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Dokumentenidentifikation DE4131068A1 01.04.1993
Titel Fahrende Drehvorrichtungen für allseitige Oberflächenbehandlung oder Montagen von runden oder anders geformten Teilen
Anmelder Beierling, Annette, Dipl.-Ing., 8000 München, DE
Vertreter Hanewinkel, L., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 4790 Paderborn
DE-Anmeldedatum 18.09.1991
DE-Aktenzeichen 4131068
Offenlegungstag 01.04.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.04.1993
IPC-Hauptklasse B65G 17/48
IPC-Nebenklasse B65G 21/22   B65G 47/22   B65G 17/26   
Zusammenfassung Fahrende Drehvorrichtung für allseitige Oberflächenbehandlung oder Montagen von runden oder anders geformten Teilen (21) (Fig. 3) zur Bearbeitung von Serienteilen, die auf Tellern oder zwischen Rollen (9) der drehenden Aufnahmewellen (8) ständig oder in Bearbeitungsbereichen kontinuierlich oder intermittierend gedreht werden, während sie kontinuierlich oder intermittierend die Bearbeitungszone durchlaufen.
Die Aufgabe dieser Vorrichtung besteht darin, in einer oder mehreren aufeinander folgenden Bearbeitungsstationen mit höherer Leistung als bisher möglich, zum Beispiel, zu entfetten, konservieren, sandstrahlen, grundieren, lackieren, trocknen, wärmen, glühen, schweißen, kleben, montieren.
Es verläßt immer ein fertig bearbeitetes Teil je Schritt oder Einzelbearbeitungszeit die Vorrichtung, egal wieviel Bearbeitungen nacheinander an den Teilen erfolgen.
Die Vorrichtung besteht aus zwei oder vier zwischen Antriebs- und Spannrädern umlaufenden geführten Hohlbolzenketten (5), in deren Hohlbolzen in beliebigem Abstand zwei Tragbolzen (6) ein Lagergehäuse (7) mit einer Welle (8) halten, auf der einseitig die Teller oder Rollen (9) und anderseitig Antriebsräder (10) befestigt sind, die von umlaufenden Ketten oder Riemen (11) gedreht werden.

Beschreibung[de]

Fahrende Drehvorrichtungen für allseitige Oberflächenbehandlung oder Montagen von runden oder andersgeformten Teilen.

Zur automatischen Bearbeitung von Serienteilen (21), die diese Vorrichtung kontinuierlich, oder Schritt auf Schritt transportieren und sie dabei kontinuierlich, intermittierend oder mit bestimmten unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten um eine Achse (8) drehen.

Bekannte Vorrichtungen für den Zweck, Teile in einer oder mehreren Bearbeitungsstationen zu drehen, laden entweder mit einer Hilfsvorrichtung drehende Teile in eine drehende Bearbeitungsstation, oder nicht drehende Teile in eine drehbeschleunigende und drehverzögernde Bearbeitungsstation. Diese lassen entweder keine vollständige Rundumbearbeitung zu, oder haben pro Bearbeitungsvorgang zu viele Nebenzeiten.

Besonders nachteilig ist, daß sich die Be- und Entlade- sowie die Beschleunigungs- und Verzögerungsvorgänge von Bearbeitungsstation zu Bearbeitungsstation wiederholen.

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, mit der zum Beispiel, Maschinenteile, Behälter, geformte Teile aus den verschiedensten Materialien zum Beispiel, entfettet, eingeölt, konserviert, gesandstrahlt, grundiert, lackiert, getrocknet, erwärmt, geglüht, geschweißt, geklebt oder montiert werden können.

Darüber hinaus bietet diese Vorrichtung die Möglichkeit durch Verwendung von geeigneten Antrieben in Verbindung mit Ketten (11) und Zahnrädern eine rundum gleichmäßige oder punktuelle bestimmte Behandlungsdauer - oder Intensität zu gewährleisten und ist für kleine und große Stückzahlen je Zeiteinheit einsetzbar. Zur Lösung dieser Aufgaben verwendet die Erfindung je Transportsystem zwei parallel und synchron laufende, angetriebene Hohlbolzenketten (3) mit gleicher Teilung, die als Trag- und Transportketten in Führungen (4) gleiten. (Siehe Fig. 2)

Diese Transportketten werden mit Kettenräder auf gemeinsamer horizontaler Welle (13 oder 20) (Fig. 1 und 4) angetrieben und mit Umlenkräder gespannt.

Zur Werkstückaufnahme sind gelagerte Wellen (8) vorgesehen, die an einem freien Ende die Aufnahmeelemente, zum Beispiel, geformte Rollen (9) oder Aufnahmeplatten (16) tragen und am anderen freien Ende ein Ketten- Zahn- oder Reibrad (10). (Siehe Fig. 2)

Die Wellenlagergehäuse (7) haben je zwei Tragbolzen (6), die im Abstand der Kettenteilung durch die Hohlbolzen (5) der beiden Ketten geführt sind.

Zum Drehen der Wellen (8) läuft zwischen Vorlauf und Rücklauf der Transportketten (3) eine geführte und mit Rädern (14) auf vertikalen Wellen angetriebene und umgelenkte Antriebsrollenkette, Zahnkette, Zahnriemen oder ein Reibriemen (11). Dieser Wellenantrieb erfolgt, außer in den Bearbeitungsstationen (20), in Stationen vor der Bearbeitung zum Beschleunigen der Wellen (8) mit Werkstücken (21). Hinter den Bearbeitungsstationen werden die Wellen wieder gebremst.

Die Drehrichtung ist beliebig, die Drehgeschwindigkeit kann gleichbleibend intermittierend und schwellend sein.

Daraus ergibt sich, daß beide Antriebe gleichzeitig, abwechselnd, gleichbleibend, schwellend oder intermittierend arbeiten können, je nach Aufgabenstellung.

Um einen zylindrischen Körper, eine Scheibe oder ein anders geformtes Teil rundum bearbeiten zu können, werden zwei der vorbeschriebenen Vorrichtungen Fig. 1, gegeneinander und zueinander verstellbar angeordnet Fig. 4. Dabei tragen alle Wellenenden eine Formrolle (9), die mit gleicher Drehrichtung drehen. Dazwischen kann das Werkstück (21) direkt, nur an Punkten gehalten, beschleunigt, gedreht und gebremst werden, auch während es von den Transportketten (3) weiter transportiert wird. Sollen unrunde Teile rundum bearbeitet werden, so kann das ebenfalls zwischen 4 Rollen auf einer außen runden Palette geschehen.

Soll dieses absolut synchron erfolgen, so tragen die Formrollen alle oder teilweise und die Paletten dazwischen eine Verzahnung.

Die Fig. 1 zeigt schematisch die fahrende Drehvorrichtung nach Anspruch 1.

Die Fig. 4 zeigt schematisch die fahrende Drehvorrichtung nach Anspruch 2.

Die Fig. 2 zeigt den Querschnitt des Transportketten-Vorlaufes der fahrenden Drehvorrichtung sowohl nach Anspruch 1, als auch nach Anspruch 2.

Die Fig. 3 ist eine perspektivische Darstellung der Fig. 2.


Anspruch[de]
  1. 1. Fahrende Drehvorrichtungen für allseitige Oberflächenbehandlung oder Montagen von runden (2) oder anders geformten Teilen, dadurch gekennzeichnet, daß zwei parallel und synchron laufende Hohlbolzenketten (3), als Trag- und Transportkette in Führungen (4) gleitend, jeweils zwei Tragbolzen (6) in ihren Hohlbolzen (5) aufnehmen, an deren freien Enden Wellenlager (7) fest montiert sind, deren Wellen (8) einseitig (vorzugsweise oben) Werkstückaufnahmen (9) und an dem anderen Ende Kettenräder (10), Zahnräder oder Reibräder tragen, die eine geführte und angetriebene Kette, (11) oder Zahnkette, oder Zahnriemen, oder auf einen Reibriemen greifen, der die Wellen im Bereich des Antriebes dreht, dadurch gekennzeichnet,

    daß der Antrieb der Transportketten durch Kettenräder (12) auf einer gemeinsamen horizontalen Welle (13), gleichbleibend, regelbar, schwellend oder intermittierend erfolgen kann, dadurch gekennzeichnet,

    daß der Antrieb der Antriebskette (11), oder einer Zahnkette, ein Zahnriemen, oder ein Reibriemen durch ein entsprechendes Antriebsrad (14) auf vertikaler Welle (15) gleichbleibend, regelbar, schwellend oder intermittierend sein kann, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Werkstückaufnahmen aus Platten (16) mit Werkstückbefestigungen, zum Beispiel, Haltemagneten bestehen, die das Werkstück positionieren und beim Transport und Drehen halten, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Ketten mit ihren Führungen (17) und die damit transportierten Wellenlager (7) bis auf ein Wellenende (8), rundum gegen Eindringen von Bearbeitungsmittel verkleidet sind, die Verkleidung (17) dient als Tragbalken der gesamten Vorrichtung der auf Stützen (18) ruht.
  2. 2. Fahrende Drehvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    daß zwei dieser Vorrichtungen spiegelbildlich nebeneinander angeordnet sind (19), daß der Antrieb der Transportketten beider Vorrichtungen von einer Antriebswelle (20) erfolgt, daß der Abstand der beiden Vorrichtungen zueinander verstellbar ist und das runde Werkstück (21) (Zylinder oder Scheiben) zwischen drei oder vier Werkstückaufnahmerollen (9) aufgenommen, gedreht und transportiert werden, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Werkstücke nicht direkt, sondern auf runden Paletten positioniert sind, die von Werkzeugaufnahmerollen aufgenommen, gedreht und transportiert werden, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Werkstückaufnahmerollen und die Paletten verzahnt sind und somit eine exakte Positionierung der Werkstücke bei der jeweiligen Bearbeitung ermöglichen.






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