PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4134434A1 22.04.1993
Titel Radlagereinheit mit einer Drehzahlermittlungseinrichtung
Anmelder FAG Kugelfischer Georg Schäfer KGaA, 8720 Schweinfurt, DE
Erfinder Hassiotis, Vasilis, 8720 Schweinfurt, DE;
Schottdorf, Johannes, 8723 Hammelburg, DE;
Tröster, Manfred, 8730 Bad Kissingen, DE
DE-Anmeldedatum 18.10.1991
DE-Aktenzeichen 4134434
Offenlegungstag 22.04.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.04.1993
IPC-Hauptklasse B60B 27/00
IPC-Nebenklasse G01P 3/00   
IPC additional class // B60T 8/32  
Zusammenfassung Eine Radlagereinheit mit einer Drehzahlermittlungseinrichtung wird dadurch vereinfacht, daß ein Haltewulst (7) der zur axialen Fixierung eines getrennten Innenrings (6) erforderlich ist, mit Unterbrechungen (8) versehen ist, die einem Drehzahlsensor (10) gegenüberstehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Radlagereinheit nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Radlagereinheiten, bei denen mindestens ein Laufring als Nabe ausgebildet und mit einem Befestigungsflansch versehen ist, sind schon seit langem bekannt. Aus Montagegründen wird oft zumindest ein Innenring eines zweireihigen Schrägwälzlagers getrennt hergestellt und auf einem Nabenabsatz, der den anderen Innenring trägt, eingebaut. Dieser getrennte Innenring muß dann axial fixiert werden.

Aus der DE-OS 34 18 440 ist es bekannt, diesen getrennten Innenring durch einen plastisch verformten Wulst, der der äußeren Stirnseite des Innenrings gegenübersteht, zu fixieren. Wenn man nun bei einem solchen Lager im Zusammenhang mit der Einrichtung eines Antiblockiersystems die Drehzahl ermitteln will, wird es durch eine Vielzahl von Veröffentlichungen nahegelegt, an den Lagerteilen, die sich drehen, einen Impulsring vorzusehen, dessen Unterbrechungen einem Drehzahlmeßsensor gegenüberstehen. Eine solche Ausführung wird beispielsweise in der ATZ Automobiltechnische Zeitung 90 (188) 3, Seite 116 gezeigt. Diese Ausführung ist aber aufwendig und wenig platzsparend. Es muß nämlich ein getrennter Impulsring hergestellt und mit einigem Aufwand montiert werden, Oft geschieht dies nicht mit der erforderlichen Genauigkeit. Außerdem benötigt dieser Impulsring zusätzlichen Platz.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Radlagereinheit aufzuzeigen, die die oben genannten Nachteile nicht besitzt und bei der sich mit einfachsten Mitteln in platzsparender Weise eine die Drehzahl ermittelnde Einrichtung ergibt, wobei auch die für eine exakte Zählung durch den Sensor erforderliche Genauigkeit erreicht wird.

Die Lösung dieser Aufgabe ist im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegeben. Der Anspruch 2 enthält eine bevorzugte Ausführung.

Gemäß der Erfindung besitzt der Haltewulst gleichmäßig am Umfang verteilte Unterbrechungen. Diese werden gleichzeitig mit der Herstellung des Wulstes erzeugt, wodurch sich eine einfache Fertigung ergibt. Wenn man die radiale Führung des Verformungsstempels genau festlegt, was bei den auftretenden hohen Verformungskräften grundsätzlich erforderlich ist, ergibt sich gleichzeitig auch eine genaue Verteilung der Unterbrechungen. Ein mit geringem Abstand gegenüberliegender Sensor wird dann die Drehzahl des Rades mit der für ein Antiblockiersystem erforderlichen Genauigkeit ermitteln und weitergeleiten.

Die so erhaltenen Signale sind auch deswegen genau, weil bei der stirnseitigen Anbringung der Unterbrechungen in Form von Erhebungen an den Wulst in der Nachbarschaft keine die Meßgenauigkeit störenden Teile vorhanden sind. Die Erhebungen stehen nämlich gegenüber anderen Teilen geringfügig axial vor.

Nun ist es zwar aus der EP-OS 3 23 159 bekannt, den getrennten Innenring direkt mit Unterbrechungen zu versehen. Hier treten aber ebenfalls die oben genannten Nachteile (Störung der Signale durch die Befestigungseinrichtung in Form der Mutter und Beilagscheibe) ein. Außerdem besitzt der Innenring eine komplizierte Form, die im Hinblick auf die für Wälzlager benötigten speziellen Werkstoffe und deren Herstellung aufwendig und teuer ist.

Die neue Ausführung ist deswegen besonders günstig, weil hier eine Kombination von zwei Funktionen vorliegt. Der Wulst wird nämlich nicht nur zur axialen Fixierung des Innenrings benutzt, sondern dient gleichzeitig als Impulsgeber für die Drehzahlmessung. Die Herstellung ist einfach, wobei mit dem Fixierwulst gleichzeitig die Stirnverzahnung in einer Fertigungsoperation hergestellt werden kann, Getrennte Impulsringe mit zusätzlichem Montageaufwand sind nicht erforderlich. Außerdem wird hier das bei getrennten Ringen oft auftretende Aufweiten derselben bei der Montage verhindert. Letzteres würde zusätzlich Fehlmessungen verursachen.

Die Erfindung wird anhand einer Figur näher erläutert. Diese enthält einen Längsschnitt durch eine Radlagereinheit eines Kraftfahrzeugs.

Die Lagerung besteht aus einer Nabe 1, die mit einem Befestigungsflansch 2 versehen ist. Außerdem ist ein Innenring 3 des zweireihigen Schrägkugellagers mit dieser Nabe 1 einteilig verbunden. Der Außenring 4 des Schrägkugellagers ist ebenfalls mit einem Befestigungsflansch 5 versehen. Der zweite getrennte Innenring 6 sitzt auf einem Absatz 1&min; der Nabe 1.

Zur axialen Fixierung des Innenrings 6 wird der Haltewulst 7 durch plastische Verformung des Nabenendes angeformt. Dieser umgreift den Innenring 6 an seiner äußeren Stirnfläche. Damit ergibt sich auch gleichzeitig eine Baueinheit der Lagerung.

Bei der Herstellung des Wulstes 7 werden gleichzeitig mit einfachsten Mitteln gleichmäßig am Umfang verteilte Unterbrechungen 8 in Form von Erhebungen 8&min; angeformt. Diese ragen axial etwas über die anderen Teile hervor und stehen so störungsfrei einem Sensor 10 gegenüber. Dabei ist es auch günstig, daß zur Vereinfachung der plastischen Verformung im Achsbereich eine Vertiefung 9 angebracht ist, denn diese bewirkt, daß hier kein störendes Material vorhanden ist und beendet außerdem die hier nicht nötigen Erhebungen 8&min;.


Anspruch[de]
  1. 1. Radlagereinheit für Kraftfahrzeuge mit einer Drehzahlermittlungseinrichtung bestehend aus einer Nabe und einem Schrägwälzlager, wobei zumindest ein Innenring des Wälzlagers durch einen mit Hilfe einer plastischen Verformung erzeugten, am Nabenende angeformten Wulst axial fixiert ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Wulst (7) mit gleichmäßig am Umfang verteilten Unterbrechungen (8) versehen ist, die einem Sensor (10) mit Abstand gegenüberstehen.
  2. 2. Radlagereinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbrechungen (8) aus stirnseitig am Wulst (7) angeformten Erhebungen (8&min;) bestehen.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com