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Dokumentenidentifikation DE3586894T2 03.06.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0230412
Titel LUFTKISSENFAHRZEUG MIT NICKSTEUERUNG.
Anmelder Howell, Murrell D.;
Howell, Mary E., Huntington Beach, Calif., US
Erfinder Howell, Murrell D.;
Howell, Mary E., Huntington Beach, Calif., US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 3586894
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, LI, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 22.07.1985
EP-Aktenzeichen 859050130
WO-Anmeldetag 22.07.1985
PCT-Aktenzeichen US8501386
WO-Veröffentlichungsnummer 8700492
WO-Veröffentlichungsdatum 29.01.1987
EP-Offenlegungsdatum 05.08.1987
EP date of grant 09.12.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.06.1993
IPC-Hauptklasse B60V 1/06
IPC-Nebenklasse B60V 1/11   B60V 1/18   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft Luftkissenfahrzeuge im allgemeinen und im besonderen ein Fahrzeug mit Nicksteuerung (auch: Steigungssteuerung) durch eine hinter einem Schubpropeller (auch genannt: Schublüfter) angeordnete Tragfläche.

Ausgangssituation der Erfindung

Bisher sind viele Fahrzeugtypen eingesetzt worden, bei denen das Luftkissenprinzip angewendet wurde, um das Fahrzeug von der Oberfläche abzuheben, auf der es betrieben wird, in Verbindung mit einem gerichteten Schubluftstrom für den Vortrieb. In den meisten Fällen wurden jedoch die Steuerung der Fahrzeugsteigung zur optimalen Nutzung der Luftspalt- oder Luftaustrittsdüse des Fahrzeugs über einer unebenen Geländeoberfläche sowie Vorkehrungen zur Maximierung des Hubvermögens beim Betrieb über Wasser nicht berücksichtigt. Eine Recherche zum Stand der Technik ergab keine Patente, welche direkt auf die Ansprüche der vorliegenden Erfindung hinauslaufen. Die folgenden US-Patentschriften wurden jedoch als in Beziehung zur vorliegenden Erfindung stehend angesehen:

Land Patent-Nr. Erfinder Erteilungsdatum USA Frankreich GB Bollum, Sr. Colley Cockerell Kirpitznikoff Eglen Windt Guie Hunt Carter

Bollum, Sr. lehrt ein Bodengleitfahrzeug mit einem Ruder direkt hinter einem Schraubenpropeller, der den Horizontalschub für den Antrieb des Fahrzeugs liefert. Das Ruder ist für Backensteuerung eingerichtet und durch eine stationäre vertikale Halterung in der gleichen Ebene befestigt und vorn und achtern auf den vertikalen Durchmesser des Propellerabschlußrings ausgerichtet. Der Seitenschub wird durch eine offene zylindrische Röhre mit einem durch Gleichstrommotor angetriebenen Propeller geliefert, der das Ruder bei der Lenkung ergänzt.

Colley offenbart eine Antriebsmaschine für ein Luftkissenflugzeug, die aus einem oder mehreren Motoren besteht, die so angeordnet sind, daß sie die Energie für den Betrieb zweier getrennter Lufttriebwerke liefern. Eine Leistungsreduziereinrichtung verringert die Zufuhr, sobald die Geschwindigkeit unter einen vorgegebenen Wert abfällt, wodurch eine konstante Energiezufuhr zum übrigen Antrieb aufrechterhalten wird.

Cockerell befaßt sich mit der Stabilisierung eines über Land oder Wasser schwebenden Fahrzeugs. Diese Erfindung liefert die Mittel, um zumindest über einen Teil des Luftkissens eine abgestufte Druckverteilung zu erzeugen, wenn das Fahrzeug aus seiner beabsichtigten Orientierung abgelenkt wird, wobei eine Rückstellkraft einwirkt, welche die Richtungsorientierung wiederherstellt.

Kirpitznikoff lehrt ein Luftkissenfahrzeug, dessen Rumpf aus zwei integralen Abschnitten gebildet wird. Der obere Teil bildet eine Passagierkabine, der untere Teil ist eine Druckluftkammer. Die Abschnitte sind durch einen Flansch aneinander befestigt, und rund um die Druckluftkammer sind ein Puffer und eine Seitenwandschwimmkammer eingebaut.

Eglen offenbart einen röhrenförmigen Innenrahmen für ein Luftkissenfahrzeug, dessen Rumpf in Abschnitten geformt ist, die von dem unabhängig davon konstruierten Rahmen getrennt sind. Das Fahrzeug verwendet einen Einzelantrieb für zwei Hub- und einen Schubpropeller, wobei jedoch die Antriebsmaschine zwischen den seitlich einander gegenüberliegenden Hubpropellern und nicht im mittleren Teil des Fahrzeugrumpfes angeordnet ist. Die Kraftübertragung erfolgt über horizontale Antriebsriemen und Winkelantriebe. Die Lenkung von einer Seite zur anderen erfolgt durch Ruderblätter.

Guie offenbart in der französischen Patentschrift 2 347 244 einen aufblasbaren Rumpf und einen inneren Rand zur Bildung von zwei Luftkissen zusammen mit einem starren Deck zu konstruktiven Verstärkung und einem röhrenförmigen Gestellrahmen, der einen Motor trägt. Der Horizontalschub wird durch einen dreiflügeligen Propeller geliefert, der direkt durch das auf Lenkflügel gerichtete Gebläse angetrieben wird. Die Vertikaltrimmung wird durch einen weiteren horizontalen Flügel erreicht. Ein zweiter Motor treibt direkt einen horizontalen Hubpropeller an.

In dem britischen Patent 1 222 521 befaßt sich Hunt mit einem Gaskissenfahrzeug für Fahrten über Wasser mit einem Wasserstrahlvortriebssystem, das einen integrierten Wassereinlaß und einen nach unten vorstehenden einziehbaren Kiel enthält.

Das an Carter in Großbritannien erteilte Patent 1 111 616 lehrt ein Luftkissenfahrzeug mit einem hängenden Rand, das von einem Einzelmotor angetrieben wird, der ein Radialverdichterpaar mit getriebenem Impeller und Vorwirbelblättern in Drehung versetzt. Die Luft strömt in radialer Richtung aus dem Impeller aus.

Das Patent von Windt beinhaltet ein Fahrzeug, in dem der Hubpropeller und die Vortriebseinheit von dem gleichen Motor so angetrieben werden, daß der Hubpropeller auf konstanter Drehzahl gehalten und der Vortriebspropeller zur Geschwindigkeitssteuerung variiert wird. Der Hubpropeller wird durch zwei verstellbare Riemenscheiben angetrieben, deren eine das Drehmoment des Hubpropellers ermittelt und ihren effektiven Durchmesser anpaßt, während die andere mittels Federkraft reguliert wird.

Offenbarung der Erfindung

Der Antrieb eines Luftkissen- oder Bodeneffektfahrzeugs über eine unebene Oberfläche war früher schwierig, da aufgrund des veränderlichen Abstands von der festen Oberfläche eine erhebliche Menge komprimierten Fluids in Form von Luft erforderlich ist, die durch ein Rotationsgebläse angetrieben wird. Die vorliegende Erfindung hat einen anderen Zugang zu dem Problem gewählt. Statt einer einfachen Verstärkung des Luftstroms wird der Nickwinkel (auch genannt: Steigungswinkel) des Fahrzeugs selbst gesteuert, wodurch das Fahrzeug den Abstand oder Luftspalt an der Vorder- oder Rückseite des Geräts verändern kann. Dieses Merkmal wird dann zum Hauptmerkmal der Erfindung und ermöglicht einen optimalen Luftstrom im Normalbetrieb und den Ausgleich der unebenen Oberfläche mit dem gleichen Luftstrom, jedoch in kontrollierter Weise. Dies wird durch den Einsatz eines beweglichen Querruders hinter einem Schubpropeller bewerkstelligt, welches das Heck des Fahrzeugs auf Anforderung des Fahrzeugführers nach oben oder unten bewegt und dadurch den gerichteten Luftstrom effektiv verändert. Dieses Querruder sorgt auch im Normalbetrieb für Stabilität um die Nickachse.

Erfindungsgemäß wird ein Luftkissenfahrzeug mit Eigenantrieb und Nicksteuerung geschaffen, das einen Rumpf mit einem starren Rahmen von aerodynamischer Form, einen Hubmotor, eine Hubpropellereinrichtung (auch genannt: Hublüfterelement), einen Vortriebsmotor, einen Vortriebspropeller und ein Querruder aufweist. Der Rumpf weist ein Paar durchgehende runde Öffnungen auf. Der Verbrennungshubmotor mit den betriebsnotwendigen Nebenanlagen ist im Mittelteil des Rumpfes angeordnet und bildet die Hauptquelle der Hubkraft. Die Hubpropellereinrichtung in Form eines Hubpropellerpaars ist innerhalb der runden Öffnungen im Rumpf angeordnet und erzeugt beim Rotieren eine gerichtete Luftbewegung, so daß eine Hubwirkung entsteht, indem ein Druckluftvorhang unter den Rumpf gedrückt wird, wodurch das Fahrzeug zwangsläufig von seiner Auflagefläche abgehoben wird. Der Motor ist über Antriebseinrichtungen (auch genannt: Antriebselemente) dynamisch so mit den Propellern verbunden, daß die Rotationskraft des Motors aus einer vertikalen Richtung in eine horizontale Richtung umgelenkt wird, während eine ausreichende mechanische Kraft zur Rotation der Propeller übertragen wird. Ein drehbar am Rumpf montierter Vortriebsmotor liefert die Energie zum Vorwärtsantrieb des Fahrzeugs. Zur Befestigung des Schubmotors am Rumpf sind Einrichtungen vorgesehen, die gleichzeitig eine Bewegung des Motors von einer Seite zur anderen ermöglichen. Der Vortriebspropeller ist auf dem Vortriebsmotor angeordnet, um eine gerichtete Luftbewegung zu erzeugen, die das Fahrzeug in Vorwärtsrichtung antreibt. Das Querruder ist direkt hinter dem Vortriebspropeller angeordnet und sorgt durch die Horizontallage, die es bezüglich des Schubpropellers beibehält, für Stabilität und einen Nickwinkel des Fahrzeugs. Lenkungseinrichtungen, die mit dem Vortriebspropeller und dem Querruder verbunden sind, ermöglichen die Richtungssteuerung des Fahrzeugs durch einen Fahrzeugführer. Auf dem Rumpf sind mehrere Sitze befestigt, auf denen die Insassen sitzen können. Ein Paar beweglicher Kiele, die gelenkig unter dem Rumpf angeordnet sind, können von Hand ausgefahren werden, wodurch die effektive Umfangsfläche verringert wird und ein stärkerer Hub erzeugt werden kann. Ein von Hand bedienbarer Kielschwenkhebelmechanismus ist so an jedem Kiel befestigt, daß durch Bewegung des Hebels in horizontaler Richtung eine vertikale Bewegung des Mechanismus möglich ist, wodurch sich die Ausrichtung der Drehpunkte scherenartig verändert, was eine freie Auf- und Abwärtsbewegung gestattet, die durch jeden Hebel unabhängig voneinander gesteuert wird. Schließlich stehen vom Rumpf mehrere Ränder nach unten hervor, die eine Begrenzung für das Ausströmen der vom Hubpropeller bewegten Luft bilden, so daß die Luft einen ausreichenden Druck nach oben ausüben kann, um das Fahrzeug von der Oberfläche abzuheben, wobei die Kiele an jeder Längsseite des Fahrzeugs in der durch die Ränder gebildeten offenen Kammer angeordnet sind.

Durch ein Paar Seitenflügel, die aus jeder Seite des Fahrzeugrumpfes beweglich herausragen, wird die Umfangsfläche verändert, um Unebenheiten im Gelände beim Darübergleiten des Fahrzeugs zu überwinden.

Ein bevorzugtes Merkmal der Erfindung beinhaltet Schwimmkörper, die an einer Rahmenkonstruktion aufgehängt sind und darüber einen Luftraum freilassen. Dieser offene Bereich unterstützt die zum Tragen des Fahrzeugs erforderliche Hubkraft, da der erzeugte Wirbel die Hubkraft in einem kleineren Bereich verstärkt. Mit der kombinierten Ausnutzung des Luftraums und der Gewichtsminderung durch Konfigurationsänderung wird ein stärkerer Hub erreicht.

Ein weiteres bevorzugtes Merkmal der Erfindung ist die Vielseitigkeit des Fahrzeugs, das sowohl auf dem Lande als auch auf dem Wasser fahrtauglich ist, wobei die Baugruppen so ausgeführt sind, daß dieses Merkmal ohne Modifikationen oder komplizierte Einstellungen realisiert wird. Ferner kann das Gerät relativ klein und für die mühelose Beförderung von zwei Passagieren eingerichtet sein, die bequem auf der Konstruktion sitzen, auf der zum Schutz gegen ungünstige Witterungsbedingungen ein abnehmbares Kabinendach angebracht ist.

Die Erfindung kann die Verwendung eines motorgetriebenen Umkehrpropellers (auch genannt: Umsteuerlüfter) enthalten, der unmittelbar an der Vorderseite des Fahrzeugs, direkt entgegengesetzt zum hinteren Schubpropeller installiert ist. Dieser Zusatzpropeller kann von einem Gleichstrommotor angetrieben werden und läßt eine Bremskraft einwirken, wenn das Fahrzeug bergab fährt oder anhält. Zu diesem Zweck kann die Drehzahl des Schubpropellers gedrosselt werden, und mit dem Einsatz eines Lufttriebwerks dieses Typs kann eine vollständige und zwangsläufige Steuerung erreicht werden.

Ein weiteres Merkmal der vorliegenden Erfindung ist die Hinzunahme einer Flüssigkeitspumpe, die hinten am Boden des Fahrzeugs angebracht ist. Diese Pumpe kann ebenfalls durch einen Gleichstrommotor angetrieben werden, saugt Wasser in den Einlauf an und stößt diese Flüssigkeit mit hoher Geschwindigkeit in der entgegengesetzten Richtung aus. Dieses System gestattet die Lenkung des Fahrzeugs im Anlegebetrieb bei der Fahrt auf der Wasseroberfläche. Da die Flüssigkeit gerichtet ausgestoßen wird, kann die Lenkfähigkeit begrenzt realisiert werden, und die Funktion erfordert niedrige Geschwindigkeiten.

Schließlich ist es wichtig, die Gesamtsicherheit des Fahrzeugs in Betracht zu ziehen. Für den Fall eines Zusammenstoßes von einer Stärke, welche die Fahrgäste in Mitleidenschaft ziehen würde, können Überrollbügel (auch genannt: Walzstäbe), Sicherheitsgurte oder Anschnallgurte eingebaut werden. Ferner können alle Bedienelemente federbelastet sein, um die laufenden Motoren in die Leerlaufstellung mit niedriger Drehzahl zurückzuführen, falls der Fahrer die Steuerung losläßt. Der Lenkmechanismus kann ebenfalls federbelastet sein und das Querruder in eine Mittelstellung zurückführen, um das Fahrzeug in Horizontallage zu bringen, wenn die Lenkung ausfällt oder losgelassen wird. Es kann beim Abheben des Fahrzeugs von der Erdoberfläche nur ein Motor für beide Propeller eingesetzt werden, so daß bei einem Ausfall des Antriebs das Fahrzeug ohne weiteres niedergeht. Getrennte Antriebsmaschinen hätten die unmittelbare Wirkung der Instabilität bei Ausfall oder plötzlicher Drehzahländerung einer Maschine. Ein Fallschirm in der Nähe des hinteren Überrollbügels würde die Sicherheit der Fahrgäste gewährleisten, wenn die Geländebeschaffenheit eine ausreichende freie Fallstrecke ermöglicht.

Die Funktionsweise und die Vorzüge der Erfindung werden aus der nachstehenden ausführlichen Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie aus den beigefügten Patentansprüchen im Zusammenhang mit den begleitenden Zeichnungen ersichtlich.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Es zeigen:

Fig. 1 eine isometrische Teilansicht des bevorzugten Ausführungsbeispiels mit eingezogenen Seitenflügeln;

Fig. 2 eine Seitenansicht des bevorzugten Ausführungsbeispiels;

Fig. 3 eine Draufsicht des bevorzugten Ausführungsbeispiels;

Fig. 4 eine Schnittansicht des bevorzugten Ausführungsbeispiels längs der Linien 4-4 von Fig. 1;

Fig. 5 eine Vorderansicht des bevorzugten Ausführungsbeispiels;

Fig. 6 eine Schnittansicht längs der Linien 6-6 von Fig. 1;

Fig. 7 eine Schnittansicht längs der Linien 7-7 von Fig. 1;

Fig. 8 eine Schnittansicht längs der Linien 8-8 von Fig. 1;

Fig. 9 eine Schemaskizze des Lenksystems in teilweise isometrischer Darstellung, wobei der deutlichen Darstellung halber das Lenksystem völlig aus dem erfindungsgemäßen Fahrzeug herausgelöst wurde;

Fig. 10 eine Schnittansicht des bevorzugten Ausführungsbeispiels längs der Linien 10-10 von Fig. 2;

Fig. 11 eine Darstellung der Antriebsverbindung zwischen dem Schubmotor und den Schubpropellern, die der deutlichen Darstellung halber völlig aus dem erfindungsgemäßen Fahrzeug herausgelöst wurde;

Fig. 12 eine Ansicht eines der Kiele im eingezogenen Zustand, wobei der deutlichen Darstellung halber der Kiel völlig aus dem erfindungsgemäßen Fahrzeug herausgelöst wurde;

Fig. 13 eine Ansicht eines der Kiele im ausgeklappten oder ausgefahrenen Zustand, wie oben.

Beste Ausführungsart der Erfindung

Die beste Ausführungsart der Erfindung wird in Form eines bevorzugten Ausführungsbeispiels dargestellt, das einen Rumpf 20 von aerodynamischer Form mit flachem Boden, einem Sitzabschnitt an der Oberseite und einem Paar runder Durchgangsöffnungen 22 an jedem Ende aufweist. Der Rumpf 20 besteht aus einem Konstruktionsrahmen 24 von ausreichender Konstruktionsfestigkeit für die Aufnahme der Antriebsvorrichtung sowie von zwei oder mehr Fahrgästen. Der Rahmen 24 kann aus irgendeinem Material wie z. B. Stahl, Aluminium, Kunststoffzusammensetzungen usw. bestehen, wobei Aluminium bevorzugt wird.

An dem Rahmen ist eine Außenhaut 26 befestigt, welche die Außenfläche umgibt und nicht nur die äußere Schutzhülle bildet, sondern auch eine einheitliche Luftkammer einschließt. Diese Außenhaut 26 ist vorzugsweise aus Glasfasermaterial aufgebaut, jedoch kann auch irgendein thermoplastischer Kunststoff oder dergleichen die notwendigen konstruktiven Voraussetzungen erfüllen.

Von der Außenhaut 26 ragen mehrere Ränder 28 nach unten, welche die äußere Umfangsbegrenzung für die an der Unterseite ausströmende Luft bilden. Diese Ränder können entweder am Rahmen 24 oder an der Außenhaut 26 befestigt werden und aus einem elastischen Material bestehen, das ausreichende elastische Eigenschaften besitzt, um durch unregelmäßige Gegenstände verformt zu werden oder sie beiseite zu schieben, wenn das Fahrzeug unter Antrieb fährt.

Im Inneren des Fahrzeugs sind an dem Rahmen 24 mehrere schaumstoffgefüllte Schwimmkammern 30 (auch genannt: Schwimmergehäuse) befestigt. Diese Kammern 30 sind vorzugsweise, aber nicht unbedingt im unteren Drittel mit Polyurethanschaum gefüllt, enthalten im mittleren Drittel einen abgeschlossenen Luftraum und sind im verbleibenden oberen Abschnitt mit dem gleichen Schaumstoff wie oben gefüllt. Mit dieser Kombination kann durch das Gesamtsystem eine größere Hubkraft bei kleinerer Fläche realisiert werden. Die Kammern 30 sind in Glasfasermaterial eingeschlossen, das sie völlig abdichtet und wasserdicht macht.

Schließlich ist der Rumpf 20 ferner mit einer Windschutzscheibe 32 versehen, die vor dem Fahrer angeordnet ist und während des Fahrzeugbetriebs Schutz gegen die herrschenden Umgebungsbedingungen bietet. Die Windschutzscheibe 32 besteht aus einem durchsichtigen thermoplastischen Material, wie z. B. Zelluloseazetat, Polypropylen, Polycarbonat oder Acrylmethylmethacrylat.

Für das Antriebsaggregat des Fahrzeugs wird ein in der Mitte des Rumpfes 20 installierter Verbrennungshubmotor 34 einschließlich aller betriebsnotwendigen Nebenanlagen eingesetzt, wie z. B. eines Kraftstofftanks 58, einer Batterie 60, eines Auspuffsystems 62 und eines Fernschaltgetriebes 64. Der Hubmotor 34 ist elastisch auf einer separaten Auflage auf dem Rahmen 24 montiert, und alle elektrischen Verbindungsleitungen, Kraftstoffleitungen, Auspuffrohre usw. sind innerhalb der Konstruktion verlegt. Zur zusätzlichen Speicherung sind mehrere Kraftstofftanks 58 eingebaut, und in den Verbindungsleitungen sind an geeigneten Stellen die notwendigen Umschalter angebracht, die dem Fahrer eine Handsteuerung ermöglichen. Der Hubmotor 34 ist vorzugsweise luftgekühlt und mit einem Innengebläse ausgestattet, um Luft über vergrößerte Oberflächen innerhalb des Blocks und der Köpfe zu leiten und die von dem laufenden Motor entwickelte Wärme abzuführen.

In den runden Öffnungen 22 im Rumpf 20 sind zwei Hubpropeller 36 angeordnet, die bei der Rotation eine gerichtete Luftbewegung von der Fahrzeugoberseite ins Innere der von der Außenhaut gebildeten Luftkammer erzeugen. Die beiden Propeller 36 laufen in entgegengesetzten Drehrichtungen, um das System ins Gleichgewicht zu bringen und das Fahrzeug zusätzlich zu stabilisieren. Der von diesen Luftschrauben 36 verursachte Luftstrom erzeugt eine Hubwirkung, indem er unter den Rumpf 20 einen Druckluftvorhang drückt und das Fahrzeug durch einen Luftkisseneffekt von seiner Auflagefläche trennt.

Die Propeller 36 sind mit dem Hubmotor 34 mechanisch über Antriebseinrichtungen verbunden, welche die Rotationskraft des Motors aus der vertikalen in die horizontale Richtung umlenken. Dies erfolgt durch ein Schwungradzahnkranz 40, der direkt am Schwungrad des Motors 34 befestigt ist. Mit dem Schwungradzahnkranz 40 befindet sich ein Schneckenrad 42 im drehbaren Eingriff, an dessen beiden Enden ein erstes Kegelradpaar 44 angebracht ist. Durch diese Anordnung werden die Drehzahl und die Rotationsebene des Motors 34 verändert. Mit den ersten Kegelrädern 44 sind ein Satz zweite Kegelräder 46 im Eingriff, welche die Rotationsebene wiederherstellen, jedoch in entgegengesetzten Drehrichtungen. Direkt auf den zweiten Kegelrädern sind zwei erste Kettenräder 48 mit nach außen stehenden Zähnen angebracht. Jeder Propeller 36 ist mechanisch mit einer Seite eines Getriebekastens 52 verbunden, der an der anderen Seite mit einem zweiten Kettenrad 50 verbunden ist. Dieser Getriebekasten 52 weist innere Drehzahländerungsmöglichkeiten auf, wodurch die optimale Rotation jedes Propellers 36 ermöglicht wird. Das zweite Kettenrad 50 ist dem ersten 48 insofern sehr ähnlich, als es eben ist und ähnlich verlaufende Zähne besitzt. Zwei Ketten 54 aus Metall oder Kunststoff verbinden die ersten Kettenräder 48 mit den zweiten Kettenrädern 50 und bewirken die Kraftübertragung vom Hubmotor 34 auf die Propeller 36. Um diesen Zweck zu erreichen, sind in diesem Antrieb die erforderlichen Schmierungs- und Spanneinrichtungen enthalten. Man wird feststellen, daß alle so beschriebenen Baugruppen nicht unbedingt im Schutzumfang der vorliegenden Erfindung enthalten sein müssen, da ohne weiteres auch vereinfachte Antriebsmittel eingebaut werden können.

An der Rückseite des Fahrzeugs ist drehbar ein Vortriebsmotor 56 montiert, um das Fahrzeug vorwärts zu treiben. Dieser Motor 56 ist luftgekühlt und enthält alle die gleichen Nebenanlagen, wie sie beim Hubmotor 34 beschrieben wurden. Dieser Schubmotor 56 ist schwenkbar so auf dem Rahmen 24 montiert, daß er unter Verwendung eines drehbaren Lagerbocks 66 von einer Seite zur anderen bewegt werden kann. Dieser Lagerbock 66 ist am besten in Fig. 4 und 8 dargestellt und besitzt eine obere Plattform zur Aufnahme des Motors 56 sowie einen abgestützten Sockel, der an der Unterseite auf dem Rumpf 20 befestigt ist.

Ein Vortriebspropeller 68 ist direkt mit der Antriebswelle des Schubmotors 56 verbunden, oder an der Schnittstelle kann zur Änderung der Propellerdrehzahl ein Getriebekasten eingebaut sein. Rund um den Propellerumfang ist ein Öffnungsschutzring 70 vorgesehen, um den Luftstrom zu maximieren und einen Berührungsschutz gegen die rotierenden Flügel des Propellers 68 zu bieten. Dieser Öffnungsschutzring 70 ist vorzugsweise an der oberen Plattform des Lagerbocks 66 befestigt und wird zu einem Bauteil des Lagerbocks.

Ein Querruder 72 von aerodynamischer Form ist schwenkbar direkt hinter dem Vortriebspropeller 68 angeordnet, so daß die abfließende Luft direkt auf die freiliegende Oberfläche auftreffen kann. Bei einer Drehung des Querruders 72 wird die Luft kontrolliert nach oben oder unten gelenkt, und das Fahrzeug reagiert in entgegengesetzter Weise. Diese Bewegung steuert die Steigung des Fahrzeugs und gestattet, daß der Schubpropeller 68 in einer horizontalen Ebene bleibt, wodurch sich die Montage vereinfacht.

Die Lenkung des Fahrzeugs wird über ein Gestänge kontrolliert, das am besten in Fig. 9 dargestellt ist. Eine bewegliche Griffstangenlenkvorrichtung 74 ist auf dem Rumpf 20 vor dem Mittelabschnitt montiert und wird angehoben oder nach unten gedrückt und von einer Seite zur anderen gedreht. Die Lenkstangenvorrichtung 74 ist durch das bewegliche Querrudergestänge 76 mit dem Querruder 72 verbunden und bewirkt die horizontale Ausrichtung als Reaktion auf das Anheben oder Absenken der Lenkstangen 74, wodurch die gewünschte Steigung des Fahrzeugs eingestellt wird. Dieses Querrudergestänge 76 kann aus starren Stangen, Röhren, Stäben und dergleichen mit schwenkbaren Gabelköpfen und Gabeln bestehen, oder es kann eine Kombination aus starren Elementen und Drahtseilen mit dazwischenliegenden Seilscheiben verwendet werden. Die Lenkung von einer Seite zur anderen wird durch ein Schubpropellergestänge 78 gesteuert, das sich von der Unterseite der Griffstangenlenkvorrichtung 74 zum drehbaren Lagerbock 66 des Schubpropellers erstreckt. Der Aufbau dieses Gestänges ist der gleiche wie oben beschrieben, mit einer Überkreuzung im horizontalen Strang, wodurch die Richtungsorientierung für die zwangsläufige Reaktion auf die Drehung der Griffstangen 74 geändert wird. Wenn die Griffstangen 74 von einer Seite zur anderen gedreht werden, dreht das Propellergestänge 78 den Propeller 68 bogenförmig in senkrechter Ausrichtung und lenkt die vom Propeller ausströmende Luft in die entgegengesetzte Richtung, wodurch das Fahrzeug in die gewünschte Richtung gelenkt wird.

Auf der Oberseite des Rumpfes 20 sind mehrere Sitze 80 befestigt, auf denen der Fahrer und ein Fahrgast Platz nehmen können.

Unter dem Rumpf 20 sind innerhalb der Luftkammer des Fahrzeugs zwei bewegliche Kiele 82 angeordnet. An jedem Kiel 82 ist ein handbedienbarer Kielschwenkhebelmechanismus 84 befestigt, der eine senkrechte Bewegung ermöglicht. Eine Bewegung des Hebelmechanismus 84 in horizontaler Richtung bewirkt eine scherenartige Veränderung der Ausrichtung der Drehpunkte, wodurch unabhängig voneinander eine freie Auf- und Abwärtsbewegung möglich ist. Durch diese Bewegung werden die Kiele 82 ausgefahren und nehmen die optimale Stellung für eine Fahrt auf dem Wasser ein, wobei die effektive Umfangsfläche verringert wird und für diese Beförderungsart ein stärkerer Hub am Fahrzeug erzeugt werden kann. Der Kiel 82 und der Hebelmechanismus 84 sind in Fig. 12 und 13, in denen diese mögliche Funktion veranschaulicht wird, in einem völlig aus dem Fahrzeug ausgebauten Zustand dargestellt.

Zwei Seitenflügel 86 ragen verschiebbar aus den beiden Seiten des Fahrzeugrumpfes hervor und verändern die Umfangsfläche, um während des Fahrzeugbetriebs Unebenheiten im Gelände zu überwinden. Die Seitenflügelpositioniereinrichtungen 88 sind mit jedem Flügel. 86 in der gleichen Weise wie der Kielhebelmechanismus 84 mechanisch verbunden, allerdings in horizontaler Richtung. Der Betätigungsmechanismus der Positioniereinrichtungen 88 befindet sich in der Nähe des Fahrersitzes, so daß die Flügel 86 vom Fahrer entfaltet werden können, während sich das Fahrzeug in Bewegung befindet.

Innerhalb des Fahrzeugrumpfes 20 ist eine motorgetriebene Wasserpumpe 90 angebracht. Die Pumpe 90 enthält einen integrierten Motor mit einem direkt mit der Antriebswelle verbundenen Flügelrad sowie ein umgebendes Gehäuse. Der Elektromotor wird mit Gleichstrom betrieben, der vom Hubmotor 34 erzeugt wird, und gehört zur elektrischen Anlage der Akkumulatorenbatterie 60. Unterhalb des Rumpfes 20 verlaufen ein einzelner Einlaßkanal und zwei Auslaßkanäle, wobei in den Einlaßkanal der Pumpe 90 Wasser angesaugt und die Druckflüssigkeit mit hoher Geschwindigkeit strahlartig ausgestoßen wird. Diese Wasserbewegung treibt das Fahrzeug im Wasser mit niedrigen Geschwindigkeiten an und wird hauptsächlich zum Manövrieren und Anlegen ohne Anlassen der Hauptmotoren oder im Leerlauf vor dem Abheben verwendet.

An der Vorderseite des Fahrzeugs ist ein motorgetriebener Umkehrpropeller 92 montiert, der einen Luftstrom zum Bug hin erzeugt. Diese Luftbewegung dient zur Umkehrung der Fahrzeugbewegung, wenn der Schubpropeller 68 nicht in Betrieb ist, oder dient zum Abbremsen bei Bergabfahrten. Dieser Umkehr- Luftschub funktioniert im kleinen Maßstab ebenso wie der Schubpropeller 68, allerdings in entgegengesetzter Richtung. Die Energie für diesen Umkehrpropeller 92 wird aus der gleichen Quelle und in der gleichen Weise zugeführt wie bei dem Motor an der Wasserpumpe 90.

Auf dem Rahmen 24 sind in der Nähe der Sitze 80 mehrere Überrollbügel 94 starr montiert. Diese Oberrollbügel 94 sind U-förmig und an jedem Ende mit einer Montageplatte versehen und schützen die Insassen, wenn sich das Fahrzeug bei einem Unfall überschlägt. Die Überrollbügel 94 werden vorzugsweise aus rundem Metallrohr von ausreichender Konstruktionsfestigkeit hergestellt, um einem solchen Aufprall standzuhalten.

Jeder Sitz ist mit Sicherheitsgurten 96 ausgestattet, zu denen ein Anschnallgurt gehören kann. Diese Sicherheitsgurte 96 sind fest am Rahmen 24 verankert und bilden ein Rückhaltemittel, um die Insassen im Falle eines ungewollten Zusammenstoßes, einer scharfen Kurve oder eines plötzlichen Anhaltens usw. in ihren Sitzen festzuhalten.

Ein abnehmbares Kabinendach 98 ist an der Oberseite des Fahrzeugs über den Sitzen 80 angebracht und liegt auf den Überrollbügeln 94 auf. Dieses Kabinendach 98 kann starr sein, wie z. B. ein aus Glasfaser hergestelltes Dach, oder es kann aus einem elastischen Gewebematerial aus Kunstfaser oder dergleichen konstruiert sein. Auf jeden Fall ist das Kabinendach 98 abnehmbar an der Konstruktion angebracht und bietet den Insassen bei jeder Witterung Schutz gegen die Elemente.

Über dem Hubpropeller 36 ist eine schwenkbare Hubpropellerabdeckung 100 angebracht. Diese Hubpropellerabdeckung 100 kann um ein Scharnier zusammengeklappt werden und ist außerdem mit einer Kante am Rumpf 20 befestigt. Die Abdeckung soll eine ebene Plattform bilden, auf der man stehen und auf dem Fahrzeug arbeiten kann, besonders wenn es auf dem Wasser ruht. Die Abdeckung kann aus irgendeinem Baumaterial wie z. B. Metall, Glasfasermaterial oder dergleichen bestehen, solange sie die für die Anwendung erforderliche Konstruktionsfestigkeit aufweist. Die Abdeckung 100 ist in Fig. 4 in zusammengeklapptem Zustand dargestellt.

An der Oberseite des Rumpfes 20 ist hinter dem Rücksitz 80 ein Fallschirm 102 angebracht. Der Fallschirm 102 ist zusammengefaltet und soll die Sinkgeschwindigkeit des Fahrzeugs verringern, wenn es bei einem Unfall abstürzt.

An der Unterseite des Rumpfes 20 ist direkt unter dem Hubpropeller 36 eine Ablenkplatte 104 angeordnet. Diese Platte 104 ist am besten in Fig. 7 dargestellt und bedeckt fast die gesamte Innenfläche. Ein gleichmäßiger Zwischenraum zwischen dem Außenrand dieser Platte 104 und dem Rumpf 20 sorgt für eine höhere Geschwindigkeit der ausströmenden Luft und verbessert dadurch die Hubwirkung. Die Platte 104 besitzt gewölbte Ränder 106 und wird durch Abstandshalter 108 festgehalten, soweit diese erforderliche sind, um die Belastbarkeit der Konstruktion aufrechtzuerhalten.

Das Fahrzeug wird nach dem Luftkissen- oder Bodeneffektprinzip betrieben, wobei die Hubpropeller 36 Luft von der Oberseite des Fahrzeugs ansaugen und sie in eine Luftkammer fördern, die mit der Außenhaut 26 eine Einheit bildet. Das komprimierte Gas oder die komprimierte Umgebungsluft wird um den Bodenrand 28 herum mit gleichmäßiger Austrittsgeschwindigkeit ausgestoßen und erzeugt eine Hubkraft. Die Luftkammer oder die Unterseite der Fahrzeugaußenhaut 26 bildet zusammen mit den Rändern 28 die druckbeaufschlagte Innenfläche, und da die Oberfläche, auf der sie aufliegt, relativ kompakt ist, wird der dazwischenliegende Spalt oder Zwischenraum zur Begrenzung für das komprimierte Gas, das die Hubwirkung erzeugt. Der Vortrieb wird durch einen separaten Schubmotor 56 und einen Propeller 68 erzeugt, der das Fahrzeug in eine Richtung lenkt. Dieses Vortriebs- und Hubsystem ermöglicht es, daß das erfindungsgemäße Fahrzeug über Erdboden, Sand, Schnee und Wasser usw. fährt.

Die Erfindung wurde zwar in allen Details beschrieben und in den beigefügten Zeichnungen bildlich dargestellt, soll aber nicht auf diese Details beschränkt sein, da viele Änderungen und Modifikationen an der Erfindung vorgenommen werden können, ohne von ihrem Schutzumfang abzuweichen. Daher soll die Beschreibung jegliche und alle Modifikationen und Formen umfassen, die unter die Terminologie und den Schutzumfang der beigefügten Ansprüche fallen.


Anspruch[de]

1. Steigungsgesteuertes Luftkissenfahrzeug mit Eigenantrieb, mit einem Rumpf (20) mit einem starren Rahmen von aerodynamischer Form, einem Hubmotor (34), einem Hublüfterelement (36), einem Vortriebsmotor (56), einem Schubpropeller (68)1 einem Querruder (72), mehrere Sitze (80), angebracht an der Oberseite des genannten Rumpfes (20), wodurch Insassen darauf sitzen können, beweglichen Kielelementen (82), die unter dem genannten Rumpf (20) angeordnet sind, welche per Hand ausgezogen werden können, wenn das Fahrzeug auf der Wasseroberfläche fährt, wobei die Umfangswirkfläche verringert wird, was einen größeren Hub gestattet. Der genannte Schubpropeller (68) ist angeordnet auf dem genannten Vortriebsmotor (56) für eine direkte Luftvortriebsbewegung des Fahrzeugs in Vorwärtsrichtung. Das genannte Querruder (72) ist direkt hinter dem genannten Schubpropeller (68) angeordnet und liefert Stabilität und einen Steigungswinkel zum Fahrzeug durch die Waagerechtlage, die es in bezug auf den Schubpropeller (68) auf rechterhält, dadurch gekennzeichnet, daß

a) der genannte Rumpf (20) zwei Rundöffnungen (22) hat;

b) der genannte Hubmotor ein Verbrennungsmotor (34) ist, welcher die notwendige Hilfsausrüstung für den Betrieb desselben hat und innerhalb des der Mitte am nächsten gelegenen Bereiches des genannten Rumpfes in Position ist und die Hauptquelle der Hubkraft ist;

c) das genannte Hublüfterelement die Gestalt eines Hublüfterpaares (36) hat, welches innerhalb der genannten Rundöffnungen (22) im genannten Rumpf (20) positioniert ist und beim Rotieren eine direkte Luftbewegung erzeugt, was eine Hubwirkung schafft, indem ein Druckluftvorhang unter dem genannten Rumpf gedrückt wird, wodurch das Fahrzeug von der Oberfläche, auf der es liegt, getrennt wird;

d) Antriebselemente für den dynamischen Anschluß des genannten Motors (34) an die genannten Lüfter (36) auf eine solche Weise vorgesehen sind, daß die Rotationskraft des Motors (34) von einer vertikalen Richtung in eine horizontale Richtung wechseln kann, während ausreichende mechanische Kraft zur Rotation der genannten Lüfter (36) übertragen wird;

e) der genannte Vortriebsmotor (56) drehbar an dem genannten Rumpf (20) angebracht ist, was Energie zum Vorwärtsantrieb des Fahrzeuges liefert;

f) Elemente vorgesehen sind, um den genannten Schubmotor (56) drehbar an den genannten Rumpf (20) anzubringen, was eine Seitwärtsbewegung desselben erlaubt;

g) Lenkungselemente vorgesehen und an den genannten Schubpropeller (68) und an das Querruder (72) anzuschließen sind, was die Richtungskontrolle des Fahrzeuges durch einen Bediener erlaubt;

h) ein Seitenflügelpaar (86) von jeder Seite des Fahrzeugrumpf es (20) beweglich ausgezogen werden kann, welche die Umfangsfläche ändern, um unregelmäßige Grundmassenoberflächen zu nehmen, wenn das Fahrzeug darübergleitet;

i) das genannte Kielelement (82) ein beweglich verbundenes Kielpaar enthält;

j) ein per Hand zu bedienender Kielschwenkhebelmechanismus (82) auf eine solche Weise an jedem Kiel (82) befestigt wird, daß eine Senkrechtbewegung darauf möglich ist, indem der Hebel (84) in einer horizontalen Richtung bewegt wird, wodurch sich die Ausrichtung der Drehpunkte auf Scherenart ändert, was eine freie Bewegung hoch und runter erlaubt, wie durch jeden Hebel (84) unabhängig voneinander gesteuert werden kann, und

k) mehrere von Rändern (28), die aus dem genannten Rumpf (20) nach unten hervorstehen, und welche eine Begrenzung definieren für das Ausströmen der durch den genannten Hublüfter (36) bewegten Luft, wodurch die Luft ausreichend Druck nach oben ausüben kann, um das Fahrzeug von der Oberfläche abzuheben, und worin die genannten Kiele sich befinden - einer an jeder Längsseite des Fahrzeuges in der offenen Kammer, die durch genannte Ränder (28) geschaffen wird.

2. Apparat nach Anspruch 1, wobei der genannte Rumpf weiter gekennzeichnet ist durch:

a) den genannten Rumpf, der einen starren Rahmen (24) von aerodynamischer Form enthält, mit ausreichender konstruktiver Ganzheit, um den Belastungen des Fahrzeugbetriebes widerstehen zu können und ein Einbaukonstruktion für die genannten Motoren (34 und 56) und den Funktionsapparat bereitzustellen;

b) eine Außenhaut (26), das an dem genannten Rahmen (24) angebracht ist, einschließend die obere Außenfläche, welche einen Luftraum und ein Schutzhülle darauf bildet;

c) mehrere von Rändern (28), die aus dem genannten Rahmen (24) nach unten herausragen, und welche eine Begrenzung für das Ausströmen der durch den genannten Hublüfter (36) bewegten Luft definieren, wodurch die Luft ausreichend Druck nach oben ausüben kann, um das Fahrzeug von der Oberfläche abzuheben;

d) mehrere schaumgefüllte Schwimmkammern (30), die durch den genannten Rahmen (24) aufgehängt sind, welche darin genügend Luftraum haben für die Flotation des Fahrzeuges, wenn es auf dem Wasser liegt; und

e) eine Windschutzscheibe (32), die am Rumpf (20) vor den genannten Sitzen (80) zum Schutze des Fahrzeugführers angebracht ist und eine klare Sicht gestattet.

3. Erfindung nach Anspruch 1, weiter gekennzeichnet durch:

ein Kraftstoffsystem für den genannten Hubmotor (34), mit Lagertanks (58) und Verbindungsrohrleitungen, die direkt am genannten Rumpf (20) angebracht sind, für die Zuführung von Flüssigkraftstoff als Energiequelle zum genannten Motor (34);

ein elektrisches Steuersystem für den genannten Hubmotor (34), einschließlich einer Akkumulatorenbatterie (60), Verbindungskabelschlauch und Schaltvorrichtung (64) zum Starten und Anhalten des genannten Motors; der genannte Hubmotor (34) ist

ein luftgekühlter Typ mit einem Innenlüfter zum Bewegen der Luft quer über die verlängerten Oberflächen innerhalb der Motorummantelung.

4. Erfindung nach Anspruch 1, wobei die genannten Antriebselemente weiter gekennzeichnet sind durch:

a) ein Schwungradgetriebe (40), angebracht am Schwungrad des genannten Hubmotors (34), an jeder Seite und drehbar ineinandergreifend mit dem genannten Schwungradgetriebe (40), das die Geschwindigkeit und die Rotationsebene des genannten Hubmotors ändert;

c) ein Satz zweiter Kegelräder (46), die jeweils in Eingriff mit dem genannten ersten Kegelrad (44) kommen, wodurch eine entgegengesetzte horizontale Rotation des genannten Antriebselementes bestimmt wird;

d) ein erstes Kettenradpaar (49), angebracht an jedem horizontal angetriebenen zweiten Kegelrad (46) für die Verbindung desselben;

e) ein Getriebepaar (52), mechanisch verbunden mit jedem Hublüfter (36), mit Drehzahlverstellmöglichkeiten für die optimale Rotation des Lüfters;

f) ein zweites Kettenradpaar (50), befestigt an jedem Getriebe(kasten) (52) zur Verbindung derselben;

g) ein Kettenpaar (54), jede die ersten Kettenräder (48) mit dem zweiten Kettenrad (50) verbindend, wobei Kraft vom Hubmotor (34) innerhalb des der Mitte am nächsten gelegenen Bereiches des Fahrzeuges zu den Hublüftern (36) übertragen wird, wodurch die Antriebskraft für das Luftkissensystem geliefert wird.

5. Erfindung nach Anspruch 1, weiter gekennzeichnet durch: ein Kraftstoffsystem für den genannten Vortriebsmotor (56), mit Lagertanks (58) und Verbindungsrohren, die direkt an dem genannten Rumpf (20) angebracht sind und Flüssigkraftstoff als Energiequelle für den genannten Motor (56) zuführen; ein elektrisches Steuersystem für den genannten Vortriebsmotor (56), einschließlich einer Akkumulatorenbatterie (60), Verbindungskabelschlauch und Schaltvorrichtung (64) zum Starten und Anhalten des genannten Motors; der genannte Vortriebsmotor (56) ist luftgekühlten Typs mit einem Innenlüfter zur Bewegung der Luft quer über die erweiterten Oberflächen innerhalb der Motorummantelung.

6. Erfindung nach Anspruch 1, wobei die genannten Elemente zum Einbau des genannten Schubmotors (56) weiter gekennzeichnet sind durch: einen drehbaren Lagerbock (66) mit einer Plattform auf der Oberseite zur Aufnahme des Schubmotors (56), auch einen Haltesockel an der Unterseite, drehbar befestigt an dem genannten Rumpf (20), welcher Axialbewegung des darauf angebrachten Schubmotors (56) und Schubpropellers (68) erlaubt.

7. Die Erfindung nach Anspruch 1, wobei die genannten Steuerelemente weiter gekennzeichnet sind durch: eine bewegliche Griffstangenlenkvorrichtung (74), angebracht an dem genannten Rumpf (20) gegenüber den Insassensitzen (80), zur Lenkung der Bewegung des Fahrzeuges; Querruderrichtungssteuerungselement (76) mit beweglichem Verbindungsgestänge zwischen der genannten Griffstange (74) und dem genannten Querruder (72) zur Positionseinstellung des Querruders in eine waagerechte Ausrichtung als Reaktion auf ein Heben oder Senken der Griffstange (74), wobei die gewünschte Neigung des Fahrzeuges gesteuert wird, wie sich bewegende Luft durch den Schubpropeller (68) auf die aerodynamische Oberfläche des Querruders (72) aufprallt; das Schubpropellerrichtungselement mit einem beweglichen Verbindungsgestänge (78) zwischen der genannten Griffstange (74) und dem genannten Schubpropeller (68) zur Positionseinstellung des Lüfters (68) in einer bogenförmigen Senkrechtausrichtung als Reaktion auf die Drehung der Griffstange (74) von Seite zu Seite, wobei die Richtung der Entladung des Lüfters (68) auf entgegengesetzte Weise gesteuert wird.

8. Erfindung nach Anspruch 1, weiter gekennzeichnet durch: ein Seitenflügelpositionseinstellungselement (88), das mit jedem Flügel (86) durch den Rumpf (20) mechanisch verbunden ist und nahe den Insassensitzen (80) endet, wodurch die Flügel (86) vom Bediener entfaltet werden können, während sich das Fahrzeug in Bewegung befindet.

9. Erfindung nach Anspruch 1, weiter gekennzeichnet durch: eine durch Motor angetriebene Wasserpumpe (90) innerhalb des genannten Rumpfes (20), die vom genannten Hubmotor (34) mit Strom versorgt wird, mit einem Einlaß und Auslaß, welche sich unter der Oberfläche des Rumpfes (20) erstrecken, um das Fahrzeug im Wasser mit niedrigen Drehzahlen antreiben zu können, zwecks Manövrieren und Andocken durch einlaufendes Wasser in den Einlaß der Pumpe (90) und zum Ablassen der unter Druck gesetzten Flüssigkeit mit hoher Geschwindigkeit und in strahlartiger Form.

10. Erfindung nach Anspruch 1, weiter gekennzeichnet durch: einen motorbetriebenen Umsteuerlüfter (92), angebracht gegenüber dem Fahrzeug vor dem genannten Hublüfter (36), der angetrieben wird durch Elektroenergie von der genannten Hubmotorhilfsausrüstung für Gegenlauf des Fahrzeuges und Bremsen bei abschüssiger Fahrt, indem ein Luftumkehrschub auf dieselbe Weise wie bei dem genannten Schubpropeller (68) geliefert wird, außer in der Gegenrichtung.

11. Erfindung nach Anspruch 1, weiter gekennzeichnet durch: mehrere Überrollbügel (94), die starr am genannten Rumpf (20) nahe den genannten Sitzen (80) in U-Form - befestigt an jeder Seite - angebracht sind, zum Schutze der Insassen für den Fall, daß das Fahrzeug durch Unfall auf seine Oberseite gerollt wird, indem ein Bauteil vorgesehen ist, daß den in einem solchen Fall auftretenden Kräften standhält.

12. Erfindung nach Anspruch 1, weiter gekennzeichnet durch: mehrere Sitzgurte (96), die ein Befestigungsmittel darstellen, um die Insassen während der Fahrzeugbewegung und im Falle einer unabsichtlichen Kollision des Fahrzeuges in ihren jeweiligen Sitzen (80) zurückzuhalten.

13. Erfindung nach Anspruch 1, weiter gekennzeichnet durch: ein abnehmbares Kabinendach (98) an der Oberseite des obersten Bereiches des genannten Fahrzeuges über den genannten Sitzen (80), wodurch der Apparat unter allen Wetterbedingungen arbeiten kann, und die Insassen vor den Elementen geschützt werden.

14. Erfindung nach Anspruch 1, weiter gekennzeichnet durch: Eine schwenkbare Hublüfterhaube (100), drehbar positioniert an der Oberseite des genannten Hublüfters (36) und zusammenklappbar zwecks Anwendung, wenn das genannte Fahrzeug nicht in Betrieb ist, was eine flache Plattform liefert, um darauf stehen und auf der Oberseite des Fahrzeugrumpfes arbeiten zu können.

15. Erfindung nach Anspruch 1, weiter gekennzeichnet durch: einen Fallschirm (102), angebracht an der Oberseite des genannten Rumpfes (20) hinter den Sitzen (80), zur Verlangsamung des Absinkens, falls das Fahrzeug durch Unfall sinkt.

16. Erfindung nach Anspruch 1, weiter gekennzeichnet durch: ein Ablenkblech (104) mit einer konkaven Bodenfläche und oval geformten Kanten mit Abstandhaltern, die sich innerhalb des genannten Rumpfes (20) direkt unter den genannten Hublüftern (36) befinden, zwecks Bildung eines Zerstäuberluftströmungspfades von den genannten Hublüftern (36), welche die Luft mit erhöhter Geschwindigkeit zur Umfangfläche rund um die Innenseite des genannten Rumpf es (20) leiten.







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