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Dokumentenidentifikation DE68902897T2 01.04.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0356389
Titel Antriebsvorrichtung für eine Mehrspindelbearbeitungsmaschine.
Anmelder Tornos-Bechler S.A. Fabrique de Machines Moutier, Moutier, Bern, CH
Erfinder Simonin, Jean-Claude, CH-2740 Moutier, CH
Vertreter Lorenz, E.; Gossel, H., Dipl.-Ing.; Philipps, I., Dr.; Schäuble, P., Dr.; Jackermeier, S., Dr.; Zinnecker, A., Dipl.-Ing., Rechtsanwälte; Laufhütte, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw.; Ingerl, R., Dr., Rechtsanw., 8000 München
DE-Aktenzeichen 68902897
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 11.08.1989
EP-Aktenzeichen 898106026
EP-Offenlegungsdatum 28.02.1990
EP date of grant 16.09.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.04.1993
IPC-Hauptklasse B23B 31/20
IPC-Nebenklasse B23B 9/00   B23Q 39/04   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung ist die Antwort auf ein Erfordernis der Perfektion und Neuentwicklung von Mehrspindelbearbeitungsmaschinen. Bis jetzt, wenn es sich darum handelte, einen Indexierungsvorgang zwischen zwei Bearbeitungsvorgängen einer Stange oder einem Stück auszuführen, welches durch eine Spindel gehalten ist, welche sich in einer vorbestimmten Bearbeitungsstation befindet, sah man auf dem Gehäuseträger eine Einrichtung mit einem Hilfsmotor vor, welche mit der Spindel, die zu indexieren war, in dem Moment, wo diese Indexierung zu realisieren war, in Kontakt kommen konnte, und man sah ebenfalls Mittel vor, um die Spindel von ihrer gewöhnlichen Antriebswelle abzukuppeln, sie zu arretieren und in Freilauf zu setzen, damit der Hilfsmotor diese um den gewünschten Winkel drehen kann. Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Antriebseinrichtung zu realisieren, die raumsparender, einfacher und vor allem eine anpassungsfähigere Funktion hat, so dass sie nicht nur Indexierungen der Spindel erlauben, sondern ebenfalls eine Anzahl weitere Arbeitsvorgänge, die die Anwendbarkeit von Mehrspindelbearbeitungsmaschinen vergrössern.

Gewisse Mehrspindelbearbeitungsmaschinen sind schon mit Hilfsapparaten ausgerüstet, die eine geeignete Klemme aufweisen, die ein Stück in der Bearbeitungsspindel ergreifen, um es im Bearbeitungsablauf einer anderen Spindel zuzuführen. Die Veröffentlichung DE-32 04 886 beschreibt eine derartige Bearbeitungsmaschine mit einem mehrspindligen Indexierungsgehäuse und zwei stirnseitigen Aufbauten von Arbeitsstellen, welche eine vor der anderen hinter dem Gehäuse angeordnet sind. Die Klemme des Hilfsapparates kann ein Stück in einer Spindel des Gehäuses ergreifen, das gegen eine der genannten Aufbauten der Arbeitsstellen ausgerichtet ist, um es in eine Spindel zu bringen, die gegen den anderen Aufbau gerichtet ist. Diese Klemme jedoch ist nicht fähig, das Stück zu stützen, während es rotativ angetrieben wird.

Andererseits sind Klemmen, die pneumatisch angesteuert werden, auf dem Gebiet der Bearbeitungsmaschinen bereits bekannt, insbesondere durch die Veröffentlichungen US-A-2 392 999 und GB-A-860 927.

Die durch diese Veröffentlichungen gegebene Lehre erlaubt es jedoch einem Fachmann nicht, das oben erwähnte Problem zu lösen.

Eine Lösung für dieses Problem besteht gemäss der vorliegenden Erfindung in einer Antriebs- und Steuerungsvorrichtung für eine Mehrspindelbearbeitungsmaschine, bestehend aus einem Maschinenrahmen und einem um eine Achse schaltbaren Gehäuse, welches mit einer Anzahl um die besagte Achse verteilt aneordneten Spindeln ausgestattet ist, die mit Rotationsmitteln versehen sind, aus einer Gruppe von Bearbeitungsstellen, die im Vergleich zum Gehäuse derart angeordnet sind, dass Bearbeitungen von Stäben oder Stücken, welche durch die Spindeln gehalten sind, ausführbar sind, und aus Antriebsmitteln, welche die Bearbeitungsstellen antreiben, worin die besagte Vorrichtung einerseits in einer der besagten Bearbeitungsstellen eine Hilfseinheit aufweist, bestehend aus einer gesteuert zu öffnenden und zu schliessenden Klemme und aus Antriebsmitteln für die Klemme, verbunden mit den besagten Antriebsmitteln, und andererseits programmierbare Steuerungsmittel aufweist, die mit der Spindel, welche der Hilfseinrichtung gegenüberliegend angeordnet ist und mit der Hilfseinrichtung verbunden sind, und die fähig sind, die besagten Rotationsmittel der Spindel, die der Hilfseinrichtung gegenüberliegend ist, und die Klemme zu steuern, und die mindestens einen Indexiervorgang der Stange oder des Stückes ausführt, welche durch die besagte Spindel getragen sind, wobei dieser Vorgang mittels der besagten Klemme ausführbar ist.

Eine Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beispielhaft beschrieben, wobei

Fig. 1 eine Ansicht eines schematischen Aufrisses ist, der eine Bearbeitungsmaschine zeigt, die mit der Einrichtung gemäss der Erfindung ausgerüstet ist,

Fig. 2 eine schematische Teilansicht im Schnitt ist, welche eine Ausführungsform einer autonomen Einheit zeigt, welche Teil der erfindungsgemässen Antriebseinrichtung ist,

Fig. 3 eine detaillierte Darstellung eines Axialschnittes durch eine Klemme als Teil der autonomen Einheit ist,

Fig. 4 eine Schnittdarstellung entlang Linie IV-IV gemäss Fig. 3 ist,

Fig. 5 ebenfalls eine schematische Teilansicht eines Aufrisses ist, in welchem die Arbeitsausführung in der C-Achse auf einer Bearbeitungsmaschine gezeigt ist, die mit der erfindungsgemässen Einrichtung ausgerüstet ist, und

Fig. 6 eine schematische Teilansicht ist, welche den Blockiermechanismus der Spindel zeigt.

Zuerst werden die wichtigsten Elemente der Bearbeitungsmaschine kurz beschrieben, welche in Fig. 1 dargestellt ist. Diese Maschine weist eine Basis 1 auf, mit einem Ständer 2, der einen Gehäuseträger darstellt, in welchem ein Gehäuse 3 rotativ gelagert ist. Das letztere ist um eine Achse drehbar und trägt eine Anzahl Spindeln 4, deren Achsen parallel zur zentralen Achse des Gehäuses 3 und um diese angeordnet sind, wovon jede eine Klemme 5 aufweist, die bestimmt sind, eine Stange (nicht dargestellt) zu fixieren, die in die Spindel 4 eingelegt ist. Die allgemeine Funktion dieser Maschine wird hier nicht im Detail beschrieben. Bekannt ist, dass die Klemmen sich periodisch öffnen und dass geeignete Mittel die Stangen um eine vorbestimmte Länge vorschieben, wonach Werkzeuge, wie beispielsweise ein radiales Werkzeug, das im Werkzeughalter 6 gehalten ist, und/oder frontale Werkzeuge, wie der Bohrer 7 oder der Gewindebohrer 8, die Bearbeitungsvorgänge auf der Vorderseite der Stangen ausführen. Diese sind durch die Klemmen 5 mit den Spindeln 4 verbunden, welche sich um ihre Achsen drehen, jede in einer der vorgesehenen Bearbeitungsstationen. Die Organe 9 und 10 sind verzahnte Ringe, welche anlässlich der Indexierung des Gehäuses 3 durch eine Welle 11 angetrieben sind, ausgehend von einem Indexierungsmotor 12, so dass das Gehäuse 3 und der Stangenbund, der in den Spindeln 4 gehalten ist, blockartig verdreht wird, damit jede Stange die nachfolgende Bearbeitungsstation erreicht.

Die Maschine weist also auf der Basis 1 ein Gestell 13 auf, in dessen oberen Teil Arbeitsstellen 14 angeordnet sind, die so verteilt sind, dass sich jede gegenüber einer der Bearbeitungsstellen befindet, die durch die Haltepositionen des Gehäuses 3 definiert sind. Die Basis 1 trägt einen Hauptmotor 15, welcher über Riemen 16 eine Welle 17 antreibt, deren Rotation über geeignete Getriebe auf die Spindeln 4 übertragen wird. Andererseits trägt ein System mit rotierenden Antriebsmitteln 18 diverse Zahnritzel, die ein- und auskuppelbar 5sind, was hier nicht beschrieben wird, die einen Rotationsantrieb erlauben, der von unterschiedlichen Motoren herrührt, beispielsweise einem Motor 19 und einem Motor 20 mit regelbarer Geschwindigkeit, wodurch die Arbeitsspindeln (nicht dargestellt), die in den Arbeitsstellen 14 angeordnet sind, und die Rotationswerkzeuge wie 7 und 8 antreiben.

Die nachfolgend beschriebene Antriebseinrichtung wird in einer der Arbeitsstellen 14 verwendet. Sie weist einerseits eine autonome Einheit 21 und andererseits Steuerungsmittel 22 auf. Diese beiden Teile der Einrichtung sind in Fig. 2 schematisch und in Fig. 3 und 4 im Detail dargestellt. Die Einheit 21 ist auf einem Träger 23 befestigt, der gegen das Gestell 13 am Ort einer der Arbeitsstellen 14 fixiert ist. Im Innern dieses Trägers ist ein verschiebbares Achselement 24 angeordnet. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, enthält die Einheit 21 einen Zylinder 25 und das verschiebbare Achselement 24 enthält etwa in der Mitte seiner Länge einen Bund 26, der mit einer Dichtung versehen ist und der als Kolben wirkt. Die beiden Endbereiche des Zylinders 25 sind mit Führungen 27 und 28 versehen, so dass eine axiale Verschiebung nach links oder nach rechts gemäss Fig. 2 veranlasst werden kann und ein Verschieben des Achselementes 24 bewirkt. Im Innern dieses Achselementes ist eine Rotationseinheit 29 angeordnet, die im Innern des Achselementes 24 durch Lager gestützt ist, und die insbesondere eine Hohlkeilwelle 30 enthält, welche man am rückseitigen Ende in Fig. 2 sieht. Dieses gekeilte Ende der Hohlwelle 30 ist durch einen oder mehrere Keile 31 an eine Nabe 32 gekuppelt, deren zentraler Teil den hinteren Endbereich des Achselementes 24 umgibt, und der durch Lager 33 und 34 im Gestell 13 gehalten ist. Auf dieser Nabe ist ein Mehrfachritzel 35 angeordnet, welches in bekannter Weise achsial verschiebbar ist und welches mit einem Antriebselement 36 zusammenwirkt, um die Rotationseinheit 29, die Hohlwelle 30 und die damit verbundenen Elemente mit allen vorgesehenen variablen Geschwindigkeiten anzutreiben, das sich unter dem Einfluss der Verschiebung des Kolbens 26, angesteuert durch die hydraulische Anordnung, achsial verschiebt.

In Fig. 3 ist ein weiterer Teil des Trägers 23, des Zylinders 25 und des vorderen Endbereiches des Achselementes 24 ersichtlich. Man sieht ebenfalls den vorderen Endbereich der Hohlwelle 30, die im Innern des Achselementes 24 durch ein Lager 37 gehalten ist.

Das Achselement 24 trägt an seinem vorderen Ende eine Klemme, die im allgemeinen als 38 bezeichnet ist, und deren Details in Fig. 3 und 4 sichtbar sind. Diese Klemme beinhaltet einen Klemmkörper 39, der im wesentlichen zylindrisch ist, und der eine hintere Verlängerung 41 hat, die über Verriegelungsmittel 40 mit dem Ende des Achselementes 24 verbunden ist. Die hintere Verlängerung 41 trägt ein hinteres Lager 42, welches koaxial zu einem vorderen, einen grösseren Durchmesser aufweisenden Lager 43 angeordnet ist. Diese beiden Lager tragen den rotativen Teil der Klemme, der seinerseits eine Spindel 44 umfasst, die in dem hinteren Bereich in Form einer Spindel 45 mit Rillen endet, welche es erlauben, diese Spindel mit der Hohlwelle 30 durch Zwischenschaltung einer Kupplungsmuffe 46 zu verbinden. Die Spindel 44 führt in einer Aufnahme, welche im vorderen Endbereich angeordnet ist, eine achsial bewegliche Klemmhülse 47 und ein Klemmelement 48, wie bereits bekannt ist. Die Hülse 47 arbeitet mit drei Hebeln 49, die radial angeordnet sind, und mit einem achsial beweglichen Kolben 50 zusammen, der durch Druckluft betätigt wird, welche durch das Eingangsstück 51 zugeführt wird. Indem sich der Kolben 50 achsial gegen vorne verschiebt, werden die Hebel 49 betätigt, die sich gegen eine Schulter der Spindel 44 abstützen, und lassen die Klemmhülse 47 nach hinten zurückfahren, entgegen der Wirkung einer Klemmfeder 52. Das Klemmelement 48, das durch eine zweite Feder 53 in der Stellung zurückgehalten wird, ist frei und kann sich öffnen, während es geschlossen gehalten wird, wenn die Klemmhülse 47 durch die Feder 52 gegen vorne gedrückt wird, wenn der Luftdruck in der vorgesehenen Kammer zwischen dem Kolben 50 und dem Grund des Zylinders, der im Inneren des Körpers der Klemme 41 gebildet ist, fehlt.

Der Luftdruck gelangt durch einen Schlauch 54 in das Stück 51, gesteuert durch ein Elektroventil 55 (Fig. 2), welches mit einem Elektroventil 58 zusammenarbeitet, das direkt oder invers auf die Leitungen 27 und 28 wirkt, über welche Drucköl in den Zylinder 25 eingelassen wird. Die Steuereinrichtung 22, welche auf die Elektroventile 55 und 58 wirkt, erlaubt so, kontrollierte Verschiebungen des Achselementes 24 in achsialer Richtung vorzunehmen, und damit die Oeffnung und Schliessung der Klemme 38 zu steuern. Die Steuereinrichtung 22 ist ebenfalls mit derjenigen für die Motore 19 oder 20 verbunden, die verwendet werden, um die Welle 30 durch Zwischenschaltung des Ritzels 35 in Rotation zu versetzen. Die elektronische Einheit wird ebenfalls mit Detektoren verbunden, wovon beispielsweise einer, bezeichnet mit 61, in Fig. 1 dargestellt ist. Hierbei handelt es sich um einen Detektor zur Aufnahme der Winkelreferenz der Spindel 4, angeordnet gegenüber der Arbeitsstelle, die mit der autonomen Einheit 21 ausgerüstet ist. Der Detektor 61 ist beispielsweise ein Näherungsschalter, der mit einem Element 56 zusammenarbeitet, das auf der Spindel 4 befestigt ist. Er bewirkt ein Signal, wenn diese Spindel eine Ausrichtung aufweist, in welcher das Element 56 mit diesem zusammentrifft. In dem Fall beispielsweise, wo die Stange, die durch die Spindel 4 gehalten ist, eine profilierte Stange ist, erlaubt dieser Detektor, die Sperrung der Spindel 4 in einer vorbestimmten Ausrichtung des Profiles der Stange zu bewirken. Wenn dieser Vorgang einmal ausgeführt ist, kann die Steuereinheit 22 beispielsweise einen Vorgang der Klemme 38 steuern, so dass diese Klemme das Ende der Stange einspannen kann, gegenüber welcher Sie angeordnet ist. Man stellt fest, dass dieser Vorgang ausgeführt werden kann, ohne dass irgendeine Modifizierung an der Konstruktion der Klemme, die die Stange hält, angebracht werden muss, und auch nicht an der entsprechenden Spindelanordnung oder an der Anordnung des Gehäuses 3.

Nach Ausführung dieses Vorganges ist die Steuereinheit 22 fähig, diverse Arbeitsprogramme zu steuern, nicht nur auf den Elementen der autonomen Einheit 21 oder auf dem Antriebsmotor der entsprechenden Arbeitsstelle, sondern ebenfalls auf anderen Organen der Bearbeitungsmaschine. Um die Idee zu untermauern, wird nachfolgend beispielhaft und zusammenfassend ein Programm in mehreren Etappen beschrieben, welches seinerseits diverse Varianten beinhaltet, die sich auf einen Teil dieser Etappen beziehen.

Beschreibung des Ablaufes

1. (Vorrangiger Vorgang) Indexierung des Gehäuses. Während dieser Bewegung ist die Spindel 4 gebremst und gelangt von der Geschwindigkeit N zur Geschwindigkeit Null. Verriegelung des Gehäuses. Sperrung der einmal angehaltenen Spindel. Dieser Vorgang kann durch Anordnung (siehe Fig. 6) eines Sperrkonus 62 im Innern des Gehäuses 3, koaxial zur Spindel 4, realisiert werden, mit welchem ein ausrückbares Kupplungsglied 63 zusammenwirkt, das auf der Spindel gleitet und ausgehend von einer mittleren Position (0) verstellt werden kann, einerseits (1) in eine gekuppelte Stellung mit einem Ritzel 64, das durch die Welle 17 in Rotation versetzt wird, oder andererseits, (2) in eine Blockierstellung in Verbindung mit dem Blockierkonus 62. Das Kupplungsglied 63 wird auf der Welle der Spindel 4 verkeilt.

2. Steuerung der Spindel 38. Spannen der Klemme 39 auf dem Ende der Stange oder des Stückes.

3. Freigabe der Bremse 63 der Spindel.

4. Steuerung der Indexierung der Stange oder des Stückes und Stoppen der Rotation mit Hilfe des Antriebsmotors 20 oder 19, wenn das Signal durch den Detektor 61 geliefert wird.

5. Steuerung eines Bearbeitungsvorganges. (Bohren, Fräsen im radialen Sinn, Abtrennen, usw.).

6. - Verdrehen der Spindel 38 um einen vorbestimmten Winkel im Hinblick auf eine zweite Radialbearbeitung oder

- Stationieren von einem Hilfsbearbeitungsorgan, dann Ausführung des Vorganges mit Hilfe des Hilfsbearbeitungsorganes, die Spindel 38 bleibt fixiert oder

- Bearbeitung in der C-Achse, womit ermöglicht wird, beispielsweise durch Fräsen, einen spiralförmigen Einschnitt einzuarbeiten, wobei die Steuereinheit eine simultane Rotationsbewegung der Spindel 38 und eine Verschiebebewegung in achsialer Richtung des Bearbeitungswerkzeuges bewirkt, während die Stange oder das Stück immer in der Klemme 39 eingespannt ist.

7. Rückkehr der Spindel 38 in Richtung Ausgangslage.

8. Lösen der Klemme 39 und Rückschub der Spindel 38.

9. Indexierung des Gehäuses 3. Während dieser Bewegung wird die Spindel von neuem angetrieben, wodurch sie von der Geschwindigkeit Null auf die Geschwindigkeit N gebracht wird. Die neue Spindel, die den Platz in der Bearbeitungsstation einnimmt, wo sich die Einheit 21 befindet, erfährt den unter Punkt 1 beschriebenen Vorgang, wodurch der Zyklus abgeschlossen ist.

Wie auf der Basis dieses Beispiels ersichtlich ist, weist demnach die Steuereinheit 22 die erforderlichen Eingänge und Ausgänge zur Steuerung aller dieser unterschiedlichen Vorgänge auf.

In der schematischen Darstellung der Fig. 5 ist noch eine entsprechende Anordnung zur Ausführung einer Bearbeitung ersichtlich, mit welcher auf der lateralen Oberfläche eines zylindrischen Stückes eine spiralförmige Kerbe eingearbeitet wird. Das Stück ist in Fig. 5 mit 57 gekennzeichnet. Man sieht auf der Zeichnung ebenfalls den Körper 39 der Klemme und die Spindel 38, sowie den Träger 23, der auf dem Gestell 13 befestigt ist. Im oberen Teil des Ständers 2, in welchem die Lagerung des Gehäuses 3 angeordnet ist, ist ein Werkzeughalter 58 angeordnet, der ein Fräswerkzeug 59 trägt, und der derart durch eine Kulisse getragen wird, dass er sich bezüglich der Achse der Spindel 38 in radialer Richtung bewegen kann. Die Klemme 5 der entsprechenden Spindel des Gehäuses 3 ist ebenfalls in Fig. 5 dargestellt. Man stellt fest, dass ein Abtrennvorgang am Ende der Stange, die in der Klemme 5 eingespannt ist, vorgenommen wurde, so dass das Stück 57 aus der Klemme 5 durch eine achsiale Verschiebung der Spindel 38 entfernt wurde. Die radiale Bewegung des Fräsers 60 ist eine Bewegung, die in Abhängigkeit vom Kriterium X gesteuert wird, während die Rotation der Spindel 38 eine Bewegung ist, die in Abhängigkeit des Kriteriums auf der Achse C gesteuert wird. Die achsiale Verschiebung der Spindel 38 erfolgt in Abhängigkeit des Kriteriums Z2. Die Anbringung einer spiralförmigen Rille in die laterale Zylinderoberfläche des Stückes 57 ist somit ein Vorgang, der eine Steuerung XCZ2 erfordert. Eine derartige Steuerung ist leicht und geeignet programmierbar, weil die Bearbeitungsmaschine mit einer numerischen Steuerung ausgerüstet ist. Dies setzt natürlich voraus, dass der verwendete Hilfsmotor zum Antreiben der Welle 30 in der Achse C durch die Einrichtung der numerischen Steuerung der Maschine ansteuerbar sein muss.

Was die Fig. 5 betrifft kann noch darauf hingewiesen werden, dass in einer anderen Variante das Ausführungsprogramm der Bearbeitung zulassen kann, dass im Falle, wo das Stück 57 nicht von der Stange getrennt wird, ein Oeffnen der Klemme 5 erfolgt, damit eine achsiale Verschiebung des Stangenbündels während des Bearbeitungsvorganges durch den Fräser 60 ermöglicht wird, wonach die Stange in die Ausgangslage zurückkehrt und von der Klemme 5 freigegeben wird. Schliesslich wird die Klemme 39 geöffnet und die Spindel 38 wird zurückgeschoben, um die Indexierung des Gehäuses und die Wiederholung des Vorganges auf der folgenden Stange zu ermöglichen. In dem Fall, wo das Stück 57 abgehängt oder ein abgetrenntes Stück wird, wird es unverzüglich am Ende des Vorganges, d.h., nach der Oeffnung der Klemme 39 in eine Auffangeinrichtung ausgeworfen.

Eine andere Variante würde darin bestehen, dass die Bewegung Z2 nicht durch die Bearbeitungseinheit 21 ausgeführt wird, sondern durch eine achsiale Verschiebung des Fräswerkzeuges 59.


Anspruch[de]

1. Antriebs- und Steuerungsvorrichtung für eine Mehrspindelbearbeitungsmaschine, bestehend aus einem Maschinenrahmen (1, 2, 13) und einem um eine Achse schaltbaren Gehäuse (3), welches mit einer Anzahl um die besagte Achse verteilt angeordneten Spindeln (4) ausgestattet ist, die mit Rotationsmitteln (63, 64, 17) versehen sind, aus einer Gruppe von Bearbeitungsstellen (14), die im Vergleich zum Gehäuse derart angeordnet sind, dass Bearbeitungen von Stäben oder Stücken, welche durch die Spindeln gehalten sind, ausführbar sind, und aus Antriebsmitteln (18, 35, 36), welche die Bearbeitungsstellen antreiben, dadurch gekennzeichnet, dass die besagte Vorrichtung einerseits in einer der besagten Bearbeitungsstellen (14) eine Hilfseinheit (21) aufweist, bestehend aus einer gesteuert zu öffnenden und schliessenden Klemme (38) und aus Antriebsmitteln (24 - 35) für die Klemme, verbunden mit den besagten Antriebsmitteln (18, 36), und andererseits programmierbare Steuerungsmittel (22, 55, 58) aufweist, die mit der Spindel (4), welche der Hilfseinrichtung (21) gegenüberliegend angeordnet ist, und der Hilfseinrichtung (21) verbunden sind, und die fähig sind, die besagten Rotationsmittel (63, 64, 17) der Spindel, die der Hilfseinrichtung gegenüberliegend ist, und die Klemme (38) zu steuern und die mindestens einen Indexiervorgang der Stange oder des Stückes ausführt, welche durch die besagte Spindel (4) getragen sind, wobei dieser Vorgang mittels der besagten Klemme (38) ausführbar ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheit (21) ein Achselement (24) enthält, welches die besagte Klemme trägt, wobei die Antriebsmittel ein hydraulisches oder hydropneumatisches Stellglied (54, 50, 49) zur Oeffnung und Schliessung der Klemme (38) und einen gesteuerten Axialantrieb (25, 26) des Achselements (24) enthalten und dass Steuerungsmittel (22, 55, 58) zur Betätigung der wiederholbaren Vorgänge zur Oeffnung und Schliessung und der Axialverschiebung der Klemme angeordnet sind.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsmittel einen Ausgang enthalten, der zur Verbindung mit dem besagten rotativen Antriebsmittel (18, 36) bestimmt ist, damit die Drehung steuerbar und kontrollierbar ist, wenn es mit der Hilfseinheit verbunden ist.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsmittel einen Eingang enthalten, der zur Verbindung mit einem Detektor (61) bestimmt ist, welcher auf dem Gehäuse (3) befestigt ist, und der fähig ist, ein Signal abzusenden für mindestens eine vorbestimmte Stellung der Spindel (4), die sich gegenüberliegend zur Hilfseinheit (21) befindet.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsmittel einen Ausgang enthalten, der zur Verbindung mit einer Spindel-Kupplungssteuerung (63, 64), angeordnet im Gehäuse, bestimmt ist, wobei sich die besagte Spindel gegenüberliegend zur Hilfseinheit (21) befindet.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel so ausgeführt sind, dass eine winklige Referenzaufnahme der Stange oder eines Stückes, gehalten in der Spindel, welche sich gegenüberliegend zur Hilfseinheit befindet, ausführbar ist und dann der eine oder andere der nachfolgenden Vorgänge steuerbar ist:

- ein Bearbeitungsvorgang;

- eine Indexierung eines vorbestimmten Winkels im Hinblick auf eine zweite Bearbeitung;

- ein Bearbeitungsvorgang und ein Rotationsvorgang der Stange oder des Stückes, wobei diese beiden Vorgänge kombiniert sind und einen Teil einer Arbeit in der C-Achse bilden.

7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemme (38) und die Antriebsmittel (24 - 35) in einem Hilfsapparat zusammengelegt sind, eine Achse (32) und einen Träger (23) enthaltend, wobei dieser Apparat so aufgebaut ist, dass er am Maschinenrahmen am Ort irgendeiner der Bearbeitungsstellen (14) befestigbar ist.







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