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Dokumentenidentifikation DE4132940A1 01.04.1993
Titel Vorrichtung zum Herstellen von Zeichnungen auf einem blattartigen Zeichnungsträger, beispielsweise einem Bogen aus transparentem Papier mittels eines Punkte, Striche od. dgl. erzeugenden Gerätes wie Stift oder Zirkel
Anmelder Dölling, Bernd, Dipl.-Ing. (FH), 7760 Radolfzell, DE
Erfinder Dölling, Bernd, Dipl.-Ing. (FH), 7760 Radolfzell, DE
Vertreter Hiebsch, G., Dipl.-Ing.; Peege, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 7700 Singen
DE-Anmeldedatum 04.10.1991
DE-Aktenzeichen 4132940
Offenlegungstag 01.04.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.04.1993
IPC-Hauptklasse B43L 13/00
IPC-Nebenklasse G06K 15/22   
Zusammenfassung Bei einer Vorrichtung (10) zum Herstellen von Zeichnungen auf einem blattartigen Zeichnungsträger, beispielsweise einem Bogen aus transparentem Papier mittels eines Punkte, Striche o. dgl. erzeugenden Gerätes wie Stift (45) oder Zirkel, mit einer diesen zeitweilig aufnehmenden Zeichenoberfläche (13) einer Platte (14) o. dgl., die insbesondere in ihrer Neigung zu einer Standfläche veränderbar sowie mit einer über ihrer Zeichenoberfläche verschiebbaren Zeichenhilfe in Form eines Lineals bzw. mit einem Lineal (29) o. dgl. ist die Zeichenhilfe (28) oder der Stift (45) bzw. der Zirkel mit einer Datenaufnahmemaschine (40/41) verbunden und wird durch den jeweils anderen Partner (45 oder 28) zur Datenabgabe aktiviert, oder jener Zeichenhilfe (28) ist zumindest eine Digitalisierungsebene (50) unter Zwischenschaltung der Zeichenoberfläche (13) zugeordnet und am Treffpunkt der Zeichenhilfe mit dem Stift (45) bzw. Zirkel o. dgl. die Datenübertragung aktivierbar.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Zeichnungen -beispielsweise von Zeichnungen - auf einem blattartigen Zeichnungsträger, wie einem Bogen aus transparentem Papier mittels eines Punkte, Striche od. dgl. erzeugenden Gerätes wie Stift oder Zirkel - mit einer den Zeichnungsträger zeitweilig aufnehmenden Zeichenoberfläche einer Platte od. dgl., die insbesondere in ihrer Neigung zu einer Standfläche veränderbar sowie mit einer über ihrer Oberfläche verschiebbaren Zeichenhilfe in Form eines Lineals, od. dgl. versehen ist.

Derartige Vorrichtungen sind als Zeichenmaschinen mit neigbarem Zeichenbrett und auf diesem verfahrbar gehaltenen Linealen seit langem bekannt. Letztere sind beispielsweise an Schlitten befestigt, die an einer Brettkante entlang zu gleiten vermögen und gegebenenfalls selbst wiederum Schablonen od. dgl. führen. Zubehör zu solchen Zeichenmaschinen sind auch um eine Achse drehbare Schnell-Zeichenköpfe aus zwei rechtwinklig zueinander stehenden Linealabschnitten.

Die "VDI-Nachrichten" vom 13.04.1990 meinen "noch ersetzen Computer nicht das Zeichenbrett"; bei Untersuchungen ergaben sich erhebliche Mängel derzeitiger CAD-Systeme, vor allem Schwächen beim Konzipieren, beim gestaltenden Entwerfen und der Informationsgewinnung. So muß bei vollständigen Neukonstruktionen mit einem deutlichen Mehraufwand gegenüber manueller Erstellung von etwa 110% bis 150% gerechnet werden.

Zwar gehören zum Stande der Technik bereits Digitalisierungssysteme mit an einer Brücke über die Oberfläche des Zeichenbrettes fahrbaren Zieleinrichtungen wie Lupen mit Fadenkreuz od. dgl., dank deren Punkte auf einer Zeichnung angefahren und mittels eines digitalen Übertragungsgerätes einem Rechner zur Datenerfassung zugeleitet werden.

Jedoch zeigte sich bei auf dem Markt befindlichen sog. Digitizern, daß ein genaues Zeichnen von Hand (Führen von Zeichenstift oder Lupe) auch mit Lineal/Schablone nicht möglich ist, um die fiktiven Rasterpunkte mit ihrer Toleranzzone (z. B. +/-0,5 mm) sicher zu treffen; denn ein Starten an der Toleranzzonenperipherie führt zu geringen Über- oder Unterschreitungen von beispielsweise 0,1 mm bei einer herzustellenden Strecke, so daß der angezielte Rasterpunkt nicht angesprochen werden kann, sondern bereits die Toleranzzone des Nachbarrasterpunktes berührt wird. Dies bedingt dann eine fehlerhafte Computer-Programmeingabe, was die Anwendung des beschriebenen Systems für maßgenaue technische Zeichnungen unbrauchbar werden läßt. Infolgedessen werden genaue Eingaben bisher nur durch Koordinatenpunkt- und/oder Distanzangaben über eine Tastatur oder einen Menübereich auf einem Tableau erreicht.

In Kenntnis dieses Standes der Technik hat sich der Erfinder das Ziel gesetzt, das manuelle Herstellen technischer Zeichnungen zu verbessern und für dieses eine Unterstützung sowie eine Konservierung durch Datenverarbeitungseinrichtungen vorzusehen. Zudem sollen das Weiterarbeiten an Zwischenplotts, das Beschriften und die Speicherung von Daten vereinfacht werden.

Zur Lösung dieser Aufgabe führen die Lehren der unabhängigen Patentansprüche; die abhängigen Patentansprüche stellen besonders günstige zusätzliche Ausgestaltungen heraus.

Erfindungsgemäß wir die Zeichenhilfe oder der Stift bzw. Zirkel mit einer Datenaufnahmemaschine verbunden und durch den jeweils anderen Partner zur Datenabgabe aktivierbar ausgebildet. Als weitere Lösung wird angesehen, daß der Zeichenhilfe zumindest eine Digitalisierungsebene unter Zwischenschaltung der Zeichenoberfläche zugeordnet und am Treffpunkt der Zeichenhilfe mit dem Stift bzw. Zirkel od. dgl. die Datenübertragung aktivierbar ist.

Nach weiteren Merkmalen der Erfindung ist die Digitalisierungsebene gegebenenfalls in mehrere Felder unterteilt und/oder die Zeichenoberfläche mit Lichtecken und diese verbindenden Netzlinien versehen.

Auch hat es sich als günstig erwiesen, das aktivierbar ausgebildete Element mit wenigstens einem Schaltorgan zur Aktivierungsbegrenzung zu versehen, also die Sensibilität des datenübertragenden Teiles so zu steuern, daß er nur in gewollten Zeitgrenzen anspricht.

Vorteilhafterweise soll der Zeichenhilfe - also dem Lineal oder der Schablone - wenigstens ein Bildschirm zugeordnet oder zumindest ein Bildschirm in die Zeichenhilfe integriert sein.

Durch den Einsatz von computerlesbaren Linealen/Schablonen od. dgl. Zeichenhilfen werden genaue Distanzangaben zu bestehenden Punkten - ähnlich zu einer Tastatur/Menüeingabe - erreicht, gleichzeitig entsteht die sich durch Übersichtlichkeit auszeichnende großformatige Zeichnung.

Bei der erfindungsgemäßen Zeichenvorrichtung können auf aktiver und nicht aktiver Fläche mit Hilfe der computerlesbaren Zeichenhilfen, der Lineale/Schablonen, und diesen zugeordneten bzw. integrierten Bedienungsfeldern Computer- und Programmbefehle ausgelöst sowie simultan Komponenten der Zeichnung erzeugt werden.

Bei nicht aktivem Untergrund vermag man durch Abfahren von Konturen der/des computerlesbaren Schablone/Lineals mit einem Zeichenstift oder durch Antippen des Anfangspunkts, Konturzeichnen bzw. Abfahren eines Konturbereiches sowie das Antippen eines Endpunktes einer zuvor abgefahrenen Lineal- oder Schablonenkontur diese nahezu gleichzeitig als Computereingabe zu benutzen. Im Gegensatz zu dieser Erfindung ist es bei bekannten großformatigen Zeichenanlagen - wie eingangs angedeutet - lediglich möglich, bereits Gezeichnetes durch anschließendes Anfahren mit einer Fadenkreuzlupe zu digitalisieren, was ein Anfahren (Verschieben der Zeichenlineale/des Zeichenkopfs/der Zeichenschablonen) voraussetzt und so ein zügiges, schnelles Zeichnen bzw. Digitalisieren verhindert.

Bei der Zeichenvorrichtung gemäß der Erfindung wird das Zeichnen rationalisiert, da die Zeichenlineale/Schablonen zur Computereingabe bzw. Digitalisierung nicht in ihrer Position verändert werden müssen, sowie die Eingabe an der Zeichenkante oder deren unmittelbarer Nähe erfolgt; die Bedienungsoberflächen, etwa die Tastaturen, sind nur wenige Millimeter vom Ort des Zeichenvorgangs entfernt und der Handballen der Zeichnerhand braucht die Zeichenfläche zum Zwecke der Computer/Programm-Bedienungseingaben nicht abzuheben. Die erfindungsgemäßen Zeichenlineale/Schablonen werden vor allem an Laufwagenmaschinen - insbesondere mit elektrischen Meßeinrichtungen, an Parallelmaschinen mit oder ohne Zeichenkopfpositionsmeßeinrichtung, an Zeichenbretten, insbesondere mit elektrischer Schieberpositionsmeßeinrichtung, oder einem speziellen Digitalisierbrett kombiniert, können aber im Rahmen der Erfindung auch frei im Raum beweglich auf beliebigen Untergründen zum Zeichnen/Messen verwendet werden und einem Computer die nötigen Positionsdaten der computerlesbaren Lineal/Schablonen verrechenbar vermitteln.

Bevorzugt ist in der Zeichenhilfe zumindest ein kleinformatiger Flachbildschirm oder/und wenigstens eine LCD- bzw. Flüssigkristallanzeige in unmittelbarere Nähe der oder direkt an einer Zeichenkante integriert. Ebenso können bestimmte Schalter/Menüfelder mit Lichtzeichen deren Schaltzustand anzeigen.

Die erfindungsgemäße Zeichenvorrichtung wird mit einer zuschaltbaren aktiven Sektorfläche der Gesamtzeichenfläche ergänzt, die es ermöglicht, Teilbereiche der Zeichenfläche zusätzlich mit normalen Zeichenschablonen zu benutzen, wobei deren entsprechende Konturen mittels Stift abgefahren und dabei in den Computer eingelesen werden.

Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, auf derartiger aktiver Fläche mittels eines speziellen Zirkels Kreise und Kreisstücke manuell zu zeichnen, darüberhinaus mit einer anderen erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Zirkels auf nicht aktiver Fläche Kreise und Kreisstücke zu zeichnen und ebenfalls in den Computer einzugeben.

Mit der erfindungsgemäßen Zeichenvorrichtung werden also außer auf aktiver auch auf nicht aktiver Fläche (Digitizer) entlang von Konturen der linealartigen oder zeichenschablonenartigen Zeichenhilfen mit Zeichengeräten Konturen gefahren, und diese erlauben durch Betätigen von Schaltern - oder etwa von Sektoren einer aktiven Sensorfläche mit Menübelegung - in unmittelbarer Nähe oder auf der eigentlichen Konturkante Zugriff zu Computer- und Programmbefehlen. So abgefahrene Lineal/Schablonenkonturen werden sowohl auf der Zeichenunterlage wie Papier oder Folie gezeichnet als auch gleichzeitig - gegebenenfalls auch Sektorweise und etwas zeitverzögert oder nach Zwischenspeicherung - einem Computerprogramm zugeführt. Die Eingabe erfolgt durch den Zeichenstift selbst beim Abfahren der Lineal/Schablonenkontur direkt oder auf der Lineal-/Schablonenoberfläche in Nähe der Führungskante über die in festen Abständen nebeneinander liegenden Schalter oder über die aktive Fläche.

Beim Herstellen von Zeichnungen können die Schablonen einzeln oder in Gruppen betrieben werden, indem diese aneinandergelegt oder mittels Kabel miteinander verbunden werden, um direkt oder nach Zwischenspeicherung, Daten an eine Computeranlage zu übertragen.

Im Rahmen der Erfindung liegt auch ein Digitalisierzirkel, der dazu verwendet werden kann, über aktiver Fläche Kreise und Kreisstücke zu zeichnen, der aber mittels aktiver Fläche durch Zirkelspitzen-Registrierung die gefahrene Zeichenkontur einem Computer/Programm zukommen läßt. Dieser Digitalisierungszirkel kann auch an der Zirkelspitze eine Einrichtung aufweisen, dank deren er auf beliebigem Untergrund die Zirkelstellung in einem Koordinatensystem messen kann, zudem kann der Zeichenradius gemessen werden. Die beiden meßbaren Daten werden einem Computer/Programm zugeführt und ermöglichen die Erfassung der gefahrenen Zeichenkontur.

Dank dieser Maßgaben ist es - wie schon erwähnt - möglich, in herkömmlicher Weise mit Zeichenlinealen und Schablonen an der Zeichenvorrichtung umzugehen und dennoch zeitgleich zu der mit dem Zeichenstift od. dgl. erstellten Zeichnung eine Computerprogrammierung des Gezeichneten in rationeller und maßgenauer Art vorzunehmen. Daraus ergibt sich ein einfacher Umgang mit Computeranlagen/Programmen besonders im Bereich von Graphik-, Zeichen- und Konstruktionsbüros, da vom Zeichner ohne besondere Umgewöhnung mit lediglich leicht abgewandelten Hilfsgeräten - wie Linealen, Schablonen, Zirkeln - in üblicher Weise gezeichnet wird, wobei für ihn nahezu unmerklich gleichzeitig Daten der angeschlossenen Computeranlage zugeführt werden.

Zur besseren Überwachung der Computereingaben werden auf dem Computerbildschirm dargestellte Zeichenflächen auf der Zeichenfläche der Zeichenvorrichtung durch Sektoranzeige mittels Lampen bzw. Dioden - jenen Lichtecken - übersichtlich abgegrenzt.

Bereits in einer Computeranlage vorhandene Zeichnungen - oder Teile davon - lassen sich, nachdem sie ausgeplottert wurden, auf der Zeichenfläche ausrichten und mit der Zeichenvorrichtung ergänzen oder ändern.

Die erfindungsgemäße Zeichenvorrichtung führt also zu einer neuartigen Programmeingabe bzw. einem neuen Computer/Programm-Dialog und löst die vom Erfinder gesehene Aufgabe in bestechender Weise.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in

Fig. 1 eine Schrägsicht auf eine Zeichenmaschine mit vergrößert herausgehobenem Detail;

Fig. 2 die Zeichenmaschine teilweise aufgeschnitten;

Fig. 3 den vergrößerten Längsschnitt durch Fig. 1 nach deren Linie III-III;

Fig. 4 den vergrößerten Vertikalschnitt durch Fig. 1 nach deren Linie IV-IV;

Fig. 5 eine schematische Wiedergabe von Seilzügen in der Zeichenmaschine;

Fig. 6 eine Draufsicht auf Teile einer unmittelbar auf eine Tischfläche od. dgl. auflegbaren Zeichenmaschine;

Fig. 7 den vergrößerten Vertikalschnitt durch Fig. 6 nach deren Linie VII-VII;

Fig. 8 den Querschnitt durch Fig. 6 nach deren Linie VIII-VIII;

Fig. 9 bis Fig. 11 Schrägsichten auf weitere Ausführungen von Zeichenmaschinen, wobei Fig. 10, 11 gegenüber Fig. 9 verkleinert sind;

Fig. 12 bis Fig. 14 schematische Darstellungen von Tragarmen für Zeichenmaschinen;

Fig. 15 bis Fig. 18 schematische Draufsichten auf schlittenartige Vorrichtungsteile;

Fig. 19 bis Fig. 21 vergrößerte Draufsichten auf Details der Fig. 1;

Fig. 22 eine Schrägsicht auf eine schwenkbare Halteeinrichtung;

Fig. 23 eine Draufsicht auf einen Zirkel;

Fig. 24 bis Fig. 27 vergrößerte Seitenansichten zu Details der Fig. 1 bzw. 9;

Fig. 28 die Draufsicht auf eine Schenkeldrehpunktplatte aus Fig. 1 in vergrößerter Wiedergabe;

Fig. 29 die Schenkeldrehpunktplatte der Fig. 28 in anderer Betriebsstellung und verkleinertem Maßstab;

Fig. 30 bis Fig. 32 Schnitte durch Fig. 28 nach deren Linie XXX-XXXII;

Fig. 33, 33a, 33b 34 Schrägsichten auf Vorrichtungsabschnitte mit Führungskanten;

Fig. 35 bis Fig. 38 Schnitte durch die Fig. 33, 33a, 33b nach deren Linien XXXV-XXXVIII sowie diesen jeweils zugeordnete skizzenhafte Schrägsichten;

Fig. 39 den Schnitt durch Fig. 34 nach deren Linie XXXIX-XXXIX;

Fig. 40 eine Schrägsicht auf eine andere Ausführung zur Schnittfigur 39.

Eine Zeichenvorrichtung 10 weist an einem Geräterahmen 12 eine Hauptplatte 14 auf, der in Abstand a - unter Bildung eines Innenraumes 15 - eine Rückenplatte 16 zugeordnet ist. An der Plattenoberkante verläuft eine Schiene 18 für einen Schlitten 20, der einschließlich einer von ihm über die Plattenoberfläche 13 ragenden Brücke 22 mit endwärtiger Fahrrolle 23 parallel zur Plattenoberfläche 13 verschieblich ist. Letztere ist mit Netzlinien 24 und eben eingelassenen Lichtecken 25 versehen.

Die Kontur 26 deutet ein auf die Plattenoberfläche 13 aufgeklebtes Zeichenpapier an, über diesem befinden sich im Zentrum der Hauptplatte 14 zwei rechteckige Tastaturgehäuse 28, welche Lineale 29 anbieten sowie - in Fig. 1 links - mittels einer Winkellasche 30 und - in Fig. 1 rechts - durch einen Begrenzungs- oder Winkelbügel 31 im rechten Winkel aneinandergefügt sind. Auf wenigstens einem der Tastaturgehäuse 28 sind mit 32 ein Kleinbildschirm, mit 33 eine Ziffern-/Buchstabenanzeige bezeichnet sowie Schalterreihen mit 34 und Steckerbuchsen mit 35.

An der Brücke 22 ist ein an ihr längs verfahrbarer Gleitschuh 38 mit einem angelenkten Verbindungsstück 39 für einen großformatigen Bildschirm 40 und ein Bedienungsfeld 41 sowie anderseits mit einem Handgriff 42 an einer beidseits beweglich verbundenen Gelenkplatte 43 angebracht, von dem ein Signalkabel 44 zu einem Sensor-Zeichenstift 45 geführt ist. Der Winkelbügel 31 ist hier um eine Drehachse A schwenkbar.

Oberhalb des Winkelbügels 31 ist auf die Hauptplatte 14 eine Schenkeldrehpunktplatte 46 für einen elektrischen Zirkel 48 aufgesetzt, welcher jene im Zirkeldrehpunkt Z berührt.

Insbesondere läßt Fig. 2 unterhalb der Hauptplatte 14 an der Rückenplatte 16 eine zweite Ebene als Digitalisierungsfläche 50 an einem Schlitten 51 deutlich werden, der horizontale Fahrschienen 52 besitzt sowie selbst an Führungsprofilen 53 - am Geräterahmen 12 lagernd - vertikal verschoben zu werden vermag. Bei 54, 55 verlaufen um Seilrollen 56 Seilzüge zum Steuern der Digitalisierungsfläche 50 bzw. des Schlittens 51.

Die Seilzüge 54, 55 bzw. 54&min;, 55&min; (Fig. 5) und ihre Seilrollen 56 sind vor allem aus Fig. 5 zu entnehmen. Es wird erkennbar, daß sie - unter Zwischenschaltung von Kraftspeichern wie Druckfedern 57 od. dgl. - gegen Neutralisierungsgewichte 58 sowohl jene Digitalisierungsebene 50 horizontal als auch deren Schlitten 51 vertikal bewegen. Weitere Seilzüge 59 greifen am Gleitschuh 38 an und steuern dessen Bewegung entlang der Brücke 22.

Eine andere Ausführung 10a der Zeichenmaschine nach Fig. 6 läßt vor allem Führungsbahnen 60 deutlich werden sowie Ausführungen der Tastaturgehäuse 28a als Dreiecke, Kurvenlineale oder als Schablonen 28b. Die Fig. 9, 10 zeigen teleskopartige Brücken 22b, die dank mehrerer ineinandergreifender Ausziehprofile 21 in zwei Koordinaten verlängerbar oder verkürzbar sind und im Falle der Fig. 9 zusätzliche - ihrerseits längenveränderliche - Tragarme 62 für einen um Drehpunkt Z schwenkbaren Zirkelarm 64 aufweisen, in Fig. 10 einen von der Brücke 22b getrennten Tragarm 62b für den Zirkelarm 64.

Eine einfache Ausgestaltung 10c mit an einem Fahrrahmen 66 des Schlittens 20 horizontal verschieblicher Instrumentengruppe deutet Fig. 11 an; das Tastaturgehäuse 28 ist hier beidseits einer Stromführungsdose 67 vorgesehen und weist mit seiner Linealleiste 29 aufwärts.

Statt der Tragarme 62, 62b der Fig. 9, 10 in Teleskopbauweise können auch nach Fig. 12 Tragarme 62c teilweise teleskopartig ausgebildet und mit einem Schlitten 38c verbunden sein, oder es mögen Parallelführungssysteme mit Parallelogrammhalter 62p vorgesehen werden, wie dies die Fig. 13, 14 andeuten mit jeweils einem einends im Drehpunkt 61 festgelegten Doppelarm, der eine in weiteren Drehpunkten 61a aufgehängte Platte 63 trägt. Bei anderen Versionen sind die Drehpunkte so ausgeführt, daß sich die Arme gemeinsam synchron verschieben oder in ihrer Länge verändern lassen. Die strichpunktierte Ausführung zeigt ein System, das verlängert wird und dessen Arme in den Drehpunkten 61a schwenkbar die Platte 63a führen.

Verschiedene Führungen der Digitalisierungsebene 50 oder von Sensorflächen 68 geben die Fig. 15 bis 18 wieder, wobei diese Digitalisierungsebene 50 in Fig. 17, 18 Teil eines Schlittens 51 ist.

Zur klareren Übersicht geben die Fig. 19 bis 21 in einem vergrößerten Ausschnitt der Fig. 1, 2 jeweils zwei rechteckige Tastaturgehäuse 28 vor der in der Bildebene liegenden Hauptplatte 14 wieder, wobei wenigstens einem Tastaturgehäuse 28 bzw. dessen Justiereinrichtung 70 eine Zusatztastatur in Form einer zur angedeuteten Schablone 28b zugeordnet ist. Elektrische Verbindungen können mit Kabeln 44a hergestellt werden oder über direkte Steckverbindungen der Zusatztastatur 28b mit Steckern &min;72 in Steckdosen 73 in Tastaturgehäusen 28, also kabelfrei. Die Baugruppe 28, 30, 38, 42 ist im übrigen um den Handgriff 42 in Pfeilrichtung schwenkbar.

Insbesondere Fig. 22 verdeutlicht, daß die Tastaturgehäuse 28 beispielsweise drehbar im Zentrum - Drehachse A - des Handgriffes 42 gelagert und somit verstellbar sein können; sie gestatten dann ein Schwenken über die Plattenoberfläche 13.

Zum anderen sind sie mit dem Gleitschuh 38 winkelkonstant über Einfach- oder Doppelgelenkplatte kreisbahnförmig um eine Achse B von der Plattenoberfläche 13 abzuheben.

Die digitalisierten Zirkel 48 bzw. Zirkelarme 64 der Fig. 23 bis 25 sind mit Signalkabeln 44 ausgestattet, ihre um eine Achse C drehbaren aktiven Spitzen 49 Kontaktelemente. Zur Steuerung sind radial oder axial betätigbare Schalter 74 vorgesehen.

Fig. 23, 24 zeigen einen Zirkel 48 in Draufsicht und Seitenansicht, wie er bei Ausführungen nach Fig. 9, 10 angewendet wird. Die Zirkelposition zu einer durch die Drehachse A gelegte Koordinatennullachse 76 wird hierbei am Zirkelschaft 47 zu einem plattenartigen Zirkelkragen 77 gemessen.

Mit 78 ist eine nadelartige oder lupenförmige Ausrichtvorrichtung bezeichnet.

Die zu Fig. 1 beschriebene Schenkeldrehpunktplatte 46 ist in den Fig. 28 bis 32 deutlich herausgehoben, insbesondere die Ausbildung am Drehpunkt Z. Diese Schenkeldrehpunktplatte 46 kann völlig rund oder mit einem oder mehreren Schenkeln 46a ausgeführt sein sowie Schalter 74 und Steckerbuchsen 35 anbieten. Ihre Auflagefläche ist rutschfest, gegebenenfalls mit einer oder mehreren Nadelspitzen 80 ausgestattet. Folgende Varianten sind dargestellt:

  • - mit einer Vertiefung 79, in die eine Zirkelnase 63a eingesetzt ist (Fig. 30);
  • - die Zirkelnase 63a gelangt durch die Schenkeldrehpunktplatte 46 bis in den Auflagegrund 14 (Fig. 31);
  • - die Schenkeldrehpunktplatte 46 wird formschlüssig ein Bestandteil des Zirkels 48 (Fig. 32).


Schließlich zeigen die Fig. 33, 33a, 33b und 34 Schrägsichten auf Führungskanten 82 zu besonderen Ausgestaltungen für die Kontaktgabe sowie die anschließenden Figuren Schnittbilder dazu; Fig. 34 gibt an der Führungskante 82 vorgesehene Schalternoppen 84 wieder, die etwa parallel zur Auflagefläche 13 - bzw. zur Hauptplatte 14 - betätigt werden, wie dies auch bei den verdeckten Sensororganen 85 der Fig. 36 der Fall ist. Die aktiven Flächen der Schalternoppen 84a bzw. der Sensorflächen 86a der Fig. 37, 38 liegen senkrecht bzw. geneigt zur Auflagefläche 13, zum Betätigen der Schalternoppen 84a sind Tastenelemente 87 vorgesehen, beide werden etwa senkrecht zur Auflagefläche 13 angesprochen.

Bei der in Fig. 34 skizzierten Führungspaarung 82/82 begrenzen zwei Führungskanten 82 einen Führungsspalt 83, in Fig. 39 läßt ein Querschnitt dazu Sensorflächen 86 mit Stromführungsbahnen erkennen. Dieser Querschnitt entspricht im übrigen auch der Sicht auf eine in Fig. 40 wiedergegebene Schnittkante eines in Draufsicht U-förmigen Tastaturgehäuses 28c.

Die erfindungsgemäße Zeichenvorrichtung 10 dient zur rationellen Eingabe von Computerdaten bei der Erstellung von Zeichnungen oder zur übersichtlicheren Arbeitsweise bei großformatigen Arbeiten. Es kann in herkömmlicher Weise auf einem Zeichengrund gezeichnet werden, während des Zeichnens werden die Linien, Kurven und Punkte als Eingabedaten in einem Rechner registriert, der aus Gründen der Übersichtlichkeit in der Zeichnung nicht wiedergegeben ist. Daß die in der Zeichnung skizzierten Lineale und Schablonen zur Aufnahme dieser Daten besonders ausgestaltet sind und die genaue Eingabe von Distanzen sowie anderen Parameter zulassen, ist der Beschreibung zu entnehmen.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Herstellen von Zeichnungen, beispielsweise von Zeichnungen auf einem blattartigen Zeichnungsträger wie einem Bogen aus transparentem Papier mittels eines Punkte, Striche od. dgl. erzeugenden Gerätes wie Stift oder Zirkel, mit einer den Zeichnungsträger zeitweilig aufnehmenden Zeichenoberfläche einer Platte od. dgl., die insbesondere in ihrer Neigung zu einer Standfläche veränderbar sowie mit einer über ihrer Oberfläche verschiebbaren Zeichenhilfe in Form eines Lineals od. dgl. versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeichenhilfe (28, 28a, 28b) oder der Stift (45) bzw. Zirkel (48) mit einer Datenaufnahmemaschine (40/41) verbunden und durch den jeweils anderen Partner (45, 48 oder 28, 28, 28a, 28b) zur Datenabgabe aktivierbar ausgebildet ist.
  2. 2. Vorrichtung zum Herstellen von Zeichnungen, beispielsweise von Zeichnungen auf einem blattartigen Zeichnungsträger, wie einem Bogen aus transparentem Papier mittels eines Punkte, Striche od. dgl. erzeugenden Gerätes wie Stift oder Zirkel, mit einer den Zeichnungsträger zeitweilig aufnehmenden Zeichenoberfläche einer Platte od. dgl., die insbesondere in ihrer Neigung zu einer Standfläche veränderbar sowie mit einer über ihrer Oberfläche verschiebbaren Zeichenhilfe in Form eines Lineals od. dgl. versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeichenhilfe (28, 28a, 28b) zumindest eine Digitalisierungsebene (50) unter Zwischenschaltung der Zeichenoberfläche (13) zugeordnet und am Treffpunkt der Zeichenhilfe mit dem Stift (45) bzw. Zirkel (48) od. dgl. die Datenübertragung aktivierbar ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Digitalisierungsebene (50) in mehrere Felder aufgeteilt ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeichenoberfläche (13) mit Lichtecken (25) und diese verbindenden Netzlinien (24) versehen ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das aktivierbar ausgebildete Element (28, 28a, 28b, 45, 48) mit wenigstens einem Schaltorgan (34) zur Aktivierungsbegrenzung versehen ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeichenhilfe (28, 28a, 28b) wenigstens ein Bildschirm (40) zugeordnet oder zumindest ein Bildschirm (38) in die Zeichenhilfe integriert ist.
  7. 7. Vorrichtung mit die Zeichenebene übergreifenden und verfahrbarem brückenartigem Organ nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch zumindest einen an der Brücke (22) verfahrbarem Gleitschuh (38) od. dgl. als Träger für die Zeichenhilfe (28) und/oder den Bildschirm (40).
  8. 8. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwei linealartige Zeichenhilfen zueinander in einem Winkel am Gleitschuh (38) drehbar festgelegt sind, von denen wenigstens eine als Tastaturgehäuse (28) ausgebildet ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitschuh (38) bzw. ein ihm zugeordneter Griff (42) mit Signalkabel/n (44) an die Zeichenhilfe (28) bzw. den Stift (45), Zirkel (48) od. dgl. angeschlossen ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest zwei linearartigen Zeichenhilfen (28) sowohl um die Achse (A) des Griffes (42) als auch um eine in einem Winkel dazu verlaufende Achse (B) drehbar sind.
  11. 11. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitschuh (38) mit Antriebssträngen, insbesondere mit Seilzügen (59), verbunden ist.
  12. 12. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Brücke (22) und/oder die Digitalisierungsebene (50) mit Antriebssträngen, insbesondere mit Seilzügen (55, 56), verbunden und von diesen bewegbar sind.
  13. 13. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Digitalisierungsebene (50) in einem Schlitten (51) verfahrbar lagert und dieser quer zu deren Bewegungsrichtung verschieblich ist.
  14. 14. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der die Zeichenebene (13) bildende Hauptplatte (14) in Abstand (a) eine Rückenplatte (16) zugeordnet ist und beide Platten einen Aufnahmeraum (15) für die Digitalisierungsebene (50) und die Antriebsstränge, insbesondere die Seilzüge (55, 56, 59), begrenzen.
  15. 15. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Brücke (22b) in sich längenveränderlich ist.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 15, gekennzeichnet durch eine in zwei Koordinaten längenveränderliche Brücke (22b).
  17. 17. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeichenhilfe (28, 28a, 28b) eine Führungskante (82) und/oder einen Führungsspalt (83) aufweist, an dem zumindest ein Kontaktelement (84, 84a, 86, 86a) vorgesehen ist.
  18. 18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktelement (84a, 86, 86a) in Abstand zur Führungskante (82) verläuft.
  19. 19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kontaktelement (84a) eine Taste (87) zugeordnet ist.
  20. 20. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktelement (84) Teil eines Schalters ist (Fig. 35).
  21. 21. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalter (39, 84) oder die aktive Fläche auf der Oberfläche der Zeichenhilfe (28, 28a, 28b) nahe der Führungskante (82) mit einer Skala versehen in ihrer Oberfläche so gestaltet ist, daß eine Berührung eines fest definierten Konturschalters, oder eines einer Konturstelle zugeordneten Aktivflächenpunkts, mit dem Stift (45) durchführbar ist.
  22. 22. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Stift (45) mit einer Sensorspitze (49) versehen ist.
  23. 23. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Zirkel (45) eine Einsetzspitze (Z) sowie eine Sensorspitze (49) aufweist (Fig. 24 bis 27).
  24. 24. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 23, gekennzeichnet durch eine Schenkeldrehpunktplatte (46) für die Einsetzspitze (Z) des Zirkels (45) als Zeichenhilfe.
  25. 25. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß an der Einsetzspitze (Z) eine Ausrichtvorrichtung (78) angeordnet ist.






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