PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3687996T2 24.06.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0200526
Titel Methylsulfonylmethan enthaltende Ernährungsprodukte und deren Verwendungen.
Anmelder Herschler, Robert J., Camas, Wash., US
Erfinder Herschler, Robert J., Camas, Wash., US
Vertreter Fuchs, J., Dr.-Ing. Dipl.-Ing. B.Com.; Luderschmidt, W., Dipl.-Chem. Dr.phil.nat.; Mehler, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Weiß, C., Dipl.-Ing.Univ., Pat.-Anwälte, 6200 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 3687996
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 29.04.1986
EP-Aktenzeichen 863032389
EP-Offenlegungsdatum 05.11.1986
EP date of grant 17.03.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.06.1993
IPC-Hauptklasse A23L 1/05
IPC-Nebenklasse A23L 1/30   A23K 1/16   A61K 31/10   A24B 15/34   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf diätetische Zusammensetzungen, die Methylsulfonylmethan (MSR®) umfassen, und auf Verfahren, bei denen dieses verwendet wird.

In meinem früheren US-Patent 4 296 130 werden von mir Zusammensetzungen geoffenbart, die Methylsulfonylmethan enthalten, um menschliche Gewebe sanft, glatt und gleitfähig zu machen sowie diese geschmeidig zu halten und die Brüchigkeit von Finger- und Zehennägeln zu verringern. Darin wird von mir geoffenbart, daß Methylsulfonylmethan im wesentlichen inert gegenüber der Körperchemie ist und auf Grund seiner äußerst geringen Toxizität und seines inerten Verhaltens gegenüber verschiedenen, in die Lebensprozesse involvierten chemischen Reaktionen als Blutverdünnungsmittel verwendet werden kann. Die Einnahme von oralen Zusammensetzungen ist darin geoffenbart, um die Geschmeidigkeit von Darm- und anderen Geweben zu erhalten.

Die EP-A-0 103 836 diskutiert die Verwendung von Methylsulfonylmethan bei der Besserung der Symptome einer gastrointestinalen Störung (z. B. durch Einnahme von Aspirin oder als Folge einer allergischen Reaktion). Ebenfalls sind orale pharmazeutische MSM-Zusammensetzungen geoffenbart.

Das US 4 477 469 bezieht sich auf Methylsulfonylmethan und Carbamidzusammensetzungen. Das US 4 514 421 bezieht sich auf Verfahren zur Besserung allergischer Streßsymptome mit Methylsulfonylmethan.

Das US 4 296 104 offenbart DMSO-Zusammensetzungen, die gegebenenfalls ein Proteinmodifikationsmittel, wie Methylsulfonylmethan, enthalten können. Das US 4 112 946 offenbart die Verwendung eines wässerigen Lösungsmittelsystems, das Methylsulfonylmethan umfaßt, in einem Verfahren zum Einbringen eines Gesundheitsmodifikationsmittels in im Wasser lebende Tiere als osmotischer Faktor. Die US-A-4 568 547 bezieht sich auf die Verwendung von Methylsulfonylmethan als Verdünnungsmittel oder Träger für lagerungsinstabile, pharmazeutisch aktive Mittel. Die USA- 4 559 329 betrifft orale pharmazeutische Zusammensetzungen, die ein eine gastrointestinale Störung förderndes Pharmazeutikum und eine bessernde Menge an Methylsulfonylmethan umfassen.

J.J. Kocsis et al, Annals N.Y. Acad. Sci. 243, 104-109 (1975), zitieren Literatur, in der berichtet wird, daß Methylsulfonylmethan, ein bekannter Metabolit von Dimethylsulfoxid, sogar drei Wochen nach perkutaner Anwendung beim Menschen und eine Woche nach i.v. Verabreichung persistiert. Die Autoren geben an, daß Methylsulfonylmethan, wie DMSO, die durch aromatische Kohlenwasserstoffe erzeugte urinäre Taurinausscheidung bei Menschen verstärkt; die letalen Wirkungen von Anticholinesterasen, wie Paraoxon, Tetraethylpyrophosphat und Octamethylpyrophosphoramid, antagonisiert; die Körpertemperatur von einer Temperatur von 5ºC ausgesetzten Ratten senkt; und die motorische Aktivität verringert (bei i.p. Verabreichung). Kulshestha et al, C.A. 83; 22910n (1975), berichten, daß Methylsulfonylmethan in verschiedensten Früchten, Pflanzen und pflanzlichen Produkten sowie Körnern zumindest in Spurenmengen (3,3 ppm) natürlich vorkommt; siehe auch T.W. Pearson et al, C.A. 95:113654w (1981). Es ist im normalen Urin in geringen Mengen vorhanden; siehe Williams et al, Archs. Biochem. Biophys. 1966, 113, 251-2. Die folgenden Chemical Abstracts-Stellen beziehen sich auf die biologischen Aspekte von Methylsulfonylmethan als DMSO-Metabolit: bei Rindern, 83:183a; Escherichia coli-Inhibierung durch, 83:72577e; Nervensystemdepression durch, 84:173608a; Salmonella typhimurium-Inhibierung durch, 82:71; von Urin, 75:86025v; Herzreaktion auf, 74:2429y; Lungenkonstriktionswirksamkeit von, 62:9634f; in Gewebekultur Schutz gegen Röntgenstrahlen, 58:9391e; Toxizität von, EtOH und, 64:7229h; im Urin nach Verabreichung von, 65:17537g; im menschlichen Urin, 64:10170g; und im Urin als Methylsulfonylmethan-Metabolit, 64:7213a; 65:17535b.

Siegel (1985, Private Communication) untersuchte Methylsulfonylmethan bei Mäusen mit einer genetischen Prädisposition für eine Krebsform und rheumatoide Arthritis. Das Sulfon wurde oral verabreicht. Es bestand eine signifikante Verzögerung bei der Entwicklung von Lymphomen sowie eine verringerte Tumorinzidenz verglichen mit Kontrollen. Zusätzlich und nur allgemein untersucht zeigten behandelte Tiere eine deutliche Verringerung der Gelenksbeteiligung. Es wurde ein erhöhter Titer von primärem IgM und sekundärem IgG gemessen.

In einer getrennten Pilotstudie entwickelten weibliche Ratten, die eine abdominale Applikation von DMBA erhielten, während ihnen Methylsulfonylmethan in ihrem Trinkwasser verabreicht wurde, keine Tumore, wohingegen Brusttumore bei Kontrolltieren festgestellt wurden; Waltering, G. and James, A. (1985, Private Communication).

Metcalf, L., L. Equine Vet. Sci. 3(5) 148-174 (1983), beschreibt die festgestellten Vorteile, als Methansulfonylmethan Tiernahrung zugesetzt wurde. Eine Störung, Epiphysitis, die ein Calcium/Phosphor-Ungleichgewicht bei Pferden involviert, wurde rasch mit oralem Methansulfonylmethan korrigiert.

Ich habe nun gefunden, daß ungeachtet seines extremen Mangels an Toxizität und seines inerten Verhaltens gegenüber den verschiedenen in die Lebensprozesse involvierten chemischen Reaktionen Methansulfonylmethan überraschenderweise trotzdem ausreichend metabolisiert wird, um den Schwefelnährbedarf von Tieren, einschließlich Menschen und anderer Wirbeltiere, zu erfüllen, deren Ernährung arm an assimilierbarem Schwefel ist. Die Inzidenz derartiger Ernährung arm an assimilierbarem Schwefel ist auf Grund des hohen Prozentsatzes an in dieser enthaltenen behandelten Nahrungsmitteln in höheren Kulturen sehr hoch.

Ich habe auch gefunden, daß es zusätzlich zu den pharmakologisch vorteilhaften Wirkungen, die Methansulfonylmethan bei Menschen und anderen Tieren hat und die in meinen Patentanmeldungen spezifisch geoffenbart sind, bei der Behandlung einer überraschenden Vielzahl von anderen Erkrankungen und schädlichen physiologischen Zuständen verwendbar ist, wie nachstehend detailliert geoffenbart.

Seit Anfang 1983 wird Methylsulfonylmethan in Tablettenform (250 mg) als diätetische Ergänzung vertrieben.

Ziele der Erfindung

Es ist ein Ziel dieser Erfindung, ein Verfahren vorzusehen, bei dem Methylsulfonylmethan zur Korrektur metabolisierbarer, schwefelarmer Ernährung verwendet wird.

Es ist ein weiteres Ziel, ein Verfahren zur Behandlung verschiedener und schädlicher physiologischer Zustände bei Menschen und anderen Tieren mit Methylsulfonylmethan vorzusehen.

Es ist ein weiteres Ziel, neue Methylsulfonylmethan enthaltende Zusammensetzungen vorzusehen.

Bei weiterem Studium der Beschreibung und der beigeschlossenen Ansprüche werden für Fachleute weitere Ziele und Vorteile dieser Erfindung ersichtlich.

Zusammenfassung der Erfindung

In einem Verwendungsverfahren-Aspekt bezieht sich diese Erfindung auf ein Verfahren zur Behandlung eines Nahrungsmittels, welches das Verringern des Feuchtigkeitsgehalts hievon durch Erwärmen oder Trocknen, um jegliches natürlich vorkommende, darin vorhandene Methylsulfonylmethan auf einen Wert von weniger als 0,1 ppm zu verringern, und das Mischen mit dem Nahrungsmittel, nach der Verringerung, einer Menge an Methylsulfonylmethan umfaßt, die wirksam ist, um die Konzentration hievon im Nahrungsmittel auf zumindest 1 ppm zu erhöhen.

Die Erfindung bezieht sich auch auf Nahrungsmittel, die einem derartigen Behandlungsverfahren unterworfen wurden.

Das Nahrungsmittel kann pasteurisierte Milch oder ein Milchprodukt oder eine trockene Frühstückszerealie sein. Das Nahrungsmittel kann in einem offenen Gefäß bei 100ºC oder mehr gekocht werden. Vorzugsweise ist das Nahrungsmittel zur Aufnahme durch Pflanzenfresser, Geflügel oder Menschen geeignet.

So liefert die Erfindung ein Verfahren zum Vorsehen einer Quelle von metabolisierbarem Schwefel für ein Tier, dessen Ernährung ausreichend behandeltes Futter umfaßt, um die Tiernahrung arm an metabolisierbarem Schwefel zu machen, welches Verfahren das Einschließen in ein oder mehrere täglich vom Tier aufgenommene Nahrungsmittel einer Menge an Methylsulfonylmethan umfaßt, die danach zumindest zu 0,01 mg/kg Körpergewicht pro Tag äquivalent ist. Das Tier kann ein Wirbeltier, insbesondere ein Mensch sein.

Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zur Erstellung einer Ernährung, die den allgemeinen Gesundheitszustand und die Krankheitsresistenz eines mit Nahrung versorgten Tieres verbessert, durch welche Nahrung natürlich vorkommendes Methylsulfonylmethan in Mengen zugeführt wird, die nicht ausreichen, um Körperspiegel hievon im Tier von zumindest 1 ppm aufrechtzuerhalten, welches Verfahren das Zusetzen zur Tiernahrung einer Menge an Methylsulfonylmethan umfaßt, die wirksam ist, diese Körperspiegel bei zumindest 1 ppm zu halten.

Das Tier kann ein Mensch sein. Vorzugsweise wird das Methylsulfonylmethan mit zumindest einem der vom Tier aufgenommenen Nahrungsmittel gemischt. Es wird bevorzugt, daß die zugeführten Mengen an Methylsulfonylmethan wirksam sind, um die Körperspiegel von Methylsulfonylmethan im Tier auf zumindest 10 ppm zu erhöhen. Das Tier kann beispielsweise ein Pflanzenfresser oder ein Mensch sein.

Die Erfindung kann sich auf die Besserung von mit Arthritis assoziierten Schmerzen und Beschwerden bei einem Tier beziehen, was das Verabreichen einer Menge an Methylsulfonylmethan, die zur Besserung der Schmerzen wirksam ist, an ein offensichtliche Krankheitssymptome manifestierendes Tier umfaßt.

Das Tier kann ein Mensch und die Arthritis rheumatoide Arthritis sein. In einem derartigen Fall wird das Methylsulfonylmethan vorzugsweise oral an aufeinanderfolgenden Tagen verabreicht. Alternativ dazu kann das Tier jedoch ein Haus- oder Farmtier sein, in welchem Fall das Methylsulfonylmethan mit dem Tierfutter gemischt werden kann.

Die Erfindung kann hartnäckige Schmerzen lindern, indem einem Patienten, der an einer derartige Schmerzen bewirkenden Krankheit leidet, eine zur Linderung der Schmerzen wirksame Menge an Methylsulfonylmethan intravenös verabreicht wird.

Das Methylsulfonylmethan kann als wässerige Lösung über einen Zeitraum von zumindest einer halben Stunde verabreicht werden. Vorzugsweise wird zumindest etwa 1 mg/kg Körpergewicht Methylsulfonylmethan verabreicht. Die Erkrankung kann rheumatoide Arthritis sein.

Bei einem Verfahren zur Behandlung eines Patienten, der systematisch mit einem Parasiten infiziert ist, gegen den Methylsulfonylmethan in vitro-Toxizität aufweist, kann dem Patienten systematisch eine zur Inhibierung des Parasitenwachstums im Patienten wirksame Menge an Methylsulfonylmethan verabreicht werden.

Das Methylsulfonylmethan kann oral und/oder wiederholt an aufeinanderfolgenden Tagen verabreicht werden. Der Parasit kann für den Wirt pathogen sein.

Bei einem Verfahren zur Inhibierung nächtlicher und durch arthritische Aktivität induzierter Muskelkrämpfe bei einer zu derartigen Muskelkrämpfen neigenden Person kann eine zur Inhibierung der Muskelkrämpfe wirksame Menge an Methylsulfonylmethan oral eingenommen werden.

Die Person kann ein Geriatriepatient sein, der an wiederkehrenden nächtlichen Muskelkrämpfen leidet; in diesen oder anderen Fällen können zumindest etwa 10 mg Methylsulfonylmethan täglich an aufeinanderfolgenden Tagen eingenommen werden.

In einem weiteren Aspekt bezieht sich diese Erfindung auf die Behandlung anderer schädlicher physiologischer Zustände mit Methylsulfonylmethan.

In einem Zusammensetzungsaspekt bezieht sich diese Erfindung auf ein behandeltes Nahrungsmittel, das weniger als etwa 0,1 ppm natürlich vorkommendes Methylsulfonylmethan enthält, in Mischung mit zumindest 1 ppm Methylsulfonylmethan.

Ein derartiges behandeltes Nahrungsmittel ist vorzugsweise trocken, es kann jedoch pasteurisierte Milch oder ein Milchprodukt sein. Das Nahrungsmittel kann zur Aufnahme durch einen Menschen oder zum Füttern an ein Haustier geeignet sein. Ein trockenes, behandeltes Nahrungsmittel kann darin Methylsulfonylmethan in diskreter Form, zusätzlich zu jeglichem natürlich vorkommenden Methylsulfonylmethan, das in anderen Bestandteilen der Ration vorhanden ist, in einer Menge enthalten, die wirksam ist, um zumindest 0,1 mg/Tag/kg Körpergewicht eines die Ration in normalen täglichen Mengen aufnehmenden Tieres vorzusehen. Eine derartige Ration kann zum Füttern an einen Pflanzenfresser geeignet sein.

Ein Nahrungsmittel gemäß der vorliegenden Erfindung kann ein Tierfutter sein, das zum Füttern an ein Tier ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Rindern, Schweinen, Pferden, Schafen, Ziegen, Fische und Geflügel geeignet ist und kann einen oder mehrere der normalerweise von einem derartigen Tier gefressenen Bestandteile Getreide, Heu, Luzerne, Getreidesilage, Sojabohnenmehl, Fleischmehl, Fischmehl, dehydratisiertes Luzernenmehl, Mineralien und Vitamine umfassen.

Andere Aspekte dieser Erfindung werden für Fachleute auf dem Gebiet, auf das sich diese Erfindung bezieht, ersichtlich.

Ungeachtet der Tatsache, daß Methylsulfonylmethan in Körperflüssigkeiten umfassend wirksam ist und so nicht-toxisch wirkt, daß es als Blutverdünnungsmittel verwendet werden kann, ohne das Blutbild zu beeinträchtigen, wie in den US-4 514 421 und US-4 559 329 geoffenbart und beansprucht, ist Methylsulfonylmethan bei täglichen Dosierungen von zumindest etwa 100 mg ein Besserungsmittel für verschiedene pathologische Zustände, wenn es systemisch und vorzugsweise an Personen oral verabreicht wird, die Symptome physiologischer Streßreaktionen, z. B. gastrointestinale Störungen, Entzündungen der Schleimhäute und allergische Reaktionen, zeigen.

Methylsulfonylmethan und viele Vorläuferverbindungen, die leicht im Körper in Methylsulfonylmethan übergeführt werden, sind normale Bestandteile, die in den meisten natürlichen, d. h. unbehandelten, von Menschen und anderen Tieren konsumierten Nahrungsmitteln zu finden sind. Methylsulfonylmethan und seine Vorläufer waren als Nähr- und möglicherweise wesentliche Faktoren in der Wirbeltiernahrung vorhanden, lange bevor auf der Erde Leben entstand. Methylsulfonylmethan hat mehrfache Funktionen im Körper. Bei niedrigen Aufnahmekonzentrationen wirkt es als normaler Ernähungsbestandteil, d. h. als Nahrungsmittel oder Nahrungsmittelbestandteil; bei höheren Konzentrationen wirkt es als pharmazeutisch aktives Mittel.

Schwefel spielt ebenfalls wichtige Rollen im Körper, einschließlich der Bildung der "Brücken" oder Disulfidbindungen, die Molekülstränge von Bindegewebe zusammenhalten. Er spielt viele andere wesentliche Rollen, wie die Bestimmung der Kontur verschiedener Biomoleküle, und ist für die Aktivität vieler Enzyme wesentlich, die Lebensprozesse schützen und erhalten. Um diese Rollen auszuführen, ist eine konstante Aufnahme von assimilierbarem Schwefel durch den Körper erforderlich. Bisher wurde angenommen, daß aufgenommenes Protein ausreichend metabolischen Schwefel für einen ausgeglichenen Ernährungsbedarf zuführte. Es scheint jedoch nun, daß dies nicht der Fall ist und daß eine Aufnahme von Methylsulfonylmethan erforderlich ist, um ernährungsbedingt adäquate Konzentrationen von assimilierbarem Schwefel im Körper aufrechtzuerhalten. Während es seit einigen Jahrzehnten bekannt ist, daß Methylsulfonylmethan eine normale Körperkomponente bildet, wurde die Bedeutung seiner Rolle bei der Tierernährung und für einen guten Gesundheitszustand nicht erkannt. Mit der heutigen modernen Ernährung durch gekochte, auf andere Weise behandelte und verdünnte Nahrungsmittel ist die Ernährung zivilisierter Menschen und niederer Haustiere meistens, wenn nicht immer, arm an diesem kritisch wichtigen Bestandteil.

Methylsulfonylmethan ist ein Schlüsselbestandteil der Ernährung, der für jegliches pflanzliche und tierische Leben seit ihren Anfängen auf der Erde verfügbar ist und von ihm assimiliert wird. Es ist für eine gesunde Ernährung wesentlich und eine Nähressenz, die in fast jedem frischen Nahrungsmittel jeglichen Ursprungs, das durch Tiere konsumiert wird, zu finden ist. Es ist jedoch flüchtig und geht daher leicht verloren, wenn frische Nahrungsmittel behandelt und/oder gelagert werden.

Es ist bekannt, daß viele Nahrungsmittel durch herkömmliche Behandlung verändert werden. Beispielsweise werden Proteine denaturiert oder verändert, so daß wasserlösliche Proteine unlöslich und unlösliches Protein löslich werden, beispielsweise die Insolubilisierung von Eiklar durch Kochen und die Umwandlung von Collagen in lösliche Gelatine. Fette werden bei Behandlung oder Lagerung verändert, und Stärken können entweder leichter oder schwerer verdaulich gemacht werden. So ist die durchschnittliche Ernährung arm an Methylsulfonylmethan, da es während der herkömmlichen Behandlung von Nahrungsmitteln, wie Kochen, Trocknen oder Dehydratisieren, Verdünnen mit synthetischen Füllstoffen und anderen Additiven mit geringem Nährwert, Kochen, Bestrahlen oder Pasteurisieren, sowie bei langfristiger Lagerung leicht verlorengeht. So ist Methylsulfonylmethan Vitaminen und Mineralien ähnlich, die in der Regel während normaler Behandlung auch teilweise oder vollständig verlorengehen.

Allgemein ausgedrückt eliminiert die Behandlung jeglicher Nahrungsmittel, wie durch Erwärmen oder Trocknen, im wesentlichen das biologisch wichtige, schwefelreiche (etwa 1/3 des Gewichts an Schwefel) Methylsulfonylmethan. Schwefel, ein erforderlicher Makronährstoff, muß im ausgewachsenen Tier konstant ersetzt und für das Wachstum und einen guten Gesundheitszustand beim Jungtier zugeführt werden. Ein Aspekt dieser Erfindung ist die Entdeckung, daß Methylsulfonylmethan eine bevorzugte Ernährungsquelle von Schwefel ist. Obwohl Methionin, eine schwefelhaltige Aminosäure, als teilweise Nachschubquelle während des Biometabolismus dienen kann, wenn die Nahrung arm an Methylsulfonylmethan ist, zeigt Methionin unerwünschte Toxizitätsparameter.

Bisherige Untersuchungen geben an, daß es zweckmäßig ist, wenn Tiere etwa 0,5 bis 1,0 mg/kg Körpergewicht/Tag Methylsulfonylmethan aufnehmen, um einen optimalen guten Gesundheitszustand aufrechtzuerhalten. Jede niedrigere Dosis ist jedoch in gewisser Hinsicht vorteilhaft. Höhere Konzentrationen werden entweder im Körper als Schwefelreserve gelagert, sehen eine ausreichende Konzentration vor, um die Synthese der vielen erforderlichen schwefelhaltigen Biomoleküle zu optimieren oder werden einfach ausgeschieden, wie durch die Niere oder die Haut. Es wurde gezeigt, daß das intakte Molekül eine vorteilhafte Wirkung auf Gewebe ausübt, wie beispielsweise die Verbesserung der Geschmeidigkeit und Sanftheit der Haut.

Es ist auch wichtig zu erkennen, daß alternative Ernährungsquellen von verwertbarem Schwefel in der Nahrung äußerst kostspielig und im allgemeinen die weltweit am schwierigsten erhältlichen Nahrungsmittel sind, wie beispielsweise frisches Fleisch und frischer Fisch. Während frische, unbehandelte Nahrungsmittel pflanzlichen und tierischen Ursprungs die reichsten natürlichen Quellen von Methylsulfonylmethan darstellen, sind diese bestenfalls nur saisonal allgemein reichlich erhältlich. Es wird angenommen, daß aus geographischen, politischen, religiösen, kulturellen und wirtschaftlichen Gründen Menschen und niedere Tiere bisher an einem unerkannten Ernährungsmangel litten, der einen optimalen Gesundheitszustand verhindert. Diese Erfindung löst dieses Problem.

Ein Individuum, das nur unpasteurisierte Milch, rohen Fisch und rohes Fleisch, ungekochtes Frischgemüse und andere pflanzliche Nahrungsmittel verzehrt, würde wahrscheinlich ausreichend natürlich vorkommendes Methylsulfonylmethan zu sich nehmen, und es wären daher keine Schwefelergänzungen zur Ernährung erforderlich. Offensichtlich ist dies mit der üblichen Zubereitung von Mahlzeiten, der Handhabung und Lagerung von Nahrungsmitteln unmöglich zu erreichen. Beispielsweise verliert Milch, ein Nahrungsmittel, das relativ reich an natürlich vorkommendem Methylsulfonylmethan ist, einen wesentlichen Teil von dieser Verbindung sowie Vorläufern, wenn sie der Pasteurisierung ausgesetzt wird, um das Produkt vor mikrobieller Zersetzung zu schützen. Bei Milch, die sprühgetrocknet wurde, fehlt üblicherweise Methylsulfonylmethan vollständig.

Haustiere sind hinsichtlich ihres Ernähungsbedarfs vom Menschen abhängig. Da die Mehrzahl der Nahrungsmittelquellen von Haustieren derzeit behandelte Nahrungsmittel sind, ist ihre Ernährung ähnlich einem Verlust wertvoller Nährstoffe, einschließlich Methylsulfonylmethans, während der Behandlung ausgesetzt. Der Mensch kocht die meisten Nahrungsmittel und vertreibt so das meiste, wenn nicht jegliches natürlich vorkommende Methylsulfonylmethan zusammen mit den Vorläufern und leidet demgemäß an einem größeren Methylsulfonylmethanmangel als jedes andere Tier.

Als Grundzufuhr von metabolisierbarem Schwefel ist Methylsulfonylmethan ein Nahrungsmittel sowie ein natürlicher Bestandteil verschiedener Nahrungsmittel. Es gibt, wenn überhaupt, wenige natürliche und synthetische, vom Menschen und anderen Tieren als Teil ihrer Ernährung aufgenommene Agentien, die durch zugesetztes Methylsulfonylmethan nicht im Nährwert verbessert würden. Menschen und niedere Tiere benötigen etwa 1 mg/kg Körpergewicht Methylsulfonylmethan pro Tag, um das derzeit bei der Nahrungsmittelbehandlung verlorene, natürlich vorkommende Methylsulfonylmethan zu ersetzen.

Vorzugsweise wird das Methylsulfonylmethan behandelten Nahrungsmitteln nach Beendigung der Behandlung und erwärmten Nahrungsmitteln unmittelbar vor dem Servieren zugesetzt. Obwohl Methylsulfonylmethan allein oder in fester oder flüssiger Form, wie Mineralien und Vitamine eingenommen, bei der Erhaltung eines guten Gesundheitszustands maximale Vorteile vorsehen würde, ist dieses Vorgehen nicht immer möglich. Daher muß eine große Vielzahl von Zusammensetzungen in Betracht gezogen werden, die bei Einnahme das kritische Minimum von etwa 1 mg/kg Körpergewicht pro Tag zuführen.

So wie in behandelte Nahrungsmittel kann Methylsulfonylmethan in Salz, Getränke, Gewürze, herkömmliche Vitamin- und Mineralstoffprodukte und andere oral eingenommene Produkte, wie Süßwaren und Kaugummi, eingeschlossen werden.

In zahlreichen Tests wurde gefunden, daß Methylsulfonylmethan das Aroma vieler aufgenommener Produkte, einschließlich Nahrungsmittel, Getränke, Würzen und Genußmittel, wie Kaugummi, Atemfrischeprodukte, Pastillen und ähnlicher Zusammensetzungen, verstärkt und ihren Geschmack verbessert.

Methylsulfonylmethan kann auch in bestimmte Nicht-Nahrungsmittelprodukte, wie beispielsweise Tabakprodukte, eingeschlossen werden. Dies kann durch Zusetzen von Methylsulfonylmethan gelöst in einem Tabakanfeuchter, wie einem mehrwertigen Alkohol, erreicht werden. Eine brennende Zigarette würde sublimiertes Methylsulfonylmethan zusammen mit dem Rauch vorsehen. Der Zusatz von Methylsulfonylmethan zum Rauch verstärkt sein Aroma und seinen Geschmack.

Diese Erfindung basiert teilweise auf der Entdeckung, daß anorganische Wasserstoffsulfid- und -sulfatsalze nicht die primären Quellen des zum Ausgleich des natürlichen Schwefelzyklus erforderlichen Schwefels sind. Es wurde die Theorie aufgestellt, daß einfache organische Moleküle, wie die Methyl-S-methan-Reihe (S = Sulfenyl, Sulfinyl oder Sulfonyl), die vor oder zu der Zeit des Auftretens der ersten einfachen Lebensformen auf der Erde vorhanden waren, die primäre Quelle des Schwefelatoms für schwefelhaltige Biomoleküle sind. Die Tatsache, daß Methylsulfonylmethan natürlich in den meisten Nahrungsmitteln pflanzlichen und tierischen Ursprungs sowie im gesamten auf die Erde treffenden Niederschlag (wie vom Meer stammendem Regen) zu finden ist, stimmt mit dieser Theorie überein.

Schwefel ist ein erforderlicher Nährstoff (Nahrungsmittel) für die biologische Normalität von Pflanzen sowie Tieren, und Methylsulfonylmethan spielt eine wichtige Rolle als schwefelreiches Nahrungsmittel, das für Menschen und niedere Wirbeltiere natürlich verfügbar ist. Die Gleichung:

ist für Lebensformen wesentlich und eine Minimalmenge an Metnylsulfonylmethan in der täglichen Ernährung für einen guten bis optimalen Gesundheitszustand von Menschen und niederen Wirbeltieren wichtig, wenn nicht wesentlich.

Zum Verständnis der historischen Rolle von Methylsulfonylmethan in Lebensprozessen sollte an den Anfängen begonnen werden. Aus der Ursuppe von Leben, das in den Urmeeren vorhanden war, lange bevor sogar die einfachsten Lebensformen auf der Erde auftraten, erzeugten Algen und später Phytoplankton organische Moleküle, die Dimethylsulfid in die Atmosphäre freisetzten, ein bis heute anhaltender Prozess. Diese einfachen Lebensformen, die in der oberen oder Oberflächenschicht der Erdmeere lebten, assimilierten anorganischen Schwefel und wandelten diesen in verschiedene organische Moleküle um, hauptsächlich ternäre Dimethylsulfoniumsalze. Diese ternären Salze werden durch enzymatische und physikalische Mittel in Methylsulfid aufgespalten. Ein Beispiel dieser Salze ist Dimethyl-β-propiothetin, (CH&sub3;)&sub2;S&spplus;CH&sub2;CH&sub2;COOH, das das häufigste organische schwefelhaltige Molekül im Meerespflanzenleben zu sein scheint (10% oder mehr des Trockengewichts einiger Organismen). Dimethylsulfid, ein praktisch wasserunlösliches Molekül, das bei "Aussalzen" aus Meeresgewässern sogar noch weniger löslich ist, gelangt in Mengen, die ausreichen, um den Schwefelbedarf aller Lebensformen auf der Erde zu decken, in die Atmosphäre. Flüchtiges, nichtpolares Dimethylsulfid steigt in die obere Atmosphäre, manchmal Ozonschicht genannt, wo es durch Sonnenlicht katalysiert zu hygroskopischem Dimethylsulfoxid (DMSO) und Methylsulfonylmethan oxidiert wird. Beide polaren Komponenten, gelöst in der Feuchtigkeit der Atmosphäre, werden durch den Regen allen Landmassen zugeführt. Pflanzenwurzeln absorbieren und akkumulieren überraschend hohe Konzentrationen dieser Verbindungen, wie durch Spektrophotometrie- und Radioindikator-Techniken bestimmt. Die stabilen Endprodukte in Pflanzen sind Methylsulfonylmethan und Methionin, eine essentielle Aminosäure, sowie andere schwefelhaltige Verbindungen, die in Pflanzen natürlich vorkommen. In einer Reihe von neueren Publikationen wird berichtet, daß nicht genügend Schwefelwasserstoff in der Atmosphäre vorliegt, um den minimalen Zyklusbedarf zu erfüllen, und dieser Schwefeltransportmechanismus unterstützt.

Challenger and Hayward berichteten 1954 über das Vorliegen von Dimethylsulfoniumsalzen, alle Vorläufer von Methyl-S- methanen, in vielen als Tiernahrung dienenden Meeres- und Landpflanzenformen. Seit damals berichten viele wissenschaftliche Artikel über das natürliche Vorkommen der Methyl-S-methan-Reihe und des stabilsten Mitglieds der Reihe (Methylsulfonylmethan) in praktisch jedem Gemüse, Nüssen, Obst, Fleisch, Fisch und Getränken sowie Kaffee, Bier, Tee und Milch.

Metabolischer Schwefel war für Lebensformen vor hunderten Millionen Jahren genauso wichtig wie heute. Bevor das Leben den komplexen Schwefeldonator Methionin (oder Cystein) "erfand", verwendeten primitive Lebensformen das einfachere Methylsulfonylmethan und seine Vorläufer. Blaugrünalgen, die zusammen mit primitiven Bakterien in den frühesten präkambrischen Fossilienüberresten gefunden werden, wachsen bis heute verbreitet in den Oberflächengewässern der Erde und produzieren weiterhin DMS, was beim Ausgleichen der Schwefelgleichung des Lebens behilflich ist. Unter Berücksichtigung, daß frühe Lebensformen auf die Verwendung von Methyl-S-methanen programmiert waren, ist es verständlich, warum höhere Lebensformen auf die Verwendung von Methylsulfonylmethan als Schwefeldonator genetisch programmiert sind. Daher ist Methylsulfonylmethan für moderne Lebensformen genauso annehmbar und assimilierbar wie NaCl oder Wasser und zeigt so für zumindest die höheren Lebensformen ein äußerst geringes Toxizitätsprofil.

Methylsulfonylmethan und seine Vorläufer sind ebenso wichtig für eine gute Ernährung wie adäquates Kalium. Die Methyl-S- methan-Reihe versorgt bei Nahrungsmittelkonzentrationen von bis zu etwa 100 mg/Tag bereits normales, gesundes Gewebe mit Erhaltungskonzentrationen von Schwefel; wobei Methionin- und Cystein- Abbauprodukte ebenfalls, wenn auch scheinbar nicht so direkt und leicht dazu beitragen. Es ist interessant, daß einige Lebensformen Methionin in Methylsulfonylmethan umwandeln sowie die Umkehrsynthesesequenz durchführen können.

Eine Reihe biologischer Wirkungen von Methylsulfonylmethan sowie die absichtliche Aufnahme von Methylsulfonylmethan-Kombinationen als Nahrungsmittel oder Geschmacksbestandteile hievon sind in meinen oben angegebenen gleichzeitig anhängigen Patentanmeldungen und den erteilten Patenten beschrieben. Es wird angenommen, daß die Wirkung der Aufnahme hoher Konzentrationen von Methylsulfonylmethan bei der vorteilhaften Änderung des Verlaufs abnormaler oder krankhafter Zustände primär von Wirkungen des intakten Moleküls abhängig ist. Die Hauptunterschiede zwischen der Verwendung von Methylsulfonylmethan als Nahrungsmittel und als Normalisator biologischer Funktionen sind die verwendete Konzentration und Menge, Dosierungsformen sowie Wege des systemischen Eintritts. Als Nahrungsmittel spielt Methylsulfonylmethan eine wichtige Rolle bei der Vielfalt von Sulfhydryl (-SH)- und Disulfid (-S-S-) -störungen, -zerstörungen und -reparaturen, die mit normalen Lebensprozessen assoziiert sind. Systemische Verfügbarkeit von Methylsulfonylmethan für eine Schwefelabgabe zur Reparatur und Wiederherstellung von gewebegeschädigten kovalenten Disulfidbindungen und Synthese von für die Reaktivität kritischen Sulfhydrylgruppen ist so eine Grundanforderung der Ernährung.

Wie bei so vielen Bestandteilen natürlicher Nahrungsmittel werden überschüssige Mengen an Methylsulfonylmethan unverändert vom Körper ausgeschieden, wobei die Ausscheidungswege der Kot, der renale Weg und durch die Haut sind. Oral aufgenommenes Methylsulfonylmethan wird in einem gewissen Ausmaß in verschiedenen Organen gelagert, wahrscheinlich für einen zukünftigen Schwefelbedarf des Körpers "deponiert". Der Ausscheidungsweg durch die Haut ist ungewöhnlich, insbesondere da etwa ein Drittel einer bestimmten oralen Dosis im Schweiß gefunden werden kann. Wie NaCl ist die Ausscheidung in gewisser Weise von der Perspirationsrate abhängig. Es wird angenommen, daß die Akkumulation von Methylsulfonylmethan in der Haut und seine Ausscheidung durch diese seine kosmetische Wirkung, nämlich ein jüngeres Aussehen, geschmeidige Haut mit weniger Mängeln, ausmacht. Chemische und radioaktiv markierte Schwefel (35-S)-Tests können zur Bestimmung des Ausmaßes, in dem wichtige Biomoleküle, wie Heparin, Insulin, Co-Enzym A und andere -SH tragende Enzyme, Biotin, Methionin-Enkephalin, menschlicher Wachstumsfaktor, Hämoglobin, Calcitonin, Fibrinogen, Muskelprotein und andere Verbindungen, ihre Thiol (-S-)- und Disulfid (-S-S-)-gruppen von Methylsulfonylmethan ableiten, und der möglichen Bevorzugung von Methylsulfonylmethan gegenüber S-haltigen Aminosäuren als Donator bei einer derartigen Synthese verwendet werden.

Der Ausdruck "Nahrung" bedeutet allgemein ein Material mit einem Nährwert, das in einen Organismus für Wachstum, Arbeit, Schutz, Reparatur, Wiederherstellung und Erhaltung vitaler Prozesse aufgenommen wird. Daher benötigt jegliches tierische Leben eine kontinuierliche Nahrungszufuhr und kann nicht lange ohne diese überleben. Nahrung kann jedoch auch einen schlechten Gesundheitszustand und Erkrankungen hervorrufen. So sind ausgeglichene Nahrungsaufnahme oder ausgeglichene Ernährung bessere Definitionen als "Nahrung" für den Ernährungsfaktor, der für einen guten Gesundheitszustand wesentlich ist. "Ausgeglichene Nahrung" impliziert, daß nicht nur alle Elemente einer guten Ernährung vorhanden sind, sondern diese auch in hinreichenden Mengen für die Versorgung des Körperbedarfs vorliegen. Auf Basis meiner bisherigen Erkenntnisse über Methylsulfonylmethan erfordert eine ausgeglichene Nahrungsaufnahme signifikante Mengen an Methylsulfonylmethan als metabolische Schwefelquelle, da alle Beweise darauf schließen lassen, daß kein anderer Bestandteil oder keine Kombination hievon, einschließlich Methionin, Cystein, Cystin und Abbauprodukte hievon, die Rolle von Methylsulfonylmethan erfüllt.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Zusammensetzungen und Verfahren zum Ersetzen oder Ergänzen von Methylsulfonylmethan, einem natürlichen, jedoch flüchtigen Nahrungsbestandteil. Methylsulfonylmethan geht aus natürlichen Nahrungsmitteln durch praktisch jedes bekannte Behandlungsverfahren verloren, da es, obwohl stabil, ziemlich flüchtig ist. Es fehlt selbstverständlich in synthetischen Nahrungsadditiven, mineralischen diätetischen Zusammensetzungen, Nahrungsersatz und den meisten Füllstoffen, die zur Verdünnung oder Modifikation von Nahrungsmitteln verwendet werden. Es fehlt ebenso in "Genußmitteln", wie Tabakprodukten, verschiedenen alkoholischen Getränken, und Kosmetikprodukten, wie Zahnpasta, Mundwässern, Atemfrischeprodukten, und anderen ähnlichen Mitteln, die mit den Schleimhäuten der Mundhöhle und in einigen Fällen den gesamten Atemwegen, wie bei Zigarettenrauch, direkt in Kontakt kommen.

Unter Verwendung herkömmlicher analytischer Verfahren kann der Gehalt an natürlich vorkommendem Methylsulfonylmethan (und/ oder seinem Vorläufer) im gekochten, behandelten und/oder gelagerten Nahrungsmittel sowie im Vergleich mit dem entsprechenden unveränderten oder natürlichen Nahrungsmittel leicht bestimmt werden. Beispielsweise enthält unbehandelte Milch von Kühen, denen ein nutritiv ausgeglichenes Futtermittel gefüttert und ermöglicht wurde, auf der Weide zu grasen, typischerweise etwa 2 bis 5 ppm Methylsulfonylmethan. Im Gegensatz dazu ist der Gehalt an Methylsulfonylmethan in unbehandelter Milch von Kühen, denen getrocknete Tierfuttermittel gefüttert wurden, und jener in Milch und Milchprodukten, die behandelt und pasteurisiert wurden, vernachlässigbar. Die Menge an Methylsulfonylmethan, die erforderlich ist, um Milch, Buttermilch, Obers, Yoghurt, etc., auf ihre "natürlichen" Konzentrationen zurückzubringen, kann leicht berechnet werden. Dies wird am zweckmäßigsten im Massezustand erreicht, knapp bevor das Milch- oder Molkereiprodukt in Flaschen abgefüllt oder verpackt wird. Da andere Ernährungsfaktoren, wie Vitamin D, üblicherweise der Milch zugesetzt werden, ist die Technologie und Ausrüstung für derartige Zusätze herkömmlich und leicht erhältlich.

Viele der vom Menschen üblicherweise konsumierten Obst- und Gemüsearten enthalten frisch geerntet ungefähr 1 bis 4 ppm Methylsulfonylmethan bezogen auf das Gewicht. Während der Behandlung, z. B. Abfüllung in Dosen, geht jedoch das meiste Methylsulfonylmethan verloren. Wie im Fall von Molkereiprodukten ist es zweckmäßig, knapp vor der Verpackung oder Verwendung die Menge an Methylsulfonylmethan zuzusetzen, die erforderlich ist, um seinen natürlichen Wert im behandelten Produkt wiederherzustellen.

Aus der obigen Diskussion geht hervor, daß überlegene Ernährungsvorteile erhalten werden, wenn Methylsulfonylmethan Nahrungsmitteln zugesetzt wird, bei denen keine weitere Behandlung, insbesondere keine längere Erwärmungs- oder Trocknungszeiten erfordernde Behandlung notwendig ist. So wird es bevorzugt, daß Methylsulfonylmethan Molkereiprodukten, Dosenfrüchten, Desserts und anderen Süßwaren, Gemüse, etc., die nicht erwärmt werden oder nur eine minimale Erwärmung vor dem Verbrauch erfordern, zugesetzt wird.

Nahrungsmittel

Seit 1983 wird Methylsulfonylmethan sowohl als Nahrungsmittel als auch Nahrungsmittelergänzung für den menschlichen Verbrauch vertrieben, und seine Verwendbarkeit für derartige Zwecke wurde umfassend festgelegt. Seine Verwendbarkeit als wiederherstellendes Additiv in für den Verzehr durch Menschen oder andere Tiere geeigneten Nahrungsmitteln wurde ähnlich bei verschiedensten Arten bestätigt.

Beispiele von für den menschlichen Verbrauch geeigneten behandelten Nahrungsmitteln, die typischerweise Konzentrationen von natürlich vorkommendem Methylsulfonylmethan von weniger als etwa 0,25 ppm aufweisen, sind pasteurisierte Milch und Milchprodukte, Frühstückszerealien, Brot und andere Backwaren, Dosenfrüchte, -gemüse, -fleisch und -fisch sowie getrocknetes Fleisch und getrockneter Fisch.

Beispiele von für den Verzehr durch Haustiere geeigneten behandelten Nahrungsmitteln, die typischerweise Konzentrationen von natürlich vorkommendem Methylsulfonylmethan von weniger als etwa 0,25 ppm aufweisen, sind trockenes, halbtrockenes und in Dosen verpacktes Katzen- und Hundefutter sowie Futter mit mehrfachen Bestandteilen, das für den Verzehr durch Pflanzenfresser, Geflügel, Schweine, etc., geeignet ist.

Alle vorstehenden Produkte werden auf eine Weise behandelt, die einen Erwärmungs- und/oder Trocknungsschritt einschließt, der ihren Gehalt an natürlich vorkommendem Methylsulfonylmethan auf weniger als etwa 0,25 ppm verringert. Methylsulfonylmethan kann nach dem oben erwähnten Erwärmungs- und/oder Trocknungsschritt, z. B. nach dem Kochen in einem offenen Gefäß bei 100ºC oder mehr, mit diesen gemischt werden, um den Methylsulfonylmethan-Gehalt hievon auf 1 bis 20 ppm, vorzugsweise etwa 1 bis 15 ppm im Fall von für den Verzehr durch Menschen, Hunde und Katzen bestimmten Nahrungsmitteln und 1 bis 20 ppm, vorzugsweise 1 bis 10 ppm im Fall von für den Verzehr durch eine Farmtierart bestimmtem Futter, zu bringen.

Das Methylsulfonylmethan kann in einigen Fällen in kristalliner Form mit einem oder mehreren Bestandteilen des Nahrungsmittels als Teil eines abschließenden Trockenmischungsschritts oder als wässerige, alkoholische oder andere einnehmbare Lösungsmittellösung hievon, z. B. durch Sprühmischen, gemischt werden. Auf Grund seiner Flüchtigkeit sollte das Nahrungsmittel nicht einem Koch- oder Trocknungsschritt in einem offenen Behälter unterworfen werden, nachdem das Methylsulfonylmethan damit gemischt ist. Im Fall von trockenen Nahrungsmitteln kann der Flüchtigkeit von Methylsulfonylmethan gewünschtenfalls durch Einkapseln oder tiberziehen der einzelnen Teilchen von Methylsulfonylmethan, bevor es dem Nahrungsmittel zugesetzt wird, mit einem kontinuierlichen Überzug, z. B. einem natürlichen Wachs- oder synthetischen Polymerfilm, der im Verdauungssystem löslich oder entfernbar ist, entgegengewirkt werden. Techniken für das Überziehen von für eine Einnahme bestimmten feuchtigkeitsinstabilen Produkten, um sie gegen die nachteiligen Wirkungen von Umgebungsfeuchtigkeit und/oder Sauerstoff zu schützen, sind in den pharmazeutischen Techniken wohlbekannt und können verwendet werden, um den Verlust des Methylsulfonylmethans durch Verdunstung aus dem Nahrungsmittel vor seiner Einnahme zu inhibieren. Der Verlust von Methylsulfonylmethan aus naßbehandelten Nahrungsmittelprodukten kann verringert werden, indem alle Erwärmungsschritte und die Lagerung des behandelten Nahrungsmittels in einem versiegelten Behälter erfolgen.

Zusätzlich oder als Alternative zur Verabreichung gemischt mit einem oder mehreren der vom Tier aufgenommenen Nahrungsmittel, wie an anderer Stelle hierin detaillierter beschrieben, kann Methylsulfonylmethan auch in die Ernährung von Menschen und niederen Tieren durch Einnahme des kristallinen Methylsulfonylmethans oder einer Lösung, z. B. wässerig, hievon getrennt von anderen Nahrungsmitteln, vorzugsweise in Einheitsdosierungsform, z. B. als Tablette, Kapsel, Dragee oder Pille, als solches oder gemischt mit den üblichen pharmazeutisch annehmbaren Exzipienten, Verdünnungsmitteln, Tablettierhilfen, etc. eingebaut werden, wobei Tabletten und Kapseln bevorzugt werden, insbesondere jene, die jeweils 100 mg bis 500 mg Methylsulfonylmethan enthalten.

Obwohl Menschen die bevorzugten Empfänger sind, können andere Wirbeltiere, einschließlich Säuger, z. B. Farmtiere, wie Pferde, Kühe, Schafe und Schweine, Haustiere, z. B. Katzen, Hunde und Fische, und in Zoos gehaltene Wildtiere sowie Federvieh, z. B. Hühner und anderes Geflügel, gemäß dieser Erfindung behandelt werden. Sowohl Kleinkinder als auch Erwachsene, einschließlich Geriatriepatienten, erhalten eine vorteilhaftere, ausgeglichenere Ernährung, wenn die Konzentrationen von Methylsulfonylmethan jenen von natürlichen, unbehandelten Nahrungsmitteln entsprechen.

Obwohl sich diese Erfindung hauptsächlich auf Methylsulfonylmethan enthaltende Nahrungsmittel richtet, ist Methylsulfonylmethan in anderen oralen Formen, z. B. Mundwasser- und Zahnpastazubereitungen, auf Grund seiner chemischen und Lichtstabilität, niedrigen Toxizität, guten Löslichkeit, Wasserlöslichkeit und Dispergierbarkeit verwendbar.

Methylsulfonylmethan allein oder in Kombination mit einem geeigneten pharmazeutisch aktiven Mittel hat sich bei Einführen in andere Körperhöhlen, z. B. vaginal und rektal, als verwendbar erwiesen. Methylsulfonylmethan kann in die Lunge und den Bronchialbaum als Aerosol einer Lösung hievon oder als durch Erwärmen hergestelltes Sublimat eingebracht werden, die inhaliert werden können.

Da Methylsulfonylmethan ein zusätzliches Aroma oder eine aromaverstärkende Eigenschaft, z. B. für Schokolade, Sojasoße, Salz, süßen Wermut und andere alkoholische Getränke, kohlensäurehaltige Colagetränke, Roggenbrot und andere Backwaren, aufweist, kann es in Würzen eingeschlossen und mit NaCl oder anderen teilchenförmigen Aromastoffen und Würzen gemischt oder cokristallisiert werden. Methylsulfonylmethan kann auch durch intravenöse oder parenterale Injektion sicher verabreicht werden. Zusätzliche Vorteile treten auf, wenn Methylsulfonylmethan in Kombination mit den wasserlöslichen Vitaminen vorgesehen wird.

Tierfutter

Der Tierfutter-Aspekt dieser Erfindung kann auf verschiedene Wege praktiziert werden. Beispielsweise kann das Methylsulfonylmethan Getreide mit geringer Feuchtigkeit (ungefähr 14% Feuchtigkeit) in Konzentrationen im Bereich von 15·10&supmin;&sup4;% bis 3,0%, üblicherweise 0,01% bis 1,0%, zugesetzt werden. Insoweit als das Methylsulfonylmethan ein Feststoff ist, kann der Zusatz in einem Chargenfuttermischer durchgeführt werden.

Nach der Behandlung des Getreides kann es als solches als Tierfutter verwendet oder gelagert und zu einem späteren Zeitpunkt verwendet oder mit anderen Bestandteilen, z. B. Luzernenmehl, Sojabohnenmehl, Mineralien und Vitaminen, gemischt werden. Die erhaltene Mischung kann als solche als Tierfutter verwendet oder pelletiert und die Pellets als Tierfutter eingesetzt werden.

Ein Verfahren zur Herstellung von Pellets ist das Mahlen von Getreide, Luzernenmehl, Sojabohnenmehl, Mineralien und Vitaminen, Zusetzen von Dampf, um den Feuchtigkeitsgehalt auf 16% Wasser zu bringen, und dann Stehen- und Abkühlenlassen der Mischung, so daß der abschließende Feuchtigkeitsgehalt etwa 14% beträgt. Methylsulfonylmethan wird dieser Mischung vorzugsweise vor dem Pelletieren in ausreichenden Mengen zugesetzt, um ein die gewünschte Konzentration von Methylsulfonylmethan enthaltendes Mischfutter zu ergeben. Das mit Methylsulfonylmethan gemischte Getreide kann als ganze Kerne verwendet oder gebrochen oder gemahlen sowie als solches oder in Mischfutter verwendet werden. Falls das Produkt ohne langfristige Lagerung verwendet werden soll, kann der Methylsulfonylmethan-Gehalt so niedrig wie 15·10&supmin;&sup4;% bis 3,0% sein. Auf Grund der Flüchtigkeit des Methylsulfonylmethans beträgt, wenn das Getreide oder Futter vor der Verwendung gelagert wird, der Methylsulfonylmethan-Gehalt vorzugsweise etwa 0,01% bis 5%.

Das Methylsulfonylmethan kann den Tieren auch in Form einer Lösung in ihrem Trinkwasser verabreicht werden, z. B. 0,01 Gew.% bis 3 Gew.%, vorzugsweise 0,1 Gew.% bis 2 Gew.%.

Das Methylsulfonylmethan kann auch dem Tierfutter unmittelbar vor der Fütterungszeit zugesetzt werden, z. B. durch Sprühen einer Lösung hievon in das Futter oder Einrühren von kristallinem Methylsulfonylmethan in das Futter in Mengen, die die gewünschte Aufnahmemenge vorsehen.

Der Tierfutter-Aspekt dieser Erfindung ist besonders wichtig, wenn es gewünscht wird, das gesamte Aussehen von Pflanzenfressern, insbesondere Schlachtvieh, Milchvieh, Schlachtschweinen, Pferden, Schafen, Ziegen und Geflügel, zu verbessern oder deren Gesundheitszustand aufrechtzuerhalten. Er ist insbesondere bei der Verringerung der Inzidenz streßbedingter Todesfälle, z. B. auf Grund von Beengung, verwendbar.

Das Methylsulfonylmethan wird üblicherweise in den normalen Futterrationen des Tieres periodisch während des Tages oder an aufeinanderfolgenden Tagen oder beides, z. B. 2 bis 21 Tage oder länger, vorgesehen. Die für das gefütterte Tier geeignete tägliche Futterration wird mit einer Menge an Methylsulfonylmethan ergänzt, die berechnet wurde, um einer vorherbestimmten Menge pro Gesamtkörpergewicht der gefütterten Tiere zu entsprechen. Die genaue Menge an jeden Tag aufgenommenem Methylsulfonylmethan ist nicht immer kritisch, insbesondere wenn die Verabreichung von Methylsulfonylmethan über eine längeren Zeitraum von Tagen erfolgt, da sich das aufgenommene Methylsulfonylmethan in den Körpergeweben und -flüssigkeiten ansammelt, d. h. einen wirksamen Titer erreicht. Mit Methylsulfonylmethan ergänzte Rationen, die Konzentrationen von so wenig wie 0,5 bis 1 mg/kg Körpergewicht des Tieres vorsehen, sind manchmal wirksam, und Konzentrationen von so viel wie 300 mg/kg Körpergewicht oder mehr werden gut vertragen. Die übliche Zielkonzentration pro einzelnes Tier beträgt etwa 0,2 bis 2,0 mg/kg Körpergewicht, vorzugsweise 0,5 bis 1,0 mg pro kg Körpergewicht. In Abhängigkeit vom Grad des Mangels werden tägliche Gesamtergänzungen bevorzugt, die bis etwa 1 mg/kg Körpergewicht oder mehr entsprechen. Gesunde Tiere haben häufig Methylsulfonylmethan-Blutspiegel von zumindest 1 ppm, und zweckmäßig wird genug Methylsulfonylmethan vorgesehen, um die Blutspiegel auf mehr als 1 ppm anzuheben. Die orale Aufnahme von Methylsulfonylmethan-Mengen über jenen, die zur Erhöhung von Blutspiegeln erforderlich sind, sind auf Grund der äußerst nicht-toxischen Natur von Methylsulfonylmethan nicht schädlich.

Da Methylsulfonylmethan natürlich in den Körperflüssigkeiten und -geweben von Tieren vorhanden ist, ähnelt seine Wirkungsweise jener einer vitaminähnlichen diätetischen Ergänzung. Obwohl Methylsulfonylmethan noch nicht als Vitamin festgelegt wurde, zumindest wurde noch nicht nachgewiesen, daß eine vitaminmangelartige Erkrankung bei Tieren mit abnormal niedrigen Methylsulfonylmethan-Blutspiegeln auftritt, zeigt sich eine vitaminähnliche moderierende oder normalisierende Wirksamkeitskorrelation zwischen abnormalen physiologischen Symptomen und niedrigen Blutspiegeln von Methylsulfonylmethan. Ob dies auf die Unfähigkeit derartiger Tiere, Methylsulfonylmethan von natürlichen Quellen hievon adäquat zu lagern, auf inadäquate Mengen an Methylsulfonylmethan in der Ernährung dieser Tiere oder die Verarmung des üblicherweise im Körper vorhandenen Methylsulfonylmethans als Folge des abnormalen Zustands zurückzuführen ist, ist nicht bekannt. Aus welchem Grund auch immer bringt die orale Aufnahme von Methylsulfonylmethan in ausreichenden Mengen letztlich Methylsulfonylmethan-Konzentrationen auf oder über die üblicherweise bei gesunden Tieren vorliegenden und verbessert verschiedenste mit Streß assoziierte Symptome.

Wie Vitamin C, Glukose und andere normalerweise in Tiernahrung vorhandene Substanzen zeigt Methylsulfonylmethan eine niedrige akute und chronische Toxizität in der Nahrung des Wirts. Primaten mit hohen Methylsulfonylmethan-Blutspiegeln (mehr als 1 g/kg Körpergewicht) während zumindest zwei Jahren zeigen keine Anzeichen von Methylsulfonylmethan-Toxizität.

Obwohl Methylsulfonylmethan als natürlicher Bestandteil von Nahrungsmitteln, wie Vitamin D, zu finden ist, wird angenommen, daß die Hauptzufuhr bei Tieren durch den Körper unter Verwendung von Dimethylsulfid oder eines seiner natürlich vorkommenden Vorläufersalze, wie üblicherweise in Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst gefunden, synthetisiert wird. Eine zu niedrige Körperkonzentration von Methylsulfonylmethan führt zu nachteiligem physischen und psychologischen Streß, Gewebe- und Organfehlfunktionen, Müdigkeit und erhöhter Krankheitsanfälligkeit

Auf Basis der Ausscheidungsrate junger im Vergleich mit älteren Tieren scheint Methylsulfonylmethan mit zunehmendem Alter in abnehmenden Konzentrationen vorzuliegen. Im allgemeinen ist mit der Maturität weniger als 0,5 ppm Methylsulfonylmethan in der Körperflüssigkeit vorhanden. Dies kann erklären, warum sich Methylsulfonylmethan als Ernährungsergänzung bei ausgewachsenen Tieren als allgemein nützlicher erwiesen hat, bei denen natürlich vorkommende Konzentrationen von Methylsulfonylmethan allgemein niedriger sind als das Optimum, um einen optimalen Schutz des Organismus vor einer Streßexposition vorzusehen. Eine herkömmliche Ernährung erfüllt nicht den Mindestbedarf für einen optimalen Gesundheitszustand. Beispielsweise enthält unbehandelte Milch, eine natürliche Quelle von Methylsulfonylmethan, nur etwa 2 bis 5 ppm in Abhängigkeit von der Quelle. Um einen minimalen Methylsulfonylmethan-Blutspiegel von etwa 1 ppm zu erhalten und beizubehalten, wäre es erforderlich, daß Tiere eine undurchführbar große Menge dieses oder eines anderen einzelnen unbehandelten Nahrungsmittelprodukts zu sich nehmen. Gemäß dieser Erfindung wird die Nahrung eines Tieres mit Methylsulfonylmethan-Mangel mit ausreichend Methylsulfonylmethan ergänzt, um Blutspiegel von mehr als 1 ppm und, wenn die Gesundheit bedroht ist, einen Spiegel von 10 bis 20 ppm oder mehr vorzusehen.

Zusätzliche Vorteile treten auf, wenn Methylsulfonylmethan in Kombination mit den wasserlöslichen Vitaminen vorgesehen wird.

Herkömmliche Futtermittel für fleischproduzierende Tiere umfassen ergänzte Voll- oder Basisnahrung für Tiere oder alternativ dazu Vormischungen zur Herstellung derartiger Futter. Der Träger oder das Basisfutter stammt üblicherweise von Heu oder Getreide, kann jedoch getrocknete Fermentationsrückstände, Luzerne, Baumwollsamen, Gerstenmehl, Sojabohnenmehl, Maismehl, Reisschalen, Melassen, Mineralsalze, Vitamine, Silagen, Rübenmasse, Zitrusmasse, Fischmehl, Hafer, Reiskleie, Hirse, Sesammehl, Milch oder andere Standard-Tierfutterbestandteile enthalten. In vorgemischten Zusammensetzungen sind die anderen Bestandteile in hoher Konzentration mit einem Trägerbestandteil gemischt, der üblicherweise im Vollfutter gewünscht wird, wie Sojabohnenschrot, Maisöl, gemahlener Mais, Gerste, Mineralmischungen, wie Vermiculit oder Diatomeenerde, Getreideklebermehl, lösliche Maisschlempe oder Sojamehl. Beispiele des normalerweise pro fleischerzeugendes Tier pro Tag aufgenommenen Viehfutters sind: Schafe 1,35 bis 1,80 kg (3 bis 4 lb), Mastochsen 9,0 bis 11,25 kg (20 bis 25 lb), Schweine 0,45 bis 3,6 kg (1 bis 8 lb), Geflügel 0,014 bis 0,45 kg (0,03 bis 1 lb). Der Methylsulfonylmethan-Gehalt dieser Tierfutter ist eingestellt, um die gewünschte tägliche mg/kg Körpergewicht Methylsulfonylmethan- Aufnahmerate vorzusehen.

Milchvieh werden typischerweise zwei verschiedene Arten von Pflanzenfutter gefüttert, wobei die erste Heu und Getreidesilage umfassendes Rauhfutter und die zweite eine üblicherweise Bestandteile vom oben angegebenen Typ enthaltende Ergänzungsration ist. Im Fall einer durchschnittlichen Milchkuh könnte diese ergänzte Ration im Bereich von 4,5 bis 9,0 kg (10 bis 20 lb) pro Tag liegen.

Für Hühner bestimmtes Futter würde kein zusätzliches Rauhfutter enthalten. Das Verhältnis von Stärke zu Protein würde davon abhängen, ob das Geflügel für Fleisch gehalten wird oder eine eierlegende Henne ist.

Ebenfalls wohlbekannt und leicht im Handel erhältlich sind Haustierfutter für Hunde, Katzen, Hamster, etc., sowie Fischfutter, etc.

Wie vorstehend festgestellt, ist Methylsulfonylmethan, wenn es in Tierfutterrationen eingeschlossen wird, als Geschmacksverstärker, zum Aufrechterhalten der Gesundheit und Verhindern von Streßtod bei den Tieren verwendbar.

Streßtod ist eine wohlbekannte Erscheinung bei einigen Tierarten, insbesondere Hühnern, auf Grund der beengten Weise, in der sie gehalten und transportiert werden, und der allgemeinen rauhen Behandlung, die sie beim Transfer von einem Bereich zu einem anderen erfahren; bei Truthähnen auf Grund ihres Temperaments; und bei Fischen, besonders tropischen Fischarten, die normalerweise für Aquarien verkauft werden, auf Grund ihrer extremen Empfindlichkeit für Veränderungen der Zusammensetzung oder Temperatur ihres Wassers. Methylsulfonylmethan ist insbesondere bei der Verringerung der Inzidenz von mit Streß in Verbindung stehenden Todesfällen verwendbar, wenn es täglich 7 bis 90 Tage lang, vorzugsweise 14 bis 28 Tage, bevor die Tiere dem zum Tode führenden Streß ausgesetzt werden, und während des Zeitraums von derartigem Streß verabreicht wird, z. B. bei Dosierungen von etwa 0,01 bis 10 mg/kg, vorzugsweise etwa 0,01 bis 5 mg/kg Körpergewicht pro Tag.

Die folgenden sind pharmazeutische Anwendungen für Methylsulfonylmethan zusätzlich zu seinem Einsatz bei Nahrungsmitteln, wie vorstehend beschrieben.

1. Verringerung der schädlichen Reaktion auf inhalierte Allergene. Diese Wirkung kann gänzlich oder teilweise auf eine physische Blockierungswirkung zurückzuführen sein. Markiertes 35-S-Dimethylsulfon bindet sich eng an die Oberfläche von Schleimhäuten, und durch Autoradiographie scheinen die Membranen wie mit einer Farbe beschichtet zu sein.

2. Bekämpfung von mit Magenübersäuerung assoziierten Problemen, z. B. Linderung epigastrischer Schmerzen.

3. Vorsehen einer Linderung chronischer Verstopfung.

4. Verringerung oder Eliminierung von mit oralen Medikamenten, wie nicht-steroiden Antiarthritismitteln, assoziierten Überempfindlichkeitsproblemen. Diese Wirkung kann die Folge der Wechselwirkung des Methylsulfonylmethans mit Plasma-Prostaglandin F2 sein.

5. Vorsehen einer Linderung der Symptome von Lungenfunktionsstörungen, z. B. durch eine Weichmacherwirkung auf die in den Gasaustausch involvierte Membranoberfläche der Lunge.

6. Bekämpfung von mit dem Verdauungs- oder Urogenitaltrakt assoziierten parasitären Infektionen, z. B. jenen, die durch Giardia oder Trichomonaden verursacht werden. Methylsulfonylmethan hat auch eine vorteilhafte Wirkung bei der Behandlung von durch ein Spektrum anderer Mikroorganismen verursachten Krankheitszuständen.

7. Stimmungsheber, z. B. für tödlich Erkrankte.

8. Verbesserung des chemischen Profils von Arthritispatienten, z. B. Vorsehen einer Linderung von Schmerzen und Steifigkeit, verringerte Schwellung und Entzündung, gekoppelt mit einer Rückkehr des Blutbilds zu Normalwerten, beispielsweise ein RH- Titerabfall von 600+ auf 300 oder weniger.

9. Linderung von Bein- und Rückenkrämpfen, Muskelspasmen und allgemeiner Schmerzen, insbesondere bei Geriatriepatienten und Spitzensportlern nach Streßbeendigung.

10. Reduktion von Hypertonie.

11. Förderung der Remission bei Myositis ossificans generalis (eine seltene genetische/Autoimmundysfunktion).

12. Verbesserung des Allgemeinzustands von Haus- und Farmtieren, z. B. Milch- und Schlachtvieh, Pferden, Schweinen, Schafen, Ziegen, Hühnern und Truthähnen, deren Kalorienaufnahme vorwiegend oder ausschließlich behandeltes Futter anstatt wachsender Gräser und Pflanzen ist.

13. Verringerung der Inzidenz von Streßtod bei unter beengten oder sonst streßhaften Bedingungen gehaltenen oder transportierten Tieren.

Beinkrämpfe

Methylsulfonylmethan hat die überraschende Fähigkeit, die Inzidenz von Muskelkrämpfen, Bein- und Rückenkrämpfen, insbesondere bei Geriatriepatienten, die derartige Krämpfe in der Nacht und nach langen inaktiven Zeiträumen, z. B. beim Sitzen, bekommen, und Beinkrämpfen von Sportlern, z. B. Läufern, Football-, Basketball- und Fußballspielern, die starke Beinkrämpfe während der Ausübung ihrer Sportart bekommen, zu verringern oder diese gänzlich zu eliminieren. Die Aufnahme von Methylsulfonylmethan, entweder in Form einer pharmazeutischen Zusammensetzung oder gemischt mit einem oder mehreren Nahrungsmitteln während 1 bis 90 Tagen verringert die Inzidenz derartiger Krämpfe oder eliminiert diese vollständig.

Parasitäre Infektionen

Methylsulfonylmethan hat eine bessernde oder heilende Wirkung auf verschiedene parasitäre systemische Mikrobeninfektionen. Die Wirksamkeit kann durch in vitro-Tests zur Bestimmung der Wachstumsinhibierung oder Abtötung des spezifischen Organismus durch Methylsulfonylmethan-Exposition bei verschiedenen Konzentrationen in sonst für den Organismus annehmbaren, ein Wachstum erhaltenden in vitro-Medien nachgewiesen werden. Wenn eine Inhibierung oder Abtötung des Organismus bei Methylsulfonylmethan-Exposition bei Konzentrationen von weniger als etwa 100 ppm auftritt, zeigt das Methylsulfonylmethan in vivo-Wirksamkeit gegen den Organismus. Beispiele von auf eine Behandlung mit Methylsulfonylmethan ansprechenden parasitären Infektionen sind jene, die üblicherweise mit einer Infektion des Verdauungs- oder Urogenitaltrakts assoziiert sind, z. B. Nematodes, Trichomonas vaginalis, Giardia, Enterobius und andere Darmwürmer, systemische Infektionen durch Histoplasma-Einkapselung, Coccidioides, Toxoplasma und andere in vitro ansprechende Organismen.

Intravenöse Verabreichung

Im US 4 296 130 wird von mir gelehrt, daß Methylsulfonylmethan so inert und nicht-toxisch ist, daß wässerige Lösungen hievon als Blutverdünnungsmittel verwendet werden können. Bei gesunden Menschen oder anderen Tieren, die adäquat hohe Methylsulfonylmethan-Blutspiegel aufweisen, ist Methylsulfonylmethan tatsächlich in dem Sinn "inert", in dem der Ausdruck in diesem Patent verwendet wird. Bei akut erkrankten Patienten werden häufig dramatisch vorteilhafte Wirkungen durch intravenöse Verabreichung großer Methylsulfonylmethan-Dosen erzielt. Beispielsweise erfahren Patienten mit rheumatoider Arthritis, die an einem Krankheitsschub leiden, der intensive Schmerzen oder verkrüppelnde Gelenksschwellungen oder beides bewirkt, eine prompte Linderung, sogar jene Patienten, die nur minimale oder verzögerte Vorteile durch orale Einnahme von Methylsulfonylmethan erhalten.

Wenn sich ein Patient im Akutstadium einer intensive Schmerzen bewirkenden Erkrankung befindet, wie rheumatoide Arthritis, Osteoporose, degeneratives Bandscheibensyndrom, eine Autoimmunerkrankung oder metastasierender Krebs, der intensive Schmerzen hervorruft, ist die Schmerzlinderung durch orale Einnahme von Methylsulfonylmethan manchmal für den Patienten zu subtil oder braucht zu lange, um annehmbar prompte, subjektive Vorteile davon zu erhalten. Im Gegensatz dazu bewirkt die intravenöse Verabreichung von Methylsulfonylmethan eine prompte, d. h. innerhalb von Stunden und häufig innerhalb von Minuten, Schmerzlinderung und häufig dramatische Vorteile, z. B. eine signifikante Verringerung der verkrüppelnden Wirkungen von rheumatoider Arthritis.

Daher bezieht sich diese Erfindung in einem Aspekt auf ein Verfahren zur raschen Besserung zumindest der Schmerzen, die mit einer intensive Schmerzen hervorrufenden Erkrankung assoziiert sind, durch intravenöse Verabreichung von Methylsulfonylmethan in einer Menge, die wirksam ist, um diese Schmerzen zu bessern.

Die Menge an intravenös verabreichtem Methylsulfonylmethan kann auf Grund seines Mangels an Toxizität und nachteiligen Nebenwirkungen wesentlich variieren. Einzeldosen können von etwa 0,01 bis 2 g/kg, vorzugsweise etwa 0,1 bis 1 g/kg, bezogen auf das Körpergewicht, variieren, der übliche Dosierungsbereich beträgt etwa 0,25 bis 0,75 g/kg, vorzugsweise etwa 0,5 g/kg.

Wenn große Mengen verabreicht werden, z. B. in der Größenordnung von 1 g/kg Körpergewicht oder mehr, d. h. eine Infusion einer 5%igen bis 10%igen Lösung von Methylsulfonylmethan in Wasser, wird physiologische Kochsalzlösung oder 5%ige Dextrose bevorzugt. Die Verabreichungsrate ist vorzugsweise nicht größer als etwa 1 g/kg/h, obwohl Infusionsraten von so viel wie 2 g/kg/h von Patienten vertragen werden, ausgenommen, daß eine Benommenheit, wie sie einige Blutspender angeben, von einigen Patienten bei dieser Rate verspürt wird.

Da Methylsulfonylmethan sehr rasch ausgeschieden wird, kann die intravenöse Verabreichung oft wiederholt werden, z. B. alle 12 bis 24 Stunden. Eine i.v. Verabreichung reicht jedoch häufig aus, um eine Besserung von Schmerzen und anderen Symptomen zu erreichen, welche Remission wochen- oder monatelang mit oral eingenommenem Methylsulfonylmethan aufrechterhalten werden kann.

Ohne weitere Ausführungen wird angenommen, daß Fachleute unter Verwendung der vorhergehenden Beschreibung die vorliegende Erfindung in ihrem vollständigen Umfang anwenden können. Die folgenden bevorzugten spezifischen Ausführungsformen sind daher als rein erläuternd und in keiner Weise einschränkend für den Rest der Offenbarung anzusehen. In den folgenden Beispielen sind alle Temperaturen unkorrigiert in ºC angegeben; wenn nichts anderes angegeben ist, beziehen sich alle Teile und Prozentsätze auf das Gewicht.

Beispiel 1 Menschliche Nahrung

Während des Abkühlschritts eines herkömmlichen kontinuierlichen Milchpasteurisierungsverfahrens ist eine sterile 25%ige wässerige Methylsulfonylmethanlösung in die pasteurisierte Milch bei einer Rate einzubringen, die eine Endkonzentration hievon in der Milch von etwa 15 ppm bewirkt.

Beispiel 2 Menschliche Nahrung

Vor dem Kochen ist zusammen mit NaCl, Zucker oder jeder Würze, die einem unter Druck in einer versiegelten Dose gekochten Gemüse oder Obst zugesetzt werden, z. B. Mais, Erbsen, Tomaten, grüne Bohnen, Pfirsiche, Birnen, Ananas, Apfelsoße, etc., eine Menge an Methylsulfonylmethan, die eine Konzentration hievon im gekochten Produkt von etwa 5 ppm vorsieht, zuzugeben.

Beispiel 3 Pferdefutter

Die Calcium/Phosphor-Bilanz ist bei Pferden kritisch, wobei diese Elemente ungefähr 70% des Mineralgehalts im Körper des Pferdes umfassen. Calciummangel oder das Umgekehrte, nämlich Phosphorüberschuß, ist unerwünscht. Ein Phosphorüberschuß im Futter senkt die intestinale Absorption, was zu verringertem Blutplasmacalcium führt. Ein Ergebnis ist eine Stimulierung der Ernährungsmangelerscheinung, die ernährungsbedingter sekundärer Hyperparathyreoidismus genannt wird. Für die Knochenentwicklung fehlendes Calcium führt zu einer Vergrößerung von strukturell defektivem fibrösen Gewebe. Bei Beinknochen von Pferden wird dies Epiphysitis genannt, wenn eine Streßentzündung vorliegt.

Zwei Hengstfohlen und vier Stutenfohlen wurden untersucht, wobei bei allen ernährungsbedingter sekundärer Hyperparathyreoidismus mit manifester Epiphysitis diagnostiziert wurde. Jedem Fohlen wurden 12 g Methylsulfonylmethan zweimal täglich in einer Kleie/Melasse-Mischung gemischt mit ihrem Standard-Trockenfutter vor der Fütterung verabreicht. Das ergänzte Futter wurde gut angenommen. Alle Anzeichen und Symptome dieser Ernährungsmangelerkrankung wurden in 7 bis 10 Tagen korrigiert. Eine herkömmliche Behandlung zur Korrektur eines ernährungsbedingten Calciummangels erfordert mindestens 60 bis 90 Tage, bevor eine Linderung der Entzündung erreicht wird. Außer dem zugesetzten Methylsulfonylmethan wurde keine Veränderung der Nahrung dieser sieben Pferde vorgenommen. Der zugesetzte Ernährungsfaktor korrigierte diesen leicht erkennbaren Ernährungsmangel bei allen Pferden.

Beispiel 4 Pferdefutter

Eine wertvolle Zuchtstute, die wegen einer Atemwegsinfektion behandelt wurde, entwickelte bilaterale fibrinöse Pleuritis, die durch ein Abhorchen der Brust leicht feststellbar war. Nach 6 Wochen Therapie mit einer Kombination herkömmlicher Antibiotika und entzündungshemmender Arzneimittel gab es wenig bis keine Besserung. Die herkömmliche Therapie wurde beendet. Methylsulfonylmethan wurde der Nahrung dieses hartnäckigen Falls zugesetzt (24 g, zweimal täglich, während eines Zeitraums von 5 Tagen). Dies war die einzige verabreichte Spezialbehandlung. Am fünften Tag zeigte das Tier keine Schmerzen mehr, und die flache, rasche Atmung wurde wieder normal. Ein Abhorchen der Brust war negativ. Dieses Pferd wurde während der nächsten zwei Jahre nachuntersucht und für normal und gesund befunden.

Beispiel 5 Methylsulfonylmethan im Tabak

Methylsulfonylmethan ist in zum Vorsehen von Zigaretten verwendetem Tabak bei einer Rate von 100 ppm bezogen auf das Gewicht durch Besprühen des Tabaks knapp vor dem Rollen zu Zigaretten mit einer 10%igen ethanolischen Lösung von Methylsulfonylmethan bei der Rate von 1 ml/kg zu verteilen.

Der inhalierte Rauch derartiger Zigaretten enthält sublimiertes Methylsulfonylmethan, das den nachteiligen Wirkungen des Rauchs auf die Lungenschleimhaut entgegenwirkt. Eine signifikante Anzahl von Rauchern findet auch das Aroma und den Geschmack der Zigarette angenehmer als von sonst identischen Zigaretten ohne Methylsulfonylmethan.

Beispiel 6 Krallenwachstum bei Tieren

Die Rate des Krallenwachstums ist eine Indikation des Allgemeinzustands eines Tieres. Zur Bestimmung der Wirkung von Methylsulfonylmethan auf das Krallenwachstum wurden zwei weibliche Labradors aus dem gleichen Wurf, Alter 8,5 Monate, in nebeneinander angeordneten, mit Stroh ausgelegten Käfigen gehalten. Vor den Tests wurden die Vorderpfoten jedes Hundes in halbfesten Gips eingebettet, wobei es den Tieren möglich war, ihr volles Körpergewicht aufzubringen, wodurch gute, klare Abdrücke der Pfotenballen und Krallenlänge erhalten wurden.

Jedem Hund wurde Purina-Hundefutter und Wasser nach Belieben während 45 Tagen gefüttert. Einer der Hunde (Tier A) erfuhr keine Rationsveränderung, und dem anderen (Tier B) wurde nur Wasser enthaltend darin gelöst 5% Methylsulfonylmethan gegeben. Nach 45 Tagen wurden erneut Gipsabdrücke der Vorderpfoten jedes Hundes gemacht. Als der Gips vollständig fest geworden war, wurden die Abgüsse jedes Tieres vor und nach dem Test verglichen. Die Strohauskleidung schützte beide Tiere vor normaler Krallenabnutzung. Bei visueller Untersuchung waren die Krallen von Tier B, dem Tier, das Methylsulfonylmethan in seinem Wasser erhielt, offensichtlich länger. Bei Vergleichen der Abgüsse wurde festgestellt, daß Tier B Krallen hatte, die durchschnittlich etwa 0,32 cm (1/8 Zoll) länger waren als jene von Tier A.

Die Haare, Hörner und Krallen von Tieren können 5% Schwefel oder mehr basierend auf einer Elementaranalyse enthalten. Dieser Test gibt an, daß der Schwefel von Methylsulfonylmethan, ungefähr 1/3 des Molekülgewichts, bei der Stimulierung zumindest des Krallenwachstums vorteilhaft verwendet wird.

Beispiel 7 Tierfelle

Die Felle von Tier A und B von Beispiel 6 wurden von drei Personen untersucht. Jede beurteilte das Fell von Tier B auf Basis der Dichte und des glänzenden Aussehens, was allgemein mit einem guten Gesundheitszustand assoziiert wird, als überlegen.

Beispiel 8 Tierfelle

Zehn Meerschweinchen im Alter von 4 Wochen wurden in einzelnen Metallkäfigen in einem bei Standard-Temperatur gehaltenen Raum mit einem 12 h Licht-Dunkelheit-Zyklus untergebracht und während eines 5-tägigen Zeitraums der Fütterung mit Purina-Meerschweinchenfutter und Wasser nach Belieben akklimatisiert.

Am Tag 6 wurden fünf Tiere mit roter und die anderen fünf mit blauer wasserunlöslicher Tinte auf dem Bauch markiert. Die Markierungen waren bei Beobachtung der Tiere von oben nicht sichtbar. Jedes Tier wurde nach der Markierung zurück in seinen Käfig gesetzt und ein entsprechendes rotes oder blaues Band an der Wasserflasche des Tieres befestigt. Die rot markierten Flaschen wurde mit Leitungswasser und die blau markierten Flaschen mit Leitungswasser enthaltend 2 Gew.% Methylsulfonylmethan gefüllt. Während eines Zeitraums von 28 Tagen wurden die Tiere gefüttert, und es wurde ihnen Zugang zu ihrem Wasser bzw. Wasser + 2% Methylsulfonylmethan nach Belieben gewährt. Am Tag 28 wurden die Tiere in eine gemeinsame Umrandung auf einem gut beleuchteten Tisch gesetzt. Vier Personen, denen der Test und sein Zweck völlig unbekannt war, wurden ersucht, das Fell jedes Tieres zu prüfen. Bei jeder Untersuchung wurden die Tiere vom Prüfer entfernt und in eine von zwei Gruppen auf Basis der besseren oder schlechteren Fellqualität des Tieres eingeteilt, ohne daß er die Farbe auf dem Bauch der Tiere sah. Drei der vier Prüfer wählten rasch fünf Tiere mit überlegenem Fell aus, wobei bei allen später festgestellt wurde, daß sie eine blaue Bauchmarkierung trugen, d. h. die mit Methylsulfonylmethan behandelte Gruppe. Der vierte Prüfer wählte 3 Tiere mit einer blauen Bauchmarkierung aus, die ein überlegenes Fell aufwiesen, schloß jedoch, daß er die besseren von den schlechteren unter den verbleibenden sieben Tieren nicht unterscheiden könnte. Trotz des Versagens eines der Prüfer, alle Tiere, denen Methylsulfonylmethan verabreicht wurde, von den Kontrollen zu unterscheiden, zeigte der Test, daß eine allgemein sichtbare Verbesserung des Fells eines Meerschweinchens erkennbar ist, dem Methylsulfonylmethan als Nahrungszusatz in seine Ration gegeben wird.

Beispiel 9 Streßtod bei Hühnern

Masthühner in Käfighaltung, die nicht älter als ein paar Tage waren, wurden mit zwei Arten von Nahrung gefüttert, nämlich Standardfutter oder Standardfutter plus 0,2 Gew.% Methylsulfonylmethan während eines Zeitraums von 30 Tagen. Es besteht ein signifikanter Unterschied zwischen den Streßtodesraten in den beiden Gruppen während dieses Zeitraums. Bei jenen, denen unmodifiziertes Futter gegeben wurde, ist die Todesrate normal, nämlich etwa 10%, während bei mit Methylsulfonylmethan modifiziertem Futter die Todesrate weniger als 1% beträgt.

Beispiel 10 Streßtod bei Fischen

Fische jeder Art erleiden unter beengten Bedingungen einen Streßtod. Kommerziell wertvolle Arten, wie Salmoniden, sind sehr anfällig für Streßtod während der beengten Haltung in Brutstätten oder Aquakulturfarmen.

62 Goldfische, etwa 2 Zoll lang, wurden in zwei Gruppen mit einer Population von 31 geteilt und in bei 10ºC (50ºF) gehaltene klimatisierte Aquarien (2) gegeben. Bei Erhalt der Fische wurden zwei kleine 1 gal Aquarien mit Leitungswasser gefüllt und 5 Tage durch Belüftung mit einer Aerator/Filter-Kombination stabilisiert, die mit einer üblichen Aquarienluftpumpe verbunden war. Die Luftzufuhr während des Testzeitraums wurde bei 100 ml Luft pro min standardisiert. Einer 28,3 g (1 oz) Packung "Wardleys"- Goldfischfutter wurden zwei 10 g Proben entnommen. Eine Probe blieb unbehandelt, und die andere wurde mit etwa 1 ml reinem Ethanol enthaltend 0,2 g Methylsulfonylmethan in Lösung befeuchtet. Das Futter absorbierte das gesamte Methylsulfonylmethan (die Probe wog nach 48 h Lufttrocknen 10,2 g). Beide Futter wurden zu einem groben Pulver pulverisiert, das zum Füttern kleiner Fische geeignet war.

Die 31 Fische in jeder der zwei Halteaquarien wurde als Charge A und Charge B identifiziert. Während der Akklimatisierung und Testverfahren wurde den Fischen der Charge A 0,5 g unbehandeltes "Wardleys" Futter einmal täglich gefüttert. Die Fische der Charge B wurden mit 0,5 g des Futters enthaltend das Methylsulfonylmethan während der Akklimatisierungs- und Testzeiträume gefüttert. Weder Charge A noch Charge B verzehrte das gesamte Futter, da sich schließlich etwas davon im Fiberglasfilter ansammelte. Das meiste bei jeder Fütterung wurde jedoch in den ersten 5 bis 10 min nach Abgabe konsumiert. Während des

5. Tages wurden 25 Fische von Charge A in ein kleines Aquarium (A bezeichnet) und 25 Fische von Charge B in das andere kleine Aquarium (B bezeichnet) transferiert. Vor dem Transfer wurde die Temperatur jedes Aquariums mit Eis auf 5ºC (41ºF) eingestellt. Das Wasser wurde auf Umgebungstemperatur, z. B. auf 10ºC (50ºF), zurückkehren gelassen, nachdem die Fische in den Tank gegeben wurden. Die Fische beider Chargen wurden so einer Temperaturveränderung von insgesamt 5ºC (9ºF) unterworfen, was die Fische unter Streß setzte. Die Fütterung wurde wiederaufgenommen, nachdem sie einen Tag in den kleinen Tanks kein Futter erhalten hatten. Am Tag 10 (davon 5 in den kleinen Aquarien) waren insgesamt 11 in Aquarium A (Kontrolle) und 1 in Aquarium B gestorben.

Die Kombination von zwangsweiser niederer Temperatur, Tanktransfers, geringer Versorgung der Tanks mit Sauerstoff und beengte Haltung einer Anfangspopulation von 25 Fischen/gal Aquarium übte ausreichenden Streß aus, um fast 1/2 der Kontrollfische zu töten. Der Zusatz von nur 2 Gew.% Methylsulfonylmethan zum Futter verringerte den Streß signifikant.

Beispiel 11 Mundhygiene

Personen, bei denen keine professionelle Zahnreinigung während zumindest 4 bis 6 Monaten vorgenommen wurde und die eine geringfügige, wenn auch erkennbare Zahnfleischentzündung wahrscheinlich auf Grund von Plaque-Irritation aufwiesen, wurde jeweils eine Paste (Colgate Zahnpasta), hergestellt durch Kombinieren eines kommerziellen dentalen Produkts mit Methylsulfonylmethan auf einer 50/50 G/G Basis, gegeben. Die Personen reinigten ihre Zähne zweimal täglich. Nach einwöchiger Verwendung war die Mundschleimhaut aller Personen frei von Anzeichen einer Entzündung. Ein Patient (T.K., M 22), der an wiederkehrenden Lippengeschwüren litt, berichtete über das Verschwinden dieses Problems während und nach Abschluß des einmonatigen Tests. Methylsulfonylmethan, ein Lösungsmittel und Dispersionsmittel in wässerigen Medien, erwies sich allein als ausgezeichnetes Mittel zur Reinigung der Zähne und der Mundhöhle.

Personen dieses Tests mit einem zähen schleimähnlichen nasopharyngealen Ausfluß erfahren eine Verringerung der Viskosität des Schleims und bekommen im allgemeinen einen produktiven Husten. Interessanterweise stellten zwei Personen mit eingeschränktem Geruchssinn eine Schärfung dieses Sinns fest, während Methylsulfonylmethan von ihnen in einem Gurgelmittel erprobt wurde. Kritische Beobachter bemerkten, daß sich ihr Geschmackssinn verbessert hatte.

Schlechter Atem, der mit Rauchen oder Nahrungsmitteln wie Zwiebel oder Knoblauch assoziiert ist, wird durch Reinigen der Zähne und des Mundes mit Methylsulfonylmethan in Wasser, Kochsalzlösung oder einem herkömmlichen Mundhygieneprodukt verringert oder eliminiert.

Beispiel 12 Erhaltung eines guten Gesundheitszustands

14 Personen beiderlei Geschlechts, alle bei scheinbar guter Gesundheit, Alter 33 bis 59, wurde Methylsulfonylmethan in Mengen im Bereich von 250 bis 500 mg täglich oral verabreicht, was ihre Blutspiegel über 1 ppm hielt. Methylsulfonylmethan, als Lösung in Orangensaft während Zeiträumen von etwa 7 Monaten bis mehr als 1 Jahr eingenommen, wurde bei diesen Personen fortgesetzt. Keine der 14 erkrankte während dieses Tests, und jede berichtete, daß sie sich besser und mit erhöhter Ausdauer stärker fühlte, während Methylsulfonylmethan ein Teil ihrer Ernährung war.

Beispiel 13 Bindegewebs- und Hauterkrankungen

Primärer und sekundärer Pruritus, Akne (einschließlich Grad 4), Acne rosacea und verschiedene andere dermatologische Probleme, die oft mit einer Allergie in Zusammenhang stehen, sprechen vorteilhaft auf eine mit Methylsulfonylmethan ergänzte Ernährung an. Pruritus auf Grund verschiedener Ursachen und Akne sprechen auf in der Ernährung ergänzte Konzentrationen von etwa 100 bis 1000 mg pro Tag prompt an. Teenager beurteilten Methylsulfonylmethan in Cola-Getränken als besonders annehmbare, zufriedenstellende Kombination bei der Behandlung von Akne. Bei Rosacea verlief eine erkennbare Besserung viel langsamer. Bei einer Patientin (J.H., W 51) war eine tägliche Einnahme von 500 mg Methylsulfonylmethan während zumindest einiger Wochen erforderlich, bevor eine Teleangiektase zurückging.

Beispiel 14 Augenentzündung

Eine 15%ige Lösung von Methylsulfonylmethan in isotonischer Kochsalzlösung war eine Linderungsbehandlung für das Auge nach einer zufälligen Verletzung auf Grund eines teilchenförmigen Materials, wie Staub oder Pollen, im Auge. Das Auge eines Kaninchens, das mit wässerigem Natriumlaurylsulfat gereizt wurde, klärte sich rasch bei stündlicher Behandlung mit 10%iger wässeriger Methylsulfonylmethanlösung.

Beispiel 15 Mit systemischen entzündlichen Störungen assoziierte Schmerzen

Patienten mit Anzeichen und Symptomen von Schmerzen und Entzündungen, die mit verschiedenen Skelettmuskelsystemerkrankungen assoziiert sind, berichteten über eine wesentliche und langanhaltende Linderung, während etwa 100 bis etwa 5000 mg Methylsulfonylmethan pro Tag in ihre tägliche Ernährung eingeschlossen wurden. Die meisten, die Methylsulfonylmethan zuerst allein und dann in Kombination mit Ascorbinsäure versuchten, gaben größere Vorteile mit der Kombination an. Die Kombination von Methylsulfonylmethan mit Ascorbinsäure erwies sich bei der Korrektur nächtlicher Beinkrämpfe als besonders verwendbar. Migränepatienten erfuhren eine wesentliche Linderung bei oralen Dosishöhen von 50 bis 500 mg pro Tag.

Eine Patientin (M.P., W 81) litt an chronischer Arthritis mit schmerzlicher Involvierung des unteren Rumpfes. Über die Jahre hatte sie die meisten neuen analgetischen Antiarthritis- Arzneimittel mit enttäuschenden Ergebnissen geprüft. Sie inkludierte Methylsulfonylmethan (f Teelöffel täglich) in ihre Ernährung und erfuhr eine nahezu vollständige Schmerzlinderung Ende der zweiten Woche. Nach der Aufnahme von täglich R bis S Teelöffel Methylsulfonylmethan während etwa 16 Monaten erfreut sich die Patientin eines im wesentlichen schmerzfreien Lebens.

Beispiel 16 Geistige Normalität

Bei Menschen zeigt sich die geistige Normalität durch Wachsamkeit mit innerer Ruhe, die keinen scharfen Schwankungen von Stimmungswechseln unterworfen ist. Personen auf Methylsulfonylmethan berichteten im allgemeinen über erhöhte Wachsamkeit, ein Plateau von Stimmungswechseln und insbesondere sehr seltene Depression. Einige Patienten, die intermittierend auf Medikamente gegen Depression gesetzt waren, stellten fest, daß Methylsulfonylmethan eine Depression innerhalb von Stunden anstatt von Tagen milderte, wie es ihre frühere Erfahrung bei Antidepressiva gewesen war. Studenten berichteten, daß während der Einnahme von Methylsulfonylmethan ihr Konzentrationsvermögen erhöht ist. Daher ist Methylsulfonylmethan in Verbindung mit ZNS-Therapeutika verwendbar. Die nützlichste Anwendung für Methylsulfonylmethan, die bisher auf dem Gebiet der geistigen Normalisierung beobachtet wurde, ist als Hilfsmittel für Todgeweihte, um Angst und Depression zu lindern.

Einem chronisch kranken oder todgeweihten Patienten, der an geistiger Depression leidet, sind 1000 mg/kg Körpergewicht Methylsulfonylmethan pro Tag in Tablettenform, gelöst in Wasser oder einem kalten Getränk oder in ein kaltes Essen gemischt, zu verabreichen. Innerhalb von 12 Stunden bis 2 Tagen wird eine signifikante Besserung der geistigen Einstellung des Patienten zu bemerken sein.

Beispiel 17 Wundheilung

Vier Gruppen von 5 Hamstern wurden einer Skarifizierung der rechten Backentasche unterworfen, wobei Standard-Methodologie verwendet wurde. Eine Woche vor der Backenverletzung wurde bei einer Gruppe ein tägliches Schema von 0,1 g/kg Methylsulfonylmethan in einer Ernähung aus Standard-Hamsterfutter begonnen, einer zweiten Gruppe wurden 0,1 g/kg Methylsulfonylmethan plus 100 mg Ascorbinsäure im gleichen Futter, einer dritten Gruppe nur 100 mg Ascorbinsäure im gleichen Futter verabreicht, und die letzte Gruppe, die nur das Futter erhielt, wurde als Kontrolle gehalten. Eine tägliche Untersuchung nach der Skarifikation wurde vorgenommen, um die Rate der Verletzungsreparatur zu bestimmen. Nach 36 h zeigten die Tiere, die Methylsulfonylmethan plus Vitamin C oral erhielten, eine klar verringerte Entzündung rund um die Wunden und eine erhabene Heilungsgranulierung. Mit diesem Grundlinienergebnis stimmten am Tag 3 sowohl die mit Methylsulfonylmethan allein als auch mit Vitamin C allein behandelten Versuchstiere überein. Am Tag 4 und 5 hatten die Kontrollen (kein Medikament) den gleichen Heilungsstatus, der nach 36 h bei den Tieren festgestellt wurde, welche die Methylsulfonylmethan/Vitamin C-Kombination erhielten.

Beispiel 18 Ernährungsergänzung bei Tieren

Heranwachsende Labortiere, einschließlich Hunde, nahmen an Gewicht konsistent bei einer größeren Rate gegenüber Kontrollen zu, wenn Methylsulfonylmethan in ihr Wasser und/oder ihre Nahrung eingeschlossen wurde. Dies wurde sowohl bei niedrigen als auch hohen Dosierungen, nämlich etwa 60 bis etwa 500 mg/Tag/kg Körpergewicht, festgestellt. Eine mögliche Erklärung hierfür ist, daß jede geringere Allergiereaktion auf die Nahrung von Methylsulfonylmethan neutralisiert wurde. Außerdem verbesserte sich die Fellqualität, und es wurde ein etwas rascheres Krallenwachstum festgestellt. Gewichtszunahmen wurden bei erwachsenen Tieren während vergleichbarer Fütterversuche nicht beobachtet.

Beispiel 19 Parasitäre Infektion (Enterobius)

Labormäuse, bei denen durch Kotuntersuchung Madenwürmer festgestellt wurden, erhielten handelsübliches Futter und Trinkwasser nach Belieben, wobei beides 2 Gew.% Methylsulfonylmethan enthielt. Eine Untersuchung 17 Tage nach dem Beginn des Tests zeigte, daß der abgegebene Kot frei von Würmern und Eiern war. Der Methylsulfonylmethan-Blutspiegel bei einem untersuchten Tier lag über 30 ppm.

Die Fähigkeit von Methylsulfonylmethan, parasitenempfindliches Gewebe wieder normal zu machen, wobei die Verletzung des Wirts minimal oder gleich Null ist, läßt darauf schließen, daß Methylsulfonylmethan in der Nahrung bei der Überwindung verschiedener Mikrobeninfektionen unterstützend wirkt, indem die Körperresistenz dagegen gestärkt wird, anstatt den Organismus direkt anzugreifen.

Methylsulfonylmethan antagonisiert Anticholinesterasen in vivo und weist eine schwache antibakterielle in vitro Wirkung auf, beispielsweise gegen Escherichia coli, Leuconostocci trivorum, Salmonella typhimurium, Staphylococcus aureus und Streptococcus thermophilus. Es ist ein wirksames Antipilzmittel, das gute Antiparasitenwirksamkeit bei 500 ppm gegen Aspergillus niger, Phytophthora cinnamoni und Sclerotium rolfsii zeigt. Während es nicht so stark oder toxisch gegen Mikrobenpopulationen wirkt wie spezifische Arzneimittel, steht Methylsulfonylmethan auf Grund seiner äußerst niedrigen systemischen Toxizität für den Wirt in starkem Gegensatz zu gegenwärtigen antiinfektiösen Therapeutika und derzeitiger Methodologie. Es ist zweifelhaft, ob sich eine chemische Beständigkeit bei durch hohe, jedoch sichere systemische Methylsulfonylmethan-Konzentrationen regulierten infektiösen Agentien entwickelt.

1 bis 2 g/kg Körpergewicht Methylsulfonylmethan auf täglicher Basis (gleich 1000 bis 2000 ppm G/G-Basis) können sicher verabreicht werden. Daher wird ein sicher vertragener Blutspiegel von etwa 4000 ppm aufgebaut, welcher Spiegel für viele infektiöse Organismen hochtoxisch, für den Wirt hingegen unschädlich ist. Methylsulfonylmethan, allein oder mit gleichzeitiger herkömmlicher Therapie verwendet, sieht einen einzigartigen neuen therapeutischen Ansatz vor.

Eine Prüfung von Methylsulfonylmethan als gleichzeitige Therapie mit herkömmlichen Antimalaria-Arzneimitteln ist indiziert. Etwa eine Million Menschen sterben jährlich an dieser parasitären Infektion. Bisherige Tests geben an, daß Methylsulfonylmethan eine verwendbare Beigabe zu den therapeutischen Modalitäten ist, die zur Bekämpfung schädlicher Gesundheitsprobleme eingesetzt werden, indem die Grundlinien-Resistenz eines Patienten gegen Schädliches erhöht und unvorhergesehene Wirkungen moderiert werden, die mit Arzneimitteln, Impfstoffen und physikalischen Angriffen gegen Krankheiten, wie durch Bestrahlungen oder Hyperthermie, assoziiert sind.

Beispiel 20 Mit Diabetes assoziierte vaskuläre Komplikationen

Bei einem Patienten (F.B., M 58), bei dem vor 22 Jahren Diabetes mellitus diagnostiziert worden war, wurde eine ernste vaskuläre Komplikation festgestellt. Arteriosklerose hatte die arterielle Blutzufuhr zu den unteren Gliedmaßen verringert, was zu chronisch kalten Füßen und intermittierendem Hinken führte. Außerdem hatte der Patient einen Bluterguß am Fuß erlitten, der nicht heilte. Dieser Patient erhielt 500 mg Methylsulfonylmethan mit 250 mg Ascorbinsäure zweimal täglich während eines Zeitraums von 21 Tagen. Die erste festgestellte Besserung war die Heilungsrate des Blutergusses. Am Ende der dritten Woche war das Problem der kalten Füße teilweise gemildert und der Patient konnte seine Gehdistanz ohne unzulässige Ermüdung verdoppeln. Laboraufarbeitungen nach der Behandlung ließen auf die Möglichkeit schließen, daß sein Insulinbedarf verringert werden könnte.

Beispiel 21 Akute Schmerzen

Oral verabreichtes Methylsulfonylmethan hat sich bei der Linderung akuter Schmerzen im mittleren Rückenbereich eines erwachsenen Mannes, die durch einen mit Steinen verstopften Ureter bewirkt wurden (einfache 1500 mg Dosis, gelöst in warmem Wasser), und bei Schmerzspasmen im Unterbauchbereich einer erwachsenen Frau, die von einem zufälligen Schlag auf den Bauch herrührten (zwei 1000 mg Dosen in warmem Wasser in 4 h Intervallen), als nützlich erwiesen.

Beispiel 22 Niedrige Plättchenzahl

Oral verabreichtes Methylsulfonylmethan erhöhte die Plättchenzahl einer erwachsenen Frau mit Lupus erythematosus von 84 000 (nach Predinison-Therapie) auf 200 000 während eines Zeitraums von 2 Jahren (1,5 g/Tag in 3 Dosen).

Beispiel 23 Durch Sonne und Wind geschädigte Hautstellen

Personen, die 500 bis 2000 mg/Tag Methylsulfonylmethan aufnahmen, litten nur leicht nach 4 h Aussetzen an Sommersonne und Wind, während ihre Begleiter, die kein Methylsulfonylmethan eingenommen hatten, durch Sonne und Wind stark geschädigte Hautstellen zeigten.

Beispiel 24 Pleuritis

Bilaterale Pleuritis fibrinosa, die sich bei einer Zuchtstute mit einer Atemwegsinfektion entwickelte, die auf 6 Wochen herkömmliche Antibiotika-Therapie und entzündungshemmende Therapie nicht ansprach, sprach vorteilhaft (normale Atmung, negatives Abhorchen der Brust) nach 5 Tagen Methylsulfonylmethan (2 x 1200 mg/Tag in der Nahrung) an.

Beispiel 25 Ermüdung nach sportlicher Aktivität

Das Syndrom physischer Ermüdung nach intensiver sportlicher Aktivität im Wettkampfsport, das üblicherweise bei Athleten 8 bis 10 Tage anhält, war in 2 bis 3 Tagen bei Personen verschwunden, die Methylsulfonylmethan (1000 bis 2000 mg/Tag in geteilten Dosierungen) während der vorhergehenden 6 Monate eingenommen hatten.

Beispiel 26 Beinkrämpfe

Methylsulfonylmethan ist einem Geriatriepatienten (über 65 Jahre), der an chronischen nächtlichen Beinkrämpfen leidet, bei der Rate von 10 mg/kg/Tag entweder in Tabletten- oder Kapselform, wie in den Patentanmeldungen SN 418 110 (US-A-4 514 421), SN 584 354 (US-A-4 568 547) oder SN 601 771 (US-A-4 559 329) beschrieben, oder gemischt mit einem oder mehreren täglich vom Patienten aufgenommenen Nahrungsmitteln, z. B. Milch, Kaffee, Tee, kalten Desserts, etc., zu verabreichen. Innerhalb von etwa 2 Tagen werden die Beinkrämpfe an Häufigkeit abnehmen oder verschwinden.

Beispiel 27 Beinkrämpfe

Vor einem Marathonlauf ist Methylsulfonylmethan dem Läufer während zumindest 7 Tagen bei der Rate von 15 mg/kg/Tag zu verabreichen. Die Wahrscheinlichkeit, daß der Läufer einen starken Beinkrampf während oder nach dem Rennen erleidet, wird signifikant verringert sein.

Beispiel 28 Bekämpfung von parasitären Infektionen

Methylsulfonylmethan weist für verschiedene Nematoden stark variable Toxizitäten auf. Auf Basis dieser Entdeckung wurden Tests auf einige für Wirbeltiere gesundheitsschädliche Parasiten durchgeführt.

(a) Trichomonas vaginalis

Stamm ATCC Nr. 30001 wurde unter Verwendung von Diamonds Tym-Medium in vitro kultiviert. Methylsulfonylmethan wurde diesem in von 5,5 bis 109,3 mg/ml variierenden Konzentrationen zugesetzt. Bei Konzentrationen von 5,5 bis 10,9 mg/ml hatte das Methylsulfonylmethan keine Wirkung auf dieses Protozoon. Bei 21,9 mg/ml wirkte es jedoch inhibierend, und alle höheren Konzentrationen waren für diesen Parasiten tödlich. Auf Basis dieses Tests ist Methylsulfonylmethan etwa halb so wirksam wie Metronidazol HCl.

Methylsulfonylmethan wurde in vitro in Verbindung mit Metronidazol HCl geprüft, wobei es 2 weiblichen Patienten bei einer Behandlungskonzentration von 250 mg verabreicht wurde, eingenommen alle 8 h während 10 Tagen. Beide hatten frühere Therapieverläufe wegen dieser Störung ohne adäquate Reaktion. Methylsulfonylmethan wurde als 500 mg Kapseln mit jeder Flagyl- Dosis während des Behandlungszeitraums verabreicht. Während dieses Therapieverlaufs zeigte keine Patientin eine Magenreizung und Übelkeit, obwohl dies eine Nebenwirkung war, die eine Patientin während des ersten Verlaufs der Metronidazol HCl-Behandlung allein gezeigt hatte.

Die gleichzeitige Behandlung mit Methylsulfonylmethan und Flagyl war in beiden Fällen erfolgreich, wie durch Naßfilmuntersuchung bestätigt. Eine Patientin wurde später durch ihren Sexualpartner erneut infiziert, die Reinfektion wurde jedoch durch die Verwendung einer täglichen Dusche mit 5%igem wässerigen Methylsulfonylmethan während 1 Woche beseitigt. Der Partner der Patientin wurde mit 500 mg Methylsulfonylmethan, zweimal täglich während 2 Wochen verabreicht, erfolgreich behandelt.

(b) Giardia lamblia

Dieser Mikroorganismus ist mit "Reisedurchfall" assoziiert, insbesondere bei Persistenz und Resistenz gegen Antimikroben- Therapie. Wie viele Darmparasiten hat der Mensch eine variable Resistenz gegen den Organismus, was vielleicht mit der Verfügbarkeit von Rezeptorstellen assoziiert und daher ein immunologisches Problem ist.

Bei diesem Parasiten zeigten in vitro Methylsulfonylmethan- Konzentrationen von 1 mg/ml und weniger keine signifikante Inhibierung von Giardia. Bei einer 20 mg/ml Konzentration wirkte es jedoch stark inhibierend, und Konzentrationen von mehr als 40 mg/ml töteten den Organismus prompt ab.

Ein Patient, bei dem Giardia festgestellt wurden, wobei er sich anscheinend durch verunreinigtes Wasser in einer primitiven Umgebung angesteckt hatte, erhielt 500 mg Methylsulfonylmethan oral 3·/24 h·14 Tage. Am 8. Tag war er asymptomatisch. Zwei Stuhlproben, die im Abstand von einer Woche genommen wurden, waren frei vom Organismus.

(c) Enterobius

Labormäuse, bei denen durch Kotuntersuchung Madenwürmer festgestellt wurden, erhielten 2 Gew.% Methylsulfonylmethan sowohl in ihrem handelsüblichen Futter als auch ihrem Trinkwasser nach Belieben. Eine Kotuntersuchung 17 Tage nach Testbeginn zeigte, daß der Kot frei von Würmern und Eiern war.

Beispiel 29 Behandlung von Lungenfunktionsstörungen

Sieben menschliche Patienten mit Ateminsuffizienz erhielten Methylsulfonylmethan auf oralem Weg in Mengen im Bereich von 250 bis 1500 mg/Tag in einzelnen oder geteilten Einheiten. Fünf litten an einem Emphysem, wobei angenommen wurde, das es mit Zigarettenrauchen assoziiert war. Zwei zeigten eine Tumorinvolvierung der Lunge mit zusätzlicher Funktionsstörung auf Grund einer Ansammlung von Pleuralflüssigkeit.

Bei zwei der fünf Patienten mit Emphysem wurden - vor dem Beginn eines Verlaufs von 500 mg/Tag Methylsulfonylmethan oral - Herz-Atem-Funktionstests und 2 und 6 Wochen danach Kontrolluntersuchungen durchgeführt. Obwohl beide vor dem Testzeitraum einige abnormale Werte zeigten, insbesondere verringerte arterielle Sauerstoffspannung, hatten beide während der Einnahme von Methylsulfonylmethan Werte im Normalbereich.

Eine stärkere Verbesserung wurde bei für alle Patienten bestimmten Werten der körperlichen Leistung festgestellt. Vor und während des Testverfahrens in Intervallen von ungefähr 2 Wochen mußten alle Emphysempatienten eine bestimmte Strecke gehen, die mit ihren physischen Ressourcen in Einklang stand. Innerhalb von 2 bis 4 Wochen ab dem Beginn der Einnahme von Methylsulfonylmethan, allein oder mit 1000 mg Ascorbinsäure/Tag, hatten alle Emphysempatienten ihre "bequeme" Gehstrecke zumindest verdoppelt. Von behandelnden Ärzten und Krankenschwestern sowie der Familie wurde angegeben, daß beide Patienten mit Lungentumoren wachsamer waren, sich besser fühlten und eine positivere Einstellung und Haltung als vor dem Testzeitraum aufwiesen. Das Problem von Flüssigkeit in der Lungenhöhle jedes Patienten verschwand während der ersten Monate des Testzeitraums. Beide hatten eine Bestrahlungs/Chemotherapie vor dem Einschluß von Methylsulfonylmethan in ihre Ernährung gemacht, jedoch ohne ersichtlichen Erfolg.

Beispiel 30 Arthritis und andere Schmerzursachen bei Hunden

Methylsulfonylmethan wurde als Additiv zur Nahrung älterer Hunde verschiedener Rassen untersucht, die alle an irgendeiner Form von Arthritis litten und in einigen Fällen andere Störungen zeigten. In jedem Fall wurde das Methylsulfonylmethan knapp vor der Fütterung mit dem Futter des Tieres gemischt.

(a) Hund A, ein sterilisierter 15-jähriger weiblicher Deutscher Schäferhund, Gewicht 36 kg, zeigte Ataxie, praktische Immobilität mit Schmerzen und Gelenksteifigkeit. Das Tier sprach auf Cortison oder Phenylbutazon nicht an. Es erhielt 0,5 g/Tag Methylsulfonylmethan b.i.d. 7 Tage lang ohne ersichtlichen Erfolg. Die Dosierung wurde auf 1,5 g/Tag b.i.d. erhöht, und innerhalb von 10 Tagen wurde der Hund frei mobil ohne ersichtliche Beschwerden und zeigte auch keine Ataxie.

(b) Hund B, ein männlicher schwarzer Labrador, Gewicht 27 kg, zeigte eine schwere Skelettmuskelbehinderung der hinteren Extremitäten mit Harninkontinenz. Dieses Tier hatte, obwohl es einem Veterinär gehörte, während der vorhergehenden 12 Monate auf verschiedenste Therapieschemata nicht angesprochen. Diesem Hund wurde Methylsulfonylmethan in seinem Futter in einer Höhe von 1,5 g b.i.d.·1 Monat verabreicht. Bei diesem Hund zeigte sich offensichtlich auf Grund des Endstadiums seiner Erkrankung kein ersichtlicher Erfolg durch Methylsulfonylmethan.

(c) Hund C, ein sterilisierter, 14 Jahre alter weiblicher Deutscher Schäferhund zeigte starke Arthritis am Rücken und an den Beinen. Er war mobil, ging jedoch mit sichtbarer Anstrengung und Beschwerden. Das Tier war sowohl gegen Cortison als auch Phenylbutazon resistent. Methylsulfonylmethan wurde in der Nahrung in einer Höhe von 0,5 g b.i.d. vorgesehen. Es kam zu einer allmählichen Besserung der Mobilität während des ersten Monats. Während des dritten Monats nach der Ergänzung der Ernährung mit Methylsulfonylmethan zeigte der Hund weder eine Skelettmuskelrestriktion noch Beschwerden.

(d) Hund D, ein weiblicher Terriermischling, Gewicht 20 kg, zeigte eine schwere Einschränkung der Mobilität und offensichtliche Beschwerden bei Bewegung. Das Tier hatte weder auf Cortison noch auf Phenylbutazon angesprochen, und sein Zustand verschlechterte sich rasch. Methylsulfonylmethan wurde in seine Nahrung bei 1 g/Tag b.i.d. eingeschlossen. Nach 1 Woche schien der Hund schmerzfrei zu sein. Dieser Hund erhält Methylsulfonylmethan in seiner Nahrung seit mehr als 6 Monaten und bleibt scheinbar gesund und beweglich, wobei kein Medikament erforderlich ist.

Beispiel 31 Schmerzen bei Menschen

Die folgenden an hartnäckigen Schmerzen leidenden Patienten erhielten Methylsulfonylmethan oral in Mengen und während eines Zeitraums, die in nachstehender Tabelle angegeben sind:

Beispiel 32 Akute Schmerzen bei Menschen

Methylsulfonylmethan wurde mit Codein zur Bekämpfung von Schmerzen beim Patienten J.H., einem Mann, Alter 47, verglichen, der am frühen Morgen mit unerträglichen Schmerzen in der mittleren Rückenregion aufwachte, die so intensiv waren, daß eine spezifische Region schwierig zu bezeichnen war.

Der Patient hatte eine Anamnese von Blasensteinen. Aspirin war unwirksam, Codein sah jedoch während und nach dem Röntgen eine annehmbare Linderung vor. Der Analgesiebedarf betrug S Gran Codein mit Aspirin alle 2 h. Während des Tages 2 klagte der Patient über geistige Verwirrung, und das Codein wurde abgesetzt. Die intensiven Schmerzen traten wieder auf. Der Patient erhielt 1,5 g Methylsulfonylmethan, gelöst in S Glas warmem Wasser. S h nach der Einnahme von Methylsulfonylmethan waren die Schmerzen im wesentlichen verschwunden. Methylsulfonylmethan (1,5 g/Tag) wurde bis zum Nachmittag des dritten Tages fortgesetzt, als Röntgenaufnahmen bestätigten, daß die Steine den Harnleiter weiterhin verstopften. Der Patient wurde wieder auf Codein mit Aspirin (S Gran·2 h) umgestellt. Er berichtete über eine geringere Schmerzlinderung, als sie von Methylsulfonylmethan vorgesehen wurde. Methylsulfonylmethan wurde wieder verabreicht (1,5 g·4 h). Am Tag 5 gingen die Steine ab. Die Rekonvaleszenz war ereignislos, wobei weder Codein, noch Methylsulfonylmethan, noch ein Antimikrobenmittel für den Harntrakt erforderlich war.

Beispiel 33 Akute Schmerzen bei Menschen

Code in und Methylsulfonylmethan wurden hinsichtlich der Schmerzlinderung bei Patient M.R., einer Frau, Alter 26, verglichen, die starke Schmerzspasmen im Unterbauchbereich hatte. Der Blinddarm der Patientin war entfernt worden. Die Schmerzen begannen, nachdem sie einen zufälligen traumatischen Schlag gegen den Bauch während eines Volleyballspiels erlitten hatte. Eine Pyelogramm-Untersuchung zeigte keine Obstruktion. Das Schmerzmuster ließ auf einen Harnleiterspasmus schließen. Codein (2) plus R Gran mit Aspirin alle 4 h führte zu einer gewissen Linderung. Das Codein/Aspirin wurde abgesetzt und 1 g Methylsulfonylmethan in warmem Wasser verabreicht. S h später hatten alle Beschwerden aufgehört. Ein zweites g Methylsulfonylmethan in Wasser wurde 4 h später verabreicht, wonach die Patientin schmerzfrei blieb.

Beispiel 34 Intravenöse Verabreichung

Patienten, die an einer ernsten chronischen Erkrankung, z. B. einem Akutstadium rheumatoider Arthritis oder anderer akuter entzündlicher Zustände, leiden oder Patienten mit extremen Schmerzen ist 1 g/kg Methylsulfonylmethan i.v. als 14 gew.%ige Lösung in steriler 5%iger Dextroselösung bei der Rate von 1 g/kg/h zu verabreichen. Innerhalb von 2 bis 4 h erfährt der Patient eine signifikante subjektive Linderung der Symptome der Erkrankung oder des Zustands, wobei die Linderung 7 bis 21 Tage anhält.

Derartige massive i.v. Verabreichungen können so häufig wie alle 24 h wiederholt werden. Dimethylsulfon-Verabreichungsraten von so hoch wie 2 g/kg/h sind möglich, können jedoch eine vorübergehende Benommenheit beim Patienten erzeugen.

Beispiel 35 Myositis ossificans generalis

Ein achtjähriges Mädchen, A.Z., zeigte starke irreversible Myositis ossificans generalis. Ihre Familie gehört zu einer Gruppe von Familien, in denen jeweils ein Familienmitglied an der Erkrankung leidet. Sie erhielt einen Teelöffel Methylsulfonylmethan oral in geteilten Tagesdosen während nahezu 2 Jahren. Der Krankheitsprozeß hat angehalten, sie hat ihren Rollstuhl verlassen, und ihr Zustand bessert sich. Kein anderes Kind in der Gruppe erhält Methylsulfonylmethan, und der physische Zustand von allen verschlechtert sich. Die Krankheitsursache ist unbekannt, wahrscheinlich handelt es sich um einen genetischen/autoimmunen Störungstyp.

Beispiel 36 Resistenz gegen DMBA-induziertes Mammakarzinom

45 weibliche Ratten wurden an das Labor stabilisiert und dann in 3 Gruppen von jeweils 15 eingeteilt. Gruppe 1 wurde als Kontrolle bezeichnet, Gruppe 2 und 3 wurden durch topisches Aufbringen einer Lösung des Carcinogens Dimethylbenzanthracen (DMBA) auf den haarlosen Bauch behandelt. Allen drei Gruppen wurde jeweils eine Standard-Labornahrung mit Wasser nach Belieben gefüttert. Gruppe 3 erhielt auch in ihrer Standard-Nahrung 2 Gew.% Methylsulfonylmethan. 5 Monate nach der Behandlung mit DMBA waren sowohl die normalen Kontrolltiere als auch die Tiere der Gruppe 3 frei von Mammakarzinom. Die Tiere der Gruppe 2 zeigten chemisch induzierten Brustkrebs und wurden getötet.

Beispiel 37 Anhalten der Entwicklung von spontanen Mäuselymphomen

Genetisch für eine Lymphomentwicklung prädisponierte Labormäuse wurden für diesen Test ausgewählt. Humorale Immunitätspartizipation so wie die Wirkung von Methylsulfonylmethan auf die Lebensdauer eines Tieres wurden gemessen. Eine Gruppe von 12 Mäusen wurde als Kontrollen gehalten. Die behandelte (T) Gruppe erhielt eine identische Behandlung, mit Ausnahme ihres nach Belieben gegebenen Wassers, das 3 Gew.% Methylsulfonylmethan in Lösung enthielt.

Im Monat 4 dieses Tests waren alle Kontrollen auf Grund einer Lymphomentwicklung tot. Im Monat 5 war keine Maus der T-Gruppe gestorben. Diese normalen Mäuse vom Balb/c-Stamm der Gruppe T wurden auf t-lymphozytenabhängige (t-d) und t-lymphozytenunabhängige (t-i) Immunreaktionen getestet. Mäusen, denen Methylsulfonylmethan verabreicht wurde, zeigten eine signifikante Verstärkung von primären IgM- und sekundären IgG-Reaktionen auf Schaf-Erythrozyten (SRBC) mit einer signifikanten Suppression der tnp-ficoll-Reaktion. Basierend auf diesen vorläufigen Ergebnissen stimuliert Methylsulfonylmethan bei ausreichend hohen Einnahmedosen die humorale Immunität, wodurch ein Schutz gegen sonst letale spontane Mäuselymphome vorgesehen wird.

Es ist aus vorstehendem und aus der Offenbarung von S.N. 584 354 (US-A-4 568 547), die sich auf die Besserung der Symptome von Streß und Allergien bezieht und hier durch Bezugnahme eingeschlossen ist, ersichtlich, daß Methylsulfonylmethan bei der Erhaltung oder Besserung des Gesundheitszustands verschiedener Tiere auf unterschiedliche Weise verwendbar ist.

Die vorhergehenden Beispiele können mit ähnlichem Erfolg wiederholt werden, indem die allgemein oder spezifisch beschriebenen Reaktanten und/oder Arbeitsbedingungen dieser Erfindung für die in den vorhergehenden Beispielen verwendeten substituiert werden.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Behandlung eines Nahrungsmittels, welches Verfahren das Verringern des Feuchtigkeitsgehalts eines Nahrungsmittels durch Erwärmen oder Trocknen, wodurch auch jegliches natürlich vorkommende, darin vorhandene Methylsulfonylmethan (MSM) auf einen Wert von weniger als 0,1 ppm verringert wird, und das Mischen von MSM mit dem Nahrungsmittel nach der Verringerung umfaßt, um die MSM-Konzentration auf zumindest 1 ppm zu erhöhen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem das MSM im Nahrungsmittel auf weniger als 0,01 ppm verringert wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem das MSM mit dem Nahrungsmittel auf eine Konzentration von 2 bis 5 ppm gemischt wird.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei welchem das Nahrungsmittel pasteurisierte Milch, ein Milch enthaltendes Produkt, eine trockene Frühstückszerealie oder ein Nahrungsmittel ist, das einen oder mehrere der Bestandteile Getreide, Heu, Luzerne, Getreidesilage, Sojabohnenmehl, Fleischmehl, Fischmehl, dehydratisiertes Luzernenmehl, Mineralien und Vitamine umfaßt.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei welchem das Erwärmen oder Trocknen durch Kochen, Dehydratisieren, Bestrahlung, Pasteurisierung oder Lagerung erfolgt.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei welchem das mit dem Nahrungsmittel gemischte MSM in kristalliner Form vorliegt.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei welchem das Mischen mit MSM in einer wässerigen oder alkoholischen Lösung erfolgt.

8. Nahrungsmittel, das durch Erwärmen oder Trocknen gekocht wurde, so daß das Nahrungsmittel weniger als 0,1 ppm natürlich vorkommendes Methylsulfonylmethan (MSM) in physikalischer Mischung mit einer Menge an exogenem Methylsulfonylmethan enthält, um die MSM-Konzentration auf zumindest 1 ppm zu erhöhen.

9. Nahrungsmittel nach Anspruch 8, das 1 bis 20 ppm exogenes Methylsulfonylmethan aufweist.

10. Nahrungsmittel nach Anspruch 8 oder 9, das pasteurisierte Milch, ein Milch enthaltendes Produkt, eine trockene Frühstückszerealie oder ein Nahrungsmittel ist, das einen oder mehrere der Bestandteile Getreide, Heu, Luzerne, Getreidesilage, Sojabohnenmehl, Fleischmehl, Fischmehl, dehydratisiertes Luzernenmehl, Mineralien und Vitamine umfaßt.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com