PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4137411A1 19.05.1993
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung einer Antriebskraft
Anmelder Rottenbacher, Peter, 5000 Köln, DE
Erfinder Rottenbacher, Peter, 5000 Köln, DE
DE-Anmeldedatum 14.11.1991
DE-Aktenzeichen 4137411
Offenlegungstag 19.05.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1993
IPC-Hauptklasse F03G 7/08
IPC-Nebenklasse H02K 7/14   B64G 1/40   B64D 27/02   B63H 19/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung einer Antriebskraft zum Antrieb von Land-, See-, Luft- und Raumfahrzeugen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, durch die Antriebskraft erzeugt werden kann, die unabhängig von den Umgebungsbedingungen funktioniert.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß ein Drehkörper (1), der in bezug auf seinen Schwerpunkt eine ungleiche Massenverteilung und eine durch seinen Schwerpunkt gehende Drehachse aufweist, einer Änderung seiner Drehbewegung unterworfen wird. Die dazu erforderliche erfindungsgemäße Vorrichtung weist den Drehkörper (1) mit einer Lagerung (29), einen Antrieb (31) und einem Ablenksystem (30) auf.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung einer Antriebskraft zum Antrieb von Land-, See-, Luft- und Raumfahrzeugen.

Üblicherweise tritt beim Erzeugen einer Antriebskraft oder eines Antriebsmomentes für erdgebundene Fahrzeuge als Folge der Abstützung auf der Erde eine Gegenkraft oder ein Gegenmoment auf. Der Antrieb in Wasser oder Luft oder im Weltraum erfolgt mittels des Rückstoßprinzips, bei dem Massen entgegen der Bewegungsrichtung beschleunigt werden, wodurch sich dem Impulssatz gemäß eine Vortriebskraft ergibt. Diese Massen müssen bei Bewegungen im Weltraum in den dort verkehrenden Fahrzeugen mitgenommen werden, wodurch deren Totgewicht extrem hoch liegt. Bei Landfahrzeugen wäre ein Antrieb von Vorteil, der unabhängig von der Bodenreibung funktioniert.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, durch die eine Antriebskraft erzeugt werden kann, die unabhängig von den Umgebungsbedingungen funktioniert.

Diese Aufgabe wird gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 bis 5. Bei der erfindungsgemäßen Anordnung der unterschiedlichen Massen des Drehkörpers entstehen durch dessen Drehbeschleunigung Reaktionsmomente und die für die Entstehung dieser Momente erforderlichen Reaktionskräfte unterschiedlicher Größe. Die Differenz dieser Kräfte steht als resultierende Kraft zur Verrichtung von Arbeit oder zur Beschleunigung eines Systems zur Verfügung. Dabei bedarf es weder einer Abstützung des Drehkörpers noch eines irgendwie gearteten Massenausstoßes.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann die Winkelgeschwindigkeit des Drehkörpers zur Erzeugung einer Drehbeschleunigung geändert werden.

Besonders vorteilhaft und einer technischen Nutzbarkeit dienlich ist die erfindungsgemäße Lösung, bei der die variable Drehbeschleunigung durch Variation der Beschleunigung, die sich aus einer Änderung der Richtung der Umfangsgeschwindigkeit des sich um seinen Schwerpunkt drehenden Drehkörpers durch Ablenken desselben ergibt, ersetzt wird. Die in diesem Falle ungefähr konstante Drehgeschwindigkeit des Drehkörpers erlaubt einen einfachen Antrieb desselben, der lediglich die Reibverluste kompensieren muß.

Durch eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung wird eine periodische Erzeugung der Antriebskraft ermöglicht. Dies geschieht erfindungsgemäß dadurch, daß der Drehkörper nach einer erfolgten Ablenkung, innerhalb einer Umdrehung im Bereich von z. B. 180-Winkelgraden mit gleichbleibender Richtung seiner Umfangsgeschwindigkeit läuft. Dieser Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden. Die Winkelsumme der Bereiche mit unveränderter Richtung der Umfangsgeschwindigkeit ist im vorliegenden Fall ein Vielfaches von 180-Winkelgraden.

Eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung zeigt die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 5. Die Lagerung dient der Verwirklichung einer Dreh- und Schwenkbewegung des Drehkörpers, wobei der Antrieb die Drehbewegung und das Ablenksystem die Schwenkbewegung des Drehkörpers ermöglichen. Das Gehäuse und die mit ihm verbundene Lagerachse dienen der Aufnahme der Antriebsmomente und der Ablenkkräfte, die durch das Ablenksystem aufgebracht werden. Die erfindungsgemäße elektromotorische Antriebsart ist besonders einfach zu handhaben und außerdem umweltfreundlich. Grundsätzlich sind jedoch auch hydraulische, pneumatische oder verbrennungsmotorische Antriebe denkbar.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung bietet eine klare Trennung der beiden Lagertypen, die dadurch für ihre jeweilige Funktion optimiert werden können.

Die weitere Ausbildung der Erfindung hat den Vorteil einer besonders einfachen, kompakten und kostengünstigen Lösung der Lagerung.

Durch eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung wird trotz klarer Trennung der Funktionselemente der Lagerung eine sehr kompakte und einfache Lösung für die Lagerung und den Antrieb des Drehkörpers verwirklicht.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung vereinfacht die Konstruktion von Antrieb und Lagerung, da der Dreh- Schwenklagerträger einstückig mit dem Rotor und der Axial-Drehschwenklagerträger zugleich als Stator ausgebildet sind.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung führt zu besonders gleichmäßigem Lauf des Drehkörpers, da dieser durch die Lage des Antriebes ein besonders hohes Schwungmoment und eine kompromißlose Lagerung aufweist.

Durch eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung werden die für die Änderung der Richtung der Umfangsgeschwindigkeit erforderlichen Kräfte innerhalb des Systems aufgebracht, so daß in der axialen Lagerung des Drehkörpers nur geringe Gegenkräfte auftreten. Dadurch ist der Drehkörper in axialer Richtung nahezu frei. Derselbe Effekt wird erfindungsgemäß erreicht, wenn die Ablenkkräfte oder Ablenkwege genau aufeinander abgestimmt sind.

Es ist von Vorteil, daß der Antrieb des Drehkörpers erfindungsgemäß derart erfolgt, daß der Impulsvektor des Drehkörpers und der Vektor des Antriebsmomentes während einer Antriebsphase parallel sind.

Die Änderung der Richtung der Umfangsgeschwindigkeit wird durch eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besonders betriebssicher und einfach durch mechanische Mittel erreicht.

Eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ermöglicht den Bewegungsablauf des Drehkörpers, den jeweiligen Erfordernissen entsprechend durchzuführen und damit zu optimieren.

Durch simultane Auswertung von Betriebsdaten wie Antriebsdrehzahl, Größe und Dauer der Ablenkung, Systemgeschwindigkeit, Systembeschleunigung und durch Vergleich mit den entsprechenden Solldaten erfolgt erfindungsgemäß die Steuerung der Bewegungsabläufe des Drehkörpers und damit die Größe der nutzbaren Kräfte.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung erlaubt ein besonders einfaches, weil gehäusefestes Ablenksystem. Die dabei erforderliche elektronische Steuerung der elektromagnetischen Ablenkfelder ist mit moderner Mikroelektronik problemlos zu beherrschen.

Durch eine erfindungsgemäße Ausbildung der Anordnung kann die elektronische Steuerung der Ablenkmagnete durch ein mit halber Drehzahl und gegenläufigem Drehsinn um die Drehachse sich bewegendes Ablenksystem ersetzt werden. Dem erhöhten mechanischen Aufwand steht hier das Fehlen einer elektronischen Steuerung gegenüber.

Durch eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist auch ein gleichsinniges, synchrones Mitdrehen des Ablenksystems mit dem Drehkörper möglich. Dadurch erübrigt sich ein Drehrichtungsumkehrgetriebe. Besonders geeignet sind für ein solches Ablenksystem hydrostatische oder pneumatische Elemente.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ermöglicht eine Vergleichmäßigung der Antriebskraft, wobei die einzelnen Drehkörper unabhängig voneinander antreibbar und steuerbar sind.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung und der Zeichnung, in der eine erfindungsgemäße Anordnung schematisch dargestellt ist.

Es zeigen;

Fig. 1 Schema der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Antrieb durch Elektromotoren und mit mechanischem Ablenksystem im Teilschnitt.

Fig. 2 Schema der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit getrenntem Dreh- und Schwenklager und innenliegendem, integriertem, elektromotorischen Antrieb im Schnitt.

Fig. 3 Schema der Vorrichtung mit kombiniertem Dreh-Schwenklager und innenliegendem, integriertem, elektromotorischen Antrieb im Schnitt.

Fig. 4 Schema der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit getrenntem Dreh- und Schwenklager und außenliegendem elektromotorischem Antrieb im Schnitt.

Fig. 5 Schema der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit innenliegendem, integriertem, elektromotorischen Antrieb und einem gehäusefestem, elektromagnetischen Ablenksystem im Schnitt.

Fig. 6 Schema der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit innenliegendem, integriertem, elektromotorischen Antrieb und gegenläufigem elektromagnetischen Ablenksystem im Schnitt.

Fig. 7 Schema der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit innenliegendem, integriertem, elektromotorischen Antrieb und gleichsinnig sowie synchron mitlaufendem hydrostatischen Ablenksystem im Schnitt.

Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung weist ein Gehäuse 4 mit Rollenfüßen 27 auf, in denen Rollen 26 gelagert sind, die ein Bewegen des Gehäuses 4 auf einem Gestell 28ermöglichen. Innerhalb dieses Gehäuses 4 dreht sich ein Drehkörper 1 um seine Drehachse. Der Drehkörper 1 besitzt eine kleine Masse 2 in größtmöglichem Abstand zur Drehachse und eine große Masse 3 in größtmöglicher Nähe zur Drehachse. Im vorliegenden Fall wird die große Masse 3 durch zwei Elektromotoren gebildet, die dem Drehantrieb des Drehkörpers 1 dienen.

Die Lagerung des Drehkörpers 1 ist kardanisch ausgebildet. Zwischen einem Radiallagerträger 32 und einem Schwenk-Radiallagerträger 10 ist ein Radiallager 8 angeordnet, zwischen dem Schwenk-Radiallagerträger 10 und einem Axial-Schwenklagerträger 9 ein Schwenklager 7 und zwischen dem Axial-Schwenklagerträger 9 und einer Achse 5 ein Axiallager 6, wobei die Achse 5 im vorliegenden Fall als Hohlachse ausgebildet ist.

Die Elektromotoren, die die große Masse 3 bilden, treiben mit einem Ritzel 23 ein Zahnrad 22 an, das drehfest mit dem Schwenk-Radiallagerträger 10 verbunden ist. Dadurch rollen sich die Elektromotoren mit ihren Ritzeln 23 auf dem Zahnrad 22 ab und versetzen so den Drehkörper 1 in Drehung.

Das Ablenksystem 30 weist entsprechend ausgebildete Rampen 16 auf, die in einem Ablenksystem 19 befestigt sind. Dieses ist in einem Ablenkträgerlager 18 gelagert und steht mit einem Umkehr-Reduktionsgetriebe 25 in Wirkverbindung. Der Antrieb des Ablenksystemträgers 19 erfolgt vom Drehkörper 1 über Mitnehmer 21 und einem Mitnehmerträger 24, der seinerseits das Umkehr-Reduktionsgetriebe 25 antreibt Letzteres bewirkt, daß sich die Rampen 16 gegensinnig zum Drehkörper 1 und mit dessen halber Drehzahl dreht. Die Rampen 16, die bei ihrer Rotation einen Hub bewirken, arbeiten mit zwei Kugellagern 17 zusammen, die am Drehkörper 1 befestigt sind und die dessen zyklische Ablenkung in immer dieselbe Richtung bewirken.

In den Fig. 2 bis 7 sind konstruktive Variationen der oben beschriebenen Vorrichtung dargestellt.

Fig. 2 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung, bei der der Antrieb 31&min; des Drehkörpers 1 in dessen Lagerung 29&min; integriert ist.

Die Lagerung 29&min; ist auf einer Achse 5 angeordnet, die mit dem Rahmen 4 fest verbunden ist und die Lagerkräfte auf diesen überträgt. Zwischen der Achse 5 und dem Axial-Schwenklagerträger 9 befindet sich das drehfeste Axiallager 6, zwischen dem Axial-Schwenklagerträger 9 und dem Schwenk-Radiallagerträger 10 das kugelförmige, drehfeste Schwenklager 7 und zwischen dem Schwenk-Radiallagerträger 10 und dem Radiallagerträger 32 das Radiallager 8.

Der Stator des elektromotorischen Antriebs ist in dem Schwenk-Radiallagerträger 10 integriert, während der Rotor 11 einstückig mit dem Radiallagerträger 32 ausgebildet ist und im geringen radialen Abstand vom Stator angeordnet ist. Bei dieser konstruktiven Lösung werden im Gegensatz zur Lösung der Fig. 1 kein Antriebsritzel 23 und kein Abtriebszahnrad 22 benötigt.

Die Lösung von Fig. 3 unterscheidet sich von der in Fig. 2 durch eine besonders kompakte und einfache Lagerung. Hier sind Schwenklager und Radiallager zu einem Drehschwenklager 12 zusammengefaßt, das zwischen einem Axial-Drehschwenklagerträger 13 und einem Drehschwenklagerträger 14 angeordnet ist.

Der Stator des elektromotorischen Antriebs 31&min;&min; ist im Axial-Drehschwenklagerträger 13 integriert, der Rotor im Drehschwenklagerträger 14.

Fig. 4 zeigt eine konstruktive Variante mit einer Lagerung 29&min; entsprechend Fig. 2, jedoch einem außenliegenden elektromotorischen Antrieb 31&min;&min;&min;. Dieser weist einen Stator 15 auf, der über ein Verbindungselement 33 mit dem drehfesten Schwenk-Radiallagerträger 10 verbunden ist und den Rotor 11&min; am Umfang des Drehkörpers 1 mit geringem radialen Spiel umgreift.

In den Fig. 5 bis 7 sind beispielhaft konstruktive Varianten der erfindungsgemäßen Lösungen mit unterschiedlichen Ablenksystemen 30&min;, 30&min;&min;, 30&min;&min;&min; gezeigt. Dabei entsprechen Lagerung 29&min; und elektromotorischer Antrieb 31&min; beispielhaft jeweils der Lösung von Fig. 2.

In Fig. 5 ist ein elektromagnetisches Ablenksystem 30&min; dargestellt mit rahmenfestem, ringförmigem Ablenkmagnet 16&min;, der mit Ablenkplatten 17&min; am Umfang des Drehkörpers 1 zusammenwirkt. Dabei wird die Erregung des Ablenkmagneten 16&min;, die zyklisch erfolgt, elektronisch gesteuert.

Fig. 6 zeigt ein elektromagnetisches Ablenksystem 30&min;&min;, mit zwei ringförmigen Elektromagnetsegmenten 16&min;&min;, die sich entgegen der Drehrichtung des Drehkörpers 1 mit dessen halber Drehzahl drehen. Die Ablenkmagnete 16&min;&min; sind an einem Ablenksystemträger 19&min; befestigt, der in einem Magnetträgerlager 18 auf der Achse 5 gelagert ist. Der Antrieb und das Getriebe des Ablenksystemträgers 19&min;, die nicht dargestellt werden, sind analog zu Fig. 1 aufgebaut. Eine der beiden Ablenkplatten 17&min; läuft außerhalb, die andere innerhalb der ringförmigen Ablenkmagnete 16&min;&min;. Diese Anordnung benötigt im Gegensatz zu Fig. 5 keine elektronische Steuerung.

In Fig. 7 ist ein Ablenksystem 30&min;&min;&min; dargestellt, das einen Ablenksystemträger 19&min;&min; aufweist, der in einem Ablenkträgerlager 18&min; auf der Achse 5 gelagert ist. Er wird von dem Drehkörper 1 unmittelbar über zwei Ablenkzylinder 20 mitgenommen, wodurch sich das Ablenksystem 30&min;&min;&min; gleichsinnig und synchron mit dem Drehkörper 1 dreht.

Im Ablenkzylinder 20 befindet sich ein Kolben 20a, dessen Kolbenstange mit dem Drehkörper 1 in Verbindung steht. Durch unterschiedliche Kolbendurchmesser oder programmierte Beaufschlagung der Kolben 20a mit Öl- oder Luftdruck, wird die gewünschte zyklische Ablenkung des Drehkörpers 1 während seiner Drehung erreicht.

Die Vorrichtung funktioniert folgendermaßen: Der Drehkörper 1 wird durch den elektromotorischen Antrieb 31, 31&min;, 31&min;&min;, 31&min;&min;&min; in Drehung um seine durch den Schwerpunkt gehenden Drehachse versetzt und durch das Ablenksystem 30, 30&min;, 30&min;&min;, 30&min;&min;&min; wird die Neigung der Drehachse um deren Nullage zyklisch verändert. Die bei der Änderung der Richtung der Umfangsgeschwindigkeit auftretende Beschleunigung hat periodische, entgegengerichtete Kräfte zur Folge, die aufgrund der unterschiedlichen Massenverteilung im Drehkörper 1 unterschiedlich groß sind. Die Differenz der Kräfte steht als Vortriebskraft zur Verfügung. Pro Umdrehung des Drehkörpers 1 werden mehr als einer und weniger als zwei Vortriebsimpulse erzeugt. Durch die Verwendung mehrerer, versetzt angeordneter und voneinander unabhängige Drehkörper kann die Impulsfolge vergrößert und dadurch der Antrieb vergleichmäßigt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Erzeugung einer Antriebskraft, dadurch gekennzeichnet, daß ein Drehkörper (1), der in Bezug auf seinen Schwerpunkt eine ungleiche Massenverteilung und eine durch seinen Schwerpunkt gehende Drehachse aufweist, einer Änderung seiner Drehbewegung unterworfen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der Winkelgeschwindigkeit des Drehkörpers (1) variabel ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der Winkelgeschwindigkeit des Drehkörpers (1) in etwa konstant und die Neigung seiner Drehachse variabel ist.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderung des Neigungswinkels der Drehachse periodisch um eine Nullage erfolgt.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach einer erfolgten Änderung des Neigungswinkels der Drehachse der Neigungswinkel über ca. eine halbe Umdrehung des Drehkörpers (1) unverändert bleibt.
  6. 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, insbesondere nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung den Drehkörper (1) mit einer Lagerung (29, 29&min;, 29&min;&min;) und mit einem Antrieb (31, 31&min;, 31&min;&min;, 31&min;&min;&min;) sowie einen vorzugsweise geschlossenem Gehäuse (4) und ein Ablenksystem (30, 30&min;, 30&min;&min;, 30&min;&min;&min;) aufweist, wobei der Drehkörper (1) sich innerhalb des Gehäuses (4) bewegt, der Antrieb (31, 31&min;, 31&min;&min;, 31&min;&min;&min;) vorzugsweise elektromotorisch erfolgt und das Ablenksystem (30, 30&min;, 30&min;&min;, 30&min;&min;&min;) in Wirkverbindung mit dem Drehkörper (1) und dem Gehäuse (4) steht.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung (29, 29&min;) als ein jeweils getrenntes Axiallager (6), Radiallager (8) und Schwenklager (7) ausgebildet ist, wobei das Axiallager (6) drehfest innerhalb des Schwenklagers (7) auf einer Achse (5) und das Schwenklager (7) drehfest und koaxial innerhalb des Radiallagers (8) angeordnet sind.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung (29&min;&min;) das Axiallager (6) und ein kombiniertes Drehschwenklager (12) aufweist.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (31&min;) einen Rotor (11) und einen Stator aufweist, wobei der Rotor (11) einstückig mit einem Radiallagerträger (32) und der Stator einstückig mit einem Schwenk-Radiallagerträger (10) ausgebildet sind und der Rotor (11) koaxial und mit geringem Radialabstand zum Stator angeordnet ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor (11) einstückig mit einem Drehschwenklagerträger (14) und der Stator einstückig mit einem Axial-Drehschwenklagerträger (13) ausgebildet sind.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor (11&min;) am Umfang des Drehkörpers (1) und koaxial zur Lagerung (29&min;), der Stator jedoch mit kleinem radialen Abstand außerhalb des Rotors (11) angeordnet sind, wobei der Stator über Verbindungselemente (33) mit dem Schwenk-Radiallagerträger (10) verbunden ist und den Drehkörper (1) umschließt.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehkörper (1) in Richtung der Achse (5) kräftearm oder kräftefrei mit dem Gehäuse (4) verbunden ist.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenkkräfte oder Ablenkwege des Drehkörpers (1) so aufeinander abgestimmt sind, daß sich die Kräfte in Richtung der Achse (5) in etwa aufheben.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vektoren von Impuls- und Antriebsmoment parallel ausgerichtet sind.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Bewegungsabläufe mit mechanischen Mitteln erfolgt.
  16. 16. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung zum Messen der Schwenklage des Drehkörpers (1) vorgesehen ist, mit deren Signalen dessen Bewegungsablauf variierbar ist.
  17. 17. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Bewegungsabläufe des Drehkörpers (1) durch simultane, rechnerische Auswertung der jeweiligen Betriebsgrößen erfolgt, wodurch die Größe der nutzbaren Kräfte frei wählbar ist.
  18. 18. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der Drehachse des Drehkörpers (1) durch mechanisch oder magnetisch oder elektromagnetisch oder hydrostatisch oder pneumatisch wirkende Mittel zyklisch veränderbar ist.
  19. 19. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablenksystem (30&min;) des Drehkörpers (1) weder Dreh- noch Ablenkbewegungen mitvollzieht.
  20. 20. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablenksystem (30&min;) einen ringförmigen, elektromagnetischen Ablenkmagneten (16) aufweist, der mit dem Gehäuse (4) fest verbunden ist und den Drehkörper (1) umschließt, wobei der Ablenkmagnet (16&min;) elektronisch gesteuerte Magnetfelder erzeugt, die auf zwei Ablenkplatten (17&min;) wirken, die koaxial zu dem Ablenkmagneten (16&min;) am Umfang des Drehkörpers (1) angeordnet sind.
  21. 21. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ablenksystemträger (19&min;) mit dem Ablenkmagnet (16&min;&min;) im Gehäuse (4) zentrisch zur Achse (5) gelagert ist und durch einen entsprechenden Antrieb im Verhältnis eins zu zwei gegenläufig zu dem Drehkörper (1) rotiert.
  22. 22. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablenksystem (30&min;&min;&min;) im Gehäuse (4) zentrisch zur Achse (5) gelagert ist und sich mit dem Drehkörper (1) synchron dreht.
  23. 23. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur periodischen Erzeugung einer Antriebskraft mehr als ein Drehkörper (1) angeordnet ist, wobei die Schwenkbewegungen der Drehkörper (1) aufeinander abgestimmt sind.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com