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Dokumentenidentifikation DE68903788T2 15.04.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0344460
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Vorbehandlung von bahnförmigem Material.
Anmelder Roby Teknik AB, Lund, SE
Erfinder Johansson, Göran, S-240 35 Harlösa, SE;
Olanders, Pär, S-222 55 Lund, SE
Vertreter Müller, H., Dipl.-Ing., 8000 München; Schupfner, G., Dipl.-Chem. Dr.phil.nat., 2110 Buchholz; Gauger, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Aktenzeichen 68903788
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 25.04.1989
EP-Aktenzeichen 891074635
EP-Offenlegungsdatum 06.12.1989
EP date of grant 09.12.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.04.1993
IPC-Hauptklasse B65B 55/10

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vorbehandlung von bahnförmigem Material, im besonderen eines bahnartigen Verpackungslaminates mit Schichten aus Papier und Kunststoff und möglicherweise auch einer Metallfolie, wobei die Bahn zum Zwecke der Sterilisierung mit einem Sterilisiermittel in Kontakt gebracht wird, indem man die Bahn durch ein geheiztes Bad laufen läßt, das das Mittel enthält. Die Erfindung betrifft auch eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens. Ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung nach den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 6 sind beispielsweise in der DE-A-1 492 482 beschrieben.

Es ist bekannt, daß sogenannte aseptische Packungen dadurch hergestellt werden können, daß der sterilisierte Inhalt unter kontrollierten aseptischen Bedingungen in sterilisierte Verpackungsbehälter gepackt wird. Eine bekannte aseptische Wegwerfverpackung wird mit Hilfe einer Verpackungsmachine hergestellt, die aus einer Bahn aus laminiertem Verpackungsmaterial dadurch Packungen herstellt, daß die Längskanten der Bahn miteinander kombiniert werden, so daß ein Schlauch gebildet wird, der mit dem gewünschten sterilisierten Inhalt gefüllt und durch wiederholtes Flachdrücken und Versiegeln des Schlauches entlang quer zu dem Schlauch befindlicher schmaler Zonen in versiegelte Behältereinheiten abgeteilt wird. Nach dem Abtrennen durch Schnitte in der Versiegelungszone und gegebenenfalls durch das Bilden von Falten und durch Versiegeln verläßt der Behälter die Maschine in Form von fertigen Packungen mit im wesentlichen quaderförmiger Gestalt.

Um sicherzustellen, daß der eingebrachte sterilisierte Inhalt in der Verpackung seine Sterilität behält, muß die Bahn, oder zumindest die Seite der Bahn, die der Innenseite des Schlauches zugewandt sein soll, sterilisiert werden, bevor sie mit dem Inhalt in Kontakt gelangt. Die Sterilisierung wird üblicherweise dadurch durchgeführt, daß die Bahn zunächst mit einem chemischen Sterilisiermittel in Kontakt gebracht wird, indem man sie durch ein geheiztes Bad laufen läßt, das das Sterilisiermittel enthält; danach wird die begleitende, überschüssige Sterilisierflüssigkeit mit Hilfe von mitwirkenden Druckwalzen aus der Bahn gedrückt, zwischen die die Bahn geleitet wird. Verbleibende Restmengen an Sterilsierflüssigkeit werden mit Hilfe von Heißluft aus der Bahn getrieben, die auf eine oder auf beide Seiten der Bahn zu geblasen wird; dann wird die Bahn zu einem Schlauch geformt, dessen sterilisierte Innenseite zur Aufnahme des sterilisierten Inhaltes bereit ist.

Bei Wasserstoffperoxid, einem Beispiel eines häufig in einer aseptischen Verpackungsmachine der beschriebenen Art verwendeten Sterilisiermittels, hat man z.B. herausgefunden, daß die bakteriologischen Abtötungswirkungen, die vorschriftsgemäße Gesundheitsbedingungen vollständig erfüllen, dann erreicht werden, wenn das Sterilisiermittel bei einer Temperatur von ca. 65 - 75 º C, bevorzugt bei ca. 70º C, in Form einer Lösung verwendet wird, die ca. 35 % Wasserstoffperoxid (H&sub2;O&sub2;) enthält, falls gleichzeitig sichergestellt ist, daß der Kontakt zwischen dem bahnförmigen Material und dem Sterilisiermittel wenigstens eine bestimmte, spezifizierte Zeitdauer anhält. Bei dem normalen Produktionsrhythmus einer herkömmlichen Verpackungsmaschine entspricht diese Kontakt zeit für die sich bewegende Materialbahn einer bestimmten Kontaktstrecke, was impliziert, daß das Bad mit der Sterilisierlösung eine entsprechend lange, zugängliche Durchlaufstrecke für die sich bewegende Materialbahn besitzen muß. Aus praktischen Gründen, nicht zuletzt aus Platzgründen, ist das Bad häufig in Form eines sogenannten Tiefbades angeordnet, d.h. es ist in einem vertikalen Behälter untergebracht, der vor der Form- und Füllzone des Schlauches angeordnet ist, und dessen Höhe merklich über seiner Breite liegt. Das zu sterilisierende bahnförmige Material wird dann in einer vertikalen Schleife um eine Walze durch das Bad geleitet, die im unteren Teil des Behälters angeordnet ist und mit deren Hilfe die sich bewegende Materialbahn so gesteuert wird, daß sich jederzeit jeder Teil der Bahn unter dem Flüssigkeitspegel mit der Sterilierlösung über einen Zeitraum in Kontakt befindet, der gerechnet vom Eintritt der Bahn in das Bad bis zum Verlassen des Bades wenigstens der erforderlichen Kontaktzeit entspricht. Durch die Verwendung dieses Tiefbades wird ein weiterer Vorteil dadurch erzielt, daß zumindest im unteren Teil des Behälters, wo der Kontakt wegen des vorherrschenden höheren hydrostatischen Druckes intensiviert ist, der die Sterilisierlösung auf die durchlaufende Bahn drückt, zwischen dem durchlaufenden Material und der Sterilisierlösung ein guter Kontakt sichergestellt ist.

Der intensivierte Kontakt zwischen der Wasserstoffperoxidlösung und dem bahnförmigen Material bedeutet selbstverständlich unter dem Gesichtspunkt der bakteriologischen Abtötung einen Vorteil, bringt aber gleichzeitig ein erhöhtes Risiko dahingehend mit sich, daß die Wasserstoffperoxidlösung durch Schnittkanten der Bahn in die flüssigkeitsabsorbierende Faserschicht des bahnförmigen Materials eindringt und sie verschlechtert. Dieses Risiko, das mit dem hydrostatischen Druck in dem Bad zusammenhängt und sich folglich in dem Maße erhöht, in dem der hydrostatische Druck anwächst, wird auch dadurch etwas verschlimmert, daß das bahnförmige Material bei dem bekannten Sterilisationssystem vor dem Eintritt in das Bad eine der Umgebungstemperatur entsprechende Temperatur aufweist oder auf jeden Fall eine Temperatur, die merklich unter der Temperatur des geheizten Sterilisationsbades (ca. 65 - 75º C) liegt; dies bedeutet, daß das relativ kältere bahnförmige Material eine gewisse Dehnung durchmachen kann, während derer die Bahn aus der umgebenden Wasserstoffperoxidlösung Wärme absorbiert, die daraufhin abgekühlt wird, bevor ein Zustand des Temperaturgleichgewichts zwischen der Wasserstoffperoxidlösung und der Bahn erreicht ist. Wie schon oben erwähnt, hängt die bakteriologische Abtötungswirkung unter anderem von der Temperatur der Wasserstoffperoxidlösung ab; um nun die geringere Strecke des bakterienabtötenden Kontaktes, durch die das bahnförmige Material laufen soll, auszugleichen, bevor das erforderliche Temperaturgleichgewicht zwischen der Wasserstoffperoxidlösung und der Materialbahn sich einstellen konnte, wurde es deshalb nötig, das Bad etwas zu "überdimensionieren", d.h. das Bad um ein entsprechendes Maß tiefer auszulegen, als wenn sich dieses Temperaturgleichgewicht schon beim Eintritt der Bahn in das Bad unmittelbar eingestellt hätte. In der Praxis bedeutet die Überdimensionierung des Bades eine weitere Erhöhung des hydrostatischen Druckes und das damit verbundene Risiko, daß Flüssigkeit in den tieferen Teilen des Bades in die Bahn eintritt, oder ansonsten, daß das Bad breiter gemacht wird, während seine Tiefe beibehalten wird, und damit mehr Platz beansprucht.

Das oben beschriebene Verfahren zum Sterilisieren eines bahnförmigen Verpackungsmaterials unter Verwendung eines geheizten Bades, das ein chemisches Sterilisiermittel (im besonderen Wasserstoffperoxid) enthält, läßt sich jedoch verbessern, falls die Bahn vor dem Durchlauf durch das Bad einer Wärmebehandlung unterworfen wird; im besonderen hat man nach der vorliegenden Erfindung herausgefunden, daß sich wesentliche Vorteile erreichen lassen, wenn die Bahn während einer solchen vorausgehenden Wärmebehandlung auf ein solches Maß erhitzt wird, daß ihre Temperatur beim Eintritt in das Bad die tatsächliche Badtemperatur erreicht oder leicht überschreitet.

Falls das bahnförmige Material, wie dies nach der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen ist, so vorgewärmt wird, daß seine Temperatur zumindest der tatsächlichen Badtemperatur entspricht oder sie leicht überschreitet, wenn die Bahn in das Bad eintritt, dann werden die Zonen das Bades vermindert oder sogar ganz ausgeschaltet, die unter dem Gesichtspunkt des bakteriologischen Abtötens weniger aktiv sind, und es stellen sich sichere Vorbedingungen ein, um zu garantieren, daß in keinem Teil des geheizten Bades ein negatives Temperaturgleichgewicht zwischen dem bahnförmigen Material und der Wasserstoffperoxidlösung geschaffen wird; folglich muß das Bad nicht überdimensioniert werden, indem man es tiefer und/oder breiter macht, sondern man kann ihm in der Praxis genau die Minimalabmessungen verleihen, die erforderlich sind, um unter den gegebenen Vorbedingungen bezüglich der Temperatur und der Konzentration der Wasserstoffperoxidlösung die gewünschte bakteriologische Abtötungswirkung nach einer gegebenen minimalen Verweildauer im Bad zu erreichen.

Man hat herausgefunden, daß durch das Vorwärmen des bahnförmigen Materials, so daß seine Temperatur beim Eintritt in das Bad sogar um einige Grade höher als die tatsächliche Badtemperatur ist, das Bad sogar kleiner, insbesondere seichter gemacht werden kann, als dies theoretisch beispielsweise dann erforderlich wäre, wenn die Temperatur genau der Badtemperatur entsprechen sollte, ohne daß damit eine Beeinträchtigung der bakteriologischen Abtötungswirkung einhergeht. Dies liegt daran, daß eine solches überhöhtes Vorwärmen selbst eine verbesserte Abtötungswirkung mit sich bringt, da die Bakterien an dem bahnförmigen Material bei diesen hohen Temperaturen (70 - 90º C) bis zu einem gewissen Maße ausgetrocknet werden und folglich für die Wirkung der Wasserstoffperoxidlösung empfindlicher werden.

Das vorgeschlagene Vorwärmen des bahnförmigen Materials bringt, besonders wenn dieses aus einem Verpackungsmaterial aus kunststoffbeschichtetem Papier besteht, den weiteren Vorteil mit sich, daß leicht flüchtige, nicht polarisierte oder unvollständig polymerisierte Monomere, die sich in den Kunststoffbeschichtungen des bahnförmigen Materials finden lassen und sie begleiten, und die dem Inhalt der danach hergestellten Verpackungsbehälter einen unangenehmen Geruch verleihen oder ihn auf andere Weise beeinträchtigen können, verdampfen und aus dem bahnförmigen Material entfernt werden. Die leicht flüchtigen Kunststoffkomponenten, die den Geruch beeinträchtigen, können noch wirksamer ausgetrieben werden, indem das bahnförmige Material während des Vorwärmens gleichzeitig einer Evakuierung unterzogen wird, als deren Ergebnis auch möglicherweise auftretender Kunststoff- und Papierstaub sowie jede andere Art von Staub von dem bahnförmigen Material abgesaugt wird; damit wird auch verhindert, daß der Staub die Bahn nach unten in die Wasserstoffperoxidlösung begleitet und sie verschmutzt.

Im folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung genauer beschrieben. Darin zeigen

Fig. 1 die schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens bei der Herstellung sogenannter aseptischer Verpackungsbehälter nach einem an sich bekannten Herstellungsprinzip; und

Fig. 2 eine Anordnung zur Durchführung des in Fig. 1 gezeigten erfindungsgemäßen Verfahrens.

Nach dem summarisch in Fig. 1 veranschaulichten Herstellungsprinzip werden, wie oben beschrieben, mit Hilfe einer herkömmlichen Verpackungsmaschine aseptische Verpackungsbehälter 1 hergestellt, die aus einer Bahn 2 dadurch Packungen herstellt, daß die beiden Längskanten der Bahn aneinandergefügt werden, so daß ein nach unten anwachsender Schlauch 3 geformt wird, der über ein (nicht dargestelltes) Rohr zum Einfüllen eines Produktes, das durch das obere, geöffnete Ende des Schlauches eingeführt ist, mit dem speziellen, steril behandelten Inhalt gefüllt wird. Der Schlauch 3 wird durch wiederholtes Flachdrücken und Querversiegelung, rechtwinklig zu der Längsachse des Schlauches, in kissenartige Behältereinheiten 1' unterteilt, die danach durch Schnitte in den Versiegelungszonen voneinander getrennt werden und nach Bildung geeigneter Falten und nach dem Versiegeln die Maschine in Form von fertigen, aseptischen Packungen 1 von im wesentlicher quaderförmiger Gestalt verlassen. Es ist oben bereits erwähnt worden, daß eine Voraussetzung für aseptische fertige Packungen 1 darin besteht, daß der Inhalt sowie die Bahn vor dem gegenseitigen Kontakt sterilisiert werden müssen, und daß die Operationen der Schlauchbildung und des Füllens selbst unter Bedingungen durchgeführt werden müssen, die verhindern, daß das sterilisierte Verpackungsmaterial und der Inhalt infiziert werden können.

Die Sterilisierung des Inhalts wird gewöhnlich mittels einer Wärmebehandlung durchgeführt, während derer der Inhalt nach einem gegebenen Temperatur-/Zeitschema erhitzt wird, und eine Umgebung, die die Reinfektion verhindert oder aseptisch ist, wird dadurch sichergestellt, daß die Maschinenoperationen der Schlauchbildung und des Füllens in einem von der Umgebung abgeschlossenen Gehäuse durchgeführt werden, in dem durch das Einbringen von Heißluft ein bestimmter Druck aufrechterhalten wird, der wirksam verhindert, daß nicht sterile Umgebungsluft eindringt.

Die Sterilisierung des bahnförmigen Materials 2 wird dadurch durchgeführt, daß die Bahn so nahe wie möglich an der Schlauchbildungs- und Füllzone der Maschine mit einem flüssigen, chemischen Sterilisiermittel in Kontakt gebracht wird, das sich bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel in Form eines sogenannten Tiefbades in einem in gestrichelten Linien gezeigten vertikalen Behälter 4 befindet, durch den die Bahn 2 in einer vertikalen Schleife um eine Walze 5 geführt wird, die im unteren Teil des Bades 4 vorgesehen ist. Aus Fig. 1 wird deutlich, daß der Behälter 4 eine Höhenausdehnung aufweist, die merklich über der Breitenausdehnung des Behälters in der horizontalen Ebene quer zur Bewegungsrichtung des bahnförmigen Materials 2 liegt.

Bei dem hier gewählten Beispiel wird angenommen, daß das bahnförmige Material 2 aus einem Laminatmaterial besteht, das eine Basisschicht aus Papier oder Pappe mit Außenschichten aus thermoplastischen Kunststoffen, bevorzugt Polyethylen, sowie aus einer oder mehreren Schichten aus einem anderen Material besteht, z.B. einer Metallfolie oder Kunststoffen einer anderen als der hier erwähnten Art, die zwischen der Kunststoff- und der Basisschicht angeordnet sind. Das Verpackungsmaterial kann beispielsweise von der Außenseite der Bahn zu ihrer Innenseite hin die folgende Zusammensetzung aufweisen:

PE weich/Papier oder PappeyPe weich/Alufolie/Pe weich, wobei dieses Material gute Dichtigkeitseigenschaften gegenüber Flüssigkeiten, Gasen und Licht aufweist und darüberhinaus durch ein herkömmliches, sogenanntes Heißsiegeln leicht zu versiegeln ist. Bei dem gewählten Beispiel wird außerdem angenommen, daß das chemische Sterilisiermittel aus 30 - 50 Gew.-/Vol.-% einer Wasserstoffperoxidlösung besteht, die auf ca. 65 - 75º C, z.B. 70º C erwärmt ist, und daß der Behälter 4, der das Peroxid enthält, so dimensioniert ist, daß jeder Teil des bahnförmigen Materials 2, das mit der tatsächlichen Geschwindigkeit der Maschine durchläuft, ausreichend lange mit der Wasserstoffperoxidlösung in dem Bad in Kontakt steht, um eine annehmbare bakteriologische Abtötungswirkung zu erzielen.

Aus dem Behälter 4 wird die mit dem Wasserstoffperoxid getränkte Bahn durch den Spalt zwischen zwei Mangelwalzen 6 geleitet, mit deren Hilfe begleitende, überschüssige Wasserstoffperoxidlösung mechanisch aus der Bahn gedrückt und in den Behälter 4 zurückgeführt wird; dann wird die Bahn weiter nach oben in die Schlauchbildungs- und Einfüllzone der Maschine geleitet. Beim Eintritt läuft die Bahn an einer Reihe von Düsen vorbei, die auf die Innenseite der Bahn gerichtet sind, und durch die Heißluft geblasen wird, um Restmengen an Wasserstoffperoxid auszutreiben, bevor das bahnförmige Material in eine schlauchförmige Form gebracht wird.

Nach der vorliegenden Erfindung ist ein mit gestrichelten Linien angezeigter Heizbereich 7 in der durch Pfeile angegebenen Bewegungsrichtung des bahnförmigen Materials vor dem Tiefbad vorgesehen, durch den die Bahn 2 zur kombinierten Aufbereitung und zum Aufheizen vor dem Eintritt in das Bad geleitet wird. Fig. 2 zeigt genauer, daß innerhalb des Bereiches 7 ein im wesentlichen rechteckiger Kasten 8 angeordnet ist, dessen oberes Ende einen engen Einlaßspalt 9 aufweist, der an die Bahn angepaßt ist und dessen unteres Ende offen ist und dicht an den nachfolgenden Behälter 4 in dem Bereich vor dem Eintritt der Bahn in das Bad anschließt. Eine Anzahl von Düsen 10 ist längs der Seiten 8a des Kastens vorgesehen, die sowohl in Quer- als auch in Längsrichtung gleichmäßig verteilt sind und auf beide Seiten der durchlaufenden Bahn gerichtet sind; die Düsen befinden sich über eine gemeinsame Leitung 16 in Verbindung mit einer Heißluftquelle und richten die ausströmende Heißluft direkt auf beide Seiten der Bahn, was in Fig. 2 mittels durchgezogener Pfeile angegezeigt ist. Der Kasten 8 ist in unmittelbarer Nachbarschaft der spaltförmigen Einlaßöffnung 9 mit einem als Evakuierungskammer dienenden aufgeweiteten Abschnitt 11 versehen, der mit einer verengten, spaltartigen Einlaßöffnung 12 und Anschlußmitteln l4 vorgesehen ist, die mit der Evakuierungskammer 13 verbunden sind und bevorzugt an jeder Seite der Bahn 2 angeordnet sind; die Anschlußmittel befinden sich über eine Leitung l5 mit einer nicht gezeigten Vakuumquelle in Verbindung.

Während des Durchlauf s durch den Kasten 8 innerhalb des in Fig. 2 gezeigten Aufbereitungs- und Heizbereiches 7 läuft die Bahn 2 also an einem Heißluftstrom vorbei, der aus den Düsen 10 austritt und wegen des in der Evakuierungskammer 13 aufrechterhaltenen teilweisen Vakuums im Gegenfluß auf die Bahn gerichtet ist und mit beiden Seiten der Bahn in dem Bereich der eng ausgelegten Spaltöffnung 9 in intensiven Kontakt gebracht wird, wodurch eine wirksame Aufheizung der Bahn oder zumindest der äußeren Kunststoffbeschichtungen der Bahn erreicht wird. Dank des Aufheizens werden alle leicht flüchtigen Komponenten, die ihr einen unangenehmen Geruch verleihen können, aus den Kunststoffbeschichtungen freigesetzt, von dem in der Gegenrichtung fließenden Luftstrom eingefangen und durch die Anschlußmittel 14 evakuiert. Der Lufstrom bringt es außerdem zustande, daß Faser- und Kunststoffstaub bis zu einem gewissen Ausmaß entfernt wird und ebenfalls durch die Evakuierungsanschlußmittel l4 abgezogen wird; auf diese Weise wird verhindert, daß der Staub die Bahn 2 in das Sterilisierbad begleitet und es verschmutzt.

Man hat herausgefunden, daß eine Heizanordnung der eben beschriebenen Art, mit der es also möglich ist, die Bahn vor ihrem Eintritt in das nachfolgende Sterilisierbad sowohl vorzuwärmen als auch zu reinigen, besonders vorteilhaft für die Sterilisierung von bahnförmigem Verpackungsmaterial ist, das Schichten aus Papier oder Pappe und Kunststoff aufweist; selbstverständlich ist es im Rahmen des allgemeinen, der Erfindung zugrundeliegenden Konzeptes ebenso möglich, andere Arten von Heizanordnungen zu verwenden, um für das gewünschte Vorwärmen des bahnförmigen Materials zu sorgen, das zum Zwecke der Sterilisierung durch ein flüssiges Sterilisiermittel laufen soll.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Vorbehandlung von in Bewegung befindlichem bahnförmigen Material (2), das man zum Zwecke der Sterilisierung durch ein geheiztes Bad laufen läßt, das ein Sterilisiermittel enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn so erwärmt wird, daß ihre Temperatur der tatsächlichen Badtemperatur entspricht oder leicht darüber liegt, wenn die Bahn in das Bad eintritt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn während des Erwärmens einem Teilvakuum unterworfen wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 zur Vorbehandlung von laminiertem, bahnförmigen Verpackungsmaterial, das Schichten aus Papier und Kunststoff und möglicherweise eine zwischen dem Papier und den Kunststoffschichten angeordnete Metallfolie aufweist, wobei man die Bahn zum Zwecke der Sterilisierung durch ein auf 65º - 75º bevorzugt 70º C, erhitztes Bad laufen läßt, das 35 % Wasserstoffperoxidlösung enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn so erwärmt wird, daß ihre Temperatur 70º - 90º bevorzugt 80º C, erreicht, wenn sie in das Bad eintritt.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn mittels Heißluft erwärmt wird, die bevorzugt im Gegenf luß zur Bewegungsrichtung der Bahn auf beide Seiten der Bahn geb lasen wird.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Bahn durch einen engen Spalt (9) laufen läßt, durch den die Heißluft für eine intensiven Gegenflußkontakt mit der sich hindurchbewegenden Bahn evakuiert wird.

6. Anordnung vor vorbehandlung von sich bewegendem, bahnförmigen Material (2), das man zum Zwecke der Sterilisierung in einer vertikalen Schleife nach unten durch einen Behälter (4) laufen läßt, der ein geheiztes Bad mit einem Sterilisiermittel enthält, dadurch gekennzeichnet, daß sie Heizmittel aufweist, die vor dem Behälter (4) installiert sind und mit deren Hilfe die Bahn erwärmt werden kann, so daß ihre Temperatur der tatsächlichen Badtemperatur entspricht oder bevorzugt leicht darüber liegt, wenn die Bahn in das Bad eintritt.

7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizmittel einen rechteckigen Kasten (8) aufweist, der mit einem Einlaß (9) und einem Auslab versehen ist und Düsen (10) aufweist, die auf beide Seiten der sich hindurchbewegenden Bahn gerichtet sind und mit einer Heißluftquelle in Verbindung stehen.

8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaß (9) als eine enge Splatöffnung ausgelegt, ist die über eine mit Anschlußmitteln (14) versehene Evakuierungskammer (13) mit einer Vakuumquelle in Verbindung steht.







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