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Dokumentenidentifikation DE68903618T2 03.06.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0360561
Titel Baublöcke.
Anmelder Newsom, Bob Gene, Etty, Ky., US
Erfinder Newsom, Bob Gene, Etty, Ky., US
Vertreter Liebelt, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 2000 Hamburg
DE-Aktenzeichen 68903618
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 19.09.1989
EP-Aktenzeichen 893095174
EP-Offenlegungsdatum 28.03.1990
EP date of grant 25.11.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.06.1993
IPC-Hauptklasse E04C 1/40

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Errichtung eines Bauwerkes durch Zusammenfügen einer Vielzahl gestellförmiger Bauelemente und das Bauelementsystem, welches bei diesem Verfahren verwendet wird.

Anfänglich wurden Bauwerke aus Mauerwerkblöcken errichtet. Diese Bauweise hat ihren Ursprung in den frühesten Bauten, welche aus Steinhaufen und behauenen Steinsystemen bestanden, und in sonnengetrockneten Ziegeln sowie in der Verwendung gebrannter Ziegel und geformter Zementklötze.

Bauwerke, die Maurertechniken benutzten, wurden ständig teurer aufgrund der Arbeit und Energie, die aufzuwenden waren für den Transport des Materials zur Baustelle und der Errichtung des Bauwerkes. Mauerelemente wie Ziegel, gehauene Steine oder Betonblöcke sind äußerst schwer, so daß eine beachtliche Energiemenge aufzuwenden ist, um diese Gegenstände von ihrem Herstellungsort zur Baustelle zu transportieren. Des weiteren werden ausgebildete Maurer benötigt, um die Bauelemente übereinander zu legen, unabhängig davon, ob es sich um Ziegel, Steine oder Zement handelt, und es wird Mörtel benötigt, um diese Elemente aneinander zu sichern. Die Kosten für ein gemauertes Bauwerk sind eine Funktion der beträchtlichen Energie zum Transport des Materials und eine beachtliche Größe für Facharbeiter bei der Handhabung des Mörtels und der Bauelemente.

Ein zweites gleichzeitig angewandtes Konstruktionsmittel besteht in der Errichtung eines Bauwerkes aus einem Fachwerk von gesägten Brettern und dem Bedecken des Fachwerkes mit Verkleidungen und gipsbrettartigen Materialien. Diese letzte Bauweise ist nicht so stabil, wie die Stein- oder Blockbauweise und hat wie das Blocksystem keine ausreichende Wärmeisolierung. Des weiteren ist das Holzbauwerk der Gefahr, durch Feuer und Insekten zerstört zu werden, ausgesetzt, und es erfordert ständige Unterhaltungsarbeiten, um Zerstörungen zu verhindern.

Dies offensichtlichen Nachteile der vorgenannten Bauweisen führten zu der verbesserten Konstruktionsmethode, die im US-Patent Nr. 4 227 357 für "Baublöcke" veröffentlicht wurde, das Bobby G. Newsom am 14. Oktober 1980 erteilt wurde. In diesem System werden skelettförmige Blöcke oder Bauelemente aus schweren Profileisen oder aus Stabmaterial gebildet, die mit geraden und hakenförmigen Vorsprüngen versehen sind, die ein Ineinanderhaken der Blöcke ermöglichen, um ein Bauwerk zu schaffen, das Futterstreifen oder Versteifungen aufnehmen kann. Dieses Konzept schafft eine signifikante Verbesserung der Bauweisen, besitzt aber für gewisse lastaufnehmende Wände nicht genügend Festigkeit. Des weiteren haben die Stäbe und Stangen, die das Bauelement bilden, keine Mittel, mit denen Wandbretter oder andere Verkleidungsmaterialien an dem Gestell befestigt werden können. Beim Bauelement nach dem US-Patent 4 227 357 werden Futterstreifen benötigt, um zum Annageln oder klebenden Befestigen von Werkstoff an der Bauwerkswand eine Fläche zu schaffen.

Im Hinblick auf die Nachteile der verschiedenen Bauweisen ist es ein Ziel der Erfindung, ein Bauelement zu schaffen, mit welchem von einen ungelernten Arbeiter ohne Einsatz von Mörtel senkrechte Wände und rechtwinklige Ecken aufweisende Bauwerke errichtet werden können, die gegenüber gemauerten Bauwerken eine größere isolierende und strukturelle Ganzheit haben aber zur Errichtung weniger Arbeitskraft als eine Holzrahmenkonstruktion erfordern.

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung eines Bauwerkes zu schaffen, welches das Zusammenfügen einer Anzahl von Bauelementen einschließt, die vorgeformte gestell- oder skelettförmige Unterelemente mit Endrahmen aufweisen, die Vater- und Mutterelemente von Kupplungen auf gegenüberliegenden Enden jedes Unterelementes bilden.

Nach einer Ausführungsform der Erfindung umfaßt ein Bauelement oder Baublock, einen Oberrahmen, einen Bodenrahmen und eine Vielzahl zwischen dem Oberrahmen und dem Bodenrahmen befestigter Stützglieder, sind der Oberrahmen und Bodenrahmen identisch geformt aber so dimensioniert, daß sie in der Art einer Vater- und Mutterkupplung ineinanderpassen, und ist das Bauelement dadurch gekennzeichnet, daß jeder Ober- und Bodenrahmen deformierbare Elemente aufweist, die beim Zusammenfügen der Ober- und Bodenrahmen von ähnlichen Bauelementen in entsprechende deformierbare Elemente eingreifen und dadurch die Bauelemente miteinander fest verbinden bzw. verhaken.

Vorzugsweise schließt jeder Ober- und Bodenrahmen Seitenwände ein, die in jedem Fall eine geschlossene geometrische Gestalt haben. Alternativ können die Stützglieder, welche die Ober- und Bodenrahmen verbinden, Wandelemente aufweisen, welche die Seiten eines seitlich geschlossenen Elementes bilden.

Ein anderes Ziel der Erfindung ist es, einen Baublock bzw. ein Bauelement mit ersten und zweiten identischen sowie durch Abstandshalter miteinander verbundenen Unterelementen zu schaffen, von denen jedes einen Ober- und einen Bodenrahmen umfaßt, die miteinander durch eine Vielzahl von Stützgliedern verbunden und identisch geformt aber so dimensioniert sind, daß sie in der Art einer Vater- und Mutterkupplung ineinanderpassen, wobei das Bauelement dadurch gekennzeichnet ist, daß jeder der Ober- und Bodenrahmen deformierbare Elemente aufweist, die beim Zusammenfügen der Ober- und Bodenrahmen von ähnlichen Bauelementen in entsprechende deformierbare Elemente eingreifen und dadurch die Bauelemente miteinander fest verbinden oder verhaken.

Hierbei ist es wiederum von Vorteil, daß jeder der Ober- und Bodenrahmen Seitenwände einschließt, die in jedem Fall eine geschlossene geometrische Gestalt haben. Wünschenswerterweise ist eines der Oberrahmenwandelemente eines Unterelementes über einen ersten Abstandshalter mit einem Seitenwandteil des Oberrahmens des anderen Unterelementes und eines der Bodenrahmenseitenteile des einen Unterelementes über einen zweiten Abstandshalter mit einem Seitenwandteil des Bodenrahmens des anderen Unterelementes verbunden.

Alternativ können die Stützelemente, welche den Oberrahmen jedes Unterelementes mit dem Bodenrahmen des gleichen Elementes verbinden, Wandelemente aufweisen, die in jedem Fall die Seiten eines geschlossenseitigen Elementes bilden.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfassen die deformierbaren Elemente Verbindungselemente, die sich von den Seitenwandteilen der Ober- und Bodenrahmen in von den Stützgliedern wegweisende Richtungen erstrecken und so dimensioniert sind, daß sie mit Verbindungselementen in den Seitenwandrahmen eines anderen identischen Bauelementes zusammenpassen und dadurch die Bauelemente fest miteinander verbinden bzw. verhaken, wenn diese Bauelemente und das andere Bauelement übereinandergestellt werden.

Die Erfindung erstreckt sich auch auf eine Wand, die aus einer Vielzahl von vorstehend beschriebenen Bauelementen errichtet wurde.

Des weiteren betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zur Errichtung einer Wand, welches folgende Schritte einschließt: Erstellen einer Fundamentgrube, Auslegen einer ersten Schicht von Bauelementen mit einer Vielzahl von zusammenpassenden Oberrahmen in dieser Fundamentgrube, Gießen von Beton in diese Fundamentgrube bis zu einer Höhe, daß die Oberrahmen der Bauelemente nicht bedeckt werden, Befestigen einer Schicht aus oben beschriebenen Bauelementen auf der Bauelementschicht im Betonfundament und Errichten zusätzlicher Schichten aus oben beschriebenen Bauelementen auf dieser ersten Schicht durch Anordnen einzelner Bauelemente in einer überlappenden Weise über benachbarten Bauelementen in einer unteren Schicht und Verhaken dieser Bauelemente durch diese ineinanderpassenden Ober- und Bodenrahmen in der Art einer Vater-Mutter-Kupplung.

In den Ausführungsformen mit Gestellkonstruktionen umfaßt jedes Gestell einen oberen und unteren Rahmen, die miteinander über eine Vielzahl von Stützgliedern oder Säulen verbunden sind, die sich senkrecht zu den Ebenen der oberen und unteren Rahmen erstrecken. Die oberen und unteren Rahmen sind so dimensioniert, daß sie ineinanderpassende Vater- und Mutteraufnahmeelemente bilden, wodurch die Elemente miteinander verbunden werden können. Die Verbindungselemente umfassen vorzugsweise in den Ober- und Bodenrahmen vorgesehene D-förmige Lanzenschnappelemente, so daß durch Ineinanderschnappen von Elementen eine Elementenzusammenstellung von gleicher struktureller Ganzheit geschaffen werden kann, wobei jede Schicht von Elementen in bezug auf die angrenzende Schicht versetzt angeordnet ist. In mindestens einer Seite jedes Bauelementes sind zwischen den Unterelementen Rezesse ausgebildet. Diese Rezesse sind entlang der Mittellinie zur Aufnahme von Nagelstreifen vorgesehen, an welchen eine Verblendungstafel befestigt werden kann. Die gestellförmigen Elemente sind mit D-förmigen Lanzenschnappelementen versehen, welche die Vater-Rahmen-Enden in den Mutter-Rahmen-Enden der angrenzenden Elemente verhaken, so daß durch Aufstapeln der Elemente in einer herkömmlichen versetzt angeordneten Weise wie bei gemauerten Bauwerken ein Bauwerk errichtet werden kann.

In den Ausführungsformen, die hohle Konstruktionen benutzen, sind die oberen und unteren Rahmen und die senkrechten Stützen in ein durchgehendes rechteckiges Rohr aufgegangen, das dichtende Kopf- und Bodenplatten einschließen kann. Unabhängig davon, ob Kopf- oder Bodenplatten benutzt werden, können in die Ober- und Bodenenden der Rohre in einer ähnlichen Weise, wie es für die gestellförmigen Ausführungsformen beschrieben wurde, Schnappverbindungselemente eingefügt sein.

Eine aus einer Vielzahl von Elementen gebildete Strukturwand wird durch Einsetzen von Nagelstreifen in die vorgesehenen Rezesse und Annageln eines Verblendungsmaterials entlang einer oder beider Seiten der Elementwand vervollständigt. Das Verblendmaterial kann auch unmittelbar auf den ebenen Flächen der Streifen oder Elemente befestigt werden. Es kann auch Isolationsmaterial in den Hohlraum zwischen den Verblendmaterialien eingebracht werden. Das Verblendmaterial kann auch nur auf einer Seite der Wand angebracht sein, wobei die andere Seite durch Aufsprühen eines Mörtelproduktes oder anderen geeigneten Materiales auf die bloßliegenden gestellförmigen Elemente oder in die Rohre oder auf die Rückseite des Verblendmaterials in einer Stärke entsprechend der Tiefe der Elemente vervollständigt werden kann.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnungen beschrieben. Es stellen dar:

Fig. 1 eine 3/4-Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform eines Bauelementes nach der Erfindung,

Fig. 2 eine Schnittansicht eines Vater- und Mutterrahmenendes durch die D-förmige lanzenförmige Schnappverbindung,

Fig. 3 eine auseinandergezogene Ansicht von zwei Elementstellungen, die einen ebenen Wandabschnitt bilden,

Fig. 4 eine auseinandergezogene Ansicht von zwei Elementzusammenstellungen, die eine 90º-Ecke bilden,

Fig. 5 eine Schnittansicht der Grundkonstruktion einer Wand nach der Erfindung,

Fig. 6 die Schnittansicht eines Bogens, der aus Bauelementen der Erfindung zusammengefügt ist,

Fig. 7 eine 3/4-Ansicht einer anderen Ausführungsform des Bauelementes nach der Erfindung,

Fig. 8 eine abgewandelte Ausführungsform des Bauelementes nach Fig. 7,

Fig. 9 eine abgewandelte Ausführungsform des Bauelementes nach Fig. 8,

Fig. 10 eine schwimmende Plattform, die aus einer Form der Erfindung gemäß Fig. 9 errichtet wurde.

Fig. 1 zeigt die grundlegende Ausführungsform eines gestellförmigen Bauelementes, von welchem die Erfindung ausgeht und welches in den verschiedenen Verfahren zur Errichtung von Bauwerken Verwendung findet, wie es die Erfindung lehrt. Das Element umfaßt ein Gestell oder Fachwerk aus Metall, Kunststoff, verstärktem Kunststoff oder jedem anderen geeigneten Werkstoff, der in die erforderlichen grundlegenden Streifenformen gebracht werden kann. In der bevorzugten Ausführungsform wird galvanisiertes Stahlblech der Qualität "28 gauge" verwendet. Vorzugsweise wird das Stahlblech galvanisiert, nachdem die Streifen geschnitten, geformt und zu Gestellelementen zusammengefügt sind. Unabhängig vom verwendeten Material wird dessen Festigkeit so kalkuliert, um den Belastungen zu genügen, welche im aus einer Vielzahl ähnlicher Elemente errichteten Bauwerk erwartet werden. Die Verwendung von galvanisierten Metallstreifen bei der bevorzugten Ausführungsform ist als eine geeignete Form, in welcher die Erfindung zu beschreiben ist, dargestellt. Die Streifen können aus Metall, Kunststoff, Fiberglas, Boronfasern oder der weiten Vielzahl von Werkstoffen gefertigt werden, die die erforderlichen physikalischen Eigenschaften aufweisen, welche die Errichtung eines kräftigen und erschütterungsfreien Bauwerkes ermöglichen.

Das in Fig. 1 dargestellte beispielhafte Bauelement umfaßt zwei identische mit 10 und 20 bezeichnete Unterelemente. Jedes Unterelement weist einen Oberrahmen 11 bzw. 21 auf. Die Oberrahmen der Unterelemente sind identisch. Sie bilden in der bevorzugten Ausführungsform ein Viereck. Sie können aber jede andere geometrische Gestalt haben, die nur durch das Erfordernis gerader Seiten begrenzt ist, welche den Seiten des angrenzenden Elementes entsprechen. Sie schließen Rast- oder Schnappelemente 31 ein, die eingearbeitet sind in oder befestigt sind an den Streifen- oder Wandelementen 13, 14, 15 und 16, welche den Oberrahmen bilden. Ein Abstandshalter 41 verbindet die Oberrahmen 11 und 21 miteinander. In der dargestellten Ausführungsform ist der Abstandshalter aus dem gleichen Material wie die Oberrahmen gefertigt, das ist Stahlblech mit der Güte "28 gauge", das nach der Herstellung des Bauelementes galvanisiert wurde.

Jedes Unterelement hat einen Bodenrahmen 12 bzw. 22. Die Bodenrahmen sind identisch mit dem Oberrahmen. Sie sind aber geringfügig kleiner als die Oberrahmen, so daß ein Bodenrahmen in einen Oberrahmen in der Weise einer Vater- und Mutterkupplung eingefügt werden kann. Die Bodenrahmen sind mit einrastenden oder einschnappenden Kupplungselementen 32 versehen, welche mit den einrastenden oder schnappenden Kupplungselementen 31 zusammenarbeiten, wenn zwei Bauelemente zusammengefügt werden. Die Bodenrahmen, welche Seitenwände 23, 24, 25 und 26 umfassen, sind durch einen Abstandshalter 42, der in der dargestellten Ausführungsform identisch mit dem Abstandshalter 41 ist, miteinander verbunden. Der in Fig. 1 gezeigte Abstandshalter 41 weist auf beiden Seiten Flansche 43 auf, die mit der Innenseite des Oberrahmenstreifens verbunden sind.

Der Abstandshalter 42, welcher die Bodenrahmen verbindet ist mit Flanschen 44 an der Außenseite der Unterrahmenstreifen befestigt, um die Unterschiede in den Abmessungen zwischen dem Boden- und Oberrahmen auszugleichen.

Die Ober- und Bodenrahmen sind durch Winkelelemente 35 und 38 miteinander verbunden, die in jeder Ecke angeordnet sind, um das Grundelement zu vervollständigen, das zwei ähnlich gestaltete Unterelemente umfaßt, die derart dimensionierte Ober- und Bodenrahmen aufweisen, daß Grundelemente durch die sich aus deren relativen Abmessungsdifferenzen ergebenden Vater- und Mutterverbindungsfunktionen miteinander verbunden werden können. Die Eckschenkel 35 und 38 sind an den Innenseiten der Ecken des Oberrahmens und an den Außenseiten der Ecken des Bodenrahmens befestigt, um die Differenzen in den Abmessungen zwischen dem Boden- und Oberrahmen auszugleichen. Wenn die Rahmen zusammengefügt sind, ruht das untere Ende 36 jedes Schenkels 35 oder 38 auf dem oberen Ende 37 des eingreifenden Bauelementes, so daß eine Säule aus Unterelementen 10 und 10 ein Bauwerk ergibt, das vier Säulen aus Winkelelementen umfaßt, die in bezug zueinander durch die Ober- und Bodenrahmen sicher gehalten sind, wodurch eine kontinuierliche vertikale lasttragende Struktur erhalten wird.

Das Zusammensetzen von zwei Elementzusammenstellungen zur Errichtung einer ebenen Wand ist in Fig. 3 dargestellt. Das Unterelement 10 des Blockes "B" wird in das Unterelement 20 des Blockes "A" eingesetzt, um eine versetzte Verbindung zu erhalten.

Einzelne, unverbundene Unterelemente sind vorgesehen, um Wandenden zu begradigen bzw. auszugleichen, wie es das Einzelelement 30 der Fig. 3 zeigt. Dieses Element wird in das Oberteil des Unterelementes 10 des Elementes A eingehakt und falls eine darüber liegende Schicht erforderlich ist, wird sie so in das Oberteil des Elementes 30 wie das Unterelement 10 des Blockes B in das Unterelemente 20 des Blockes A eingesetzt.

Fig. 2 zeigt eine Schnittansicht eines Seitenstreifens des Oberrahmens 11 und des Bodenrahmens 22 von zwei zusammengesetzten Unterelementen. Eine D-förmige Lanzenanordnung ist als Schnappelement für die zwei Rahmen gezeigt. Es können aber auch andere mechanische Befestigungselemente wie Schrauben, Muttern, Bolzen, Nieten, Klebstoffe oder Nägel verwendet werden. Die D-förmige Lanze wird durch horizontale Schnitte in das Streifenmaterial von 11 und 22 der Fig. 1 und 2 und Verformung des Metalls angrenzend an die Schlitze zu einer gewölbten Ausbuchtung 31 oder 32 erhalten. In der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform stimmt das obere Rahmenelement 11 bis auf die Größe mit dem unteren Rahmenelement überein. Außerdem ist das Metall an der gegenüberliegenden Seite des Schnittes durch den Steg verformt, um die verriegelnde Form zu bilden.

Fig. 4 zeigt Elementzusammenstellungen, die im rechten Winkel zueinander angeordnet sind, um eine Ecke zu bilden. Die Elemente "F" und "D" sind in einem Winkel von 90º zueinander angeordnet und durch das Element "E" verbunden, das in derselben Ebene wie der Block "D" und um 90º versetzt zum Block "F" ist. Dabei greift das Unterelement 10 des Elementes "E" in das Unterelement 20 des Elementes "D" und das Unterelement 20 des Blockes "E" in das Unterelement 20 des Blockes "F".

Wenn eine Vielzahl von Elementen mit den Ober- und Bodenrahmen der Unterelemente in der Weise, wie es in den Fig. 3 oder 4 gezeigt ist, ineinander gefügt oder miteinander verbunden sind, wird eine Bauwerkswand mit beachtlichen lasttragenden Eigenschaften erhalten. In einer bevorzugten Ausführungsform gemäß Fig. 5 sind die Elemente so angeordnet, daß der Oberrahmen den Bodenrahmen der nächsten Schicht von Elementen in einer versetzten Verbindungsordnung aufnimmt, wie es in Fig. 3 gezeigt ist. Dies ergibt ein Bauwerk mit vertikalen Kanälen, deren Abmessung eine Funktion der Abstandshalter 41 und 42 ist, welche als Träger von Deckenbalken oder Dachbindern benutzt werden können. Säulen oder Pfosten, wie Holzbalken von 1 x 2' (Fuß) oder aus Metall sind in die Kanäle eingesetzt. Bei der Herstellung der Grundelemente werden die Abstandshalter so dimensioniert, daß das Endprodukt den Tragbalken oder Säulen entspricht, die in der Wandzusammenstellung verwendet werden sollen. Das heißt, daß die Länge der Abstandshalter einen Spalt 70 zwischen senkrechten Elementen von angrenzenden Unterelementen 10 und 20 bildet, welcher der Breite der zu verwendenden Säulen oder Balken entspricht (siehe Fig. 3). Die Länge der Abstandshalter wird so bemessen, daß der Abstand 71 zwischen seinen Ecken und der Elementstirnfläche der Tiefe der Säulen oder Balken entspricht. Fig. 5 zeigt die Verwendung von Metallstäben oder -säulen 51, die in den Kanälen angeordnet sind, die durch die Abstandshalter zwischen den Unterelementen von wechselnden Schichten und dem Abstand zwischen den Elementen in angrenzenden Schichten gebildet werden.

Fig. 5 ist eine Teilschnittansicht einer Wand, die aus einer Vielzahl von Elementen zusammengefügt ist, um die Verwendung einer Metall- oder Holzsäule 51 zu illustrieren, mit welcher nicht nur eine nagelbare Fläche für Wandverkleidungen 52 und 53, sondern auch die bauliche Einheitlichkeit der zusammengefügten Wand erhalten wird. Gewünschtenfalls kann die Wandverkleidung auch unmittelbar auf den Elementen mit einem Klebstoff oder jedem anderen mechanischen Befestigungsmittel wie Muttern und Bolzen, Nieten, Schrauben, Trockenwandschrauben, Federclips usw. befestigt werden.

Der Raum zwischen den Verkleidungen 52 und 53 nach Fig. 5 kann mit einem Isoliermaterial oder Beton gefüllt sein. Eine oder beide Verkleidungen können entfernt werden, nachdem das Füllmaterial 55 sich gesetzt hat (siehe Fig. 6). Es kann auch nur eine Seite der Wand mit einer Verkleidung abgedeckt sein und das Füllmaterial kann in das gitterförmige Fachwerk mit jeder geeigneten Maßnahme wie Handeintragung oder pneumatisches Einblasen eingebracht werden.

Die Bodenschicht der Elemente einer Wand kann in einer Fundamentausnehmung oder Betonform angeordnet werden, so daß das Fundamentmaterial von den Elementen verstärkt wird, fall es wie Beton gegossen wird. Bei dieser Art von Bauwerk muß das Oberteil der Elementschicht sich über die Betonhöhe ausreichend erheben, um die Böden der nächsten Schicht aus Elementen aufzunehmen, wie es Fig. 6 zeigt, wo die Bodenschichten 63 und 64 in Fundamenten 61 und 62 angeordnet sind.

Das Elementbauwerk, das in den Fig. 1 und 3 bis 5 dargestellt ist, wird unter Verwendung senkrechter Stützglieder 35 und 38 von gleichen Abmessungen hergestellt. Im Bedarfsfalle kann das vertikale Stützglied 35 in der Länge von dem vertikalen Stützglied 38 abweichen. Dies ergibt ein Bauelement, das zum Errichten eines Bogens verwendet werden kann. Die Fig. 6 zeigt ein solches Bauwerk, bei dem die Stützglieder 35 kürzer als die Stützglieder 38 sind. Ein ästhetischeres und kräftigeres Bauwerk kann durch Krümmen der Stützglieder 35 und 38 erhalten werden, um diese an die Gesamtabmessungen des gewünschten Bogens 60 anzupassen.

In Fig. 6 ist der Bogen 60 an beiden Enden in Fundamenten 61 und 62 gesichert, die teilweise im Erdreich versenkt sind, wie es die örtlichen Bauvorschriften verlangen.

Eine von den in den Fig. 1 bis 6 dargestellten Bauelementen abweichende Ausführungsform ist in Fig. 7 gezeigt, worin die Seitenwände, welche die Ober- und Bodenrahmen des Gestelles umfassen, verlängert sind, um sich zu verbinden und ein Rohr zu bilden, wodurch die Notwendigkeit, für die Ecken vertikale Stützkanäle vorzusehen, entfällt. In dieser Ausführungsform kann jede Unterelementröhre aus einer gebogenen Blechtafel hergestellt oder aus Kunststoff oder ähnlichem Material gegossen oder geformt werden. Bei der dargestellten Ausführungsform ist ein zu dem Oberrahmen der gestellförmigen Elemente ähnlicher Oberrahmen 11 mit den verlängerten Seitenwänden 73, 74, 75 und 76 des Bodenrahmens verbunden. Es können auch die Oberrahmenseitenwände verlängert und mit den Bodenrahmenseitenwänden verbunden sind. In einer weiteren Version der rohrförmigen Ausführung können die Ober- und Bodenrahmen, die den in den Fig. 1 bis 5 verwendeten ähnlich sind, durch Wände verbunden sein, welche die vertikalen, die Ober- und Bodenrahmen miteinander verbindenden Kanäle der Fig. 1 bis 5 ersetzen, um ein röhrenförmiges Element zu erhalten. Die Unterelemente, die auf diese Weise erhalten werden, ergeben Elemente mit vollständig geschlossenen Seitenwänden, die offene Ober- und Unterseiten zum Einsetzen von Verstärkungsstäben 77 und Füllen der Röhren mit Beton 78 haben, um einen festen Pfeiler innerhalb eines Wandfachwerkes zu bilden.

Fig. 8 zeigt eine andere Ausführungsform des röhrenförmigen Elementes nach Fig. 7. In dieser Version ist der Boden des röhrenförmigen Elementes geschlossen, um ein Paar Behälter zu bilden. In der dargestellten Form sind die Verbindungsstege 41 und 42 der Fig. 1 und 7 durch einen Kanal 81 ersetzt, welcher die Unterelemente miteinander verbindet, um einen zusammengehörigen Behälter zu schaffen, der zum Transport von Material zu einer Baustelle verwendet werden kann. Nach dem Entnehmen der Materialien zum Einsatz auf der Baustelle wird der Behälter als Bauelement zum Errichten eines Bauwerkes benutzt. Mit dieser Ausgestaltung der Erfindung wird ein ideales Bauelement für militärische Zwecke oder zum Einsatz in entfernten Gebieten erhalten, da ein solches Bauelement als Rucksack benutzt werden kann, mit dem Personen Materialien zu einer Baustelle tragen können und der Rucksack, nachdem er nicht mehr benötigt wird, zum Bilden des Teiles eines Bauwerkes verwendet werden kann.

In Fig. 9 ist eine weitere Abwandlung der röhrenförmigen Ausgestaltung nach Fig. 7 und 8 gezeigt. Bei dieser Ausführung verschließt ein Boden die Röhren wie in Fig. 8 und ein Deckel 83 und 84 ist dichtend mit den Oberrahmen verbunden, um einen geschlossenen Behälter zu bilden. Eine Tülle und eine Verschlußkappe 85 können in einem oder beiden Deckeln zum Einbringen und Entfernen von Materialien in den Kessel vorgesehen sein. Bei Verwendung dieser Version der Erfindung können eine Vielzahl Container miteinander verbunden sein, um ein Floß oder ein ähnliches schwimmendes Element zu erhalten. Werden zum Beispiel eine Gruppe von geschlossenen Containern, die den in Fig. 9 gezeigten ähnlich sind, wie in Fig. 3 dargestellt, zusammengefügt, kann der erhaltene Gegenstand als Wand oder Floß oder Schwimmdock verwendet werden, wie es Fig. 10 zeigt.


Anspruch[de]

1. Baublock oder Bauelement, der bzw. das einen Oberrahmen, einen Bodenrahmen und eine Vielzahl von zwischen dem Oberrahmen und dem Bodenrahmen befestigter Stützglieder umfaßt, wobei der Oberrahmen und der Bodenrahmen identisch geformt aber so dimensioniert sind, daß sie nach Art einer Vater- und Mutterkupplung ineinanderpassen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Ober- und Bodenrahmen verformbare Elemente aufweist, die beim Zusammenfügen der Ober- und Bodenrahmen von ähnlichen Baublöcken in entsprechende verformbare Elemente eingreifen und dadurch die Baublöcke miteinander fest verbinden oder verhaken.

2. Baublock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Ober- und Bodenrahmen Seitenwände umfaßt, die in jedem Falle eine geschlossene geometrische Gestalt bilden.

3. Baublock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Ober- und Bodenrahmen verbindenden Stützelemente Wandelemente umfassen, welche die Seiten eines seitlich geschlossenen Elementes bilden.

4. Baublock oder Bauelement, der bzw. das erste und zweite übereinstimmende sowie durch Abstandshalter miteinander verbundene Unterelemente aufweist, von denen jedes einen Ober- und einen Bodenrahmen umfaßt, die miteinander durch eine Vielzahl von Stützgliedern verbunden und identisch geformt aber so dimensioniert sind, daß sie nach Art einer Vater- und Mutterkupplung ineinander passen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Ober- und Bodenrahmen mit verformbaren Elementen versehen ist, die beim Zusammenfügen der Ober- und Bodenrahmen von ähnlichen Baublöcken in entsprechende verformbare Elemente eingreifen und dadurch die Baublöcke fest miteinander verbinden oder verhaken.

5. Baublock nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Ober- und Bodenrahmen Seitenwände umfaßt, die in jedem Falle eine geschlossene geometrische Gestalt bilden.

6. Baublock nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eines der Kopfrahmenwandelemente eines Unterelementes über einen ersten Abstandshalter mit einem Seitenwandteil des Kopfrahmens des anderen Unterelementes und eines der Bodenrahmenseitenteile des einen Unterelements mit einem Seitenwandteil des Bodenrahmens des anderen Unterelementes über einen zweiten Abstandshalter verbunden ist.

7. Baublock nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützelemente, welche den Oberrahmen jedes Unterelementes mit dem Bodenrahmen des selben Unterelementes verbinden, Wandelemente aufweisen, die in jedem Falle die Seiten eines geschlossenseitigen Elementes bilden.

8. Baublock oder Bauelement nach einem der Ansprüche 2, 3 oder 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die verformbaren Elemente Verbindungselemente umfassen, die sich von den Seitenwandteilen der Kopf- und Bodenrahmen in von den Stützgliedern wegweisenden Richtungen erstrecken und so dimensioniert sind, daß sie mit Verbindungselementen in den Seitenwandrahmenteilen eines anderen identischen Baublocks zusammenpassen und dadurch die Baublöcke fest miteinander verbinden oder verhaken, wenn dieser Baublock und der andere Baublock übereinander angeordnet werden.

9. Baublock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützglieder an einer Seite des Baublockes gleich lang, aber nicht von derselben Länge wie die Stützglieder an der anderen Seite des Baublockes sind.

10. Wand, die aus mehreren Schichten von Baublöcken aufgebaut ist, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Baublock so beschaffen ist, wie er in einem der vorhergehenden Ansprüche beansprucht wurde.

11. Wand nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verkleidungstafel an einer Seite des Baublockes befestigt ist.

12. Wand nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine Beschichtung durch den Baublock auf die bauseitige Rückseite der Verkleidungstafel in einer Stärke, die den Baublock bedeckt, gespritzt ist.

13. Verfahren zur Herstellung einer Wand, welches folgende Schritte umfaßt: Erstellen einer Fundamentgrube, Auslegen einer ersten Schicht von Baublöcken mit einer Vielzahl von zusammenpassenden Oberrahmen in der Fundamentgrube, Gießen von Beton in die Fundamentgrube bis zu einer Höhe, daß die Oberrahmen der Baublöcke nicht bedeckt werden, Befestigen einer Schicht von Baublöcken nach einem der Ansprüche 1 bis 9 auf der Schicht von Baublöcken im Betonfundament und Errichten zusätzlicher Schichten von Baublöcken nach einem der Ansprüche 1 bis 9 auf dieser ersten Schicht durch Anordnen einzelner Baublöcke in einer überlappenden Weise über benachbarten Baublöcken in einer unteren Schicht und Verhaken dieser Baublöcke durch diese ineinanderpassenden Ober- und Bodenrahmen in der Art einer Vater-Mutter-Kupplung.

14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß Beton auf die Wand gegossen wird, um die Lücken zu füllen, die durch die fluchtende Anordnung der ineinanderpassenden Rahmen der Baublöcke erhalten wurden.







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