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Dokumentenidentifikation DE3879303T2 01.07.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0299806
Titel Wägeapparat mit Dehnungsmessstreifen.
Anmelder Ishida Scales Mfg. Co. Ltd., Kyoto, JP
Erfinder Naito, Kazufumi, Ohtsu-shi Shiga, JP;
Nishide, Seiji, Koga-gun Shiga, JP
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 3879303
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 18.07.1988
EP-Aktenzeichen 883065708
EP-Offenlegungsdatum 18.01.1989
EP date of grant 17.03.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.07.1993
IPC-Hauptklasse G01G 3/142
IPC-Nebenklasse G01G 3/14   G01G 3/18   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wägevorrichtung mit Dehnungsmessern, die zum Beispiel zur Verwendung in einer elektronischen Waage vom Lastzellentyp geeignet ist.

Solche Wägevorrichtungen weisen eine Lastzelle mit Dehnungsmessern auf, die einen elektrischen Widerstand haben, der sich in Abhängigkeit von der Belastung der Lastzelle, die von einem zu wägenden Artikel aufgebracht wird, verändert, wobei der Dehnungsmesser an einer Dehnungsermittlungsfläche eines Dehnungserzeugers angebracht ist. Üblicherweise wird ein von der Lastzelle ausgegebenes Analogsignal verstärkt, von einem A/D-Wandler in ein Digitalsignal umgesetzt und sodann zur Anzeige von Informationen über das Gewicht etc. an eine Anzeigeeinheit geliefert.

Im besonderen offenbart EP-A-0067637 eine Wägevorrichtung der Art, die einen Dehnungserzeuger aufweist, der zum Nachgeben unter einer zu wägenden Last vorgesehen ist, um dadurch Dehnung in jeweils entgegengesetzten Richtungen auf eine Dehnungsmeßschaltung aufzubringen, die erste und zweite Dehnungsmesser aufweist, die an einer ersten bzw. einer zweiten Stelle an dem Dehnungserzeuger derart angebracht sind, daß die jeweiligen elektrischen Impedanzwerte des ersten und des zweiten Dehnungsmessers sich beim Auftreten eines solchen Nachgebens in jeweils entgegengesetzten Richtungen verändern, wobei die Dehnungsmeßschaltung zwischen einer ersten und einer zweiten Versorgungsleitung einer Lasterkennungsschaltung der Vorrichtung verbunden ist, wobei ein Eingangspunkt der Schaltung zum Liefern eines elektrischen Ausgangssignals, das ein Meßwert der gewogenen Last ist, mit der Dehnungsmeßschaltung verbunden ist.

Wie in den Figuren 1 und 2 der zugehörigen Zeichnungen dargestellt, weist die Dehnungsmeßschaltung einer solchen Vorrichtung vier Dehnungsmesser C&sub1;, C&sub2;, T&sub1;, T&sub2; zum Erkennen eines auf eine Wägeplatte Z aufgebrachten Gewichts W auf, die an einem an einer Stütze X befestigten Dehnungserzeuger Y angebracht sind.

Die an dem Dehnungserzeuger Y an den in Fig. 1 dargestellten Positionen angebrachten Dehnungsmesser C&sub1;, C&sub2;, T&sub1;, T&sub2; sind elektrisch zur Bildung einer Voll-Brückenschaltung (Wheatstone-Brücke) verbunden, die Eingangsanschlüsse aufweist, an welche die Referenzspannungen Vex&spplus;, Vex&supmin; angelegt werden. Wenn eine Last auf den Dehnungserzeuger aufgebracht und eine Dehnung in der Dehnungserkennungsfläche erzeugt, verändern sich die Widerstände der Dehnungsmesser C&sub1;, C&sub2; und der Dehnungsmesser T&sub1;, T&sub2; in zueinander entgegengesetzte Richtungen.

Die Voll-Brückenschaltung gibt Ausgangsspannungen V.&spplus;, V.&supmin; aus, die an invertierende und nicht-invertierende Eingangsanschlüsse eines Operationsverstärkers geliefert werden. Ein Spannungsteilerwiderstand Ry ist mit dem nicht-invertierenden Eingangsanschluß des Operationsverstärkers verbunden, während ein Rückkopplungswiderstand Rf mit dessen invertierendem Eingangsanschluß verbunden ist.

Die Ausgangsspannung (V.&spplus;) - (V.&supmin;) der Voll-Brückenschaltung wird wie folgt ausgedrückt: Aus Gründen der Einfachheit sei angenommen, daß die Widerstände der Dehnungsmesser derart gewählt sind, daß T1=T2=C1=C2=R ist.

(1) Die Widerstände für den Fall, daß die Last W an einer Position A auf die Wägeplatte Z aufgebracht wird, werden wie folgt ausgedrückt:

T1 = T2 = R + ΔR ... (1)

C1 = C2 = R - ΔR ... (2)

(2) Die Widerstände für den Fall, daß die Last W an einer Position B auf die Waageplatte Z aufgebracht wird, werden wie folgt ausgedrückt:

T1 = R + ΔR - ΔRm ... (3)

T2 = R + ΔR + ΔRm ... (4)

C1 = R - ΔR - ΔRm ... (5)

C2 = R - ΔR + ΔRm ... (6)

(3) Die Widerstände für den Fall, daß die Last W an einer Position C auf die Waageplatte Z aufgebracht wird, werden wie folgt ausgedrückt:

T1 = R + ΔR + ΔRm ... (7)

T2 = R + ΔR - ΔRm ... (8)

C1 = R - ΔR + ΔRm ... (9)

C2 = R - ΔR - ΔRm ... (10)

In jedem der oben genannten Fälle (1), (2), (3) ist die Ausgangsspannung (V.&spplus;) - (V.&supmin;) der Voll-Brückenschaltung wie folgt ermittelbar:

(V.&supmin;) = (Δ/R) (Vex&spplus; - Vex&supmin;) ... (11)

Wenn die Dehnungsmesser, wie in Fig. 2 gezeigt, als Voll-Brücke verbunden sind, wird ihr kombinierter Widerstand wie folgt ausgedrückt:

r = {(T1 + C2) (T2 + C1)}/{(t1 + C2) + (T2 + C1)} ... (12)

Daher gilt, angenommen, daß T1=T2=C1=C2=R ist,

r = {(2R) x (2R)} {(2R) + (2R)} = R ... (13)

Daher ist der kombinierte Widerstand der Voll-Brücke der gleiche wie der Widerstand jedes der Dehnungsmesser. Somit ist der durch die Vollbrücke fließende Strom groß, was zu einem hohen Verbrauch an elektrischer Leistung hoch ist. Da die Brücke eine große Menge an elektrischer Leistung verbraucht, ist es in der Praxis schwierig, elektronische Waagen mit Flüssigkristallanzeigen und integrierten CMOS-Schaltungen zu konstruieren und diese mit Trockenzellenbatterien zu betreiben.

Erfindungsgemäß ist eine Wägevorrichtung des Typs mit einem Dehnungserzeuger vorgesehen, der derart angeordnet ist, daß er unter einer zu wägenden Last nachgibt, um dadurch Dehnung in jeweils entgegengesetzten Richtungen auf eine Dehnungsmeßschaltung auszuüben, welche erste Dehnungsmesser und zweite Dehnungsmesser aufweisen, die jeweils an ersten und zweiten Stellen an dem Dehnungserzeuger angebracht sind, so daß jeweilige elektrische Impedanzwerte der ersten und zweiten Dehnungsmesser sich beim Eintreten eines solchen Nachgebens in jeweils entgegengesetzten Richtungen verändern, wobei die Dehnungsmeßschaltung zwischen einer ersten und einer zweiten Versorgungsleitung einer Lasterkennungsschaltung der Vorrichtung verbunden ist, wobei ein Eingangspunkt der Schaltung zum Liefern eines elektrischen Ausgangssignals, das ein Meßwert der gewogenen Last ist, mit der Dehnungsmeßschaltung verbunden ist; dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und zweiten Dehnungsmesser miteinander in Reihe zwischen der ersten und der zweiten Versorgungsleitung verbunden sind, wobei der eine Eingangspunkt der Lasterkennungsschaltung mit einem Schaltungsknoten zwischen den ersten und zweiten Dehnungsmesser verbunden ist, und daß das Eingangssignal an die Lasterkennungsschaltung, aus dem das elektrische Ausgangssignal durch diese Schaltung abgeleitet wird, die Potentialdifferenz zwischen dem Schaltungsknoten und einem voreingestellten Referenzspannungspunkt ist, mit welchem ein zweiter Eingangspunkt der Lasterkennungseinrichtung verbunden ist.

Der Verbrauch an elektrischer Leistung der Dehnungsmeßschaltung einer solchen Wägevorrichtung kann geringer sein als derjenige einer vergleichbaren bekannten Dehnungsmeßschaltung, da der Gesamtwiderstand der Schaltung größer sein kann.

Um zu verhindern, daß der Ausgang der Lasterkennungsschaltung, der die aufgebrachte Last wiedergibt, sich aufgrund einer durch eine Veränderung der Umgebungstemperatur verursachten Veränderung des Widerstands der Dehnungsmeßschaltung verändert, ist es im Stand der Technik bekannt, einen Temperaturkompensationswiderstand zwischen einen Ausgangsanschluß einer bekannten Dehnungsmeßschaltung und den Operationsverstärker zu schalten. Bei einer solchen Anordnung jedoch ist der Widerstand des gewählten Temperaturkompensationswiderstands durch den Widerstand der Dehnungsmeßschaltung bestimmt und es ist umständlich und zeitaufwendig, den Widerstand des Temperaturkompensationswiderstands auszuwählen.

Daher weist eine erfindungsgemäße Wägevorrichtung vorzugsweise einen Temperaturkompensationswiderstand auf, der in einer von der Dehnungsmeßschaltung separaten Schaltung geschaltet ist.

Im folgenden wird anhand von Beispielen auf die zugehörigen Zeichnungen Bezug genommen, welche zeigen:

Fig. 1 (zuvor beschrieben) - eine Seitenansicht eines Lastdetektors;

Fig. 2 - ein Schaltbild einer herkömmlichen Lasterkennungsschaltung;

Fig. 3 - ein teilweise in Blockform gehaltenes Schaltbild einer ersten erfindungsgemäßen Wägevorrichtung;

Fig. 4 - ein teilweise in Blockform gehaltenes Schaltbild einer zweiten erfindungsgemäßen Wägevorrichtung;

Fign. 5 und 6 - Schaltbilder zur Erläuterung des Betriebs der zweiten Wägevorrichtung;

Fig. 7 - ein teilweise in Blockform gehaltenes Schaltbild einer dritten erfindungsgemäßen Wägevorrichtung; und

Fig. 8 - ein teilweise in Blockform gehaltenes Schaltbild einer vierten erfindungsgemäßen Wägevorrichtung.

Wie in Fig. 3 dargestellt, weist eine erste erfindungsgemäße Wägevorrichtung vier Dehnungsmesser T1, T2, C1, C2 auf, die an einem (nicht dargestellten) Dehnungserzeuger Y angebracht sind. Die Dehnungsmesser T1, T2, die an jeweiligen sich ausdehnenden Seiten von Dehnungserkennungsflächen des Dehnungsgenerators (d.h., in diagonal gegenüberliegendem Verhältnis) befestigt sind, sind in Reihe miteinander geschaltet, und die Dehnungsmesser C1, C2, die an jeweiligen sich zusammenziehenden Seiten von Dehnungserkennungsflächen des Dehnungsgenerators in diagonal gegenüberliegendem Verhältnis befestigt sind, sind ebenfalls in Reihe miteinander geschaltet, um eine "Halbbrückenschaltung" zu bilden, die ein Ausgangssignal Vo+ an der Verbindung zwischen den beiden Reihenschaltungen ausgibt. Angenommen, daß T1 = T2 = C1 = C2 = R ist, so ist der Gesamtwiderstand r' der Halbbrückenschaltung:

r' = (C1 + C2) + (T1 + T2) = 4R ... (14)

Da der Gesamtwiderstand der Halbbrückenschaltung das Vierfache des Widerstandes einer vergleichbaren herkömmlichen Voll-Brückenschaltung beträgt, hat die Halbbrükkenschaltung eine größere Strombegrenzungsfähigkeit, wodurch der Verbrauch elektrischer Leistung gesenkt wird. Die Ausgangsspannung der Halbbrückenschaltung ist wie folgt angegeben:

VO&spplus; = {(Vex&spplus; - Vex&supmin;)/2} + (ΔR/2R) (Vex&spplus; - Vex&supmin;) ... (15)

Die Ausgangsspannung der Halbbrückenschaltung bleibt ungeachtet der Position (a, B oder C in Fig. 1), an der die Last aufgebracht wird, konstant.

Die Größe des Ausgangssignals der Halbbrückenschaltung beträgt die Hälfte der Größe des Ausgangssignals der herkömmlichen Voll-Brückenschaltung aus Dehnungsmessern, jedoch ist das Ausgangssignal der Halbbrückenschaltung, wie bei der Vollbrückenschaltung, proportional zur aufgebrachten Last.

In Fig. 3 weist die wägevorrichtung eine Lastzelle 1 mit der Halbbrücke und einem Kompensationswiderstand RO auf, der zum Ausgleichen einer temperaturbedingten Veränderung des Ausgangssignals mit dem Ausgangsanschluß der Halbbrücke verbunden ist. Die Lastzelle 1 ist über Kabel 2 elektrisch mit einer Schaltungsplatte 3 verbunden. Der Kompensationswiderstand RO dient der Veränderung des Verstärkungsfaktors eines Operationsverstärkers AMP in Abhängigkeit von einer temperaturbedingten Veränderung des Widerstands R des Dehnungserzeugers, zur Temperaturkompensation des Elastizitätsmodul des Dehnungsgenerators, um eine Temperaturkompensation des Ausgangssignals zu bewirken, wie in der offengelegten japanischen Patentschrift Nr. 63-58202 offenbart. Der Operationsverstärker AMP, ein Filter FIL und ein A/D-Wandler ADC sind auf der Schaltungsplatte 3 angebracht. Das Ausgangssignal der Halbbrückenschaltung wird über den Kompensationswiderstand RO einem invertierenden Eingangsanschluß des Operationsverstärkers AMP zugeführt. Der Ausgangsanschluß des Operationsverstärkers AMP ist mit dem Filter FIL verbunden, das Hochfrequenzkomponenten aus dem Ausgangssignal des Operationsverstärkers AMP entfernt. Das Ausgangssignal des Filters FIL wird von dem A/D- Wandler ADC in ein Digitalsignal umgewandelt, das einem Mikroprozessor 5 zugeführt wird. Der Mikroprozessor 5 verarbeitet das Signal nach vorgegebenen arithmetischen Operationen, um Daten, wie zum Beispiel ein Nettogewicht, an eine Anzeigeeinheit 6, und ein Signal zum Beispiel an einen (nicht dargestellten) Etikettendrucker auszugeben. Ein von einer Tasteneingabeeinheit 4 erzeugtes Signal wird dem Mikroprozessor 5 zugeführt. Eine von einem Widerstand Re erzeugte Referenzspannung wird dem A/D-Wandler ADC zugeführt.

Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Dehnungsmesser an der Dehnungserkennungsfläche eines zweistrahligen Dehnungserzeugers angebracht, und die in diagonal gegenüberliegendem Verhältnis angeordneten Dehnungsmesser sind zur Bildung einer Halbbrückenschaltung miteinander in Reihe geschaltet. Bei einer solchen Anordnung kann der Verbrauch an elektrischer Leistung verringert werden, und daher ist eine elektronische Lastzellenwaage realisierbar, die eine Flüssigkristallanzeige und eine integrierte CMOS-Schaltung verwenden kann und mit einer Trockenzelle betreibbar ist.

Obwohl bei dem ersten Ausführungsbeispiel nicht dargestellt, kann eine Auswählschaltung mit einer dem Operationsverstärker vorangehenden Stufe AMP verbunden sein, um entweder ein an der Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Dehnungsmesser der Halbbrücke erzeugte Signal oder eine Referenzspannung auszuwählen. Soll eine auf den Dehnungserzeuger aufgebrachte Last gemessen werden, wählt die Auswählschaltung das Signal von der Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Dehnungsmesser. Beim Kalibrieren wählt die Auswählschaltung die Referenzspannung. Aus Gründen der Knappheit ist die Auswählschaltung nicht dargestellt, wird jedoch bei den folgenden Ausführungsbeispielen beschrieben.

Bei jedem der folgenden Ausführungsbeispiele ist ein Temperaturkompensationswiderstand in einer von der Lastzellenschaltung separaten Schaltung angeordnet.

Fig. 4 zeigt eine zweite erfindungsgemäße Wägevorrichtung. Aus Gründen der Knappheit sind in Fig. 4 die Widerstände der Dehnungsmesser T1, T2 der Fig. 3 als gleiche Widerstände Ra dargestellt und die Widerstände der Dehnungsmesser C1, C2 der Fig. 3 sind als gleiche Widerstände Rb dargestellt. Ein Temperaturkompensationswiderstand ist mit Rs bezeichnet.

Wie in Fig. 4 dargestellt, bilden die vier an einem (nicht dargestellten) Dehnungserzeuger angebrachten Dehnungsmesser 2Ra, 2Rb eine Halbbrückenschaltung A, und die Verbindung P zwischen den Dehnungsmessern 2Ra, 2Rb ist über Moduswählschalter SW1, SW2, die einen Wägemodus oder einen Abweichungskompensationsmodus (Kalibrierungsmodus) auswählen, mit einem Referenzpotentialanschluß COM verbunden. Bei dieser Halbbrückenschaltung ist, wenn Ra = Rb = R ist, der Gesamtwiderstand r gleich 4R und daher kann die Halbbrückenschaltung mit weniger elektrischer Leistung betrieben werden als eine vergleichbare herkömmliche Vollbrückenschaltung.

Die Verbindung P ist über den Schalter SW2, den Puffer B1 und den Temperaturkompensationswiderstand Rs in der Lastzelle a mit einem Operationsverstärker B2 verbunden. Der Puffer B1 dient als nicht-invertierender Verstärker mit einer Verstärkung von 1, und der Operationsverstärker B2 als invertierender Verstärker. Der Ausgangsanschluß des Operationsverstärkers B2 ist über ein Tiefpaßfilter mit einem Eingangsanschluß IN einer nachfolgenden Steuerschaltung, zum Beispiel eines A/D-Wandlers, verbunden. Die Moduswählschalter SW1, SW2 sind Analogschalter. Die Modusauswählschalter SW1, SW2, zwei Widerstände R1, ein Rückkopplungswiderstand Rf, der Puffer B1 und der Operationsverstärker B2 sind auf einer Schaltungsplatte c angebracht.

Der Temperaturkompensationswiderstand Rs verändert den Verstärkungsfaktor des invertierenden Verstärkers, der aus dem Operationsverstärker B2 und den Widerständen Rs, Rf besteht, in Abhängigkeit von der Temperatur des Dehnungserzeugers zur Temperaturkompensation des Elastizitätsmoduls des Dehnungserzeugers der Dehnungsmesserlastzelle, um die Temperaturkompensation der Ausgangsspannung entsprechend einem Bereich zu bewirken.

Fig. 5 ist ein Schaltungsbild der Wägevorrichtung nach Fig. 4 bei gewähltem Wägemodus. Im Wägemodus ist der Schalter SW1 der Fig. 4 abgeschaltet, während der Schalter SW2 eingeschaltet ist.

Fig. 6 ist ein Schaltungsbild der Wägevorrichtung nach Fig. 4 bei ausgewähltem Abweichungskompensatlonsmodus. Der Schalter SW1 ist eingeschaltet und der Schalter SW2 ist ausgeschaltet, und der zu dieser Zeit bestehende Betrag der Abweichung wird als Vorspannungswert gespeichert, der durch arithmetische Operationen von einen Mikrocomputer kompensiert wird. Nach dem dargestellten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung kann die Abweichungskompensation mit einer einfachen Schaltungsanordnung bestehend aus den beiden Schaltern durchgeführt werden.

Da im Abweichungskompensationsmodus kein Strom von der Brückenschaltung in den Temperaturkompensationswiderstand Rs fließt, wie in Fig. 4 dargestellt, kann der Bereich ungeachtet des Widerstands der Brücke kompensiert werden. Die Schaltungsanordnung ist einfach, da sie von einer Stromquelle (z. B. von 5V) versorgt wird, die ebenfalls von der Lastzelle zu deren Versorgung verwendet wird.

Fig. 7 ist ein Schaltungsbild einer dritten erfindungsgemäßen Wägevorrichtung. Ein Ausgangssignal der Halbbrückenschaltung wird dem nicht-invertierenden Eingangsanschluß des Operationsverstärkers B2 zugeführt, und der Referenzpotentialanschluß COM ist mit dem nicht-invertierenden Eingangsanschluß des Puffers B1 gekoppelt. Der Betrieb und die Vorteile der dritten Wägevorrichtung sind im wesentlichen dieselben wie die der zweiten Wägevorrichtung.

Wie in Fig. 8 dargestellt, wird bei einer vierten erfindungsgemäßen Wägevorrichtung ein Ausgangssignal der Halbbrückenschaltung an einen Meßgeräteausrüstungsverstärker 100 angelegt, der zwei symmetrisch angeordnete Operationsverstärker 101, 102 und einen Operationsverstärker 103 zum Empfangen von Ausgangssignalen der Operationsverstärker 101, 102 aufweist. Der zentrale Punkt oder die Verbindung P der Halbbrücke ist mit positiven Eingängen (+) der Operationsverstärker 101, 102 verbunden. Reihengeschaltete Widerstände R1, R2 sind parallel zu der Halbbrücke geschaltet. Die Verbindung zwischen den Widerständen R1, R2 ist mit dem positiven Anschluß (+) des Operationsverstärkers 102 verbunden. Die beiden Widerstände R1, R2 sind dort angeordnet, wo von dem Dehnungserzeuger keine Dehnung entwickelt wird, oder sie weisen gewöhnliche Widerstände auf, die nahe dem Dehnungserzeuger angeordnet sind und Widerstandswerte aufweisen, die um ein Mehrfaches höher sind als diejenigen der Dehnungsmesser. Daher ist der Stromverbrauch dieser beiden Widerstände R1, R2 im Vergleich zu demjenigen der Dehnungsmesser vernachlässigbar. Ein Temperaturkompensationswiderstand Rs ist zwischen negativen Anschlüssen (-) der Operationsverstärker 101, 102 geschaltet, die Ausgangsanschlüsse aufweisen, welche mit dem positiven bzw. dem negativen Anschluß (-, +) des Operationsverstärkers 103 verbunden sind.

Bei der Schaltung von Fig. 8 ist bei gewähltem Wägemodus der Schalter SW1 ausgeschaltet und der Schalter SW2 ist eingeschaltet, und bei gewähltem Abweichungskompensationsmodus ist der Schalter SW1 eingeschaltet und der Schalter SW2 ist ausgeschaltet.

Der Temperaturkompensationswiderstand Rs verändert den Verstärkungsfaktor des Meßgeräteausrüstungsverstärkers 100 zur Temperaturkompensation des Elastizitätsmoduls des Dehnungserzeugers der Dehnungsmesserlastzelle, um die Temperaturkompensation der Ausgangsspannung entsprechend einem Bereich zu bewirken.

Da die Last erfindungsgemäß durch eine "Halbbrückenschaltung" bestehend aus mehreren an einem Dehnungserzeuger angebrachten Dehnungsmessern ermittelt wird, ist der Stromverbrauch der Schaltung verringert. Da nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung kein Strom direkt von der Halbbrückenschaltung in den Temperaturkompensationswiderstand fließt, kann der Bereich ungeachtet des Widerstands der Brücke temperaturkompensiert werden. Ferner können der Wägemodus und der Abweichungskompensationsmodus durch Vorsehen der Schalter leicht gewählt werden.

Obwohl bestimmte bevorzugte Ausführungsbeispiel dargestellt und beschrieben wurden, sei darauf hingewiesen, daß zahlreiche Veränderungen und Modifizierungen daran vorgenommen werden können ohne den Rahmen der beigefügten Ansprüche zu verlassen.


Anspruch[de]

1. Wägevorrichtung des Typs mit einem Dehnungserzeuger, der derart angeordnet ist, daß er unter einer zu wiegenden Last nachgibt, um dadurch Dehnung in jeweils entgegengesetzten Richtungen auf eine Dehnungsmeßschaltung (C&sub1;, C&sub2;; T&sub1;, T&sub2;) auszuüben, welche erste Dehnungsmesser (C&sub1;, C&sub2;) und zweite Dehnungsmesser (T&sub1;, T&sub2;) aufweisen, die jeweils an ersten und zweiten Stellen an dem Dehnungserzeuger angebracht sind, so daß jeweilige elektrische Impedanzwerte der ersten und zweiten Dehnungsmesser (C&sub1;, C&sub2;; T&sub1;, T&sub2;) sich beim Eintreten eines solchen Nachgebens in jeweils entgegengesetzten Richtungen verändern, wobei die Dehnungsmeßschaltung (C&sub1;, C&sub2;; T&sub1;, T&sub2;) zwischen einer ersten und einer zweiten Versorgungsleitung (Vex+, Vex-) einer Lasterkennungsschaltung (AMP) der Vorrichtung verbunden ist, wobei ein Eingangspunkt der Schaltung (AMP) zum Liefern eines elektrischen Ausgangssignals, das ein Meßwert der gewogenen Last ist, mit der Dehnungsmeßschaltung (C&sub1;, C&sub2;; T&sub1;, T&sub2;) verbunden ist; dadurch gekennzeichnet, daß die ersten (C&sub1;, C&sub2;) und zweiten Dehnungsmesser (T&sub1;, T&sub2;) miteinander in Reihe zwischen der ersten und der zweiten Versorgungsleitung (Vex+, Vex-) verbunden sind, wobei der eine Eingangspunkt der Lasterkennungsschaltung (AMP) mit einem Schaltungsknoten zwischen den ersten (C&sub1;, C&sub2;) und zweiten Dehnungsmessern (T&sub1;, T&sub2;) verbunden ist, und daß das Eingangssignal an die Lasterkennungsschaltung (AMP), aus dem das elektrische Ausgangssignal durch diese Schaltung abgeleitet wird, die Potentialdifferenz zwischen dem Schaltungsknoten und einem voreingestellten Referenzspannungspunkt ist, mit welchem ein zweiter Eingangspunkt der Lasterkennungseinrichtung (AMP) verbunden ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Lasterkennungsschaltung (Rs, B&sub1;, B&sub2;; Rs, 100) Temperaturkompensationseinrichtungen aufweist, zum Steuern des elektrischen Ausgangssignals dieser Schaltung (Rs, B&sub1;, B&sub2;; Rs, 100) derart, daß das elektrische Ausgangssignal im wesentlichen unabhängig von Temperaturveränderungen ist, denen die Dehnungsmeßschaltung (C&sub1;, C&sub2;; T&sub1;, T&sub2;) ausgesetzt ist, wobei die Temperaturkompensationseinrichtungen einen temperaturempfindlichen Widerstand (Rs) aufweisen, der betriebsmäßig derart vorgesehen ist, daß sich sein elektrischer Impedanzwert in Abhängigkeit von der Temperaturveränderung ändert, der die Dehnungsmeßschaltung (C&sub1;, C&sub2;; T&sub1;, T&sub2;) ausgesetzt ist, wobei der temperaturempfindliche Widerstand (Rs) derart geschaltet ist, daß aus der Dehnungsmeßschaltung (C&sub1;, C&sub2;; T&sub1;, T&sub2;) kein Strom direkt in ihn fließt.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der die Lasterkennungsschaltung (Rs, B&sub1;, B&sub2;; Rs, 100) eine Pufferschaltung (B&sub1;) aufweist, die zum Empfang eines am Schaltungsknoten der Dehnungsmeßschaltung (C&sub1;, C&sub2;; T&sub1;, T&sub2;) entwickelten Spannungssignals verbunden ist, wobei der temperaturempfindliche Widerstand (Rs) zwischen einen Ausgangspunkt der Pufferschaltung (B&sub1;) und eine Ausgangsschaltung (B&sub2;) der Lasterkennungsschaltung (Rs, B&sub1;, B&sub2;; Rs, 100) geschaltet ist.

4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner mit Auswahleinrichtungen (SW&sub1;, SW&sub2;), die während eines Kalibrierungsmodus der Vorrichtung derart betreibbar sind, daß sie den einen Eingangspunkt der Lasterkennungsschaltung (Rs, B&sub1;, B&sub2;; Rs, 100) von der Dehnungsmeßschaltung (C&sub1;, C&sub2;; T&sub1;, T&sub2;) trennen und ein Referenzspannungssignal an diese liefern.







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