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Dokumentenidentifikation DE4201854A1 29.07.1993
Titel Lagerung für die Verstellspindel eines Zirkels
Anmelder Intertech Zeichengeräte GmbH, 8535 Emskirchen, DE
Erfinder Partes, Günther, 8535 Emskirchen, DE
Vertreter Kessel, E., Dipl.-Ing.; Böhme, V., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 24.01.1992
DE-Aktenzeichen 4201854
Offenlegungstag 29.07.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.07.1993
IPC-Hauptklasse B43L 9/22
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Lagerung für die Verstellspindel eines Zirkels, die aus einem am Zirkelschenkel gehaltenen, von einer Gewindebohrung durchdrungenen Lagerkörper besteht, der über die Zirkelschenkel seitlich nach außen vorsteht. Diese Lagerung soll so weitergebildet werden, daß sie außer einer leichten Montierbarkeit auch die Vorteile einer spielfreien Lagerung der Verstellspindel und - trotz eines sich lang erstreckenden Führungsbereichs - einer kurzen Baulänge der Verstellspindel besitzt. Das wird dadurch erreicht, daß der Lagerkörper aus zwei Teilen zusammengesetzt ist, von denen jedes mit einer Basisplatte versehen ist, die auf ihrer dem anderen Teil zugewandten Innenseite eine sich über deren gesamte Länge erstreckende halbe Gewindebohrung aufweist und auf ihrer Außenseite mit einem im Abstand davon etwa parallel zur Ebene der Basisplatte verlaufenden federnden Ansatz versehen ist, an dessen der Basisplatte zugewandten Innenseite eine etwa rechtwinklig zur Längsachse der Gewindebohrung vorspringende Nase ansitzt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Lagerung für die Verstellspindel eines Zirkels, die aus einem am Zirkelschenkel im Bereich eines Durchgangs gehaltenen, von der Gewindebohrung für die Verstellspindel durchdrungenen Lagerkörper besteht, der in der Schwenkebene des Zirkels über dessen Schenkel seitlich nach außen vorsteht.

Üblicherweise sind derartige Lagerungen so ausgebildet, daß im Zirkelschenkel eine quer zur Schwenkebene des Zirkels verlaufende Bohrung vorgesehen ist, in der sich eine um die Bohrungslängsachse drehbare Büchse befindet; rechtwinklig zu dieser Längsachse durchquert die Büchse eine Gewindebohrung, welche die Verstellspindel aufnimmt. Solche Lagerungen lassen zwar die kürzestmögliche Baulänge der Verstellspindel zu, doch erfordern sie eine sehr aufwendige Montage und sind mit einem unerwünschten Spiel zwischen Gewindebohrung der Büchse und Verstellspindel behaftet.

Dieser zuletzt genannte Nachteil läßt sich durch den Einsatz von Büchsen mindern bzw. gänzlich vermeiden, die quer zu ihrer Längsachse in der Längsmittelebene der Gewindebohrung geteilt sind. Solche Lagerungen erfordern jedoch einen zusätzlichen konstruktiven und montagetechnischen Aufwand, da die Büchsenhälften gegen ein Herausfallen aus dem Zirkelschenkel gesichert werden müssen; das geschieht durch auf die Schenkelaußenseiten aufgebrachten Spannmittel, welche die äußere Stirnseite der Büchsenhälften drückend beaufschlagen und deren innere, mit einer Gewindehälfte versehene Stirnseite gegen die Verstellspindel anpressen. Außerdem haftet dieser bekannten Lagerung - ebenso wie der zuvor beschriebenen - der Nachteil an, daß die Verstellspindel nur über einen sehr kurzen Bereich geführt ist, da der Durchmesser der Büchse mit Rücksicht auf die Breite des Zirkelschenkels klein sein muß, was eine sehr kurze Gewindebohrung zur Folge hat.

Zur Beseitigung dieses Mangels ist die einleitend beschriebene Lagerung in die Praxis eingeführt worden. Dabei wird die Büchse von einem gabelartigen Bauteil gebildet, dessen Gabelschenkel auf ihrer Außenseite je ein Rastelement aufweisen, während die Gabelbasis mit der Gewindebohrung versehen ist. Die Gabelschenkel werden - elastisch zusammengedrückt - in einen Durchgang des Zirkelschenkels eingeführt, in dem die Rastelemente von der elastischen Rückstellkraft in Rastausnehmungen bewegt werden und die Büchse am Zirkelschenkel fixieren. Der wesentliche Nachteil dieser bekannten Lagerung besteht darin, daß die Büchse seitlich weit über den Zirkelschenkel vorsteht, was eine extrem große Baulänge der Verstellspindel zur Folge hat; das weite seitliche Vorstehen der Büchse beruht darauf, daß die Gabelschenkel, um sich beim Einführen der Büchse in den Durchgang des Zirkelschenkels weit genug elastisch zusammendrücken zu lassen, verhältnismäßig lang sein müssen, so daß die gesamte Gabelbasis mit der Gewindebohrung außerhalb des Zirkelschenkels zu liegen kommt. Darüber hinaus ist auch hier wieder wegen der konstruktionsbedingten Einteiligkeit der Büchse ein Spiel zwischen Gewindebohrung der Büchse und Verstellspindel unvermeidbar.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs beschriebene bekannte Lagerung so weiterzubilden, daß diese außer einer leichten Montierbarkeit auch die Vorteile einer spielfreien Lagerung der Verstellspindel und - trotz eines sich lang erstreckenden Führungsbereichs - einer kurzen Baulänge der Verstellspindel besitzt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Lagerkörper aus zwei Teilen zusammengesetzt ist, von denen jedes mit einer Basisplatte versehen ist, die auf ihrer dem anderen Teil zugewandten Innenseite eine sich über deren gesamte Länge erstreckende, mindestens über einen Teil ihrer Länge mit Gewinde versehene halbe Bohrung aufweist und auf ihrer Außenseite mit einem im Abstand davon etwa parallel zur Ebene der Basisplatte verlaufenden federnden Ansatz versehen ist, an dessen der Basisplatte zugewandten Innenseite eine etwa rechtwinklig zur Längsachse der Bohrung vorspringende Nase ansitzt.

Bei dieser Ausgestaltung schafft die Zweiteiligkeit des Lagerkörpers die Voraussetzung für eine spielfreie Lagerung der Verstellspindel. Der federnde Ansatz mit der nach innen vorspringenden Nase ermöglicht eine besonders einfache Montage, indem die beiden außenliegenden Ansätze unter elastischer Spreizung über die beiden einander gegenüberliegenden Außenseiten des Zirkelschenkels geschoben werden, bis die Nasen in dafür im Zirkelschenkel vorgesehene Löcher einrasten. Bei dieser Montage gelangt ein erheblicher Teil der beiden Basisplatten mit Gewindebohrung in den Durchgang des Zirkelschenkels, so daß der seitliche Überstand des Lagerkörpers trotz eines sich lang erstreckenden Führungsbereichs kleiner als bei der bekannten Lagerung ist, bei welcher der gesamte Führungsbereich außerhalb des Zirkelschenkels liegt; die Baulänge der Verstellspindel kann daher kurz gehalten werden.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Teile des Lagerkörpers identisch ausgebildet und bestehen aus einem Kunststoff mit federelastischen Eigenschaften. Die Teile lassen sich im Spritzgießverfahren herstellen, was einfach und kostengünstig ist; außerdem gestaltet die Lagerhaltung sich denkbar einfach.

Gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung stehen aus der Innenseite der Basisplatte des einen Teils Stifte vor, die mit Einstecköffnungen in der Basisplatte des gegenüberliegenden Teils korrespondieren. Das bringt montagetechnische Vorteile mit sich; außerdem ermöglicht es den Ausgleich eines etwa vorhandenen Spiels.

Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn der federnde Ansatz sich über die gesamte Länge des Teils erstreckt, wobei seine stegartige Verbindung mit dem Teil an einem Ende und die Nase am anderen Ende angeordnet sind. Auf diese Weise läßt sich das Spreizen der Ansätze bei der Montage des Lagerkörpers problemlos bewerkstelligen, ohne daß die Gefahr eines Abbrechens der Ansätze besteht.

In Fortsetzung des Gedankens, mit nur einem einzigen Teil auszukommen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, die Bohrung ein links-rechts überschnittenes Gewinde aufweisen zu lassen. Beim Zusammenbau des Lagerkörpers braucht also nicht darauf geachtet zu werden, ob zwei zueinander passende Teile verwendet werden; die Teile passen immer zueinander.

Um mit einer möglichst geringen Baulänge der Verstellspindel auszukommen, empfiehlt es sich, den mit dem Gewinde versehenen Bereich der Bohrung an deren den Nasen zugeordnetem Ende anzuordnen. Diese Ausgestaltung gewinnt allerdings nur dann Bedeutung, wenn die Bohrung nicht über ihre ganze Länge, sondern lediglich teilweise mit Gewinde versehen ist.

In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.

Es zeigen

a

Fig. 1 den Lagerkörper mit Verstellspindel in auseinandergezogener Stellung,

Fig. 2 den Lagerkörper mit Verstellspindel in zusammengebauter Stellung,

Fig. 3 einen Längsschnitt durch einen mit dem Lagerkörper bestückten Zirkelschenkel und

Fig. 4 einen mit den Lagerkörpern ausgerüsteten vollständigen Zirkel.

In den Fig. 1 und 2 ist ein Lagerkörper 1 dargestellt, der aus zwei identischen Teilen 1a und 1b besteht, die zwischen sich eine Verstellspindel 2 eines Zirkels 3 erfassen. Die Teile 1a und 1b weisen eine Basisplatte 4 auf, die über eine stegartige Verbindung 5 mit einem Ansatz 6 versehen ist, der sich im Abstand von und parallel zu der Basisplatte 4 über deren gesamte Länge erstreckt. Auf den einander zugewandten Innenseiten 7a der Basisplatten 4 ist je eine entlang ihrer Längsmittelebene geteilte halbe Bohrung 8a bzw. 8b vorgesehen, die sich ebenfalls über die gesamte Länge der Basisplatte 4 erstreckt und mindestens über einen Teil ihrer Länge mit einem links-rechts überschnittenen Gewinde versehen ist. Falls nur ein Bereich der Bohrung 8 mit Gewinde versehen ist, befindet dieser sich in der Darstellung der Fig. 1 und 2 unten bzw. in der Darstellung der Fig. 4 innen.

Die halben Bohrungen 8a und 8b bilden auf der Innenseite 7a ihres Teils 1a und 1b die Symmetrieachse für Stifte 9 und Einstecköffnungen 10. Die Anordnung dieser Stifte 9 und Einstecköffnungen 10 auf bzw. in der Basisplatte 4 ist so gewählt, daß auf der einen Seite der halben Bohrung 8a bzw. 8b ein Stift 9 und eine Einstecköffnung 10 sowie auf der anderen Seite der halben Bohrung 8a bzw. 8b - spiegelsymmetrisch dazu - eine Einstecköffnung 10 und ein Stift 9 vorgesehen sind. Auf diese Weise besitzt der Lagerkörper 1 eine Viereck-Steckverbindung, bei welcher der Durchmesser der vier Stifte 9 so bemessen ist, daß sie mit Preßsitz in den Einstecköffnungen 10 gehalten sind; dadurch ist nach dem Herstellen der Steckverbindung bei eingelegter Verstellspindel 2 jegliches Spiel auf Dauer ausgeschaltet.

Am freien Ende des Ansatzes 6 ist auf dessen Innenseite eine Nase 11 vorgesehen, deren Längsachse zu der Längsachse der halben Bohrungen 8a bzw. 8b rechtwinklig verläuft; zwischen dem freien Ende der Nase 11 und der Außenseite 7b der Basisplatte 4 ist ein Abstand belassen. Die Nasen 11 sind im montierten Zustand des Lagerkörpers 1 (s. Fig. 3 und 4) in im Zirkelschenkel 12 angebrachten Löchern 13 eingerastet; der Lagerkörper 1 ist um die Längsachse dieser Nasen 11 schwenkbeweglich (s. den Pfeil x in Fig. 4). In den beiden Zirkelschenkeln 12 ist je ein Durchgang 14 zur Aufnahme der Basisplatten 4 des Lagerkörpers 1 und als Durchtrittsöffnung für die Verstellspindel 2 vorgesehen.

Die Montage des Zirkels 3 geht im wesentlichen so vor sich, daß zunächst die beiden Zirkelschenkel 12 jeweils auf eine Seite der Verstellspindel 2 aufgeschoben, dann auf deren beide nach außen überstehende Bereiche je ein Lagerkörper 1 durch Zusammenpressen der beiden Teile 1a und 1b fixiert und schließlich je ein Lagerkörper 1 auf einen Zirkelschenkel 12 aufgeklipst wird, indem die Ansätze 6 über die Wandbereiche des Durchgangs 14 geschoben werden, wobei die Ansätze 6 gespreizt werden, bis ihre Nasen 11 sich über den Löchern 13 befinden und in diese einrasten. Während dieses Vorgangs sind die Basisplatten 4 in den Durchgang 14 gelangt. Abschließend werden die Zirkelschenkel 12 im Zirkelkopf 15 miteinander verbunden.

Denkbar wäre es, den Lagerkörper 1 auch einteilig auszubilden. Ein solcher einteiliger Lagerkörper 1 läge noch im Rahmen der Erfindung, obwohl er nur die Aufgaben-Merkmale leichte Montierbarkeit sowie gute Führung und kurze Baulänge der Verstellspindel 2, nicht jedoch das Aufgaben-Merkmal spielfreie Lagerung der Verstellspindel 2 erfüllen würde.

Bezugszeichenliste

1 Lagerkörper

1a), 1b) Teile

2 Verstellspindel

3 Zirkel

4 Basisplatte

5 stegartige Verbindung

6 Ansatz

7a Innenseite

7b Außenseite

8 Bohrung

8a), 8b) halbe Bohrung

9 Stifte

10 Einstecköffnungen

11 Nase

12 Zirkelschenkel

13 Löcher

14 Durchgang

15 Zirkelkopf

x Pfeil


Anspruch[de]
  1. 1. Lagerung für die Verstellspindel eines Zirkels, die aus einem am Zirkelschenkel im Bereich eines Durchgangs gehaltenen, von der Gewindebohrung für die Verstellspindel durchdrungenen Lagerkörper besteht, der in der Schwenkebene des Zirkels über dessen Schenkel seitlich nach außen vorsteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerkörper (1) aus zwei Teilen (1a, 1b) zusammengesetzt ist, von denen jedes mit einer Basisplatte (4) versehen ist, die auf ihrer dem anderen Teil zu gewandten Innenseite (7a) eine sich über deren gesamte Länge erstreckende, mindestens über einen Teil ihrer Länge mit Gewinde versehene halbe Bohrung (8a, 8b) aufweist und auf ihrer Außenseite (7b) mit einem im Abstand davon etwa parallel zur Ebene der Basisplatte (4) verlaufenden federnden Ansatz (6) versehen ist, an dessen der Basisplatte (4) zugewandten Innenseite eine etwa rechtwinklig zur Längsachse der Bohrung (8) vorspringende Nase (11) ansitzt.
  2. 2. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile (1a, 1b) des Lagerkörpers (1) identisch ausgebildet sind und aus einem Kunststoff mit federelastischen Eigenschaften bestehen.
  3. 3. Lagerung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß aus der Innenseite (7a) der Basisplatte (4) des einen Teils (z. B. 1a) Stifte (9) vorstehen, die mit Einstecköffnungen (10) in der Basisplatte (4) des gegenüberliegenden Teils (1b) korrespondieren.
  4. 4. Lagerung nach Anspruch 1 und mindestens einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der federnde Ansatz (6) sich über die gesamte Länge des Teils (1a bzw. 1b) erstreckt, wobei seine stegartige Verbindung (5) mit dem Teil (1a bzw. 1b) an einem Ende und die Nase (11) am anderen Ende angeordnet sind.
  5. 5. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung (8) ein links-rechts überschnittenes Gewinde aufweist.
  6. 6. Lagerung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Gewinde versehene Bereich der Bohrung (8) an deren den Nasen (11) zugeordnetem Ende angeordnet ist.






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