PatentDe  


Dokumentenidentifikation EP0380986 22.07.1993
EP-Veröffentlichungsnummer 0380986
Titel Fungizide Mischung.
Anmelder BASF AG, 6700 Ludwigshafen, DE
Erfinder Zipplies, Matthias, Dr., W-6945 Hirschberg, DE;
Sauter, Hubert, Dr., W-6800 Mannheim 1, DE;
Gold, Randall Evan, Dr., W-6706 Wachenheim, DE;
Akers, Alan, W-6900 Heidelberg, DE;
Ammermann, Eberhard, Dr., W-6700 Ludwigshafen, DE;
Lorenz, Gisela, Dr., W-6730 Neustadt, DE
DE-Aktenzeichen 59001732
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument De
EP-Anmeldetag 20.01.1990
EP-Aktenzeichen 901011312
EP-Offenlegungsdatum 08.08.1990
EP date of grant 16.06.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.07.1993
IPC-Hauptklasse A01N 43/84
IPC-Nebenklasse A01N 33/06   A01N 43/40   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft fungizide Mischungen für den Pflanzenschutz, die eine Mischung von mindestens zwei Wirkstoffen enthalten. N-Tridecyl-2,6-dimethylmorpholin (Tridemorph) ist ein bekanntes Fungizid (US-3 468 885).

Es ist weiterhin bekannt, N-[3-(p-tertiär-Butylphenyl)-2-methylpropyl]-cis-2,6-dimethylmorpholin (Fenpropimorph) sowie N-[-3-(p-tert.-Butyl-phenyl)-2-methylpropyl]-piperidin (Fenpropidin) als Fungizid zu verwenden (DE-2 656 747.5).

Es ist ferner bekannt, Aminoderivate z.B. das N-Methyl-N-allylphenylnaphthyl-1-methylamin zur Bekämpfung von Pilzen in der Medizin zu verwenden (DE-2 716 943).

Es wurde nun gefunden, daß eine fungizide Mischung aus

a) einer Verbindung der Formel I

in der

Ra = Tridecyl (C&sub1;&sub3;H&sub2;&sub7;-Isomerengemisch), 3(p-tert.-Butyl(phenyl)-2-methylpropyl,

Rb = H, CH&sub3; (cis- bzw. trans-ständig) und

X = 0, CH&sub2; bedeutet

und

b) einer Verbindung der Formel II
in der

R¹ gegebenenfalls einfach bis dreifach durch C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, C&sub2;-C&sub4;-Alkenyl-, C&sub2;-C&sub6;-Alkoxyalkyl, Halogen, Hydroxy, C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy, Cyano substituiertes Phenyl, Naphthyl, Tetrahydronaphthyl, Benzothiophenyl, Benzofuranyl, Anthracenyl, Acenaphthenyl, Hexahydroindacenyl, Tetrahydrophenanthrenyl, Stilbenyl, Benzodioxolanyl,

R² Wasserstoff, Methyl

R³ Wasserstoff

R&sup4; C&sub1;-C&sub3;-Alkyl, Cyclopropyl, C&sub2;-Halogenalkyl, C&sub3;-Alkenyl

W einen C&sub2;-Alkenylenrest, C&sub2;-Fluor-alkenylenrest oder eine Einfachbindung,

R&sup5; gegebenenfalls einfach bis dreifach durch Halogen, C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, Hydroxy, C&sub1;-C&sub5;-Alkoxy substituiertes Phenyl, Naphthyl, gegebenenfalls einfach bis dreifach durch Hydroxy, C&sub1;-C&sub5;-Alkoxy, C&sub3;-C&sub6;-Cycloalkyl, Aryl, Thiophenyl, Cyano, Halogen substituiertes C&sub3;-C8-Alkenyl oder C&sub3;-C&sub8;-Alkinyl bedeutet, wobei

der Rest
für den Acenaphthenylrest
stehen kann und der Rest

R³- -N-R&sup4;

auch Teil eines gesättigten 5- oder 6-gliedrigen heterocyclischen Rings mit gegebenenfalls einem zusätzlichen Sauerstoff- oder Schwefelatom und 3 bis 5 Kohlenstoffatomen sein kann.

Das Mischungsverhältnis a) zu b) wird so gewählt, daß eine synergistische Wirkung auftritt, beispielsweise im Gewichtsverhältnis a) zu b) wie 1:100 bis 10:1, insbesondere 1:20 bis 5:1, vorzugsweise 1:10 bis 2:1. Die Mischungsverhältnisse 1:10 bis 2:1 werden bevorzugt. Ganz besonders bevorzugt werden die Mischungsverhältnisse 1:5 bis 1:1.

R¹ bedeutet beispielsweise α-Naphthyl, Methylnaphthyl, Methoxynaphthyl, Dichlorphenyl

R&sup4; bedeutet beispielsweise Methyl, Ethyl

W bedeutet beispielsweise einen Ethenylenrest, oder eine Einfachbindung

R&sup5; bedeutet beispielsweise 3,3-Dimethyl-but-1-inyl, Phenyl, Naphthyl, tert.-Butyl-phenyl, Methoxyphenyl, Chlorphenyl.

Bevorzugt wird die Mischung von

  • a) Fenpropiomorph mit
  • b) der Verbindung Nr. 1, insbesondere das Gewichtsverhältnis a:b wie 1:1.

Geeignete Wirkstoffe der Gruppe b) sind beispielsweise in der folgenden Tabelle aufgeführt.

Die neuen Mischungen zeichnen sich, allgemein ausgedrückt, durch eine hervorragende Wirksamkeit gegen ein breites Spektrum von pflanzenpathogenen Pilzen, insbesondere aus der Klasse der Ascomyceten und Basidiomyceten, aus. Sie sind zum Teil systemisch wirksam und können als Blatt- und Bodenfungizide eingesetzt werden.

Besonders interessant sind die fungiziden Mischungen für die Bekämpfung einer Vielzahl von Pilzen an verschiedenen Kulturpflanzen oder ihren Samen, insbesondere Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Reis, Mais, Rasen, Baumwolle, Soja, Kaffee, Zuckerrohr, Obst und Zierpflanzen im Gartenbau, Weinbau sowie Gemüse - wie Gurken, Bohnen und Kürbisgewächse -.

Die neuen Mischungen sind insbesondere geeignet zur Bekämpfung folgender Pflanzenkrankheiten:

Erysiphe graminis (echter Mehltau) in Getreide,

Erysiphe cichoracearum und Sphaerotheca fuliginea an Kürbisgewächsen,

Podosphaera leucotricha an Äpfeln,

Uncinula necator an Reben,

Puccinia-Arten an Getreide,

Rhizoctonia-Arten an Baumwolle und Rasen,

Ustilago-Arten an Getreide und Zuckerrohr,

Venturia inaequalis (Schorf) an Äpfeln,

Helminthosporium-Arten an Getreide,

Septoria nodorum an Weizen,

Botrytis cinerea (Grauschimmel) an Erdbeeren, Reben,

Cercospora arachidicola an Erdnüssen,

Pseudocercosporella herpotrichoides an Weizen, Gerste,

Pyricularia oryzae an Reis,

Phytophthora infestans an Kartoffeln und Tomaten,

Fusarium- und Verticillium-Arten an verschiedenen Pflanzen,

Plasmopara viticola an Reben,

Alternaria-Arten an Gemüse und Obst.

Die Mischungen werden angewendet, indem man die Pflanzen mit den Wirkstoffen besprüht oder bestäubt oder die Samen der Pflanzen mit den Wirkstoffen behandelt. Die Anwendung erfolgt vor oder nach der Infektion der Pflanzen oder Samen durch die Pilze.

Die Mischungen können in die üblichen Formulierungen übergeführt werden, wie Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Stäube, Pulver, Pasten und Granulate. Die Anwendungsformen richten sich ganz nach den Verwendungszwecken; sie sollen in jedem Fall eine feine und gleichmäßige Verteilung der wirksamen Substanz gewährleisten. Die Formulierungen werden in bekannter Weise hergestellt, z.B. durch Verstrecken des Wirkstoffs mit Lösungsmitteln und/oder Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Verwendung von Emulgiermitteln und-Dispergiermitteln, wobei im Falle der Benutzung von Wasser als Verdünnungsmittel auch andere organische Lösungsmittel als Hilfslösungsmittel verwendet werden können. Als Hilfsstoffe kommen dafür im wesentlichen in Frage: Lösungsmittel wie Aromaten (z.B. Xylol), chlorierte Aromaten (z.B. Chlorbenzole), Paraffine (z.B. Erdölfraktionen), Alkohole (z.B. Methanol, Butanol), Ketone (z.B. Cyclohexanon), Amine (z.B. Ethanolamin, Dimethylformamid) und Wasser; Trägerstoffe wie natürliche Gesteinsmehle (z.B. Kaoline, Tonerden, Talkum, Kreide) und synthetische Gesteinsmehle (z.B. hochdisperse Kieselsäure, Silikate); Emulgiermittel, wie nichtionogene und anionische Emulgatoren (z.B. Polyoxyethylen-Fettalkohol-Ether, Alkylsulfonate und Arylsulfonate) und Dispergiermittel, wie Lignin, Sulfitablaugen und Methylcellulose.

Die fungiziden Mittel enthalten im allgemeinen zwischen 0,1 und 95, vorzugsweise zwischen 0,5 und 90 Gew.% der Mischung a) + b).

Die Aufwandmengen liegen je nach Art des gewünschten Effektes zwischen 0,02 und 3 kg der Mischung oder mehr je ha. Die neuen Mischungen können auch im Materialschutz eingesetzt werden, z.B. gegen Paecilomyces variotii.

Die fungiziden Mittel bzw. die daraus hergestellten gebrauchsfertigen Zubereitungen, wie Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Pulver, Stäube, Pasten oder Granulate werden in bekannter Weise angewendet, beispielsweiise durch Versprühen, Vernebeln, Verstäuben, Verstreuen, Beizen oder Gießen.

Beispiele für solche Zubereitungen sind:

  • I. Man vermischt 90 Gew;-Teile der Mischung 1 mit 10 Gew.-Teilen N-Methyl-α-pyrrolidon und erhält eine Lösung, die zur Anwendung in Form kleinster Tropfen geeignet ist.
  • II. 20 Gew.-Teile der Mischung 1 werden in einer Mischung gelöst, die aus 80 Gew.-Teilen Xylol, 10 Gew.-Teilen des Anlagerungsproduktes von 8 bis 10 Mol Ethylenoxid an 1 Mol Ölsäure-N-monoethanolamid, 5 Gew.-Teilen Calciumsalz der Dodecylbenzolsulfonsäure und 5 Gew.-Teilen des Anlagerungsproduktes und 40 Mol Ethylenoxid an 1 Mol Ricinusöl besteht. Durch Ausgießen und feines Verteilen der Lösung in Wasser erhält man eine wäßrige Dispersion.
  • III. 20 Gew.-Teile der Mischung 1 werden in einer Mischung gelöst, die aus 40 Gew.-Teilen Cyclohexanon, 30 Gew.-Teilen Isobutanol, Gew.-Teilen des Anlagerungsproduktes von 40 Mol Ethylenoxid an 1 Mol Ricinusöl besteht. Durch Eingießen und feines Verteilen der Lösung in Wasser erhält man eine wäßrige Dispersion.
  • IV. 20 Gew.-Teile der Mischung 1 werden in einer Mischung gelöst, die aus 25 Gew.-Teilen Cyclohexanol, 65 Gew.-Teilen einer Mineralölfraktion vom Siedepunkt 210 bis 280°C und 10 Gew.-Teilen des Anlagerungsproduktes von 40 Mol Ethylenoxid an 1 Mol Ricinusöl besteht. Durch Eingießen und feines Verteilen der Lösung in Wasser erhält man eine wäßrige Dispersion.
  • V. 80 Gew.-Teile der Mischung 1 werden mit 3 Gew.-Teilen des Natriumsalzes der Diisobutylnaphthalin-α-sulfonsäure, 10 Gew.-Teilen des Natriumsalzes einer Ligninsulfonsäure aus einer Sulfitablauge und 7 Gew.-Teilen pulverförmigem Kieselsäuregel gut vermischt und in einer Hammermühle vermahlen. Durch feines Verteilen der Mischung in Wasser erhält man eine Spritzbrühe.
  • VI. 3 Gew.-Teile der Mischung 1 werden mit 97 Gew.-Teilen feinteiligem Kaolin innig vermischt. Man erhält auf diese Weise ein Stäubemittel, das 3 Gew.% des Wirkstoffs enthält.
  • VII. 30 Gew.-Teile der Mischung 1 werden mit einer Mischung aus 92 Gew.-Teilen pulverförmigem Kieselsäuregel und 8 Gew.-Teilen Paraffinöl, das auf die Oberfläche dieses Kieselsäuregels gesprüht wurde, innig vermischt. Man erhält auf diese Weise eine Aufbereitung des Wirkstoffs mit guter Haftfähigkeit.
  • VIII. 40 Gew.-Teile der Mischung 1 werden mit 10 Gew.-Teilen Natriumsalz eines Phenolsulfonsäure-harnstoff-formaldehyd-Kondensates, 2 Gew.-Teilen Kieselgel und 48 Gew.-Teilen Wasser innig vermischt. Man erhält eine stabile wäßrige Dispersion. Durch Verdünnen mit Wasser erhält man eine wäßrige Dispersion.
  • IX. 20 Gew.-Teile der Mischung 1 werden mit 2 Gew.-Teilen Calciumsalz der Dodecylbenzolsulfonsäure, 8 Gew.-Teilen Fettalkoholpolyglykolether, 2 Gew.-Teilen Natriumsalz eines Phenolsulfonsäure-harnstoff-formaldehyd-kondensats und 68 Gew.-Teilen eines paraffinischen Mineralöls innig vermischt. Man erhält eine stabile ölige Dispersion.

Die erfindungsgemäßen Mittel können in diesen Anwendungsformen auch zusammen mit zusätzlichen anderen Wirkstoffen vorliegen, wie z.B. Herbiziden, Insektiziden, Wachstumsregulatoren und Fungiziden, oder auch mit Düngemitteln vermischt und ausgebracht werden. Beim Vermischen mit Fungiziden erhält man dabei in vielen Fällen eine Vergrößerung des fungiziden Wirkungsspektrums.

Anwendungsbeispiel 1 Wirksamkeit gegen Pyrenophora teres

Gerstenkeimlinge der Sorte "Igri" wurden im Zweiblattstadium mit wäßrigen Suspensionen, die 80 % Wirkstoff und 20 % Emulgator in der Trockensubstanz enthielten, tropfnaß gespritzt. Nach 24 Stunden wurden die Pflanzen mit einer Sporensuspension des Pilzes Pyrenophora teres inokuliert und für 48 Stunden in eine Klimakammer mit hoher Luftfeuchtigkeit bei 18°C gestellt. Anschließend wurden die Pflanzen im Gewächshaus bei 20-22°C und 70 % relativer Luftfeuchtigkeit für weitere 5 Tage kultiviert. Dann wurde das Ausmaß der Symptomentwicklung ermittelt.

Die Auswertung erfolgte durch Angabe des Wirkungsgrades, errechnet nach folgender Formel (Abbott).

Anwendungsbeispiel 2 Wirksamkeit gegen Rebenperonospora

Blätter von Topfreben der Sorte "Müller Thurgau" wurden mit wäßriger Spritzbrühe, die 80 % Wirkstoff und 20 % Emulgiermittel in der Trockensubstanz enthielten, besprüht. Um die Wirkungsdauer der Wirkstoffe beurteilen zu können, wurden die Pflanzen nach dem Antrocknen des Spritzbelages 8 Tage im Gewächshaus aufgestellt. Erst dann wurden die Blätter mit einer Zoosporenaufschwemmung von Plasmopara viticola (Rebenperonospora) inoculiert. Danach wurden die Reben zunächst für 48 Stunden in einer wasserdampfgesättigten Kammer bei 24°C und anschließend für 5 Tage in einem Gewächshaus mit Temperaturen zwischen 20 und 30°C aufgestellt. Nach dieser Zeit wurden die Pflanzen zur Beschleunigung des Sporangienträgerausbruches abermals für 16 Stunden in der feuchten Kammer aufgestellt. Dann erfolgte die Beurteilung des Ausmaßes des Pilzausbruches auf den Blattunterseiten.

Die Auswertung erfolgte durch Angabe des Wirkungsgrades, errechnet nach der Formel von Abbott.

Anwendungsbeispiel 3

Ein Liter einer wäßrigen Lösung, die 3 g/Liter Malz-Extrakt, 3 g/Liter Hefe-Extrakt, 5 g/Liter Bacto-Pepton und 10 g Glucose/Liter enthält, wird mit dem Pilz des Mais-Beulenbrandes (Ustilago maydis) beimpft und anschließend bei 23°C für 18 Stunden geschüttelt. Zur Prüfung der fungiziden Wirksamkeit der einzelnen Wirkstoffe werden diese in Ethanol gelöst und der wäßrigen Lösung vor der Impfung mit dem Pilz zugesetzt. Nach 18 Stunden wurde die Menge der Pilzkultur in der wäßrigen Lösung (Trockengewicht) spektroskopisch bestimmt durch Messung bei 540 nm und anschließenden Vergleich mit einer Eichkurve. Die prozentuale Wachstumshemmung wurde relativ zum Wert der nur mit Ethanol (ohne Wirkstoff) versetzten Flüssigkultur berechnet. Der Wert der Wachstumshemmung in der Flüssigkeit ohne Wirkstoff wird auf 0 % festgesetzt. Konzentrationsangaben der Wirkstoffe in Mol/Liter. Wachstumshemmung in %.

Anwendungsbeispiel 4 Wirksamkeit gegen Bohnenrost

Blätter von Buschbohnen der Sorte "Fori" im Primärblattstadium wurden mit wäßriger Spritzbrühe, die 90 % Wirkstoff und 10 % Emulgiermittel in der Trockensubstanz enthielt, besprüht. Nach Antrocknen des Spritzbelages wurden die Pflanzen 24 h lang bei 18°C im Gewächshaus aufgestellt. Nach der Inokulation mit einer wäßrigen Uredosporensuspension des Bohnenrostes (Uromyces appendiculatus) wurden die Pflanzen 24 h lang in einer Klimakammer mit hoher Luftfeuchtigkeit bei 16°C gehalten und anschließend im Gewächshaus bei 20 bis 22°C aufgestellt. Die Beurteilung des Ausmaßes der Pustelbildung auf den Primärblättern wurde 13 Tage nach der Inokulation vorgenommen.

Auswertung durch Angabe des Wirkungsgrades errechnet nach folgender Formel (Abbott):

Wirkstoff Aufwandmenge .. ppm Wirkungsgrad .. % Fenpropimorph 5 17 10 44 Naftifin (Wirkstoff 1 aus Tabelle 1) 1 0 20 6 50 6 100 22 Fenpropimorph + Naftifin 5 + 1 44 5 + 20 44 5 + 50 67 5 + 100 69 10 + 1 50 10 + 20 67 10 + 50 69 10 + 100 86


Anspruch[de]
  • 1. Fungizide Mischung aus

    a) einer Verbindung der Formel I
    in der

    Ra = Tridecyl (C&sub1;&sub3;H&sub2;&sub7;-Isomerengemisch), 3(p-tert.-Butyl(phenyl)-2-methyl-propyl,

    Rb = H, CH&sub3; (cis- bzw. trans-ständig) und

    X = 0, CH&sub2; bedeutet,

    und

    b) einer Verbindung der Formel II
    in der

    R¹ gegebenenfalls einfach bis dreifach durch C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, C&sub2;-C&sub4;-Alkenyl-, C&sub3;-C&sub4;-Alkinyl-, C&sub2;-C&sub6;-Alkoxyalkyl, Halogen, Hydroxy, C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy, Cyano substituiertes Phenyl, Naphthyl, Tetrahydronaphthyl, Benzothiophenyl, Benzofuranyl, Anthracenyl, Acenaphthenyl, Hexahydroindacenyl, Tetrahydrophenanthrenyl, Stilbenyl, Benzodioxolanyl,

    R² Wasserstoff, Methyl

    R³ Wasserstoff,

    R&sup4; C&sub1;-C&sub3;-Alkyl, Cyclopropyl, C&sub2;-Halogenalkyl, C&sub3;-Alkenyl

    W einen C&sub2;-Alkenylenrest, C&sub2;-Fluor-alkenylenrest oder eine Einfachbindung,

    R&sup5; gegebenenfalls einfach bis dreifach durch Halogen, C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, Hydroxy, C&sub1;-C&sub5;-Alkoxy substituiertes Phenyl, Naphthyl, gegebenenfalls einfach bis dreifach durch Hydroxy, C&sub1;-C&sub5;-Alkoxy, C&sub3;-C&sub6;-Cycloalkyl, Aryl, Thiophenyl, Cyano, Halogen substituiertes C&sub3;-C&sub8;-Alkenyl oder C&sub3;-C&sub8;-Alkinyl bedeutet, wobei

    der Rest
    auch für den Acenaphthenylrest
    stehen kann und der Rest

    R³- -N-R&sup4;

    auch Teil eines gesättigten 5- oder 6-gliedrigen heterocyclischen Rings mit gegebenenfalls einem zusätzlichen Sauerstoff- oder Schwefelatom und 3 bis 5 Kohlenstoffatomen sein kann.
  • 2. Fungizid, enthaltend die Verbindungen a) und die Verbindungen b) in einer eine synergistische Fungizidwirkung erzeugenden Menge.
  • 3. Fungizide Mischung gemäß Anspruch 1, enthaltend als Verbindung a) Fenpropimorph und als Verbindung b) die Verbindung, in der R¹ 1-Naphthyl, R² Wasserstoff, R³ Wasserstoff, R&sup4; Methyl, W Ethenylen und R&sup5; Phenyl, bedeutet.
  • 4. Verfahren zur Bekämpfung von Pilzen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Pilze oder die vom Pilzbefall bedrohten Pflanzen, Saatgüter, Materialien oder den Boden mit einer fungizid wirksamen Menge einer Mischung gemäß Anspruch 1 behandelt.
  • 5. Verwendung einer Mischung gemäß Anspruch 1, zur Bekämpfung von Pilzen.
  • 6. Mischung gemäß Anspruch 3, enthaltend die beiden Wirkstoffe im Gewichtsverhältnis 1:5 bis 1:1.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com