PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4204065A1 19.08.1993
Titel Wälzlagerung mit Dichtringen
Anmelder SMS Schloemann-Siemag AG, 4000 Düsseldorf, DE;
FAG Kugelfischer Georg Schäfer KGaA, 8720 Schweinfurt, DE
Erfinder Reismann, Hans-Jürgen, 4000 Düsseldorf, DE;
Schittko, Helmut, 4000 Düsseldorf, DE;
Eisenmann, Leo, 8731 Elfershausen, DE
Vertreter Hemmerich, F., 4000 Düsseldorf; Müller, G., Dipl.-Ing.; Große, D., 5900 Siegen; Pollmeier, F., Dipl.-Ing., 4000 Düsseldorf; Valentin, E., Dipl.-Ing., 5900 Siegen; Gihske, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 4000 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 12.02.1992
DE-Aktenzeichen 4204065
Offenlegungstag 19.08.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.08.1993
IPC-Hauptklasse F16C 33/78
IPC-Nebenklasse F16C 13/02   B21B 31/07   
Zusammenfassung Eine Wälzlagerung für Walzen, insbesondere die Vertikalwalzen eines Universal-Walzgerüstes, mit das/die Wälzlager abdichtenden Dichtringen, bei der der Dichtring (18) auf einer Verlängerung (16) des Außenringes (15) des Wälzlagers (12) angeordnet ist, ermöglicht eine Dichtringanordnung mit verringertem Platzbedarf.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Wälzlagerung für Walzen, insbesondere die Vertikalwalzen eines Universal-Walzgerüstes, mit das/die Wälzlager abdichtenden Dichtringen.

Die bei derartigen Wälzlagerungen eingesetzten Dichtungen sollen das Eindringen von Kühlflüssigkeit, Walzzunder und anderen Verunreinigungen verhindern, andererseits aber auch den Schmierstoff im Lager zurückhalten. Diesen Zweck erfüllen bspw. Radial- Wellen-Dichtringe, die häufig noch mit anderen Dichtungen bzw. - Dichtungsmaßnahmen kombiniert werden, wie mit Manschetten-Dichtungen oder Spritzrillen in der äußeren Fläche eines auslaufenden Labyrinthteils. Der Abstand zwischen Lager und Walzenballen ist konstruktionsbedingt meist sehr klein, wie aufgrund der engen Bauverhältnisse bei Vertikalwalzen eines Universal-Walzgerüstes, oder er wird sehr klein gehalten, damit die Biegespannung des Walzenzapfens nicht zu hoch wird, wie bei Horizontalwalzen des Walzgerüstes. Für die Abdichtung steht dann nur wenig Platz zur Verfügung, so daß die Dichtung radial angeordnet bzw. untergebracht werden muß.

Für die Vertikalwalzen von Universal-Walzgerüsten sind daher Dichtungsanordnungen bekannt, bei denen ein Dichtring auf einem separaten, radial zwischen dem Walzballen und dem Außenring des Wälzlagers integrierten Laufring angeordnet ist. Damit wurde allerdings in Kauf genommen, daß sich entsprechend der Dicke des Laufringes das Abdrehmaß des Walzballens und damit die Standzeit der Vertikalwalzen verringert.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine Wälzlagerung von Walzen eine Dichtringanordnung zu schaffen, die keinen zusätzlichen, insbesondere das Abdrehmaß und/oder die Breite des Walzballens verringernden Platz beansprucht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Dichtring auf einer Verlängerung des Außenrings des Wälzlagers angeordnet ist. Der Dichtring läuft somit unmittelbar auf dem Außenring, der an seiner in der Einbaulage nach außen weisenden Seite mit der Verlängerung versehen ist. Die ansonsten für einen radialen Zwischenring benötigte Bauhöhe steht somit voll als zusätzliches Abdrehmaß für den Walzballen zur Verfügung.

Wenn das Wälzlager vorteilhaft ein Kegelrollenlager ist und der Außenring stirnseitig in etwa in einer Ebene mit dem Innenring verläuft, beansprucht die Verlängerung, die zumindest der Breite des Dichtringes entspricht und etwa 20 mm beträgt, nicht einmal einen zusätzlichen Platz in axialer Richtung, d. h. zwischen dem Lager und dem Walzenballen, denn bei den handelsüblichen Kegelrollenlagern ist der Innenring ohnehin gegenüber dem Außenring vorkragend ausgebildet.

Wenn die Verlängerung außen angefast ist, läßt sich eine umlaufende, das Montieren des Dichtringes vereinfachende Montagefase erreichen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels des näheren beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 einen Rahmenkäfig eines Universal-Walzgerüstes mit den Horizontal- und Vertikalwalzensätzen, teilweise geschnitten, in Walzrichtung gesehen, und

Fig. 2 als Einzelheit und vergrößert dargestellt eine Symmetriehälfte einer Vertikalwalzenlagerung des Universal-Walzensatzes gemäß Fig. 1.

Ein Universal-Walzensatz 1 eines nicht dargestellten Universal- Walzgerüstes weist Lagereinbaustücke 2 für die oberen und unteren Horizontalwalzen 3 und Lagereinbaustücke 4 für die Vertikalwalzen 5 auf. Die Lagereinbaustücke 2 der oberen Horizontalwalze 3 werden zwischen Begrenzungswänden 6 vertikal geführt, die gemeinsam mittels eines Joches 7 zu einem Rahmenkäfig 8 verbunden sind, der mittels einer an das die Begrenzungswände 6 verbindende Joch 7 angegossenen Tragöse 9 durch ein Hebezeug heb- und absenkbar ist.

Wie sich aus Fig. 2 ergibt, bestehen die Vertikalwalzen 5 aus einem Walzenballen 11, der über ein als Kegelrollenlager ausgebildetes Wälzlager 12 auf einer Tragachse 13 lagert, die mit ihrem Achsenden im Einbaustücke 4 angeordnet ist. Der Außenring 15 des Wälzlagers 12 weist an seiner nach außen, d. h. in der Einbaulage der Vertikalwalze 5 nach oben bzw. nach unten weisenden Seite eine Verlängerung 16 auf, die sich axial so weit erstreckt, daß sie stirnseitig in etwa einer Ebene mit dem Innenring 17 des Wälzlagers 12 verläuft.

Auf der Verlängerung 16 ist ein Dichtring 18 angeordnet, der lediglich den ohnehin vorhandenen Freiraum ausfüllt und insbesondere radial keinen Platz beansprucht, so daß der Walzenballen 11 direkt auf dem Außenring 15 des Wälzlagers 12 lagert, was gleichbedeutend mit einem das Abdrehmaß erhöhenden Durchmessergewinn der Vertikalwalze 5 ist. Zum leichteren Aufziehen des Dichtringes 18 auf das Wälzlager 12 ist die Verlängerung 16 außen mit einer umlaufenden Montagefase 19 versehen.

Bezugszeichenliste:

1 Universal-Walzensatz

2 Einbaustück

3 Horizontalwalze

4 Einbaustück

5 Vertikalwalze

6 Begrenzungswand

7 Joch

8 Rahmenkäfig

9 Tragöse

10

11 Walzenbalken

12 Wälzlager

13 Tragachse

14 Achsenende

15 Außenring

16 Verlängerung

17 Innenring

18 Dichtring

19 Montagefase


Anspruch[de]
  1. 1. Wälzlagerung für Walzen, insbesondere die Vertikalwalzen eines Universal-Walzgerüstes, mit das/die Wälzlager abdichtenden Dichtringen, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring (18) auf einer Verlängerung (16) des Außenringes (15) des Wälzlagers (12) angeordnet ist.
  2. 2. Wälzlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenring (15) an seiner in der Einbaulage nach außen weisenden Seite mit der Verlängerung (16) versehen ist.
  3. 3. Wälzlagerung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Wälzlager (12) ein Kegelrollenlager ist und der Außenring (15) stirnseitig in etwa in einer Ebene mit dem Innenring (17) verläuft.
  4. 4. Wälzlagerung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlängerung (16) außen angefast ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com