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Anlegetisch an einer Maschine zum Bedrucken von Papierbogen - Dokument DE4005910C2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4005910C2 15.07.1993
Titel Anlegetisch an einer Maschine zum Bedrucken von Papierbogen
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 6900 Heidelberg, DE
Erfinder Heppenstiel, Gerhard, Dipl.-Ing., 6919 Bammental, DE
DE-Anmeldedatum 24.02.1990
DE-Aktenzeichen 4005910
Offenlegungstag 05.09.1991
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.07.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.07.1993
IPC-Hauptklasse B65H 7/12

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Anlegetisch an einer Maschine zum Bedrucken von Papierbogen mit einer von einer Doppelbogenerkennung gesteuerten Einrichtung zum Aussondern von Doppelbogen durch eine mit Saugluft beaufschlagbare, angetriebene Aussonderungswalze, die unterhalb der Papierlaufebene angeordnet ist, und den Doppelbogen aus dem fließenden Bogenstrom abführt.

Aus der DE-PS 10 88 070 ist eine Vorrichtung zum Aussondern von Doppelbogen an bogenverarbeitenden Maschinen, insbesondere Druckmaschinen, bekannt. Bei dieser Ausführung ist die Gegenwalze zur oberhalb der Papierlaufebene angeordneten Tastrolle so ausgebildet, daß die Gegenwalze gleichzeitig als pneumatisch arbeitende Aussonderungswalze dient, welche den Mehrbogen ohne Unterbrechung der Papierzufuhr abführt.

Bei hohen Papierstapeln am Bogenanleger kommt es häufig vor, daß einzelne Papierbögen fest aneinander haften. Gelangt ein Doppelbogen mittels Hub- und Transportsauger auf den Anlegetisch der Druckmaschine, so besteht bei einer mit der oben beschriebenen Vorrichtung zum Aussondern von Doppelbogen versehenen Druckmaschine die Gefahr, daß beide fest aneinanderhaftenden Bogen durch die aus den Blasdüsen austretende Luft nicht getrennt werden. Der bei hohen Bogentransportgeschwindigkeiten nur kurz auf die Vorderkante des Doppelbogens auftreffende Luftstrahl vermag fest aneinander haftende Bogen nicht sicher zu trennen. Wird nun das Bogenpaar abgeleitet, so kommt es zu einer Unterbrechung der Papierzufuhr zur Druckmaschine. Dadurch treten unerwünschte Kosten verursachende Stillstandszeiten auf, welche es möglichst zu vermeiden gilt.

Aus der US 30 40 866 ist eine Sortiereinrichtung bekannt, die zwei umlaufende, über je einen Saugschacht geführte, Förderbandsysteme oberhalb und unterhalb einer Transportebene umfaßt. Einzeln transportiertes Fördergut wird kontinuierlich gefördert, während bei der Förderung zweier sich überlappender Gegenstände beide Gegenstände ausgesondert werden, wodurch eine kontinuierliche Zufuhr der Gegenstände zu einer nachgeordneten Verarbeitungsmaschine nicht gewährleistet werden kann.

Die skizzierten Nachteile des Standes der Technik werden durch die Erfindung beseitigt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Anlegetisch der gattungsgemäßen Art derart zu optimieren, daß fest haftende Doppelbogen auch bei hohen Maschinengeschwindigkeiten zuverlässig getrennt werden und die kontinuierliche Papierbogenzufuhr zur bogenverarbeitenden Maschine nach der Bogentrennung gewährleistet bleibt.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß oberhalb einer Papierlaufebene der Aussonderungswalze gegenüberliegende angetriebene Saugrollen vorgesehen sind, die gleichzeitig mit dem Ansaugen des Doppelbogens durch die angetriebene Aussonderungswalze den zu bedruckenden Einzelbogen ansaugen, diesen entlang einer Bogenleiteinrichtung führen und ihn mit dem fließenden Bogenstrom weitertransportieren und daß die in der Papierlaufebene angebrachte Doppelbogenerkennung über ein in einer Saugluftableitung angeordnetes Magnetventil, die entsprechend der Papierqualität dosierte Saugluft für die Saugrollen und die Aussonderungswalze in Abhängigkeit von der Bogentransportgeschwindigkeit einschaltet und zeitverzögert ausschaltet.

Diese Lösung bietet mehrere Vorteile. Durch die mit Saugluft beaufschlagten Saugrollen werden der zu bedruckende Einzelbogen und der Doppelbogen angesaugt. Die Trennung des Doppelbogens beeinflußt den zu bedruckenden Einzelbogen nicht, da dieser durch die Saugrollen fixiert, mit dem Bogenstrom weiter transportiert wird. Der zu bedruckende Einzelbogen wird über die im Anlegetisch ausgebildete Öffnung gefördert; somit ist die kontinuierliche Bogenzufuhr zur Druckmaschine sichergestellt.

Die Lösung bietet ferner den Vorteil, die Saugrollen nur kurzzeitig mit der benötigten Saugluft zu beaufschlagen. Die Steuerung durch die Doppelbogenerkennung sorgt für rechtzeitiges Ein- und Ausschalten der Saugluft. Außerdem gelangen weniger Schmutzpartikel in das Saugluftsystem.

Bei der Bogentrennung behält der zu bedruckende Einzelbogen seine Bewegungsrichtung sowie seine Geschwindigkeit unverändert bei. Eine Beeinflussung des Papierlaufs durch die Ableitung des Doppelbogens ist ausgeschlossen.

Die Saugrollen sind zwischen Transportbändern in der Papierlaufebene angeordnet, die Umfangsfläche der Aussonderungswalze unter der Papierlaufebene steht mit den Transportbänderen auf gleicher Höhe und die Umfangsgeschwindigkeit der Saugrollen und der Aussonderungswalze entspricht durch ihren Antrieb genau der der Transportbänder.

Bei dieser Ausgestaltung liegt der Vorteil darin, daß eine gleichmäßige Papierbogenzufuhr zur bogenverarbeitenden Maschine gewährleistet wird.

Eine weitere Ausführungsform sieht vor, daß die Bogenleiteinrichtung als Leitblech oder Leitgabel ausgeführt ist.

Der Vorteil liegt darin, daß der zu bedruckende Einzelbogen im fließenden Bogenstrom verbleibt und sich nicht um die Saugrollen wickelt.

Schließlich besteht eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung darin, daß Doppelbogen durch eine Öffnung über eine Führungshilfe zur Wiederverwendung in einen Ablagebehälter gelangen.

Der Vorteil hierbei ist darin zu sehen, daß die ausgesonderten Doppelbogen zentral gesammelt werden, ohne die Papierzufuhr zur Druckmaschine zur Entfernung eines Doppelbogens zu unterbrechen.

In der Zeichnung sind die Merkmale der Erfindung dargestellt, wobei eine Seitenansicht der Bogenzufuhr zur Druckmaschine wiedergegeben ist.

Gelangt vom Papierstapel 1 ein Doppelbogen 2 auf die Papierlaufebene 3 einer Druckmaschine, so wird der Doppelbogen 2 durch eine Doppelbogenerkennung 4 identifiziert. Besonders vorteilhaft kommt der Erfindungsgegenstand bei einer Papierverarbeitungsmaschine mit Einzelblatt-Anlage zur Anwendung.

Die Doppelbogenerkennung 4 arbeitet auf optisch elektronischem Wege und zwar derart, daß der durch das Papier tretende Anteil des ursprünglich ausgesandten Lichts gemessen wird und die Identifikation eines Doppelbogens 2 erlaubt. Der Doppelbogen 2 wird nun durch Transportwalzen 5, Führungsrollen 6 auf den Transportbändern 7 in der Papierlaufebene 3 gefördert. Zu dem Zeitpunkt, an dem der Doppelbogen 2 oberhalb der Papierlaufebene 3 angeordnete Saugrollen 8 und eine unterhalb der Papierlaufebene 3 vorgesehene Aussonderungswalze 9 erreicht, sind diese, gesteuert von der Doppelbogenerkennung 4 über ein Magnetventil 10 in der Saugluftableitung 11, mit einer hier nicht näher beschriebenen Saugluftquelle verbunden. Anstelle der Aussonderungswalze 9 können auch Saugrollen oder ähnliche Ausführungen verwendet werden. Die mit Saugluft beaufschlagten, oberhalb der Papierlaufebene 3 angeordneten Saugrollen 8 saugen den zu bedruckenden Einzelbogen 12 an, so daß dieser entlang der Bogenleiteinrichtung 13 weiterbewegt werden kann, ohne sich um die Saugrollen 8 zu wickeln. Anschließend wird der zu bedruckende Einzelbogen 12 durch Führungsrollen 6 und Transportbänder 14 mit unveränderter Bogentransportgeschwindigkeit und unveränderter Bewegungsrichtung der Bogenausrichtung zugeleitet.

Der Doppelbogen 2 hingegen wird, erfaßt durch die Aussonderungswalze 9, über die sich quer zur Bogentransportrichtung erstreckende Öffnung 15 der Papierlaufebene 3 abgeleitet. Dabei führen den Doppelbogen 2 ein Zwickel 16 und eine Führungshilfe 17, so daß dieser in einen Ablagebehälter 18 gelangt, dem er zur Wiederverwendung entnommen werden kann.

Wie in der Zeichnung weiter dargestellt ist, sind die oberen Saugrollen 8 mit der Aussonderungswalze 9 über eine gemeinsame Saugluftleitung 19 verbunden, welche wiederum an die Saugluftableitung 11 angeschlossen ist. Es können auch getrennte Leitungen für die Saugluft vorgesehen sein, die die Saugluft von den Saugrollen 8 und der Aussonderungswalze 9 jeweils separat ableiten. Bei Verwendung getrennter Leitungen für die Saugluft sind diese jeweils gleichzeitig, gesteuert über eine Steuerungseinrichtung, mit Saugluft zu beaufschlagen. Somit ist sichergestellt, daß bei Ankunft eines Doppelbogens 2 sowohl der zu bedruckende Einzelbogen 12 durch die oberen Saugrollen 8 als auch der Doppelbogen 2 durch die Aussonderungswalze 9 angesaugt wird. Damit ist eine zuverlässige, betriebssicher arbeitende Doppelbogentrennung gewährleistet.

Die Doppelbogenerkennung 4 schaltet die Saugluft für die Saugrollen 8 sowie die Aussonderungswalze 9 in Abhängigkeit von der Bogentransportgeschwindigkeit so rechtzeitig ein, daß bei Ankunft des Doppelbogens 2 an den Saugrollen 8 und der Aussonderungswalze 9 diese mit Saugluft beaufschlagt sind. Zeitverzögert wird die Saugluft, die entsprechend der Papierqualität dosiert ist, wieder abgeschaltet, so daß die Saugluftzufuhr nur kurzzeitig eingeschaltet bleibt.

Bezugszeichenliste

1 Papierstapel

2 Doppelbogen

3 Papierlaufebene

4 Doppelbogenerkennung

5 Transportwalzen

6 Führungsrollen

7 Transportbänder

8 Saugrollen

9 Aussonderungswalze

10 Magnetventil

11 Saugluftableitung

12 zu bedruckender Einzelbogen

13 Bogenleiteinrichtung

14 Transportbänder

15 Öffnung

16 Zwickel

17 Führungshilfe

18 Ablagebehälter

19 Saugluftleitung


Anspruch[de]
  1. 1. Anlegetisch an einer Maschine zum Bedrucken von Papierbogen mit einer von einer Doppelbogenerkennung gesteuerten Einrichtung zum Aussondern von Doppelbogen durch eine eine mit Saugluft beaufschlagbare angetriebene Aussonderungswalze, die unterhalb der Papierlaufebene angeordnet ist und den Doppelbogen aus dem fließenden Bogenstroms abführt, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Papierlaufebene (3) der Aussonderungswalze (9) gegenüberliegende angetriebene Saugrollen (8) vorgesehen sind, die gleichzeitig mit dem Ansaugen des Doppelbogens (2) durch die Aussonderungswalze (9) den zu bedruckenden Bogen (12) ansaugen, diesen entlang einer Bogenleiteinrichtung (13) führen und ihn mit dem fließenden Bogenstrom weitertransportieren und daß die in der Papierlaufebene (3) angebrachte Doppelbogenerkennung (4) über ein in einer Saugluftableitung (11) angeordnetes Magnetventil (10), die entsprechend der Papierqualität dosierte Saugluft für die Saugrollen (8) und die Aussonderungswalze (9) in Abhängigkeit von der Bogentransportgeschwindigkeit einschaltet und zeitverzögert ausschaltet.
  2. 2. Anlegetisch an einer Maschine zum Bedrucken von Papierbogen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Bogentrennung der zu bedruckende Einzelbogen (12) seine Bewegungsrichtung und seine Geschwindigkeit unverändert beibehält.
  3. 3. Anlegetisch an einer Maschine zum Bedrucken von Papierbogen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugrollen (8) zwischen Transportbändern (7, 14) in der Papierlaufebene (3) angeordnet sind.
  4. 4. Anlegetisch an einer Maschine zum Bedrucken von Papierbogen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsfläche der Aussonderungswalze (9) unter der Papierlaufebene (3) mit den Transportbändern (7, 14) auf gleicher Höhe steht.
  5. 5. Anlegetisch an einer Maschine zum Bedrucken von Papierbogen gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsgeschwindigkeit der Saugrolle (8) und der Aussonderungswalze (9) der der Transportbänder (7, 14) entspricht.
  6. 6. Anlegetisch an einer Maschine zum Bedrucken von Papierbogen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bogenleiteinrichtung (13) als Leitblech oder Leitgabel ausgeführt ist.
  7. 7. Anlegetisch an einer Maschine zum Bedrucken von Papierbogen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Doppelbogen (2) durch eine Öffnung (15) über eine Führungshilfe (17) zur Wiederverwendung in einen Ablagebehälter (18) gelangen.






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