigt einen Vertikalschnitt durch eine Frontklappe in deren Schließstellung mit erfindungsgemäßer Dichtungsleiste.

Die in der Zeichnung dargestellte Frontklappe 1 ist nahe des unteren Randes der Windschutzscheibe eines Personenkraftwagens an dessen Aufbau schwenkbar gelagert und dient zum Überdecken eines Motorraums a. An die seitlichen Ränder der Frontklappe 1 schließt sich jeweils ein seitliches Verkleidungsteil 2 an, das am Fahrzeugaufbau festgeschraubt ist. Ferner ist am innenliegenden Rand des Verkleidungsteils 2 ein Tragflansch 3 einstückig ausgebildet, der zur Aufnahme einer gummielastischen Dichtungsleiste 4 dient. Diese dient zum wasser- und schalldichten Abdichten des Motorraums a in der in der Zeichnung dargestellten Schließlage der Frontklappe 1 längs einer Fuge b.

Die gummielastische Dichtungsleiste 4 besteht im wesentlichen aus einem auf den Tragflansch 3 festhaftend aufgesteckten Halteteil 5 und einem von dessen freiem Randbereich seitlich zum Motorraum a hin abstehenden Verbindungssteg 6. Dieser verläuft etwa parallel zur Schwenkebene der Frontklappe 1 und trägt an seinem Endabschnitt einen Dichtungsabschnitt 7, der eine Hohlkammer 7&min; aufweist. Der Dichtungsabschnitt 7 liegt in der dargestellten Schließlage der Frontklappe 1 an deren innenliegendem Wandungsteil 10 abdichtend, also mit Vorspannung an und wird beim Verschwenken der Frontklappe 1 entsprechend deren Schwenkbewegung in den Schließbereich um den Endbereich des Verbindungsstegs 6 etwas nach unten abgekippt.

Hierbei liegt jedoch der Dichtungsabschnitt 7 stets abdichtend am innenliegenden Wandungsteil 10 der Frontklappe 1 an.

Im Bereich der Oberseite des Halteteils 5 der gummielastischen Dichtungsleiste 4 ist ein weiterer Dichtungsabschnitt 8 mit einer Hohlkammer 8&min; einstückig ausgebildet. In Schließlage der Frontklappe 1 liegt der Dichtungsabschnitt 8 mit sehr geringer Vorspannung am innenliegenden Wandlungsteil 10 der Frontklappe 1 an und dient dabei hauptsächlich zur besseren Schallabsorption und zur Verhinderung der Verschmutzung des Motorraums a. Die Dichtungsabschnitte 7 und 8 können aus Moosgummi bestehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Gummielastische Dichtungsleiste zum Abdichten einer Fuge zwischen einer Fahrzeugkarosserie und einem an dieser schwenkbar gelagerten Karosserieteil, insbesondere einer Front- oder Heckklappe eines Personenkraftwagens, wobei die Dichtungsleiste im wesentlichen aus einem am Fahrzeugaufbau befestigbaren Halteteil und mindestens einem von diesem über einen Verbindungssteg abstehenden Dichtungsabschnitt besteht, der am schwenkbaren Karosserieteil in dessen Schließbereich mit Vorspannung anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungssteg (6) etwa parallel zur Schwenkebene des schwenkbaren Karosserieteils (Frontklappe 1) verläuft.
  2. 2. Dichtungsleiste nach Anspruch 1, wobei der Dichtungsabschnitt eine Hohlkammer aufweist und das Halteteil auf einen Tragflansch aufsteckbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungssteg (6) des Dichtungsabschnitts (7) vom freien Randbereich des Halteteils (5) seitlich absteht, wobei der Dichtungsabschnitt beim Verschwenken des schwenkbaren Karosserieteils (Frontklappe 1) in seinen Schließbereich entsprechend dessen Schwenkbewegung um den Endbereich des Verbindungsstegs abkippt.
  3. 3. Dichtungsleiste nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Oberseite des Halteteils (5) ein weiterer Dichtungsabschnitt (8) mit einer Hohlkammer (8&min;) ausgebildet ist.






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