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Dokumentenidentifikation DE4136875A1 19.05.1993
Titel Mehrwegtransportbehälter für Pflanzen, insbesondere Schnittblumen
Anmelder Kenya Flowers GmbH, 6092 Kelsterbach, DE
Vertreter Hafner, D., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Stippl, H., Dipl.-Ing.Univ., Pat.-Anwälte, 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 09.11.1991
DE-Aktenzeichen 4136875
Offenlegungstag 19.05.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1993
IPC-Hauptklasse B65D 85/50
IPC-Nebenklasse B65D 5/30   B65D 5/66   A01G 9/02   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Mehrweg-Transportbehälter für Pflanzen, insbesondere Schnittblumen, in Form einer schachtelartigen Hülle mit mindestens einem zur Öffnung des Behälters aufklappbaren Wandungsteil, wobei sich das Wandungsteil (2) unter Bildung eines Türelementes (3) sowohl über einen wesentlichen Flächenabschnitt einer Schachtelseite (5) erstreckt als auch unter Bildung eines scharnierartigen Knicks (6) mit einem Deckabschnitt (4) einen Teil der Behälteroberseite (7) übergreift und dort in Schließstellung fixierbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung/Neuerung betrifft einen Behälter für Pflanzen, insbesondere für Schnittblumen mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.

Stand der Technik

Pflanzen, insbesondere auch Schnittblumen werden heute auf dem Land-, See- und Luftweg über sehr weite Strecken transportiert. Dabei ist es notwendig, die Pflanzen sowohl gegen mechanische Einflüsse zu schützen als auch dafür zu sorgen, daß den Pflanzen während des Transportes die zur Erhaltung der Pflanzen notwendigen klimatischen Umstände erhalten bleiben. Beispielsweise ist es bei manchen Blumensorten notwendig, diese kühl zu halten, andere werden trocken transportiert, wieder andere Pflanzen werden insbesondere auf dem Landwege mit ihren Stielen in Wasserbecken befördert, was an die Transportbehältnisse besondere Anforderungen stellt.

In der Vergangenheit hat man meist Einwegtransportbehälter verwendet, nämlich Kartons, die dann vom Einzelhändler zu entsorgen waren. Derartige Kartons mußten zur Erzielung einer Mindesthaltbarkeit aus relativ kräftigem Material hergestellt werden. Kartons, die zum Naßtransport von Schnittblumen bestimmt waren, mußten ferner mit einer Beschichtung überzogen werden, die bei der Entsorgung der Kartons zusätzliche Probleme bereitet. Auch ist es nicht unproblematisch, Schnittblumen in herkömmliche Kartons einzupacken und daraus wieder auszupacken, da herkömmliche Kartons in der Regel nur an einer Seite zu öffnen sind, ohne den Karton völlig zu zerstören. Wird beispielsweise die Kartonoberseite geöffnet, so muß an den empfindlichen Blumenköpfen vorbei in den Karton hinabgegriffen werden, um das die Blumen beinhaltende Behältnis greifen zu können. Dabei ist zu befürchten, daß die Blumen beschädigt werden.

Der Erfindung/Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Mehrweg-Transportbehälter mit den Merkmalen der Oberbegriffes des Anspruches 1 derart weiterzubilden, daß er einfach herstellbar ist, vielfach verwendbar ist und eine leichte und sichere Handhabung der Blumen während des Transportes und beim Be- und Entladen des Containers gewährleistet. Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale gelöst, vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung/Neuerung ergeben sich aus den Unteransprüchen 2-14.

Nach der Erfindung ist der Mehrweg-Transportbehälter mit einem Wandungsteil versehen, das sowohl einen Türabschnitt bildet, der sich über einen wesentlichen Flächenabschnitt einer Schachtelseitenwandung, nämlich die Frontseite der Schachtel erstreckt als auch unter Bildung eines scharnierartigen Knicks mit einem Deckabschnitt einen Teil der Behälteroberseite übergreift und dort in Schließstellung fixiert werden kann. Dadurch ist es möglich, den Behälter auf seiner Front- und Oberseite völlig zu öffnen, so daß in Flüssigkeitsbehältern stehende Blumen hineingestellt und herausgenommen werden können, ohne befürchten zu müssen, daß empfindliche Blumenköpfe bei der Handhabung mechanisch belastet und dadurch zerstört werden.

Darüber hinaus wird durch die Sicherung des Deckabschnittes in der Behälteroberseite gleichzeitig ein sehr fester, hochbelastbarer Verschluß für das Türelement geschaffen, da Türöffnungskräfte parallel zur Behälteroberseite wirken und dort im Material der die Oberfläche bildenden Teile gut abgefangen werden können, ohne den Behälter zu sehr zu verformen.

Eine besonders stabile Fixierung des Deckenabschnittes auf der Behälteroberseite kann dann erreicht werden, wenn die Fixierung an zwei sich gegenüberliegenden Kanten der Behälteroberseite erfolgt. Die Fixierungselemente liegen dann relativ weit auseinander, so daß der gegenseitige Verbund der zu fixierenden Teile relativ großflächig über die Behälteroberseite verteilt ist. Es bietet sich als vorteilhaft an, wenn das Türelement und der Deckabschnitt einstückig ausgebildet sind, ferner kann auch das Türelement an einer der Behälterseitenkanten unter Bildung eines scharnierartigen Seitenknicks in die benachbart liegende Seitenwandung des Behälters übergehen, wodurch der Behälter i. w. aus einem Flächenstück gefaltet werden kann, sofern weitere Deckabschnitte und den Boden bildende Abschnitte einstückig an den Behälterseitenwandungen angeformt sind. Der Behälter kann dann aus einem einstückigen Verpackungsmaterialzuschnitt zusammengesteckt werden.

Die Merkmale der Ansprüche 10 und 11 gewährleisten, daß der Behälter im Bodenbereich besonders hoch belastbar ist, wobei durch Anspruch 11 für eine statisch günstigte Krafteinleitung in die Behälterseitenwandungen gesorgt ist, wodurch die Bodenteile des Behälters entlastet werden.

Nach Anspruch 12 soll das Behältermaterial Polypropylen sein. Dieses Material eignet sich besonders gut, um Mehrweg-Transportbehälter für Pflanzen herzustellen, da das Material bei geringem Gewicht eine hohe mechanische Belastbarkeit, insbesondere Reiß- und Stoßfestigkeit aufweist, thermisch relativ hoch belastbar ist, gegen Nässe resistent ist und damit ausgespritzt oder ausgewaschen werden kann und die außenliegende Behälteroberfläche mit Aufklebern versehen werden kann, die nach Erreichen des Transportzieles problemlos wieder abgezogen werden können und durch neue Aufkleber ersetzt werden können.

Werden die Behälterwandungen - wie dies etwa bei herkömmlicher Wellpappe der Fall ist - doppelwandig ausgebildet, ergibt sich in vorteilhafter Weise auch noch eine thermische Isolation, wodurch sich Frost oder Hitzeschäden an Pflanzen und Blumen beispielsweise dann vermeiden lassen, wenn die Behälter beim Be- und Entladen von Transportmitteln kurzfristig extremen Witterungsverhältnissen ausgesetzt sind.

Durch die Merkmalskombination des Anspruches 14 kann das Türelement in vollständig geöffneter, zurückgeklappter Stellung fixiert werden. Dadurch wird vermieden, daß beim Beladen des Behälters mit Schnittblumen das Türelement einschwenkt und Blumenköpfe beschädigt.

Die Erfindung/Neuerung ist anhand eines Ausführungsbeispieles in den Zeichnungsfiguren näher erläutert. Diese zeigen:

Fig. 1 eine perspektivisches Ansicht eines Containers mit geöffnetem Türelement,

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines geschlossenen Containers.

Der insgesamt mit 1 bezeichnete Transportbehälter weist eine schachtelartige Hülle auf, wobei ein Wandungsteil zum Öffnen des Behälters 1 aufgeklappt werden kann. Das Wandungsteil 2 setzt sich aus einem Türelement 3 und einem Deckabschnitt 4 zusammen, wobei sich das Türelement 3 über einen wesentlichen Flächenabschnitt der Front-Schachtelseite erstreckt. Das Türelement 3 geht unter Bildung eines scharnierartigen Knicks 6 in den Deckabschnitt 4 über.

Wie insbesondere in Fig. 2 zu sehen ist, übergreift in Schließstellung der Deckabschnitt 4 einen Teil der Behälteroberseite 7 und wird dort an zwei sich gegenüberliegenden Kanten 8 durch Stecklappen 9 fixiert, die in Halteschlitze 10 eingeschoben werden können.

Das Türelement 3 ist einstückig mit den Seitenwandungen 11, 12, 13 und 14 sowie weiteren Deckabschnitten 15, 16 und einem dritten Deckabschnitt 17 ausgebildet. Die Deckabschnitte 15 und 16 sind an den oberen Kanten 8 der Seitenwandungen 11 und 13 angeordnet und von diesen durch einen scharnierartigen Seitenknick getrennt. Die die Behälterückseite bildende Seitenwandung 12 geht an ihrer Oberkante 18 in den dritten Deckabschnitt 17 über.

Der erste Deckabschnitt 4 übergreift mit seiner freien Kante 19 einen Fixierungsabschnitt 20 des dritten Deckabschnittes 17, der zur Frontseite des Behälters hin vom dritten Deckabschnitt 17 absteht.

An der freien Kante 21 des Türelementes 3 sind weitere Stecklappen 22 angeordnet, die in Halteschlitze 23 eingreifen, die an der Frontseite der Seitenwandung 13 angeordnet sind.

Im Bereich des Behälterbodens 24 ist ein wannenartiges Verstärkungselement 25 angeordnet, das wahlweise mit den Behälterseitenwandungen 11-14 verbindbar ist.

Das gesamte Behältermaterial ist Propylen, die Behälterwandungen sind doppelwandig ausgebildet, wie insbesondere im Bereich der freien Kante 21 des Türelementes 3 zu sehen ist. Die beiden Behälterwandungsschichten sind durch schmale parallel laufende Stegelemente miteinander verbunden.

Im Bereich der hinteren Kante 27 der Seitenwandung 11 sind weitere Halteschlitze 28 angeordnet, in welche die Stecklappen 22 zur Fixierung des Türelements 3 in vollständig aufgeklappter Stellung eingeführt werden können, um das Türelement parallel zur Außenseite der Seitenwandung 11 zu halten.

Bezugszeichenliste:

1 Transportbehälter

2 Wandungsteil

3 Türelement

4 Deckabschnitt

5 Schachtelseite

6 Knick

7 Behälteroberseite

8 Kanten

9 Stecklappen

10 Halteschlitze

11 Seitenwandung

12 Seitenwandung

13 Seitenwandung

14 Seitenwandung

15 Deckabschnitt

16 Deckabschnitt

17 Deckabschnitt

18 Oberkante

19 freie Kante

20 Fixierungsabschnitt

21 freie Kante

22 Stecklappen

23 Halteschlitze

24 Behälterboden

25 Vertärkungselement

26 Stegelemente

27 Kante

28 Halteschlitze


Anspruch[de]
  1. 1. Mehrweg-Transportbehälter für Pflanzen, insbesondere Schnittblumen, in Form einer schachtelartigen Hülle mit mindestens einem zur Öffnung des Behälters aufklappbaren Wandungsteil, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Wandungsteil (2) unter Bildung eines Türelementes (3) sowohl über einen wesentlichen Flächenabschnitt einer Schachtelseite (5) erstreckt als auch unter Bildung eines scharnierartigen Knicks (6) mit einem Deckabschnitt (4) einen Teil der Behälteroberseite (7) übergreift und dort in Schließstellung fixierbar ist.
  2. 2. Mehrweg-Transportbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixierung des Deckabschnittes (4) im Bereich von zwei sich gegenüberliegenden Kanten (8) der Behälteroberseite (7) erfolgt.
  3. 3. Mehrweg-Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Türelement (3) und der Deckabschnitt (4) einstückig ausgebildet sind.
  4. 4. Mehrweg-Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Türelement (3) an einer Behälterseitenkante unter Bildung eines scharnierartigen Seitenknickes in die benachbart liegende Seitenwandung (11) des Behälters (1) übergeht.
  5. 5. Mehrweg-Transportbehälter nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an den Oberkanten (8) der zum Türelement (3) benachbart liegenden Seitenwandungen (11, 13) die Behälteroberseite (7) in Schließstellung zumindest teilweise überdeckende weitere Deckabschnitte (15, 16) angeordnet sind.
  6. 6. Mehrweg-Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Oberkante (18) der Behälterrückseite (12) ein dritter Deckabschnitt (17) angeordnet ist, der in Schließstellung die weiteren Deckabschnitte (15, 16) übergreift.
  7. 7. Mehrweg-Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Deckabschnitt (4) in Schließstellung einen zur Frontseite des Behälters (1) weisenden Fixierungsabschnitt (20) des dritten Deckabschnittes (15) übergreift.
  8. 8. Mehrweg-Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Fixierung des ersten Deckabschnittes (4) an dessen Seitenkanten Stecklappen (9) angeordnet sind, die in Schließstellung in Halteschlitze (10) der weiteren Deckabschnitte (15, 16) einführbar sind.
  9. 9. Mehrweg-Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Fixierung des Türelementes (3) in Schließstellung an der freien Kante (21) des Türelementes weitere Stecklappen (22) angeordnet sind, die unter Klemmsitz in senkrechte Halteschlitze (23) im Bereich der in Schließstellung beaufschlagten Behälterseitenkante angeordnet sind.
  10. 10. Mehrweg-Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Behälterbodens (24) ein wannenartiges Verstärkungselement (25) angeordnet ist.
  11. 11. Mehrweg-Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstärkungselement (25) mit den Behälterseitenwandungen (11, 14) fest verbindbar ist.
  12. 12. Mehrweg-Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Behältermaterial Polypropylen ist.
  13. 13. Mehrweg-Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälterwandungen doppelwandig ausgebildet sind und durch parallellaufende Stegelemente miteinander verbunden sind.
  14. 14. Mehrweg-Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der der in Schließstellung beaufschlagten Behälterseitenkante diagonal gegenüberliegenden weiteren Behälterseitenkante (27) weitere senkrechte Halteschlitze (28) angebracht sind, in welche die Stecklappen (22) des parallel zur benachbarten Seitenwandung (11) zurückgeklappten Türelementes (3) zu dessen Fixierung in Öffnungsstellung einsteckbar sind.






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