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Dokumentenidentifikation DE4123074C2 05.08.1993
Titel Zeichenkopf für eine Zeichenmaschine
Anmelder Mutoh Industries Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Shimizu, Kazutoshi, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter Gesthuysen, H., Dipl.-Ing.; von Rohr, H., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 4300 Essen
DE-Anmeldedatum 12.07.1991
DE-Aktenzeichen 4123074
Offenlegungstag 06.02.1992
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.08.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.08.1993
IPC-Hauptklasse B43L 13/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zeichenkopf für eine Zeichenmaschine mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs, insbesondere also für eine Universalzeichenmaschine bzw. Parallelzeichenmaschine.

Der bekannte Zeichenkopf für eine Zeichenmaschine, von dem die Erfindung ausgeht (DE 35 01 016 C2), weist einen an einem Vertikallaufwagen auf einer Vertikalschiene auf dem Zeichenbrett schwenkbar angebrachten Grundkörper auf, der in Betriebstellung mit genauem Abstand oberhalb des Zeichenbrettes parallel zu diesem bewegbar ist. Unterhalb des Grundkörpers ist ein plattenartiges Befestigungselement für die auf dem Zeichenbrett unmittelbar aufliegenden Zeichenlineale angeordnet, das am Grundkörper um eine in Zeichenstellung senkrecht zum Zeichenbrett verlaufende Achse schwenkbar gelagert ist. Dem Befestigungselement ist auch ein Teil eines Winkelmeßelementes zugeordnet, dessen Gegenstück an der Unterseite des Grundkörpers fest angeordnet ist. Das Betätigungselement für die Betätigung - die Drehung der Zeichenlineale um die Achse - von Hand ist ein Griffknauf, der oben auf dem Grundkörper angeordnet ist. Eine den Grundkörper von oben nach unten durchsetzenden Antriebswelle verbindet das oberhalb des Grundkörpers angeordnete Betätigungselement mit dem unterhalb des Grundkörpers befindlichen Befestigungselement und darüber mit den Zeichenlinealen drehfest.

Der Abstand des Betätigungselements vom Befestigungselement und die dadurch geschaffenen Hebelverhältnisse führen dazu, daß die Betätigungscharakteristik des bekannten Zeichenkopfes etwas unnatürlich ist. Eine Bedienungsperson hat den subjektiven Eindruck, die Zeichenlineale nicht direkt zu betätigen, sondern gewissermaßen fernzubedienen.

Bei einem sehr viel älteren Zeichenkopf für eine Zeichenmaschine (DE-PS 4 84 526) liegt der Grundkörper unmittelbar auf dem Zeichenbrett auf. Das plattenartige Befestigungselement für die Zeichenlineale liegt auf dem plattenartigen Grundkörper unmittelbar auf und ist um eine vom Grundkörper nach oben abragende, also senkrecht zum Zeichenbrett verlaufende Achse schwenkbar. Die Zeichenlineale sind am Befestigungselement so angebracht, daß sie unter dem Befestigungselement liegen. lhre Dicke entspricht der Dicke des Grundkörpers, so daß sie gerade wieder auf dem Zeichenbrett aufliegen. Mit erheblichem Abstand oberhalb des Befestigungselements ist an der hier körperlich vorhandenen senkrecht zum Zeichenbrett verlaufenden Achse ein Handknauf als Betätigungselement für die Zeichenlineale angebracht. An diesem Handknauf ragt seitlich eine Mitnehmerschiene vor, die mit erheblichem seitlichen Abstand mittels eines Bolzens in eine Fassung am Befestigungselement eingreift. Der dadurch zwischen Bolzen und Achse geschaffene, durch die Schiene körperlich vorhandene Hebelarm erlaubt die Übertragung der vom Betätigungselement her aufgebrachten Drehkraft auf das Befestigungselement und die Zeichenlineale. Wegen der Anordnung des Befestigungselements auf dem Grundkörper befindet sich das Betätigungselement zwar strukturell in der Nähe des Befestigungselements, die aufragende vertikale Achse mit dem entsprechend langgestreckten Bolzen im Abstand dazu führt aber doch zu einem erheblichen vertikalen Abstand zwischen Betätigungselement und Befestigungselement, so daß auch hier der weiter oben zum Ausgangspunkt erläuterte Eindruck beim Betätigen des Zeichenkopfes von Hand auftritt.

Moderne Zeichenköpfe, wie sie sich aus dem eingangs erläuterten Stand der Technik ergeben, führen den Grundkörper mit den Zeichenlinealen gewissermaßen schwebend über das Zeichenbrett und erfordern dazu die Anordung des Befestigungselements mit den Zeichenlinealen im wesentlichen unterhalb der Ebene des Grundkörpers, also bestenfalls bis in die Ebene des Grundkörpers hineinreichend.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Betätigungscharakteristik für einen Zeichenkopf der eingangs erläuterten Art der Betätigungscharakteristik bei unmittelbarer Führung der Zeichenlineale mit der Hand soweit wie möglich anzugleichen.

Die zuvor aufgezeigte Aufgabe ist bei einem Zeichenkopf mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs gelöst. Erfindungsgemäß wird das im Stand der Technik stets in einer Ebene einteilig verlaufende Befestigungselement in zwei Abschnitte aufgetrennt. Dadurch ist es möglich, den oberen Abschnitt des Befestigungselements für die Zeichenlineale oben auf dem Grundkörper anzuordnen und dort unmittelbar mit dem Betätigungselement zu verbinden. Dadurch kann die Krafteinleitung vom Betätigungselement unmittelbar in das Befestigungselement für die Zeichenlineale erfolgen, ohne daß eine dazwischengeschaltete Antriebswelle vorhanden ist. Gleichwohl ist die Lage der Zeichenlineale im wesentlichen unterhalb der Ebene des Grundkörpers sichergestellt, nämlich durch den unteren Abschnitt des Befestigungselements, der mit dem oberen Abschnitt fest verbunden ist. Meist wird es sich hier um eine Schrägfläche zwischen den beiden Abschnitte des Befestigungselements handeln. Die Betätigungscharakteristik des erfindungsgemäßen Zeichenkopfes ist geprägt durch die unmittelbare Krafteinleitung der Drehkraft vom Betätigungselement in das Befestigungselement mit den unmittelbar daran befestigten Zeichenlinealen. Natürlich kann der vertikale Abstand zwischen den Zeichenlinealen und dem Betätigungselement nicht gänzlich unwirksam gemacht werden, diese Konstruktion bringt aber die Betätigungscharakteristik des erfindungsgemäßen Zeichenkopfes in größtmögliche Nähe zu der Betätigungscharakteristik bei unmittelbarer Führung der Zeichenlineale mit der Hand.

Im einzelnen gibt es nun verschiedene Möglichkeiten, den erfindungsgemäßen Zeichenkopf auszugestalten und weiterzubilden, wozu auf die Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen anhand einer Zeichnung verwiesen wird. In der Zeichnung zeigt

Fig. 1 in Schnittdarstellung eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Zeichenkopfes für eine Zeichenmaschine und

Fig. 2 den erfindungsgemäßen Zeichenkopf in einer perspektivischen Darstellung.

Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform eines Zeichenkopfes für eine Zeichenmaschine, insbesondere für eine Universalzeichenmaschine in einer perspektivischen Ansicht. Zu dem Zeichenkopf gehört ein Grundkörper 2, der an einem in der Zeichnung nicht dargestellten vertikalen Laufelement befestigt ist. Das Laufelement wiederum ist über einen Doppelgelenkmechanismus 4 an einer im hier beschriebenen Ausführungsbeispiel vertikal verlaufenden Führungsschiene 6 angeordnet. So ist der Grundkörper 2 um die beiden Achsen des Doppelgelenkmechanismus 4 relativ zu der Führungsschiene 6 schwenkbar. Der Grundkörper 2 ist parallel zu der Ebene eines zu der Zeichenmaschine gehörenden Zeichenbrettes 8 bewegbar. Dazu ist er entlang der vertikalen Führungsschiene 6 und einer weiteren, in der Zeichnung nicht dargestellen, hier horizontal verlaufenden Führungsschiene verfahrbar.

Wie Fig. 1 zeigt, nimmt der Grundkörper 2 in einem rohrförmigen Bereich einen ebenfalls rohrförmig ausgebildeten Teil eines Trageelements 10 auf, das an dem Grundkörper 2 integral befestigt ist. Innerhalb des rohrförmigen Teils des Trageelements 10 ist eine rohrförmige Hauptwelle 14 bewegbar angeordnet, die eine Öffnung eines oberen horizontalen Abschnitts 16a eines Befestigungselements 16 durchgreift und über einen flanschförmigen Teil mit dem oberen horizontalen Abschnitt 16a des Befestigungselements verbunden ist.

Der obere horizontale Abschnitt 16a ist parallel zur Zeichenebene angeordnet. Ein zu dem oberen horizontalen Abschnitt 16a und zu dem Grundelement 2 seitlich beabstandet angeordneter unterer Abschnitt 16b ist ebenfalls parallel zur Zeichenebene angeordnet. Dieser untere Abschnitt 16b ist mit dem oberen Abschnitt 16a durch einen außerhalb der Drehlagerung verlaufenden und von dieser ebenfalls räumlich beabstandeten weiteren Abschnitt 16c verbunden.

An dem unteren horizontalen Abschnitt 16b des Befestigungselements 16 sind Zeichenlineale 18 und 20 lösbar angeordnet. Der Grundkörper 2 ist mit einer Abdeckung 28 verbunden, die den Zeichenkopf der Zeichenmaschine von unten her schließt. Ein vorzugsweise grifförmig ausgebildetes Betätigungselement 34 ist an dem Befestigungselement 16 fest angebracht.


Anspruch[de]
  1. Zeichenkopf für eine Zeichenmaschine mit einem parallel zur Zeichenebene eines Zeichenbrettes (8) bewegbaren Grundkörper (2) und einem am Grundkörper (2) um eine etwa senkrecht zum Zeichenbrett (8) verlaufende Achse mittels einer Drehlagerung schwenkbar gelagerten Befestigungselement (16), mit einem oberhalb der Ebene des Grundkörpers (2) angeordneten oberen Abschnitt (16a) und einem unterhalb der Ebene des Grundkörpers (2) angeordneten unteren Abschnitt (16b), an dem unterhalb der Ebene des Grundkörpers (2) parallel zur Zeichenebene angeordnete Zeichenlineale (18, 20) angebracht sind, und einem oben auf dem Grundkörper (2) angeordneten, mit dem oberen Abschnitt (16a) des Befestigungselementes (16) drehfest verbundenen und auf diesem angeordneten Betätigungselement (34) für die Betätigung - die Drehung der Zeichenlineale (18, 20) um die Achse - von Hand, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Abschnitt (16a) des Befestigungselementes (16) parallel zur Zeichenebene oben auf dem Grundkörper (2) angeordnet und dort um die Achse schwenkbar gelagert ist, daß der untere Abschnitt (16b) zu dem Grundkörper (2) seitlich beabstandet ist und daß der obere Abschnitt (16a) und der untere Abschnitt (16b) durch einen außerhalb der Drehlagerung verlaufenden und von dieser räumlich beabstandeten weiteren Abschnitt (16c) verbunden ist.






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