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Dokumentenidentifikation DE3878921T2 17.06.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0390854
Titel PFERDEGESCHIRREINRICHTUNG FÜR PFERDEWAGEN MIT EINZELTRAGEBAUM.
Anmelder Proust, Stephane, Persan, FR
Erfinder Proust, Stephane, Persan, FR
Vertreter Moll, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Glawe, U., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., 8000 München; Delfs, K., Dipl.-Ing.; Mengdehl, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Niebuhr, H., Dipl.-Phys. Dr.phil.habil., 2000 Hamburg; Merkau, B., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Aktenzeichen 3878921
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 23.12.1988
EP-Aktenzeichen 899008403
WO-Anmeldetag 23.12.1988
PCT-Aktenzeichen FR8800638
WO-Veröffentlichungsnummer 8905748
WO-Veröffentlichungsdatum 29.06.1989
EP-Offenlegungsdatum 10.10.1990
EP date of grant 03.03.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.06.1993
IPC-Hauptklasse B62C 5/02
IPC-Nebenklasse B62C 1/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Pferdegeschirrvorrichtung für einen Pferdewagen mit einem Einzeltragbaum, der über dem Rücken des Pferdes verläuft.

Eine Vorrichtung dieses Typs und ein angepapter Pferdewagen sind in der Druckschrift FR-A-2 589 418 beschrieben.

Die Pferdegeschirrvorrichtung weist einen Einzeltragbaum auf, der über dem Rücken des Pferdes verläuft und in seinem vorderen Teil mit einem Geschirr mittels eines Sattels, auf dem der Einzeltragbaum drehbar angebracht ist, verbunden ist, und der in seinem rückwärtigen Teil mit einem Pferdewagen verbunden ist. Die Bügel ruhen direkt auf dem Rücken des Pferdes, und eine einfache Polsterung stellt das Wohlbefinden des Pferdes sicher.

Diese Vorrichtung stellt unleugbar eine Verbesserung der früheren Pferdegeschirrvorrichtungen mit Einzeltragbaum dar. In der Antike benutzte man einen an einem Halsvenen angebrachten Einzeltragbaum, aber mit sehr geringem Nutzeffekt, da er die Halsriemen des Pferdes zusammendrückte und das Pferdegeschirr nicht aus der Gesamtheit der Zuganstrengungen des Pferdes Nutzen zog. Andere Vorrichtungen benutzen einen Kammdeckel analog jenen eines herkömmlichen Geschirrs, der aber auf dem Rücken des Pferdes plaziert ist und der an seinem oberen Teil das vordere Ende des Tragbaums trägt. Ebenso wie im fall der antiken Wagen werden die Zuganstrengungen des Pferdes nicht vollständig übertragen und generell ist es nur möglich, ein Sulky zu ziehen.

Ein französisches Patent Nr. 712 758 beschreibt einen Zugsattel, der mit einem Einzeltragbaum über ein vertikales Gelenk verbunden ist und an dem ein Paar Zugseile befestigt ist. Diese Vorrichtung erlaubt das Ziehen von landwirtschaftlichen Geräten, bei denen die Arbeit im Schritt ausgeführt wird, ist aber nicht für andere Gangarten des Pferdes anwendbar.

Der grundsätzliche Nachteil der Vorrichtung der FR-A-2 589 418 besteht darin, daß die Polsterung der Bügel nicht verhindert, daß das Pferd sich aufgrund der sich einstellenden Reibung an der Längsseite verletzt, was selbstverständlich die Einsatzmöglichkeiten der Vorrichtung begrenzt.

Die Erfindung schafft also eine Vorrichtung der vorstehend beschriebenen Art, bei der der Sattel zwei Bügel aufweist, die in ihrem unteren Teil zusammenlaufen und dort mit einem Geschirr verbunden sind, und die sich fortlaufend voneinander wegspreizen und senkrecht über dem Widerrist des Pferdes einen maximalen Abstand erreichen, wobei ein einstückig mit dem Einzeltragbaum verbundenes Teil drehbar auf einem Organ angebracht ist, das die beiden Bügel im Bereich ihres größten Abstands verbindet, und der Sattel ruht mittels zweier Klappen, die beweglich an dem hinteren Bügel angebracht und schräg sowie im wesentlichen parallel zur Achse Schulterblatt - Spitze der Schulter des Pferdes und beiderseits der Mittellinie des Pferderückens angeordnet, auf den Oberflächenmuskeln an der Vereinigung des Rückens, des Widerrists und der Schulter des Pferdes.

Die mit dem Pferderücken in Berührung stehende Innenfläche der Klappen kann gepolstert sein und weist in einem mittleren Bereich der Klappe in einer Ebene senkrecht zur Ebene des hinteren Bügels einen konvexen Querschnitt auf, wobei die seitlichen Bereiche der Klappe beiderseits des Bügels in Ebenen parallel zur Ebene des Bügels einen konkaven Querschnitt und in einem mittleren der Klappe einen konkaven Querschnitt in einer Ebene parallel zur Ebene des Bügels aufweisen, und wobei die oberen und unteren Bereiche der Klappe jeweils einen konvexen Querschnitt in den Ebenen senkrecht zur Ebene des Bügels aufweisen. Vorteilhafterweise bildet der obere Teil der Klappe eine Spitze und der untere Teil ein breites Ende, so daß die Klappe eine Eiform erhält, deren breites Ende die Basis bildet. Dank dieser form ruht die Klappe mittels ihrer mittigen Konvexität in der zwischen der Schulter und dem Rücken des Pferdes liegenden Mulde.

Die beiden seitlichen Konkavitäten ermöglichen es, die zugehörigen Muskeln aufzunehmen, auf denen die Klappen sich wechselweise bei Bewegungen des Pferdes abstützen; während die mittige Konkavität es der Klappe ermöglicht, auf den gekreuzten Muskeln des Pferdes positioniert zu werden, haben die beiden Konvexitäten oberhalb und unterhalb zur Folge, dar die Klappe in Kontakt mit den Mulden ist, die beiderseits der Vereinigung der Oberflächenmuskeln des Rückens, des Widerrists und der Schulter des Pferdes liegen (also der lange Rückenmuskel (grand dorsal), der Trapezrückenmuskel (trapeze dorsal) und der Trizeps). Aufgrund dieser Form und der Anlenkung der Klappe auf ihrem Träger bewirkt die Verschiebung des horizontalen Hin und Hers der Schulterplatte ein Kippen der Klappe um den hinteren Bügel und hält so den Kontakt zwischen der Klappe und dem Rücken des Pferdes aufrecht.

Um dieses Kippen um die Achse des hinteren Bügels zu begünstigen, ist die Klappe schwenkbar an zwei Punkten angebracht und vorzugsweise durch zwei Kugelzapfen angebracht, wobei der eine fest auf dem Bügel und beweglich auf der Klappe und der andere fest auf der Klappe und beweglich auf dem Bügel angebracht ist.

Um die Zuganstrengung des Pferdes weiter zu erleichtern, ist der von dem Sattel getragene Einzeltragbaum vorteilhafterweise mittels einer stoßdämpfenden Aufhängeeinrichtung mit einem Wagen mit Rädern verbunden. Diese weist vorzugsweise einen elastischen, zwischen zwei Befestigungspunkten an dem Wagen entlang einer Achse senkrecht zur Längsachse des Pferdegeschirrs für den Pferdewagen mit Einzeltragbaum gespannten Ring auf. Eine einstellbare Ausgleichseinrichtung verbindet den mittleren Bereich des elastischen Rings mit dem Einzeltragbaum.

Andere Vorzüge und charakteristische Eigenschaften der vorliegenden Erfindung werden beim Lesen der folgenden detaillierten Beschreibung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen deutlich werden. Darin zeigen:

Fig. 1 eine Ansicht der Anordnung von der Seite der Geschirreinrichtung, die einen Zugsattel verwendet;

Fig. 2 eine Ansicht von oben des Pferdewagens und des Einzeltragbaums, der den Zugsattel verwendet;

Fig. 3 eine Seitenansicht der Vorrichtung der Fig. 2;

Fig. 4 eine Ansicht, die die Anordnung des Zugsattels im Verhältnis zur Anatomie des Pferdes zeigt;

Fig. 5 eine Vorderansicht (rechter Teil) bzw. eine Ansicht von hinten (linker Teil) des Zugsattels;

Fig. 6 und Fig. 7 schematisch die Bewegungen der Schultern des Pferdes und diejenigen der jeweiligen Klappen des Zugsattels;

Fig. 8 eine vergrößerte Ansicht von oben der stoßdämpfenden Einrichtung; und

Fig. 9 eine Vorderansicht, die die Befestigung des Geschirrs am Zugsattel zeigt.

In Fig. 1 ist ein Pferd 1 dargestellt, das an einen Pferdewagen 3 mit zwei Rädern mittels eines Einzeltragbaums 2 angeschirrt ist. Der Einzeltragbaum ruht auf dem Pferd mittels eines Zugsattels 4, eines Kummets 5, 6 und eines Bauchriemens 7, wobei die beiden letzten Elemente das Geschirr bilden. Die Zügel 8 erlauben das Führen des Pferdes auf die klassische Art und Weise.

Der Zugsattel 4 weist zwei Bügel 9, 10 auf, die in ihrem unteren Teil zusammenlaufen und dort mit dem Kummet 5 verbunden sind, und die sich fortlaufend voneinander wegspreizen und senkrecht über dem Widerrist des Pferdes einen maximalen Abstand erreichen, wobei der von oben gesehen hintere Bügel 10 (Fig. 2) einen geringeren Krümmungsradius zeigt als der vordere Bügel 9. Der vordere Bügel befindet sich in einer von der Vertikalen wenig abgespreizten Ebene während der hintere Bügel eindeutig schräg im Verhältnis zur Vertikalen ist. Ein einstückig mit dem Einzeltragbaum 2 verbundener Drehpunkt 11 ist auf einem Organ 12 (beispielsweise einer Platte) angebracht, die die beiden Bügel 9 und 10 in der Höhe ihrer maximalen Auseinanderspreizung verbindet und die freie Drehung des Einzeltragbaums im Verhältnis zum Pferd erlaubt.

Die Zügel 8 verlaufen an jeder Seite des Sattels durch eine Öse 14a am vorderen Bügel, dann durch eine Öse 14 (Fig. 2), die am hinteren Bügel angeordnet ist, dann weiter beide durch die gleiche Öse 14b auf dem Einzeltragbaum 2.

Der Zugsattel 4 stützt sich auf den Rücken des Pferdes mittels zweier Klappen 15, 16, die beide am hinteren Bügel 11 angebracht sind, und die beiderseits der Mittellinie des Pferderückens und symmetrisch in bezug auf diese Linie angeordnet sind. Jede Klappe stützt sich auf die anatomische Mulde, die hinter der Schulter 17 des Pferdes liegt (Fig. 4), und die Innenfläche der Klappe, die in Berührung mit dem Rücken des Pferdes steht, ist gepolstert und zeigt mehrere Konvexitäten und Konkavitäten. Die Klappen 15, 16 sind vorzugsweise eiförmig und weisen eine Spitze 22 und ein breites Ende 23 auf, wobei letzteres die Basis der Klappe bildet.

Jede der Klappen 15, 16 ist auf dem hinteren Bügel mittels zweier Gelenke angebracht, beispielsweise zweier Kugelzapfen 24, die an den festen Zapfen 25, 25a angebracht sind. Der Zapfen 25a, der am oberen Teil der Klappe 15, 16 angebracht ist, und der Zapfen 25 an der Basis der Klappe sind jeweils umgekehrt montiert, d. h. der Zapfen 25a ist an dem Bügel angebracht und der von ihm getragene Kugelzapfen ruht auf der Klappe während der Zapfen 25 an der Klappe angebracht ist und sein Kugelzapfen ruht auf dem Bügel. Die Länge der festen Zapfen kann durch Herein- oder Herausschrauben verändert werden, um eine standardisierte Herstellung der Sättel für jeden beliebigen Rücken des Pferdes zu ermöglichen.

Wie vorstehend schon beschrieben, weist jede Platte 15, 16 an ihrer Innenfläche eine Polsterung 26 auf einer Grundplatte 27 auf, wobei die beiden Platten so ausgebildet sind, dar sie sich an die Anatomie des Pferdes hinter dessen Schulterplatte anpassen. Um dies zu erreichen, ist die mit dem Pferderücken in Berührung stehende Innenfläche der Klappen gepolstert und weist in einem mittleren Bereich der Klappe in einer Ebene senkrecht zur Ebene des hinteren Bügels einen konvexen Querschnitt auf, wobei die seitlichen Bereiche der Klappen beiderseits des Bügels in Ebenen parallel zur Ebene des Bügels einen konkaven Querschnitt und in einem mittleren Bereich der Klappe einen konkaven Querschnitt in einer Ebene parallel zur Ebene des Bügels aufweisen, und wobei die oberen und unteren Bereiche der Klappe jeweils einen konvexen Querschnitt in den Ebenen senkrecht zur Ebene des Bügels aufweisen.

Wenn das Pferd vorwärtsschreitet und wie auch immer seine Gangart sein mag (Schritt, Trab oder Galopp), schieben sich seine Schultern abwechselnd vor und werden in Bewegung versetzt, die schematisch in Fig. 6 durch die Pfeile E-F dargestellt ist. Aufgrund der Anlenkungen an Kugelzapfen folgen die Klappen den Bewegungen der Schulterplatten des Pferdes durch Kippen um die Achse, die die beiden Anlenkungen verbindet, und zwar erfolgt das Kippen nach vorne, wenn die zugehörige Schulter des Pferdes sich vorwärtsbewegt und nach hinten, wenn diese Schulter sich zurückbewegt. Dies ist schematisch in der Fig. 7 durch die Pfeile I und J dargestellt, die Anlenkpunkte werden durch die Zapfen 25 und 25 a symbolisiert. Durch die Anbringung des Kugelzapfens des Zapfens 25a auf der Klappe ist die Kippbewegung an der Spitze der Klappe von geringerer Amplitude als an der Basis, und dies entspricht der Tatsache, dar die Bewegungsamplitude der Schulterplatte des Pferdes auf Höhe der Spitze der Klappe geringer ist im Vergleich zu derjenigen, die an der Basis der Klappe vorliegt.

Der Zugsattel 4 wird an seinem Platz auf dem Pferd mittels eines Kummets 5, 6 und eines Bauchriemens 7 (Fig. 9) gehalten. Das Kummet ist vorzugsweise ein Jagdkummet vom amerikanischen Typus ("breast collar"), d. h. ein Kummet mit zwei Seitenteilen 5, die durch einen Ring verbunden sind, und das fest mittels einer klassischen Riemeneinrichtung an dem Ende 28 des gemeinsamen Teils der beiden Bügel 9 und 10 angebracht ist. Ein Riemen 6 ist an dem Ring des Jagdkummets angebracht, verläuft zwischen den Beinen vor dem Pferd und ist mittels eines Rings oder irgendeiner anderen Einrichtung mit dem Bauchriemen 7 verbunden. Dieser ist mittels der Halterungen oder Haken 13a an den Ringen 13 (Fig. 5) befestigt, die am hinteren Bügel 10 zwischen den Befestigungspunkten der Klappen vorgesehen sind. Zum Anschirren des Pferdes an den Einzeltragbaum genügt es, ihm die Zugsattelund Kummetanordnung über den Kopf zu ziehen und anschließend an jeder Seite die Haken 13a des Bauchriemens in die Ringe 13 des Bügels 10 einzuhaken. Dies stellt die seitliche Positionierung des Sattels auf dem Pferd sicher, während ein gleichfalls mit dem Ring 13 verbundener Schwanzriemen 29 die Positionierung des Sattels in Längsrichtung sicherstellt.

Um die Zuganstrengung des Pferdes besser auszunutzen, befindet sich das Ende 28 der Bügel auf der horizontalen, durch den Halsansatz des Pferdes verlaufenden Achse 20, und das Jagdkummet befindet sich größtenteils zwischen dieser horizontalen Achse 20 und der durch die Spitze der Schulter verlaufenden horizontalen Achse 21.

Das Jagdkummet kann durch eine aus einem Stück bestehenden Siele ersetzt werden, die traditionell zum Ziehen angewendet wird, aber der Kraftaufwand des Pferdes wirkt dann am Halsansatz. Man bevorzugt daher die Anwendung eines Jagdkummets (angewendet für die Reitpferde), mit dem die Kraftanstrengung sich auf die beiden Schultern aufteilt.

Der Einzeltragbaum 2 ist mit dem Pferdewagen 3 mittels einer stoßdämpfenden Einrichtung und einer einstellbaren Ausgleichseinrichtung verbunden, die nach einer kurzen Beschreibung des Wagens selbst beschrieben werden.

Dieser Wagen besteht aus einem Fahrgestell 30, das mittels Stangen 32 und Aufhängungen 33 auf zwei mit Luftreifen ausgerüsteten Rädern 31 angebracht ist. Ein Fußboden 34, beispielsweise ein Metallgitter (gezeigt in der Hälfte des Wagens in Fig. 2), erlaubt es einer oder mehreren Personen, Platz zu nehmen. Ein Sitz 35 ist auf den hinteren Holmen 36 des Fahrgestells vorgesehen, (nur die Tragstruktur des Sitzes ist in Fig. 2 gezeigt), so daß das Gewicht des oder der Passagiere im wesentlichen vertikal (Ebene 37) auf der Achse der Räder 31 lastet (Fig. 3).

Das hintere Ende 38 des Einzeltragbaums 2 ist bei 3g an dem Fahrgestell 30 befestigt. Wie man in den Zeichnungen sieht, paßt sich die grundsätzliche Form des Einzeltragbaums an diejenige des Pferdes an, und das hintere Ende 38 des Einzeltragbaums ist schräg zur Vertikalen. Ein Tragelement 40 ist am Vorderteil des Fahrgestells 30 angebracht. Dieses Element 40 weist zwei etwa vertikale Seitenteile 41 und einen etwa horizontalen mittleren Teil 42 auf, der einen gegen den Vorderteil des Wagens offenen Kreisbogen bildet.

Dieses Kreisbogenteil kann als Griff für die Passagiere dienen aber dient im wesentlichen als Träger der Stoßdämpfeinrichtung. Diese Stoßdämpfeinrichtung 43 (in größerem Maßstab in Fig. 8 gezeigt) wird durch ein zwischen die beiden Enden 45 des Kreisbogens 42 senkrecht zur Längsachse des Wagens gespanntes elastisches Element 44 gebildet. Diese elastische Element ist vorteilhafterweise durch einen Kautschukring oder ein Band aus Kautschuk oder einem anderen Elastomer, das einmal um sich selbst gedreht ist, gebildet, und mit Punkten 45 mittels Befestigungsorganen 46, die den Ring durchdringen, verbunden; diese Befestigungsorgane 46 können an ihrem Ende mit einem Gewinde versehene Stangen 47 sein, die den Ring durchdringen und mittels Muttern 48 gehalten werden, wie in Fig. 8 veranschaulichend gezeigt ist.

Der mittlere Teil des elastischen Rings 44 ist zwischen zwei Scheiben 49 zusammengedrückt, durch deren zentrale Öffnung eine Achse 50 verläuft, die fest mit dem Einzeltragbaum 2 verbunden ist. Das an dem Einzeltragbaum befestigte Ende 51 der Achse 50 ist drehbar auf einer am Einzeltragbaum befestigten Platte 52 angebracht (beispielsweise in einem Loch der Platte mit Hilfe eines Schraubenbolzens), etwa auf gleicher Höhe wie die Schulter des Pferdes. Auf diese Weise wird die abwechselnde ruckweise Zugbewegung des Pferdes auf das elastische Element übertragen, das diese dämpft, damit der Wagen kontinuierlich und ohne Stöße gezogen wird.

Die feste Achse 50 hat eine einstellbare Länge beispielsweise mittels ihrer Unterbrechung durch ein einstellbares Element (Typ Ridoir), daß das Zusammenschieben oder Auseinanderziehen der Platte 42 gegenüber dem elastischen Element 44 erlaubt. Dies ermöglicht das Einstellen des Gleichgewichts des Pferdewagens in Abhängigkeit vom Pferd, der Zahl und dem Gewicht der Passagiere, ..., damit sich der Vorderteil des Sitzes auf der Vertikalen des Mittelpunkts der Räder (Ebene 37) befindet. Zudem hat der Wagenführer stets die Möglichkeit, dieses Gleichgewicht zu ändern, indem er sich in geeigneter Weise in dem Wagen positioniert, sitzend oder stehend, sich abstützend auf dem mittleren Teil des Fußbodens 34, auf seinem vorderen ansteigenden Teil, oder auf das eine oder andere der Seitenteile, die über die Räder 31 ragen (vergl. Fig. 2).

Der Pferdewagen, der Einzeltragbaum und der Zugsattel sind in den Zeichnungen als aus Stahlrohr bestehend dargestellt. Dies ist eine einfache und leicht auszuführende Lösung, die ein geringes Gewicht und eine angemessene Festigkeit ermöglicht und den Erhalt der abgerundeten Formen erleichtert, die einerseits bezüglich des Einzeltragbaumteils und des Zugsattels der Körpergestalt des Pferdes und andererseits bezüglich des Wagenteils dem Erfordernis der Wendigkeit und der Sicherheit angepapt sind. Tatsächlich erlauben es die abgerundeten Seitenteile, die über die Räder ragen und gegen den Boden geneigt sind, daß dieser Wagen ausweicht, wenn er zufällig gegen ein Hindernis (Stein, Baum, ...) stört.

Beispielsweise kann das drehbare Element 11 ein Kugellager sein, das auf der Platte 12 mittels vier Schraubenbolzen befestigt ist, aber andere Vorrichtungen, die das Verbinden des Zugsattels mit einem Einzeltragbaum bei freier Drehbarkeit desselben um den Anlenkungspunkt auf dem Sattel erlauben, können genausogut in Erwägung gezogen werden.

Die das Geschirr bildenden Elemente, Jagdkummet und Bauchriemen, sind auf herkömmliche Weise konstruiert und zusammengesetzt und weisen eine Polsterung auf, die das Wohlbefinden des Pferdes sicherstellt.

Natürlich sind die Abmessungen des Wagens, des Einzeltragbaums und des Sattels an die Höhe des Pferdes angepapt. Jedoch infolge des Vorhandenseins der Gelenkklappen kann man sich ohne Probleme damit zufriedengeben, deren Abmessungen an den Typ des verwendeten Pferdes (Pony, Doppel-Pony (double poney), Pferd, ...) anzupassen.

Eine hier beschriebene Vorrichtung ermöglicht eine sehr große Freiheit beim Lenken, da das Pferd praktisch die Bewegungsfreiheit eines Reitpferdes hat und da die Form und der Aufbau des Wagens es ihm erlaubt, fast überall zu passieren (es reicht, wenn die verfügbare Passage die Größe des Wagens hat), beispielsweise auf der Straße, im Wald, über die Felder, etc.


Anspruch[de]

1. Pferdegeschirrvorrichtung für einen Pferdewagen, die einen Einzeltragbaum (2) aufweist, der über dem Rücken eines Pferdes verläuft und in seinem vorderen Teil mit einem Geschirr (5, 6, 7) mittels eines Zugsattels (4), auf dem der Einzeltragbaum (2) drehbar angebracht ist, verbunden ist, und der in seinem rückwärtigen Teil mit einem Pferdewagen (3) verbunden ist, wobei der Sattel (4) zwei Bügel (9, 10) aufweist, die in ihrem unteren Teil zusammenlaufen und dort mit einem Kummet (5) des Geschirrs verbunden sind, und die sich fortlaufend voneinander wegspreizen und senkrecht über dem Widerrist des Pferdes einen maximalen Abstand erreichen, wobei ein einstückig mit dem Einzeltragbaum (2) verbundenes Teil (11) drehbar auf einem Organ (12) angebracht ist, das die beiden Bügel (9, 10) im Bereich ihres gröPten Abstands (also senkrecht über dem Widerrist) verbindet, dadurch gekennzeichnet, dap der Sattel mittels zweier Klappen (15, 16), die beweglich an dem hinteren Bügel (10) angebracht und schräg sowie im wesentlichen parallel zur Achse Schulterblatt - Spitze der Schulter (19) des Pferdes und beiderseits der Mittellinie des Pferderückens angeordnet sind, auf den 0berflächenmuskeln an der Vereinigung des Rückens, des Widerrists und der Schulter des Pferdes ruht.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Pferderücken in Berührung stehende Innenfläche der Klappen gepolstert ist und in einem mittleren Bereich der Klappe in einer Ebene senkrecht zur Ebene des hinteren Bügels einen konvexen Querschnitt aufweist, wobei die seitlichen Bereiche der Klappen beiderseits des Bügels in Ebenen parallel zur Ebene des Bügels einen konkaven Querschnitt und in einem mittleren Bereich der Klappe einen konkaven Querschnitt in einer Ebene parallel zur Ebene des Bügels aufweisen, und wobei die oberen und unteren Bereiche der Klappe jeweils einen konvexen Querschnitt in den Ebenen senkrecht zur Ebene des Bügels aufweisen.

3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappen (15, 16) eiförmig sind und eine Spitze (22) und ein breites Ende (23) aufweisen, wobei das breite Ende die Basis der Klappe bildet.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Klappe an zwei Punkten auf dem hinteren Bügel des Sattels angelenkt ist.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Anlenkpunkte fest auf dem Bügel und beweglich auf der Klappe und der andere Anlenkpunkt fest auf der Klappe und beweglich auf dem Bügel angebracht ist.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungspunkt (28) des Sattels (4) mit dem Kummet (5) sich auf einer horizontalen Geraden (20) befindet, die durch den Unterteil des Pferdehalses verläuft.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der von dem Sattel (4) getragene Einzeltragbaum (2) mittels einer stopdämpfenden Aufhängeeinrichtung mit einem Wagen (3) mit Rädern (31) verbunden ist.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die stoßdämpfende Aufhängeeinrichtung ein elastisches, zwischen zwei Befestigungspunkten (45) an dem Wagen entlang einer Achse senkrecht zur Längsachse des Pferdegeschirrs für den Pferdewagen mit Einzeltragbaum gespanntes Element (44) aufweist.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die stoßdämpfende Aufhängeeinrichtung mit dem Einzeltragbaum mittels einer einstellbaren Ausgleichseinrichtung (50, 51, 52) verbunden ist.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dar das Kummet (5) ein Jagdkummet vom amerikanischen Typus ("breast collar") ist.

11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Bauchriemen (7) lösbar an dem von dem hinteren Bügel (10) des Zugsattels getragenen Ring (13) befestigt ist, wobei der Ring (13) sich zwischen den Anlenkpunkten Bügel/Klappe befindet.







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