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Kehreinrichtung - Dokument DE4140926A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4140926A1 17.06.1993
Titel Kehreinrichtung
Anmelder Kroll Fahrzeugbau-Umwelttechnik GmbH, O-1199 Berlin, DE
Erfinder Ritter, Eberhard, 0-1185 Berlin, DE;
Silvan, Eckhard, 0-1634 Rangsdorf, DE
Vertreter Erich, D., Pat.-Anw., O-1607 Niederlehme
DE-Anmeldedatum 09.12.1991
DE-Aktenzeichen 4140926
Offenlegungstag 17.06.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.06.1993
IPC-Hauptklasse E01H 1/04
IPC-Nebenklasse E01H 1/08   A47L 11/32   A47L 7/02   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Kehreinrichtung für eine Kehrmaschine mit mindestens einem Kehrbesen, die mit einem Saugmundstück arbeitet, das vor einer Kehrwalze in einem Tragrahmen angeordnet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Kehreinrichtung so auszubilden, daß das Saugmundstück lagesicher positioniert in unterschiedlichen Höhen- und Schwenkstellungen auch ohne den Einfluß der Kehrwalze arbeiten kann.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Tragrahmen (8) mit dem Saugmundstück (3) durch mindestens drei Führungsstangen (17; 18; 19) beweglich an der Kehrmaschine gelagert ist, wobei die Führungsstangen (17; 18; 19) in Gelenkstücken (15; 15'; 16; 16') beweglich zu Lenkerparallelogrammen mit zueinander versetzten Wirkebenen zusammengesetzt sind.
Dabei sind zwei Führungsstangen (17; 18) in den Gelenkstücken (15; 16) senkrecht übereinander angeordnet und eine dritte Führungsstange (19) in separaten Gelenkstücken (15'; 16') geführt, horizontal versetzt, neben den beiden senkrecht übereinander angeordneten Führungsstangen (17; 18) vorgesehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kehreinrichtung für eine Kehrmaschine mit mindestens einem Kehrbesen, die mit einem Saugmundstück arbeitet, das vor einer Kehrwalze in einem Tragrahmen angeordnet ist.

Kehrmaschinen, welche mit einer Kehrwalze und einem Saugmundstück ausgerüstet arbeiten, sind allgemein bekannt. Bei diesen Kehrmaschinen ist das Saugmundstück über einen flexiblen Saugschlauch, mit dem unter Vakuum stehenden Sammelbehälter verbunden.

Kehrmaschinen dieser Gattung weisen Rinnsteinbesen auf, welche als Tellerbesen ausgebildet im äußeren Seitenbereich angeordnet sind. Weiterhin sind Zubringerbesen vorgesehen, welche als Kehrwalzen ausgebildet unter dem Fahrzeug angeordnet sind. Bekannterweise können Zubringerbesen auch als Tellerbesen ausgebildet sein. Die Besen haben die Aufgabe, den Schmutz von der Oberfläche zu lösen und dem Saugmundstück zuzuführen.

Es ist nun weiter bekannt, die Anordnung der Kehrwalzen in bezug auf das Saugmundstück den jeweiligen konstruktiven und praxisbedingten Gegebenheiten, angepaßt auszuführen.

Die erste Ausführung ist so gebildet, daß die Kehrwalze vor dem Saugmundstück angeordnet ist und durch ihre Schrägstellung zur Fahrtrichtung das Kehrgut vor dem Saugmundstück ablegt. Das Saugmundstück kann dann beim Übergang das Kehrgut pneumatisch erfassen und aufnehmen. Diese Ausführungsart hat den Vorteil, daß das Saugmundstück unabhängig von der Stellung der Kehrwalze in andere Arbeitsstellungen verschwenkt werden kann. Als nachteilig ist jedoch zu bezeichnen, daß die Schmutzaufnahme dann nur partiell wirkend, rein pneumatisch erfolgen muß, da die mechanische Kehrarbeit der Walze nicht genutzt werden kann.

Diese Ausführungsform birgt den Nachteil in sich, daß beim Einsatz in schwerem Kehrgut, insbesondere bei nassem klebrigem Schmutz, die Reinigungsqualität unzureichend ist. Gleichermaßen ist es ungünstig, daß bei zusätzlicher oder notwendiger Verwendung eines Rinnsteinbesens, d. h. eines seitengeführten Besens, die Überdeckung der Wirkungsflächen der Besen beim Kehren fehlt und ein Fahrbahnstreifen dadurch nicht intensiv gereinigt werden kann.

Bei einer weiteren bekannten Bauform der Kehrmaschine ist das Saugmundstück vor der Kehrwalze angeordnet. Bei dieser Anordnung werden die Nachteile der vorher genannten Bauausführung vermieden. Bei der Ausführung mit vorgeordnetem Saugmundstück wirkt dieses mit der Kehrwalze derart zusammen, daß der Schmutz infolge der gegenläufigen Drehbewegung der Kehrwalze von hinten und von innen in den Saugluftstrom des Mundstückes bewegt wird. Dadurch erfaßt das Mundstück das Kehrgut besser, und es bleibt wenig auf der Straßenoberfläche liegen. Weiterhin weist diese Bauform den Vorteil auf, daß sich Walze und Saugmundstück vollständig überdecken.

Der dieser Bauform innewohnende Nachteil ist darin zu sehen, daß durch die feste Zuordnung des Saugmundstückes zur Kehrwalze und eine funktionsbedingte seitliche Aufnahmeöffnung des Saugmundstückes das Ausschwenken oder Absenken des Saugmundstückes aus dem Bereich der Kehrwalze oder bei angehobener Kehrwalze nicht möglich ist.

Ein Aufsaugen des Kehrgutes im Rinnsteinbereich oder das Kehren im Rinnstein mit einem Seitenbesen und dem Saugmundstück ist nicht durchführbar.

Die beiden bekannten Bauformen unterscheiden sich signifikant durch die Anlenkung des Saugmundstückes.

In der ersten Ausführung ist ein in einer horizontalen Ebene wirkendes gezogenes Lenkerparallelogramm vorgesehen. In der zweiten Ausführung ist das Saugmundstück im Kehrwalzenrahmen angeordnet. Die mit einem Lenkerparallelogramm versehene Ausführung gewährleistet die korrekte Führung des Saugmundstückes in einer horizontalen Ebene, d. h. die an der Saugmundstückvorderseite gelegene Aufnahmeöffnung ist in jeder Schwenkstellung in einem gleichen, zumeist rechten Winkel zur Fahrzeuglängsachse. Beim notwendigen Absenken auf einen tieferliegenden beispielsweise zu reinigenden rinnenförmigen Fahrbahnbereich, wie er insbesondere bei Fahrbahnrekonstruktionen zu verzeichnen ist, ergibt sich eine ungünstige von der Lenkerlänge und -anordnung abhängige Neigung des Saugmundstückes. Diese nachteilige Neigung des Saugmundstückes muß durch aufwendige separate Verstellmechanismen aufgehoben werden. Weiter ist es ein Nachteil, daß zur Einhaltung eines konstanten bzw. für den Kehrvorgang notwendigen Abstandes des Tragrahmens zur Fahrbahn mindestens zwei Nachlaufräder vorgesehen sind.

Die Nachlaufräder sind am Tragrahmen angelenkt, welcher seinerseits über den oder die horizontalen Lenker mit dem Fahrgestell der Kehrmaschine beweglich verbunden ist.

Es ist weiterhin als unzureichend darzustellen, daß bei der Bauweise, in welcher das Saugmundstück vor der Kehrwalze im Kehrwalzenrahmen angeordnet ist, kein separates Absenken des Saugmundstückes in rinnenförmige Aufnahmebereiche möglich wird. So ist es auch nicht möglich, einen notwendigen konstanten Wirkabstand ohne permanenten Einstellaufwand für die Eliminierung des Abstandes aus der Walzenborstenabnutzung zu erhalten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kehreinrichtung für eine Kehrmaschine mit mindestens einem Kehrbesen, die ein Saugmundstück aufweist, welches vor einer Kehrwalze in einem Tragrahmen angeordnet ist, zu schaffen, mit der das Saugmundstück in einer ersten Endstellung zur Kehrwalze gehalten, mit der Kehrwalze zusammenwirken und weiterhin in eine zweite Endstellung bewegt und gehalten werden kann, in welcher das Saugmundstück ohne ein Zusammenwirken mit der Kehrwalze lagebestimmt in einer Aufnahme und Saugstellung ist.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß eine Kehreinrichtung für eine Kehrmaschine mit mindestens einem Kehrbesen, die ein Saugmundstück aufweist, welches vor der Kehrwalze in einem Tragrahmen angeordnet ist, so ausgebildet wird, daß der Tragrahmen mit dem Saugmundstück durch mindestens drei Führungsstangen beweglich an der Kehrmaschine gelagert ist, wobei die Führungsstangen in Gelenkstücken beweglich zu Lenkerparallelogrammen mit zueinander versetzten Wirkebenen zusammengefügt sind.

Dabei sind zwei Führungsstangen in den Gelenkstücken senkrecht übereinander angeordnet und eine dritte Führungsstange in separaten Gelenkstücken geführt, horizontal versetzt, neben den beiden senkrecht übereinander angeordneten Führungsstangen vorgesehen.

In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist das Saugmundstück in einem Tragrahmen gehalten, mit dem die Gelenkstücke so in einer Wirkverbindung sind, daß das Saugmundstück mit seiner Mundstückslängsseite in einer Ausgangsstellung parallel zur Längsmittenachse der Kehrwalze gestellt ist.

Dabei ist das Saugmundstück, die Erfindung vorteilhaft ausbildend, im Tragrahmen beweglich angeordnet.

Die Erfindung ist dadurch vorteilhaft ausgestaltet, daß die drei Führungsstangen in einer Ausgangsstellung in der Längserstreckung ihrer Mittenachsen im Winkelbereich von 80 bis 100° zur Längsmittenachse der Kehrwalze gerichtet sind.

Es ist eine Ausführungsform der Erfindung, daß das Saugmundstück in einer Endlage aus dem Bereich der Kehrwalze ausgeschwenkt in einer Saugstellung ist.

Die Erfindung ist dadurch sinnvoll ausgestaltet, daß das Saugmundstück mit den vertikal zueinander angeordneten mit der nebenliegenden Führungsstange in eine Schwenkstellung versetzt ist und eine Anlenkung vorgesehen wurde, an welche ein Zylinder angreift, dessen Ausfahrkraft einstellbar ist. Es ist auch im Sinne der Erfindung, daß der Zylinder eine konstante Ausfahrkraft aufweist.

Vorteilhaft ist die Erfindung ausgestaltet, wenn das Saugmundstück während des Schwenkens in der endgültigen Schwenkstellung mit seiner Mundstücksseite parallel immer zur Längsmittenachse der Kehrwalze gerichtet ist.

Eine vorteilhafte Ausübungsform der Erfindung ist es, daß das Saugmundstück mit den Führungsstangen des zweiten Lenkerparallelogramms in Verbindung mit dem horizontal arbeitenden Zylinder in einer Schwenkstellung gehalten und mit den zum ersten Lenkerparallelogramm gehörenden Führungsstangen und dem Zylinder für den Vertikalhub in eine Saugposition gebracht ist.

Eine Ausführungsform der Erfindung ist es, daß die am Saugmundstück angeordneten Achsen in Lagern geführt sind, wobei die Richtung der Achsen annähernd parallel mit der Längsmittenachse des Fahrzeuges verläuft. In vorteilhafter Weise sind die Lager erfindungsgemäß elastisch ausgebildet.

Besonders vorteilhaft ausgebildet ist die Erfindung dadurch, daß am Tragrahmen ein oder mehrere mit einem Stellglied in Wirkverbindung versetzte Abstandssensoren angeordnet sind, womit eine flexible Anpassung der Saugmundstückunterkanten an die zu reinigende Oberflächenkontur erreicht wird. Dieser Vorteil wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Saugöffnungen des Saugmundstückes der Körnung des Kehrgutes angepaßt veränderbar sind.

Weiter ausgebildet ist die Erfindung dadurch, daß an dem der Kehrwalze vorlaufenden vorderen Teil des Saugmundstückes eine bewegliche Grobgutklappe angeordnet ist und damit korrespondierend die Ausbildung des Saugmundstückes vervollkommnend, an der der Kehrwalze zugewandten Seitenfläche eine weitere bewegliche Grobgutklappe vorgesehen worden ist.

Die erfindungsgemäße Lösung unterstützend ist am Tragrahmen ein in Arbeitsrichtung nachlaufendes Stützrad angeordnet.

Die erfindungsgemäße Lösung vereinigt konzeptionell den Vorteil einer breitgefächerten Einsatzmöglichkeit mit den Eigenschaften effektiver spezieller Funktionen.

So wird durch das Zusammenwirken des Saugmundstückes und der dahinter angeordneten Kehrwalze eine erhöhte Reinigungsqualität vor allem unter ungünstigen Bedingungen, wie mit schwerem nassem und klebrigem Kehrgut erzielt. Weiterhin wird die gesamte Reinigungsbreite mechanisch gekehrt. Es werden weiterhin durch die Möglichkeit der Anordnung eines großen linken Rinnsteinbesens vor der Kehrwalze, aber hinter der Vorderachse wesentlich größere Flächenkehrbreiten erreicht, als sie mit rein pneumatisch aufnehmenden Bauformen möglich sind. Andererseits ermöglicht die erfindungsgemäße Kehreinrichtung außerdem eine äußerst rationelle Rinnsteinreinigung nur durch Einsaugen in einer ausgeschwenkten Arbeitsstellung des Saugmundstückes und auch das Rinnsteinkehren mit ausgeschwenktem rechten Seitenbesen und eingeschwenktem rechten Saugmundstück bei angehobener Kehrwalze und geschlossener seitlicher Ansaugöffnung des Saugmundstückes.

Ein ganz wesentlicher Vorteil liegt auch in der Möglichkeit, das Saugmundstück vollständig über die Außenkante der Hinterräder des Kehrfahrzeuges auszuschwenken und eine saugende Reinigung auch tieferliegender Fahrbahnteile wie Rinnen o. ä. vornehmen zu können, wobei durch die sowohl horizontale als auch vertikale Parallelführung für alle praktisch bedeutenden Rinnentiefen eine gleichbleibende Mundstücklage erreicht wird.

Durch die nach hinten zur Fahrzeuglängsachse geneigte Mundstücksvorderkante, die leichte Seiten- und Höhenbeweglichkeit der Parallelogrammführungen und die elastische Mundstücklagerung im Tragrahmen werden deutlich verbesserte Ausweichmöglichkeiten des Saugmundstückes bei Fahrbahnhindernissen, wie Gullydeckeln, Rinnsteinkanten o. ä. gewährleistet.

Ein weiter günstiger Effekt für die Reinigungsqualität tritt durch die sensorgesteuerte Anpassung der Saugmundstückunterkante an die Fahrbahn ein, weil durch den konstant gehaltenen Kehrguterfassungsquerschnitt am Mundstück gleichmäßig hohe Luftgeschwindigkeiten für die Kehrgutförderung ermöglicht werden. Die Verstellbarkeit von nur einem Nachlaufrad verringert den Einstellaufwand einerseits und ermöglicht andererseits die schnelle Anpassung an sehr unterschiedliche Kehrgüter, da durch die exakte vertikale Parallelogrammführung die Grundeinstellung des Abstandes Saugmundstückunterkante zur Fahrbahn nur durch die Nachlaufradverstellung möglich ist.

Die Erfindung soll an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. In der dazugehörigen Zeichnung zeigen:

Fig. 1 die Kehreinrichtung in einer Seitenansicht;

Fig. 2 die Einrichtung nach Fig. 1 in einer Draufsicht;

Fig. 3 die Ansicht in Richtung Y nach Fig. 2 ohne Führungsstangen;

Fig. 4 die Ansicht X nach Fig. 2 als Einzelheit in einer Seitenansicht.

Fig. 1 zeigt die Einrichtung mit ihren wesentlichen Funktionsteilen am Fahrzeugrahmen 12 angeordnet. Dabei ist eine Kehrwalze 1 in Arbeitsstellung gebracht und mit einem Saugmundstück 3 in eine Wirkverbindung versetzt worden. Das Saugmundstück 3 ist beweglich in einem Tragrahmen 8 eingeordnet, der sich an seinem freien Ende auf ein Stützrad 9 aufstützt.

Der Tragrahmen 8 wirkt mit dem Saugmundstück 3 über eine Gestängeanordnung mit einem Träger 13, der am Fahrzeugrahmen 12 befestigt ist. An dem Träger 13 und am Tragrahmen 8 sind Gelenkstücke 15; 16 vorgesehen, zwischen denen als vertikal übereinanderliegende Arme Führungsstangen 17; 18 angeordnet sind. Die Gelenkstücke 15; 16 bilden mit den Führungsstangen 17; 18 ein vertikal bewegliches Parallelogramm, welches über die Anordnung der Gelenkstücke 15; 16 in der jeweiligen Aufnahme 14 im Träger 13 und Aufnahme 14&min;&min; im Tragrahmen 8, horizontal geschwenkt und vertikal bewegt werden kann.

Gemäß Fig. 2 ist das Saugmundstück 3 derart angeordnet, daß seine Hinterkante 25 parallel mit der Längsmittenachse der Kehrwalze 1 in einer Arbeitsstellung gehalten wird. Die Lage des Saugmundstückes 8 ist in einem bestimmten Winkel zur Längsmittenachse des Fahrzeuges gebracht und sichert, korrespondierend mit der Winkelanstellung der Kehrwalze 1, eine vollständige Aufnahme des Kehrgutes.

Zur Lagesicherung des Saugmundstückes 3 in dieser Arbeitsstellung ist mittels einer Aufnahme 14&min; mit einer Anlenkung 24&min; am Träger 13 und einer Führungsstange 19, welche mit einem inneren Gelenkstück 16&min; am Tragrahmen 8 verbunden ist, ein zweites horizontales Parallelogramm ausgebildet worden. Durch die Anordnung eines zweiten Parallelogramms, welches mit dem ersten, aus den Führungsstangen 17; 18 gebildeten zusammenwirkt, ist eine sichere positionsstabile Führung des Saugmundstückes 3 in der vertikalen und horizontalen Ebene gesichert, wobei die Winkelstellung der Hinterkante des Saugmundstückes 3 zur Mittenachse des Fahrzeuges in allen Schwenkstellungen gleich ist.

Das Gestänge, bestehend aus den Führungsstangen 17; 18 und der Führungsstange 19, wird durch Zylinder 20; 23 in seiner Wirkposition gehalten. Der Zylinder 20 ist über eine untere Anlenkung 21 am Tragrahmen 8 und über eine obere Anlenkung 22 mit dem Fahrzeug verbunden.

Eine erste grundsätzliche Wirkposition ist in der Arbeitslage vor der Kehrwalze 1 vorgesehen.

In dieser Arbeitslage sind die Arme 17; 18 und die Führungsstange 19 mit ihren Längsmittenachsen annähernd senkrecht auf die Längsmittenachsen der Kehrwalze 1 gerichtet. Eine Grobgutklappe 4 ist der Kehrwalze 1 vorlaufend parallel zur Walzenoberfläche in eine Funktionsstellung gebracht.

Zur Durchführung einer Schwenkbewegung werden der am Fahrzeugrahmen 12 und an der Anlenkung 24&min; eingeordnete Zylinder 23 und der Zylinder 20 betätigt und das Saugmundstück 3 nach außen und unten geschwenkt.

Durch die in zwei Ebenen wirkende Gestängeanordnung ist es gewährleistet, das Saugmundstück 3 in dem Wirkbereich des Schwenkmechanismus in jede Schwenkposition zu bringen und zu halten. Mit der Auslenkung der vertikal arbeitenden Führungsstangen 17; 18 in Verbindung mit dem Zylinder 20 ist eine stufenlose vertikale Bewegung des Saugmundstückes und dessen lagebestimmte Positionierung auch über und unter dem Niveau der Aufstandsfläche des Kehrfachzeuges sicher vorzunehmen.

Beim Ausschwenken des Saugmundstückes 3 aus dem Wirkbereich der Kehrwalze 1 arbeitet das Saugmundstück 3 allein pneumatisch aufnehmend. Mittels einer vertikalen Feinpositionierung des Mundstückes durch eine Stützradverstellung und eine federbelastete Grobgutklappe 4 wird eine Aufnahme von Kehrgut auch gröberer Körnung möglich. Die stufenlose horizontale Positionierungsmöglichkeit gewährleistet eine sichere Haltung sowie Führung des Saugmundstückes 3 auch in begrenzten, streifenförmigen Aufnahme- oder Reinigungsbereichen insbesondere in Rand- und Rekonstruktionsbereichen der Fahrbahn.

Es wurde erkannt, daß die federbelastete Grobgutklappe 4 eine den Forderungen des rationellen Kehrbetriebes erfüllende Lage aufweist und damit eine günstigste Anlauf- und Aufnahmestellung zum Kehrgut hat.

Diese Stellung hat sich auch im reinen Saugebetrieb, d. h. in ausgeschwenkter Position des Saugmundstückes 3 bewährt.

Die Anordnung der Führungsstangen 17; 18 im Zusammenwirken mit der Führungsstange 19 trägt dem Rechnung. In jeder Schwenk- bzw. Hubstellung der Führungsstangen 17; 18; 19 ist die Winkellage der Mittenachse des Saugmundstückes 3 zur Längsmittenachse der Kehrwalze 10, dargestellt durch die Lage der Achsen 10, gleich. Gleichzeitig ist eine permanent stabile horizontale Stellung der Saugebene des Saugmundstückes 3 in seiner Längs- und seiner Querachse als annähernd parallele Haltung zur Lage der Straßenoberfläche gewährleistet.

Die Maßnahmen besser unterstützend weist das Saugmundstück 3 zwei Grobgutklappen 4; 5 auf. Die Grobgutklappe 4 ist am Saugmundstück 3 parallel zur Hinterkante 25 in Arbeitsrichtung vorlaufend beweglich am Saugmundstück 3 angeordnet und gestattet dem ungehinderten Durchlauf groben Aufnahmegutes, vorrangig beim rein pneumatischen Betrieb in ausgewählter vorgeschwenkter Arbeitsposition. Die Grobgutklappe 5 ist an der Innenseite des Saugmundstückes 3 im Wirkbereich der Kehrwalze 1 vorgesehen und kann einmal das durch die Kehrwalze 1 herangeförderte, in seiner Korngröße heterogen zusammengesetzte Kehrgut aufnehmen. Zum anderen kann die geschlossene Klappe 5 den pneumatischen Betrieb des Saugmundstückes 3 vor allem beim Aufnehmen von grobkörnigem Gut in schmalen Arbeitsbereichen und auch dann unterstützen, wenn sie geöffnet und das aufzunehmende Gut flächig gelagert und spezifisch leicht ist, so daß es durch das Saugmundstück 3 in Arbeitsrichtung vorn und gleichzeitig von der Seite aufgenommen werden kann.

Die Fig. 3 und 4 zeigen eine Ausführung einer beweglichen Lagerung des Saugmundstückes 3 im Tragrahmen 8. Das Mundstück ist dabei mittels einer Achse 10 in Lagern 11 auf dem Tragrahmen 8 beweglich aufgestützt. Die Lager 11 sind elastisch ausgebildet und nehmen die Achse 10 derart auf, daß ihre Längsmittenachse parallel mit der Längsmittenachse des Fahrzeuges verläuft. Diese Anordnung gestattet eine stetige Anpassung des Saugmundstückes 3 an die Querneigung der Fahrbahn bzw. der Arbeitsflächen. Dazu ist am Tragrahmen 8 ein Abstandssensor 7 und mit diesem zusammenwirkend am Stellglied 6 vorgesehen.

Gemäß Fig. 2 ist es möglich, einen Seitenbesen 2 anzuordnen, mit dem einmal der gesamte Kehrvorgang vollständig in bekannter Weise vorzusehen wäre. Die erfindungsgemäße Einrichtung ausgestaltend kann der Tellerbesen 2 bei einem allein pneumatischen Betrieb der Kehreinrichtung mit der geöffneten Grobgutklappe 4 zusammenwirken und das zu fördernde Kehrgut nach dieser Klappe 4 hin bewegen.

Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen

1 Kehrwalze

2 Seitenbesen

3 Saugmundstück

4 Grobgutklappe vorn

5 Grobgutklappe innen

6 Stellglied

7 Abstandssensor

8 Tragrahmen

9 Stützrad

10 Achse

11 Lager

12 Fahrzeugrahmen

13 Träger

14, 14&min;; 14&min;&min; Aufnahme

15, 15&min; Gelenkstück außen

16, 16&min; Gelenkstück innen

17 Führungsstange

18 Führungsstange

19 Führungsstange

20 Zylinder

21 Anlenkung unten

22 Anlenkung oben

23 Zylinder

24, 24&min; Anlenkung

25 Hinterkante


Anspruch[de]
  1. 1. Kehreinrichtung für eine Kehrmaschine mit mindestens einem Kehrbesen, die ein Saugmundstück aufweist, welches vor einer Kehrwalze in einem Tragrahmen angeordnet ist, gekennzeichnet dadurch, daß der Tragrahmen (8) mit dem Saugmundstück (3) durch mindestens drei Führungsstangen (17; 18; 19) beweglich an der Kehrmaschine gelagert ist, wobei die Führungsstangen (17; 18; 19) in Gelenkstücken (15; 15&min;; 16; 16&min;) beweglich zu Lenkerparallelogrammen mit zueinander versetzten Wirkebenen zusammengeführt sind.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Führungsstangen (17; 18) in den Gelenkstücken (15; 16) senkrecht übereinander angeordnet sind.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Führungsstange (19) in den Gelenkstücken (15&min;; 16&min;) geführt, horizontal versetzt, neben den Führungsstangen 17; 18) angeordnet ist.
  4. 4. Einrichtung nach den vorherigen Ansprüchen, gekennzeichnet dadurch, daß das Saugmundstück (3) in einem Tragrahmen (8) gehalten ist, mit dem die Gelenkstücke (16; 16&min;) so in einer Wirkverbindung sind, daß das Saugmundstück (3) mit seiner Mundstücklängsseite in einer Ausgangsstellung parallel zur Längsmittenachse der Kehrwalze (1) gebracht ist.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet dadurch, daß das Saugmundstück (3) im Tragrahmen (8) beweglich angeordnet ist.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 1-4, gekennzeichnet dadurch, daß die Führungsstangen (17; 18; 19) in einer Ausgangsstellung in der Längserstreckung ihrer Mittenachse im Winkelbereich von 80° bis 100° zur Längsmittenachse der Kehrwalze (1) gerichtet sind.
  7. 7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1-4, gekennzeichnet dadurch, daß das Saugmundstück (3) in einer Endlage aus dem Bereich der Kehrwalze (1) ausgeschwenkt in einer Saugstellung ist.
  8. 8. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, daß das Saugmundstück (3) mittels der Führungsstangen (17; 18) gehalten, mit der Führungsstange (19) in eine Schwenkstellung versetzt ist und an die Anlenkung (24&min;) ein Zylinder (23) angreift, dessen Ausfahrkraft einstellbar ist.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet dadurch, daß der Zylinder (23) eine konstante Ausfahrkraft aufweist.
  10. 10. Einrichtung nach den vorhergehenden Ansprüchen, gekennzeichnet dadurch, daß das Saugmundstück (3) während des Schwenkens und in der endgültigen Schwenkstellung mit seiner Mundstückslängsseite parallel zur Längsmittenachse der Kehrwalze (1) gerichtet ist.
  11. 11. Einrichtung nach den Ansprüchen 1-4 und 7, gekennzeichnet dadurch, daß das Saugmundstück (3) mit der Führungsstange (19) in Verbindung mit dem Zylinder (23) in einer Schwenkstellung gehalten und mit den Führungsstangen (17; 18) in eine Saugposition gebracht ist.
  12. 12. Einrichtung nach Anspruch 1-5, gekennzeichnet dadurch, daß die am Saugmundstück (3) angeordneten Achsen (10) in Lagern (11) geführt sind, wobei die Richtung der Achsen (10) annähernd parallel mit der Längsmittenachse des Fahrzeuges verläuft.
  13. 13. Einrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet dadurch, daß die Lager (11) elastisch ausgebildet sind.
  14. 14. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, daß am Tragrahmen (8) ein oder mehrere mit einem Stellglied (6) in eine Wirkverbindung versetzte Abstandssensoren (7) angeordnet sind, womit die Anpassung der Saugmundstückunterkanten an die zu reinigende Oberflächenkontur erreicht wird.
  15. 15. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Saugöffnungen des Saugmundstückes (3), der Körnung des Kehrgutes angepaßt, veränderbar sind.
  16. 16. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 15, gekennzeichnet dadurch, daß an dem der Kehrwalze (1) vorlaufenden vorderen Teil des Saugmundstückes (3) eine bewegliche Grobgutklappe (4) angeordnet ist.
  17. 17. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 16, gekennzeichnet dadurch, daß an der der Kehrwalze (1) zugewandten Seitenfläche des Saugmundstückes (3) eine bewegliche Grobgutklappe (5) angeordnet ist.
  18. 18. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, daß der Tragrahmen (8) ein in Arbeitsrichtung nachlaufendes Stützrad (9) aufweist.






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